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  2. christopher hafer

Beiträge von christopher hafer

  • steptanz abnahme

    • christopher hafer
    • 22. Juni 2010 um 20:45

    Es geht einfach darum dass eine Nieren-GF auf dem Boden vom Schallereignis weg zeigt.
    Das ist keine gute Idee, schon gar nicht wenn es um das ewige G.B.F.-Thema geht.
    Wird die GF angewinkelt, um irgendwie Richtung Schallereignis zu richten ist es keine GF mehr, d.h. jedes andere Richtmikrofon macht den gleichen oder eher besseren Job.
    Ich verstehe also immer noch nicht: Welchen Vorteil hat eine GF?

    Liegt es vielleicht daran, dass die Crown "PZM" gar keine richtigen GF-Mikrofone sind?
    --> http://www.sengpielaudio.com/ZweiVerschiede…enmikrofone.pdf

  • einsteiger Livepult?

    • christopher hafer
    • 22. Juni 2010 um 20:23
    Zitat

    Eine heutige SMD Bauweise ist einfach nach 10 Jahren endgültig am Ende Ihrer durchschnittlichen Lebensdauer angekommen.


    Wie kommst Du denn darauf??
    Nur weil eine Reparatur erschwert oder gar unmöglich wird heißt das nicht, dass solche Geräte pauschal schneller kaputt gehen. Das hängt von völlig anderen Faktoren ab...!

  • steptanz abnahme

    • christopher hafer
    • 22. Juni 2010 um 14:09

    Welchen Vorteil sollen denn Grenzflächen haben?
    Die sind doch nicht dazu konzipiert, den Bühnenboden als Resonanzkörper einzufangen, schon gar nicht als "Halbniere".
    Bessere - zumindest besser klingende - Ergebnisse erzielen logischerweise Hypernieren/Supernieren Mikrofone am Bühnenrand, egal ob vorne, seitlich oder hinten. Und bitte: Steptanz - gerade von größeren Tänzer-Mengen - ist alles andere als leise.

  • Gebrauchtes Digipult Yamaha 02r vs. 01v oder Alternative

    • christopher hafer
    • 4. Juni 2010 um 14:22
    Zitat

    Aber mal die Frage an die User,
    gibts zwischen den Pulten unterschiede im Sound. EQ´s Effekte ??

    Unterschiede zwischen o2R + o1v (alt) : Nein.

    Zitat

    Haben die Yamahas ein Tapdelay?


    Nur o1v.

    Zitat

    Lohnt der Umstieg?

    Nein. Jedenfalls nicht für überwiegend "Halb-PB"-Programm. Kabel-Fragen sind etwas anderes.

    Zitat

    Ich denke mal das beide nicht schlechter sind als das günstige Phonic Pult das ich jetzt verwende.


    Sie sind Messtechnisch sogar besser, das wird aber ohne Auswirkung bleiben.

    Zitat

    Bin aber auch für Alternativen die gebraucht unter 1000 Euro zu haben sind offen.


    Jedes digitale Pult würde sich anbieten. Am günstigsten gehen das Behringer, ältere Tascams und das 01v. Alle Pulte sind OK und tun sich wenig.

  • Behringer ADA8000

    • christopher hafer
    • 1. Juni 2010 um 17:11

    Oh (marco-) Boy :lol: ,
    Du hast in Deinem letzten Post so ziemlich alle Klischees zusammengefasst.

    Zitat

    Der Geschmack ist sehr verschieden.


    Aber nicht bei Geräten, die (messtechnisch nachweisbar!!) keinen Eigen-Sound produzieren, wie Wandler und MMV...!

    Zitat

    Das geht beim Kabel los und hört bei irgend etwas abstrusen auf.


    Klangeinflüsse von Kabel hältst Du also für NICHT Abstrus??

    Zitat

    Das man nicht alle Dinge die man hört Messtechnisch belegen kann ist manchmal komisch. Unsere Sinnesorgane sind eben viel feiner.


    Wenn Du mal über das adaptive Hören des Menschen nachdenkst ist das alles andere als "komisch".

    Zitat

    Mir gefällt der Ton aus der RME besser.


