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Beiträge von robert müller

  • LS9 mit externer Faderbank

    • robert müller
    • 20. Mai 2008 um 17:25

    Ich hab jetzt selbst mal nen Blick in die MIDI-Implementierung geworfen.
    Interessant sind hier die Seiten 253-255 im Handbuch (deutsche Version).
    Ich könnte damit ein entsprechendes Setup für eine BCF stricken, habe aber leider keine Konsole in Griffweite, um das auszuprobieren.

    Wenn du dir aber eine BCF besorgst, würd ich dir ein Setup stricken und zuschicken. Dann könntest du das ausprobieren.

  • LS9 mit externer Faderbank

    • robert müller
    • 20. Mai 2008 um 14:45

    Ein Kollege hat mir berichtet, daß er für eine Band, die er regelmäßig betreut, auf diese Weise das Monitoring realisiert.
    Also LS9 am FOH und ne Behringer BCR (das ist das Ding mit den 32 Drehencodern) über MIDI-Funk auf der Bühne angebunden.

    Was du vorhast, müßte also gehen. Wenn Fader gewünscht sind, mußt du halt die BCF nehmen. Wies mit der Rückmeldung vom Pult aussieht, weiß ich jetzt nicht. Kann den Kollegen bei nächster Gelegenheit mal fragen, aber das dürfte noch etwas dauern, bis ich den wieder sehe.

    Vielleicht kannst du aber einfach mal beim großen T nen Fadercontroller bestellen und ausprobieren, wie weit du kommst. Wenns nicht geht, halt wieder zurückschicken.

    Gruß,
    Robert

  • Chor abnehmen der sich beim singen bewegt

    • robert müller
    • 19. Mai 2008 um 23:28

    Hallo Janos,
    vielleicht kannst du mal noch ein paar mehr Infos geben.

    Um wie viele Chorsänger handelt es sich denn hier überhaupt?

    Du hast geschrieben, daß es einen zusätzlichen Offstage-Chor geben könnte. Das ist schon mal ein guter Ansatz. Die Jungs und Mädels brauchen dann zwar nen extra Monitor, aber dafür bekommst du ein Chorsignal ans Pult, das relativ sauber von störenden Bandeinflüssen ist.

    Muß denn der ganze Chor auf der Bühne rumhüpfen? Ich mach selbst ab und an Ton für Musicals meiner alten Schule - da wird das oft getrennt in eine Chor-AG und eine Tanz-AG. Rumtanzen auf der Bühne tun da meist nur noch die Solisten.

    Wenn Chor auf die Bühne, dann doch bitte diejenigen, die vielleicht besser tanzen als singen können, damit die guten Sänger beim Offstage-Chor mit ihrer Stimme zum Klang beitragen können.

    Zum Thema Funkstrecken:
    Hier würde ich mich mal in der Gegend umhören, obs nicht vielleicht Theater- oder Karnelvalsvereine gibt, die euch da aushelfen können. Auch gibts oft irgendwelche Medienzentren, die auch derartiges Equipment für Schulen verleihen können. Wichtig beim "Zusammenleihen" von Funkstrecken ist natürlich, daß diese kompatibel zueinander sind. Da brauchts einen erfahrenen Techniker, der das beurteilen bzw. im Vorfeld ausrechnen kann. Bei meiner letzten Produktion für meine ehemalige Schule waren insgesamt 12 Strecken im Einsatz, die von den Herstellern Sennheiser (ew100), AKG (WMS80) und Zeck (Daisy VHF) stammten. Mikrofone an den Strecken waren hier einheitlich AKG C420L. Nach sorgfältiger Berechnung mit der SIFM-Software von Sennheiser hat dieses System zwei Wochen lang problemlos gespielt.
    Ein Kostenfaktor bei Funkstrecken sind natürlich die Batterien, da kommt mitunter ganz schön was zusammen. Ich kann hier aber die Aerocell-Batterien ausm LIDL empfehlen. Die laufen einfach super und man kriegt sie in jedem Lidl, also quasi in jedem Dorf.

    Ansonsten neige ich auch zur Empfehlung, für Grenzflächen oder Richtrohrmikrofone bei Gesang ein Digitalpult zu nehmen - bei Headset-Funkstrecken übrigens auch. Hier kann die Szenenautomatisierung, die bei Digipulten einfach standardmäßig immer dabei ist, einigen Streß ersparen.

