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  1. PA-Forum
  2. christopher hafer

Beiträge von christopher hafer

  • I don't need that, 2.0

    • christopher hafer
    • 23. Januar 2009 um 01:29
    Zitat von "schallereignissortierer"


    Aber was außer Dir (und möglicherweise anderen Freunden der Erbse) wohl so ziemlich jeder verstanden hat, ist die Aussage hinter den 4x500 Watt Monitoren im Winz Klub. Es war viel zu LAUT!! und es war völlig unnötig so LAUT!! und es gab keinen rationalen Grund für diese Lautstärke.

    Moment!

    djobi hat nur geschrieben:

    Zitat

    I don't need: Bands denen in einem kleinen Club 4x500W Monitorsound auf 5x4m Bühne zu leise ist.

    Nichts von alledem was Du hier gelesen haben willst steht da.
    Was ich da lese heißt doch wohl vermutlich:
    Der Band war es zu leise. Wahrscheinlich waren sie Besoffen. Oder einfach nur Scheiße. Egal. Laut war es sowieso.

    Fakt ist:
    Wattleistung ist nicht gleich Lautstärke.
    Lautstärke ist nicht gleich "guter Monitorsound = "zufriedener Musiker"

    Was daran ist denn so schwer zu verstehen?

    Wir sind uns doch hoffentlich einig: Die 2kw hätten in jedem Fall reichen können, hätte zwischen Techniker und Band eine ausreichende Kommunikation stattgefunden. Hat es aber nicht, warum auch immer.
    Und deswegen ist die Klage "2kw Monitorbrett und trotzdem nörgelnde Künstler" Unsinn,
    sie bringt zwei Begebenheiten zusammen die absolut nichts miteinander zu tun haben!
    Einverstanden, Äpfel-mit-Birnen-Sortierer? :D

  • was kommt alles ins Siderack?

    • christopher hafer
    • 23. Januar 2009 um 01:03

    Lass Dich nicht verrückt machen!

    Mit dem 266 kann man schon arbeiten, es tut seinen Dienst, das etwas teurere 166XL ist aber so eine Art "Mindeststandard" und wird entsprechend akzeptiert.
    Viel "besser" - wenn überhaupt - ist der aber auch nicht, denn was gerne übersehen wird ist das der 166XL auch zwei VCAs* mehr hat - die braucht er für den Peak-Limiter, der beim 266 fehlt. Und damit entsteht auch schon der wesentliche Preisunterschied...!

    Ich habe öfter mit einem Mix beider Geräte zu tun und hatte jedenfalls nie den Eindruck dass der 266 "schlechter" komprimiert, der Peak-Limiter des 166XL wird ohnehin nur von wenigen Usern wirklich sinnvoll eingesetzt. Ich benutze ihn teilweise für Kick/Snare und Bass.

    Was die Gates angate:
    Die Expander der "Multifunktionsdynamics" 166/266 & Co. haben einige eventuell sehr sinnvolle Anwendungsgebiete, darunter das "Saubermachen" von Bass o. Gitarrenspuren.
    Die VCAs* dieser Geräte
    sind nicht "schlechter" als die in dezidierten Gate-Kisten. Was wie bereits erwähnt fehlt ist die genaue Justage der Zeitparameter sowie die Frequenzselektierung.
    Durchaus kann man aber auch mal Bassdrum oder Snare damit bearbeiten, bei den Toms wird es teilweise sehr schwer. Das kommt auch immer auf die Signalquellen an.
    Ein Problem besteht ja sowieso: Du hättest ja gar nicht genug 266er-Kanäle um damit ein Set auszustatten.

