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Beiträge von Seven

  • Geschäftsfeldverlagerungsidee...

    • Seven
    • 10. September 2020 um 08:53
    Zitat von 4Art

    Charlie Gäng baut jetzt auch Wohnmobile:

    https://gaeng-case.de/manufaktur-fah…dividualausbau/

    Schönes Beispiel, wie man auch ohne Veranstaltungstechnik überleben kann in den aktuellen Zeiten...

    Mein örtlicher Casebauer hat sich selbst einen T5 ausgebaut. Ist kein Luxuswohnmobil, aber sehr geil gemacht mit vielen guten Ideen. Wer bei Cases kundenorientierte gute Lösungen umsetzt kann das sicherlich auch an anderen Stellen...

  • Empfehlung Digitalmischpult bis 3000€

    • Seven
    • 4. September 2020 um 13:44

    X32C habe ich einige Jahre besessen und aktuell nutze ich ein SQ6 für den eigenen Gebrauch. Wing habe ich bislang nur mal Hand aufgelegt ohne Audio durchlaufen zu lassen. QU kenne ich aus einigen Erfahrungen auch. Presonus kenne ich nur aus dem Laden. 01V96VCM hatte ich auch mal und die ersten digitalen Erfahrungen habe ich mit dem Yamaha 02R sammeln können. Soviel dazu.

    Ich beschränke aufgrund der Erfahrungen einmal auf SQ und X32. Ich schließe mich da den Aussagen von mfk0815 umfänglich an. Meiner persönlichen Arbeitsweise kommt das SQ etwas mehr entgegen, aber das würde ich unter persönlichen Geschmack buchen. Bei 16 Inputs reicht ein SQ5 auf jeden Fall aus und kommt dazu noch sehr kompakt daher. Angenehm sind für Monitoring bei Aufnahmesituationen wohl auch die 12 Stereobusse, da kommt ein X32 nicht hinterher. Ist die Frage ob man das will/braucht.

    Was für mich noch unerwähnt ist (oder ich habe es überlesen): Die Preamps von X32 und SQ klingen durchaus "anders" für meine Ohren. Das X32 klingt für mich etwas wärmer (negativ: dumpfer) und das SQ6 etwas frischer (negativ: spitzer). Ich würde noch nicht mal sagen, dass eines besser oder schlechter sei. Aber im A/B Vergleich habe ich diesen Unterschied für mich wahrgenommen.

    Wenn es wirklich nur darum geht, 16 Kanäle aktuell aufgenommen zu bekommen würde ich das X32 Compact nehmen und das primär aus wirtschaftlichen Gründen. Ob sich die 600 Euro bzw. 50% mehr für ein M32R lohnen? Da kenne ich den Vergleich der Preamps nicht. Das mögen andere beurteilen. Nochmal gute 500 € drauf und man kommt beim SQ5 raus. Das würde ich insbesondere dann in Erwägung ziehen, wenn man ein wirklich kompaktes, leichtes Pult haben möchte. Ein SQ5 passt in nochmal kleinere Nischen rein und kann mit seinen 10 Kilo (plus Case) eher mal als Gastpult mitgeschleppt werden. Abschließend nochmal: Wing habe ich mangels Erfahrung ausgeklammert.

    my 2 cent

  • Insolvenz durch COVID 19

    • Seven
    • 17. August 2020 um 08:44
    Zitat von HenrySalayne

    So einfach ist das jetzt auch nicht. Das klingt ein bisschen wie die Argumente gegen die NASA in den USA, die jedes Jahr Milliarden in den Weltraum schießt. Das aber dieses Geld auch wieder in die Wirtschaft zurück fließt und Menschen damit Geld verdienen, das sie an anderer Stelle wieder ausgeben, bleibt oftmals unberücksichtigt. Man sollte nur dafür Sorge tragen, dass es nicht an den falschen Stellen hängen bleibt.