    Darauf ist eigentlich nur noch zu entgegnen:
    Mach einen Blindtest zwischen RME und ADA. Du wirst keinen Unterschied hören KÖNNEN, denn kein Ohr der Welt ist "feiner" als ein Messgerät, kein Ohr der Welt ist geeignet ohne innere und äußere Einflüsse (z.B. "Erwartungshaltung") einen objektiven Eindruck zu bekommen. Eine richtige Messung kann so etwas ohne Probleme.
    Und deswegen

    Zitat

    kommt nichts brauchbares raus bei solchen Gesprächen


    weil meist nur über subjektiv empfundene Phantom-Eigenschaften solcher Geräte gesprochen wird und nicht über Tatsächliche. Das trifft auf alle Apparaturen zu die entwickelt worden sind linear zu übertragen.

    Gruß,
    Christopher

  • Behringer ADA8000

    • christopher hafer
    • 1. Juni 2010 um 12:16
    Zitat von "Wurst Werner"

    Oh Mann...in einem Studioforum wäre die Diskussion schon fragwürdig, in Punkto "Live" dagegen völlig ABSURD!
    Raumakustik, Band, Mikros, PA usw. haben hundert mal mehr Einfluß auf den Sound als die "bösen" PreAmps&Wandler eines ADA8000. (...)
    Ist wie in der Religion...der Glaube allein macht es schon besser klingend...

    Wie wahr. Aber das kann man 1000x schreiben, es gibt immer noch die große Fraktion der "Besserhörer" und Labelshopper. Mach mit denen mal einen Blindtest und sie wissen nicht mehr wo vorne und hinten ist - um dir dann am Ende zu erklären / unterstellen der Test wäre fehlerhaft gewesen...

    Zitat von "oton"


    Falls Interesse besteht, ich bin jetzt zwei Wochen unterwegs, könnte danach gerne mal einen lustigen Preamp Vergleich gegen SSL 4000, Neve 1073 und Avalon AD 2022 machen, würde mich selber mal interessieren. Würde die Files dann als WAV Files auf den Server packen.

    Solche Tests sind schon 100-fach gemacht worden.
    Letztes Beispiel bei Gearslutz: Ein 60$-ART Desktop-Preamp gegen einen "Great River"-Neve-Clone:
    Ergebnis: VOR Bekanntgabe des Resultates war eine Mehrheit der Meinung der ART wäre der GR.
    NACH der Bekanntgabe kamen einige auf die Idee, der (inzwischen geoutete)
    GR wäre doch besser... :?

    Selbst habe ich solche Tests auch gemacht: Behringer gegen Amek (Neve) CiB, Behringer gegen Avalon 737 (vollkommen überbewertet!!) - im Studio, mit wirklich guten Mikrofonen...
    Ergebnis: Die Unterschiede sind uninteressant.

    Gestern habe ich übrigens mal meinen Reverb4000 gegen einen Behringer "Virtualizer" verglichen...
    :cry: Schade um das schöne Geld - solange es nur um "Sound" geht...

  • HD24 Sync Frage

    • christopher hafer
    • 1. Juni 2010 um 11:56
    Zitat

    Sicher gibt es sendeseitig nur eine Clock - ich muß ja im Recorder festlegen auf welcher Leitung die dann tatsächlich empfangen wird.


    Beim HD24 kann (muss) man das aber nicht festlegen (die Mackie-Recorder kenn ich nicht) - d.h. der HD24
    ist offenbar in der Lage sich den Clock aus EINER Leitung zu ziehen. Um dieses Gerät geht es doch.

    Zitat

    Andererseits weißt du ja auch daß es im Studio- und Recordingbereich aus gutem Grund schon seit langem Usus ist mit Zentraltakt zu arbeiten.