    Mein Vorschlag:
    Vergiss erstmal das Gate, behalte Deine 266er und schaff Dir ordentliche Terz-Band-EQs für Deine Monitorwege an.
    Wenn Du mit Deinen Effekten (Hall etc.) soweit zufrieden sein solltest verbessere zunächst da wo es richtig was bringt:
    Bei den Mikros, bei der PA, bei den Monitoren - und schaffe Dir viele gute zuverlässige Kabel an... :wink:

    Gebrauchtes "amtliches" (Hust) Material ist eine gute Idee, Du solltest dann aber schon ein bisschen wissen was Du tust/was Du brauchst. :idea:


    * = das Bauelement, das tatsächlich die Dynamik kontroliert

  • I don't need that, 2.0

    • christopher hafer
    • 23. Januar 2009 um 00:32

    Tja, mit tauben Künstlern können wir auch ein neues Forum starten...

    Hat schon mal jemand Manni von Bohr betreut? Der arme Mann war schon vor 12 Jahren fast taub.
    Leider ist das gar nicht so lustig!
    Besonders unlustig ist das vor allem für uns Tonis wenn es uns selbst trifft... :(
    Ich wünschte ich hätte diese Einsicht bereits vor fünfzehn Jahren gehabt.

  • Vergleichstest Monster Cable / Kleiderbügel

    • christopher hafer
    • 23. Januar 2009 um 00:25
    Zitat von "simonstpauli"

    ich hab noch was:

    http://www.nathanmarciniak.com/elemental/

    Das ist dann wohl eindeutig nicht ernst gemeint - aber schön anzusehen... :D
    Sehr hübsch vor allem der rote Kunststofftrichter für lächerliche 20000$ 8)

  • Vergleichstest Monster Cable / Kleiderbügel

    • christopher hafer
    • 23. Januar 2009 um 00:21

    Ja, tatsächlich scheint der Über-Schwachsinn von "Biologisch Positive Energiesysteme" aus Maulbron die Königsklasse des Aberglaubens zu bedienen :shock:
    Die ganze Webseite ist einfach köstlich, am besten finde ich den Disclaimer:

    Zitat

    Aufgrund der in Deutschland herrschende Gesetze ist die Firma Biologisch Positive Energiesysteme dazu verpflichtet folgende Aussagen zu treffen:

    Alle auf unserer Homepage aufgeführten Energieprodukte und deren Wirkung ist durch keine wissenschaftliche Aussage begründet.
    Darüber hinaus gibt es auch keine schulmedizinisch-wissenschaftliche Begründung für die in den Texten aufgeführten Wirkungen oder Behauptungen.


    Kurz: Wer hier kauft hat einen mittleren Dachschaden. :D

  • Beckennahmikrofonie

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 23:59

    Ja, danke. Gute Idee.

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 23:55
    Zitat

    aber ich glaube du siehst das etwas zu eng.
    die wahrheit liegt irgendwo in der mitte.

    LOL! Wie wäre es denn mit folgender Lösung: Wir sehen das beide sehr eng, aus verschiedenen Perspektiven.

    Das Du mir dennoch ein Schrittchen entgegen kommst (was mich sehr freut) zeigt dass unsere Meinungen gar nicht soo weit auseinander liegen.
    Wir sind beide in der Lage, unseren Blickwinkel zu variieren.
    Du hast es soeben getan, ich kann Dir versichern das ich Deine Perspektive sehr gut kenne und nachvollziehen kann - jahrelang hatte ich genau die selbe.

    Zitat

    manchmal weiss ich einfach nicht mehr, worauf ich nun antworten sollte

    Vielleicht war das auf den ersten Blick widersprüchlich:

    Wenn die Messwerte unterschiedlich sind, dann gibt es auch einen reelen Klangunterschied, wenn nicht, dann nicht.

    Sämtliche aktuelle Analog-Pulte (über der 100$-Klasse) auf dem Markt haben nachweislich recht ähnliche Messwerte - Digitalpulte haben z.T. noch bessere.

    Weitere Ausnahmen sind Broadcast-Pulte, die den IRT-Vorgaben gerecht werden. Die klingen aber nicht einfach besser, sondern sind wesentlich Störfester, was sich in den technischen Daten entsprechend widerspiegelt.


