*nachfrag* gibts doch bestimmt jemanden hier, der die Dinger kennt, oder?
Beiträge von AlphaC
-
-
Um mal etwas den Dampf aus der Diskussion zu nehmen...: Sicherlich hab ich das aus meiner kleinen, persönlichen Ecke heraus betrachtet, da ich mir bei meiner Arbeit immer sehr viel Mühe gebe und daher (vielleicht fälschlicher Weise) annehme, dass das andere stets auch tun. Daher verstehe ich auch voll und ganz, dass von Euch, die Ihr ja in Vertretung für alle potentiellen Fremdtechniker sprecht, Vorbehalte und Skepsis vorgebracht wird. Ich gebe zu, dass wenn ich auf einer fremden Anlage arbeiten sollte, ich auch erstmal genauer hinschauen und hinhören würde, bevor ich einer bloßen Aussage blind (taub) vertraue.
Auch bin ich alles andere als allwissend und ebensowenig unbelehrbar, jedoch habe ich über die Jahre ein kleinwenig Vertrauen gewonnen in das, was ich da mache. Die Schwierigkeiten und möglichen Probleme bei Livemusik sind mir durchaus bestens bekannt. Auch dass sich die Dynamik deutlich von Konserve unterscheidet ist mir bekannt. Daher berücksichtige ich diese Faktoren auch grundsätzlich beim Setup - in besonderer Weise natürlich wenn Livetauglichkeit gefordert ist. Ich dimensioniere grundsätzlich mit reichlich Headroom, schon allein deshalb, weil ich nichts mehr hasse, als "kotzende" PAs.
Allerdings muss ich dem Einwurf widersprechen, dass Konserve "immer irgendwie ganz gut" klingt. Das würde ja bedeuten, dass der Raum, in dem eine Anlage steht, ganz und gar gleichgültig sei. Dabei sollte eigentlich hinreichend bekannt sein, dass die Raumakustik den mit Abstand größten Einfluss auf den resultierenden Klang hat... Aber vielleicht spielt Ihr ja auch alle hauptsächlich unter freiem Himmel...
Zum Thema des nichtverkabelten EQs muss ich nochmals darum bitten genauer zu lesen. Ich selbst stelle nie FOH-Technik, von daher kann ich garkeinen Master-EQ nicht-verkabeln... Ich schrieb, dass ich dieses Vorgehen von Verleihern gesehen habe - sogar von recht namhaften Companys und vor allem dann, wenn abzusehen war, dass die Bands eher unterdurchschnittlich sein würden...
-
@Klauston: Dann hätt ich doch bitte gern ausführlich begründet, wie eine Anlage, die eine hochwertige CD-Produktion erstklassig wiedergeben kann, für Live-Musik untauglich werden kann? Was sollte die Anlage denn "unbrauchbar" machen, wenn durch das Setup alle für den Raum charakteristischen Problemstellen bekämpft sind?
Grundsätzlich zum Thema:
Immer mal wieder finde ich die Überheblichkeit mancher Tonleute ganz schön daneben, immer alles besser wissen zu müssen und sowieso besser zu können. Interessanterweise sind die Tonleute, welche den besten Sound fahren, die mit den wenigsten Allüren, und diejenigen, welche mit meinen Anlagen problemlos klar kommen. Da bleibt der Master-EQ am FOH stets bügelglatt...Aber die Tonleute mit der größten Klappe, die schrauben stets schön am Master-EQ rum anstelle sich um einen gescheiten Soundcheck (der ja doch Basis für einen amtlichen Mix ist) zu kümmern. Die stellen dann auch gern völlig überflüssige Fragen wie "wo trennst Du zwischen Tops und Subs?" oder "was'n das für ne komische Endstufe, hab ich ja noch nie gesehn?"... Ist doch total egal, wenn das, was als Ganzes vorne rauskommt, KLINGT und somit in der gegebnen Halle funktioniert! Das sind für mich immer solche "Behelfsfragen" wenn man "fachkundig tun" muss, weil einem sonst kein Makel einfällt...