    Ähmm - jetzt mal langsam: In einem digitalen Verbund muss es immer einen Master geben.
    Natürlich gibt es in KOMPLEXEN Studio-Setups die Notwendigkeit, mit separaten WC-Leitungen zu arbeiten - nämlich sehr oft dann wenn mehr als 2-3 Geräte im Spiel sind.
    Habe ich aber ein übersichtliches Setup ist der Einsatz einer zusätzlichen WC-Leitung eher kontraproduktiv:
    Geht ein TosLink-Signal flöten (weil es z.B. mechanisch nicht OK ist) fällt die Aufnahme aus, geht das WC-Signal flöten aber auch - im Ergebnis: eine zusätzliche Fehlerquelle.
    Also nochmal: Die Clock wird IMMER mit den Audiodaten mitgeliefert. Sie wird nicht "besser" wenn man sie separiert.
    Wichtig ist: Eine stabile mechanische Verbindung der TosLink-Kabel, so gut es eben geht. Hier liegt die größte Fehlerquelle.
    Und genau so eine korrekte Master/Slave-Zuordnung.
    DA passieren in der Praxis die Fehler (ja, auch schon mir... :roll: ).

    Gruß,
    Christopher

  • HD24 Sync Frage

    • christopher hafer
    • 31. Mai 2010 um 18:07
    Zitat von "cen-music"

    Da reichen doch schon Erfahrungswerte um dieses Statement unterschreiben zu können... Separate Wordlock ist einfach die sicherere Lösung.

    Nein. Meine Erfahrungswerte können dieses Statement eben nicht unterschreiben...
    Wer behauptet separate WC-Leitungen seien sicherer sollte wenigstens darlegen können warum.

    Zitat

    Wenn ueber das Toslink-Kabel keine Clock mehr kommt, kommt auch kein Audio mehr.


    Schön beobachtet... :wink:

    Zitat

    Das Problem ist daß du hier 3 Leitungen hast die alle perfekt gleichzeitig funktionieren müssen. Beim geringsten Aussetzer auch nur einer davon bricht die komplette Signalübertragung zusammen weil die Eingangssektion des HD-Recorders alles von Grund auf neu sychronisieren muß.


    Wieder: Nein. Wenn es nicht "perfekt funktioniert" setzt auch Audio aus, während die WC nur über eines der 3 TosLink-Leitungen ihr Ziel erreichen muss (es gibt nur eine Clock - und nicht drei...).

    Hätte mir schon denken können dass meine Frage nach einem eindeutigem Beleg kein Ergebnis hervorbringt, nur Mutmaßungen. Siehe Signatur...

  • HD24 Sync Frage

    • christopher hafer
    • 31. Mai 2010 um 13:11
    Zitat

    Die WC-Übertragung über ADAT ist im Verbund extrem fehlerintolerant. Daher empfehlen so gut wie alle Hersteller solche Setups extern zu takten...


    Quelle?

  • HD24 Sync Frage

    • christopher hafer
    • 28. Mai 2010 um 15:23

    Genau so. Den HD24 einfach auf "ADAT" stellen. Aber eben nicht vergessen: Der "ADA" muss auch vom Master (Pult) gesynct sein, das geht dann nur mit extra WC-Kabel.

  • Bis zu welcher Kabellänge funktioniert ADAT?

    • christopher hafer
    • 26. Mai 2010 um 17:05
    Zitat

    A propos Conrad: Kann dieses Gerät und sein Pendant wohl auch ADAT? Wär dann vielleicht auch ne Option, an so ein paar Meter Chinch Kabel sollte man ja dran kommen können.


    Nein. Es gibt keine solche Norm. Das ist ein reiner S/Pdif-Wandler, die kennt nur 2-Kanal-Format (wie auch AES/EBU).
    Davon abgesehen: Die S/Pdif-Norm ist ebenso wenig für lange Kabelwege ausgelegt (anders als AES/EBU). Nach 5-10m ist auch hier Schluss...
    Warum eigentlich nicht den ganzen Murks vergessen und den "ADA" einfach ans FOH - wo er hingehört? :)

  • Keyboardsubmischer mit trafosymmetrischen Ausgang

    • christopher hafer
    • 26. Mai 2010 um 14:09
    Zitat

    die trafos sind eigenentwicklungen und übertreffen meiner meinung nach alles, was es von der stange zu kaufen gibt.


    Mal zur Klarstellung:
    Richtig gute Trafos kauft man ohnehin nicht "von der Stange".
    Und alle renommierten Hersteller (z.B. Haufe, Picatron) verfügen über sehr lange Erfahrung auf diesem Gebiet, der Entwicklung und Herstellung von Übertragern.