    Zitat

    du hast da zum teil sicher recht, manchmal wird man auch schon durch einen guten gig geblendet, was im übrigen ein endorsement sehr gerne ausnutzt


    Ja, das kenne ich - seit einiger Zeit finde ich Semsheimer-Mikrofone besser denn je... :wink:

  • I don't need that, 2.0

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 23:34
    Zitat von "treibsand"


    Genau dieses Gefühl beschlich mich bei deinem Post!

    Warum baut man wohl eine 20m² kleine Bühne?
    Weil der Laden so klein ist???

    Und was braucht der geneugte FoHler in einem kleinen Laden?!?
    Volle kannte Monitormulsch?!? Superlautkreischnde Backline?!? Taube Musiker?!?

    Da wir uns ja (leider) in allen diesen Punkten einig sein dürften: who the F*#& cares for 500, 250 oder 50W Monitoring. Auch ein Unfähiger Techie macht mit seinen 150W uralt-Wedges einen Höllenlärm. Ohne, dass er auch nur ansatzweise die 150W ausnutzt. Das Vergnügen hatte ich gerade, danke.

    Ein Wedge - so beschissen er auch steht, klingt oder abstrahlt - sollte doch in der Lage sein, zwei popelige Bühnenelemente mit einem ausreichenden Signal zu versorgen.
    If not, TURN YOUR F*&%$§# BACKLINE DOWN!

    Sorry to say that.

    Alles anzeigen

    Ich bin vollkommen Deiner Meinung.
    Jahrelang hab ich in kleinen Clubs dieses Theater gehabt. Es gab Künstler, denen war es im Grunde nie laut genug, nicht mit einem Wedge, nicht mit zwei Wedges, egal an welchen Endstufen.
    Wenn ich hier von Herrn "schallereignissortierer" als Erbsenzähler
    hingestellt werde geht mir das am Arsch vorbei. Ich nehme ihm das nicht mal übel, vielleicht hat er mich ja missverstanden :P

    Warum habe ich meinen Senf dazu gegeben?
    Weil ich selbst Künstler bin, der schon mal einen Monitor braucht.
    Ich war also selbst schon in der Situation mich dezent über den Monitorsound zu beschweren, da kam doch ernsthaft die Antwort des Freizeit-Pultbetreuers:
    "Der Monitor hat 450 Watt und es hat sich noch keiner beschwert".

    Ich finde wer Denkfehler macht den sollte man darauf Aufmerksam machen dürfen.... Es geht beim Monitor nicht nur um Lautstärke, es geht vor allem auch um Sound.
    :(

  • I don't need that, 2.0

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 18:27
    Zitat von "treibsand"

    ach, da spricht wieder der Praktiker... :roll:
    Natürlich haben 500W keine definierbare Lautstärke - aber wenn du die Leistung in Relation zur Bühne setzt sind es 100W/m² oder 2kW auf 20m². Das sollte doch schon mal ein Anhaltspunkt sein, oder?!?

    I don't need solche Zwischenrufe. :evil:

    Ja, sehr richtig, hier spricht der Praktiker!

    100W/m2 - was ist das nur für ein Unsinn!
    Sind wir jetzt endgültig im Party-PA-Bereich?
    Wattleistung steht mit der erzielbaren Endlautstärke in KEINER unmittelbaren Relation!

    Wenn es zu leise war war es eben zu leise, egal ob die Musiker taub waren oder der Techniker überfordert oder die Anlage schrott.
    Wieviel Watt die Endstufen hatten interessiert dann wohl niemanden.

    I don't care for what you don't need.

  • I don't need that, 2.0

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 15:26
    Zitat von "djobi"

    - Bands denen in einem kleinen Club 4x500W Monitorsound auf 5x4m Bühne zu leise ist.

    Wie laut ist das denn? 4x500W haben keine definierbare Lautstärke, selbst wenn sie wirklich angelegen haben sollten... :wink:

  • Headset für Drummer

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 15:17

    Da ich bei einem bestimmten Act diese Technik auch Anwende hier mein Kommentar:

    Wenn das Mikro nach oben "schaut" ist doch von vorn herein mehr Snare-Signal ausgeblendet als anders herum.
    Unterm Strich ist der Unterschied jedoch nicht der Rede wert, weil die Snare einfach auf alle Mikrofone überspricht, nicht zuletzt Vocals oder Hihat.

