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  2. christopher hafer

Beiträge von christopher hafer

  • Auslagern der Analog digital Diskussion aus dem FOH Lern Tre

    • christopher hafer
    • 15. Juli 2008 um 16:46

    Zum Thema Latenzen:
    Nein, man hört sie nicht, auch nicht in kleinen Venues.
    In der Praxis wirklich nur ein Problem für IE-MON.
    Ja, größere CPU-Power kann Latenzen verkürzen, aber das ist unwesentlich.
    Nein, "zusätzliche" Signalverarbeitung schafft keine höheren Latenzen, zumindest nicht in der Praxis - die Pulte laufen immer in der höchst-notwendigen Latenz, d.h. sie wird nicht dynamisch angepasst.

    Das mit dem Triple-C ist ein anderes "Problem": Man erhöht nicht die Qualität - es geht um die Verzögerung des Signals um die Attackzeit auf "Null" setzen zu können, bzw. evt. auch auf einen Negativ-Wert.
    Für Beschallungszwecke ist diese Funktion ohnehin nicht Sinnvoll, es geht eher darum, schnellste Brickwalllimiter zu erzeugen um nicht über 0dBFs zu kommen - bzw. um sehr kreatives Sounddesign.

    Zum Thema Wandler:

    Da muss ich dieses mal Wora widersprechen: Wandler verbessern sich nur noch um winzige technische Daten - unhörbar. Es gibt seit den 80ern professionelle Wandler die höchsten Ansprüchen genügen.
    Die Entwicklung geht nur noch in Richtung BILLIGER.
    Die Wandler im 01v96 sind allerdings modernerer Generation als die aus M7/LS9. In denen sitzen aus bestimmten Gründen (Recall, Budget!) spezielle Spar-Varianten, sie können z.B. keine 96khz, was allerdings auch nur den praktischen Vorteil einer etwas kürzeren Latenz hat.

    Allerdings wird NIEMAND ein modernes Pult anhand seiner Wandler erkennen!

    Ich kann allerdings Woras Eindruck verstehen, dass man mit dem 01v(96) keinen wirklich guten Bandsound hin bekommt. Das liegt an der mangelnden Ergonomie (habe ich dieses Wort nicht schon mal benutzt?) die es einem einfach sehr schwer macht, alle Parameter bequem zu kontrolieren und anzupassen. Beim LS9 sieht es nicht so viel besser aus - eigentlich ein Problem der meisten Digi-Pulte. Und genau daher kommen dann auch schon mal so Vorurteile über den angeblichen "Digital-Sound". Sicher spielen auch die z.T. unbefriedigenden Kompressoren eine Rolle (aber auch nur bei Leuten die wirklich damit umgehen können...)
    Im Kern ist aber jedes Digitalpult - egal ob 02R oder XL8 in der Lage einen excellenten Sound zu machen.
    Es kommt einfach nur darauf an wer dahinter steht, bzw. eher ob er eine Chance hat oder nicht.

  • Auslagern der Analog digital Diskussion aus dem FOH Lern Tre

    • christopher hafer
    • 14. Juli 2008 um 22:44

    Klaus

    Zitat

    Inzwischen wird die Entwicklung im Analogbereich deutlichst zurückgeschraubt.

    Da sollte man hinterfragen: Wieso denn?
    Sind Analoge Pulte nicht schon seit langem "End"-Wickelt?
    Was sollte man an einer Heritage oder PM5000 noch groß verbessern?
    Und trotzdem geht die Entwicklung weiter: Mittlerweile gibt es für immer weniger Geld immer kleinere/leichtere Pulte mit immer mehr Funktionen
    (VCA-Gruppen, ordentlich AUXe - das war mal richtig teuer&schwer...)
    Die Entwicklung geht also weiter, nur eben nicht bedientechnisch und auch nicht klanglich, also da, wo die Digitalen stellenweise hinterherhinken.

    Ich sehe übrigens auch einen Markt für Hybridpulte - also Pulte mit pseudo-konventionellem analog-Design PLUS integrierten digitalen Effekten/SummenEQs, patch-baren Dynamics nebst optionaler Recallfähigkeit.
    Genau dies wäre für mich "Best of both worlds" und es ließe sich in angemessenem Preisrahmen (vergl. PM5D) realisieren - ähnliche Konzepte gab es bei Studiopulten.