    Wo soll das Ganze denn überhaupt stattfinden (Region)? Vielleicht findet sich hier im Forum ja jemand in deiner Nähe, der dir mit Tipps oder Adressen zum günstigen Beziehen von Material aushelfen kann.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 13. Mai 2008 um 18:11

    Mal so blöd gefragt: Wie seh ich dem Tisch eigentlich an, welche Firmwareversion da drauf ist?
    Einschalten und Splashscreen ablesen? Untermenü? Tastenkombi?

    Dann kann ich beim nächsten Mal nämlich mal gleich checken, was da läuft.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 12. Mai 2008 um 11:03

    Hui,
    da hab ich ja was losgetreten... Diskussion, "fragwürdige" Äußerungen, Bereinigung durch Moderator... So wichtig bin ich mir schon lange nicht mehr vorgekommen. ;)

    OK, mal Scherz beiseite: Sieht ja fast so aus, als wär ich mit diesem Problem nicht ganz allein. Ich muß mir den Stick mal genauer ansehen. Das Ding war eh so eine Art Werbegeschenk meiner Universität (sozusagen als Dankeschön für die von mir abgedrückten Studiengebühren) und nur zufällig auf dem Job dabei. Gut möglich, daß da irgendwelche Ramschhardware verbaut ist, die nicht so ganz kompatibel zu Nicht-PC-Geräten ist.

    Wobei - wenn ich mir das mal so überlege... 500EUR für nen USB-Stick, und dann funzt der nicht mal mit der LS9.....

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 11. Mai 2008 um 15:14
    Zitat von "simonstpauli"

    Mal ganz blöd:

    Taste "Record" schaltet in Bereitschaft, Taste "Play" startet die Aufnahme, wenn ich das richtig im Kopf habe.

    Genau so hätte ich das erwartet, so hab ichs in der Anleitung verstanden, so halte ichs für intuitiv und so hab ichs gemacht.

    Also mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Bedienfehler.
    Wenns ein Softwarefehler wäre, hätten wohl hier schon Heerscharen von Technikern ihre Frustberichte drüber abgelassen, halte ich also für unwahrscheinlich.
    Vielleicht mag das Pult meinen Stick ja einfach doch nicht. Wie gesagt, werds bei nächster Gelegenheit einfach mal nochmal testen.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 11. Mai 2008 um 12:04
    Zitat von "andreas helbiger"

    vielleicht liest auch einer von yamaha mit und der sollte es ja können oder wenigstens sich der bugs mal annehmen und durch update beseitigen. es wird langsam mehr als peinlich

    Hmm, also abgesehen davon daß ich das Recording nicht hinbekommen habe, hab ich keine Bugs im Pult festgestellt. Ok, die Baustelle war technisch gesehen auch nix besonderes, Standard-Rock'n'Roll mit ein paar exotischen Instrumenten dabei, also kein ausgefallenes Routing oder so im Pult.

    Und beim Recorder schließe ich mal immer noch nicht aus, daß ich irgendwas übersehen hab. Deswegen ja die Frage nach ner Schritt-für-Schritt-Anleitung.

    Ich hab im Forum hier allerdings auch schon ein paar Threads gesehen, in denen Leute Bugs beim LS9 festgestellt hatten.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 11. Mai 2008 um 11:38

    Quelle war eingestellt, Name nicht vergeben, weil im Handbuch eben genau stand, daß er automatisch vergeben wird.

    Der Text "Recording" wurde auch angezeigt über den Transportkontrollen, aber passiert ist halt einfach sonst nix weiter.

    Mal ne ganz einfache Idee: Jemand, der schon mal erfolgreich mit dem LS9 auf den USB-Stick aufgezeichnet hat, postet hier mal ne Schritt-für-Schritt-Anleitung, was er genau gemacht und gedrückt hat. Dann kann ich ja mal vergleichen, ob ich vielleicht irgendwas anders oder gar nicht gemacht habe.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 11. Mai 2008 um 01:38

    Ich *habe* im Handbuch nachgelesen. Natürlich hab ich nicht das ganze Buch von vorne bis hinten durchgelesen, aber das Kapitel über den USB-Recorder schon. Da find ich aber auch keine Antwort auf meine Frage, warum das nicht funktioniert hat.

