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  2. Ton_Opa

Beiträge von Ton_Opa

  • Duspol - Eure Erfahrungen

    • Ton_Opa
    • 30. Juni 2004 um 23:54
    Zitat

    sorry, aber durch eine induzierte spannung die ein Duspol nicht misst fällt niemand von der leiter!

    das hat der Elektriker auch gesagt...
    .... bis er von der Leiter fiel

    Es war so:

    Die Kiddies (ich war Betreuer im Jugendheim und hab Musik mit denen gemacht) kommen angelaufen und sagen: der Gitarrenverstärker ist kaputt, da kriegt man einen Schlag.

    Ich sag "glaub ich nicht". Wollte aber die Gitarre auch nicht recht in die Hand nehmen. Also Multimeter raus, gegen Heizung gemessen (weil Betonfußboden mit Teppichboden) 110Volt.

    hmmm Verstärker (Volltransistor) kaputt und gleichzeitg kein Schutzleiter auf der Schukodose? Ganz schön unwahrscheinlich. Noch dazu in einer riesigen Schule, wo gestern noch alles gut war.
    Irgendwann mess ich dann Schutzleiter gegen Heizung. Im ganzen Raum 110 volt. Dabei komm ich an den Klinkenstecker im Keyboard und mach einen Riesensatz. Donnerwetter, da ist richtig Stoff dahinter!
    Ich war überrascht, denn schon damals wusste ich, dass die Anzeige von hoher Spannung nichts sofort tödliches heißen muss. (Weil nicht jeder, der ein Multimeter benutzt, ein Vollidiot sein muss)

    Haustechnik sagt: nicht zuständig.
    Ein Fall für den Elektriker!
    Da angerufen, Geschichte erzählt, der sagt: (genau wie ihr) was sie da messen, mit ihrem hochohmigen Messgerät, ist vollkommen irrelevant.

    Es hat gedauert, bis er überzeugt genug war, einen vorbeizuschicken. Ich mein, wir wollten ja auch irgendwann mal wieder Gitarre spielen.

    Der Typ misst mit seinem Duspol: NIX
    Er sagt : siehste!
    Ich sag: Ja, dann fass doch mal an!
    Er: Nee! (der war nicht doof!)
    und nun?

    Er forscht nach der nächsten UV. Schwierig in dem großen Gebäude ...wird fündig (nach Plan-Studium) über der abgehängten Decke zwei Flure weiter. Also Leiter her,
    Decken -Kassetten rausfummeln ... und ....

    Bautz da lag er.

    Die ganze UV (und damit auch ihr Stahlkasten) war ohne Schutzleiter, der war ab. Da hat er sich erschrocken, als er da angepackt hat (das hat wirklich ziemlich gezwirbelt) und fiel von der Leiter. Die ganzen 100te Metern von Strippen, die hinter der UV lagen, haben ordentlich Potential für meinen duspolgläubigen Elektriker gesammelt.

    Er hat dann nachm Päuschen den Schutzleiter in der UV gaaanz vorsichtig wieder angklemmt und alles war gut.


    Wenn ihrs nicht glauben wollt, dann glaubt es eben nicht. Ich weiß jedenfalls, die Spannung war da, man konnte sie deutlichst spüren.

    Dass die UV geschlossen bleiben soll, habe ich eher auf den Bühnentechniker bezogen, der das Meßgerät geschenkt bekommen soll.

    Für einen vielseitig interessierten Veranstaltungstechniker ist das Multimeter die bessere Wahl.

    Mitm Duspol misst man eben nur Dickstrom und sonst nix (im wahrsten Sinne)

    schöne Grüße
    Opi

  • Duspol - Eure Erfahrungen

    • Ton_Opa
    • 30. Juni 2004 um 17:16

    Mein altes Monacor (ja, lach nur!) leistete mehr als 5 Jahre unter härtesten Bedingungen seinen Dienst, bevor es geklaut wurde.

    Ich habe schon mal stundenlang nach der Ursache einer (Steuer-)Überspannung in einem Dimmer gesucht, bis ich bemerkte, dass das geliehene digimeter wegen zu niedriger Batteriespannung falsche Werte anzeigte (20% !). Das wäre analog nicht passiert.