Vermutlich aus diesem Grunde hab ich schon Verleiher gesehen, die den Master-EQ im FOH-Siderack garnicht verkabelt haben... Sollen die Bandtechs doch dran rumschrauben wie sie wollen... Und das schlimmste: Es funktioniert! Da gibts echt Leute, die Mosern herum á la "das klingt doch garnicht", basteln am Master-EQ herum bis sie zufrieden grinsen, da der Master-EQ jetzt ja viel mehr nach "Arbeit" und "Können" aussieht... *kopfschüttel*
-
Hmm.... da bin ich ehrlich gesagt sehr glücklich, dass ich hauptsächlich mit Festinstallation zu tun hab. Jede Installation wird mit dem Hallenbetreiber abgenommen (hab dafür 'ne CD mit 'nem Querschnitt durch alle Musikstile - durchgehend mit amtlich produzierten und bekannten Titeln). Das selbe mach ich mit Veranstaltern, die sich in die größeren Objekte einmieten: Vorher Soundcheck mit Konserve und "Genehmigt" vom Veranstalter abholen und fertig. Was dann die Band-Techs machen ist mir ziemlich egal. Die PAs sind fest programmiert und verriegelt, und auch so eingestellt, dass i.d.R. nix kaputt gehen kann. Wenn dann bei einer VA schlechter Sound rauskommt, wissen die Veranstalter, dass sie sich direkt an die Bands und ihre Techs wenden können - beim Soundcheck / Abnahme haben sie ja mit eigenen Ohren hören können, was da rauskommen kann und rauskommen sollte... Life is so easy...

-
Hallo Kollegen,
die PSX-Teile von Futurelight sehen ja von den Features her garnicht mal dumm aus... nur hab ich davon noch nie einen in "echt" gesehn...
Wie sieht denn die Realität aus? Lichtausbeute? Verarbeitung? Abbildungsqualität? Lärm? Wer hat dazu erlebtes zu berichten? DANKE!

-
hmm.... also vielleicht ist da die Frage zu klären, was "gehörrichtig" bedeutet. Eine PA, die vom F-gang absolut "flat" ist, wäre mir persönlich viel zu aggressiv. Vor allem bei Konservenmusik / Disco bau ich deshalb stets eine breite "Badewanne" in den F-gang der Anlage. Sprich: Parametrischer EQ mit geringer Güte bei 1500Hz mit -6dB Dämpfung. Dazu noch etwas Überhöhung im Bass für einen "wärmeren" Charakter des Sounds. Das wäre dann auch für mich die Definition von "gehörrichtig".
Wenn man nur Live-Musik macht, kann die PA durchaus linear abgestimmt sein, denn da hat man ja am FOH noch die Möglichkeit den Mix "gehörrichtig" zu gestalten...
-
Die Unterschiede sind in der Praxis marginal. Dass das "bessere" Chassis das "schlechtere" Chassis "herunterzieht", kann man IMHO nicht so stehen lassen. Da gibt es schlicht zu viele Parameter. Ein Chassis wird nicht gleich schlechter, nur weil ein Parameter um 5% niedriger liegt, als beim anderen... Die Toleranzen gelten ja für alle Parameter! Wo das eine Chassis schlechter ist, kanns wo anders besser sein. Somit sollte der Effekt eher der sein, dass sich die Fertigungstoleranzen bei mehreren Chassis in einem Gehäuse gegenseitig "glattbügeln"...
Der einzige und größte Vorteil getrennter Gehäuse ist tatsächlich die höhere Betriebssicherheit, wenn mal ein Chassis festgeht oder sich in seine Bestandteile zerlegt. Dann idealerweise auch in getrennter Beschaltung (2x 8 Ohm an +1/-1 und +2/-2 anstelle von 1x 4Ohm).... Da aber heutzutage die Wahrscheinlichkeit des Totalausfalls eines modernen Chassis bei fachgemäßer Benutzung gegen Null gehen sollte, kann man auf diesen "Sicherheitsaspekt" auch getrost verzichten.
-
Womit wir wieder bei unserem lieben Kollegen A.G. vom PP währen.... Ob die Messungen und die Texte immer so objektiv sind oder nicht ist mir persönlich zweitrangig. Seine im Magazin abgedruckten Messschriebe haben nämlich eben diesen einen, riesengroßen Vorteil: Sie sind alle unter den selben (gleichguten/gleichschlechten) Bedingungen entstanden und somit absolut vergleichbar. Dort offenbart sich dann, was wirklich in den Kisten drinsteckt, bzw. was rauskommt. Jeder, der sich etwas umfassender mit der Materie beschäftigt, hat dort die Möglichkeit sich aus den Messschrieben seine eigene Meinung zu bilden.
