Naja das Neumann ist natürlich der Hammer, aber auch leider nix für den gemäßigten Geldbeutel. Die Dame sucht ja was für um 150 Euro. Ich will den Leuten (Sängern mit eigenem Mikro) nur mal verdeutlichen, welche Faktoren zum Kaufentscheid des eigenen Mikros führen könnte. Es gibt halt Tausende von Mikros und dabei natürlich auch mehr oder weniger gute. Ich denke aber mit einem SM 58 hat man eine solide Ausstattung, die dann eben im Zweifelsfalle nicht in der Schachtel bleiben muß, weil's halt jeder kennt.
Außerdem hatte ich ja gesagt, daß wenn Zeit genug ist, probieren wir das gerne aus, aber im Zweifelsfalle entscheide ich als Tonmann, was im Endeffekt auf dem Stativ bleibt, weil ich die Konsequenzen dafür tragen muß!
Beiträge von Hertzkasper
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Zitat von "logi"
Kannst du erklären, warum?Meiner Meinung nach einfach zu empfindlich für Nahbesprechung!!
Zitat von "logi"
Was für welche und bei welchen Mikros?Also bei Beyerdynamic fast die komplette Palette. Einmal hatte mir einer (leider kurz vor Showbeginn) ein Beyerdynamic Funkmikro hingestellt. Der konnte noch nicht mal in die Nähe der Bühne gehen ohne dasß es gleich koppelte. Von AKG hab im Bereich Leadgesang auch noch nix Gutes zu Gesicht bekommen (vor allem WMS-Serie ohjeee
).
Bei Sennheiser war es eins von der Evolution Serie und die günstigere UHF-Kiste, die mir Kopfzerbrechen bereitet haben. Ansonsten finde ich Sennheiser sehr gut! -
Zitat von "wora"
also ich bin überzeugt, das es von JEDEM hersteller gute und brauchbare mikrofone gibt.
und das vorurteil, das kondensermikros für laute rockbühnen ungeeignet sind lass ich mittlerweile auch nicht mehr gelten... die zeiten haben sich da ein bisschen geändert.
wenn ein sänger unbedingt sein eigenes mikro verwenden will, kläre ich ihn vorher darüber auf was dabei schiefgehen könnte, dann ist es seine entscheidung. wenn er auf seinem mikro besteht, darf er das natürlich auch benutzen... schliesslich sind wir die dienstleister - nicht der künstler!
wenn dann der background gesang besser klingt als der lead-gesang ist das sicher auch so gewollt :-? .
aber in der regel bekommt man das schon irgendwie hingebogen.1. Prinzipiell gehts mir um Erfahrungsaustausch. Ich hatte noch nicht das Vergnügen, alle existierenden Mikros auf diesem Planeten ausführlich zu testen. Aber alle Versuche mit Kondenser-Mikes im Center endeten bei mir eher im Desater, weswegen ich es vermeide (gebranntes Kind scheut Feuer).Teilweise auch aus Zeitmangel. Es mag vielleicht Kondenser geben, die für Nahbesprechung geeignet sind, werden wohl aber eher recht teuer sein und der echte Aha-Effekt hält sich im Livebereich (gemessen am Preis/Leistungsverhältnis) in Grenzen. Wenn ich Zeit habe, bin ich gerne bereit, sängereigene Mikros auszutesten und dann gemeinsam mit dem Sänger die weitere Verwendung zu erörtern.
2. Da ich professionell arbeite, werde ich einen Teufel tun, technische Kompetenzen den Musikern (und erst recht Sängern) zu überlassen. Sprich, diesen ihren Willen, soweit sie daruf bestehen, ein eigenes Mikro zu benutzen nach Aufklärung der Konsequenzen zu belassen, da ich den Sound vor dem Veranstalter und dem Publikum vertreten (und verkaufen) muß. Es fragt Dich sicher keiner danach, warum da was schiefging, sondern man wird Dich als Tonmann schweigend für Fehler verantwortlich machen. Es ist Dein Job, das abzuschätzen und zu ggf. zu ändern.Ich weiß halt nicht, warum man immer auf Exoten rumreiten muß. Das SM58 funktioniert sehr gut, wird überall (von Technikern) gerne angenommen ist robust und preiswert. Ich hab 100% gute Ergebnisse damit und keinen Eiertanz! Diese ganzen Klangphilosphien sind mir zu wischi waschi und doch eher sehr subjektiv!