    Es geht einfach nicht anders als diesen Sound in den Mix bewusst zu integrieren, dazu hilft erstaunlich gut die Erkenntnis, dass das Snare-Mikro nur eine Stütze darstellt die höchstens 50% des SN-Sounds trägt, in kleineren Venues sind ja z.T. schon 50% des Sounds nur von der Bühne im Raum...
    Im Ergebnis heißt das weiterhin auch: Das SN-Mikro muss entsprechend extrem bearbeitet werden (EQ, Kompressor, ggf. Gate) um dies zu kompensieren - abhängig eben von Raumgröße und Übersprechen.

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 15:00

    Insomnia

    Zitat

    Um mal bei der Vorstufe zu bleiben, welcher Hersteller gibt den Phasenverlauf an? Die meisten zeigen doch nur die Frequenz.

    Der Phasenverlauf von Audioelektronik ist entgegen einiger Meinungen vollkommen uninteressant, da Abweichungen viel zu gering sind um Hörbar zu werden. (Wäre dies anders würden die Hersteller dies auch veröffentlichen und entsprechend aggressiv damit werben - die, die es dennoch tun (z.B. im Hifi-Bereich) profitieren von einer uninformierten Klientel und verkaufen Schlangenöl.)
    Einen entsprechenden Artikel (samt ABX-Test) habe ich vor kurzem verlinkt.
    Moderne MVV unterschieden sich nicht im Klang, es sei denn sie sind absichtlich auf "Sound" getrimmt. Qualitätsunterschiede gibts es aber reichlich bei der Störfestigkeit, s. IRT-Norm. Leider erreichen auch die Pres aus den Topserien der gängigen Hersteller diese Norm aus Kostengründen nicht.

    Ein anspruchsvoller Aufsatz zu diesem Thema:

      http://www.fh-friedberg.de/fachbereiche/m…verstaerker.pdf


    Zitat

    was weiß ich über die Meßmethoden, welcher Meßplatz, wie wurde die Kurve geglättet, was hat das Marketing noch angepaßt....

    Selbst eine "geglättete" Kurve ist ca. noch 10mal präziser als Dein Hörempfinden - welches ADAPTIV arbeitet (!), selbst unter Laborbedingungen.
    Unter reellen Konzertbedingungen hörst Du NUR die Schwachpunkte Deines Mixes, der PA und des Raumes, neben den üblichen Störgeräuschen.
    Warum wird dies nie Betrachtet und dafür immer irgendwelche kryptischen pseudo-Probleme?!


    Terrine hat das hier sehr schön auf den Punkt gebracht:

    Zitat

    Ansich ist der "Klang" doch relativ egal...in einer Halle, wo 10.000+ Menschen lärm machen und eine PA niemals optimal an die Umgebung angepasst werden kann (Raumakustik...), wird man keinen Unterschied hören. PA-Systeme sind nunmal keine Studiomonitore

    Viel entscheidender ist doch:
    - Die allgemeine Haptik der Oberfläche (z.B. Anzahl der Fader...,
    wie gut findet man sich zurecht)
    - Verarbeitungsquallität (Igitt...wacklige Potis, scheiße...Plastik abgebrochen/Buchse rausgerissen)
    - Stabilität (3 Jahre am stück "On the Road" und immer noch vermiettauglich)
    - Servicefreundlichkeit (Alle Fader/Platinen gut zugänglich für evtl. tausch und Lötarbeiten? Wie schnell und professionell reagiert der Hersteller?)
    - neu hinzugekommen: Die Quallität der internen Effekte.
    - Stabilität der Software

    Mit Sicherheit würden noch mehr Punkte hinzukommen...da hat jeder seine eigene Liste im Kopf...aber der Hersteller, der diese Qualitativen Punkte erfüllt, kann auch einen entsprechend höheren Preis an die Kunden weiter reichen.