    Du möchtest eine vollkommen klangneutrale Trafosymmetrierung, d.h. ohne Artefakte im oberen und unteren Frequenzbereich auch bei Vollausteuerung?
    Dann ruf bei einem dieser Hersteller an, schildere genau Deinen Einsatzbereich und sie wickeln Dir diese Kundenspezifisch auf den Leib. "Billig" ist das natürlich nicht. Danach besorgst Du Dir vielleicht beim örtlichen E-Bastelmarkt ein kleines Metallkästchen und ein paar Armaturen. Dafür ist noch in jedem Rack Platz.
    Ist Dir das zu teuer oder umständlich kauf Dir einen Line Splitter wie den LA-Audio DBT oder den von Palmer. Preislich tut sich da aber nicht allzu viel.
    Oder gleich einfach zwei ganz normale passive DI-Boxen... Bei einen normalen Keyboardsubmixer im Live-Betrieb ist der Klangunterschied nicht relevant.

    Und für die Newbies, die mal eben Geräte mit "XLR"-Ausgang empfehlen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brummschleife

  • Bis zu welcher Kabellänge funktioniert ADAT?

    • christopher hafer
    • 24. Mai 2010 um 11:41

    Auch wenn irgendwo 40m problemlos funktionieren:
    Nach Spezifikation hat ein Toslink Kabel eine max. Länge von 10m.
    Darauf sind Sender + Empfänger ausgelegt. Länger geht meist störungsfrei, muss aber nicht.
    Wenn längere Verbindungen erwünscht, unbedingt auf Kompatibilität des jeweiligen Setups überprüfen (das ist im Studio wahrscheinlich einfacher als in einem mobilem Gerätepark, aber hier hat Toslink eh nichts zu suchen...).
    und auf Verlängerungsadapter verzichten, dann lieber wie oton selbst Konfektionieren.
    Das Hauptproblem sind auf jeden Fall die Stecker.

  • Analog ist Tod!

    • christopher hafer
    • 19. April 2010 um 18:01

    Nur zur Klarstellung:

    1.

    Zitat

    Es ging mir nicht darum, ob Mittelklasse-Analog-Pult-Plätze "kompromisslos" sind. Im Vergleich zur Oberklasse fehlen sicherlich viele Features, und im Vergleich zu einem gleich teurem Digital-Pult auch.
    Aber mit ersterem konnte man über Jahrzehnte leben.
    Die Kompromisse ich ICH meine liegen in der Bedienung preisgünstiger Digitalpult-Konzepte, die nur auf Ausstattung schielen aber selten auf Ergonomie. An einem Mittelklasse-FOH braucht man derweil keine 24 O/P oder 48 vollparametrische EQs nebst Dynamics. Ich warte immer noch auf ein D-Pult, das diese große Lücke schließt.

    2.

    Zitat

    Nur als kleine Anekdote. In der britischen Sprache spricht man seit Jahrhunderten vom Midas Touch. Wer den Midas Touch hat, verwandelt alles was er anfasst in Gold. Daher die Assoziation von Midas zu Gold. Und daher sind auch die Logos alle an Goldmuenzen angelegt. Das hat in diesem Fall nichts mit Arroganz zu tun. Fuer Englaender und Amis hat dieser Satz eine komplett andere Bedeutung als fuer Dich.


    Wie auch immer - Midas wirbt schließlich damit, das ihr "PRO6" die Heritage-Serie nicht nur übertrifft, nein, sondern das es so etwas gäbe wie den "Midas-Sound". Man fragt sich: Was soll das sein? Und warum arbeiteten nicht wenige Menschen - auch Du, Gert - dann mit etwas anderem?

    3.

    Zitat

    Mit Analog ist tot ( ha richtig geschrieben :D ) meine ich hoechstqualitative Neuentwicklungen von Sachen die es noch nicht gab. Das macht von den Herstellern die ich kenne im Moment keiner!


    Na, dann bin ich ganz bei Dir, auch wenn dies nun wirklich keine Neuigkeit ist... :P

  • Analog ist Tod!

