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  2. robert müller

Beiträge von robert müller

  • GrandMA 1 - noch sinnvoll oder doch lieber was anderes?

    • robert müller
    • 6. Januar 2021 um 08:03

    Doch, hab ich:

    Zitat von robert müller

    Ein festgelegtes Budget gibt's dafür erst mal nicht - ich muss mir erst mal klar werden, in welchem Bereich wir da potentiell landen.

    Zugegeben, nicht sehr aussagekräftig. Ein bisschen konkretisieren kann ichs aber schon:

    Ich würde am liebsten in der unteren Hälfte des vierstelligen Bereichs bleiben. Von daher denke ich, dass es wahrscheinlich auf irgendeine onPC-Lösung rauslaufen wird.

  • GrandMA 1 - noch sinnvoll oder doch lieber was anderes?

    • robert müller
    • 6. Januar 2021 um 01:55

    Schon mal danke für den Hinweis Richtung Dot2. Wie ich sehe, gibt's die Dot2-Software ja auch als OnPC-Version. Das kann man sich ja sicher mal ansehen.

    Was mir noch eingefallen ist: Wie sieht's eigentlich mit der 3D-Visualisierung aus? Ist die bei GrandMA oder Dot2 mit enthalten oder muss man da nochmal extra was kaufen? Wenn wir künftig nicht mehr alle Hardware selbst haben, werden wir wohl auch verstärkt Preprogramming mit 3D-Visualisierung machen müssen.

  • GrandMA 1 - noch sinnvoll oder doch lieber was anderes?

    • robert müller
    • 6. Januar 2021 um 01:26

    Hallo alle zusammen,

    ich wage mich mal aus der Ton-Ecke rüber ins feindliche Lager... ;)

    Da es gerade einige recht günstige Angebote dazu gibt: Ist es heute noch sinnvoll, sich ne gebrauchte GrandMA 1 hinzustellen?

    Kurz zu den Rahmenbedingungen:

    Es geht um die lichttechnische Umsetzung von Shows meines Amateur-Ensembles. Das Ganze ist nicht ganz klein - 11köpfige Begleitband, 18 tanzende Sängerinnen und Sänger mit Einzelmikrofonierung per Headsets, dazu ein kleines Rudel Techniker und Helfer - vom Aufwand her durchaus mit einer kleinen Musical-Tourproduktion vergleichbar.

    Es wurde bisher viel mit eigener Lichttechnik gearbeitet, die aber teilweise stark in die Jahre gekommen ist. Dennoch ist von klassischem gedimmtem Licht (Front- und Showlicht - heute noch so ca. 20-30 Kanäle) über Spiegelscanner (ja - wir haben noch ein paar und nutzen die) und kopfbewegten Scheinwerfern bis zu RGBWA-LEDs alles dabei. Weil es gefühlt schon immer da war und noch funktioniert, lief die Steuerung bis zum letzten Konzert im Februar über Zero88 Sirius 250.

    Für künftige Produktionen würde ich uns hier gerne das Leben etwas erleichtern. Die veralteten und mittlerweile wartungsintensiven Teile der Anlage würde ich gerne in den wohlverdienten Ruhestand schicken, aber auch nicht alles durch neue Geräte ersetzen. Stattdessen hätte ich gerne eine halbwegs zeitgemäße Steuerung, auf der wir unsere Shows vorbereiten und abfahren, aber die Scheinwerfer sollen größtenteils Mietgeräte sein. Da kommt dann ja auch das Thema Ersetzen von Fixtures auf, wenn mal irgendwann ein anderer Typ Wackler im Rig hängt, ohne die Show komplett neu machen zu müssen. Das geht mit der Sirius (neben diverser anderer Dinge und Unzulänglichkeiten) ja nun wirklich nicht.

    Gespielt werden sowohl komplett vorprogrammierte Shows, bei denen nach der Programmierung im Idealfall nur noch Go gedrückt werden muss, als auch nicht als Show ausgearbeitete Konzerte oder Konzertteile, bei denen der Lichttechniker mittels vorgefertigter Bilder und Teilszenen spontan eine Show fährt. Ein potentielles neues Pult müsste also beide Bereiche abdecken, wobei der Fokus klar auf dem Showteil liegt. Trotzdem muss zu einem gewissen Grad Zugriff möglich sein, und wenn es nur für die Level der Frontbeleuchtung ist.