    Zitat

    Durch Induktion kann man mit dem Multimeter relativ hohe Spannungen messen, die sich bei dem Test mit Duspol aber dann als "heisse Luft" entlarvt werden. Je hochohmiger, je ungenauer. (Bei so hohen Spannungen)


    genau darum gehts: das, was Du heiße Luft nennst, sind für Tontechniker Signale. Es geht genau darum, diese induzierten Störspannungen auch mal messen zu können. Und nicht zu sagen: Mein Duspol misst nix, also ist da nix. Deine heiße Luft hat schon so manchen Elektriker von der Leiter geblasen. Wo laut Duspol nix zu messen war, hat er auf der Leiter (auf Teppichboden!) noch einen mit rund 100V geballert bekommen, dass er mir recht gab, und meinte: "schon gut, so ein Multimeter", nachdem er wieder auf die Beine gekommen war.:shock:


    Der hochohmige und empfindliche Wechsel-Messbereich ist für Audiosignale, oder auch mal DMX gedacht, nicht für Messungen am Netz.

    Also zugegeben : Ein Duspol ist robuster und kompakter. Aber er unterschlägt strombegrenzte Spannungen, das ist bei Fehleranalysen nicht vorteilhaft.

    nach IEC1010 sind CAT II -Geräte sehr wohl für Messungen an Netz-End-Dosen zugelassen, sofern diese 10m von der nächsten Unterverteilung entfernt sind. CAT II ist ausdrücklich für Messungen an "Portable Equipment" bestimmt.

    Beim Kauf also bitte auf IEC 1010-1 CAT II achten.

    Damit darf man in Unterverteilern nicht messen. Die sollst Du aber als nicht Elektriker auch gar nicht erst aufmachen, gell? :roll:

    schon für 100 ocken gibts in der Apotheke Conrad sogar CAT IV (Messung an Überlandleitung, sofern diese direkt an Gebäude übergeben werden.)

    http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/…eter_VC-860.pdf

    schöne Grüße
    Opi

    edit: vergessenes C in IEC ergänzt

  • Duspol - Eure Erfahrungen

    • Ton_Opa
    • 30. Juni 2004 um 13:07

    Ein Duspol ist was für Dickstomer, die nicht glauben, dass es sowas wie eine Brummschsleife gibt.

    Der vielseitig interessierte VATechniker braucht ihn nicht. (Wenn doch, bitte posten, wofür)

    Am besten fährt man mit einem mittelbilligen Multimeter (bis 40 Ocken oder so)

    Ich bevorzuge:
    Analoge Anzeige (zeigt Spannungen auch bei erlahmter Batterie zuverlässig an)

    möglichst hochempfindlich und hochohmig im Wechselstrombereich (wird teuer, deshalb verzichte ich darauf)

    1000V Wechselspannungsbereich ist Pflicht für Messungen am Netz.

    Gleichspannungsbereiche für Bat-cheks

    Widerstandsmessbereich (für Kabel, Sicherungen und ACLs und andere Brenner)
    gern mit Bereich für kleine Widerstände, da lassen sich auch Lautsprechersachen abschätzen)

    Durchgangsprüfer mit Geräusch (am besten die alten, die so richtig Quaken, kann auch als Lautsprechertest dienen).

    Am wichtigsten: handlich und ultrastabil (Gummirahmen?), soll ja was fürs leben sein.) Signalfarbe für die dunkle Hinterbühne

    Für Werkstattbetrieb kann Kapazitätsmessung (möglichst große Kapazitäten, sinnvoll sein) Für die Werkstatt bevorzuge ich digitale, die sind bei gleichem Geld oft etwas genauer.

    Ich seh grad, es scheint so billige teile nicht mehr zu geben ich habe einst 36DM , später 20 Euro dafür bezahlt. Guck auch mal unter Multitester. Vielleicht musste doch mit 100 Euro rechnen.

    Gruß
    Opi

  • EV- RE20 als OH

    • Ton_Opa
    • 29. Juni 2004 um 23:44

    Wieso?
    Ein Großmembran als Over - kann doch gut sein.
    Mit Sicherheit geiler alsn 57er. Aber in den Höhen ein bißchen eng, obwohl gerade das RE20 da ja groß sein soll.

