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  2. rockline

Beiträge von rockline

  • Solution2 APS8000 2Ohm Betrieb

    • rockline
    • 18. Februar 2009 um 18:07

    Völlig richtig Jens.
    Aber die "5dB" sind ja letztlich subjektive Merkmale aus der Beobachtung des Controllers beim Kollegen cdt.sound!

    Wenn man die tatsächlichen Differenzen spezifizieren möchte, bleibt doch nur der Weg über Spannungsmessung unter Klirrbeobachtung. Erst mit diesen zementierten Messungen kann ich die tatsächliche Abweichung in db bei 2Ohm oder 4Ohm Belastung benennen.
    So betrachtet ist das hier geschilderte und beschriebene ja mehr eine subjektive Bewertung von LED Anzeigen. Wichtig wäre zb auch die Beobachtung der Netzspannung an der Steckdose bei der 4Ohm, und bei der 2Ohm Last!

  • B&C DE750 Hochtöner

    • rockline
    • 18. Februar 2009 um 18:00

    Kollege.........Feuer frei!

    Die 80W sind nur Beispielhaft für die thermische Summe zu betrachten. In der Praxis verträgt der Treiber Spannungen bis zu 70V, sofern die untere Grenzfrequenz nicht zu stark strapaziert wird.
    Also: "Feuer frei" bedeutet: über Frequenzweiche (aktiv/passiv) darf der DE750 anteilig ruhig an Endstufen mit weit über 600W betrieben werden!
    Bedenke: in erster Linie ist die Spannung da, erst dann folgt das Produkt mit dem Strom was dann den "Watts" entspricht.
    Viel Spaß im Forum!

  • Erfahrungen LAB Gruppen 2000c / 2002

    • rockline
    • 18. Februar 2009 um 17:52

    Bei der Betrachtung der Yorkville Schaltung ist eines wichtig: die jeweils übergeordnete Transistorreihe MJ21915/MJ21916 (wie die Audiostage jeweils 4 parallel) hat mit der relativ geringen Stromfähigkeit des TO220 MOSFETS IRF630N zu tun, der ja für die Railspannungsumschaltung von 78V auf 145V zuständig ist. Der kleine MosFet kann ja grade mal 6A Dauerstrom, respektive knapp 9A Peak. Da bleibt ja nur der Weg über die weitere Stromstufe bestehend aus den 4 MJ21..... TO3 Kameraden!
    Inzwischen gibt es auch MosFets die mehr Strom können, aber warum Yorkville genau diesen Weg gegangen ist weiß ich nicht genau. Ich vermute mal, dass es zum Zeitpunkt der Konstruktion die beste Lösung war. Wir dürfen nicht vergessen, dass die AP Serie bereits etliche Jahre auf dem Markt ist.

    Die Klangqualität resultiert meiner Ansicht nach aus dem Stromspiegelkonzept der Treiberschaltung. Die Aufgabe der Treiberschaltung (oder Vorstufe) ist ja das kleine Eingangssignal von ca. 1,5V auf eine Amplitude von über 90V zu verstärken, um die Stromstufe aufzusteuern. Das bei einer derartigen Verstärkung viel Mist durch unlinearitäten passieren kann ist keiner großen Erklärung wert.
    Bei Yorkville bedient man sich eines umfangreichen 2 stufigen Vorverstärkers mit konsequent symmetrischer Signalführung. Das Design ist eine bekannte, typische Konstruktion hochwertiger HiFi Geräte. In Verbindung mit den sehr klirrarmen Endtransistoren (einer der Hauptmerkmale dieses Transistortyps ist der geringe Klirr von nur 0,08% bei 5V/5A) kommt eben ein hervorragendes Klangbild dieser Yorkville AP Endstufen heraus.

