Für Autokino gibt es (gab es?, es ändert sich ja laufend was) eine spezielle Lizenz, über die man dann im UKW-Band eine Frequenz zugewiesen bekommt. Allerdings ist das nichts für eine einmalige Veranstaltung, da das eine größere Genehmigungsprozedur nach sich zieht. Voraussetzung dafür ist ein abgeschlossenes Gelände etc. etc. Wenn die Genehmigung einmal grundsätzlich da ist, ist eine Folgeanmeldung z.B. im nächsten Jahr am gleichen Ort reine Formsache (selbstverständlich kostenpflichtig); die zugewiesene Frequenz kann sich aber von Mal zu Mal ändern. Am Besten bei der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur nachfragen, wies aktuell aussieht. Mit FM-Transmittern wird das aber nicht gehen, da muß ein ordentlicher Sender her (Leistung ca. 100mW-1W, max. Sendeleistung wird in Abhängigkeit von der örtlichen Situation bei der Genehmigung festgelegt).
Beiträge von bernd reusch
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Wenn man natürlich über das Budget für ein M7CL-48 verfügt, wäre für mich der Fall auch klar. Dieses Pult ist von der Bedienung der Grundfunktionen her nicht mehr weit weg von einem Analogpult. Und wirklich fast alles drin, was man sich wünschen kann. 16 frei routbare Outputs, das sollte für die gängigsten Monitorsetups neben mehreren Delays und Nebenraumbeschallungen ebenfalls reichen. Nur: soviel Geld gibt vielleicht eine größere freikirchliche Gemeinde aus, in den großen Kirchen wird man für so etwas kaum eine Mehrheit finden - auch wenn man dann wirklich fertig ist und kein Siderack mehr braucht. Und eine kleine Gemeinde kann sich sowas schlicht nicht leisten. Mehr als 20000 Euro (MWSt. muß ja dann auch bezahlt werden, weil man 'Endverbraucher' ist) hat halt nicht jeder in der Portokasse. Und wenn jahrelang nur dafür Spenden gesammelt werden müssen, ist das auch nicht so toll. Das andere beschriebene Pult kenne ich leider überhaupt nicht, von daher kann ich da auch nichts dazu sagen.
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Nein, das darf man so nicht machen. Der Funkempfänger hat genauso wie ein Kondensatormikro einen Verstärker am Ausgang, da ist eine direkte Parallelschaltung tabu. Die weiter oben vorgeschlagenen Serienschaltungen könnten evtl. funktionieren, sind aber sicher auch nicht ideal.
Beste Möglichkeit: Kleinstmischer 4x In / 2x Out vor den EQ.
Wenn das schon zu teuer ist, eine echte Bastellösung (nicht sehr professionell): da die Funkempfänger über Ausgangsverstärker verfügen, jeweils Pin 1 direkt miteinander verbinden und zu den Anschlüssen 2 und 3 der XLR-Buchsen je einen Widerstand mit 100-220 Ohm in Reihe schalten (aber alle gleich groß!). Damit werden 4 Widerstände zum 'Mergen' zweier Funkkanäle benötigt. Damit sind die Funkempfänger zueinander etwas entkoppelt (daß zumindest die Ausgangstreiber nicht abrauchen), und das Signal wird im gleichen Verhältnis auf den gemeinsamen Stecker gemischt. Großer Nachteil dieser Lösung ist, daß die Funktion der ganzen Sache abhängig ist von den Ausgangsimpedanzen der Funkmikroempfänger und der Eingangsimpedanz des EQs. Evtl. muß da mit den Widerstandswerten auch experimentiert werden. Auch kostet diese Lösung natürlich Pegel, was aber bei Funkmikros wahrscheinlich nicht so wichtig ist, da man den Empfänger vermutlich weit genug aufdrehen kann, um das auszugleichen. -
Vor vielen Jahren haben wir die Parallelschaltung gleicher Mikros (SM58) bei einem Chor vielfach und erfolgreich praktiziert (das Pult war einfach viel zu klein und Geld, um ein größeres Pult oder passendere Mikros zu mieten gabs auch keins). Pro Eingangskanal wurden dann jeweils 2 bzw. 3 Mikros parallel geschaltet. Auf diese Weise haben wir 12 SM58 für den Chor und die begleitende Band auf einem 12-Kanal-Pult untergebracht. Toll ist das natürlich nicht, da man die Mikros nicht einzeln regeln kann, aber besser als wenn jeweils 7 Leute um ein SM58 rumstehen schon. Es soll jetzt keine Aufforderung sein, es so zu machen, denn professionell ist das ja nicht unbedingt, aber wenn man sehr begrenzte Mittel und Möglichkeiten hat, ists mit Sicherheit nicht die schlechteste Lösung.