  • Overhead / Hi-Hat Mikro

    • christopher hafer
    • 14. Juli 2008 um 17:38
    Zitat

    Poistioniert man das Audio Technica ATM 450 dann einfach waagerecht über der Hi-Hat? Kann mir gerade noch nicht so ganz vorstellen ob das ein Vor- oder Nachteil ist.

    Äh, wie jetzt? Platzierungstechnisch ist das eher ein Vorteil.
    Ich entnehme Deinen Äußerungen mal, dass Du ziemlich wenig Erfahrungen mit Mikrofonen hast. Vielleicht ist es da ganz hilfreich einmal selbst ein paar praktische Tests durchzuführen. Dann wirst Du merken:
    Es spielt keine sonderlich große Rolle, welches KM-Kondensatormikrofon Du bei Pop/Rock-Musik als OH/HH nimmst... Es kommt aber dagegen sehr auf Platzierung an, und auf EQing. Und auf guten (Becken-)Sound.
    Mein konkreter Tip: 3x AT3031. Günstig, "schöne" Höhen, kein China-Schrott.

  • Auslagern der Analog digital Diskussion aus dem FOH Lern Tre

    • christopher hafer
    • 14. Juli 2008 um 03:16

    @ oTon

    Zitat

    .... aber sind wir doch mal ehrlich, gegen den kleinen abgerockten FOH Platz mit A&H/Soundkraft irgendetwas incl. ein paar halbgarer Kompressoren & EQ´s incl. madiger Verkabelung ist mir ein LS9 doch immer noch um Längen lieber !!!

    Dies ist aber kein schlüssiges Argument. Selbst für den Preis eines LS9-32 gibt es weitaus mehr als einen "madigen, abgerockten" Frontplatz.
    Ich werde dies solange Wiederholen wie diese ewige wie grundfalsche "Digital ist billiger" und "Analog ist abgerockt" Polemik nicht mal endlich aufhört...

    Firmen die ihre analogen Pultplätze nicht pflegen werden das mit den Digitalen ebenso wenig machen.
    Beispiele dafür kennen wir bereits nach recht kurzer Zeit: veraltete Firmwares/OS, Passwortschutz, in nächster Zeit werden Themen wie defekte Displays, teilweise Defekte I/O sowie andere Schweinereien, auch verursacht durch falsche Handhabung oder mechanische Überbeanspruchung immer mal wieder auftauchen...
    Alles andere wäre reine Illusion.


    Zitat

    Und ein Laptop als weiter Bedienhilfe Plicht.


    Sorry, und wenn ich der letzte Mensch bin der noch so denkt:
    Ein Laptop zur "Bedienhilfe" eines Digitalpultes ist nicht nur ein Eingeständnis an die technische Unausgereiftheit einer Bedienoberfläche, es ist einfach ein Unding.
    Grundsätzliche Dinge wie Ergonomie und Betriebssicherheit stehen einem solchen Konzept ELEMENTAR entgegen und hätte bei einem analogen Pult zu kompletter Ablehnung geführt (Beispiel? Eine H3000, deren Automation nur per PC ordentlich zu verwalten wäre hätte am Markt keine Chancen, ebensowenig wie ein Analogpult, dessen elementares Display bei direkter Sonneneinstrahlung nicht lesbar ist... klingelt es irgendwo?)

    In der Praxis heißt das außerdem, dass ich als Techniker gezwungen sein soll mein eigenes Gerät mitzuschleppen, samt Verschleiß und hohem Diebstahl/Transportrisiko - das mir NIEMAND zahlt, ebenso wenig wie die Anschaffungskosten und den Zeitaufwand für Einrichtung und Pflege - oder was verstehe ich hier falsch?
    Wer das OK findet und Chic, mit den restlichen Funktionen (die meistens auch NIEMAND braucht) aufzufahren kann das ja mitspielen, ich finde es NICHT OK - erst recht nicht Grundvoraussetzung oder "Pflicht".


    Zitat

    Ich muss dir ehrlich sagen das das nicht so ist, 01V Und LS9 sind, was die Bedienung angeht schon sehr viel weiterentwickelt als viele alte "grosse" und "kompromisslose"Pulte. ...