-
Zitat
1.) Man kann auch einen Limiter einsetzen und das auf 135 dB begrenzen. Es ist ohnehin die Frage, was man mit 145 dB LCpeak möchte, wenn der Leq irgendwo zwischen 99dB und 102 dB liegen soll.
Schon richtig - nur der Leq soll etwa im Zentrum und den Restlichen 80% der Tanzflächer auch noch erreicht werden... Die Mitte der Tanzfläche liegt so bei 6-7m, bis dahin ist der Pegel schon deutlich (ausreichend jedenfalls) abgefallen.Zitat2.) Sind die 145 dB exakt gemessen, oder wurde das vielleicht in größerem Abstand gemessen und dann auf 1m heruntergerechnet? Da wäre dann zu berücksichtigen, dass Stacks im Nahfeld als Flächenstrahler wirken, der Pegel nimmt dann nicht mehr zu, je näher man rangeht.
Gemessen wurde in 3,16m Entfernung zur Front wo dann 135dB herauskam. Das Messmikro verkraftet laut Hersteller 140dB - würde somit verzerren wenn's zu nah am Stack stünde... Nach der Faustformel für 6dB/Entfernungsverdopplung hab ich auf die 135dB entsprechend 10dB draufaddiert... quick'n'dirty halt...
-
Okay... Ich gebe zu, dass ich das Thema in letzter Zeit nur noch nebenbei verfolgt habe. Mir war das lesen von kilometerlangen Forenbeiträgen und der x-ten Fassung von Normen, Enfwürfen, Vorschlägen ... irgendwann zu viel geworden. Daher war mein Sachstand nicht mehr auf dem laufenden, was sicherlich mein Fehler ist.
Wenn Die auktuelle und hoffentlich vorerst letzte Fassung der DIN 15905-5 meine Vorstellungen schon weitestgehend implementiert so freut mich das umso mehr.
Ein paar Fragen bzw. Anmerkungen hätte ich da noch...:
ZitatZitat:
Natürlich ist es möglich.
Mit einer entsprechenden Materialschlacht sicherlich. Aber wer bezahlt das?
Und wie ist dann das Ergebnis aus klanglicher Sicht (und nicht nur rein im Hinblick auf Pegelverteilung)? Viele "leise" Quellen gewährleisten eine gleichmäßigere Pegelverteilung - nur klingt die Überlagerung vieler verteilter Quellen auch nicht immer toll...ZitatWas man ja mit einem Richtwert von 99dB ja noch einhalten könnte, und jetzt soll hier keiner behaupten, ein halbes dB sei irgendwo wesentlich.
99dB ist seeeeeeeehr knapp bemessen. Und hier feilscht niemand an einem halben dB. Bei uns hier sind 102dB Standart - und die 3dB im L(A)eq hört man deutlich...Zitat1.) Die Subwoofer interessieren bei A-bewerteter Messung praktisch nicht.
´
Sind die Pegel in dem Frequenzbereich daher automatisch weniger gefährlich?Zitat2.) Welcher Sub macht denn weit über 135 dB?
Bitte genau lesen - ich schrieb Subwooferstack - und um gleich ein praktisches Beispiel anzubringen. Ich hab hier in einer Installation (500-Pax-Location) zwei Subwooferstacks mit je drei Doppelfünfzehnern stehen. Jedes Stack macht bei 1m Entfernung fast 145dB Peak im Halbraum. Um auf geforderten L(C)peak 135dB zu kommen müsste ich um jedes Stack eine "Gefahrenzone" absperren mit einem Radius von reichlich 3 Metern. Das entspräche in meinem Fall einer Fläche von jeweils ca. 28m² Tanzfläche "toter" Gastraum - Platz für jeweils bis zu 80 Gäste. Dies wäre für den Betreiber dieser Halle inakzeptabel.Alternative 1: Bässe fliegen - geht in dem Falle nicht, da die Bässe nicht flugfähig sind. Neue Bässe bezahlt niemand.
Alternative 2: Mehrere kleine Stacks im Raum verteilen - geht ebenfalls nicht, da der Raum nicht sooo groß ist und so nur nochmehr Interferenzlöcher entstehen also ohnehin schon da sind. Außerdem finden da drin nicht nur Disco-Veranstaltungen sondern auch Konzerte statt. Hier ist es noch unsinniger kleine Subwooferstacks "unters Publikum" zu mischen - außerdem unpraktisch mit der ganzen Verkablung und Sicherung...