Mit phantomgespeisten Kondensator-Mikros sollte man das natürlich nicht machen, denn die haben ja einen Verstärker am Ausgang. Und wie der reagiert, wenn er plötzlich Fremdsignale rückwärts (vom anderen Mikro) bekommt, ist sicher modellabhängig. Da aber bis zur Zerstörung der Ausgangsstufe alles denkbar ist, würde ichs nicht unbedingt ausprobieren. -
Für eine Kirchengemeinde würde ich wie die Mehrheit der bisherigen Beitragsschreiber auf jeden Fall auch ein Digitalpult empfehlen, einfach weil Presets wieder auf Knopfdruck abrufbar sind und man zu Beginn nicht jedes Mal checken muß, was der Vorbediener vergessen hat zurückzustellen oder irgendwelche jugendlichen Witzbolde verstellt haben, um das Können des Bedieners zu prüfen.
Auch sollte man nicht vergessen, daß man bei Digitalpulten auf viel Outboard-Equipment wie Kompressoren, Effekte, etc. verzichten kann, weil die Pulte das intern zur Verfügung stellen (solange man an die Effekte nicht High-End-Ansprüche stellt) und so evtl. sogar Geld sparen kann (oder Dinge 'umsonst' dazubekommt, die die Gemeindeleitung als externes Gerät nie genehmigen würde, weil dort niemand ist, der versteht, wozu man das überhaupt braucht). Je nach Gerät ist auch das evtl. mögliche freie Routing in einer Kirchengemeinde u.U. sehr Vorteilhaft: Es können z.B. Delaylines direkt aus dem Pult angefahren werden oder teilbare Säle mal ganz, mal halb, mal gesplittet betrieben werden (Zonenbetrieb) etc.
Auf der anderen Seite haben vor allem 'kleine' digtale Mischpulte den Nachteil, daß die i.d.R. vergleichsweise wenige Ein- und Ausgänge sowie Bedienelemente besitzen, diese aber dann mehrfach belegt sind. Vor allem als erfahrener 'Analogmischer' tut man sich da am Anfang schwer, wenn nicht mehr alle Bedienelemente im direkten Zugriff befinden.
Von der in einem Beitrag weiter oben genannten Möglichkeit des Sperrens von Funktionen halte ich dagegen nichts, da damit hauptsächlich Leute behindert werden, die sich wesentlich besser auskennen als der Administrator...
Was in einer Kirchengemeinde auch immer bedacht werden sollte ist die 'feste Belegung' einiger Kanäle (z.B. Altar, Kanzel, Funkmikro, ...). Die Anzahl der so vorbelegten Kanäle muß zu den Kanälen für die Band bzw. das Musikteam addiert werden, um die minimale Größe des neuen Pults zu bestimmen. Auch sollte die Anzahl der möglichen Aux-Wege (Monitore, Effekte) bei der Auswahl genau bedacht werden. Kirchengemeinden neigen auch tendenziell dazu, nicht für die Zukunft zu planen (wir haben 2 Sänger, 2 Gitarren und ein Keyboard, da reicht ein 8-Kanalpult...), was dazu führt, daß in vielen Gemeinden hoffnungslos unterdimensionierte Pulte im Einsatz sind, die dann 'trickreich' mit weiteren unterdimensionierten Subpulten 'erweitert' werden. Das ist aber 'rausgeschmissenes Geld, sinnvoll arbeiten kann man so nicht. Lieber 2 Nummern zu groß als eine zu klein. Wenn ich 32 Kanäle zur Verfügung habe, aber an 50 Sonntagen im Jahr nur 8 brauche, stört das weniger als wenn ständig faule Kompromisse gemacht werden müssen, weil zu wenige Kanäle da sind. Auch dieser Punkt sollte in der Planungsphase bedacht werden. Wenn man jetzt bei der Planung auf rechnerisch auf 18 benötigte Kanäle kommt, das gewünschte Digipult aber nur als 16er oder als 32er-Ausführung zu haben ist, dann könnte das im Zweifelsfall zum Argument gegen das Pult werden. Trotzdem sollte man aber nicht von vornherein Notlösungen wie 16er-Pult + externer A/D-Wandler an der ADAT-Schnittstelle einplanen!
