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  2. ADMIN

Beiträge von ADMIN

  • Ist bei einer Disco in einer Halle eine Fachkraft notwendig

    • ADMIN
    • 23. April 2006 um 11:46

    Das ist ja alles erst mal nicht falsch.

    Nun richtet sich aber die Ausbildung der "Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik" (oder ganz allgemein die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten) nicht an studierte Elektrotechniker, sondern an Personen ohne vorherige Ausbildung entsprechender Fachrichtung. Da halte ich es nicht für verkehrt, ganz genau festzulegen, was die danach offiziell dürfen und was nicht.

    Bei einem studierten Elektrotechniker kann man davon ausgehen, dass der selbst einschätzen kann, ob er einen Schuko-Stecker montiert bekommt, auch ohne dass dies explizit auf dem Diplom-Zeugnis steht.

  • verdammt, ich lebe noch

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 16:42

    Ja, das gibt es.

    Aber zumindest diejenigen, die ich bislang gesehen habe, sind für 2 Leitungen desselben Querschnitts ausgelegt. Danach sieht es hier nicht aus.

  • Ist bei einer Disco in einer Halle eine Fachkraft notwendig

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 16:40
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Ich habe von der IHK erfahren, dass ein Dipl.Ing. Elektrotechnik keine Elektrofachkraft ist. Stimmt dies etwa nicht? (Dann hätte ich viel Geld umsonst ausgegeben).

    Zitat von "BGV A3

    (3) Als Elektrofachkraft im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift gilt, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

    Nun haben wir es in der Veranstaltungstechnik ja meist mit der Errichtung von elektrotechnischen Anlagen aus steckerfertigen Komponenten zu tun. Ich sehe nicht, dass das einen studierten Elektrotechniker überfordern könnte...

  • Ist bei einer Disco in einer Halle eine Fachkraft notwendig

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 15:08
    Zitat von "AndyS"

    Aber soll das heißen, dass ein Radio und Fernsehtechniker, der Tag für Tag an solchen Geräten rumschraubt (und lötet), und sogar befugt ist kleinere Hausinstallationen durchzuführen nicht dazu berechtigt ist ne PA Endstufe anzuknipsen?? Deutschland, deine Bürokraten!

    Nein, das ist jetzt falsch verstanden worden. Natürlich darf eine Elektrofachkraft auch auf der Bühne eine elektrotechnische Anlage erstellen.

    Zitat

    Die Pegelmessung ist ja Sache des Veranstalters. ... Wenn wir jetzt für ein Konzert gebucht werden, bringen unsere PA mit, schalten sie sogar selber ein und mischen uns selber ab - kann man uns dann (trotz des Paragraphen) noch irgendwie belangen, falls jemand meint er habe einen Gehörschaden davongetragen?

    Theoretisch ja, praktisch nein.

    Der Veranstalter ist in der Verkehrssicherungspflicht, muss also nachweisen, dass er eine solche Gefahrenquelle zuverlässig sichert. Euch müsste man den zu hohen Pegel nachweisen, das ist hinreichend unwahrscheinlich.

  • Was kann man tun!? Fahrlässigkeiten von Disco-(Kinder)-Teams

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 13:44

    Noch zur Ergänzung: Ich würde es ganz klar bevorzugen, wenn die Branche ihre Probleme intern löst. Beim Staat muss gar nicht erst der Eindruck entstehen, dass die Veranstaltungstechniker besonders "betreut" werden müssen.

  • Was kann man tun!? Fahrlässigkeiten von Disco-(Kinder)-Teams

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 13:42

    Wenn das alles so schön klar und eindeutig wäre...

    1.) Wenn man groben Unsinn sieht, dann sollte man so viel Zivilcourage aufbringen, die Verantwortlichen deutlich darauf hinzuweisen.

    2.) Wenn man die Staatsmacht auf den Plan ruft, dann wird's kompliziert. Es gibt zwar die Möglichkeit, unter Berufung auf "sachverständige Zeugen" da tätig zu werden, aber da muss der Beamte erst mal mitspielen. Da wird auch nicht gleich eine Veranstaltung abgebrochen, es muss das mildeste Mittel angewendet werden, dass den Erfolg sicherstellt.

