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  1. PA-Forum
  2. christopher hafer

Beiträge von christopher hafer

  • Inga Rumpf mit Frumpy im WDR

    • christopher hafer
    • 13. September 2008 um 13:14
    Zitat

    Nöö - ist ein gutes Beispiel damit Du verstehst, dass man bereits in den 70ern ein Mikrofonsignal für zwei Anwendungen teilen konnte! Das scheint Dir ja nicht geläufig zu sein.

    Rockline, WO habe ich behauptet, dass es damals nicht möglich gewesen sei ein Mikrofonsignal zu Splitten? Wenn Du Dir nicht die Mühe machen willst, meine Posts aufmerksam zu lese, dann solltest Du nicht mit mir diskutieren.

    Zitat

    Bist Du so gut und erklärst mir wie man hier den Fernsehton abgezweigt hat? Ich sehe nur ein Vocalmikrofon Mit den Augen rollen

    Und was soll das bitte? Um besagtes Video ging es überhaupt nicht!

    Alles was Du hier zum Besten gibst sind Vermutungen. Niemand kann hier Beweise darüber abliefern warum da wirklich zwei Mikros hängen - bis jetzt.
    Alles was ich hier schreibe sind handfeste Aspekte, warum es unterschiedliche Gründe gegeben hat, zwei Mikrofone zu verwenden und ich habe sie sehr ausführlich geschildert. Desweiteren habe ich klar formuliert, warum diese von Dir vertretene These technisch äußerst fragwürdig ist, egal wann und ob sie jemals erfolgreich angewendet wurde!
    Alles was Dir dazu einfällt ist der Versuch mich für dumm zu verkaufen.

    Glaub doch was du willst - ich bin raus...

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 12. September 2008 um 22:43
    Zitat

    Lies Dir bitte noch mal das Posting von Guma durch

    Das hatte ich schon verstanden. Und ich habe ja betont, dass ICH es nicht so machen würde, ich behaupte nicht das es nicht funktioniert.
    Wenngleich ich Deine euphorische Betrachtungsweise zu dieser Methode absolut nicht teilen kann. "Unübertroffen" ist dieser Weg mit Sicherheit nicht.
    Wer das seit 20 Jahren so macht, für den ist das bestimmt "die" Lösung, ich mache es seit 20 Jahren anders... 8)
    Ich denke wir sind uns einig, dass die Erfahrung, Routine und Geschmack eines TT die entscheidenden Faktoren sind, nicht der Weg zum Ziel.

  • Inga Rumpf mit Frumpy im WDR

    • christopher hafer
    • 12. September 2008 um 15:47
    Zitat

    Man nimmt zwei Mikrofone, A und B genannt: 2+ / 3- und 1 Schirm, stellt (oder klebt) die direkt nebeneinander, und verbindet die auf diese Art:

    Mikrofon A Pin 2+ mit Mikrofon B Pin 3-
    Mikrofon A Pin 3- mit Mikrofon B Pin 2+

    und quakt von weitem darein. Was hört man? Nichts!

    Nun gehe man näher ran, und quassel in eines der beiden. Was hört man? Die Stimme aus dem Mikro in das gequasselt wird!

    Nun drehen wir eine herumstehende Musikanlage schön laut auf. Was hören wir aus den Mikros? Nichts!

    Und nun quasseln wir wieder in eins der beiden. Was hören wir? Richtig, die Stimme!

    Ist das so schwer?