Letztlich würde ich einfach eine Checkliste mit den Anforderungen an das neue Pult machen und dahinter 2 Spalten für digital und analog und bewerten, welches Gerät die Anforderung besser erfüllt. Und am Schluß die wichtigen Anforderungen nehmen und schauen, in welcher Spalte mehr Kreuze sind... -
Die 'Blechlocher' bekommt man unter der Bezeichnung 'Schraublochstanze' auch in 24mm beim gut sortierten Werkzeughändler. Geht natürlich auch in Stahl (normale Rackbleche), das Problem sind aber die Schrauben. Die längen sich (trotz Festigkeitklasse 12.9) nämlich und dann läuft das Feingewinde immer schwerer. Für wenige Löcher sicher eine sehr brauchbare Lösung, für die Großserie aber ungeeignet. Falls aber jemand eine Bezugsquelle für Ersatzschrauben (M8 Feingewinde mit hoher Zugfestigkeit) kennt, wäre ich an der Adresse auch interessiert. Der Vorteil des Stanzens ist auf jeden Fall, daß außer beim Vorbohren keine Späne entstehen. Wenn man nachträglich in eine fertige Konstruktion noch ein Loch machen muß, dann ist das u.U. ein wichtiges Argument.
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Zitat von "tonzwerg"
...MIDI ist ja eigentlich n grottenlahmes serielles protokoll...
Soweit korrekt, wobei lahm relativ ist.Zitat von "tonzwerg"...das auch noch differenziell übertragen wird...
Nein. MIDI ist eine Stromschnittstelle, die über Optokoppler die Instrumente/Devices galvanisch trennt (zur Vermeidung von Brummschleifen). Da der Strom an jeder Stelle der Leitung gleich ist, kann die Leitung theoretisch beliebig lang sein - es sei denn, der Widerstand der Leitung ist so groß, daß der geforderte Strom aufgrund der vorgegebenen Betriebsspannung und des ohm'schen Gesetzes nicht mehr fließen kann. In dem Fall reicht also ein (selbstgebauter) Treiber mit ganz wenig Elektronik. Anregungen dazu kann man sich z.B. auf http://www.elektor.de holen (die Artikel sind leider kostenpflichtig), z.B im Artikel 'MIDI-Merger' vom Mai 2000. -
Ja, das Wesentliche ist gesagt - aber nochmals in aller Deutlichkeit: Du brauchst für den Anfang nicht alles, aber wenn Du Geld ausgibst, dann sollte es für Dinge ausgegeben werden, an denen Du auch in 2 Jahren noch eine Freude hast und mit denen Du arbeiten kannst.
Das Wichtigste sind die Mikros und die Speaker - wer da Müll kauft, hat eh verloren und holt das mit dem schönsten Siderack nicht wieder 'raus.
Dann halte ich 31-Band EQs in allen Ausgängen, die auf Speaker gehen (Front, Monitor) für absolut notwendig (neben dbx sind auch die Yamahas ganz brauchbar - nur 2HE statt 3HE, aber leider im Dunkeln deutlich schwerer abzulesen als die dbx-EQs). Bevor diese Punkte nicht zufriedenstellend geklärt (erledigt) sind, braucht man sich keine größeren Gedanken über zusätzliche Kompressoren, Gates, Effektgeräte etc. machen.
Bei den Mikros vor allem lohnt es sich wirklich manchmal etwas mehr auszugeben: das SM57 ist z.B. ein sehr brauchbares Mikro, nur wenn der Schlagzeuger da mit dem Stick draufhaut (ist mir schon passiert), dann ist der Kopf ab. Beim Beta57 z.B. passiert das nicht (Metallkorb).