    Soweit ich das überblicke, können die MA-Pulte sowas ja abdecken. Nur ist die GrandMA2- oder gar 3-Welt für unsere Zwecke einfach zu teuer. Wenn ich mir GrandMA1 so ansehe, ist das vom Alter her aber auch nicht wirklich viel jünger als unsere alte Sirius. Daher stellt sich mir die Frage, inwieweit diese Pulte noch sinnvoll betrieben werden können in Bezug auf Wartung aber auch Softwareunterstützung (Fixture Library?).

    Kurz: Ich bin kein Lichttechniker. Ich weiß, wie DMX funktioniert, Artnet & SACN kenne ich zumindest theoretisch. Ich bediene diese alte Anlage teilweise auch mal selbst. Ich bin aber absolut nicht auf Stand, was aktuelle Lichtstellpulte angeht, wo die sich in den Features unterscheiden, was die Effekt-Engines so können etc. pp.

    Und, ums mal etwas allgemeiner zu machen:

    Gibt es neben der GrandMA-Geschichte (die mir eben gerade ins Auge gesprungen ist) denn noch andere Pulte, die hier infrage kämen? Ich bin hier prinzipiell für alles offen, egal ob "echtes" Pult oder PC-Lösung mit Fader- und Command-Wing. Ein festgelegtes Budget gibt's dafür erst mal nicht - ich muss mir erst mal klar werden, in welchem Bereich wir da potentiell landen.

    Chamsys ist mir ein Begriff mit der MQ- und QuickQ-Serie, Zero88 hat ja auch aktuelle Pulte, und dann gibt's ja im PC-Bereich auch noch Lösungen die DMXControl, DASLight, PC-Dimmer und wie sie alle heißen. Teilweise frei, teilweise kostenpflichtig - ist mir erst mal noch egal, so lange die Lösung für uns passt und man Hardware-Bedienelemente in vernünftiger Qualität realisieren kann.

    Nett wären auf jeden Fall mehrere DMX-Universen, so dass wir hier ein bisschen aufteilen können bzw. ggf. vorhandenes Hallenlicht einbinden können, ohne ein zweites Pult daneben stellen zu müssen oder unser eigenes DMX-Setup jedes Mal um die Hallenkonfiguration drumrum patchen müssen.

    Rider müssen wir hier keine erfüllen, da wir das Teil nur selbst nutzen werden. Über das Thema Havarie müssen wir allerdings nachdenken. Bei nem Hardware-Pult geht's dann eher um Zumietbarkeit im Fehlerfall (bei ner alten GrandMA1 wohl so nicht gegeben - laufen die Shows auf neueren MA-Sachen?), bei den PC-basierten Lösungen kann man auch über Zweit-PC oder sowas nachdenken, so lange nicht z. B. der Faderwing als Dongle fungiert und bei Ausfall die Software in den Demo-Modus versetzt, bei dem alle 10 Minuten alle DMX-Kanäle für 10 Sekunden mal kurz flashen oder so ;) )

    Nochmal ne Liste der wichtigsten Stichpunkte, die ein neues Lichtpult für uns erfüllen müsste:

    - Abfahren vorprogrammierter Shows mit Eingriffsmöglichkeit (in der Regel Dimmerlevels over all oder einzelner Kanäle/Gruppen, ggf. Tempoanpassung an die Live-Band)

    - Möglichkeit, auch "Live-Licht" zu machen, Schwerpunkt liegt aber auf Showbetrieb

    - Halbwegs zeitgemäße Features (Mindestens mal virtuelle Dimmer für LEDs, Fanning etc.)

    - Mehrere DMX-Universen (mindestens 2, besser 4)

    - Hardware-Bedienelemente

    - Ridertauglichkeit nicht notwendig

    - Sinnvolles Havariekonzept machbar

    Ich weiß nicht, ob das an Angaben schon reicht, um hier konkrete Empfehlungen aussprechen zu können. Rückfragen beantworte ich natürlich gerne!