    Und Andreas' Frage hat sich wohl eher darauf bezogen, daß noch mehr Leute USB-Probleme mit dem LS9 haben (zumindest siehts hier im Forum doch stark danach aus). Wie das mit dem Aufnehmen theoretisch funktioniert, haben wir wohl alle verstanden.

    Aber vielleicht haben wir ja alle im Handbuch ne Stelle übersehen, die uns weiterhilft, und die du kennst. Da wäre ein kurzes Zitat ganz nett, oder zumindest ne Seitenangabe.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 10. Mai 2008 um 13:38
    Zitat von "guma"

    Hm, wenn Robert den Stick, wie er schreibt, im Pult formatiert hat, dann müsste der YPE Ordner schon existieren.


    Der Ordner existiert auch. Genau deswegen hab ich ja von vornherein den Stick im Pult formatiert, um an dieser Stelle Probleme auszuschließen. Der Pultbesitzer hatte mir schon im Vorfeld gesagt, er hätte das mit dem Recorder auch mal ganz kurz angetestet aber nicht zum Laufen bekommen. Er hatte seinen Stick aber nicht im Pult formatiert, und weil er es auch selber noch nie wirklich gebraucht hat, nicht weiter verfolgt bzw. ausprobiert.

    Gibts vielleicht in einer der älteren Softwareversionen (wie gesagt, weiß nicht, welche da genau drauf ist) nen Bug in der Hinsicht?
    Abgesehen davon ist mir jedenfalls an dem Pult nix negativ aufgefallen; es hat gemacht, was es sollte.

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 10. Mai 2008 um 10:21
    Zitat von "guma"

    Kannst Du das Ganze noch mal im Lager mit dem selben stick nachvollziehen und der Gemeinde berichten ?

    Kann ich im Moment leider nicht, ist wie gesagt nicht mein Pult, und mit der Firma hatte ich gestern auch zum ersten mal zu tun. Wir werden aber in Kontakt bleiben; wenn ich deren LS9 wieder mal unter den Fingern hab, werd ich das ganz sicher wieder ausprobieren.

    War aber auch meine erste Live-Erfahrung auf dem LS9, vielleicht bin ich wirklich einfach zu doof dafür. ;)

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 10. Mai 2008 um 08:54

    Aha, und das äußert sich dann wie von mir beschrieben? Oder sieht das anders aus?

    Was bedeutet die rote "Access"-Anzeige? Signalisiert die einen Fehler, oder ist die normal? Hab im Handbuch auf die Schnelle nix gefunden (zumindest nicht im Kapitel über den USB-Recorder, das steht nur drück Record und Play/Pause und es läuft).

    Gruß,
    Robert

  • Zu doof für LS9-USB-Recorder?

    • robert müller
    • 10. Mai 2008 um 02:16

    Hallo,
    hatte heute abend nen Gig mit LS9, bei dem "mal schnell" ein Stereomitschnitt angefragt wurde (10min vor Beginn).

    Na ja, macht ja nix, wir sind ja alle nett und freundlich, ein USB-Stick liegt auch noch rum und das LS9 hat doch da dieses USB-Recorder-Dingens drin. Geht bestimmt.

    Und Pustekuchen. Stick zur Sicherheit am Laptop gebackupt, im LS9 formatiert, Recorder auf und Record gedrückt, dann noch den Play-/Pause-Button, um von Aufnahmebereitschaft auf Aufnahme zu wechseln. Jetzt sollte (laut Handbuch) die Aufnahme laufen, erkennbar an der durchlaufenden Zeitanzeige im Display. Die ist hier aber einfach stehen geblieben. Auf dem Stick war nachher auch nix aufgenommenes drauf. Oben im Display leuchtete aber rot unterlegt das Wort "Access" auf.

    Gut, wir haben dann mit ner abenteuerlichen Adapter-DI-Boxen-Kabel-in-denLaptop-Mic-Input-Aktion das ganze noch irgendwie hinbekommen, aber die Signalqualität des Mic-Inputs ist schon irgendwie bescheiden, und eigentlich hätte das doch auch mit dem Stick funktionieren sollen.