    Alles anzeigen

    Ja, offensichtlich. Was du da schilderst funktioniert so nicht, speziell der Part "quassel nur in eins von beiden". Wenn die Mikros eng zusammenliegen, was sie müssen, um überhaupt einen Effekt zu erzielen, dann werden beide Mikros "bequasselt". Vielleicht eins mehr als das andere, aber der Anteil des verpolten Mikros ist immer noch so hoch, um die Wiedergabe des "normalen" intensiv zu verzerren. Und dieser Verzerrungsgrad* wird auch noch lustig moduliert, weil sich der Sänger bewegt. Wer will erstthaft so etwas, wie verzweifelt muss man sein um so etwas in Kauf zu nehmen?
    Wenn dann allerdings des Zweite auch noch ein anderer Typ ist (Nochmal: Genau im diese Situation ging es hier ursprünglich!!!), dann funktioniert das ganze Prinzip im Ansatz noch weniger, weil die Unterschiede der beiden Mikros im Resultat hörbar werden, es wird nicht alles ausgelöscht. Das hat mit dem Mikrofonabstand erstmal wenig zu tun und damit auch wenig mit der Wellenlänge.
    Habe ich im Grunde schon alles geschrieben und ein drittes Mal werde ich das nicht tun, keine Sorge.

    Zitat

    Wer käme denn sonst auf die peinliche Idee zwei Mikrofone zusammenzutüddeln um ein Signal für eine Aufnahme zu erhalten?? Erst recht für eine TV Aufnahme mit Bild? Ein Mikrofon reichte für diesen Zweck auch in den 70ern! Sonst hätte Dieter Thomas Heck in der Hitparade ja auch schon zwei gebraucht: eins für die Zuschauerbeschallung, und das zweite für den Fernsehton. Aber vielleicht war nur das ZDF so schlau und wußte, wie man aus einem Mikrofonsignal eine Aufsplittung für zwei Zwecke erreicht.

    1. Die Idee ist in jedem Fall peinlich, die Optik in jedem Fall dahin, egal zu welchem Zweck dies gemacht wurde. Also überhaupt kein Argument.

    2. Die ZDF-Hitparade ist nun das schlechteste Beispiel:
    Erstens haben hier keine Live-Acts gespielt ("Dieter, starte mal das Band") so das hier erst gar keine Probleme mit der Bühnenlautstäke auftraten. Zweitens war dies eine ZDF-eigene, feste Produktion, wo es keineswegs um Koorperation mit einem örtlichen Beschaller ging. Das kam aus einer Hand, genau wie das eine Mikrofon.
    Es gab also aus keinem Grund Bedarf für ein Zweites.

    *Es geht natürlich um Verzerrungen des Frequenzgangs, nicht um Klirrfaktor.

  • Klein Hummel

    • christopher hafer
    • 12. September 2008 um 15:15

    Doch, doch. In deren Marktsegment sind die "High End" Das gilt besonders für die Studio-Monitore, die zur absoluten Weltspitze zählen.
    Die Jungs wissen sehr genau was sie tun, und es sollte doch verwundern, wenn deren PA-Systeme mit weniger Know-How gefertigt würden.

  • Inga Rumpf mit Frumpy im WDR

    • christopher hafer
    • 12. September 2008 um 01:45

    Es ist zum Verzweifeln....:P

    1. Der MAZ-Split ist generell keine Mär! Das hatte verschiedene praktische Gründe. Was ja nicht heißt dass nicht einige besonders eifrigen Techniker diese "Technik" ausprobiert haben.
    Früher war ja alles aus Holz...

    2. Man bekommt mit einer Verpolung pauschal nicht mehr GBF hin, egal ob mit einem Mikro oder mit zweien. Es mag Situationen geben (wie von BillBo beschrieben...), wo es einen merklichen Vorteil bringt, speziell da, wo viele Mikros nebeneinander betrieben werden, also Schlagzeug und mehrere Sänger.
    Vielleicht funktioniert das auch wirklich bei Lemmy. Es funktioniert aber sicher fast genauso ohne. Denn um dem Sänger den gleichen Eindruck wie ohne Verpolung zu liefern müsste man bestimmte Frequenzen ändern, lauter machen und hat das gleiche Problem, es sei denn man konditioniert ihn auf diesen merkwürdigen Sound.
    Die Physik schenkt einem nichts.