    Zum Thema aber evtl. auch eines eigenen Threads würdig:
    https://alarmstuferot.org/

    Da Zuschüsse, Kredite, Beihilfen etc. in aller Regel nicht auf Tagesgeldkonten landen (und dort üppige Zinsen...nicht) sondern den Weg wieder in den Wirtschaftskreislauf finden, kommt damit auch wieder einiges in den Haushalten von Bund, Ländern und Kommunen an. Da bin ich vollkommen bei Dir. Auch damit, dass man sehr gut schauen muss, dass das Geld nicht an die Falschen fließt. Und es wäre am Ende wohl teurer, nicht zu unterstützen.

    Aber: Am Ende wird uns alle das Ganze durchaus etwas gekostet haben. Da kann heute niemand sagen wie viel und auch nicht, wer davon welchen Teil wie bezahlen wird.

  • Insolvenz durch COVID 19

    • Seven
    • 14. August 2020 um 09:49

    Anders formuliert: Am Ende wird die Rechnung gezahlt werden müssen. Die Frage ist lediglich, wer welchen Teil bezahlt. Und wenn es der Staat zahlt, dann zahlt es am Ende mehr oder weniger jeder aus unserem schönen Land. Konkret: Man freut sich dann eventuell zu früh, wenn man dank eines nicht zurückzahlbaren Zuschusses "überlebt" und dann später insolvent geht, weil der Staat sich keine Kulturförderung mehr leisten kann. Echt kein dünnes Brett in Summe.

  • I don't need that, 2.0

    • Seven
    • 14. August 2020 um 08:57

    Aktuelle Erfahrungen aus der Region:

    - Open Air Veranstaltungen mit geeigneten Konzepten und Genehmigungen "laufen" soweit mit gutem Zuspruch. Wie das am Ende des Tages finanziell unter dem Strich ausschaut entzieht sich leider meiner Kenntnis. Aber es passiert etwas. Und das wird angenommen.

    - Indoor Veranstaltungen mit geeigneten Konzepten und Genehmigungen "laufen" derzeit nicht. Es gibt kaum Zuspruch und gekaufte Tickets werden zurückgegeben oder die Gäste kommen trotz Ticket nicht. Erste Analysen haben ergeben: "Ich habe Angst mich bei Indoor-Veranstaltungen anzustecken."

    --> Der ökonomisch denkende Veranstalter wird sich also fragen müssen, wie er potenziellen Gästen die Angst vor einer Infektion nimmt. Und wenn dann ein Impfnachweis dazu geeignet ist, wird er einen solchen in Erwägung ziehen.

  • Insolvenz durch COVID 19

    • Seven
    • 14. August 2020 um 08:38

    Volle Zustimmung zu Gert und Volker.

    1. Es gibt für die Lage keinen Masterplan.

    2. Der Staat kann nicht allen Unternehmen entgangene Gewinne oder gar entgangene Umsätze kompensieren, inkl. der Solo-Selbstständigen.

    3. Bitte auch hier nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Kredite sind nicht gleich "nicht zurück zahlbare Zuschüsse" und auch nicht gleich "Beteiligungen des Staates am Eigenkapital". Da gerne desöfteren der Vergleich mit Lufthansa gebracht wird: Hier erwirbt der Staat 20% Anteil am Unternehmen und bekommt dafür anfangs 4% Zinsen. Die Zinsen werden im Laufe der Zeit auf bis zu 9,5% steigen, falls LH sich die Anteile nicht zeitnah wieder zurückholt. Der Rest kommt über Kredite (primär KfW), die natürlich auch (geringer) verzinst werden.