    Wer har, der hat.

    Und wer lang hat, .....

    Das Hauptproblem sehe ich auch in der Gefahr, dass der Ömmel nicht in der gewollten Position bleibt und irgendwann ins Tom einschlägt.

    gegen ein C414 als Over hat ja auch niemand was, das ist halt ein Kondenser. Na und?

    Da hab ich schon lustigere Sachen gesehen: Zum Beispiel eine Harfistin, die in die Rückseite eines D12 singen wollte....
    was soll ich sagen? Die Sprachverständlichkeit war FOH nicht so gegeben :mrgreen:
    Opi

  • festivals - ich bin genervt - was ist denn los?

    • Ton_Opa
    • 29. Juni 2004 um 23:30

    Tja, also Lobby für Arbeitsbedingungen und so....
    das sollte ja wohl der VPLT sein, oder ? ....
    Ist denn bekannt, dass die Anfangs kritisierte Firma mit A Vorstandsmitglieder für eure "Lobby", den VPLT, stellt?

    Die wahrscheinlich als glaubwürdig einzustufende Geschichte von Monithor ist wiedermal Wasser auf den Mühlen meines Hasses auf "Verbände - Handelskammern und ähnliche Vereine"

    Vergesst es einfach. Offizielle Organe, oder solche die sich so darstellen, dienen nur dem Zweck, Geldströme in die "richtige" Richtung zu kanalisieren.

    Wir können leider nur unsere Lobby selber sein. Also : besser machen und weiter meckern!

    Was mir bei solchen "ich hasse das Alles-Threads" immer ein bißchen zu kurz kommt, ist die Kollegenschelte.
    Wie oft muss man sich auf solchen "Schweine-Gigs" auch noch patzige Antworten des mikrofonierenden Praktikanten anhören , der nicht nur bei dem Versuch versagt, innerhalb von 15 min eine einzige Akustikgitarre auf einen von FOH angesagten Kanal zu stecken?

    Sehr schön beschrieb mir neulich ein Kollege das Phänomen der eifersüchtelnden, unfähigen aber immer "supercoolen" Technikers als ein Ur-Deutsches:
    Er sagte: "Ich arbeite gern mit Amis, da muss man sich nicht dafür entschuldigen, dass man was kann." Das trifft es ziemlich gut.

    Wenn wir vor Ort aufeinander treffen, dann gilt es doch, einander den Tag so angenehm wie möglich zu gestalten, und nebenbei noch einen geilen RnR-Gig abzuliefern. Kein Mensch braucht dieses "ich bin der geilste" Gehabe.

    Es geht mir auf den Sack, meine Fähigkeiten vor den Leuten verstecken zu müssen, damit die nicht auf die Idee kommen, ein Minderwertigkeitsgefühl zu entwickeln, dass sie dann auch noch an mir ausleben wollen.

    Wenn ich als Gast-Tech irgendwo hinkomme, dann will ich einfach nur meinen Gig machen, so gut es geht. Ich stehe nicht in Konkurrenz zum örtlichen und will dessen Job auch gar nicht. Lass uns einfach ein bißchen zusammen Musik machen, und gut is.

    Jetzt ist mir auch wohler...

    wahrscheinlich lesen die Leute, um die es hier geht, das gar nicht, weil die ja ihre Meinung schon haben, und den Austausch in einem Forum wie diesem ganz überflüssig finden. Die schreiben wahrscheinlich nur: "da war neulich so ein Idiot, der hat doch tatsächlich ....."

    langweilig

    mit kollegialem Gruß
    Opi

  • Welche Lötspitze? Welcher Lötkolben/Station?

    • Ton_Opa
    • 16. Juni 2004 um 13:51

    Gemeint ist natürlich Audioerde bei Keksdosen-Adaptern, aber die werden heute ja eh nicht mehr gebaut ...

  • Welche Lötspitze? Welcher Lötkolben/Station?

