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  2. rockline

Beiträge von rockline

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • rockline
    • 15. September 2016 um 09:49
    Zitat von "wora"

    rockline, ich möchte zum thema USV noch eine sache anmerken, die du offenbar nicht in erwägung gezogen hast.
    so ermöglicht ein per USV gepuffertes pult im falle eines stromausfalles, das man in der stromlosen zeit trotzdem korrigierend eingreifen kann. z.b. in dem man einfach mal vorsorglich kanäle oder ausgänge mutet oder im pegel reduziert. das ist für mich ein nicht zu unterschätzender vorteil.

    Das ist ok, kann man so sehen. In so einem Fall habe ich aber auch eine Methode die unvorhergesehene Artefakte verhindert: ich schalte den Mixer einfach aus, und erst nachdem der Strom nach erfolgter Fehlerbehebung zuverlässig wieder da ist, wird erneut eingeschaltet.
    Bei kleinen Veranstaltungen und kurzen Wegen zwischen Mixer und Bühne (Kirmeszelt u.ä.) spare ich mir den Zwischenschritt, und ziehe an der Verteilung vor der Fehlersuche die Strippe zur Mixerkabeltrommel raus.
    Ich kann Deine Sorgen aber nachvollziehen, denn immerhin warst Du mit deinem Pult ja in solchen Dingen bestraft genug. Mit unseren favorisierten Mixern war das nie ein Thema. Wie ist das denn mit Deinem aktuell neuen Gerät....wie flott ist der Kasten online, und muss man für diese Kiste auch den USV Aufwand betreiben?

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • rockline
    • 14. September 2016 um 20:52

    Digico war ja mal ein Paradebeispiel (neben den dicken Midas) für eingebaute Windows XP Rechner. Umso besser, wenn das heute nicht mehr so ist. Ich kann das überhaupt nicht beurteilen, da ich mich mit aktuellen Digico Geräten nicht auskenne.
    Das Thema USV, und auch der Thread aus 2013, zeigt eigentlich nur den Wunsch nach einer gewissen Mystik verbunden mit erhoffter Unfehlbarkeit der FoH Bude auf. Der alte Thread behandelt größtenteils iLive Probleme, und davon abgesehen jede Menge verklärter Unwissenheit über Netzteil bzw. USV-Hardware Technik.
    Inzwischen sind wir in 2016, und im Klartext ist beispielsweise jedes X32 oder auch Yamaha CL (selbst alte M7 und PM5) nach kaum einer Minute Online. Mit allen Showinhalten wie es Millisekunden vor dem Absturz der Fall war.
    Ich verstehe und akzeptiere den Einsatz einer USV bei Geräten die nicht so - wie oben angeführt - reagieren. Davon abgesehen bietet eine USV überhaupt keinen Vorteil. Aus Sicht einer "Bereicherung" für die bereitsgestellte Netzspannung für ein Mischpult-Schaltnetzteil ist dieser Gedanke vollkommen absurd.

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • rockline
    • 14. September 2016 um 20:07