    Und weil wir es alle immer wieder falsch formulieren noch der Hinweis auf diese kurze Lektüre, die nicht nur für angehende Toningenieure interessant sein sollte:
    http://www.sengpielaudio.com/VerpolungIstDa…henDerAdern.pdf

  • Live vs. Studio

    • christopher hafer
    • 12. September 2008 um 01:14

    Bei mir: ca. 30% Studio, 70% Live. Ich arbeite nur in Extrem-Monitor-Fällen mit Stöpseln, FOH-Jobs (die Regel) fahre ich nur so laut, dass weder die erste Reihe noch ich ernsthafte Schäden davontragen.

    Und ja, die Kombination ist natürlich sehr vorteilhaft.

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 12. September 2008 um 01:00

    Zur Frage Parametrisch vs. Graphisch:

    Ich finde da muss man sehr genau differenzieren.

    FOH oder MON, digital oder analog?


    FOH: Im normalen Betrieb bietet ein Terz-Band EQ genug "Feinheit", bei guten Anlagen finde ich auch einen guten Oktav-Band EQ ( z.B. von Klark oder SCV) fein.
    Para-EQ spielen ihre Vorzüge in Zusammenhang mit Mess-Systemen am besten aus, weil man dann ganz genau die Frequenzen erwischen kann, man trifft sie ohnehin fast nur in Digi-Pulten oder Controllern an.
    Für den schnellen Eingriff geht m.E. nichts über einen Graphic-EQ mit langen Fadern (denn nur ein langer Fader ist ein guter Fader!), die in den Digipulten (oder andere Digitale EQs ) sind technisch zwar super, es fehlt aber der prompte Zugriff. Und ich persönlich brauche den auch beim Einmessen (per Gehör), normalerweise "steht" ein gutes System in einer Minute (ich mache meist Feinjustierungen noch beim Bandcheck), aber nur, wenn auch alle Fader griffbereit sind.

    MON: Ergonomische Aspekte wie oben. Technisch bin ich hier eher für parametrische, weil man Koppelfrequenzen genauer greifen kann, speziell wenn man das Band verschiebt. Dies kann man aber genau so gut am Monitorpult selbst machen (Kanal!), den meist koppelt ja jedes Mikro woanders! Dies ist gerade bei komplexeren Mixen wichtig, und schließlich sollen ja auch andere Quellen/Instrumente auf der Anlage gut klingen.

    [Und wie Klaus schon schrob: Hier will ich ein "koppelsicheres" System schon vorm SC, weil ich nicht genau hören kann was aus den Monis kommt. Beim separaten Monitormix bin ich aber eher gelassen, denn mit den richtigen Mitteln (s.o.) sollte ein unerwarteter Koppler nach einmaligem Auftreten verschwunden sein. Und auf sehr lauten Bühnen koppelt es nun mal hier und da, zumindest beim SC oder die ersten fünf Minuten. Ich behaupte: Ich kann an der Koppelfrequenz erkennen, ob der Monitor im grünen Bereich ist oder nicht. Nerviges Hupen im LowMid Bereich ist kein gutes Zeichen und verursacht potentiell Schweißausbruch, am noblen 10khz-Zippeln erkennt man die ganze Genialität des Tonis :D ]

    Und von daher widerspreche ich auch jeder "Einpfeifforgie", egal ob FOH oder MON. Alle Systeme müssen möglichst linear bzw. angenehm klingen. Erst dann sollte eine Optimierung auf das jeweilige Mikrofon erfolgen, und zwar IM KANAL und am besten MIT DEM Musiker/Sprecher, denn wie wie ja gelernt haben koppelt jeder "Künstler" anders!

    Eine Anlage würde ich mir nur dann mit einem SM58 o.ä. optimieren, wenn nur genau dieses eine Mikrofon benutzt wird und sonst nichts. Dann bleibt immer noch die Frage wie der Akteur später damit klingt, denn um den Klang meiner Stimme geht es später nicht.

  • Ruhestörung mal wieder :)

    • christopher hafer
    • 10. September 2008 um 21:09
    Zitat

    aber unter 100db wie´s in den ganzen musikpark und schieß mich tot is is ja grässlich

    Wussten sie schon...