    Ansonsten schon mal vorab Danke für die hoffentlich zahlreichen hilfreichen Antworten! ;)

  • 6 Kanal Speakon Leitung selbst herstellen, fragen dazu

    • robert müller
    • 2. Januar 2021 um 11:22

    Mal ganz davon ab, ob es jetzt sinnvoll ist, das so aufzubauen: Warum die Leistung über unnötig lange Leitungen mit viel Kupfer einmal quer durch den Raum übertragen?

    Wäre nicht ein NF-Multicore und dann die Amos direkt zu den Stacks die bessere und günstigere Wahl? Das bräuchte dann auch weniger Kanäle, da die Bässe ja nicht mit 4 NF-Kanälen angesteuert werden.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • robert müller
    • 1. Januar 2021 um 17:02

    Du hast hier jetzt meiner Meinung nach vier Möglichkeiten:

    1) Alten Recording-PC reparieren

    2) Neuen Recording-PC aufbauen, in den deine PCI-Karte passt (Board mit PCI-Slots)

    3) Bestehenden Windows-10-PC mit Bridge-Lösung und kreativem Gehäuseumbau nutzen

    4) MADI-Karte verkaufen und künftig was anderes nehmen, z. B. wieder MADI, aber halt als PCIe oder USB, oder ganz umstellen auf was anderes, z. B. DVS.

    Ich würde erst mal 1) versuchen. Mit etwas Glück ist es nur das Netzteil. Ist aber natürlich ne Lösung auf Zeit, irgendwann gibt jede Hardware auf.

    Falls das nicht klappt und du nicht eh umsteigen willst auf was anderes, würde ich einen neuen PC bauen bzw. dem vorhandenen Gehäuse neues Innenleben verpassen.

    Für den Neuaufbau eines kompakten Recording-PCs mit PCI-Karte würde ich es mit sowas hier versuchen: https://geizhals.de/gigabyte-ga-j3…hloc=at&hloc=de

    Wenn du jetzt schon einen kompakten Rechner hast, ist das sicher schon eine Gehäuse im Mini-ITX-Format. Da würde dieses Board reinpassen. Prozessor ist schon drauf - nix dolles, aber um einfach 64 Spuren zu recorden, sollte der dicke reichen. Noch ein paar GB RAM draufgesteckt und fertig ist die Laube.

    Mit Windows-Lizenz und RAM sollte man da mit ca. 200€ durch sein, vorausgesetzt, Netzteil und Gehäuse sowie Festplatte oder SSD werden weiter verwendet. Bei Windows rate ich in diesem Fall zu einer Enterprise-LTSC-Lizenz. Das ist dann so, wie man es von früher kennt: 10 Jahre nur Sicherheitsupdates und das System kann auch ohne Mecker offline betrieben werden. Das ist neu sehr teuer, ich kenne aber einen seriösen(!) Gebrauchtsoftwarehändler, der das zu einem echt guten Kurs im Programm hat. Gewerbe ist dort vorausgesetzt, sollte ja aber bei dir kein Problem darstellen.

    Lösung 3 würde ich echt nur empfehlen, wenn du jetzt total Lust auf Metallarbeiten hast und dir sicher bist, dass du am Ende das Ganze auch sauber umgesetzt bekommst (keine restlichen Metallspäne, die dir später im Rechner irgendwas kurzschließen, alles sauber entgratet etc.). Die MADI-Karten von RME sind einfach so hoch, dass man die nicht ohne Weiteres auf nen Huckepack-Adapter setzen kann, so dass am Ende alles nochmal passt.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • robert müller
    • 1. Januar 2021 um 01:42

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es interne PCIe-zu-PCI-Bridges zum Zwischenstecken gibt. Wenn, dann als Riser Card mit Winkel. Ist dann ne gehäusebauliche Sonderlösung. Also wahrscheinlich eher uninteressant.

    Dann gibt's auf jeden Fall externe PCI-Gehäuse, die über Kabel und Steckkarte an den Host angebunden werden. Da gibt's auf jeden Fall auch welche mit Bridge. Ist aber teuer und man hat zwei Kisten.

