Das hängt von vielen Faktoren ab:
Eingangsbeschaltung, welche Eckfrequenz und Steilheit hat das Lowcut Filter?
Dann ist die Wahl des Schaltungsdesigns in den signalführenden Stufen der Treiberschaltung von erheblichem Einfluß in Bezug auf das grund-
sätzliche Klangverhalten. Hier wird schon bestimmt, wie der Verstärker dann "klingt", dh. grundsätzliche "musikalität"!
Für satten Bass hat die Elkokapazität in Kombination mit Elkos, die entsprechend schnelle Lade/Entladevorgänge erlauben zu tun. Das ist erst mal Grundvoraussetzung.
Dann spielt die Stromlieferfähigkeit der Treiberstufe für die Endtransistoren eine entscheidende Rolle! Diese Stufe versucht man so niederohmig wie möglich zu gestalten, um den daran angeschlossenen Endtransistoren genügend Basisstrom zu liefern. Die Ausgangstransitoren selber haben ebenfalls maßgeblichen Einfluß auf die niederohmigkeit des Gesamtkonzepts. Ein weiteres Indiz auf gute Basseigenschaften ist eine hohe Anzahl paralell geschalteter Endtransistoren. Das senkt den Innenwiderstand der Stage, bringt aber auch Probleme in den Bereich der Treiberschaltung, Basistrom etc....
Ebenfalls ganz wichtig ist die Art der Versorgungsspannungsumschaltung zwischen Teillast und Vollast. Zum einen kommt es auf eine "weiche" Rampe in der Referenzstufe zur Lasterkennung an, zum anderen auf die Stromlieferfähigkeit der Switcher. Es gibt verschieden Konzepte, vereinfacht ausgedrückt funktioniert das wie folgt:
Die höhere Railspannung wird bei erreichen eines Referenzpegels mittels FET einfach zu der niedrigen Railspannung geschaltet. Die Ausganstransistoren sind alle paralell und bekommen eine hinzuaddierte Railspannungserhöhung!
Vorteile: Einfach zu bauen, sehr niederohmige Audiostage.
Nachteile: Maximale Leistung wird teilweise Abhängig von der Wahl des RailFETs, damit auch der Sound unter Vollast!
Ausgangstransistoren müssen sehr hohe Spannungsfestigkeit haben, Produkt UxI und somit Ptot mitunter kritisch.
Zweite Möglichkeit: Kaskadenmäßige Anordnung der Ausgangstransistoren (sozusagen in Reihe pro Rail) und somit besser kontrollierbare Railumschaltung.
Vorteile: sauberer Klang bis in HF hinein, extrem sicheres Konzept mit überzeugender Spannungsfestigkeit, maximale Last ist nicht vom RailFET abhängig!
Nachteile: teuer durch höhere Anzahl an Endtransistoren, schlechterer Bass durch höheren Innenwiderstand des Kaskadenkonzepts! Grundsätzlich aufwändigerer Schaltungsansatz und erschwerter Service!
Man kann nicht mit ein, zwei Sätzen so was erklären. Klang hängt sehr viel von dem Zusammenspiel des Entwurfs vom Input bis zum Output an. Außer in der subjektiven Bassgewalt unterscheiden sich Verstärkerkonzepte in der Abbildung "räumlicher Tiefe". Solche Merkmale können nur durch intensives hinhören mit sehr hochwertigen Audioaufnahmen und Spitzenabhöre erkannt werden! Dabei ergeben sich gravierende Unterschiede, die beim ersten hinhören überhaupt nicht auffallen. Dieser Aspekt spielt im PA Bereich nur eine untergeordnete Rolle, die hier maßgeblichen Merkmale sind hauptsächlich im Netzteil und der Ausgangsstufe eines Verstärkers fundiert!
Stefan