    ...dass die Selbstmordrate unter tauben Menschen oder solchen mit schweren Tinnitus-Anfällen deutlich höher die als die von blinden Menschen?

    Aber ich glaube das verstehst Du nicht mal solange Du noch hören kannst.
    Ich habe mir das Gehör in jüngeren Jahren auch relativ verschandelt, allerdings primär mit Schlagzeug spielen und absolut überflüssigem "Monitoreinpfeiffen". :evil:
    Das ist mit Ende 30 echt nicht mehr lustig, aber ich kann es nicht mehr ändern. :cry:
    Du und Deine Generation könntet es noch...

    See you at the Hörgerätefachgeschäft,

    Opa Hafer

  • "Die" Disco aus dem Kleiderschrank

    • christopher hafer
    • 10. September 2008 um 20:54

    Ich vermute diese äh "Box" klingt mindestens genauso "gut" wie der Vollschrott der in der Sub 100EUR-Preisklasse als "Disco/PA-Box mit 1000 Watt" angeboten wird. Auf jeden Fall sieht sie besser aus :D

    PS: Ich vermute sie ist falsch eingestellt: Könnte auch ein aserbaidschanischer Studiomonitor sein...

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 10. September 2008 um 01:40
    Zitat

    Vor allem den Krieg der verschiedenen "Glaubensrichtungen" in Sachen System Tuning (oder wie man es nennen soll) finde ich spannend.


    Eigentlich sehe diesen "Krieg" eher zwischen den "Tunern" und den "nicht-Tunern".
    Die "Tuner" haben nur unterschiedliche Herangehensweisen in der Wahl der Mittel und müssen sich nicht "bekriegen".
    Den "Nicht-Tuner" fehlt es entweder an Mitteln, an Erfahrung ODER sie kommen andauernd in den Genuss einer für sie perfekt spielenden Anlage...
    *neidisch rüberblick mit Bazooka im Arm* :D:D

  • Inga Rumpf mit Frumpy im WDR

    • christopher hafer
    • 10. September 2008 um 01:30

    Nettes Video, however, in diesem Punkt kommen wir nicht zusammen.

    Das Prinzip funktioniert einfach nicht, und es ist kaum zu glauben, das dies über Jahre so praktiziert worden wäre. Zumal es ja andere, absolut nachvollziehbare Gründe für den Einsatz des 2. Mikros gibt...

    Schon gar nicht mit zwei unterschiedlichen Mikrofonen, wie auf dem fraglichen Video zu sehen. Und nein, wir hören m.E. nicht das SM58*, sondern das MD421. Einen "dünnen" Sound mangels NBE macht man mittels EQ etwas "dicker", das ist gängige Aufnahmepraxis weil zu naher Mikrofonabstand normalerweise problematisch ist: NB klingt unnatürlich, Explosionslaute sind kritisch... Wir alle kennen das von Lavaliermikros, die klingen auch erstmal "dünn".

    *vor langer Zeit sagte der Bassist von Inga Rumpf zu mir: "Das SM58 ist das EINZIGE Mikrofon, das Inga sauber (unverzerrt) rüberbringt..." Sie wollten wohl kein Beta oder so. Wie auch immer: Solche uninformierte Behauptungen macht wohl nur der, der über Jahrzehnte auf diesen Typ konditioniert ist... :wink:

  • erforderlicher Grenzschalldruck für Percussion/Drums

    • christopher hafer
    • 10. September 2008 um 00:35

    140 dB/A beim Close Miking sehr lauter Trommler/Blechbläser u.ä. sind keine Seltenheit, selbst bei Klassikaufnahmen kommt so etwas vor.
    Kondensatormikrofone beherrschen das (mit PAD) meistens noch ohne große Verzerrungen, darüber zerren sie aber sehr heftig (=Klirrgrad steigt deutlich an).
    Dynamische Mikrofone vertragen das etwas besser, wobei ihr Klirrgrad generell höher ist als bei einen "Condenser" unterhalb des Grenzschalldrucks,
    was sie aber im Zweifel zur besseren Wahl macht.
    Ideal sind aber Kondensator-Mikros mit sehr hohem Grenzschalldruck, bzw. niedriger Empfindlichkeit, z.B. Beta98 (max. 160dB), wobei auch die Eingangsimpedanz des Preamps (höher=besser, gilt auch für Dynamische!) und die Qualität der Speisung ("echte" 48V oder Billiglösung?) eine Rolle spielen kann.