    Was ich eigentlich aber meinte: es gibt auch heute noch Boards, die haben PCI-Slots drauf. Meines (aus 2013) ist eines der letzten mit nativem PCI ohne Wandler. Die, die man heute in 2021 kaufen kann, haben, wenn sie noch PCI-Slots haben, diese per Bridge-Chip angebunden.

    Was deine Waves-Plugins angeht: Die bleiben sie erhalten, wie sie sind. Wenn du nicht updatest, passiert nix Schlimmes, es geht auch nichts kaputt. Ich habe hier teilweise V9, V10 und V11 parallel laufen, je nachdem, wann ich das jeweilige Plugin gekauft habe.

    Irgendwann könnte es halt passieren, dass das Plugin in einem neuen Host nicht mehr sauber läuft. Dann könnte ein Update helfen. Aber so lange sich dein Setup nicht ändert, ist das kein Problem.

  • Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

    • robert müller
    • 31. Dezember 2020 um 04:24
    Zitat von wora

    aber um die RME MADI karte wäre es natürlich schade.

    Die wirst du aber nicht einmotten müssen. Die RME-Karten ab HDSP sind mit die am längsten unterstütze Hardware, die mir bisher untergekommen ist. Ich habe erst kürzlich zwei HDSP9652-Karten und eine HDSP-MADI verkauft, die ich vor 15 bzw. 12 Jahren selbst gebraucht gekauft hatte. Ich bekam da noch gutes Geld für, und für die ADAT-Karten gibt's tatsächlich Treiber-Unterstützung von Windows 95 bis zu Windows 10! Gleiches bei der MADI-Karte, nur hat die kein Win95-Treiber, weil es diese Karte damals einfach noch nicht gab. Und solange es nicht auf niedrigste Latenzen ankommt (bei reinem Recording also vernachlässigbar), sollten die auch auf modernen Boards stabil laufen, so lange eben noch ein PCI-Slot vorhanden ist - egal ob nativ oder per PCIe-Bridge angebunden.

    Falls deine Karte sogar schon die PCIe-Variante ist, hast du sowieso keine Probleme. Das ist ja derzeit immer noch die Standardschnittstelle.

    Wenn dein PC aber einfach ausgeht, kann es sein, dass einfach das Netzteil tot ist. Das sollte man mal versuchsweise tauschen. Ein Fachmann sollte was auf Lager haben, womit man das mal probieren kann.

    Wenn die Spannungsverteilung oder die Regelung auf dem Board hinüber ist, wirds natürlich kniffliger. Manchmal ist es aber auch sowas Banales wie die Kondensatoren auf dem Board. So oder so wird dann aber mindestens Löten fällig - da muss man dann überlegen, ob man nicht gleich was Neues baut.

  • Ergänzung/Verbesserung kleiner "Party" PA

    • robert müller
    • 31. Dezember 2020 um 04:15

    Normalerweise sind die Endstufeneingänge gegenüber den Controllerausgängen so hochohmig, dass du dir bei Verteilung des Signal auf 4 Endstufeneingänge keine Sorgen über Pegelverlust machen musst.

    Wie du das jetzt mechanisch bewerkstelligst (2 Splitterkabel an einem Weiteren, 4fach-Splitterkabel, kleine Box) ist vollkommen egal.

    Meine Empfehlung wäre aber: Nimm einfach drei kurze Patchkabel und nutze die Link-Outs deiner Endstufe. Die sind genau dafür da! Wenn ich mir beim Thomann Produktbilder zu deinem Modell anschaue, hat das welche.

    Diese Link-Outputs sind einfach zum jeweiligen Eingang parallel geschaltete XLR-Buchsen. Das ist dann also dein 4fach-Y.

  • Suche Mischpult für Streaming

    • robert müller
    • 30. Dezember 2020 um 21:13
    Zitat von Marian Humann

    Ohh, danke für den Tip! das war mir nicht bekannt

    Gern geschehen. Ich bin selbst erst vor ein oder zwei Wochen im Spotify-Forum drüber gestolpert, als ich auf der Suche nach genau dieser Möglichkeit für eben Spotify war. Vorher wusste ich das auch nicht, obwohl ich beruflich quasi jeden Tag mit den Innereien von Windows zu tun habe...