    • Ton_Opa
    • 16. Juni 2004 um 13:43

    Tja also ---
    Ich gelte als "Löter" und komme mit nem Multip 15Watt aus. Die kleinste Spitze, und gut is ... passt auch besser in den Koffer.
    das reicht für alle Kabel und konvntionelle Reparaturen. Schwierig werden ganz große Sachen (Erdungskabel direkt an Gehäuse "anbraten" .... SMD löten ist eh ein Krampf)
    Gruß
    Opi

  • Stralsund Brauereifest Sportfr. Stiller - Ärzte - LAUTSTÄRKE

    • Ton_Opa
    • 16. Juni 2004 um 13:13
    Zitat

    Beim nächsten Konzertbesuch: Gehörschutz oder Fernglas mitnehmen?


    Beides natürlich!

  • Welches Schallpegelmessgerät für bis 50 Euro

    • Ton_Opa
    • 16. Juni 2004 um 12:26

    Die Genauigkeitsangabe des Geräts bezieht sich immer auf Vollausschlag, also den im jeweiligen Messbereich maximal darstellbaren Wert. Innerhalb eines Messbreiches nimmt der Fehler prozentual zum gemessenen Wert mehr und mehr zu, je kleiner der Wert ist.

    Also: Immer den empfindlichsten Messbereich wählen, der das Gerät nicht übersteuert.

    Gruß
    Opi

  • USB-Audio: Griffin i-mic

    • Ton_Opa
    • 15. Juni 2004 um 03:10

    So simple USB Teile werden in der Regel gut erkannt und funktionieren. Für blöde Einlaßmucke ist der Sound ok. Über die Aufnahme-Eigenschaften weiß ich nix.

    Aaaber:
    Den "Brumm" , den du erwähnst ....
    hast du den an deinem normalen Soundausgang am Laptop schon?
    Er wird beim USB Teil ganz genauso vorhanden sein, wenn nicht sogar noch schlimmer. Wenn er verschwindet, wenn dein Laptop mit Akku läuft, besteht der richtige Weg darin, dir ein neues Netzteil (mit Eurostecker), zu besorgen. Das kostet auch nur 50 Euro max. und das USB Teil kannst Du dir sparen.

    Also, beim Kauf vom USB Dings Rückgabemöglichkeit sichern!
    Gruß
    Opi

  • TA-Lärm, ursprünglich für Beschallung gedacht?

    • Ton_Opa
    • 15. Juni 2004 um 02:41

    Der LEQ misst genau keine Peaks! Sondern den Gesamt-Energiegehalt *unabhängig* von der Stärke der Schwankungen. das ist der Sinn bei diesem Messverfahren. Deswegen fällt er niedriger aus, als dein irgendwas (zwischen 0,25 und 1 sec) integrierendes Handgerät.

    Richtig, der Ingenieur wusste bestimmt was er tat. Die Frage ist doch: Was für einen Auftrag hatte er? Beurteilungspegel gibt es fast wie Sand am Meer. ....
    Naja, ist ja auch gelaufen, die Nummer. Es hätte dich kaum weiter gebracht, da vor Ort das Diskutieren anzufangen. Wenn da einer durchdreht und einen Ingenieur anschleppt (by the way: was war denn das für einer? ) und misst,
    bekommt er sowieso immer Recht, und die Party hat ein Ende.

    Lass uns davon aufhören, sonst fang ich noch an zu heulen....

    Wir hatten hier auch so einen Fall:
    Aufm größeren Dorf jahrelang jährliches Stadtfest, eine Zeltbühne, mageres Programm.

    Dann kommt einer und sagt : Ich nehm das mal in die Hand: besorgt Sponsoren, mobilisiert die dorfeigenen Youngster Bands und bewirkt:
    4 Bühnen, die Bands rotieren von einer Bühne zur nächsten.
    Ein grandioses Spektakel, jede Menge Spaß, drei Tage lang.
    Leider hat er vergessen, auch die ein oder andere Dixie-Kapelle oder eben was anderes für die Kundschaft über 22 Jahre einzuplanen (für dieses Genre gabs im Dorf keine Band, die für fast keine Gage spielen wollte)
    Die Folge: der mittelalterliche Mob war entsetzt.