    Da kann ich Dir teilweise zustimmen, denn Deine Beispiele stammen ja weitestgehend aus der Pionierzeit der Studio-Digi-Pulte.
    Allerdings sollte man
    a) nicht verschweigen, dass alle Studio-Groß-Konsolen, egal ob digital oder analog, eine erhebliche Einarbeitungszeit erfordern, abhängig von ihrem riesigen Funktionsumfang und der kompletten Peripherie - also ohnehin überhaupt nicht vergleichbar mit "einfachen" kleinen Live-Tischchen.
    b) darüber nachdenken dass große Digitalkonsolen früherer Generationen immer noch erhebliche Vorteile gegenüber modernen "Taschenrechnern" haben - einer davon, noch einmal angeführt, ist Ergonomie.
    Durch solide Bedienelemente (z.B. Schalter/Taster mit präzisem Druckpunkt....), gutem Metering, kompromissloser Verarbeitung, kurz: Einem Design, bei dem anders als bei den Budget-Consolen LS9/M7 nicht an jeder Ecke der Rotstift zu fühlen ist (ja, auch beim M7 und zwar ganz massiv!).

    Klaus:

    Zitat

    Zitat:
    Übrigens lernen Toningenieure tendenziell ERST die musikalischen/technischen Grundlagen und dann den Umgang mit professionellem Handwerkszeug, nicht umgekehrt!
    _________________

    Was leider noch nicht unbedingt heist, das sie dann auch mischen können

    Nicht zwingend wenn es um "U-Musik" geht
    ... aber vor dem Wissen eines durchschnittlichen Toningenieurs sollten mind. 98% unserer Kollegen in Erfurcht erstarren... :P

  • Auslagern der Analog digital Diskussion aus dem FOH Lern Tre

    • christopher hafer
    • 13. Juli 2008 um 16:25
    Zitat von "oTon"


    Lustig nur, das im Funk mit die ersten waren die massiv auf Digitalpulte gesetzt hat, im SWR gibt es bis auf ein paar uralte Übertragungswagen mit alten Studer 10-Kanal Mischern keine Analogtische mehr ...

    Das ist wohl weniger lustig als logisch. Beim Rundfunk sind sowohl die Mittel da als auch der Bedarf (...und das ist in "unserer" Branche mehr herbeigeredet als tatsächlich der Fall. Ich unterlasse es momentan aus Zeitgründen, dies detailliert zu erörtern).
    Und natürlich erfüllt eine Lawo-MC-Serie auch den IRT-Standard.
    Ich verstehe nur nicht so ganz was dies mit dem ursprünglichem Thema zu tun hat.
    Die Toningenieure die mit diesen Pulten arbeiten (bei denen das Bedienkonzept KOMPROMISSLOS ausgelegt ist...) haben wohl wenig zu tun mit Einsteigern, die sich dagegen mit 01v/LS9 anfreunden müssen, deren Oberfläche vergleichsweise mehr an einen Game-Boy erinnert...

    Übrigens lernen Toningenieure tendenziell ERST die musikalischen/technischen Grundlagen und dann den Umgang mit professionellem Handwerkszeug, nicht umgekehrt!

  • Erfahrungen mir Drawmer MX 40

    • christopher hafer
    • 13. Juli 2008 um 16:08

    Jedes Gate "Knackt" bzw. erzeugt Artefakte, wenn die Zeit-Parameter zu schnell eingestellt sind. Leider sind in den Drawmer-Gates älterer Generation nicht die schnellsten VCAs verbaut, so dass es auch kein Problem ist, auch das 201/404 zum Knacken zu bringen. Dass es auch besser (schneller) geht hat schon Behringer in den 90ern mit "Intelligate"/"Autoquad" bewiesen.
    In diesem Zusammenhang finde ich es sehr fraglich, ob das neuere MX40 hier noch kritischer ist. Es widerspricht jedenfalls meiner Erfahrung.

  • Wie sollte ein FOH zum Lernen aussehen ?

    • christopher hafer
    • 11. Juli 2008 um 00:03
    Zitat

    Sorry, aber das ist doch echt Midlife Crisis Gejammer ... die jungen Kollegen sind genau so musikalisch oder unmusikalisch wie wir auch, das hat doch nichts mit Displays oder Technik zu tun !!!