    4. Don´t get me wrong. Alles für die Branche nicht prickelnd bis ziemlich beschissen. Aber ich sehe zumindest hier und da kreative Ideen von Kollegen und eine leicht steigende Anzahl an von angepassten Veranstaltungen. Das freut mich wirklich sehr.

    my 2 cent

  • COVID-19, Aspekte ausserhalb der Veranstaltungswirtschaft

    • Seven
    • 22. Mai 2020 um 16:25

    Die Pandemie und ihre Wirkungen führen uns viele "Dinge" mehr oder weniger schmerzhaft vor Augen:

    • Weltweite Just-In-Time Lieferketten sind zerbrechlicher als manch einer dachte.
    • Vieles, was Menschen in den Industrieländern produzieren oder "dienstleisten", kann man strenger Prüfung nicht als systemrelevant eingestuft werden. Auch auf die Gefahr hin mir damit keine Freunde zu machen: Für mich sind Kunst, Kultur und Tourismus nicht systemrelevant, wenn es darum geht, die nächsten Wochen und Monate zu überleben.
    • Pandemiepläne liegen entweder seit Jahren tief unten in Schubladen oder wurden hastig noch schnell geschrieben und dann rückdatiert. Das was an Vorbereitung in den Plänen inhaltlich aufgeführt wird, haben (oft aus Kostengründen) die wenigsten wirklich gemacht. So einen Plan fordern ja auch primär externe Prüfer oder Behörden.
    • Zu viele Unternehmen sind finanziell meines Erachtens nicht ausreichend solide aufgestellt. Und dazu muss ich als BWLer zugeben: Das ist vielfach sogar Lehrbuchmeinung (Fremdkapitalfinanzierung, Attraktivität für Eigenkapitalgeber, Reduzierung der Lagerhaltung etc.).

    Ich bin gespannt, ob und was sich aus der ganzen "Sache" letztlich abgeleitet wird bzw. ob wir uns alle zusammen ändern. Für mich werfen die direkten und insbesondere die indirekten Wirkungen der Pandemie viel mehr Fragen auf, als die Pandemie und deren Bekämpfung selbst. Ich bin mir sehr sicher, dass Wissenschaftler gegen Corona sowohl Medikamente als auch Impfstoffe entwickeln werden. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit. Viel mehr Einfluss auf jeden Einzelnen werden die Antworten auf folgende beispielhafte Fragen sein:

    • Werden wir künftig mehr autoritäre Regierungen auf der Welt sehen?
    • Wie werden sich Ausmaß und Geschwindigkeit der Globalisierung ändern?
    • Bekommt die Digitalisierung jetzt einen großen Schub?

    Die Antworten werden, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht digital im Sinne von 1 oder 0 sein.

    Was nicht passieren wird: Das "jemand anders" die Suppe für uns auslöffelt. Es zeigt sich vielerorts, wie schnell und umfangreich ein funktionierender Staat agieren kann, wenn es denn notwendig ist. Trotzdem kann ein Staat nicht alle retten.

    Ich freue mich ganz offen über alle mittelschlauen bis sehr schlauen (Geschäfts) Ideen, die jetzt in der Krise entstehen. In dem Sinne: Weitermachen und wenn man nicht weiterkommt, vielleicht auch mal die Richtung wechseln.

  • SAC - 10-jähriges Dienstjubiläum!

    • Seven
    • 18. Mai 2020 um 13:11

    Ich habe ja auch ein paar gute Jahre mit SAC zugebracht. Das war schon irgendwie auch ein anderes Arbeiten und die Lösung für Monitoring sowie die Möglichkeit, fast alles an Plugins nutzen zu können hat auch heute noch was für sich.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich aufgrund der Bastellösung

    Zitat

    Windows Tweaking, ASIO Terror, ADAT Kabeln und 32Bit Windows

    oft ein leicht flaues Gefühl im Magen hatte, auch wenn ich nie Show-Stoper oder ähnliches hatte. Zwei SAC-Gigs sind mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Eines war ein EQ-Massaker einer Heavy-Kapelle in einer Kneipe, in der alles gefliest war und die fest verbaute PA hinter der Band installiert war. Und einmal habe hatte ich einen Drummer, der meinte sein Set NIE stimmen zu müssen, dem ich mit Drum Replacement zumindest Kick und Snare verpasst habe, dass ich ein Grinsen und das Stammpublik der Band (Ich war nur Sub bei dem Gig) ein Staunen im Gesicht hatte.

