Ich habe für Musical-Zwecke im Kleinbudgetbereich schon ganz gute Ergebnisse mit Kopfbügeln von IMG hinbekommen - für deutlich unter dreistellig tatsächlich erstaunlich gut die Kugel-Kapsel.
Welche setzt du da ein, wenn ich fragen darf?
Ich habe für Musical-Zwecke im Kleinbudgetbereich schon ganz gute Ergebnisse mit Kopfbügeln von IMG hinbekommen - für deutlich unter dreistellig tatsächlich erstaunlich gut die Kugel-Kapsel.
Welche setzt du da ein, wenn ich fragen darf?
Du kannst Stereo in DCX 1 rein und mit li/re Hochton + Mittelton raus.
Dann wären Out 5+6 am DCX 1 frei, dort schleifst Eingang A+B (Stereo vom PC) drauf durch und gehst damit in DCX 2, der Grundton und Tiefton bedient.
Wenn ich mich recht erinnere kann man über die "link"-Funktion mittels Dreh-Encoder auf einen Schlag das Stereo-Signal in der Lautstärke ändern - damit ändert sich dann der Out 5 + 6 gleich mit...
Bei der Konstellation muss man aber auch die unterschiedliche Grundlaufzeit der Wege auf DCX2 beachten wegen zusätzlicher DA/AD-Wandlung!
Das ist ein Mischpult! 😋
[...] dass in Musicals der Gesang immer ein kleines bisschen falsch klingt...
Was wahrscheinlich daran liegt, dass die armen Musical-Darsteller zusätzlich zum Singen immer noch wie die Irren tanzen müssen. Je nach Bewegung verzieht's einem dabei manchmal ganz schön die Stimmbänder.
Bei Opern ist die Position der Sänger dagegen vergleichsweise statisch. 😝
sagen wir mal so: Bob Dylan hat so ca. 99% seiner Kariere immer den Ton fast getroffen und auch im Rhythmus sich eher asymptotisch angenähert.
Das ist halt nur Mal so gar nicht die Klangästhetik eines Musicals... 😉
Ob man die Spuren auf die SD-Karte zurückkopiert bekommt, weiß ich gerade auch nicht. Was aber gehen müsste:
Im Routing die 32 Card Outputs direkt mit den 32 Card Inputs füttern, alles im Logic abspielen und mit dem SD-Recorder wieder aufzeichnen. Das geht zwar nur in Echtzeit, aber wenns dir nur darum geht, jetzt ne Karte für künftige virtuelle Soundchecks zu erstellen, wäre das ja kein Problem.
Aber unter dem Strich stellt sich mir schon die Frage, ob der Sache mit Autotune eher geholfen oder eher Steine in den Weg gelegt wird.
Nun ja - du hast hier ja jetzt ne Menge Infos beisammen von der notwendigen Technik bis hin zur zugehörigen Monitorphilosophie. Was da jetzt draus wird, hängt von dir und dem Ensemble ab.
Dabei fällt mir noch was ein: Musicaltypisch hat man ja oft einen oder mehrere Solisten, während der Rest des Casts den Backgroundchor gibt. Letzteres ist oftmals der problematischere Part, da sich die Chorsänger oft nicht so gut hören wie der Solist - und da szenisch gearbeitet und getanzt wird, sind dedizierte Monitorpositionen für den Chor oft nicht drin. (Außer man nutzt ne Vocal Booth...)
Deswegen haben die Choristen meiner Erfahrung nach öfters mehr Intonationsprobleme. Deswegen könnte es, wenn man denn mit Autotune arbeitet, zielführend sein, die jeweiligen Solisten gerade nicht zu korrigieren, sondern nur die einzelnen Mitglieder des Background-Chors.
Die Solisten behalten somit mehr Freiheit in der Interpretation.
Beim Background-Chor wiederum ist es nicht ganz so kritisch, wenn ein einzelnes Signal mal etwas artefaktbehaftet klingt - das geht in der Mischung unter. In der Summe kann das trotzdem besser klingen als die unbehandelten Signale. Und der Chor hat selten Töne, die aus Interpretationsgründen "schräg" angesungen werden müssen. Falls da doch mal Passagen dabei sind, bei denen das wichtig wird, kann man da mit entsprechender Automatisierung ja auch was machen.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung im Studio-Umfeld.