Also? Was tun?
-
Hmm.... Irgendwie ist ja alles schön und gut... Die ganzen Normen, Vorschriften bzw. technischen Anweisungen die es so gibt, die wissenschaftlichen Belege hierzu (welche Schalldruckpegel bzw. Schalldosis "gesundheitsschädlich" ist etc.)... Aber wie löst man all dies in der Praxis? Und hierbei stell ich mich mal sowohl auf die Seite der Veranstalter, als auch der Techniker UND der Gäste (solange die keine Schäden haben wollen die nämlich auch "laut"...).
Fakt ist doch eins: Selbst WENN die Pegel gemessen und die Grenzwerte eingehalten werden schützt dies in der Praxis KEINESFALLS vor Gehörschädigung!!! Selbst bei Pegeln unterhalb der Grenzwerte kann es zu Schäden kommen - vor allem wenn die betreffende Person schon Vorschädigungen hat. Ist also nun der Veranstalter per sé der "Gear***te" und muss dafür den Kopf hinhalten?
Das nächste ist, wie sich die Einhaltung der Grenzwerte praktisch lösen lassen soll (auch wenn Sinn und Unsinn der Einhaltung entspechend meinem vorhergenendem Absatz noch fraglich ist)?! Selbst mit gewaltigem technischen Aufwand ist es in der Praxis kaum möglich zu garantieren, dass an keiner für den Gast zugänglichen Stelle des Raumes / Zeltes / Veranstaltungswiese die Grenzwerte nicht überschritten werden. Schließlich fordert ja selbst der Gast eine gewisse Mindestlautstärke, damit sich der "Spaßfaktor" (neudeutsch "Entertainmentwert") einstellt. Und nach meiner Erfahrung liegt diese bei den meisten 20 - 30 Jähringen Disco- / Konzertbesuchern in einem engen "Band" zwischen 99 und 102 dB(A). Mit einigermaßen vertretbarem (=bezahlbarem) Aufwand kann ich als Techniker dafür sorgen, dass auf etwa 80% der Hörer- bzw. Tanzfläche gleichmäßig dieser Pegel erreicht und somit der GAST befriedigt wird...
Folgerichtig sind auf mindestens 20% der "aktiven Besucherfläche" (Randgebiete sind alle leiser) die Pegel jenseits der Grenzen. Diese Flächen im Rahmen der "Verkehrssicherungspflicht" dem Gast nicht zugänglich zu machen ist wirtschaftlicher Unfug. Niemand baut um ein Subwooferstack in einer Disco einen 10m Sicherheitsbereich! Statt dessen können die Gäste bis an die Boxen herantreten - was zur Folge hat, dass sie sich selbst Spitzenpegeln von weit über 135dB aussetzen(!). Manche Gäste empfinden das im Alkoholrausch sogar als angenehm... Was nun, wenn's dem Gast die Ohren wegpfeift? Der klagt und bekommt recht? Wo soll ich denn die Subwoofer hinhängen, um 1. genug Pegel für "Spaß" aber 2. nicht zu viel Pegel für Grenzwert zu erreichen? Wäre bei einer Deckenhöhe von 4m praktisch unlösbar - bezahlbar gleich garnicht.
Als nächstes geben die Grenzwerte nur gemittelte "Beurteilungspegel" an. Ein L(A)eq von 99dB schließt aber ein, dass Pegelspitzen von über 10dB akzeptabel sind (>109dB). Nimmt man nun noch die A-Bewertung raus um auch tieffrequenten Lärm zu beurteilen ist man locker nochmal 10dB - 20 dB darüber (>119-129dB). Allesamt Schalldruckpegel die von der Schulmedizin als "sehr gesundheitsschädlich" bezeichnet werden - dort gilt ja bereits jeder Pegel über 85dB über längere Zeit als gehörschädigend...
Das nächste wäre dann die Schalldosis... gerade bei Diskotheken. Soll ich den Gast nach 2 Stunden rauswerfen, weil er dann seine Dosisgrenze erreicht hat? 1. wie soll ich den Gast unter 3000 Gästen finden? 2. wie wahrscheinlich ist, dass der Gast verständnisvoll und bereitwillig die Disco verlässt, wenn doch das Bier so gut schmeckt, die besten Hits aufgelegt werden und die liebsten Kumpels ja noch da sind?