    Ganz sicher ist das kein Gejammer, weil das schon allein mein Alter nicht hergibt.
    Es ging mir eben nicht darum, dass junge Kollegen unmusikalischer seien, sondern um den wunden Punkt wie man essentielle musikalische Fähigkeiten - Hören lernen - vermitteln soll, wenn der Schwerpunkt nur auf immer komplexerer (Digital) Technik liegt.
    Diese ganzen Technik-Basics, die Bedienung usw. sind nur der erste Schritt, das Handwerkszeug. Was man später aus diesem Wissen macht ist viel wichtiger.
    Und da ist es vermutlich auch nicht hilfreich, wenn immer mehr bunte Displays oder auch echte Hindernisse (z.B. Computerstress) vom Wesentlichen ablenken.

    Wer das Ausblendet und wieder nur analog vs. digital argumentiert (um dann zum x-ten Mal seine persönliche Vorliebe mitzuteilen), der hat eventuell Defizite in der didaktischen Bewertung.

    Das lässt sich auch Analog zur Studioszene sehen:
    Die immer neuen immer mehr Möglichkeiten moderner DAWs verlangsamen tendentiell den Produktionablauf, weil man sich gerade als Einsteiger schnell in der Fülle der Optionen verrennen kann - früher war der Track fertig, wenn alle Spuren voll und gemischt waren.
    Eine Konzentration auf das Wesentliche, die Musik, nicht die Produktionsmittel.

  • Wie sollte ein FOH zum Lernen aussehen ?

    • christopher hafer
    • 10. Juli 2008 um 17:48
    Zitat

    Wir alle (oder der größte Teil) haben analog gelernt und das sind die Basics auf denen wir aufbauen, aber ist das noch die Wirklichkeit eines jungen Tonings?

    Ohne jeden Zweifel. Wer sich professionell mit Tontechnik befassen will kommt einfach nicht drumrum.
    Aber ich halte es auch für unrealistisch anzunehmen, "Digitallerner" kämen aus Analog nicht klar. Das einzige was die vielleicht noch lernen müssten wäre ihren Arsch zu bewegen um z.B. Sideracks zu verkabeln (auch das MUSS gelernt werden!).
    Nur ist eben Digital für den Anfang viel zu komplex um Strukturen zu durchschauen. Und um diesen Anfang geht es doch hier. Digital ist immer der zweite Schritt. Auch noch in zehn Jahren, denn jeder macht seine ersten Schritte auf (alten) Kleinmixern. Früher war das vielleicht eine Mitec1602, in Zukunft vielleicht eine abgerockte GL2200 die in Schule/Proberaum vollstaubt.

    Am Ende ist es dann jedoch auch völlig egal, denn es geht weniger darum, Technik zu erklären als darum, ein Gespür für die Tätigkeit des "Mischens" zu vermitteln. Daran scheitern Prinzipbedingt die meisten Lehrer wie Schüler: An mangelnder Musikalität.
    Und immer mehr Funktionen und immer mehr (Nachwuchs-)Tekkis, die Featureverliebt auf ihre (Computer-)Displays starren verschlimmern dieses Problem eher.

  • Erfahrungen mir Drawmer MX 40

    • christopher hafer
    • 10. Juli 2008 um 14:24

    Absolut empfehlenswert.
    Steht dem großen Bruder in (fast) nichts nach und hat zusätzlich die "Peak-Punch"-Funktion.

  • Billiges Mischpult

    • christopher hafer
    • 9. Juli 2008 um 20:03

    Vielleicht gibt es ja bald an in der nächsten Kaffeebude günstig ein Filterset, bestehend aus Frottée, Leinen und Baumwolle in verschiedenen Größen zur individuellen Klanggestaltung verschiendenster Edelhölzer. Dazu noch'n Pfund Feine Milde - was will man mehr... 8)

  • Billiges Mischpult

    • christopher hafer
    • 9. Juli 2008 um 18:02
    Zitat von "kunibert"

    ja entschärfen, denn wenn ich die 12 / 2 er tops bestückt mit einem 350 w celestion speaker und einem b&c de 750 treiber alleine benutze dann klingt das ganze in den höhen oft zu aufdringlich.

    da hab ich schon die einfachsten mittel anwenden müssen wie zw. ein geschirrtuch vor den ht hängen oder sowas, das macht das ganze in einem 100 m² raum wesentlich angenehmer und wärmer im klang.