    Konsequenz: Es gab mehrere Jahre auf dem Stadtfest keinen einzigen Ton Musik mehr! Das Rathaus war total verschreckt, weil wohl viele Bürger ihr Entsetzen über die Musik vortrugen, und die Gastro-Wirte hielten sich auch nicht zurück. Das Musikverbot wurde auch mit der TA-Lärm begründet. Aber es war "nur": Panik im Rathaus. Gegen sowas kommst Du nicht an.
    Später hat dann ein anderer Veranstalter die Gemeinde wieder vorsichtig über Jahre an Musik herangeführt. Heute ists wie überall: 3 Bühnen mit mäßig interessanten Vorträgen, sehr mäßiger Sound, der Mob sitzt mit dem Rücken zur Bühne und trinkt sein Weinchen ... und alle sinds zufrieden ...

    Nur ich nicht. Ich halte das da nicht länger als ne Viertelstunde aus.

    aber ich bin ja auch nur eine Minderheit.

    Tschüühüs !
    Opi

  • TA-Lärm, ursprünglich für Beschallung gedacht?

    • Ton_Opa
    • 14. Juni 2004 um 10:53

    Die Auslegung der Ta Lärm ist regional völlig verschieden, und kann auch beim gleichen Amt von Veranstalter zu Veranstalter schwanken. (Man kennt ja seine Pappenheimer.)
    Sobald eine echte Klage vorliegt, ists mit der Freizügigkeit vorbei, denn das BundesImmissionsgesetz ist nun einmal Gesetz.

    Dann hängts nur noch von Anwälten und Richtern ab, die ja oft den
    gleichen Puff besuchen, wie der Bürgermeister.

    Dann kriegen alle Schiss und verbieten lieber einmal zu viel, weil ja dieser Fehler weniger auffällt, als die Klagen der verrückten Nachbarn.

    Eine Party ist dagegen kaum einklagbar.


    Bist Du sicher, dass dort ein A bewerteter Leq gemessen wurde? 90dB(A) scheint mir sehr viel für einen cubanischen Gitarren Amp. Tja, aber wenn im Rathaus keiner will, ... dann wirds mit der Feierei wohl nix ...

    Gruß
    Opi

  • TA-Lärm, ursprünglich für Beschallung gedacht?

    • Ton_Opa
    • 14. Juni 2004 um 00:29

    .... sondern ein Veranstalter, der um den Besucherzustrom für seinen Tanztee fürchtete, der am gleichen Tag stattfinden sollte? ...

  • TA-Lärm, ursprünglich für Beschallung gedacht?

    • Ton_Opa
    • 13. Juni 2004 um 16:15

    ja, das ist wieder so eine Vorschrift, die die BRD zur Bananenrepublik macht.

    Da gibts die alte Beschaller-Regel:

    Die Party, auf der der Bürgermeister tanzt, ist niemals zu laut. Auch wenn sich alle Omis im Umkreis beschweren.
    Wir brauchen eben mehr "heavy metal Bürgermeister".
    (man kann das Wort Bürgermeister auch durch Polizeipräsident ersetzen)

    Die Bayern haben Veranstaltungen lärmmäßig grundsätzlich als Sportanlage eingestuft und verlangen einen "Lärmschutzbeauftragten" ....

    Für größere Feten macht man wohl am besten eine Vorbesprechung mit den Stadtvätern im örtlichen Puff. Das geht so ähnlich, wie mit Baugenehmigungen oder Gastro-Konzessionen....

    Ist schon bitter, dass das ganze Regelwerk immer nur wenig nutzt ...
    Deswegen wettere ich immer so, wenn hier sich so viele über Regeln, DINs und Standards Gedanken machen. Es gibt keine Regel, die immer optimal anzuwenden ist und die richtige Lösung parat hat.

    Wir brauchen verantwortungsbewußte Menschen, keine neuen Regeln.

    Tusch!
    der Held reitet in den Sonnenuntergang.


    ..... I´m a poor lonesome cowboy .....

  • TA-Lärm, ursprünglich für Beschallung gedacht?