    Etwas weiter oben gibt's die Box, die per Spanngurt am Verkehrssichild hängt. Das mildeste Mittel wäre, diese abzuhängen. Wobei ohnehin geprüft werden müsste, ob davon eine Gefährdung ausgeht - auf dem Bild ist ja nicht zu erkennen, ob da einer drunterstehen kann.

    3.) Wir leben im Zeitalter der Deregulierung. Der Staat zieht sich zunehmend aus der konkreten Regelsetzung zurück, statt vorbeugend tätig zu werden, wird lieber hinterher ein Schuldiger gesucht.

    Wenn nun eine Veranstaltung auf der Basis der Hinweises eines "sachverständigen Zeugen" abgebrochen wird, dann kann das ein juristisches Nachspiel haben. Da wird man dann genau darlegen, ggf. auch beweisen müssen, dass ein solches Abbruch tatsächlich gerechtfertigt gewesen ist.

    Nun ist das Problem dabei, dass die wirklich gefährlichen Sachen von außen meist kaum zu erkennen sind.


    Der langen Rede kurzer Sinn: Es gibt Situationen, in denen dann wirklich gehandelt werden muss. In der Mehrheit der Fälle wird man sich wohl oder übel darauf beschränken müssen, ein paar Bilder zu machen und die hier in's Forum zu stellen. Vielleicht bringt ja auch das beim einen oder anderen einen Denkprozess in Gange...

  • Ist bei einer Disco in einer Halle eine Fachkraft notwendig

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 13:24
    Zitat von "AndyS"

    Aber meine Frage ist halt, ob wir uns strafbar machen, wenn wir uns selbst, ohne Anwesenheit einer Fachkraft, abmischen.
    Achso: Veranstaltungsgröße: 300 - 1000 Pax.

    1.) Strafbar sowieso nicht, die ganze Sache ist eher ein Problem für's Haftungsrecht.

    2.) Die Sicherheit ist erst einmal Sache des Hallenbetreibers und des Veranstalters.

    3.) Abmischen darf ohne jeder. Allenfalls der Aufbau eigenen Equipments könnte ein Problem sein, da Strom.

  • Tschernobyl und was wir daraus lernen können

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 13:02

    Ich lese gerade einen interessanten Artikel auf spiegel.de . Nein, wir betreiben keine Atomkraftwerke, aber ganz ungefährlich ist's in der Veranstaltungstechnik nicht, und einiges von dem, was dort zu finden ist, lässt sich durchaus übertragen:

    Zitat von "spiegel.de"

    Der Psychologe Dörner hält das, was vor 20 Jahren im Leitstand des Reaktors geschah, für kaum verwunderlich. Beispielsweise die Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften. Dies komme nicht nur in Tschernobyl vor, sondern auch in westlichen Atomkraftwerken und in der Chemischen Industrie. Arbeitspsychologen und Unfallforscher hätten ihm berichtet, dass die Umgehung von Sicherheitsvorschriften "gang und gäbe" sei.

    Wir haben es ja immer so gemacht

    Solche Regelverletzungen, die ja in der Regel die Arbeit erleichtern, bürgerten sich nach dem ersten Verstoß immer mehr ein. Sie würden zur Methode, schreibt Dörner im Buch "Die Logik des Misslingens", zur Gewohnheit. Schließlich habe man es ja immer so gemacht.

    Auch die Selbstsicherheit der Bedienmannschaft, sie galt als ein gut eingespieltes Team angesehener Experten, deren Reaktor mehr Stunden pro Jahr am Netz war als andere, hat das Unglück begünstigt. Der Reaktor sei nicht "analytisch", sondern "intuitiv" betrieben worden.