Und nun - was tun? Wenn selbst ">85dB"-Hinweistafeln, Gehörschutz und "Aufforderung zu tragen" faktisch wertlos sind??? Wer klagt bekommt recht - Aus, Basta??? Musik und unseren Berufsstand abschaffen???
Entschuldigt bitte die Polemik...
Die einzige Lösung die ich für praxisnah und im Sinne aller (Gäste, Veranstalter/Techniker) für akzeptabel halte wäre, per Gesetz folgendes zu Regeln:
1. Ein Durchschnittspegel von 100dB(A) und 112dB(C) sowie Spitzenpegel von 130dB(C) darf auf 80% der beschallten Fläche nicht überschritten werden. Ein Überschreiten dieser Werte gilt Strafgesetzlich als vorsätzliche Körperverletzung und ist demensprechend zu bestrafen.
2. Hinweistafeln, dass Pegel über 85dB gesundheitsschädlich sind, sind anzubringen. Ein Versäumnis dessen gilt strafgesetzlich als vorsätzliche Verletzung der Verkehrssicherungspflicht und ist dementsprechend zu bestrafen.
3. Gehörschutz ist gegen geringes Entgeld an den Eintrittskassen zur Verfügung zu stellen. Ein Versäumnis dessen gilt strafgesetzlich als grobfahrlässige Verletzung der Verkehrssicherungspflicht und ist dementsprechend zu bestrafen.
4. Bei Einhaltung der Punkte 1. bis 3. sind die Veranstalter und Techniker aus der Verantwortung für Gehörschäden entlassen.Schließlich fordert doch der Staat selbst mehr Eigenverantwortung - hier ist sie! Wo ist das Problem? Was ist daran so kompliziert, dass da Komissionen ewig herumtüfteln müssen?
beste Grüße,
AlexPS: Noch eins zu den Hinweisschildern... Der Vergleich, dass wenn man am KFZ ein Hinweis anbringt, dass es gefährlich sei, davor zu rennen, einen aus der Verantwortung des Überfahrens entließe, ist schlichtweg Unfug!!! Das hat mit Verkehrssicherung nix zu tun. Der Vergleich hinkt total! Der Vergleich müsste gezogen werden mit der klassischen Bahnhofsdurchsage "Bitte von der Bahnsteigkante zurücktreten! Vorsicht bei Einfahrt des Zuges". Mit dieser Durchsage - welche dem Hinweisschild zu hohen Pegeln entspricht - erfüllt die Bahn AG ihre Verkehrssicherungspflicht - und ist damit aus der Verantwortung entlassen, wenn ein Passagier dennoch zu nah vorn steht und mitgerissen wird oder wenn ein Selbstmörder vor den Zug springt... FAKT!
-
hier gehts ja um Meinungen, also meine ich mal:
Weder noch! Mein Tip: Denon DN-X1500! Kostet weniger als ein DJM-600, klingt wie ein DJM-800 bzw. AH. Ist nicht zum Verzerren zu bringen. Amtlich verarbeitet. Designmäßig am Pioneer angelehnt und somit für jeden DJ von Welt anstandslos bedienbar.... Hab davon seit einem halben Jahr vier Geräte in diversen Clubs im Dauerbetrieb - ohne Mängel.
Pioneer ist durch das Erscheinen des DN-X1500 auf dem Markt dazu buchstäblich gezwungen worden ihren grausig klingenden 600er zu überarbeiten. Mit dem Ergebnis, dass sie jetzt einen doppelt so teuren Mixer auf den Markt werfen, und hoffen, dass sie mit ihrem starken Image bei den DJs noch durchkommen.... :twisted:
-
ähm... nur so nebenbei... ist dir in deinem feuchten eifer bestimmt ausversehn unterlaufen... der fehler...
der theoretische wirkungsgradgewinn beträgt:
bei 2 chassis 3dB
bei 4 chassis 6dB
bei 8 chassis 9dBbei deiner 9-chassis-kiste würde das bedeuten: 94dB+9dB=103dB @ 1W. allerdings muss der 10"er noch erfunden werden, der zwischen 40 und 100Hz 94dB im Vollraum liefert....
der maximalpegel steigt um jeweils 6dB, weil die belastbarkeit sich jeweils verdoppelt...