    Ich sehe für mich aktuell keine "Gefahr" wieder auf SAC zu gehen. So ein Waves LV-1 System würde ich da eher interessieren, stellt aber keine akute "Gefahr" dar. Das ist sicherlich auch eine Frage von Haptik und Optik. Höher schätze ich die Gefahr ein, nochmal via Waves Server ein paar Plugins einzubinden.

    Viele Grüße

    7

  • COVID-19, Aspekte ausserhalb der Veranstaltungswirtschaft

    • Seven
    • 30. April 2020 um 17:39

    Letztlich ist eine Unternehmensführung verantwortlich für den Fortbestand und den Erfolg des Unternehmens. Verantwortlich weniger in dem Sinne, als dass diese die Leistungserbringung selbst übernehmen, sondern in dem Sinne, dass sie den Hut nehmen dürfen, wenn Ziele nicht erreicht werden.

    Daher ist es auf individueller menschlicher Ebene nachvollziehbar, wenn entsprechende Herren (seltener Damen) um Staatshilfen "betteln" und gleichzeitig Aktionäre großzügig bedienen. Moralisch und ethisch wird man solches Vorgehen anders bewerten. Aber Moral und Ethik stehen in der heutigen Geschäftswelt bei den wenigsten Unternehmen vor den ökonomischen Zielen.

    DAS bekommt man nur mit einem umfangreichen und tiergehenden Wandel in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik etc. hin. Wünschenswert wäre ein Wandel. Nur schnell wird das nicht gehen und so wirklich dran glauben tue ich leider nicht. Gregory Gysi (1993): "Der Kapitalismus hat nicht gesiegt, er ist übriggeblieben."

  • I don't need that, 2.0

    • Seven
    • 30. April 2020 um 17:24

    Das hat die Richtung nicht exklusiv:

    Als (sehr) guter Jurist arbeitet man für (sehr) viel Geld für die "böse" Seite und hilft beispielsweise Unternehmen, Mitarbeiter in höherer Zahl kostengünstig loszuwerden. Oder man arbeitet beim Staat als Richter (halbiert dann meist sein Gehalt).

    Als (sehr) guter Finanzwissenschaftler kann man Unternehmen dabei helfen, möglichst jedes Steuerschlupfloch zu finden oder beim Staat daran arbeiten, solche Löcher zu vermeiden.

    (Ich will damit nicht sagen, dass der Staat immer die "gute Seite" darstellt. Dafür kenne ich m

    Zitat von wora

    entweder man bekommt eine stelle beim staat und kann wirklich arbeiten, diese stellen sind aber sehr, sehr rar. oder man geht zur industrie, dort geht es aber so gut wie immer um das gleiche: gewinnmaximierung. also wie kann ich mit möglichst wenig materialeinsatz den größtmöglichen gewinn erzielen. und wie kann ich mit speziellen geschmacklichen techniken möglichst viele kunden an meine firma binden."

  • Gebrauchtpreise Realität bei Mischpulten

    • Seven
    • 28. April 2020 um 10:57

    Das passt dann irgendwo nicht so ganz zum viel beklagten Überangebot an Material auf dem Markt. Die Erfahrungen von einer gewissen Preisstabilität habe ich auch in den letzten 2-3 Jahren grade bei Mischpult und Mikrofonen auch gemacht.

    Auf dem Gebrauchtmarkt für Trommeln hat sich die Regel mehr oder weniger etabliert, dass man für gutes und funktionierende Material ohne Schäden und in optisch gutem Zustand etwa 2/3 des Neupreises ansetzen kann.

    Wenn man gutes und bekanntes Material günstiger bekommt, dann meist nur mit viel Glück, weil der Verkäufer die Marktpreise nicht kennt. Und auf den üblichen Online-Gebrauchtmärkten herrscht so viel Transparenz, dass man dort kaum ein Schnäppchen schlägt. Das geht dort dann eher für exotischeres Material, wo die Nachfrage geringer ausfällt.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • Seven
    • 27. April 2020 um 12:10

    Ebenfalls sehr weitgehende Zustimmung.