    Alles anzeigen

    :D


    Zitat

    hi, es wurde eben mackie 8bus erwähnt. 10jahre alt 24kanal für 2000.

    Lass Dich nicht abziehen! Das Pult ist gerade mal die Hälfte wert...

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 22. Januar 2009 um 03:28

    Hallo wora,

    noch ein Versuch der Erläuterung.

    Ich behaupte ja nicht, dass alle Geräte gleich klingen.
    Sie klingen bei gleichen Messergebnissen gleich - soviel ist absolut sicher und Bedarf wirklich keiner Diskussion.

    Das "Series 5" hatte ich genau einmal unter meinen Fingern, ein tolles Pult!
    Warum habe ich es lieber genutzt als ein Spirit, warum hat es u.U. am Ende besser geklungen? Weil u.a. der EQ einfach viel mehr Möglichkeiten bot - und das ist bei einer Bandmischung durchaus Klangentscheidend. Was so gut wie nicht klangentscheidend ist: Die Qualität der MVV.

    Genau auch wie es Guma geschildert hat: Vertraute
    Oberflächen/Gerätschaften erleichtern das Arbeiten und verbessern am Ende potentiell den Sound. Das war (und ist bei wenigen) übrigens ein vollkommen legitimes Argument der Anti-Digipult-Fraktion. Wer seine Energie primär auf die Bedienung eines Gerätes steckt wird an anderer Stelle Abstriche machen müssen...
    Weiteres Beispiel: Ein Virtualizer ist potentiell kein schlechter Effektprozessor, leider weiß ich ihn nicht richtig zu bedienen - also wird mein Mix selbst mit einem ollen SPX900 besser klingen. Trotzdem ist im Kern der Virtualizer sogar besser als ein SPX900. "Besser" ist hier eben extrem relativ bzw. subjektiv.

    Kommen wir aber zurück zu Deinem neuen wie altem Beispiel:
    Wenn Dir das Mackie besser gefallen hat kann das auch am EQ - dem einzig relevanten klangbildenden Element eines Pultes - gelegen haben.
    Abgesehen davon, wie ich schon mal erwähnt habe: Das Ohr kann sich feine Strukturen nur wenige Sekunden merken (!).
    Selbst wenn Du am selben Tag mit gleicher Band/Inputs/Mikros das Pult einfach getauscht hättest, und dabei alle Zuschauer am gleichen Platz geblieben wären dann wäre dieser Eindruck widerlegbar gewesen!
    Und nun kommt noch Gumas guter Einwand über das Zusammenspiel von Optik, Haptik usw.
    Und noch ein Faktor: Placeboeffekt. Mackie war das hochgelobte Studiopult, Spirit hatte mehr so ein Plastik-billig Image. Falsch?

    Ich hoffe Du siehst ein Stückweit ein: Es spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, wichtigere Faktoren (s.o.) als das Pult. Ein einfacher Rückschluss auf die klanglichen Qualitäten des Pultes ist einfach unangemessen weil zu kurzsichtig - oder?

    Auch wenn ich Dir ganz sicher Deine tiefe Überzeugung über die hohe Qualifikation Deiner Ohren nicht nehmen will und kann, wäre es doch angebracht sehr intensiv über die vielen schlüssigen Argumente die ich allein in diesem Fred geliefert habe mal nachzudenken, und es nicht einfach nur mit "Meinungsverschiedenheit" abzutun.

    Ich will auch nicht behaupten das meine Meinung besser ist als Deine, mein Vorteil ist allerdings:
    Ich sehe meine Behauptungen im Einklang mit allen wissenschaftlichen Erkenntnissen,
    dazu gehört die Praxis des Doppelblindtests, die übergreifenden Erkenntnisse vom Placeboeffekt (z.B. Medizin), für uns sehr relevant auch die massiven Auswirkungen von Kammfiltereffekten bei allen akustischen Ereignissen, den Stand der Dinge bei Verstärkerschaltungen und Wandlern, die auch sehr preisgünstig vollkommen transparente Ergebnisse liefern.
    Und damit schließe ich das Thema erstmal ab.