    • christopher hafer
    • 19. April 2010 um 12:11

    Solange es keine kompromisslosen Digital-Live-Pulte unterhalb der 20000$-Klasse gibt ist "Analog" lange nicht tot - und wird auch danach ganz lange nicht im LoBudget-Bereich verschwinden.

    Ebenso wenig ist es richtig, dass analoge Schaltungen nicht weiterentwickelt würden.

    Das gilt vielleicht für einige Hersteller wie Midas, die nunmehr keine konkurrenzfähigen Analogpulte (Venice? Verona? Legend?? :cry: ) mehr bauen und sich vielmehr auf unglaubliches Marketing-Geschwafel reduzieren:

    Zitat

    "Midas Heritage consoles are renowned for sonic excellence and that classic 'Midas sound'. Independent testing has confirmed that the PRO6 has captured and even exceeded that gold standard of sound quality.


    :roll: Ist die Pro-Audio-Community wirklich so dermaßen blöd??

  • TC Reverb4000 oder Lexicon PCM91 als Live-Reverb ?

    • christopher hafer
    • 13. April 2010 um 17:03
    Zitat von "krups200"

    Aus dem, was so bisher gesagt wurde, müßte ich einen Lexicon-Reverb mit der Bedienoberfläche des TC kaufen .... also noch weiter sparen :( und ein PCM92 kaufen oder liege ich damit daneben?

    Hallo Andreas,

    um hier gleich mal ganz dreist einzusteigen:
    Vergiss das Meiste, was Du bisher hier gelesen hast...

    Hall ist reine Geschmackssache. Und nicht nur das: Das Arbeitsumfeld bestimmt mit, ob ein Hall "gut" oder "weniger gut" passt. Und Bedienung: s.o.
    Es gibt ab einer bestimmten Preisklasse kein "besser" oder "schlechter", auch nicht für spezifische Anwendungen!

    Du fragst:

    Zitat

    ich will mir einen neuen "Haupt"-Reverb zulegen und habe jetzt beide Geräte in die finale Auswahl genommen.
    Rider muß ich keine erfüllen, ich will lediglich ein schnell und einfach bedienbares Gerät für Live (Rock/Pop-Cover) mit sehr gutem Hall.

    Dann wäre die einfache Antwort: Nimm ein TC. Oder ein SPX2000.
    Warum so einfach? Wenn Du keine einschlägige Erfahrung mit sog. "High-End" Reverb-Prozessoren hast, dann lass Dir gesagt sein: Im Live-Betrieb sind die Unterschiede zur Mittelklasse sehr, sehr gering. Ein PCM9x oder ein Reverb4000 usw.
    schafft man primär für den Rider an, oder wenn man selbst SEHR hohe Anforderungen hat, die da z.B. wären:
    Klassik-Beschallung oder Studio.
    Eine Top40-Band braucht sicher so etwas nicht, denn das Ergebnis liegt wie so oft nicht am Gerät, sondern an dem, der es benutzt. Wer sich wirklich sehr detailliert mit den Parametern des Gerätes auseinandersetzt, der bekommt aus jedem halbwegs hochwertigem Gerät der letzten 20 Jahre einen Hall, der den restlichem Klang-Komponenten in nichts nachsteht (mal abgesehen vom Predelay... :D ).

    Falls Du wirklich der Überzeugung bist, im Bereich +-1500€ investieren zu wollen, versuche ich Dir einen Abriss zu liefern:

    Zu Lexicon:
    Das PCM 91 ist der Nachfolger vom L300., kleiner "Bruder" vom legendären L480. "DER" Lexiconhall.
    In den 80gern war Rechenleistung noch extrem teuer und die Pionier-/Entwicklungsarbeit war es auch.
    Daher kostete ein 480 weit über 20000DM, der Vorgänger 224 war noch teurer.
    Damals hatte man die Wahl zwischen drei ernsthaften Optionen: Quantec, EMT oder Lexicon. Alle drei klangen recht unterschiedlich.
    HEUTE sieht das sehr viel anders aus: DSP-Leistung kostet nichts mehr. Die Algorithmen der alten Geräte müssen nur noch portiert (bzw. neu Programmiert) werden.
    Lexicon hat es sich einfach gemacht: Aus dem L480 wurde also die Stereo-Variante PCM91 und für den neu entdeckten Multikanal-Markt wurde das L960 erfunden. An der Hallqualität hat das nichts verbessert, wieso auch...
    Nach einigen Jahren wurde eben jenes L960 wieder vom Markt genommen. Es war zu teuer, die Konkurrenz (in Form des Reverb 6000 und natürlich PlugIns) hatte es obsolet gemacht. Aus dem 960 wurde das PCM96 und das neue, ganz leicht abgespeckte PCM92 (Analog zur Reverb 6000-4000-Geschichte).
    Welches all dieser Lexicon-Geräte man nun lieber verwendet ist natürlich Geschmackssache. Das klangliche Potential aller PCMs ist recht groß, allerdings nicht besonders flexibel, wenn man nicht in der Lage ist die Geräte zu programmieren. Und das ist eben nicht besonders intuitiv.

    Zu TC: Das Reverb4000 (Stereoversion des Reverb6000, welcher Multichannel-Nachfolger vom L480-Konkurrenten M5000 ist)
    bietet gleich DREI große Vorteile:

    1. Es ist sehr flexibel, da es gleich fünf verschiedene Halltypen an Bord hat:
    - VSS4 (aus dem Reverb6000)
    - VSS3 (aus dem M3000)
    - NONLIN-2 (für den extremen 80er-Sound ala SPX90.....)
    - DVR-2 (eine Nachbildung des EMT250)
    - REVERB-4, ein generischer Hall, der dem Lexicon-Sound sehr nahe kommt

    Desweiteren hat das Reverb4000 noch Emulationen beliebter M5000-HallPresets, ansonsten hingt wirklich jeder Vergleich zwischen beiden Geräten!

    TC unterscheidet zwischen "Generic Reverb" (DVR-2, REVERB-4 ) und "Source Reverb" (VSS3/4).
    Genau hier sind die Unterschiede zwischen den Geräten zu finden, aber das sprengt wirklich den Rahmen...

    2. Es ist sehr einfach zu bedienen.

    3. Es wird gerade sehr preisgünstig "verramscht".
    Nicht weil ein Nachfolger in Sicht wäre (da wird sich lange nichts mehr tun - s. DAWs und Digital-Pulte = es gibt kaum noch Bedarf).

    Ich habe mir letztes Jahr eins gekauft. Es ist gut. Aber das wird keine Werbeveranstaltung für TC:
    Erstens ist der Lexi-Hall eben auch gut und zweitens ist mein TC seit einem Monat in Reparatur... :roll:
    Drittens: Ich hätte mit mit meinen anderen, alten Geräten sehr gut weiterleben können. Es war ein reiner "Lustkauf".

    Fazit:
    Meine dringende Empfehlung: Teste diese Geräte SELBST an - in Deiner Arbeitsumgebung. Wenn es nicht "neu" sein muss - ein gebrauchtes PCM9x gibt es z.T. für 800€. Überlege Dir gut, ob du damit wirklich besser klingst als mit einem M1XL (=M2000), M1 (=M300/350) einem Lexicon MPX oder gutem Yamaha (z.B. SPX990, Pro R3, REV500).
    Zwei Geräte würde ich dann unbedingt noch mit einplanen: Das SPX2000 und ein gebrauchtes PCM80/81.
    Wenn Geld überhaupt keine Rolle spielt: Bricasti M7. :wink:

    Grüße,
    Christopher

  • Wie beschreibt/definiert man warmen Sound ???

    • christopher hafer
    • 16. März 2010 um 12:21
    Zitat von "Jueof"


    Hi,
    wie jetzt.. :?:
    LG

    Na, ganz einfach: Hier geht es doch um zwei völlig unterschiedliche Situationen.
    Beim Mix einer Rockband (und darum geht es doch meist) spielt Rauschen der MVV nun wirklich keine tragende Rolle.
    Möchte ich aber sehr dynamische Musik aufnehmen, dann versuche ich doch idealerweise mit Geräten zu arbeiten, die möglichst wenig Rauschen und andere Artefakte zufügen.
    Was nutzt mir sonst die ganze "24-Bit"-Aufzeichnung, wenn sog. Headamps u.U. nicht mal 16 Bit Dynamik liefern?