  • Side Chain Tricks

    • Seven
    • 27. April 2020 um 11:14

    Im Grunde bei mir so, wie von den meisten beschrieben:

    • Ich nutze Sidechaining nur, wenn ich die passenden Rahmenbedingungen habe. Eine Band die ich kenne, über ein Pult mit passendem File und ausreichend Zeit für einen Check wäre der (seltene) Optimalfall. Wenn ich die Band nicht kenne, das Pult nicht kenne und ich keine Zeit habe, gibt es ziemlich sicher kein Sidechaining.
    • Ansonsten gerne und oft aber mit relativ wenig Gainreduction
      • Vocals drücken Gitarren/Keys-Gruppe
      • Kick drückt Bass

    Snare/Toms auf Overhead, Kick In auf Kick out und Snare Top auf Snare Bottom werde ich mal testen. Habe ich noch nie gemacht ehrlich gesagt.

  • I don't need that, 2.0

    • Seven
    • 27. April 2020 um 11:05

    Das hat die Richtung nicht exklusiv:

    Als (sehr) guter Jurist arbeitet man für (sehr) viel Geld für die "böse" Seite und hilft beispielsweise Unternehmen, Mitarbeiter in höherer Zahl kostengünstig loszuwerden. Oder man arbeitet beim Staat als Richter (halbiert dann meist sein Gehalt).

    Als (sehr) guter Finanzwissenschaftler kann man Unternehmen dabei helfen, möglichst jedes Steuerschlupfloch zu finden oder beim Staat daran arbeiten, solche Löcher zu vermeiden.


    Zitat von wora

    entweder man bekommt eine stelle beim staat und kann wirklich arbeiten, diese stellen sind aber sehr, sehr rar. oder man geht zur industrie, dort geht es aber so gut wie immer um das gleiche: gewinnmaximierung. also wie kann ich mit möglichst wenig materialeinsatz den größtmöglichen gewinn erzielen. und wie kann ich mit speziellen geschmacklichen techniken möglichst viele kunden an meine firma binden."

  • Leland Sklar - Youtube-Kanal

    • Seven
    • 21. April 2020 um 11:56

    Befreundeter Bassist aus meinem Bekanntenkreis hat Lee diverse Male getroffen. Definitiv ein Original, auch abseits der Bühne. Und ein Mensch mit dem man es gerne zu tun hat, wenn man Storys aus seinem direkten Umfeld kennt.

  • COVID-19, Aspekte ausserhalb der Veranstaltungswirtschaft

    • Seven
    • 16. April 2020 um 08:56

    Zum Thema Schweden:

    Wenn man sich deren Maßnahmen etwas näher anschaut, sind die gar nicht so weit entfernt von unseren Maßnahmen. Auch in Schweden sind beispielsweise Gymnasien und Hochschulen geschlossen, Besuche in Pflege- und Altenheimen verboten, Zusammenkünfte mit mehr als 50 Personen(und damit quasi alle Events) untersagt und die Schweden werden gebeten, freiwillig Abstand zu halten. Im Endeffekt ist damit in Schweden natürlich viel mehr Normalität für jeden einzelnen Bürger im Vergleich zu Deutschland möglich, aber es sind durchaus spürbare Einschränkungen für die Schweden. Offenbar halten sich sehr viele Schweden an die eher zurückhaltend formulierten Regeln. Diese wurden auch deshalb bewusst so zurückhaltend formuliert, weil man davon ausgeht, dass diese Regeln noch eine ganze Weile gelten werden und man so auf eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung hofft. Zitat Tegnell (Chefepidemiologe Schweden): „Unser Kurs mit Freiwilligkeit hat ungefähr denselben Effekt wie der mit Zwang bei den anderen.“

    Wenn man sich daneben die Zahlenbasis anschaut, dann sind es auf jeden Fall relativ betrachtet mehr Todesfälle als beispielsweise in unserem Land (Wir haben ca. 8x mehr Einwohner, aber "nur" 3x mehr Todesfälle mit Corona).