    • Ton_Opa
    • 13. Juni 2004 um 14:21

    genehmigungbedürftig im Sinne des Bundesimmisionsgesetzes, Teil 2:

    Zitat


    (1) Die Errichtung und der Betrieb von Anlagen, die auf Grund ihrer Beschaffenheit oder ihres Betriebs in besonderem Maße geeignet sind, schädliche Umwelteinwirkungen hervorzurufen oder in anderer Weise die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft zu gefährden, erheblich zu benachteiligen oder erheblich zu belästigen, sowie von ortsfesten Abfallentsorgungsanlagen zur Lagerung oder Behandlung von Abfällen bedürfen einer Genehmigung. Mit Ausnahme von Abfallentsorgungsanlagen bedürfen Anlagen, die nicht gewerblichen Zwecken dienen und nicht im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen Verwendung finden, der Genehmigung nur, wenn sie in besonderem Maße geeignet sind, schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen oder Geräusche hervorzurufen. Die Bundesregierung bestimmt nach Anhörung der beteiligten Kreise (§ 51) durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Anlagen, die einer Genehmigung bedürfen (genehmigungsbedürftige Anlagen); in der Rechtsverordnung kann auch vorgesehen werden, dass eine Genehmigung nicht erforderlich ist, wenn eine Anlage insgesamt oder in ihren in der Rechtsverordnung bezeichneten wesentlichen Teilen der Bauart nach zugelassen ist und in Übereinstimmung mit der Bauartzulassung errichtet und betrieben wird.

    (2) Anlagen des Bergwesens oder Teile dieser Anlagen bedürfen der Genehmigung nach Absatz 1 nur, soweit sie über Tage errichtet und betrieben werden. Keiner Genehmigung nach Absatz 1 bedürfen Tagebaue und die zum Betrieb eines Tagebaus erforderlichen sowie die zur Wetterführung unerlässlichen Anlagen.

    hassu kein google, oder was?

    die TA Lärm gibbet hier:
    http://www.umweltdaten.de/laermprobleme/talaerm.pdf
    Gruß
    Opi

  • TA-Lärm, ursprünglich für Beschallung gedacht?

    • Ton_Opa
    • 13. Juni 2004 um 11:21
    Zitat

    Ich hab mich gerade, wegen einer anstehenden VA, etwas eingehender mit der TA-Lärm beschäftigt.
    Nun drängt sich mir der Eindruck auf, dass die "Macher" im Hinterkopf eher an Betriebe und Gewerbe alá Biergarten dachten.

    Eingehender?

    Es heißt in Absatz 4.1.1. :

    Zitat


    Sie (Anm.: die TA Lärm) gilt .....mit Ausnahme folgender Anlagen: ....

    b)sonstige nicht genehmigungsbedürftige Freizeitanlagen und Freiluftgaststätten

    Das ist doch eindeutig, oder?

    Der Berurteilungspegel besteht zu einem Großteil aus dem Laeq, der sich erheblich von der Anzeige eines billigen Pegelmessers unterscheiden kann. (bis zu 40 dB weniger)

    Laeq- Messgeräte gibts ab 1000 Euro. In der Tat, ziemlich praxisfremd.:cry:
    Gruß
    Opi

  • x-large-Prozess: Hörschaden bei Konzert erlitten

    • Ton_Opa
    • 3. Juni 2004 um 21:41

    @ admin

    Zitat

    Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Weil die DIN 15905 Teil 5 eine Messpflicht des Veranstalters vorsieht, kam der Bundesgerichtshof zu der Ansicht, hier eine sogenannte Beweiserleichterung vorzusehen.


    Räusper... vielleicht kann ich Dir zukünftige Wiederholungen ersparen:
    Nenne mir bitte mal den Abschnitt, in dem die Messpflicht des Veranstalters erwähnt wird. Ich habe die 15905 Teil5 hier liegen und kann das einfach nicht finden.

    Die Norm legt das Verfahren fest, wie ein Beurteilungspegel einer Musikveranstaltung zu messen ist. Da steht aber nicht, ob, wann und warum gemessen werden soll.

    vielleicht kann jemand dem Bundesgerichtshof mal einen Tip geben, die zitierte Norm mal zu lesen, ...wahrscheinlich war sie ihnen einfach zu teuer :mrgreen:

    rockline

    Zitat

    Wer gibt den DIN Leuten denn die Handhabe einfach so eine Vorschrift zu erstellen?


    Ja, das ist in der Tat fragwürdig.