  • Suche Mischpult für Streaming

    • robert müller
    • 30. Dezember 2020 um 16:46

    Man öffnet dazu die Soundeinstellungen (findet man, wenn man im Startmenü in der Suche "Sound" eintippt).

    Dort gibts ganz unten unter "Erweiterte Soundoptionen" den Punkt "App-Lautstärke- und Geräteeinstellungen".

    Dann kommt ein Fenster mit diesen Einstellungen:

    Hier kann man jetzt für jedes Programm (neudeutsch "App" genannt) einstellen, was Ein- und Ausgabegerät sein soll. Dazu muss die App laufen und einen Audiotreiber geöffnet haben. Bei Spotify muss dazu z. B. auch gerade Musik laufen, sonst taucht es in dieser Liste gar nicht auf.

  • Suche Mischpult für Streaming

    • robert müller
    • 30. Dezember 2020 um 16:10
    Zitat von Marian Humann

    Das Problem an herkömmlicher Veranstaltungstechnik wird sein, die Programme seperat auszuspielen, um sie dann zusammenmischen zu können. Das geht meines Wissens nach nur, wenn das Programm sich explizit einer Soundkarte zuweisen lässt.

    Wie ich selbst erst seit kurzem weiß, ist es in den neueren Windows-10-Versionen möglich, einzelne Programme auf Systemebene einem Audiodevice zuzuweisen. In Kombination mit Multikanal-Interfaces, die separate Stereopaare als WDM-Treiber zur Verfügung stellen, funktioniert das auf jeden Fall. Ich nutze das z. B., um auf dem Studiorechner Spotify über ein dediziertes Stereopaar der Madi-Karte ans Pult auszuspielen.

    Wie's in gängiger Veranstaltungstechnik mit Stimmverzerrern aussieht, weiß ich aber nicht. Zumindest in den mir regelmäßig zur Verfügung stehenden Mischpulten finde ich nichts derartiges (vom Pitch Shifter mal abgesehen).

  • Presonus StudioLive III versus Soundcraft Si versus X/M32 versus A&H SQ

    • robert müller
    • 27. Dezember 2020 um 12:40

    Bisher liest sich das alles so, dass es das Pult mit den von dir gewünschten Features zu dem Preis und dem Gewicht/Transportvolumen nicht gibt.

    Ein Ansatz, der für dich funktionieren könnte, wäre Tomy's Vorschlag, ein SAC-System aufzubauen. Damit kriegst du deine Features, wahrscheinlich auf zu einem für dich vertretbaren Preis, und auch so modular, dass alle Teile definitiv durch eine Person handlebar bleiben.

    Nachteile dabei:

    - Es ist ein Bastelansatz, und es kommt kein System dabei raus, dass du einfach mal so einem anderen Techniker überlassen kannst. Dafür, das System aufzubauen und stabil zum Spielen zu bringen, bist du ganz alleine selbst verantworlich.

    - Du hast nicht "ein Pult" am FOH, sondern ein Batterie an Geräten (PC/Laptop, Bildschirm (evtl. Touch), Tastatur, Maus, Faderboards). Das kann man natürlich schöner lösen, indem man alles in ein Case baut, das dann das "Pult" ist.

    Der riesige Vorteil ist, dass dieses System eben unheimlich flexibel ist. Man muss aber die Philosophie mögen. Ich hab selbst ne SAC-Lizenz, die hat noch nie ne Live-Baustelle gesehen. War einfach nicht so meins, mit X32 bin ich deutlich glücklicher.

    Eine andere Idee wäre, die Delays nicht auf Input-Ebene, sondern auf Gruppenebene zu nutzen.

    Bei einem Pult mit 16 Bussen könnte man z. B. 4 davon für FX und 4 für Monitor von FOH nehmen. Dann blieben 8 übrig, aus denen man 4 Stereo-Gruppen bauen könnte, die man jeweils individuell verzögert. Das ergibt 4 verschiedene Tiefenebenen, auf denen man Instrumente positionieren kann. Wenn man den Master selbst noch verzögert (und dann ggf. die Gruppendelays nochmal entsprechend verringert) gibts sogar 5-Delay-Ebenen.

    Die einzelnen Eingänge kannst du dann je nach Position des jeweiligen Instruments auf der Bühne auf die jeweiligen Busse routen.