    Die Mannschaft habe zu wissen geglaubt, womit man zu rechnen habe. "Alles, was geschah, haben die Operateure bewusst gemacht und offenbar aus der vollen Überzeugung heraus, richtig zu handeln," konstatiert der Psychologe.

    Hinzu kamen Zeitdruck und womöglich ein weiteres gruppendynamisches Phänomen: das sogenannte "Groupthink". In einer Gruppe von Fachleuten gebe es die Tendenz, sich selbst zu bestätigen, alles richtig und gut zu machen, schreibt Dörner. Kritik in der Gruppe werde "implizit durch Konformitätsdruck" unterbunden.

    Alles anzeigen
  • WM-Übertragungen unter freiem Himmel

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 12:53

    Siehe BGH-Urteil V ZR 41/03

  • verdammt, ich lebe noch

    • ADMIN
    • 22. April 2006 um 12:46
    Zitat von "Reini"

    Meines erachtens ist das Lebensgefährlich

    Solange wenigstens das Gehäuse ordentlich geerdet ist, eigentlich nicht.

    Zitat

    Bitte keine Diskusion darüber, warum ich als Nichtelektriker diese Gehäuse aufgeschraubt habe.

    Hat ja auch ein Nichtelektriker zugeschraubt...

  • Neue Windlastannahmen für Bühnen

    • ADMIN
    • 21. April 2006 um 19:17
    Zitat von "wora"

    hierzu gebe ich zu bedenken, das vor allem im sommer bei gewitterstürmen die windstärke so schnell ansteigt, das dieser kompromiss sicher nicht angewendet werden kann.
    muss dann bei einem nahenden gewitter grundsätzlich abgebrochen werden um das dach herunterzufahren?

    Absolute Sicherheit kann es nicht geben.

    Aber bei entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (darunter auch "Vorfeldbeobachtung" ein paar km weiter, schnelle Entscheidungslinien...) sollte das Restrisiko akzeptabel sein.

  • Neue Windlastannahmen für Bühnen

    • ADMIN
    • 21. April 2006 um 10:27
    Zitat von "GETEC"

    Die Hauptgefahr ist das herunterfahren bei Windstärke 8, nicht die danach freistehenden Tower....

    Ganz klare Zustimmung.


    Wir haben ja in der DIN 4112 nicht nur die Werte bei Betriebseinstellung, sondern auch die allgemein reduzierten Werte. Für alle noch mal zur Erinnerung:

    Baurecht, DIN 1055, 0,5 kN/m² bis 8m über Bodenhöhe, darüber 0,8 kN/m²

    DIN 4112 nach Abschnitt 4.5.2 (außer bei großen Zelten) 0,3 kN/m²

    DIN 4112 nach Abschnitt 4.5.3 (bei Betriebseinstellung ab Windstärke acht) 0,15 kN/m² bis 5 m über Bodenhöhe, darüber 0,25 kN/m².


    Es wären ja auch vernünftige Kompromisslinien denkbar nach dem Motto, dass 2 Windstärken früher abgebaut werden muss - wenn die Bühne auf Windstärke 8 gerechnet ist, muss ab Windstärke 6 abgebaut werden, da wären dann auch noch Reserven für die Abbauphase vorhanden.

  • KV2 und TW-Audio, zurück in die Steinzeit ?

    • ADMIN
    • 21. April 2006 um 00:15
    Zitat von "Wellenfront"

    Der nackte Frequenzgang im rohen zustand sagt nichts über die Systemqualität aus,ein "netter" Frequenzgang ist höchstens Zeitsparend nicht mehr!!!!

    Ganz so ist's ja auch wieder nicht, weil mit dem Einsatz eines EQs ja auch immer der Phasengang beeinflusst wird.

    Wobei es natürlich ein Fehler ist, nur eine einzelne Größe zu betrachten und nicht alle zusammen, und auch zwischen dem Frequenzgang on Axis und off Axis unterschieden werden muss...

  • Handwinden oder Handkettenzüge

    • ADMIN
    • 21. April 2006 um 00:05
    Zitat von "Volker"

    Wofür brauche ich, wenn ich tothönge, zum Aufbau C1 Motoren ?