    Worüber ich aber sehr gerne mit Euch diskutiere ist z.B Klang von Effektgeräten, Dynamics, PA-Systemen und Mikrofonen. :wink:

    Grüße,

    Christopher

    PS. Glückwunsch zum 6000sten Post... :shock:

  • Vergleichstest Monster Cable / Kleiderbügel

    • christopher hafer
    • 21. Januar 2009 um 23:20
    Zitat

    Naja das ist wie mit Religionen. Keiner kann beweisen dass es Gott gibt, aber auch niemand dass es ihn nicht gibt ..

    Da irrst Du Dich. Die Unwirksamkeit sämtliche Produkte dieser Art ist erstaunlich schnell + einfach festzustellen.

    Der "Gott-Beweis" ist ein anderes Thema...
    Eine Irrationalität, die sich nie nicht beweisen lässt muss sich nicht Gegen-Beweisen lassen.

    Oder doch das gleiche Thema. Der (Aber-) Glauben, der manche Hifi-Jünger antreibt sucht seinesgleichen bei einem durchschnittlichen Christen.

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 21. Januar 2009 um 22:52

    Hallo Oliver,

    leider fehlt mir die Möglichkeit selbst umfassende Messungen anzustellen.
    Weder habe ich entsprechendes Equipment, noch bin ich ein ausgewiesener Experte. Das überlasse ich lieber den Leuten, die dies richtig gelernt haben.
    Ich selbst bin genauso praktischer Anwender wie die meisten hier.
    Technische Daten einzuordnen ist nicht allzu schwer, jedenfalls wenn die Testbedingungen vergleichbar sind. Leider ist dies das größte Handicap, manche Angaben über die genauen Testparameter sind unvollständig - meistens um Werte zu beschönigen.

    Allerdings gibt es genug Daten selbst im Internet, um Vergleiche anzustellen.
    Auch wenn bei einigen Firmen nicht so ganz klar ist, wie seriös ihre Angaben sind lässt sich doch feststellen, dass die große Mehrzahl professioneller Audiofirmen es gar nicht nötig hat irgendwas schön zu lügen.
    Stelle ich also z.B. Vergleiche innerhalb der SC-Analogpult-Range an so stellt ich fest das ein Spirit nicht schlechter als eine Series 5 klingt.
    Schau ich mir die Daten von verschiedenen MV an, erkenne ich das die Unterschiede extrem gering sind, von unterschiedlichem Klang ganz zu schweigen. Dito bei AD/DA-Wandlern. Oder Power-Amps.
    Dies alles denkt sich mit meinen Erfahrungen aus 20 Jahren Live & Studio Arbeit ohne wenn + aber.

    Worauf ich hinaus will: Würde nicht von vielen interessierten Seiten dauernd die Mär von "Soundunterschieden, erheblichen" verbreitet würde doch jeder technisch begabte Mensch - von Profis ganz zu schweigen - ZUNÄCHST auf die Idee kommen, sich die Spezifikationen von Geräten anzusehen.
    Aber Pustekuchen! Lieber hört man sich streng subjektive Meinungen an...
    "Das Pult klingt amtlich" "Der Midas-EQ klingt besser als der A&H-EQ"
    "Behringer-Geräte klingen billig" "Das Mikro macht mehr Druck/koppelt viiiieeel weniger als das andere"

    BLA - - BLA - - BLA!

    Wie aussagekräftig ist eine solche Meinung die sich gerade bei einer normalen Beschallungssituation manifestiert hat - bzw. eh nur das übliche Nachgebrabbel von technikfremden Personen für technikfremde Personen ist??

    Und:
    Wieviel Parameter beeinflussen denn neben dem Mischpult noch das Hörempfinden? Hunderte. Und keines ist dokumentiert.

    Warum wird hier häufig über "koppelfeste Mikrofone" diskutiert? Über Rauschen? Über den "besten" EQ, die "beste" PA?