    Da ist das Geschirrtuch aber besser als ein 10/12khz Shelving-Filter.
    Denn da ist die "Schärfe" nicht sondern irgendwo zwischen 3-7khz.
    Der Shelving_filter macht es einfach "dumpf". Demnach wäre ein kleines Pult mit parametrischen Mitten weitaus besser.
    Die mit Fader haben aber auch meistens die bessere EQ-Ausstattung.

  • Benzinpreissturz unterstützung.

    • christopher hafer
    • 9. Juli 2008 um 01:19
    Zitat von "simonstpauli"


    EDIT: ich bin sogar froh, daß die Energiepreise so steigen, dann hört der Irrsinn vielleicht langsam auf, Krabben zum Pulen und Joghurt zum Rühren quer durch Europa zu karren! Ernsthaft, wir verschwenden die Rohstoffe, das ist zum Heulen.

    Sehr richtig. Allerdings sollten wir auch an die Analogien zu unserer Branche nachdenken...

  • AKG C418 - Shure SM57

    • christopher hafer
    • 6. Juli 2008 um 18:30

    guma:
    So hätte ich es schreiben sollen... :)

  • Soundcraft Serie 10, Wert und Qualität?

    • christopher hafer
    • 6. Juli 2008 um 18:25

    Angesichts ihrer eigentlichen Bestimmung (öffentlicher Rundfunk mit IRT-Richtlinien!) müssen diese Pulte hochqualitativ sein. Je nach Bestückung sind 500E wahrscheinlich sehr günstig, jedenfalls im Vergleich mit ähnlichen Pulten von Studer. Für "Homerecording" Perlen vor die Säue :wink:
    Also zuschlagen.

    PS. Hochwertige MVV "klingen" nicht. Sie verstärken. Sonst erfüllen sie schon mal nicht die IRT-Richtlinien.

    http://www.irt.de/de/publikationen.html

  • AKG C418 - Shure SM57

    • christopher hafer
    • 4. Juli 2008 um 23:27
    Zitat von "guma"

    :roll: Aha ?

    Ganz genau. Aber Du solltest mich nicht aus dem Zusammenhabg zitieren. Natürlich können dynamische Mikrofone pauschale 30dB mehr vertragen.
    Aber der Grenzschalldruck steht in klarer Relation zum Klirrfaktor (=Verzerrung). Und da werden keine/keine einheitlichen Angaben gemacht - wieviel % Klirr bei welchem Schalldruck.
    Was glaubst Du denn welchen Klirrgrad z.B ein SM57 bei 140 dB/A erzeugt? Die Physik schenkt auch einem Tauchspulenmikro nichts.

    Shure macht z.B. keine Angaben bei den Dynamischen, beim Beta98 steht folgendes:

    Zitat

    Maximaler Schalldruck (20 Hz bis 20 kHz, weniger als 1 % Gesamtklirrfaktor): 160 dB (2,5 kOhm Last), 156 dB (1 kOhm Last)

    Zugegebenermassen ist das ein Stückweit Spekulation, aber ich traue doch lieber den Daten die Vorliegen, als denen, die die Hersteller nicht veröffentlichen.

  • Erfarungen mit SM Pro Audio?

    • christopher hafer
    • 4. Juli 2008 um 19:22

    Ich hatte mit einem defekten "Röhren"-Mic Preamp zu tun.
    Keine Funktion, kein Licht - nichts.
    Im inneren des Gerätes befand sich keine Sicherung, im mitgelieferten PSU auch nicht :shock:
    Seitdem ist SM * "PRO" (LOL) Audio für mich NO-Go. Das kann Uli besser.
    Vielleicht aber eine Empfehlung für Pyro-Shows.


    *wofür steht das?

  • Ministry FOH

    • christopher hafer
    • 4. Juli 2008 um 19:03
    Zitat von "Seven"

    Wenn der Sound so richtig "fett" sein soll und "wie im Studio" (wo auch alles technisch mögliche eingesetzt wird) ist dies wohl der einzig zielführende Ansatz. Ob man es gut findet ist ne andere Sache. Ich betrachte es als künstlerische Gestaltungsfreiheit und wenns für mich subjektiv fett klingt find ich das prima.