    :!: Es folgt ein subversiver Ausflug :!:
    Lass uns DOOF gründen. Deutsche Organisation Ohne Fehler.
    Wir denken uns Papierchen aus und verkaufen sie so teuer, dass sie niemand haben will. Dann gründen wir eine zweite gewinnorientierte Organisation DEPP. Deutsche Eintracht Persönlicher Profilneurosen.
    Als solche treten wir als Retter der Menschheit auf und empfehlen die Papierchen von DOOF, denen wir hohen Sachverstand (natürlich keinen höheren als DEPP) bescheinigen. Dann gründen wir noch einen VERBAND FÜR TROTTEL. Der macht nichts, außer allen zu versichern, die DEPP zweifelhaft finden, dass die Vorschläge von DOOF für alle Trottel und sogar auch für Idioten ihre Gültigkeit haben. Sollst mal sehen, schon nach 5Jahren sind wir reich und nach zehn Jahren richtet auch der Bundesgerichtshof nach unseren Papierchen.
    Genau so ist schließlich auch der Beruf der Fachkraft für Veranstaltungstechnik entstanden.

    Aber Scherz beiseite. Kritisch sind die Gerichtsurteile, da hast Du Deine "Handhabe" (Man nennt sie Verfassung, glaube ich). Was wir brauchen, sind etwas sorgfältigere Richter, wenn es schon keine guten Anwälte mehr gibt.

    Am besten, wir fangen damit an und sind erstmal sorgfältige Tontechniker.

  • Empfangsprobleme

    • Ton_Opa
    • 30. Mai 2004 um 09:24

    Diese Geschichte von den Atom-CD-Playern finde ich auch merkwürdig. Sicher gibt es Sendestrecken, die einfach mistig sind. Sennheiser , Beyerdynamik und Shure gehören nicht dazu. Jeder dieserer Hersteller hat nach meiner Erfahrung nur genau einen Ausreißer in der weiten Produktpalette:

    Sennheiser: Es gibt eine Handfunke, die soundmäßig absolut RnR untauglich ist. (findet man heute noch ab und an).Außerdem: Die Handfunken der Evolutionreihe gefallen mir alle nicht, man kann aber mit ihnen leben.

    Die erste Generation von Shure war extrem unzuverlässig. (1000Jahre her).Und: Die serienmäßige Fehlanpassung der Betakapseln an bestimmte Sender macht diese für RnR unbrauchbar. Das wird vielerorts ignoriert. lustig glimmt die rote Lampe......("wieso Zerrung, die Beta haben eben mehr Höhen....")

    Die erste Beyer UHF-Generation (800 Jahre her) war, was die Empfangszuverlässigkeit angeht, nicht der Brüller.

    Was in der hier erarbeiteten Fehlerliste fehlt, ist die Länge der Kabel bei abgesetzten Empfangsantennen. Diese sollen möglichst kurz sein. Bei längeren Kabeln als 20m am Empfänger braucht man eigentlich gar keine Antenne mehr anzuschhließen, kommt eh nix an. Abhilfe: Linebooster an der Antenne, oder eben lieber 20 m weiter Funken, als zu lange Kabel verwenden. Es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede: Die,die man kaum noch wickeln kann, sind die besten.

    Bei Volksfesten: Empfangsantenne höher als auf Arschhöhe positionieren! Dann muss das Funksignal nicht so viele Ärsche durchdringen. Im zweifel Empfänger auf die Bühne.

    Es sei außerdem daran erinnert, dass die Länge der Wurfantenne bei VHF-Sendeantennen kritisch ist, und genau für die Sendefrequenz abgestimmt sein muß.

    schöne Grüße
    Opi

  • x-large-Prozess: Hörschaden bei Konzert erlitten

    • Ton_Opa
    • 28. Mai 2004 um 15:13

    @ Admin: Ich finde dein Umsonst-Programm großartig und kann es jedem empfehlen. Fliegen bringt es einfach!
    Es zeigt aber leider (wie die Praxis auch), dass 3m Flughöhe nicht viel Erleichterung bringt. Und: Im wahren Raum sehen die Verhältnisse für die Lärmschützer leider mit Sicherheit schlechter aus.

    Zitat

    3.) Ein In-Ear-System ist auch nicht teurer als ein amtlicher Wedge zzgl. Amping.