-
Die Routings beim Alto Maxidrive sind bei allen Versionen gleich. Du kannst beim Programmieren aus einem von 9 Routings auswählen... von 2x3weg über 2x2weg+2monoaux bis 1x6weg ist alles wesentliche dabei... Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der "Compact" keinen Smartcard-Slot und keinen Digitaleingang hat, und dass der "PC" kein Userinterface hat (ist somit ideal für Festinstallationen).
Klanglich sind die Dinger IMHO spitze - deutlich besser jedenfalls als Behringer Ultradrive und dbx Driverack PA. Messtechnisch ist der Maxidrive mal mit einem BSS Omnidrive verglichen worden und unterschied sich da nur marginal - was darauf deutet, dass hier Wandlerseitig nicht gespart wurde. Auch die Verarbeitung ist völlig in Ordnung und die Limiter arbeiten sehr angenehm unauffällig.
-
chuleo: Dass das am DSP liegt habe ich auch vermutet und insgeheim auch gehofft... Wenn die Mistral nämlich weniger oder kaum rauscht, wäre die ein richtig interessanter Budget-Amp! Dass das Rauschen vom DSP kommt habe ich daher abgeleitet, dass der Alto Controler "Altodrive" (der billigste von Alto) ebenfalls hörbar rauscht - was der Alto "Maxidrive" nicht tut (der ist IMHO sowieso ein außerordentlich gelungenes Gerät!!!)...
-
Habe hier diverse Alto DPA-Amps verbaut. Nutze fürs Monitoring in 'ner Disse die DPA900 (monobrücke) und die DPA2500 (stereo). Sinn des ganzen war, dass bisher immer wieder die Chassis zerschossen worden sind, da die DJs sich nicht zügeln konnten. Ich suchte nach einer einfachen und funktionierenden "Set-and-forget"-Lösung - und hab sie hier perfekt gefunden! Alles gleich drin, Crossover, Limiter, Delays, EQs (10 x vollparametrisch pro Output!), super easy zu programmieren mit'm Laptop.
Einziges Manko, welches mir bisher aufgefallen ist, ist das leise aber hörbare Rauschen. Für Disco oder Monitoring okay - für High-End Front-PA IMHO nicht mehr. Wie sich hier die Mistral verhält würde ich allergins sehr gern erfahren (sind ja bis auf den DSP identisch). Mechanisch und klanglich (bis auf das Rauschen halt) finde ich die Dinger absolut TOP!!! Sehr anständig verarbeitet und sehr zuverlässig (gemessen am Preis sowieso).
Laut Alto Vertrieb sind die Mistral/DPA-Amps auch "2Ohm tauglich" - allerdings nicht "2Ohm stabil" - weshalb das auch im Handbuch nicht aufgeführt wird... Bedeutet: Elektrisch und mechanisch sollen die 2Ohm Betrieb verkraften. Angeblich sind sie beim Vertrieb auch mit 2Ohm getestet worden und haben mit musikalischem (impulshaftem) Signal anstandslos bestanden. Daher "2Ohm tauglich". Mit reinem Sinus-Signal bei Vollaussteuerung schalten sie wohl nach einiger Zeit ab - daher nicht "2Ohm stabil". Da wir aber normalerweise mit Musik zu tun haben dürfte das für uns sekundär sein....
Selbst hab ichs noch nicht ausprobiert - wenn da jemand Erfahrungen hat: Her damit! -
Sorry 4 offtopic, aber das DN-X1500 ist zwar voll digital - jedoch habe ich keinerlei Verzögerungen festgestellt... und hier laufen davon nunmehr 4 Stück jede Woche im Dauereinsatz. Alle DJ's - auch die ehemals hartgesottenen Pioneer-Freaks - kommen wunderbar damit klar. Weiß auch nicht wo das Problem der Digitaltechnik sein sollte? Zuverlässiger gehts analog nur mit hohem Aufwand - der Klang ist allererste Sahne und das Pult ist buchstäblich nicht zum Verzerren zu bringen....