    Die Netzteile sind eher sparsam ausgelegt. Wobei anzumerken ist, dass die verwendeten Trafos sehr haltbar sind. Bei unzähligen Reparatur und Servicetätigkeiten an Yorkville AP Verstärkern, ist mir immer wieder dieses unbeschreiblich, eigenwillige Konstruktionsdesign der Geräte aufgefallen. Man hat wirklich "konstruiert", mit teilweise merkwürdigen Lösungen. Letztere entsprechen aber typischem Industriedesign, mit Verbindungswegen, die man auf den ersten Blick überhaupt nicht vermutet.

  • Wo? und Welche? Kondensatoren für Endstufe

    • rockline
    • 18. Februar 2009 um 16:11

    Sind aber normale Printelkos, radiale Bauform. Gibts überall.

  • Demonstration Amptec Thunderbolt, 11.3.2009 St-Halle Viersen

    • rockline
    • 17. Februar 2009 um 21:36

    Ich lege noch kurz einen Kommentar hinzu:

    FoH und Bühnentechnik kommt von uns. Analoges Pult Soundcraft Europa, Outboard BSS 402/SPX990/PCM80/D2 usw.
    Licht vom Haus.

    PA ist Amptec Thunderbolt, bin selber sehr gespannt wie das rockt. Verstärker ebenfalls Amptec.
    Vor Ort ist auch Kollege Wurst Werner, wir von Rockline sind auch da.

  • Solution2 APS8000 2Ohm Betrieb

    • rockline
    • 17. Februar 2009 um 20:25

    Wie gesagt, die Betriebsspannung innerhalb der Endstufe wird geringer bei 2 Ohm Last. Daher verschiebt sich auch der Limiterthreshold nach unten. Durch kleinere Railspannung = weniger Headroom = geringere Limiterschwelle!

    Ursache für den Spannungseinbruch ist Netz, Trafo, Gleichrichter usw.
    Bedenke: 2 Ohm bedeutet doppelter Laststrom. Und da die Endstufe APS 8000 nicht den doppelten Strom wie an 4 Ohm liefern kann (nur 3000 statt theoretischer 4000 Watt an 2 Ohm), ist die Fahnenstange früher zuende.

  • Solution2 APS8000 2Ohm Betrieb

    • rockline
    • 17. Februar 2009 um 18:21

    Die APS 8000 clippt nicht, weil sie einen fest konfigurierten Limiter hat.
    Die Clip LED zeigt an, dass der Limiter aktiv wird.
    Bei einem Limiter muss ja irgendwo der Treshold bestimmt werden. Bei der APS8000 liegt die Schwelle bei 90V RMS und 230VAC. Der Limiter hat aber auch eine gewisse Ratio und Attackzeit, daher soll die Schwelle ja schon vor erreichen der Übersteuerung erkannt werden. Ein "zu spät" Limiter hilft niemandem. Zudem ist es bei dem Crestverhältnis von Musik auch nicht immer "zackzack" mit einem "Winkel von 90°" machbar, exakt haarscharf abzuregeln.

    Die Limiter dienen dem Schutz der Endstufe, da bei zu hohen Clipanteilen auch extrem hohe Ströme durch die Elkos zu den Endtransistoren fließen würden. Daher kann man bei Leistungen in dieser Größenordnung gut und gerne auf ein paar Volt verzichten, und legt den Limiter etwas konservativ aus.

    Zu den "5dB":
    Das sagt mir nichts. Wo ist das denn gemessen?
    Am Lautsprecherausgang, am Mischpultausgang, am Controllerausgang? Oder wurde etwas an LED Ketten abgelesen?

    Tatsache ist ja folgendes:
    Ich nehme eine Endstufe XY mit 1,5V Eingangsempfindlichkeit zum erreichen der Maximalleistung von zb. 1200 Watt an 4 Ohm.
    Dann eine APS 8000, stelle diese auf 0,775V Eingangsempfindlichkeit zum erreichen der Maximalleistung von 2000 Watt an 4 Ohm.

    Nun sende ich auf beide Endstufen das gleiche Signal mit einem Y-Kabel. Welche Endstufe clippt bei "-5dB"?
    Schließt sich die Frage an: welche Ausgangsleistung hat Endstufe XY, und welche die APS 8000 bei -5dB?