Auch sind viele Feedbackprobleme sind mit einem geeigneten Mikro nur noch halb so groß etc. etc.
Kauf Dir gute Mikros und dann verdiene dann erst mal ein bischen Geld und investiere dann weiter. Wenn Deine Bands eh grottenschlecht sind, werden sie durch einen teuren Hall auch nicht unbedingt besser. Also investiere Dein Geld lieber in Sachen, die einen halbwegs bleibenden Wert darstellen und die Du später auch mal bei besseren Bands weiterverwenden kannst.
Ansonsten: nutze das, was Du schon hast, auch wenns nicht Topmaterial ist. Und kauf' ab sofort nur noch 'amtliches' Zeug. Wenn Du dann die Grundausstattung hast und Geld übrig ist (in ein paar Jahren), dann kannst Du das vorhandene Material immer noch gegen besseres austauschen. Bei Behringer muß man aber aufpassen - ich persönlich will nichts von denen im Rack haben, obwohl das eine oder andere Gerät ganz brauchbar sein soll. Aber es gibt von denen auch Geräte, die genau das nicht sind, sondern einfach nur grottenschlecht. Und wer wie ich einmal (bei mir wars zum Glück nur Fremdmaterial) damit auf die Schnautze gefallen ist, der wirds in Zukunft (hoffentlich) meiden. Also wenns schon unbedingt Behringer sein muß, dann nur hier explizit empfohlene Gerätetypen. -
XLR-Belegung (Standard):
1: Schirm
2: heiß
3: kaltEine Brücke von 1 nach 3 macht die ganze Sache also asymmetrisch, stellt aber für das Signal keinen Kurzschluß dar. Sinnvoll ists trotzdem nicht, da sämtliche Vorteile der symmetrischen Übertragung damit aufgegeben werden. Mit der Kurzschlußbetrachtung siehts aber anders aus, wenn das Mikro an einen Eingang, der Phantomspeisung liefert angeschlossen wird. Dann wird die Phantomspeisung (nicht das Signal) kurzgeschlossen, wobei sich der 'Kurzschlußstrom' (48V an intern 6,8kOhm) trotzdem sehr in Grenzen hält.
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Hallo,
was soll denn schon wieder das 'runtermachen von preiswerteren Geräten? Nicht jeder hat soviel Geld übrig, daß er sich gleich am Anfang mal mehrere Endstufen ab 2000 Euro aufwärts kaufen kann! Ich denke, die meisten hier haben mal klein(er) angefangen und sich dann langsam gesteigert. Und z.B. der Keyboard-Monitor braucht normalerweise keinen Amp mit 2x2000W.
Ich besitze 2 Stück PVA 2700E und benutze sie als Monitoramps - nicht nur fürs Keyboard. Dafür sind sie absolut geeignet. ABER: die Dinger sind DEFINITIV NICHT FÜR 2 OHM Last geeignet!! Ich hab' gerade das Manual nicht zur Hand, aber ich meine, daß im Bridged-Betrieb nur 8 Ohm Lasten zulässig sind. Im Stereo-Betrieb ist die minimale Last pro Kanal 4 Ohm. Das weiß ich und so funktionieren die auch zuverlässig seit Jahren.
Man sollte sich einfach an die Angaben des Herstellers halten, dann funktionieren die Geräte prima. Wer Geräte außerhalb der vom Hersteller angegebenen Specs betreibt, darf sich nicht beklagen, wenn sie überhitzen oder gar beschädigt oder zerstört werden.
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Keine Ahnung, ob das hier zutrifft, aber ich hatte vor vielen Jahren an einem analogen Pult eine sehr interessante Erfahrung gemacht: war die Phantomspeisung stark belastet, kam sie beim Einschalten des Pults nicht richtig hoch. Ausstecken der Eingangsstecker bei eingeschaltetem Pult führten zu normaler Funktion. Wurde das Pult ausgeschaltet, gleiches Problem wieder => die Phantomspannung kam unter Last nicht richtig hoch, wenn die Last erst bei voller Spannung zugeschaltet wurde, war alles OK.