[offtopic-end] -
mringhoff: Tja, genau dafür sind die "intelligenten" Pegelbegrenzer von Apex oder Dateq ja da! Denn diese Geräte messen ständig und in Echtzeit den Realpegel mittels im Raum platzierten Messmikrofon, und regeln dann sanft herunter, falls der gemessene Pegel zu hoch ist. Diese "Soundlevellimiter" sind versigelbar (sogar mittels Plombe möglich). Und wie gesagt, da sie anhand des gemessenen Pegels herunterregeln, ists ganz egal, ob der DJ/Tonmann am Mischpult zuviel Gain gibt, oder jemand am Controller oder an den Endstufen herumschraubt. Wenn's zu laut ist regelt der Limiter herunter. Punkt, aus, Ende.
rahekraft: Wenn man als zuständiger Fachbetrieb sicher sein will, dass da nix manipuliert wird, gibts dafür verschließbare 19"-Schänke. Und mit etwas Geschick kann man auch beim Aufstellen und Einstellen der PA gewährleisten, dass der C-bewertete Pegel nicht mehr als die zulässigen 20dB über dem A-bewerteten liegt, von daher ist die A-bewertete Messung der Apex-Geräte kein Hindernis. Vielmehr stellt sie sicher, dass gerade im Bereich, wo das menschliche Gehör am (schmerz-)empfindlichsten ist die Grenzwerte auf jeden Fall eingehalten werden. Optimalerweise sollte hierfür natürlich das Messmikrofon sinnvoll platziert werden, d.h. über der Besucher-/Tanzfläche.
-
Den Apex Argos habe ich hier in Dresden in einer Installation im Juni 2006 eingebaut und habe infolge der sehr guten Erfahrungen damit bereits weitere Aufträge in der Warteschlange... Also dass es sowas nicht gibt, dass Discotheker daran nicht interessiert seien etc. pp. halte ich schlicht für falsch. Speziell dann, wenn die Zulassung des Ladens daran hängt, dass etwaige Pegelgrenzen eingehalten werden (meist in Verbindung mit Anwohnerbeschwerden) sind die Discobetreiber sehr schnell von derartigen "Automatischen Pegelüberwachungsanlagen" zu begeistern - gerade wenn sie so hervorragend funktionieren wie diese.
Und wie erwähnt, der Apex Argos erfüllt seinen Job erstklassig: er arbeitet absolut unauffällig und ist klanglich spitze! Keinerlei Einschränkung der Dynamik (und damit der Musikalität des Quellsignals), keinerlei Verzerrungen o.ä. Das Ding ist sicher nicht das günstigste Gerät seiner Art aber auf jedenfall meine erste Empfehlung!
-
Seit Mitte 2006 habe ich hier vier Maxidrive 3.4 PC sowie einen Altodrive in Verwendung. Die Qualität des Altodrive hängt allerdings meilenweit hinter der des Maxidrive zurück. Der Altodrive bietet wesentlich weniger Features, weniger EQs, eingeschränkte Crossovers, schlechtere Limiter, deutlich mehr Backgroundnoise und "nur" +12dB maximale Inputpegel. Der Unterschied zum Maxidrive ist deutlich zu hören - auch wenn's in meinem Anwendungsfall (Disco) nicht weiter tragisch ist.
Von den vier Maxidrives 3.4 PC waren leider auch erstmal zwei "dead on arrival" - wurden allerdings anstandslos repariert / getauscht. Die "ältesten" zwei Geräte laufen seit Anfang an (Juni06) jede Woche im Hardcore-Betrieb - zum Teil 7 Tage die Woche á 8h: Keinerlei Probleme oder Aussetzer oder sonstige Fehlfunktionen. Absolut zuverlässig!
Auch finde ich ehrlich gesagt den Vergleich mit BSS/dbx garnicht so vermessen wie oben angeführt wurde. Zugegeben, ein dbx260 Driverack oder die großen BSS Omnidrives sind noch etwas komfortabler in der Bedienung, haben ein paar mehr Features etc., aber rein von der Soundqualität ist der Maxidrive den teureren Kollegen auf jedenfall nahezu ebenbürtig. Jedenfalls fiel es mir sehr schwer Unterschiede zu erhören - es war eher ein "erhahnen"....
Und gerade im Budgetbereich, wo Alto ja angesiedelt ist, schlägt der Alto Maxidrive die Kontrahenten dbx Driverack PA und den Behringer Ultradrive mit deutlichem Vorsprung. Die BSS Minidrives können geradeso mithalten... und selbst da kann Alto mit der sehr anständigen PC-Software punkten.