    Geht ein Licht auf?

  • Solution2 APS8000 2Ohm Betrieb

    • rockline
    • 15. Februar 2009 um 18:32

    Die hat einen eingebauten Limiter, der seinen Threshold spannungsabhängig hat. Die Belastung an 2Ohm zieht den doppelten Strom wie bei 4 Ohm.
    Verringerung der Netzteilspannungen verringern auch den Threshold!

    Bei Vergleichen von Endstufen untereinander, muss man immer identische Eingangsempfindlichkeiten, und auch die Ausgangspegel (messen) vergleichen. Das aufleuchten der Clip LED signalisiert nur das Ansprechen des Limiters. Bei der Solution ist der Limiter ziemlich früh an, wirklich clippen kann die Kiste nicht.

  • Alternative zur Yorkville 3400/4040

    • rockline
    • 12. Februar 2009 um 18:50

    Jetzt erst gesehen!

    Ich habe noch eine AP4040 abzugeben. Zustand ist top, würde vor Auslieferung dennoch in Werk 1 nochmal komplett gewartet und gereinigt.

    Inklusive 6 Monate Übernahmegarantie würde ich 600.- zzgl MwSt aufrufen! Versandfrei mit DPD nach Geldeingang.
    Bei Interesse - call!
    Gruss

  • Solution²

    • rockline
    • 9. Februar 2009 um 23:14
    Zitat von "Reini"


    ... und die werden auch noch nach jahren (wenn es schon einen Ausfall gibt) repariert.
    wie schaut das bei Chinateilen aus---> Grif ran und wegschmeissen? :grin:

    Das kommt drauf an. Die Chinaendstufen sind grundsätzlich so gebaut wie US oder Europa Geräte. Reparatur ist möglich, und nicht anders als bei den üblich verdächtigen Endstufen.
    Die Frage ist immer: was ist defekt, bzw. was kostet die Reparatur im Verhältniss zum Neupreis?

    Wir haben hier in unseren Werkstätten derzeit sehr viel Zeug zur Reparatur rumliegen, ich komm kaum nach. Aber es macht technisch echt keinen Unterschied, wo der Verstärker hergestellt wurde.

  • ADA 8000 Probleme!

    • rockline
    • 8. Februar 2009 um 21:39

    Entweder Syncproblem (evtl. Pult auf 44.1kHz und ADA auf 48kHz), dann noch die Möglichkeit schadhafter Lichtwellenleiter, und wie vom Autor erwähnt Netzteilschaden im ADA8000. Das ist mehr oder weniger "normal"!

    Der ADA8000 hat eine gute Audioschaltung, die Symmetrie ist 100% in Ordnung, und auch die Lichtausgänge sind gut konstruiert.
    Ich verwende seit Jahren ADA8000 mit 01V96 - völlig problemlos. Knackt nur bei Synchronisierungsdifferenzen. Defekte Netzteile machen sich durch surren/brummen bemerkbar. Ob auch Einstreufestigkeitsprobleme dadurch entstehen können, ist mir nicht bekannt, bzw. erklärbar.

  • Solution²

    • rockline
    • 8. Februar 2009 um 20:55

    Tja, da kann ich auch nur orakeln.
    Innerhalb der letzten 10 Jahre mit diversen Yorkville 6040 ist das nun der dritte Gleichrichter der fällig wurde.
    Bisher ist es immer der für das +-45 Volt Rail gewesen, die beiden +-100 Volt halten. Der Austausch ist ziemlich zeitraubend, da hier doch einiges demontiert werden muss, um an die drei Printbrücken ranzukommen.
    Wie gesagt; Ursache ist wohl Alter, Hitze, und die etwas ungünstige Bauform des verwendeten Modells (7mm Bauhöhe).
    Leider hat der Ausfall des Gleichrichters im aktuell letzten Fall auf beiden Powerboards die Schaltung aus dem Tritt gebracht, so dass es doch recht viel Hirnbemühung und die Öffnung einer weiteren, intakten 6040 (als Vergleich) vonnöten hatte, um die Boards wieder ans laufen zu bringen!
    Bei der Gelegenheit konnte ich somit direkt an zwei 6040 aus unserem Bestand eine Generalrevision durchführen!
    Die anderen 6040 werden nun auch in die Inspektion kommen, da ist echt Bedarf an Revision nach langer Einsatzdauer.
    Bei der Gelegenheit kann ich ja mal ein Foto eines Yorkville AP6040 Powerboards auf dem Servicetisch einstellen, ganz aktuell aus Werk 2:

  • Technischer Hinweis zu Solution² APS8000

    • rockline
    • 8. Februar 2009 um 19:21

    Na, dass freut mich zu hören!

    Die Erfahrungen mit der enorm hohen Ausgangsleistung machen wir immer wieder. Im Moment habe ich hier neben mir zwei APS8000 am Lastwiderstand im Betrieb. Diesmal nicht zum testen wann was kaputt geht, sondern als Langzeittest vor Auslieferung.
    Meiner Erfahrung nach treten Fehler innerhalb der ersten Betriebsstunden auf, nach mehr als 10 Stunden störungsfreiem Betrieb ist das Thema "Ausfall von Neuteilen" vom Tisch.

    Weiterhin viel Spaß mit dem Monster!

  • Solution²

    • rockline
    • 7. Februar 2009 um 11:32

    Reparaturtimer im vorhersehbaren Bereich gibt es nicht.
    Aus meiner täglichen Servicepraxis beurteilt kann ich aber sagen, dass immer wieder die Lötstellen zu Problemen im Alter neigen. Als Folge maroder Lötstellen entstehen mitunter Kontaktübergangswiderstände im Hochstrombereich, die zu Bauteileversagen durch unnatürliche Spannungs/Stromspitzen führen können.
    Selbstverständlich ist auch Staub schlecht gewarteter Geräte ein Thema.

    Aber auch Flachsteckverbinder bringen Probleme. Bei einem Kunden mit einer Festinstallation, kam es immer wieder zu sporadischen Ausfällen vereinzelter Endtransistoren seiner dicken RAM MB1200 Endstufen: Ursache waren die überflüssigen Flachstecker vom Netzteil zum Powerboard! Nett gedacht - schlecht gemacht; die Kontaktfedern waren nicht in der Lage den hohen Strom der Powerboards zu bewältigen. Durch massive Stromflußstörungen mit krachenden Tonstörungen gab irgendwann auch der ein oder andere Endtransistor den Geist auf.
    Sowas ist auch kein gezielter Reparaturtimer!

    Aktuell habe ich einen ganzen Schwung Yorkville Endstufen auf der Werkbank gehabt: Nach Jahren treuen Einsatz schleichen sich Probleme mit Lötstellen ein. Von den kleinen 2020 bis zu den großen 6040 Modellen ist alles dabei. Aber auch die Gleichrichter der 6040 für die untere Railspannung kommen in die Jahre :!:
    Ebenso gibt es auf den Powerboards Widerstände, die zu lebzeiten schwer beschäftigt sind, und irgendwann ob der ewigen Hitze keinen Bock mehr haben!
    Reparaturtimer? Wohl kaum - eher eine Folge langen Gebrauchs.

    Ebenfalls habe ich immer wieder HiFi Verstärker im Service, die nach über 15 - 20 Jahren DC am Ausgang haben, obwohl alle Endtransistoren in Ordnung sind! Ursache sind hier Kennlinienverschiebungen der Kleinsignaltransistoren in den Differenzverstärkereingängen und Treiberstufen. Sowas möchte ich ebenfalls nicht als Reparaturtimer bezeichnet wissen, sonder stufe das als vollkommen normale Fehlererscheinung nach vielen Jahren ein.

