Die etablierten Sendeanstalten haben eigene Frequenzbereiche für ihre Funkstrecken. Die liegen irgendwo unten bei ~ 700MHZ.
Sollte die "digitale Dividende" flächendeckend Einzug halten, dann ist eine heimliche Nutzung der jetzt genutzten UHF Strecken nicht mehr machbar. Die Sendeleistungen jedes Handysenders/Mastes sind bedeutend höher als die kläglichen 5mW - 20mW unserer "Funksenderleinchen". Da wo zufällig der gleiche Träger (dank der digitalen Dividende) auf gleicher Frequenz sendet, ist an eine Nutzung des Funkmikros nicht mehr zu denken. Gestört wird hier das altbekannte Funkmikrofon - nicht der Handysender! Den wird es dank digitaler Modulation kaum jucken.
UHF Mikros kann man dann vergessen, dass funktioniert vielleicht noch im Proberaum eines Weltkrieg II Bunkers (wo auch kein Netz für Handy ist) - aber sonst nirgendwo.
Stellt euch die Frage doch mal selber: wo findet man denn noch Gebiete mit "kein Netz"? Wie weit die Zuteilungsbandbreite für die neuen Dienste im UHF Band verteilt werden wissen wir alle noch nicht. Es mag sein, dass dort anfangs viele Lücken frei sind, in denen die ein oder andere UHF Funkmikroanlage noch störungsfrei läuft. 2015 wird der Kuchen gegessen sein - dann wird der Bereich 700MHz bis 1GHz komplett in der Hand der UMTS Dienste sein.
Warum UHF?
Weil es hervorragende Sende und Empfangsbedingungen bietet. Nicht umsonst ist das erstklassig aufgebaute D2 Netz (890-915/935-960MHz) so leicht zu empfangen. Die Wellenlänge durchdringt leicht Wände, hat eine sehr gute Funkausbreitung und überbrückt mühelos größere Distanzen.
Der wirklich beste Beweis für dieses Frequenzband ist das Handy!
Wir werden sehen wo demnächst wieder auf Bühnen gesendet werden darf. Bis dahin heißt es nur noch: wundern über die Politik!