Die gehörte Diskrepanz beim Pre-Autotune-Monitoring ist ja aber auch tatsächlich da. Das ist doch genau die Information, die der Sänger auch hören soll und muss, um sich korrigieren zu können. Unter anderem genau deswegen gibts Gesangsmonitore.
Wenn kein Autotune benutzt wird, ist das doch genau so.
Es gibt nun Sänger, die schaffen es, mit dieser Info so sauber zu intonieren, dass für die Live-Performance alles passt. (Sollte eigentlich die Regel sein.)
Andere wiederum können sich damit auch korrigieren, sind aber dennoch dauernd etwas zu hoch oder zu tief. Die kann man damit für die Front sicher gut einfangen.
Wer selbst das nicht schafft, der möge Autotune per Keyboard mit der Melodie füttern und den dabei entstehenden Sound als moderne Klangkunst verkaufen... ![]()
Hmm, falls Autotune nur für die Front genutzt werden soll, hätte ich da noch eine Idee:
Sänger ganz normal auf Inputs routen. Diese Kanäle ganz normal benutzen mit EQ, Compressor, Gate etc., auch für Monitoring.
Per Direct Out Routing (kann man Ultranet-Outs für benutzen, wenn man das ansonsten nicht braucht) schickt man dann diese Kanäle post fade zum Card out. Das Routing auf die Stereosumme hebt man auf.
Im Life Professor werden nun die 14 Kanäle prozessiert und dann als Stereo-Mix zurück ans Pult geliefert.
Das spart, die 14 Inputs doppelt auflegen zu müssen, da man die Inputs unprozessiert für Monitoring benutzen kann. Man braucht nur 2 Kanäle für den Return.
Nachteile:
Send-FX kann nur vom Return aus benutzt werden (außer man möchte das unkorrigierte Signal verhallen) - keine individuelle Send-FX-Einstellung pro Sänger möglich.
Panorama muss im LiveProfessor eingestellt werden, da natürlich die Panpots des X32 nicht funktionieren.
Dafür ist dann die Gesamtlatenz der Lösung nicht mehr so kritisch. Man kann des Rest (Band etc.) auf nen Stereobus routen und dort auch entsprechend verzögern, um auf ein gemeinsames Time Alignment zu kommen. Dann kann man das mit ein paar 100€ abfrühstücken.
Jepp, me too. Autotune hatte ich live noch nie im Insert, meine Tipps oben waren ja auch eher allgemeiner Natur, wie man ein solches Insertsystem überhaupt zusammenbastelt.
Ich denke aber auch, dass der Sänger sich besser unkorrigiert hören sollte.
Ganz andere Idee, falls das für dich ne Alternative wäre und du da schon was besitzt oder im Zugriff hast:
SAC benutzen und das Plugin einfach reinladen.
Man müsste natürlich klären, ob das Plugin sich laden lässt. SAC lässt ja nur Plugins zu, die keine Latenz reporten.
Damit könnte man sich aber das ganze Gehampel mit den Inserts sparen.
Ich vermute mal, bei 14 per Autotune zu korrigierenden Kanälen handelt es sich eher um eine Low-Budget-Nummer von Hobbyisten. Ob da Geld für ein AVID-Pult da ist?
Billigste Lösung dafür:
- Potentes Notebook
- LiveProfessor
- Autotune-Plugin deiner Wahl
- Anbindung an X32 per USB
- Routing der 14 Inputs direkt auf 14 Card Outputs
- Routing der 14 Card Inputs, die die Returns aus der Software liefern, auf die Inputs für die Sänger
Nachteile:
- Kein Gain-Zugriff direkt am Kanal (bei Funk womöglich sekundär, da eh die Funkstrecke am Sender schon sauber gepegelt sein muss. Da reicht im Pult dann Trim.)
- Latenz > 10ms
Das geht so also nur, wenn eine größere Latenz tolerierbar ist. Bühnenmonitoring geht damit so nicht mehr. Dann müssen die Inputs ggf. gesplittet werden und unkorrigierte Kanäle fürs Monitoring benutzt werden.