    Es gibt jedoch im Konsumerbereich gewisse Konstruktionen, die rufen förmlich laut nach Ausfall! So sehe ich immer wieder Kondensatoren in Schaltnetzteilen, die dem Temperaturbereich nicht gewachsen sind, oder Zeilentrafos in TV Geräten, bei denen die Isolation im Diodensplitteil völlig daneben ist. Sowas könnte man als bewußt in Kauf genommene Ausfallquote vermerken.
    Interessanterweise bieten zb die Zeilentrafos der Ersatzteillieferanten (zb Eldor) einen weitaus höheren Qualitätsstandard, als die Erstausrüsterwahl der Billiggurken!

    Soweit mal eine Einschätzung aus dem Service.

  • Coaxialer Monitor

    • rockline
    • 29. Januar 2009 um 14:58

    Die Amptec Coax sind wirklich klasse. Den 12er hatte ich schon mal als Monitor für ein "Olaf Hennig" und "Bellini" Konzert mit - hat fürstlich geklungen und war laut satt.
    Eine prima Box mit super Aufbau und Verarbeitung.

    Die kleinen 8" Coax habe ich schon mal für die tools auf einer Veranstaltung als Haupt PA (Gala mit viel Moderation) mitgehabt. Geht auch klasse, ist klein und kompakt, klingt angenehm und macht laut.
    Kommende Woche verwende ich für Urban Priol die 2 x 8" Version davon, die 1 x 8" gehen als Delay mit. Bin sicher das wird prima spielen!

  • Bassamp

    • rockline
    • 26. Januar 2009 um 23:28

    Nunja, dass ist eben eine wirklich gute Endstufe die weltweit in höchstprofessionellen Anwendungen verwendet wurde. Die kleineren Macrotech Modelle finde ich nicht so gut, aber die 5000 schon.

  • Controller Digital JBL DSC 260

    • rockline
    • 26. Januar 2009 um 23:10

    Ich habe auch noch einen DSC260.
    Funktioniert sehr zuverlässig. Speicherverwaltung ist im Auslieferzustand nicht der Rede wert. Alles ist mit JBL Settings voll, kaum Platz für eigene Presets.
    Routing sehr starr, Headroom eingeschränkt (Input läuft schnell über), Limiter im Ausgang sehr einfach.

    Der Controller ist eng verwandt mit dem BSS Minidrive, aber auf keinen Fall damit zu verwechseln!
    Kostete im Neuzustand mal über 3000.- Deutsche Mark :x

  • Bassamp

    • rockline
    • 26. Januar 2009 um 23:01

    ukw: wie rockt das denn jetzt? Luftpumpe oder Dampfhammer?

    @all: APS8000 - würde ich in Erwägung ziehen. Ich habe Vergleiche zu Yorkville AP6040 und Chevin A6000.

    Kind: die hier bemerkte Stufe ist gut.
    MA5000: vom Amt!

  • info über alte camco-amps

    • rockline
    • 26. Januar 2009 um 22:57

    Wir haben viele Jahre DL 1500 Endstufen verwendet.

    Lüfter sind leise (130mm Pabst)
    Eingangsempfindlichkeit war hoch, irgendwie +6dB
    Limiter schlecht einstellbar - aber analog und gut gemacht
    Relais für Lautsprecher machten gerne zicken
    Printelkos (Roederstein meine ich) neigen nach Jahren zu Undichtigkeiten
    Robuste Schaltung mit Motorola TO3 Endtransistoren
    Sound war brav, leicht verschleiert, etwas zurückhaltend
    XLR Pinbelegung....war die schon 2 Hot.....
    :roll: ?

    Abmessungen war 3RU, LS Ausgänge Polklemmen seitlich, Blechdeckel überm Limiter, XLR In auch seitlich.
    Gruss

  • Was habt ihr eigentlich gegen dickes Gewicht beim Amp?