    Hab ich da irgendwas übersehen oder bin ich schlicht zu doof für den USB-Recorder des LS9? Gibts da Kompatibilitätsprobleme mit Sticks?

    Softwareversion kann ich leider nicht sagen, ist nicht mein Pult.

  • Howto für Gehörschutzverordnung?

    • robert müller
    • 5. Mai 2008 um 01:16

    Hallo nochmal,

    den bisherigen Antworten entnehme ich mal folgendes:

    - Verantwortungsbewußtes Handeln (also sich selbst überwachen mit "Schätzeisen") ist schon mal gut - seh ich genau so, ich will ja mit 50 auch noch was hören, und das Publikum sicher ebenfalls.

    - Gerichtstaugliche Messungen (wobei ein Gericht ja auch eine Behörde ist, insofern war behördentauglich ja gar nicht so falsch) sind so ohne Weiteres nicht machbar. Wobei mir da jetzt immer noch nicht klar ist, ob das eine reine Frage des Equipments ist, oder ob man dazu auch ne spezielle Ausbildung bzw. Befähigungsnachweis benötigt.

    - Wenns zum Rechtsstreit wegen Gehörschädigung kommt (wovon wir mal nicht ausgehen wollen, was aber auch nicht auszuschließen ist), hat der Veranstalter den Nachweis zu erbringen, daß die Schallemmission die Grenzwerte eingehalten hat. Ohne Messung steht er dumm da.

    Für mich kann ich damit also erst mal folgende Vorgehensweise ableiten:
    - Schätzeisen besorgen zur Selbstkontrolle.
    - Pegel verantwortlich fahren (hab ich sowieso schon immer gemacht, aber bisher wars wie bereits erwähnt eher selten ein größeres Thema).
    - Bei zu erwartendem Schallpegel > 85dB Publikum informieren.
    - Wenn jemand dem Veranstalter bös will, hat der halt Pech gehabt, und ich kann auch nix dran machen.

    Jetzt würd ich aber trotzdem mal noch gerne wissen, wie diese Publikumsinformation am besten durchzuführen ist.

    Gruß,
    Robert

  • Howto für Gehörschutzverordnung?

    • robert müller
    • 30. April 2008 um 12:16

    Danke schonmal für die Antworten.
    Wegen der Klasse: Ich habs irgendwie durcheinandergeschwurbelt und meinte, Klasse 3 wäre die höchste und Klasse 1 die schlechteste. Also meinte ich eigentlich Klasse 1.

    Nehmen wir mal an, ich möchte dem Veranstalter potentiellen Ärger ersparen und helfe ihm, eine behördentaugliche Messung durchzuführen. Wie stell ich das am besten an (Anschaffung eines Klasse2-Meßgeräts mal vorausgesetzt), oder kann ich das gleich vergessen?

    Meine naive Annahme wäre jetzt mal folgende:
    - Ich stelle mit Hilfe des Meßgeräts den Ort der lautesten Schallimmision fest (mittels über PA abgespieltem Testsignal).
    - Dann messe ich nochmal an dem Ort, an dem das Meßgerät nachher stehen soll (gleiches Testsignal, gleicher Wiedergabepegel) und stelle den Unterschied der Messungen fest. Das wäre dann mein Korrekturwert.

    Was ist jetzt erforderlich, um hier für den Fall des Falles den Nachweis erbringen zu können, daß die Grenzwerte eingehalten wurden? Muß das Meßgerät loggen können? Reicht ne eidesstattliche Versicherung des Meßgeräteüberwachers?

    Das sind jetzt wahrscheinlich eher Anfängerfragen, aber bisher hatte ich eher im Bereich Recording und Theater/Musical zu tun, live wurds da bisher nie so laut, daß das ein Thema gewesen wäre. Die verlinkten Webseiten hinterlassen bei mir leider noch ein paar Fragezeichen.

    Achso, noch was:
    In der Norm heißt es doch, ab 85dB muß das Publikum informiert werden und Infomaterial zum Thema Gehörschutz bereitgestellt werden.
    Reichen zur Info A4-Plakate an den Wänden sowie ggf. ne kurze Ansage dazu zu VA-Beginn aus? Gibts da irgendwo Mustertexte oder Vorlagen, wie sowas auszusehen hätte?
    Und als Infomaterial: Reicht da ein einfacher A4-Zettel, oder muß das gleich ne ganze Broschüre sein? Wo kriegt man sowas her?