Ich komme auf die Idee, weil von sehr vielen gleichzeitig betriebenen Kondensatormikrofonen bei diesem Setup die Rede ist. -
Ich muß mal schauen, ob ich den Artikel auf meinem Rechner in der Firma noch habe, woraus ich diese Aussage beziehe. Geht heute Abend also leider nicht mehr.
Habe mal etwas gegoogelt (in der Hoffnung, den Artikel im Web nochmals zu finden, was mir natürlich nicht gelungen ist) und festgestellt, daß sehr kontroverse Meinungen darüber verbreitet werden, der Tenor aber tendenziell dahin geht, daß Wismut-Zinn-Blei zwar der absolute GAU ist (wegen einer Schmelztemperatur von nur 96°C einer bestimmten Phase im Material), was dann letztlich bei Temperaturbelastung zu gröberer Kornbildungen im Material und damit zu kalten Lötstellen führt, weil zwischen den Körnern Teile der Lötstelle immer wieder flüssig werden.
Allerdings wird auch den anderen bleifrei-/bleihaltig-Mischungen eine z.T. drastisch verkürzte Lebensdauer vorhergesagt.
ABER: Es wird in den ganzen Publikationen, die ich gefunden habe davon ausgegangen, daß eine bleifreie Lötstelle mit bleihaltigem Lot 'verunreinigt' wird. Wenn ich eine Reparatur oder Änderung mit Bleilot durchführe, abe ich aber genau die umgekehrte Situation: ich habe eine bleihaltige Lötstelle, die mit bleifreiem Lot 'verunreinigt' ist. Und da habe ich bisher zumindest kein Problem gesehen (solange Wismut außen vor bleibt).
Fakt ist schließlich, daß 'sortenreine' Lötungen ja außer in der Serienproduktion praktisch nicht mehr möglich sind, da ich in der Regel nicht weiß, mit welcher Legierung eine Leiterplatte gelötet ist, die ich reparieren oder modifizieren möchte. Will ich bleihaltig löten, bekomme ich standardmäßig heute schon keine bleilotverzinnten Leiterplatten mehr. Will ich dagegen bleifrei löten, muß ich u.U. bleihaltig verzinnte Bauteile einsetzen, weil der Hersteller die Teile statt auf bleifrei umzustellen einfach abgekündigt hat und ich von meinem Vorrat, den ich hoffentlich zum 'Last Buy-Termin' angelegt habe, zehren muß, will ich nicht eine Neuentwicklung mit anderen Bauteilen (sofern überhaupt 1:1 möglich) starten. Jede Entwicklung, die bereits vor der Bleifrei-Umstellung fertig war, wird mehr oder weniger unter diesem Problem leiden.
Den Machern der ROHS-Richtlinie ist offensichtlich entgangen, daß es neben der Consumerelektronik, die dank Aldi, Lidl & Co. eine Halbwertszeit von nur noch 0,5 bis 2 Jahren hat auch industrielle Produkte gibt, von denen der Kunde 25 Jahre und mehr Lieferbarkeit erwartet. Und obwohl diese Produkte von der ROHS-Richtlinie nicht direkt betroffen sind, sind sie es indirekt eben doch, weil im Zuge von ROHS eben a) extrem viele Bauteile abgekündigt wurden und b) das hier diskutierte Lötdilemma zuschlägt. -
Ich möchte noch ein paar Anmerkungen zu ROHS machen: teilweise wurden die Ausnahmen genannt, teilweise auch nicht. So betrifft ROHS im Wesentlichen nur den Consumerbereich, nicht jedoch den industriellen Bereich. Werden Also Komponenten für Industrieanlagen hergestellt, dürfen diese weiterhin bleihaltig gelötet werden. Ebenso, wie oben schon genannt, Reparaturen.