    Weil sich kaum jemand das komplexe System aus Signalquelle - Technik - Bedienung derselben - und Raumakustik vor Augen führt.

    Diskussionen über den Klang von Wandlern, MV - ja, auch ganzen Mischpulten sind für sich genommen so dermaßen Uninteressant wie die Luftfeuchte, das mittlere Alter der Besucher oder die Titelauswahl einer VA. Wobei letzteres durchaus über den kommerziellen Erfolg entscheiden kann, ersteres interessiert bis auf ein paar Paranoiker keine Sau.

    Grüße,

    Christopher

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 21. Januar 2009 um 20:42

    Warum nicht erst die Messwerte vergleichen?

    Abgesehen davon geht es beim Pultvergleichstests nicht nur um Klang, sondern um Haptik, Features und natürlich darum wie die eingebauten Dynamics und Effekte gefallen. Diese Parameter sind sehr subjektiv, und lassen sich auch nicht in Messwerten wiedergeben. Allerdings ist dies auch gleichzeitig das Hauptproblem eines jeden Vergleichstest auf Hörbasis:
    Die Ergebnisse sind nicht objektiv verwertbar - im Gegensatz zu Messwerten.

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 21. Januar 2009 um 15:45
    Zitat

    allerdings möchte ich auch hier nochmal darauf hinweisen, das reine elektrische messwerte nicht immer alles über das zusammenspiel der parameter aussagen, somit auch nicht alles über die klanglichen eigenschaften Winken

    Das liegt einzig und allein an der Qualität der Messwerte, klangliche Eigenschaften lassen sich umfassend in Messwerten ausdrücken.

    Dies zu bestreiten hieße sämtliche wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten 80 Jahre auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik in Frage zu stellen.
    Und damit die Grundlage aller unserer Werkzeuge, mit denen wir täglich arbeiten. Leider passiert dies dauernd, hier und anderswo. Eine ganze Industrie lebt davon.
    Andersherum gesagt: Klangliche Differenzen, die nicht messbar sind beruhen auf dem Placebo-Effekt bzw. auf vollkommen haltlosen "Testmethoden" - alles was nicht ABX (Doppelblind) ist hat keine Aussagekraft!
    Und dies ist nicht (nur) meine Meinung, dies ist absoluter Konsens in der Wissenschaft.
    Dies schreibe ich auch in Bezug auf den geplanten Pultvergleichstest im Mai.

  • Allen&Heath GL 2400-32 vs. Soundcraft Spirit Studio24/8/

    • christopher hafer
    • 21. Januar 2009 um 15:33

    Wenn im GL2400 die Filter des ML3000 verbaut sind wundert mich das keine Sekunde: Beide haben die gleichen Features.
    Nur: Welcher reale Unterschied besteht denn wohl zum GL2200-EQ??

    Und wenn das GL2400 klanglich "wesentlich besser" sein soll, wo sonst sind Unterschiede?

    Erzähl mir jetzt bitte niemand von Eindrücken, die nicht bei einem unmittelbaren Vergleich entstanden sind...!

  • ls9 im studio

    • christopher hafer
    • 19. Januar 2009 um 21:29

    Ganz genau.

  • ls9 im studio

    • christopher hafer
    • 19. Januar 2009 um 15:39

    In diesem Fall glaube ich weniger an Serienstreuungen.
    Aber ich glaube an den Placeboeffekt.
    Ein wirklich haltbare Aussage lässt sich nur über einen Doppelblindtest eruieren. Dies gilt für alle Geräte: besonders (Digital-) Pulte, Wandler und Verstärker aller Art.

    Vielleicht gehen ja einigen die Augen auf, wenn sie DAS hier lesen - auch wenn es hier nicht um MVV geht, allerdings auch um Wandler.
    Auf die rote Pille klicken, dann zu "Blind Tests" (04/06/2006: Blind testing high end full equipments)
    Wen das nicht überzeugt dem ist nicht mehr zu helfen, ich kann mich darüber nur kaputtlachen... :D

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