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 10. September 2008 um 00:17
    Zitat von "David Kammerer"

    Was ist daran nicht soooooo aussagekräftig? Was soll er denn sonst reinschreiben? (Frage nur, damit auch ich mein Profil korrekt ausfüllen kann)
    Toningenieur darf er ja nicht reinschreiben.

    Viele Grüße

    David Kammerer

    OT, und zum eigentlichen Thema ist wohl alles geschrieben, aber
    was zum Henker ist bitte ein "Dipl. Audio Engineer"??
    "Toningenieur" darfst Du völlig zurecht nicht reinschreiben, weil dies ein Ingenieurs-Beruf ist, der ungefähr Lichtjahre mehr Wissen (inklusive eines Musikstudiums!) verlangt als dies private, staatlich nicht anerkannte Schulen (da lieg ich doch richtig, oder?) vermitteln.
    Also ein bisschen mehr Bescheidenheit, bitteschön. Wir sind hier wohl alle schnöde Tontechniker, sollte sich hier ein Toningenieur oder gar Tonmeister verirren, dann wäre das Sensationell. :wink:
    Aber dafür gibt es andere Foren, die ich nicht missen möchte.

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 9. September 2008 um 00:22

    Mit sowas hatte ich gerechnet.

    Allgemeinplätze sind keine solide Diskussionsgrundlage:

    Zitat

    Natürlich ist weniger.....mehr. Ausgenommen Dynamic`s und Effekte, aber um die gehts hier nicht.

    Also bei EQ ist weniger mehr, bei FX & Dynamics nicht? Dein Ernst?

    Zitat

    Dennoch, jedes Glied oder zusätzliche Glied in einer Signalkette verschlechtert! Selbst wenns nur messtechnisch und nicht unbedigt hörbar ist.

    Wir reden bei PA-Anwendungen immer über Kompromisse. Wenn ich am Ende durch gezielten Einsatz eines EQ an welcher Stelle auch immer eine Klangverbesserung erreiche habe ich eben NICHT die Signalkette verschlechtert. Das sind Halbweisheiten aus der Hifi-Szene, die ich in einem professionellem Forum nicht erwarte. Genau sowenig wie sowas hier:

    Zitat

    Ich denke die 60 Schieber an deinem EQ haben dich schon ganz in die Irre geführt, denn du weißt schon nichtmehr was du schreibst.


    :roll: Ganz recht.... Ich war wirklich im Irrglauben, hier eine Diskussion mit Niveau führen zu können....

  • Inga Rumpf mit Frumpy im WDR

    • christopher hafer
    • 9. September 2008 um 00:01

    Hallo rockline,

    ich weiß ja nicht aus welcher Quelle Du das hast, aber was Du da schilderst funktioniert nicht, aus verschiedenen Gründen:
    Erstens bewegt sich der Sänger,
    zweitens löschen sich zwei Mikros an unterschiedlichen Positionen so gut wie gar nicht aus und
    drittens erst recht nicht wenn es zwei nicht gleiche Typen sind.
    Im Ergebnis erreicht man mit dieser Idee nur unkontrollierbare Signale, anstatt das Leakage in den Mix statisch zu integrieren.
    Ferner fragt man sich, warum dann eine solche Technik nicht bis heute kultiviert wurde.
    Die Antwort ist einfach:
    a) s.o.
    b) Es war damals überflüssig, genau wie heute.

    Daher noch mal meine Frage: Wo hast Du das her?