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Wer mit nem Kondenser im Center anrückt, darf das bei mir gleich mal abgeben. Hatte bis jetzt nur Ärger damit (poppen, zischen, Feedbacks). Meiner Meinung nach sind Kondenser für Nahbesprechung gänzlich ungeeignet.
Bei mir gibts nur SM/Beta 58 oder Audix. Alles andere endet immer nur mit Haareraufen und in der Erkenntnis:" Warum hab ich dem die Gurke nicht vorher abgenommen?". Mit nem SM/Beta 58 empfängt Dich jeder halbwegs professionelle Mixer mit offenen Armen. Hatte vor kurzem ein Sennheiser im Center (Sänger hat leider drauf bestanden) und es hatte um die 4 kHz eine grausame Überbetonung. Er nannte das present, ich fand's kacke! Mußte so viel obere Mitten rausdrehen, daß es fast unverständlich wurde (hatte leider keinen De-Esser zur Hand).
Besonders schlechte Erfahrungen habe ich mit Beyerdynamic und AKG gemacht. Audiotechnica Gesangsmikros sind mir gänzlich unbekannt, scheinen hier im Forum aber ne große Lobby zu haben. -
Nicht so kompliziert bitte: Einfach Verstärker und PC am gleichen Stromkreis anschließen (gleiche Steckdose) oder einfach mal umstecken und probieren.
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Genau, wenn's billig sein soll, Consumer CD-Player in nen 19" Rahmen setzen und ab geht's. Hab mit Pioneer da auch nur gute Erfahrungen gemacht!
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Was besseres kann einem doch nicht passieren: Behringer futsch, Versicherung melden und was Gescheites kaufen!
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D112, Beta52, SM91, RE20, e602, 421 oder was auch immer. Eigentlich isses mir wurscht, Hauptsache es kickt und macht keinen Ärger. Aber abgesehen davon hängts halt auch oft von der Schießbude ab. Bei nem DW kannste echt nehmen was Du willst und es klingt immer fett. Bei Tama kannste nehmen und es klingt immer zum Weglaufen. Ich hab schon mit allem möglichen gearbeitet und es gab Bass-Drums in denen die funktioniert haben und welche wo nicht! Is halt ein akustisches Instrument!
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Selbst wenn es das gäbe, dann würden die sich das Ding halt in den Arsch stecken!
Gegen Dummheit ist immer noch kein Kraut gewachsen.
Gegen Ohrenbluten hab ich was: http://www.hearsafe.de!
Seit ich das hab, sehe ich vieles gelassener! -
Also, ich denke mal gegen miesen Sound bei so nem internationalen Top-Act, ist man machtlos (Eingreifen = böses Blut, Zoff). Wenn mir aber so'n hirnloser Anlagenschinder droht, die PA zu zerlegen, schreite ich schon ein! Das bin ich ja meinem Auftraggeber (Verleiher und Eigentümer des Materials) schließlich schuldig!
Guter Sound ist relativ und wo will man da die Grenze ziehen!
Außerdem: Jeder hat das Recht, Scheiße zu sein!Mich hatte in nem anderen Umfeld ne Band gebeten, ihrem Tech mal zu helfen, der leider nur Feedbacks auf der Bünhne produzierte. Dreimal hab ich ihm das Pult geradegebogen und immer wieder hat er's zurückverstellt! Als mich dann der Sänger in der Pause anfuhr:" Mensch mach doch mal was!!!" hab ich nur gesagt: "Ihr habt doch den Deppen angeschleppt, jetzt werdet glücklich damit." und bin erstmal zum Bratwurststand. Die Band hat sich hinterher bei mir entschuldigt!
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Da ich oft mit Fremdtechnikern zu tun habe, habe ich mich einfach an die Standards gewöhnt (SM57, Beta 98, Beta 56, e604). Damit kommt man überall gut durch und es gibt kein Gemaule!