    Realistisch betrachtet sind USV für Digitalmischpulte nur für zwei Sachen zu gebrauchen: Datenverluste bei unvorhergesehenem Stromausfall, und/oder lange Bootzeiten bei manchen Hersteller Produkten vermeiden.
    Elektrisch betrachtet bieten USV keine Vorteile. Ausnahmslos alle aktuellen Fabrikate arbeiten nicht mehr mit linearen Längsreglern als Spannungsstabilisierung, bei denen netzseitige Spannungsschwankungen nach unten zu Brummen, oder nach oben (ganz schlecht) Totalausfall führen könnten.
    Heutige Schaltnetzteile "interessieren" sich kaum noch für das was da aus der Steckdose kommt. Unmittelbar nach dem Netzfilter (oder einer eventuellen PFC) erfolgt die Gleichrichtung der (wie auch immer gearteten) Netzspannung, und ab da übernimmt der Schaltwandler das Betriebsspannungskonzept eines Gerätes. Da bei einem Schaltnetzteil immer eine fixe Primärgleichspannung direkt nach dem Netzeingang gebildet wird, ist jede Bemühung einer USV (die ja nichts anderes als eine Art mehr oder weniger hochwertiger AC/DC/AC Schaltung ist) um die "Qualität" der nachgebildeten (Ersatz)Netzspannung uninteressant. Einzig die Akkupufferung könnte bei sensiblen Betriebssystemen der Mixersoftware oben genannte Datenartefakte verhindern. Beispielsweise sind die Mixer mit denen ich so zu tun habe weder bei Stromausfall, noch beim erneuten Einschalten irgendwie auffällig. Und wenn mal was im Netzteil defekt ist, dann sind das Fehler die ohnehin "typisch Schaltnetzteil" sind. Ausnahme das alte 01V96, wo doch tatsächlich noch ein konventionelles Linearnetzteil mit 50Hz Trafo eingebaut ist.
    Einen Mixer sollte man heutzutage jederzeit Aus- und wieder Einschalten können und dürfen. Das ist doch eine Grundvoraussetzung ausgereifter Elektronikschaltungen, und das aufgesetzte Betriebssystem muss dazu passen. Alten Konstruktionen wie VI Serie, diverse Digico, iLive, Midas Pro und ähnliche mit Windows oder Linus Betriebssystemen ausgestatteten Mixern hilft eine USV tatsächlich über die Runden. Auch ein MA Grand Lichtpult ist ohne die internen Akkus etwas träge in der weiteren Mitarbeit nach einem Stromausfall.
    Aus dieser Sichtweise heraus sehe ich keinerlei Vorteil bei Verwendung einer USV, es sei denn das Mischpult ist ohne deratige Hilfsmittel weniger Praxistauglich.

  • I don't need that, 2.0

    • rockline
    • 8. September 2016 um 19:21

    Nee, der zweite ist doch prima. Mit dem kann man arbeiten. Der "local" - in dem Fall ich selber - ist grundsätzlich sehr offen gegenüber Gasttechnikern. Da habe ich keinerlei Vorbehalte, und rede denen in keinster Weise in ihre Arbeitsweise. Wenn mir aber jemand blöd daherkommt ist Ende mit Kooperation. Aber in gewisser Weise hast Du nicht ganz unrecht...mit fast 55 Jahren darf ich mir eine gewisse Erfahrung vorbehalten, die sich manch 25-jähriger Jungmixer erst noch erarbeiten muss. Und keine Sorge Guma - mit Dir hätte ich keine Probleme. Es sei denn ich könnte es Dir überhaupt nicht recht machen, und Du dich im Verlauf unserer Zusammenarbeit zu Typ 1 entwickeln würdest.
    Ich ergänze dann nochmal um Typ 4: kommt freundlich rüber, weiß was er machen muss und soll, hat den Blick für's wesentliche, fährt einen soliden Sound und verabschiedet sich nach 45 Minuten als symphatischer Kollege.

  • I don't need that, 2.0

    • rockline
    • 8. September 2016 um 10:58

    Es gibt drei verschiedene Arten von Gastmischern:
    1) der freundliche, der bei Ankunft sich alles erklären lässt und im Verlauf der Show zur Diva wird.
    2) der freundliche, aber unsichere, der froh ist wenn man ihm hilft, und auf konstruktive Zusammenarbeit aus ist.
    3) der Sack, der überheblich daherkommt, alles besser weiß, und am Ende ohne Verabschiedung geht.
    Letztens noch Typ 1 erlebt: eine Frau Mitte bis Ende fünfzig, zuständig für eine 3-Mann Kapelle älteren Semesters mit einfach gestricktem RocknRoll Programm. Festival mit 5000 Besuchern, d&b V-Serie gehängt, Yamaha 5D als FoH, Monitor von der Bühne, Besetzung ist Schlagzeug, 1 x Gitarre, 1 x Bass, 1 x Vocal. Die Dame gibt sich als lustige FoH Frau aus, erklärt auf Hilfe beim Soundcheck angewiesen zu sein, und beweist während des Changeover-Soundchecks nur die grundlegenden Kenntnisse in Bezug auf ein PM5 drauf zu haben. Soundcheck ist gemeinsam schnell gemacht. Doch dann kommt während der Show "ihre" Kreativität zum Zuge, in Form eines unerträglichen und schrill lauten Breis, den keiner anhören mag. Die vereinbarten 95dBA am Foh schafft sie nicht einzuhalten. Statt dessen 105dBA...ich mach das leiser, grade rund um 95dBA ist es einigermaßen erträglich. Gegen Ende der Show ist sie weg, irgendwo im Publikum, hört sich den Müll an, kommt zurück und schaut auf den SPL Messer. Der zeigt grade 93dBA an, und sie fliegt auseinander: you destroy my show, why did you make it less loud? Ich habe nur noch gekontert sie solle sich vom Acker machen...und sie war weg ohne Verabschiedung.
    Unterirdische Vorstellung. Nix drauf, erst freundlich und dann frech wie Rotz. Brauch ich nicht.