    Oder mach ich mir zu viele Gedanken, besorg mir ein "Schätzeisen" aussem Conrad und guck, daß es nicht zu laut wird?

    Was wäre z. B. von dem Teil hier zu halten? Laut Beschreibung ist es Klasse 2 und hat ne USB-Anbindung an den Rechner, was wohl Logging ermöglichen sollte.
    http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=…cef6b6ad4908345

    Fragen über Fragen...

    Danke nochmal für hilfreiche Antworten,
    Robert

  • Howto für Gehörschutzverordnung?

    • robert müller
    • 30. April 2008 um 01:23

    Hallo Forumsgemeinde,
    mich beschäftigt seit ein paar Tagen eine Frage:

    Seit geraumer Zeit gilt ja diese neue Verordnung, die den Schallpegel auf VAs begrenzt. Zu was bin ich als Gelegenheits-FOHler da eigentlich verpflichtet? Muß ich mir jetzt ein Klasse-3-Schallpegelmeßgerät mit Loggingfunktion kaufen und den Lautstärkeverlauf der Veranstaltung protokollieren? Oder reichts, daß ich die Begrenzung einhalte, und messen tun die Behörden bei Bedarf?

    Gruß und danke schonmal,
    Robert

  • Stagebox-Splitter-Kombination

    • robert müller
    • 30. März 2008 um 16:23
    Zitat von "Felix Radax"

    Aber sagt, brauche ich für meine Zwecke eigentlich wirklich die teuren Trafos?

    :?:

    Ich frage mich, ob nicht ein passiver Split 1-auf-2-mal-Direct-Out reicht, sofern der zweite Ausgang einen Ground Lift gegen etwaige Schleifen bietet.


    Ich hab bisher mit beiden Ansätzen Erfahrungen. Sowohl rein passiver Split für FoH/Mon bzw. FoH/Rec als auch Trafosplit für FoH/Mon, FoH/Rec und FoH/Mon/Rec.
    Bisher hat jedes System so funktioniert, wie es soll. Drei Pulte (also FoH/Mon/Rec) mit reinem Passivsplit hab ich noch nicht probiert, da kann ich nix sagen, aber bei 2 Pulten geht das normalerweise problemlos meiner Erfahrung nach, so lange die Verkabelung und die Geräte in Ordnung sind.
    Wie ein Kurzschluß auf einem Abgang eines trafogesplitteten Systems sich auf den anderen Abgang auswirkt, kann ich nicht sagen, da fehlt mir die Erfahrung (noch nie was kaputt und noch nicht ausprobiert). Evtl. mildert der Trafo die Auswirkungen etwas ab (bei Passivsplit dürfte das Signal einfach weg sein).
    Bei Passivsplits sollte man vor allem darauf achten, daß nur ein Pult Phantomspeisung liefert und das andere Pult diese auch verträgt, wenn sie auf den Eingängen anliegt. Bei Trafosplits kommt die Phantomspeisung eh nicht durch. Deswegen sollte ein Abgang (normalerweise der zum FoH) auch direkt mit dem Mikrofon verbunden sein und nur der zweite per Trafo isoliert. Eine Alternative sind noch Stageboxen bzw. Splitter, die selbst eine Phantomspeisung zur Verfügung stellen. Dann brauchen die Pulte überhaupt keine zu liefern und können sich auch gegenseitig nicht phantomspeisen.
    In deinem Fall würde ich mir vielleicht eine Box bauen, in der du zuerst mal einen Passivsplit realisierst (Jeden Kanal auf zwei Multipin parallel anlöten), aber die gleich genug Platz hat, später mal Trafos aufzunehmen, um den Recordingabgriff per Trafo zu isolieren, falls du es mal brauchst.

  • Stagebox-Splitter-Kombination

    • robert müller
    • 27. März 2008 um 16:32
    Zitat von "Felix Radax"

    Genügt die galvanische Trennung via Trafo zur Vermeidung von Brummschleifen? Wenn ja - wieso gibt es dann auf vielen Trafo-Splittern zusätzliche Ground Lifts? Oder wenn nein - wieso gibt es dann Trafo-Splitter (von guten Firmen wie Palmer) ohne Ground Lifts?