    Weil bei geführten Lasten erhebliche Kräfte auftreten können, wenn die Züge nicht wirklich synchron verfahren werden.

    - das besagt meine Gefährdungsanalyse

    - so interpretiere ich SP 25.1/2-1 (BGI 810-1) (oder ich habe eine D8-Anlage mit entsprechender Ausstattung nach Zeile 7 "geführte Lasten", so etwas habe ich aber noch nie gesehen)

    - Lastmessung (und das habe ich de facto nur bei einer C1-Anlage) fordert der VPLT SR 2.0 auf Seite 11.


    Ich sehe natürlich auch, dass die Praxis oft eine andere ist, deshalb vorhin auch der Zusatz "eigentlich". Aber in diesem Forum, gerade im Bereich "Veranstaltungssicherheit" soll doch immer mal wieder darauf hingewiesen werden, wie es eigentlich zu laufen hat.

  • Neue Windlastannahmen für Bühnen

    • ADMIN
    • 20. April 2006 um 23:44
    Zitat von "Markus Verza"

    Nun müsssen unsere Statiker sagen ob ein einzelner Tower überhaupt genug angriffsfläche hat auch bei WS 12, ich denke nein.

    Überschlagen bei einem 30cm-Tower, der 8m nach oben ragt, würde bei 0,5 kN/m² ein Moment von etwa 3 kNm haben. Das macht jede 30er-Traverse problemlos mit.

  • Handwinden oder Handkettenzüge

    • ADMIN
    • 20. April 2006 um 23:26
    Zitat von "Volker"

    Bei 2 Towern: Handkettenzüge, dann hast Du nicht den Ärger mit dem Stahlseil beim Aufbau

    Bei 3 und mehr Towern in einem System: Motoren und eine Laserwasserwaage. Alles andere geht zu sehr aufs Material und ist ne Frickelei.

    Sind wir uns einig, dass es sich dabei eigentlich um geführte Lasten handelt und somit eine C1-Anlage nötig ist? (Meinetwegen auch D8+ mit Lastmessung...)

  • Kabel in der Luft

    • ADMIN
    • 20. April 2006 um 23:17
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Drolligerweise kriegst Du das Seil nie gerade gespannt, egal wieviel Du dran reisst... :wink:

    A bisserl hängts immer durch...

    Und man sollte es erst gar nicht versuchen. Die Kräfte steigen da sehr stark an, und ein Stahlseil, das über Publikum reisst, ist nicht ohne...

  • Forumstag Lautstärke II - Bitte jetzt anmelden

    • ADMIN
    • 20. April 2006 um 23:04

    Es gibt kein Skript zu diesen Vorträgen...

    Die Veranstaltung war ja primär dazu gedacht, die Neufassung vor dem Ende der Einspruchsfrist zu diskutieren, und die endet in ein paar Tagen.

    Was man vielleicht andenken könnte, wäre ein Veranstaltung zu Sicherheitsthemen, bei dem auch dieses eine Rolle spielen könnte.

  • hast pn

    • ADMIN
    • 20. April 2006 um 23:00

    Es steht ohnehin auf der Agenda, alle Forenregeln an einer einzigen Stelle zusammenzufassen. Bei dieser Gelegenheit werden wir auch darüber noch mal nachdenken...

  • Neue Windlastannahmen für Bühnen

    • ADMIN
    • 19. April 2006 um 23:41

    Leute, ich kann Euren Frust ja zumindest teilweise nachvollziehen.

    ABER: In diesem speziellen Fall handelt es sich nicht um eine neue Regelung, sondern bei einer berstehenden Regelung wir quasi der Grenzwert verschärft.

    Eigentlich sollten die die Argumente bringen, die verschärfen wollen. So funktioniert Rechtssetzung jedoch leider nicht. Also brauchen wir jetzt Argumente dagegen.

    So, und nun bitte die Köpfe angestrengt und keine Generaldebatte über ausufernde Bürokratie mehr.

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