Ich nehme gerne (muss ich hauptberuflich auch immer wieder) Gegenpositionen ein.
Mir persönlich widerstrebt es für Software-Abos zu zahlen. Als Wirtschaftsinformatiker kann ich aber sowohl die wirtschaftlichen Aspekte, als auch die Perspektive von Programmierenden nachvollziehen. Die wollen auch jeden Samstag beim Bäcker Brötchen bezahlen können. Und wenn hier wirklich überdurchschnittliche Gewinne erzielt werden sollten, zieht der marktwirtschaftliche Mechanismus neue, konkurrierende Anbieter auf den Markt. Es sei denn wir haben monopolartige Verhältnisse, was dann aber auch ein Marktversagen wäre, bei welchem auch Wettbewerbspolitik eingreifen könnte/sollte/müsste. Das kann ich bei Adobe ehrlich gesagt nicht erkennen. Das wäre eher bei Microsoft der Fall.
Und zur Aussage:
ZitatIch würde mein Geschäft grundsätzlich nicht auch AI Software aufbauen. 🤷
würde ich fragen: Aber abhängig machen von Marktmacht ausnutzenden Softwareanbietern ist ok? Exkurs: Ich hatte mal auf Basis von Filemaker kleinere web-basierte Applikationen gebaut, die von Unternehmen genutzt wurden (im Übrigen schon damals für einen monatlichen Betrag). Und dann hat FileMaker (Apple Tochter) die Bedingungen immer weiter geändert, so dass es für mich immer teurer wurde. Diese Preiserhöhungen konnte ich bei meinen Kunden nicht durchsetzen. Also war das Geschäftsmodell damit im Popo. Schade. Aber ich war 100% abhängig vom großen Apple Konzern. Schade.