    Zur Relativierung: Nicht viele analoge Übertragungsketten (Mikro-MVV-AD) liefern wesentlich mehr als 16 Bit Dynamik (96dB) und überhaupt keine echte 24Bit (also theoretisch 144dB).
    Auch kenne ich kein Live-Pult, dass wirklich hochwertige (Übertrager)-Eingänge oder eine wirklich ausgereifte Störunterdrückung (nach IRT-Rundfunkstandard) bietet.
    Und zugegeben: Auch mit einem LS9 (o.ä.) lassen sich relativ hochwertige Aufnahmen machen.

  • Wie beschreibt/definiert man warmen Sound ???

    • christopher hafer
    • 15. März 2010 um 16:32
    Zitat von "klauston"

    Ich bin ja ein alter Zweifler, und diesmal in vielen Punkten Deiner Meinung.


    :oops: *Wunder*

    Zitat

    Prinzipiell klingen Pulte ja unterschiedlich, das hört man auch im Vergleich.


    Och nö... :cry:
    ICH höre es nicht!
    Prinzipiell klingen Pulte nicht unterschiedlich weil ihre Bestimmung ist ohne Filterung / EQs so transparent wie möglich zu klingen - solange Du keine Extrembeispiele nennst: Altes Redd-Röhrenschiff mit 58 Übertragern gegen ein schlecht konstruiertes Yamaha GA z.B.
    Beides klingt systembedingt - Röhren- und Übertragerartefakte auf der einen, schlechtes Design auf der anderen Seite - natürlich nicht so transparent wie Pulte, mit denen wir i.d.R. zu tun haben.
    Anderes, viel praxis-gerechteres Beispiel:
    ein LS9 mit allen eingebauten Effekten AN gegen ein Vi4 mit allen eingebauten Effekten AN...

    An diesem Punkt waren sich doch die meisten hier einig, dass ein wirklicher Vergleich eines so komplexen System eigentlich gar nicht funktioniert... Denn wer oder was macht denn den Sound? Das Pult oder der TT?

    (Meine These hierzu: Da ja vermutlich der TT den Sound macht, wird das Vi4 viel besser klingen - weil er ungleich einfacher + schneller damit zum Ziel kommt...)

  • Wie beschreibt/definiert man warmen Sound ???

    • christopher hafer
    • 15. März 2010 um 16:07
    Zitat von "klauston"

    Wenn das so stimmt, dann würde dies vorerst mal den Schluß zulassen, das Neutral klingende Pulte Hart klingen, und Pulte, die färben, entweder durch Artefakte oder Grequenzgang, dann warm klingen.

    Es wäre mal interessant, wenn man dies mal meßtechnisch näher verifizieren könnte.

    Nein. Das stimmt nicht. "Neutral" kann nicht hart klingen. Neutral ist neutral = transparent.
    Und warum hat dies irgendetwas mit dem Mischpult zu tun? Jeder halbwegs sortierte Audiomensch wird doch mittlerweile begriffen haben, dass ein Pult so ungefähr die letzte Klang-bestimmende Instanz ist - und zwar mit Hilfe seines EQs = mit Willen des Bedieners. Ich erinnere da an Billbos' rustikales Beispiel und an das, was längst hundertfach messtechnisch bewiesen ist.
    Hart / Weich klingen Schallquellen, klingen manche Mikrofone, klingen die meisten PA-Systeme (die allerdings meist ab Konzertlautstärke NUR hart, weil sie nicht der Empfindlichkeit des Ohres folgen).

    Wer der Sache möglichst lange nicht auf den Grund kommen will, der sollte unbedingt weiter über Mischpultklang philosophieren.
    Ich leg' mich wieder hin.

  • Adamson Line Array bei Ebay

    • christopher hafer
    • 3. März 2010 um 14:37

    Mir diesem hohen Einstiegspreis will man doch gerade verhindern, dass der Deal wirklich über eBay läuft, weil so niemand mit bietet. Die Verkaufsprovision wäre ungleich höher.

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