Wir hatten diese Diskussion schon mal (so langsam hatten wir jede Diskussion schon mal... :wink: ), aber da derzeit die Suchenfunktion nicht geht...
In einem statischen Markt wäre das alles kein Problem: Die amtlichen Firmen machen die großen Aufträge, die Hobbykistenschlepper die Partys, dazwischen gibt es auch noch ein paar Firmen. Jeder in seinem Preissegment, und jeder achtet auf die Sicherheit, weil sonst der böse Onkel vom Amt kommt. Natürlich will es der Kunde immer billiger (oder habt Ihr schon mal jemand gefragt, ob er auch teurer kann...), und der Anbieter will immer teurer. Es verhalten sich alle vernünftig, und somit ist der Markt auch groß genug für alle.
Jetzt kommt aber Dynamik in den Markt: Wegen der Rezession sinkt der Gesamtumsatz der Branche. Die Hobbykistenschlepper stecken das weg, die leben ohnehin nicht davon. Aber den großen Firmen laufen die Kosten davon: Die Raten für das Material, die Löhne für die Festangestellten, die Miete für die Hütte, die Fahrzeugkosten... Wenn der Umsatz sich halbiert, ich die Kosten aber nur um 20% senken kann, dann habe ich ein Problem (es sei denn, ich hatte vorher entsprechend Umsatzrendite). Und dieses Problem hat nicht einer, es haben alle.
Irgendein Depp fängt an, ein wenig günstiger anzubieten, die anderen müssen nachziehen. Also verschärft sich die Situation. Nun schaut man, in welche Richtung man ausdehnen kann und entdeckt das Party-Segment, das man sonst noch nicht mal mit dem Arsch angeschaut hätte. Und plötzlich ist der Hobbykistenschlepper mit seiner völlig anderen Kostenstruktur nicht mehr ein potentieller freier Mitarbeiter, sondern ein Mitbewerber. Und der lässt sich natürlich auch nicht alle Aufträge abziehen, sondern gestaltet seine Preise auch elastisch.
Hat jemand einen Vorschlag, wie das ganze funktionieren soll, wenn nicht auf Kosten von Qualität und Sicherheit?