    Zum Thema Events:

    Offenbar haben EIN Fußballspiel in Norditalien (Bergamo), EIN Party-Hot-Spot in den Alpen (Ischgl), EINE Faschingssitzung (Heinsberg) und EIN Starkbierfest (Tirschenreuth) die Verbreitung des Virus intensiv begünstigt. Damit sind Events aus meiner Sicht (leider) durchaus eine wesentliche Quelle des großen Übels. Das es darüber hinaus noch einige "Dinge" gibt, die dem Ganzen zuträglich sind stelle ich nicht in Frage.

    Daher befürchte ich, dass Events noch eine ganze Weile untersagt bleiben. Wer will denn den Beweis antreten, dass die oben genannten Events NICHT zu einer weiteren Ausbreitung geführt haben?

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • Seven
    • 15. April 2020 um 10:32

    Ich gehe davon aus, dass wir ab einem Zeitpunkt X wieder einen ordentlichen Bedarf an Material und Personal in der Veranstaltungstechnik haben werden, der zumindest nicht wesentlich unter dem heutigen Bedarf liegen wird.

    Die Herausforderung für Firmen und Personal wird sein, in der Zwischenzeit Aufträge/Arbeit/Geschäftsfelder zu finden, um Erlöse zu generieren. Denn der Staat wird aller Voraussicht nach diese (und andere) Branche(n) nicht bis zum Zeitpunkt X so stützen können, dass alle wirtschaftlich überleben.

    Der Arbeitsmarkt wird sich nach meiner subjektiven Einschätzung sowohl kurz-, als auch mittel- und langfristig ändern. Wer in der Krise aktuell in der Selbstständigkeit wirtschaftlich nicht "überlebt", wird sich gut überlegen, ob er sich "danach" langfristig wieder in die Selbstständigkeit begibt. Ich glaube auch daran, dass durch Corona ein so hoher wirtschaftlicher Schaden entsteht, dass zahlreiche Arbeitsplätze dauerhaft verloren gehen. Die aus meiner Sicht in vielen Bereichen wirtschaftlich guten letzten 10 Jahre sind wohl mit einem "Knall" zu Ende.

    My 2 Cent

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • Seven
    • 31. März 2020 um 10:49
    Zitat von wora

    es wird ja wohl niemand so weltfremd sein zu erwarten, dass er auch die gewinne ersetzen kann? :/

    Doch genau das habe ich schon mehrfach vernommen dieser Tage. Es reicht der grobe Daumen und der gesunde Menschenverstand, um zu realisieren dass der Staat das nicht leisten kann. Ich habe bei einigen Mitbürgern den Eindruck, als wäre der Staat für sie ein abstraktes Konstrukt, der den armen Menschen in guten Zeiten das Geld als Steuer aus der Tasche zieht und in schlechten Zeiten das Geld nicht wieder rausrückt. Wir sitzen alle im selben Boot und werden den Aufwand am Ende gemeinsam tragen (müssen); die einen früher und die anderen später. Solange niemand seriös sagen kann, wie lange welche Einschränkungen andauern werden, lassen sich auch finanziellen Wirkungen nicht wirklich berechnen. Dass wir zuerst an Menschenleben und erst danach an die wirtschaftlichen Konsequenzen denken ist nur richtig. Das bedeutet aber nicht, dass man sich über die wirtschaftlichen Konsequenzen gar keine Gedanken macht. Es geht um eine Priorisierung.

  • Welche Musik hört ihr ?

    • Seven
    • 31. März 2020 um 10:33

    Bin ich der Tage mal wieder dran hängengeblieben an der Kapelle.

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  • Entwicklung von Analog- zu Digitalpulten (Umfrage)

    • Seven
    • 28. Februar 2020 um 22:26

    - Wie habt ihr den Wandel zwischen analog und digital miterlebt?