    Dabei ergeben sich bei deinem Szenario auf den Bussen recht wilde, musikalisch eher unsinnvolle Kombinationen. Daher haben die Busse in diesem Aufbau lediglich die Funktion, Delay-Ebenen bereitzustellen. Die Regelung der Instrumente in musikalisch sinnvollen Gruppen erledigt man dabei über DCAs.

    Aufpassen muss man ggf., dass die Hallprogramme in puncto Pre-Delay entsprechend parametriert sind, dass der Hall nicht vor dem Direktsignal auf der PA einsetzt. Die Inputs sind ja nicht verzögert und gehen direkt auf die Effekte.

    Das würde die Auswahl auf Pultsysteme erweitern, Busse delayen können und genügend davon haben.

    Das lässt sich selbst mit X32 umsetzen, auch wenn man dafür beim Einrichten ein wenig um die Ecke denken muss.

    Das X32 hat ja nun mal leider keine Delays in den Bussen. Mittels Inserts kann man sich da zwar behelfen, aber wenn man gleichzeitig noch Hall- und Delayeffekte benötigt, ist man hier eingeschränkt. Mann könnte zwar sagen, dass man die FX-Slots 5-8 hierfür verwendet und auf die GEQs verzichtet, aber leider gibts für die Slots 5-8 keine Hall- und Delayeffekte. Die gibts nur für die Slots 1-4, und man verliert dann natürlich, wenn man 4x Stereo-Delay braucht, entsprechend alle Hall-Effekte.

    Man kann nun stattdessen externe Effekte mitnehmen, wenn man welche hat und auch aufbauen möchte.

    Es gibt aber noch einen Weg, wie das komplett pultintern funktioniert. Dazu muss man ein paar Eingangskanäle opfern, und zwar welche aus dem Bereich Input 1-32. Man kann beim X32 nämlich pultintern die Busse wieder als Input nutzen. Dann kannst du z. B. für die Kanäle 25-32 die Busse 1-8 als Input patchen. In den Kanälen stellst du dann dein Delay ein und schickst sie auf den Master.

    Damit bist du eingangsseitig zunächst auf 24 Kanäle zurückgefallen. Um trotzdem 32 Inputs zu haben, kannst du für die letzten 8 Inputs die Kanäle Aux1-6 und USB L/R umwidmen. Diesen Kanälen fehlt im Vergleich zum vollwertigen Input Gate, Kompressor und Delay. Das wäre ein Nachteil, wenn du unbedingt auf allen 32 Inputs volles Processing brauchst.

    Der andere Nachteil dabei ist, dass du nicht 32 Inputs auf zwei Ebenen liegen hast, sondern die Inputs 17-32 sich dann auf zwei Ebenen verteilen, und du möglicherweise - je nach Processing-Anforderung - nicht ganz frei in der Verteilung der Inputs bist. Je nachdem, ob du hauptsächlich mit den Input-Ebenen oder eher mit den DCAs arbeitest, ist das mehr oder weniger Nachteil.

    Ganz klar: Ich halte X32 nicht für das geeignetste System für deine Anforderungen, aber um deinem privatpersonenkompatiblen Budget gerecht zu werden, würde ich das trotzdem mal überlegen.

    Vielleicht gibts ja aber auch ein anderes System, mit dem man meinen Vorschlag umsetzen kann - da fehlt mir gerade ein wenig der Überblick. Vielleicht geht's ja sogar mit dem Presonus-Zeug?

  • Funny stuff

    • robert müller
    • 25. Dezember 2020 um 19:49

    Achso, wichtige Frage: Kann man die Stromübertragung auch verschlüsseln? Ich will ja nicht, dass der Caterer mit seinem Gerätepark meinen Strom klaut!

  • Funny stuff

    • robert müller
    • 25. Dezember 2020 um 19:48

    Hoffentlich funkt das Set im allgemein zugeteilten Bereich. Und eine gewisse Frequenzagilität wäre auch wünschenswert, damit man aus Gründen der Potentialtrennung weiter die Stromversorgung für Licht, Ton und Video getrennt ausführen kann!

  • I want more of...