    :D Ich dachte schon, auf diese "Provokation" reagiert keiner mehr.
    Künstlerische Gestaltungsfreiheit ist vollkommen OK, ich bin selber Künstler der im Studio sitzt und 100 Spuren layert.
    Oft genug habe ich es aber schon erlebt, dass manche technische Tricks "Live" entweder nur reiner Spieltrieb/Wichtigtuerei sind (Zehn Spuren Git damit es fett klingt - lächerlich!) oder eben musikalische Defizite des Künstlers "überdecken" soll - ODER meistens BEIDES.
    Aber vielleicht bin ich mit meinem 38 1/2 Jahren ja auch schon zu alt für die schöne bunte Welt der Musik-Simulation, bei der es nicht mehr reicht, wenn 4-5 Musiker einfach ihr Instrument beherrschen und GUTE Songs spielen - am besten noch mit geschmackvollem, statischem Licht, ohne Nebel, Video und sonstigem Schnickschnack, auf den eine neuzeitliche Band "unmöglich" verzichten kann.

    Sorry für OT.

  • AKG C418 - Shure SM57

    • christopher hafer
    • 4. Juli 2008 um 18:46

    :roll:

    Manchmal ist das hier kein Profi-Forum sondern ein Hort des Gewäschs - speziell wenn es um "AKG-Bashing" geht.
    Sieht so eine seriöse Beratung aus?

    Das C418 ist bestimmt nicht "jedermanns" Sache.
    Das könnte an seiner Höhenbetonung liegen (mal abgesehen von der Mechanik...).
    Wer sich mal die Mühe macht das Frequenzdiagramm bei AKG einzusehen, der erkennt vielleicht, was sich die Wiener dabei gedacht haben: Durch den langsamen Abfall bei 500hz wird der NBE kompensiert. Somit klingen Trommeln jeder Art stets "offen" und anschlagbetont aber niemals mulmig (wie tendenziell mit einem Dynamischen) - ganz ähnlich wie bei einem Beta98. ATM35 und e908 haben mehr Bass und sind somit für größere Toms geeigneter.
    Ich habe jedenfalls mit dem Vorgänger C408 (noch Höhenlastiger!) jahrelang Snare und Toms aufgenommen ohne Probleme aber mit anschließender, sinnvoller EQ-Bearbeitung (also z.T. gezielter Betonung des Grundtons).
    Heute bevorzuge ich eher dynamische Mikros weil ich mir den Attack lieber über die OH hole.
    Vorteil von Kondensatoren am Schlagzeug ist aber immer ein weniger verfärbter Sound bei seitlicher Einsprechung (gerade bei Snare wg. Hihat!) und auch höhere Grenzschalldrücke, also unterm Strich weniger klirr.

    Insofern ist ein Vergleich SM57(dyn) und C418 (cond) so einfach wirklich nicht zu ziehen!
    Die Frage ist, was man für einen Sound vom Mikro vorgegen haben will - oder vielmehr OB überhaupt.
    Mikrofone mit stark "vorgefertigtem" Frequenzgang speziell im Mittenbereich (s. auch Audix) sind oft genug eben nicht die Lösung, weil
    jedes Instrument anders klingt.

  • Ministry FOH

    • christopher hafer
    • 3. Juli 2008 um 18:14
    Zitat von "klauston"

    die arbeiten halt oft mit dem Trick, sich viele Spuren stark zu verdoppeln.
    teilweise dann mal 10 gitarrenspuren ( von einem kanal abgepatcht ) und dann kleine delays und andere Filter und das is plötzlich superfett.

    usw usw
    8)

    Für mich sehr oft ein Zeichen mangelnder Musikalität.

  • Ausgangslevel ??

    • christopher hafer
    • 3. Juli 2008 um 18:08

    Wat für ne Diskussion.
    Dabei könnte es so einfach sein:
    Der Controler hat sicher so etwas wie "Input Gain". Damit lässt sich sicher der Pegelverlust halbwegs ausgleichen. Falls nicht dort, dann auch an späteren Pegelstellern...
    Wozu also diese Grundsatzdiskussion?

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