    "Gelernt" habe ich ab 1993/94 meistens auf Mitec Pulten (Performer, Joker) oder auch mal auf DDA (Interface und CS3) Soundtracs Pulten. Das erste digitale Pult, das ich betrachten aber nicht bedienen durfte war gegen 1999 ein Innovason. Die ersten Finger kamen dann an ein Yamaha 02R und später an das Behringer DDX3216. Klanglich war das definitiv keine Offenbarung für mich. Und der Standard war dann sicherlich ein paar Jahre Midas Venice plus "ordentliches" Siderack. Das war vom Footprint schon weniger als vorher XL200 oder Legend plus 2x 16 HE Siderack. LS9 und 01V96 waren klanglich auch nie "schön" und selbst das M7CL hat dann zwar Geld gekostet und funktioniert, aber Spaß gemacht hat das Arbeiten damit nicht wirklich.

    Mittlerweile würde ich sagen, dass QL und insbesondere CL bei Yamaha wirklich gut klingen und mir persönlich auch Spaß machen. Gleiches gilt für die neueren Allen & Heath Pulte (deren analoge Vorgänger mir nie so wirklich gefallen haben). Aber auch mit dem X32 habe ich durchaus Spaß gehabt und gute Ergebnisse geliefert.

    To cut a long story short: Den kleineren Footprint haben schon die digitalen Pulte vor 20 Jahren geliefert. Aber es hat 10-15 Jahr gebraucht, bis man klanglich und auch vom User Interface (Spaß bei der Arbeit) größere Schritte voran gekommen ist.

    - In wie weit hat sich die Arbeit zwischen Analog- und Digitalpulten geändert? (Verbesserungen/Verschlechterungen)

    Verbessert hat sich für mich durch die Digitalpulte, dass ich mich viel besser (zu Hause) vorbereiten kann und damit auf der Baustelle letztlich deutlich schneller bin. Auch ist es für mich stressfreier, weil ich mich dann auf andere Sachen konzentrieren kann.

    Damit wären wir aber auch schon bei einem Nachteil. In analogen Zeiten habe ich durchschnittlich einfach mehr Zeit benötigt und auch bekommen für Aufbau und Soundcheck. Heute ist die Erwartungshaltung verbreitet, dass es ja (technisch) ganz schnell gehen kann und dann soll es bitte auch ganz schnell gehen. Nur bringt mehr Zeit oft auch bessere Ergebnisse.

    Rein technisch sind 4 Band Vollparametrik, Gates und Compressor pro Kanal schon eine Sache, die ich gerne nutze und die es in der analogen Welt quasi so nie gab.

    Ich wäre in der analogen Zeit auch nie auf die Idee gekommen, meinen eigenen FOH überall mitzuschleppen. Heute ist es für mich meist einfacher und stressfreier, mit zwei Kisten anzureisen, die ich beide alleine tragen kann und für die auch ein Kleinwagen ausreicht.

    - Was macht momentan und in welcher Größenordnung mehr Sinn?

    Ich bleibe dabei: Wenn mir jemand einen tollen analogen FOH anliefert, aufbaut, einrichtet, abbaut und alles funktioniert UND ich dann genug Zeit für einen Soundcheck habe, dann nehme ich auch gerne noch einen analogen FOH. Ansonsten nicht mehr. Größenordnung spielt da für mich keine Rolle.

    - Setzt ihr vllt. bewusst auf analog/digital und warum?

    Bewusst digital. Weil ich in analog keine Vorteile mehr sehe.

    - Wird es in Zukunft nur noch Digitalpulte geben?

    Ausnahmen wird es weiterhin hier und da geben. Das ist in Ordnung, solange sie funktionieren.

    - Arbeitet ihr lieber mit digital oder analog?

    Siehe oben. Mit genug Zeit und wenn ich es nicht tragen und bauen muss: Gerne auch mal wieder ne XL 200 mit nem Rudel 402, 504, 360ern, R4000, SPX90.

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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