    Zitat

    Bei einigen Erklärungsversuchen bitte ich noch mal den Zusammenhang zwischen Nahbesprechungseffekt und Richtcharakteristik zu überdenken - vielleicht kann man dann besser verstehen weshalb das als "Rundfunksplitter" keineswegs gedacht war!

    denk denk überdenk.... Ich sehe da kein Problem. Beide Mikros sind Nieren, und der fehlende NBE des MAZ-Mikros wg. des etwas höheren Abstands ist sogar eher positiv: Weniger Bassabsenkung nötig, kaum Plopp-Probleme.
    Vielleicht magst Du Deinen Einwand mal genau erklären?

    Zitat

    Die Grundlagen der Paralellschaltung waren auch in den 60/70ern genauso bekannt wie Übertrager mit mehreren Sekundärwicklungen.

    Und auch schon viel früher... Aber darum geht es nicht.
    Sondern um einen ganz simplen Punkt: Bis in die 70er Jahre waren die meisten Ü-Wagen nicht unbedingt für eine R&R-Übertragung ausgerüstet, der Einsatz von "Beschallungsanlagen" in Zusammenhang mit MAZ eine relative Neuigkeit - bei anderen Musikrichtungen gab es das quasi nicht.

    Und natürlich gab es Berührungsängste der alteingesessenen Techniker mit dieser "Beatmusik". Bevor da lang rumdiskutiert wurde ging das olle 421 raus und fertig. Was kümmerte die schon die Beschallung?
    Das ist bis heute noch "Bäh" (Originalton WDR-Toningeneurin: "Kotz, ich muss heute Beschallung machen..." Süß, nicht?). Sicher gab es auch damals schon ein paar Splitter, aber auch hier hapertete es z.T. noch an fehlenden Adaptern (s. Grosstuchel).
    Diese Zeit war zwar schnell passé - aber regelmäßig - nicht zwangsläufig - war es genau eben so. Gründe gab es genug.

    Gruß,

    Ch.

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 8. September 2008 um 18:55

    Klaus

    Zitat

    Falsch aufgestellte PA, die Probleme im Bassbereich verursacht , Tops, die falsch gestellt/geflogen werden, Verleiher, die sich Frequenzweichen selber einstellen, ohne zu wissen was sie tun sind nur einige Beispiele.

    Und ich gebe Dir schon Recht, da sind EQ oft sehr einfach als Schadensbegrenzung.

    Aber eigentlich kann man damit oft auch mehr Probleme verursachen, wenn das eigentliche Grundproblem nicht gelöst ist.

    Zugegebenerweise ist da oft die Zeit nicht, wenn man als Bandtech wo hin kommt.
    Und bis man mal alles hinterfragt und den Fehler gefunden hat........

    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, das man bei heutigen Anlagen im Grunde sehr schnell gut klingende Systeme hat, wenn man sich nur einfach mal vorher Gedanken über die Aufstellung macht.

    Und dann hat man halt mit dem Raum zu kämpfen.
    Und genau hier sind Messysteme oft sehr interessant.
    Denn es gibt Probleme, die man definitiv ohne ein Messystem nicht erkennen kann.
    Dies nur als Nachtrag

    Alles anzeigen

    So sieht's aus.


    Zum Thema EQ noch: Natürlich gibt es digitale EQs, die phasenlinear Arbeiten ("Linear Phase EQ"). Damit hat Tobias vollkommen recht!
    Die Frage ist nur, was bringt das am Ende?
    Probleme bei der Beschallung entstehen ganz woanders als beim Master EQ. Klaus hat oben ein paar aufgezählt. Wir kannten sie auch schon vorher. Von daher: Digital, gut+schön, aber unerheblich.

    Dirk

    Zitat

    Ansonsten bin ich allerdings auch jemand, der den EQ gerne möglichst wenig verbiegt. Wenn's geht (also bei guter Raumakustik), lasse ich das System so klingen, wie es vom Hersteller gewollt ist (EQ quasi flat).

