Was TomyN schrieb ist der Hauptgrund für die Verwendung von "Plaste". Holz lässt sich heutzutage auch wetterbeständig machen, und um im Gegenzug die Schwingungsarmut des Holzes zu erreichen, muss man die Kisten von innen mit aufwendigen Wabenstrukturen verstärken - womit der Gewichtsvorteil auch geschmälert wird. Die Plastegehäuse kann man vollautomatisiert (ohne das ein Mensch da je die Finger dazwischen hat) am Band produzieren - im Spritzgussverfahren 10 Stk pro Minute pro Maschine... Das wird mit einem Holzgehäuse schon aufwändiger.
Leider gibt es bisher keine einzige Kunststoffbox die mich annähernd hätte überzeugen können - sind halt Billigboxen für die Masse.
PS: Die größte "konventionelle" Plastebox, mit der ich arbeiten musste, ist die EV Sx500+ - eine 15"/2". Dort sieht man, wie unsinnig der Werkstoff für professionelle Nutzung ist: Die Box ist ein riesiger Sarg (für eine 15/2)!! Durch die Wabenverstärkung im inneren wird die Kiste 670mm breit, 840mm hoch und 450mm tief. Eine Holzbox ist da mit 500mm x 700mm x 400mm wesentlich kompakter und eleganter und wiegt mit 27kg (dank Neodymbestückung) auch nicht mehr...
PPS: Die nächste Unsinnigkeit findet sich beim (IMHO einzigen) Plaste-Großbeschallungssystem von Bell. Mal abgesehen davon, dass die Kisten recht bescheiden klingen, sind die Kisten so leicht (und glatt), dass wir damals das Stack auf einem mit Betonplatten beschwerten Bütec-Podest mit Gurten festzurren mussten, da das Stack bei normaler Last zu "wandern" anfing!