Am Lead-Vocal nur noch SM/Beta58 (wenn ich selber mische), Audix fand ich auch gut, ist aber teuer. Alles andere hat bis jetzt nur Stress verursacht! -
Zitat von "starstage"
Das hat man vor zwanzig Jahren von Aldi auch gesagt. Und: den Lebensmitteleinzelhandel gibt's immer noch. Was sollte außerdem an ein bisschen Fluktuation auf dem Markt schlecht sein? Es setzt sich eben der durch, der die bessere Leistung zum besseren Preis anbietet. Das ist doch in allen Branchen so - auch in unserer. Und ob ein Laden in Hamburg, Berlin, München oder Treppendorf sitzt, ist bei der heutigen Infrastruktur und den heutigen Transportstandards doch völlig egal.
Klar gibt's den Lebensmitteleinzelhandel noch, aber guck Dich mal um, wieviel davon übrig geblieben sind (im Gegensatz zu vor 20 Jahren). Ich hatte in der Vergangenheit viel Kontakt mit dem Musikalien-Einzelhandel. Am besten erklärst Du denen Deine Argumentation mal. Aber dabei bitte die Arme schön hochhhalten - damit sie Dir das Hemd im Krankenhaus besser ausziehen können! :wink: nee, mal im Ernst: Ist schon fies, wenn jemand Ware billiger verkauft, als Du sie einkaufen kannst!
Ich kaufe meine Hardware immer bei den Verleihern, für die ich arbeite, genauso, wie die sich keine Billigstarbeitskräfte aus Osteuropa holen (wie war das nochmal mit der Infrastruktur?). Und der Service stimmt (auch nicht zu verachten).
Außerdem: Wie kann ich meinen Kunden erklären, daß Qualität ihren Preis hat, wenn ich selber dann mit Billigkram auf der Baustelle aufkreuze?Zitat von "starstage"Nach wie vor tendier' ich auch immer noch zu der Annahme, dass die Leute, die auf *diesem* Zeug rumjuxen, der professionell und mit Anspruch arbeitenden PA-Bude nicht die Butter vom Brot nehmen. Wer bei derartiger "Konkurrenz" Angst um seine Auftragslage haben muss, sollte imho bei sich selbst ansetzen, denn dann stimmt zuhause irgendetwas nicht.
Jeder, der das Geschäft kennt, weiß, daß die Grenzen heute fließend sind. Wir leben ja nicht alle nur von Rolling Stones und Pink Floyd. Neben einigen fetten Veranstaltungen finden sich bei jedem Beschaller auch Termine wie Stadtfest soundso oder auch viele kleinere Produktionen, und die tragen auch zu einem nicht unerheblichen Anteil im Jahresumsatz bei. Der Konkurrenzkampf ist hart und da kommt es schon öfters vor, daß ein "Garagenverleiher" mit Billigmaterial einem Profi das Wasser abgräbt, bzw. einen dazu zwingt, ganz schön die Hosen runterzulassen. Dein Vortrag klingt auf nem BWL-Seminar vielleicht ganz imposant, hat aber mit der Praxis nix zu tun. Denn leider entscheiden nicht die Technik-Profis über die Aufträge, sondern Leute, die den Unterschied zwischen DAP, T-Bone, Shure oder Sennheiser nicht kennen!
Den letzten Satz Deiner Aussage betrachte ich schlichtweg als realitätsfremd und anmaßend! -
Ich mag ja jetzt ein bisschen altmodisch rüberkommen, aber sollte man nicht grundlegende Dinge der Elektrotechnik und handwerkliche Angelegenheiten, wie das Schwingen des Lötkolbens draufhaben, bevor man sich ans Pult stellt? Das klingt auch so, als ob bei Deinen Jobs immer Monitormix vorhanden ist.
Also Monitormix von FOH ist doch basics und Y-Split für Gesang ist doch erstes Schuljahr. Oder hab ich da was falsch verstanden?Nicht, daß sich jetzt jemand angegriffen fühlt, aber ich wundere mich halt nur sehr!
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Thomann tötet den Einzelhandel. Kann ich nicht gut heißen, da kauf ich aus Prinzip nix!!