  • Max Pegel, Null Output - Gibt es sowas

    • rockline
    • 5. September 2016 um 09:24

    Ja, so betrachtet geht das natürlich nicht. Ich würde sagen: ein Auftrag für Dan Dugan.

  • Reisende Pulte

    • rockline
    • 3. September 2016 um 10:39

    Mitgebrachte Mischpulte finde ich immer dann prima, wenn die Band dementsprechend damit einen eigenen InEar Monitormix macht. Also wenn da eine wirklich funktionierende Show drauf ist. Oder die immer öfter zu sehenden InEar Mixer mit eigenem Splitter - welcome!
    Was ich nie mache: dem Kollegen einfach die Links/Rechts PA Summe geben, ohne das ich da nicht irgendwelche Korrekturmaßnahmen (im Fall der Fälle) ergreifen könnte. Im Klartext leiser machen, oder Bass rausdrehen, oder 2KHz Säge bearbeiten. Ich habe ein ziemlich treffsicheres Gespür für das Talent der mitreisenden jungen Kollegen, und bin dann dementsprechend relaxter oder auch nicht.
    Grundsätzlich bin ich immer froh wenn solche "ich habe meinen Mixer dabei" Produktionen kommen. Dann muss man sich um nichts kümmern. Negativbeispiel: im Sommer hatte ich eine junge Dame als FoH Technikerin einer (für mich) recht eigenartigen Darbietung zu Besuch. Festival, viele Bands...Umbauzeit etwa 20 Minuten...Ansage...geht los. Die Kollegin wünschte sich AES raus und rein um irgendwas in der Summe zu manipulieren (ich weiß bis heute nicht mal was sie da gemacht hatte), dazu 2 x analog Send und Return, die DCA Regler als Mixbusse, und schleppte dazu auch ein eigenes 19" Case mit entsprechendem "ist grade angesagt" Material, einem RME Dingen & Mädchen-Laptop an. Daran war dann noch so ein Effektdrehundtaster-USB-Multidingsbums angeschlossen....kurz und gut - alles was sie für die Show so brauchte. Während des Umbaus auf der Bühne ging viel Zeit für Patching der Konsole drauf (wo war noch mal Stereo-A AES Out und In?), und es blieb dann sportlich wenig Zeit für den (eigentlich nicht) benötigten On-Air Soundcheck drauf. Erst jetzt bemerkte die Kollegin das die Kanal EQ der Konsole nicht flat waren, und in Unkenntnis der Sachlage selbiges mit einem Tastendruck zu lösen, wurde sie langsam etwas nervös und ungehalten. So könnte sie nicht arbeiten, dass geht überhaupt nicht, und überhaupt...wo wäre denn ihr Startpreset? Hallo....einen Trommler, 6 Playbackspuren und einen MC, und dazu ein Startpreset? Hätte sie ja mitbringen können, dann wäre das einmal "Recall Show" gewesen. Nachdem ich ihr noch gezeigt habe wie man die EQ's in einer Sekunde glatt macht, habe ich mich dann mal gemütlich an die Seite gestellt und nur noch auf Zuruf reagiert.
    Der jungen Frau habe ich dann noch geraten sich irgend so eine billige A&H QU zu kaufen, und ihren Special damit zu machen. Das wäre nix für ihre Nerven mit Fremdpulten und dann wäre so ein Aufriss auch nicht nötig gewesen.
    Das sind diese Fälle wo ich sage...bringt unbedingt euren Kram mit, und ich habe meine Ruhe.
    Nach dem kurzen Fallbeispiel pro eigenem Mixer sieht die Praxis hier eher so aus: 20% bringen Mixer mit, 70% nutzen was vor Ort ist, und 10% nutzen was vor Ort ist und haben dafür eine digitale Show dabei. Die, die selber mitbringen, liefern in der Regel einen ordentlichen Sound ab. Von dieser 100% Summe der reisenden Techniker ist im landläufigen Festival und Stadtfestbetrieb aber eher selten ein Tonschrauber als "junger Mann zum mitreisen" gesucht dabei. Das Verhältnis zwischen Band mit Tontechniker und ohne Techniker ist etwa 3:7.
    Wie halte ich es selber? Wenn ich die Mischpulte vor Ort nicht kenne, oder auch keine Lust habe kennenzulernen, dann nehme ich eine kleine Midas/Behringer M32R mit DL32 Stagebox im Kofferaum mit.