Automatisierung, wann welcher Autotune an oder aus ist und ggf. weitere Einstellungen (z. B. die Korrekturskalen) müsste man dann per Snapshots im LiveProfessor machen. Kann man ggf. über MIDI mit den Pult-Cues verbinden.
Die Latenz kann man verbessern, wenn man andere Interfaces nimmt. Also z. B. ADAT, MADI oder DANTE (dann aber nicht per DVS!). Dazu brauchts dann halt die passende Karte fürs Pult und ein entsprechendes Audio-Interface für den PC. Hier bietet sich dann auch tatsächlich eher ein Desktop-PC und ein PCIe-Interface an, die bieten normalerweise die besseren Latenzwerte.
Je nach Ausstattung kann man da dann auf <2ms kommen.
Ansonsten Waves Soundgrid. Da bin ich aber raus, das kenne ich nur vom Hörensagen. Brauchen würdest du auf jeden Fall die WSG-Karte fürs Pult, einen Soundgrid Server, das Waves-Autotune-Plugin und einen Steuerrechner. Wäre wahrscheinlich die teuerste Lösung.
Wie viele Kanäle musst du denn überhaupt korrigieren? Externe Inserts kann man beim X32 nämlich nur 6 bauen. Wenn du mehr insertiertes Outboard brauchst, gäbe es noch den Umweg direkt über den Patch. Also die Inputs direkt auf Outputs durchpatchen, die Insert Returns auf weitere Inputs stecken und diese auf die Kanäle routen.
Die Nachteile dabei sind:
- Gain des "echten" Inputs ist nicht mehr im Kanalzug, sondern nur noch auf den Gain-Pages des Setups zugänglich
- Man kann es nicht mehr über Insert On/Off automatisieren.
Dritte Alternative: Wenn die Signale sowieso lokal am FOH vorliegen und die Pegel dafür passen (Funkmikro-Empfängerrack am FOH?) kann man natürlich direkt erst mal ins Autotune-Kistchen und von dort weiter ins Pult gehen.
Grundsätzlich brauchts für jede zu korrigierende monophone Quelle (also pro Sänger oder Sängerin) ein Gerät oder einen Plugin-Kanal. Wenns nur um (ggf. wechselnde) Solisten geht, kann man da sicher mit Bussen arbeiten und da per Automation jeweils die gerade benötigten Inputs auf individuelle Busse routen.
Das ist doof. Deshalb hab ich meinen Neuen komplett in ZFS Raid aufgebaut.
Hast du dafür auch brav ECC-RAM genutzt? Ist bei ZFS essentiell!
Eventuell wäre Viprinet was für dich. Da geht's nicht speziell um Streaming, sondern darum, aus verschiedenen Internetzugängen einen "großen" zu machen mit mehr Bandbreite und höherer Ausfallsicherheit. Wenn ein Link wegbricht, sinkt einfach die Gesamtbandbreite, aber der Zugang an sich läuft weiter.
Dafür haben die entsprechende Router und routen dann allen Traffic über ihr RZ.
FPGAs sind nicht speziell. Das ist ne ganz gängige Technik. Aber es ist halt eine Ebene unter dem, was man bei DSP-Programmierung so vor sich hat. Beim FPGA programmiert man sich aus den im FPGA vorhandenen Logikbausteinen eine digitale Schaltung. Das kann dann z. B. ein DSP-Prozessor sein, den man dann mit einem Programm füttert. Man könnte theoretisch auch direkt eine digitale Schaltung implementieren, die einen bestimmten Effekt berechnet.
Es ist schon etwas anders, aber kein Hexenwerk, und es gibt sicher genügend Fachkräfte, die mit FPGAs umgehen können.
Wie, hat das Ding etwa keinen Druckeranschluß? Ich dachte da ist ein Handbuch auf der Konsole. Was, wenn ich das drucken will? ![]()
Zumindest der PDF-Reader von Adobe macht da noch sein eigenes Rendering, was vor den eventuellen Anpassungen in den Einstellungen des Druckertreibers passiert.
Ich kenne das nur von PDF-Readern.
Ist bei Adobe glaub ich sogar Standardeinstellung. Nervt beim Notendruck ungemein.