Was nicht richtig ist, ist daß Blei- und bleifreies Lot prinzipiell nicht gemischt werden darf. Ein Problem besteht nur dann, wenn das bleifreie Lot Wismut (Bi) enthält. Das ist aber nur bei einer von mehreren Lotzusammensetzungen der Fall. Wird dann mit Bleilot gemischt, wird die Lötstelle spröde und bricht unter Umständen später. Das Problem bei Reparaturen ist natürlich, daß man den bleifreien Lötstellen nicht ansieht, ob sie Wismut enthalten oder nicht. Wenn man sicher ist, daß bleifreie Lötstellen ohne Wismutanteil gelötet sind, ist das Löten mit Bleilot eine echte Hilfe: zuerst reichlich Bleilot drauf, dann absaugen, nochmals Bleilot und wieder absaugen. Dann geht Entlöten so entspannt wie früher. -
Zitat
ich würde NIE z.b. an eine 300jahre alte geige einen modernen klebestoff anbringen. und wenn er noch so toll ist. das risiko wäre mir hier eindeutig zu hoch.
Das würde ich natürlich auch nicht machen. Aber an eine moderne Fabrikgeige schon. Und was Anderes werde ich wohl eher nicht vors Mikro kriegen.Ich hab' mir auch mal den Link auf die C-ducer Teile angeschaut: auch die werden geklebt, sind also dort, wo das C411 tabu ist, auch tabu.
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Zitat von "klauston"
Dann geht auch noch das C411.
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Das mit dem aufkleben mit der Knetmasse war eigentlich noch nie ein Problem...
Technisch gesehen sicher nicht, nur wenn der Musiker Angst um den Lack seiner Geige hat helfen alle guten Argumente und Erfahrungen (des Technikers) mit der Knetmasse des AKG C411 nichts. -
Spirit SX20. Gibts zwar nur noch gebraucht, dafür liegts dann aber voll im Preisrahmen. Ist gut durchdacht und sehr flexibel einsetzbar.
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Ich würde es mal mit 'Tuner 600' von Kontakt Chemie versuchen. Der ist relativ sanft (löst im Gegensatz zu ganz sicher wirkenden Sprays wie Kontakt 60 nicht den Lötstopplack und evtl. sogar die Kunststoffteile auf) und trotzdem noch wirksam. Gerät öffnen, wenn die Schalter nicht voll gekapselt sind etwas Spray durch eine Öffnung einsprühen und Schalter mehrmals betätigen.
Daß das Problem nicht im laufenden Betrieb auftrtt ist nachvollziehbar. Die Kontakte sind oxidiert und wenn das Oxid erstmal durch häufiges Schalten abgekratzt ist, steht der Kontakt (halbwegs). In ein paar Wochen ist aber alle wieder erneut oxidiert. -
Zitat von "niggles"
Da wäre ich aber grade bei Kirchengemeinden etwas vorsichtiger. Da sind teilweise heute noch Sennheiser-Microports der 1000er und 2000er-Serien im Einsatz - im 37 MHz-Band...
Eben - wenn mans kommerziell nutzt, kann man vielleicht so rechnen. Wenn nicht - und z.B. eine Kirchengemeinde ist nunmal kein 'normales' Wirtschaftsunternehmen, das gewinnorientiert arbeitet - dann kommts einer Enteignung gleich.
Aber langsam wirds OT - das war eigentlich nicht Sinn meines obigen Einwands.
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Zitat
Der Strom liesse sich auch mit eine kleinen Spannung erzeugen, z.B. 5V oder 12V. Dadurch ist die Gefahr der zu hohen Berührspannung durch diese Massnahme nicht mehr zusätzlich gegeben.
??? Die einfachste Lösung wurde doch bereits genannt: Wie Test-Taste. Konkret: Widerstand von einer Phase NACH FI auf über das Relais auf den Null- (oder Neutral-)leiter VOR dem FI schalten. Widerstand so bemessen, daß sicher > 30mA fließen (bei 30mA-FI).
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Wichtig aber, BEVOR evtl. viel Geld investiert wird: Die Allgemeinzuteilung ist befristet bis 2015, ob die Funkstrecken danach überhaupt noch genutzt werden dürfen und falls ja, zu welchen Bedingungen, steht in den Sternen. Wenns dumm läuft, wird dann ein anderes Frequenzband für Funkmikros definiert und man voll funktionsfähigen Edel-Schrott, weil mans nicht mehr benutzen darf.