    Und genau das führt zu nichts: Der Hersteller "knows shit" über die tatsächliche Beschallungssituation! Es ist schon schwer genug, ein brauchbares "Preset" für eine Festinstallation zu erstellen, denn auch mit erheblichem messtechnischem Aufwand gibt es immer noch entscheidende "Restparameter": Art/Lautstärke der VA, Besucheranzahl und nicht zuletzt Sounddesignerisch motivierte Eingriffe. Es gibt auch keine linear eingemessene Anlage - die kann es gar nicht geben, weil immer nur wenige Bezugspunkte im Raum "flat" sein können.
    Bei einer wie üblich mobilen Anlage kannst Du weitestgehend alles vergessen, was ein Hersteller sich bei seinen Systempresets o.ä. gedacht hat. Das ist dann eine Grundlage, die für eine unbekannte Raumkonstellation gedacht ist - und für unbekannte, oft Marketing-orientierte Sound-Vorgaben, da ist alles möglich von "Hifi" (klingt dann gut auf dem Messestand...) bis "volles Höhen-Brett" (um "maxSPL" fürs Datenblatt herauszuschinden). Und alle kleineren Systeme (oder "MuFus") haben erst überhaupt keine Presets.

    Im Ergebniss (und zum Glück!) bleibt es also in den Händen des Techs was er aus der Anlage macht. Ob er das mit Terz/Oktav/Para-EQ oder mit dem Controller, analog oder digital macht ist dabei völlig egal...! Entscheident ist ob er es macht und WIE.

    In einigen Posts kommt es so rüber als ob EQs etwas "böses" wären und weniger "mehr".
    Das ist irreführend!
    EQs machen die gleichen "Phasenschweinerein" wie Mikrofone oder LS oder deren Controller. Nur viel weniger!
    Natürlich kann man da viel verkehrt machen.
    Aber ohne solche Fehler lernt man nichts. Wer sich nicht frühzeitig und intensiv damit auseinandersetzt (sich also lieber auf die Arbeit andere verlässt) kann einen bestimmten Level als Tontechniker definitiv nicht erreichen.

  • Behringer UB2442 FX Gain (Regler) Probleme!

    • christopher hafer
    • 8. September 2008 um 18:25

    Behringer gibt Grundsätzlich keine Schaltpläne heraus. Da kann man sich seinen Teil zu denken...

    Schick das Ding nach Behringer und gut, dazu brauchst Du vorher von denen eine Reperaturnummer.
    Defekt verkaufen bringt so gut wie nichts.

  • Sennheiser E935 vs E945

    • christopher hafer
    • 8. September 2008 um 18:20

    Meinungen zur Koppelfestigkeit von Mikrofonen auf Bühnen haben wenig Wert, weil viel zu viele Parameter dabei umgeklärt sind: Monitoring, EQing, Sänger, Lautstärke, Raumeinfluss und und und.
    Von daher ist es vermessen davon zu sprechen Mikrofon x sei besser als Mikrofon y, denn das gilt immer nur für eine bestimmte Situation.

    Ich arbeite auch mit e935 Handesendern, z.T. 12 Stück(=Sängern) gleichzeitig. Die sind OK und klingen ordentlich, ich würde den Job aber auch mit jedem anderen guten Mikrotyp hinbekommen.

    Lt. Sennheiser selbst (persöhnlicher Kontakt zum Vertrieb) klingen die e935 dank ihrer Nierencharakteristik besser, was vollkommen nachvollziehbar ist. Daher habe ich auf den Test der e945er (Hyper/Superniere) gleich verzichtet...