    • rockline
    • 25. Januar 2009 um 13:07

    Ich melde mich auch mal :)

    Zuerst muss ich feststellen, dass die Verstärker mit den konventionellen 50Hz (Trafo)Netzteilen im Verkaufspreis billiger sind.
    Das Konzept "SMPS Netzteil" ist allerdings bauteiletechnisch betrachtet billiger herzustellen - verkehrte Welt :)
    Der Vorteil des geringen Gewichts und der Leistungskorrektur (PFC) kommt beim SMPS Verstärker als weiteres Plus hinzu.

    Ein 50Hz Netzteil mit 3 Betriebsspannungen ist mit einem teuren Ringkerntrafo, der entsprechenden Einschaltelektronik, und den vielen hochkapazitiven Elkos mit kostenintensiven Bauteilen bestückt. Dagegen wirken sich die 20 Windungen der Schalttrafos nebst der MosFets im Herstellungspreis wie ein Sonderangebot aus.
    Ehrlich gesagt: Die Bauteile und Elektronikbestückung eines SMPS Netzteils industrieller Fertigung kostet vielleicht 20.-
    Ein vergleichbares 50Hz Netzteil kalkuliere ich mit rund 45.-
    Vorsicht beim Nachrechnen: ich habe die Herstellungskosten bei professioneller Elektronikfertigung in hohen Stückzahlen dargelegt!

    Klanglich spielt sich grundsätzlich die Musik in der Audioschaltung ab. Es gibt aber auch Verstärkerkonzepte, in denen die Netzteilelkos im Signalweg des Lautsprecherausgangs liegen. Inwieweit hier die Elkoqualität eine Rolle spielt kann ich derzeit nicht beurteilen. Dazu experimentiere ich demnächst beim pimpen einer Solution² Endstufe herum.
    Also - die Audioschaltung macht die Musik. Die Tieftonwiedergabe wird neben der Strombegrenzung in den Endstufenmodulen auch maßgeblich durch den Stromnachschub aus dem Netzteil bestimmt.
    Und hier schließt sich der Kreis zum Qualitätsunterschied: große Trafos+dicke Elkos = dicker Bass und hohe Dauerleistung!
    SMPS Netzteil = hohe Impulsleistung, guter Bass (wenn Audiokonzept entsprechen gut ist) - aber mäßige Dauerleistungswerte.

    Letztere Bewertung mit der Dauerleistung ist beim SMPS Netzteil nicht schön zu reden. Es gibt kaum ein SMPS was so hohe Stromwerte über längeren Zeitraum (>10 Sekunden und mehr) hergibt wie ein Trafonetzteil. Schon garnicht im 2RU (oder 1RU) Gehäuse moderner Endstufenkonzepte.
    In der Praxis bedeutet dies, dass nahezu alle Endstufen mit derartigem Schaltungsdesign sehr progressiv die interne Strombegrenzung zur Wirkung kommen lassen! Meist innerhalb von 3 Sekunden reduziert sich die anfänglich hohe Impulsleistung (zb 12dB Crest) auf höchstens 40% Restleistung, die diese Verstärker über längeren Zeitraum zur Verfügung stellen.

    Für HiFi Freunde, Festinstallationen und Anhänger imposanter Tieftonwummerei, sind daher Trafoendstufen nach wie vor eine gute Wahl. Trotz höherer Herstellungskosten fallen die erzielbaren Marktpreise deutlich niedriger aus - ein weiterer Vorteil für die Kunden.
    Die Nachteile wie hohes Gewicht, stabilere Racks usw. sind deutlich spürbar.
    Im Einzelfall kommt die letztliche Klangbeurteilung (sofern man überhaupt viel hört...
    :roll: ) neben der Gewichtsfrage in die Beurteilung zur Wahl einer Endstufe.

    Nochmal kurz was zur Messung an Trafo und SMPS Endstufen:
    Betrachten wir mal dieses Diagramm hier. Zu sehen ist die Klirrmessung einer Endstufe mit einem Ringkerntrafo. Deutlich erkennen wir im Spektrum die 50Hz Komponente durch Brummeinstreuung!

    Und hier eine Endstufe mit SMPS Netzteil, die überhaupt keine Brummkomponente aufweist:

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