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Alles, nur nicht diese billigen AKG-Dinger, ich kann'se nicht mehr ertragen! OH GOTT!!! :-?
Das amtlichste Saxmikro, das ich kenne, kommt von ner holländischen Firma namens SD-Systems (http://www.sdsystems.com), aber Du wolltest ja was billiges. -
Lieber tthorsten,
tu uns doch mal einen Gefallen und lies Deine Threads wenigstens einmal kurz Korrektur. Ich muss Deine immer zweimal lesen! -
dirtyharry: also Laden und Bühne sind so klein, daß das meiste schon von der Bühne runter kommt (vor allem Gitarren und Drums). Overheads z.B. hab ich noch nie gebraucht, eigentlich könnte ich in 80% aller Fälle auch auf die HiHat verzichten. Monitormäßig brauchen die Leute meist sich selbst (außer Gitarren und Bass) und der Drummer will halt noch n bissl Kick hinten drauf haben (meist aber kein Bass). Ansonsten Vocals, Vocals, Vocals!
phil: Superstark das Ding. Muss ich unbedingt mal ausdrucken und aufhängen!
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Das ist ja klar! Aber wenn einer den Aufstand probt, weil er statt nem Beta52 mit nem D112 arbeiten muss oder weil statt nem Beta 58 ein SM 58 vor Ort ist, dann finde ich es manchmal schon nervig. Einer hat mal rumgestänkert, weil kein SM 91 da war. Dabei hatte der Infos geschickt bekommen, was vor Ort ist. Wie gesagt, die Standards müssen natürlich erfüllt sein, keine Frage. Und ich treffe ja auch häufig sehr nette und flexible Kollegen. Aber muss immer alles doppelt und dreifach mikrofoniert werden? Ich warte nur noch auf einen, der dann Toms top und bottom abgenommen haben will (ups, nicht, daß jemand auf die Idee kommt... :D)!
Ich hab halt manchmal das Gefühl, daß das irgendwas mit einer Art Profiliergehabe zu tun hat, weniger mit Sound, deswegen die Frage nach dem Selbstzweck? -
Es geht mir um folgendes:
Ich bin auf ner Veranstaltung (privat), was ja absolut mal vorkommen kann und man deshalb niemand einen Vorwurf machen muss, und ich bin Tontechniker und einige wissen das (auch kein Grund zur Panik). Solange alles gut läuft, wunderbar! Dann geht etwas schief und schon ergibt sich aus dieser Kombination, einfach vor Ort zu sein, ein Gewissenskonflikt oder wie Du sagst ein Dilemma. Hat Seven etwas falsch gemacht, indem er als Tonmann privat ein Konzert besucht und vielleicht einfach nur ein Bierchen trinken will? Ich denke nicht. Darum denke ich auch, daß es seine Entscheidung, frei von allen Einflüssen von außen ist, ob er eingreift oder nicht. Und er hat sich entschieden, nicht einzugreifen, was ich für professionell und vernünftig halte!
Ich hätte es auch so gemacht!Andersrum gefragt: Bist Du der Meinung immer den besten Sound zu machen, der geht? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn einer von der Seite kommt und Dir Ratschläge geben oder gar den ganzen Mix übernehmen will? Versetz Dich auch mal in die Lage des Mixers vor Ort?
Ich denke auch, dass sich Seven's und Dein Fall nicht vergleichen lassen!
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Also ich gehe immer in ein Kinopolis bei uns in der Nähe und da ist der Ton eigentlich immer ok. Weiß ja jetzt nicht, in welches Kino Du so gehst. War nur einmal zur Wiedraufführung von Starwars (also die alten Teile) in einem anderen Kinocenter und kam da fast taub wieder raus, so hatten die der Anlage eingeheizt! Aber zum Glück bin ich mittlerweile stolzer Besitzer eines Gehörschutzes und der macht das Leben wesentlich angenehmer!
Aber ich glaube das ganze Material (THX oder nicht) bringt halt alles nix, solange der Typ, der an den Regelern sitzt wenig Gnade mit den Gehörgängen der Zuschauer walten läßt! Trotzt aller Technik: der Faktor Mensch ist immer die letzte Instanz!