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 6. September 2008 um 13:56

    Aus Zeitmangel kann ich nicht mehr schreiben, aber folgendes sei gesagt:

    Auf 90% aller VAs, wo ich als Bandtechniker auftauche, ist das "rumfummeln" (so wie Jim es zu formulieren beliebt) am Main-EQ eine essentielle Aufgabe, um die PA halbwegs "zum klingen" zu bringen.
    Die wesentlichen Fehler habe ich schon geschildert: Wummeriger Bassbereich (da wird zumeist gar nichts gefiltert oder irgendwelche überflüssigen Sub-Bassabsenkungen vorgenommen), viel zu aggressiver Präsenzbereich... ( bertz: meine VAs mische ich sehr moderat und "Holz" ist da auch genug am Start, eine "Gehörrichte Pegelanpassung" ist nicht das Problem)
    Da ich professionell seit vielen Jahren CDs mastere traue ich mir zu, zu beurteilen wann eine PA akzeptabel klingt.
    Nach meiner Erfahrung liegt schon hier sehr viel im Argen, tatsächlich können einige Kollegen nicht mit EQs umgehen, ganz egal ob parametrisch oder graphisch, sonst hätte ich öfter als in 10% der Fälle ein brauchbares System (im Sinne von "Plug&Play") vorgefunden. Zugegeben: Ich bewege mich meistens nicht im High-End-Bereich, fähige Systemtechniker sehe/höre ich eher selten...
    Speziell wenn ich höre (so wie erst gestern...) die Anlage sei "bereits im Controller EQd" und müsse nicht weiter entzerrt werden gehen bei mir die Alarmglocken an! Bisher IMMER zu recht.
    Gestern wäre es ohne den (grauenvollen) GQ2031, der da noch gnädigerweise gestellt wurde, desaströs geworden.
    Wer andere Erfahrungen macht scheint mehr Glück zu haben als ich.

  • Summen-EQ

    • christopher hafer
    • 5. September 2008 um 15:12

    @ Tobias: Völlig Richtig!

    Ergänzend sei aber angemerkt:

    1. Zwar sind moderne Anlagen wesentlich linearer als die alten Systeme, aber alle (die ich kenne) klingen ab einer bestimmten Lautstäke zu aggressiv. Da muss also eine gehörrichtige Anpassung stattfinden.
    2. Es kompemsiert keine mir bekannte Anlage die Bassresonanzen des Raumes richtig. Die wummerigen 120hz +- 50hz, die jede Basspräzision zunichte machen, muss man schon selbst aufspüren.
    3. Gibt es durchaus gute Gründe, den Master-EQ auch für Dinge zu benutzen, die VOR dem System liegen, also Kompensierung bestimmter mixtechnischer Probleme, einfach weil es schnell + intuitiv ist, speziell bei sehr dichten und kanalintensiven Mixen. Dazu zählt auch die Summenkompression.
    Ein bißchen wie das Mastering einer CD.
    Und sowas macht auch kein Systemtech.

    Ich kenne nur eine Sorte von Technikern, die freiwillig auf einen Summen-EQ verzichten: Die, die nicht damit umgehen können.
    Eine Ausnahme ist natürlich Kleinst-Beschallung. Da, wo fast nichts zu mischen ist geht die Summenentzerrung auch irgendwie im Kanal.

    Zitat

    Wenn ich Dich richtig verstehe, machst Du fast gar nichts am EQ, wenn Du eine gutes (lineares) System und einen vernünftigen Raum vorfindest. Oder?


    Meine Meinung: Eine solche Situation gibt es nicht. Es lässt sich IMMER etwas verbessern, und wenn erst im Laufe der Show, nach Publikumseinlass, nach unnötiger Steigerung des Pegels von der Bühne und und und....
    Ein solch komplexes System braucht eine komplexe Eingreifmöglichkeit!

    Zitat

    Zum Feedback: Wenn Ihr einen sehr gutes Gain-before-Feedback habt, verzichtet Ihr dann auch auf das eliminieren der Feedback-anfälligen Frequenzen?

    Feedback-Anfällige Frequenzen sind bis zu einem gewissen Grade auch immer die Frequenzen, die unangenehm klingen. Es entsteht da Feedback wo ein Peak im Frequenzverlauf stattfindet und das klingt eben auch nicht gut...

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  8. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

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  9. EU Cyber Resilience Act (CRA)

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  10. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

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