    • robert müller
    • 22. Dezember 2020 um 23:28

    Dazu sag ich nur:

  • Behringer WING

    • robert müller
    • 22. Dezember 2020 um 22:22

    Ich meinte einfach, dass es ein lustiger Verschreiber war. Aber wenn du Schlaf brauchst - nur zu! ?

  • Behringer WING

    • robert müller
    • 22. Dezember 2020 um 21:14
    Zitat von guma

    das unermüdliche deutsche deutsche Entwickler-Team. :thumbup:

    Gibt's noch andere deutsche Entwicklerteams als deutsche? ?

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • robert müller
    • 22. Dezember 2020 um 15:18

    Ich bin ja meistens sehr diplomatisch unterwegs - aber an der Stelle kann man es sich tatsächlich sehr einfach machen. Wenn es einen wirksamen und allgemein verträglichen Impfstoff gibt, kann man sehr wohl voraussetzen, dass die Leute sich auch impfen lassen. Nicht im Sinne vom Impfzwang - wenn sich jemand nicht impfen lassen will, ist das sein gutes Recht. Dann muss man aber auch mit dem Risiko leben, sich eine Covid19-Infektion einzufangen und womöglich dabei draufzugehen. Und man muss akzeptieren, dass man bei bestimmten Massenveranstaltungen eben nicht mitmachen darf.

    So sehr ich aktuell die Kulturveranstaltungen vermisse, und so sehr ich auch gerne selber wieder auf die Bühne gehen und Musik machen will, muss man doch einfach mal sehen, dass das alles nicht zur Daseinsvorsorge benötigt wird. Es fehlen Arbeitsplätze, wenn dieser Sektor wegbricht - aber die Welt funktioniert auch ohne Konzerte und Messen weiter. Ergo -> Kein Grundrecht, das hier beschnitten wird.

    In einem anderen Diskussionsforum hat es jemand sehr schön beschrieben. Sinngemäß war die Aussage, dass die Impfung auch einen Akt der Solidarität darstellt: Derzeit nehmen alle (zumindest die meisten) aufeinander Rücksicht und schränken sich ein. Das ist gelebte Solidarität.

    Umgekehrt ist es auch Solidarität, wenn ich mich durch Impfung immunisiere und somit allen, die jetzt Einschränkungen hinnehmen müssen, auch wieder eine Rückkehr zur Normalität (und somit bei Künstlern, Veranstaltungstechnikern etc. auch wieder zum Broterwerb) ermögliche.

    Alles unter der Voraussetzung, dass die Impfstoffe tatsächlich funktionieren - aber da sehen die Studienergebnisse ja derzeit ziemlich vielversprechend aus.

  • I want more of...

    • robert müller
    • 22. Dezember 2020 um 13:57
    Zitat von treibsand

    ...Warte mal ab, bis er dir freudestrahlend die Faust ins Auge drückt, wenn du ihn auf dem Arm hälst...

    Macht er gerne - für Brillenträger eher ein IdN. Seine große Schwester war in seinem Alter stets 'der hübscheste Junge der Welt'... :/

    Seit wir im Sommer 2019 ein längeres Wochenende auf einem Ferienbauernhof waren, gibt es nur noch "Axel" - ein steinaltes Pony. 2020 mussten wir drei mal dahin, weil zeitgleich ihre allerbeste Freundin aus dem Ruhrpott auch ihr Lieblingspferd bescuhen wollte.

    Ich kann das immernoch nicht nachvollziehen - hoffe es bessert sich aber, sobald ihr Bruder seine Vorlieben einfordert...!

    Bisher wusste ich nur das Alter deiner Kinder - aber dass mindestens ein Mädel dabei sein würde, war seit dem Pferdebeitrag gesetzt...

    Bei meinen beiden Jungs wurde ich aber auch immer "Wie heischts dann?" gefragt. (Saarländisch für "Wie heißt *die* Kleine denn?").

  • I want more of...

    • robert müller
    • 22. Dezember 2020 um 08:15
    Zitat von treibsand

    Apropos:

    unsere Tochter wünscht sich zu Weihnachten ein Pony. Gibt's halt mal keine Gans...

    Ist das die Ein- oder die Vierjährige? Und wo hat sie diesen ausgefeilten kulinarischen Geschmack her? ?

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