    Du musst hier zwischen den signalfuehrenden Adern und dem geerdeten Schirm unterscheiden. Brummschleifen entstehen meistens dann, wenn ueber den Schirm zwei unterschiedliche Erdpotentiale miteinander verbunden werden. Dann fliesst auf dem Schirm ein Ausgleichsstrom, der in den Signaladern ein Brummen induziert.
    Der Trafo kann also das Brummen, das durch Erdschleifen entsteht, nicht entfernen, da nur die Signaladern ueber den Trafo gefuehrt werden, die Erde jedoch daran vorbei (ausser bei Ground Lift, da ist sie natuerlich gar nicht verbunden).

    Zitat von "Felix Radax"

    Wenn auf meiner (der isolierten) Seite ein oder mehrere Ground Lifts aktiviert worden sind, bedeutet das dann, dass meine Seite nicht mehr geerdet ist? Oder bin ich über meine Steckdose sehr wohl geerdet? Und kann ich dann überhaupt einen Schlag bekommen?


    Die Schutzerdung jedes Geraetes erfolgt ueber den Schutzleiter im Netzanschluss. So lange der nicht abgeklebt ist, kann also nix passieren. Deine Signalleitungen haben mit dieser Schutzfunktion nichts zu tun (koennen aber davon beeinflusst werden, je nach Erdungskonzept der verwendeten Geraete - genau deswegen brauchen wir ja manchmal Ground Lifts).
    Beim Ground Lifting ist aber auch wichtig, dass es mit Sinn und Verstand gemacht wird. Wenn man eine Goundleitung unterbricht, dann immer nur auf einer Seite der Verbindung. Ansonsten verliert man auf dieser Verbindung die Schirmwirkung. Fuer deine Anwendung waere wohl ein schaltbarer Lift fuer alle Kanaele des Recordingausgangs auf der Seite der Stagebox sinnvoll. Die Erdung der Schirme im Multicore zwischen dir und der Box uebernimmt dann dein Pult, gleichzeitig kann aber keine Erdschleife entstehen.

    Zitat von "Felix Radax"

    Und schließlich:
    Wenn in dem Raum/Lokal nur ein einziger Stromkreis besteht, an dem die Musiker, ich und FOH hängen, kann es dann überhaupt zu einer Erdungsschleife kommen?


    Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Erdschleife kommt, ist auf jeden Fall schon mal geringer. Wenn du aber grosse Entfernungen ueberbrueckst (z. B. mittels Verlaengerungen), dann kann es durchaus zu unterschiedlichen Erdpotentialen und damit Brummschleifen kommen.

    Zitat von "Felix Radax"

    Ich möchte einfach gern live aufnehmen können, ohne dass jemand wegen mir einen Stromschlag bekommt - oder ich selbst, weil irgendwo einmal die Erdung abgeklebt worden ist, ohne dass sich noch jemand daran erinnern würde. :?


    So lange du deine Geraete vorschriftsmaessig geerdet hast, kannst du mit einem Ground Lift im Multicoresystem niemandem schaden.

  • Abspielgerät gesucht: Mehrere Spuren + Timecode

    • robert müller
    • 26. März 2008 um 10:59
    Zitat von "d&b-q7"

    weiß denn jemand, wie ich einen Timecode erzeuge??

    Ich hab hier Cubase, da ist ein VST-Plugin dabei, das SMPTE erzeugen kann. Sonst kenn ich im Moment keine Software, die das kann, obwohl es da sicher noch mehr gibt am Markt.
    Ansonsten kannst du, falls du ein Gerät hast, das Timecode ausspuckt, diesen auch einfach aufzeichnen.

    Wenn du willst, kann ich dir ne Spur erzeugen und irgendwo hochladen. Ich müßte dazu nur die technischen Parameter wissen (Startzeit, Endzeit, Frameformat).

  • Abspielgerät gesucht: Mehrere Spuren + Timecode

    • robert müller
    • 26. März 2008 um 10:29
    Zitat von "d&b-q7"

    [...] wenn es keine "überschneidungen" gibt, dann wäre das ja theoretisch mit einem DVD-Player realisierbar...

    Was ich mich grad frage ist, ob der SMPTE-Timecode die verlustbehaftete Kompression unbeschadet übersteht.

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