    Wenn das so wär, hätten wir es alle! Ich kenne auch nur wenige Künstler, die ein angebotenes IEM verweigern. Wenige, aber es gibt sie. Nach einer verhältnismäßig stillen Bühne sehnen sich doch alle FOH-Leute, oder nicht?

    Zitat

    Strafe gibt es hier ohnehin nicht .....


    okay, also:
    Ein Einhalten von DIN-Normen schützt nicht vor Schmerzensgeldforderungen.

    Zitat

    DIN-Normen werden im Konsens verabschiedet. Der Entwurf wird der Öffentlichkeit vorgestellt, diese kann Einspruch erheben. Wenn keiner mehr etwas dagegen sagt, dann ist es eine "anerkannte Regel der Technik", und nach diesen Regeln bemisst sich dann die Verkehrssicherungspflicht.

    Wann und wo geschieht das? Das wäre wirklich interessant.

    Grüße
    Opi

  • x-large-Prozess: Hörschaden bei Konzert erlitten

    • Ton_Opa
    • 27. Mai 2004 um 21:19

    @ rockline
    Du bist nicht allein! Ich sehe die Sache ähnlich wie Du.

    Es ist doch wohl allseits bekannt, das jede Halle irgendwo gegen die BGV C1 oder die Versammlungsstättenverordnung verstößt. Jeder von uns (der die entsprechenden Vorgaben kennt), kann auf der Schließung mindestens der laufenden Veranstaltung bestehen, oder versuchen, die fällige Ordnungsstrafe verhängen zu lassen. Mit einer neuen Verordnung kommt eben ein neuer unsinniger Illegalitätsfaktor hinzu.

    Es ist richtig, dass das Programm vom Admin sehr schön zeigt, wie sich die Lage entspannt, wenn Lautsprecher geflogen werden. Leider ist dieses Programm stark vereinfachte Theorie. Wenn auf der Bühne bereits 100dBA herrschen, ohne dass die PA angeschaltet ist, nützt das alles nix! Meine Erfahrung (mit dem Billigschätzeisen) zeigt eines ganz deutlich: RocknRoll, wie er jetzt in Clubs veranstaltet wird, wird niemals die Forderung der jetzigen DIN15905 erfüllen können. Mehr als 3m Flughöhe ist doch da eh nicht drin. Das bringt leider nicht die erhoffte Erleichterung, und auch die ersten 5-10m sind indoor kaum absperrbar.

    Was fehlt, ist eine Untersuchung, ob die DIN15905 überhaupt in einem Standard Club erfüllbar ist, wenn da eine Band spielt. Ich fürchte, dass ist einfach nicht der Fall. Für eine Band gilt nämlich das gleiche wie für eine Blasmusi oder ein Fußballpublikum: sie ist gesundheitsgefährdend laut. Was dann wohl die neue Norm an Überraschungen bringt? Ich muss leider sagen, dass es mich nicht beruhigen kann, zu wissen, dass Admin auch als Gast im Normausschuss sitzt. Er hat argumentiert, dass einfach alle die Hälfte ihrer Anlage zu Hause lassen (-6dB) und für die Ersparnis in Messtechnik investieren können.
    Den Geschäftssinn von Admin in Ehren, aber diese Idee ist in meinen Ohren leider völlig (Beschallungs-)weltfremd.

    Ich finds besser, wenn Rockkonzerte weiterhin legal durchführbar sind. Es sei daran erinnert, dass im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht eine DIN-Norm nur dann greift, wenn sie allgemein anerkannt ist. Die Allgemeinheit, das sind wir. Und wenn wir sagen: das ist himmelschreiender Unsinn, dann wird auch die neue Norm nur das sein, was die alte DIN15905 15 Jahre lang war: ein vergessenes Stück Papier eines privaten Vereins, das praktisch überhaupt keine Relevanz hat und demzufolge kaum eine allgemein anerkannte technische Regel sein kann. Das Einhalten derselben schützt obendrein keineswegs vor Strafe.

    In diesem Sinne:
    keep on rocking!

    am besten mit ein bischen Hirn zwischen beiden Ohren

    Opi

Anstehende Termine

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