  • Max Pegel, Null Output - Gibt es sowas

    • rockline
    • 3. September 2016 um 09:59

    Ich würde den Kompressor hier mit einer sehr hohen Ratio einstellen, den Treshold auf das Niveau wie man es für die "leisen" bzw. "normalen" Pegel benötigt (so das der da noch nicht anregelt), und vor allem den Gain den Kompressors auf 0dB lassen. Dann hat man eigentlich schon fast einen Limiter, der genau macht was Du willst. Release kann man auch noch recht langsam einstellen, dann wackelt der Ton auch nicht so.

  • praktische Fehlersuche in der Audiodatenübertragung

    • rockline
    • 23. August 2016 um 23:02

    Wir haben das heute noch mal weiter untersucht:
    Cat Kabel ist ein Procab Cat5e in 50 Meter Länge. Der Schirm ist aber nur einseitig angeschlossen, und war in dem beschriebenen Fall an der Rio Stagebox kontaktiert.
    Warum der Hersteller den Schirm nur einseitig anschließt ist mir nicht klar.

    Das Kabel selber hat keine direkt sichtbaren Beschädigungen auf der kompletten Länge. Durchgangsmessung und Isolationsmessung sind positiv. Kurzschlüsse sind auch nicht messbar.
    Mit dem Zwischenadapter zum auftrennen einzelnen Adern (zwecks Fehlerprovokation) habe ich einen kleinen Kurzschluss zwischen den Adern hergestellt. Kleiner Kurzschluss heißt zeitmäßig sehr kurzer Kurzschluss (Millisekunden), weil ich schauen wollte wie die Dante Technik darauf reagiert? Ergebnis: kurze Aussetzer im Ton.
    Längere Kurzschlüsse bewirken kurze Totalaussetzer mit selbstständiger Fortsetzung der Musik bei Fehlerbeseitigung.
    Unser Verdacht richtete sich einen Moment auf einen Kurzschluss im Kabel, konnte aber nicht bestätigt werden.

    Zudem war das Fehlerbild vor Ort auch anders als sämtliche Manipulationsmaßnahmen ermöglichen.
    Unterm Strich arbeitet die Kombination aus Yamaha Mixer mit Rio Stagebox bei allen Versuchen das System zu ärgern sehr unspektakulär. Es macht genau was es soll ohne aufzufallen.

    Wer hat eine Idee wo man Kabel mit folgenden Eigenschaften bekommt: 3 x 1,5² plus zwei Cat6 oder Cat7 in einem strapazierfähigen PUR Mantel? Und das ganze nicht zu dick.

  • praktische Fehlersuche in der Audiodatenübertragung

    • rockline
    • 23. August 2016 um 12:51

    lambda-halbe: meinst Du es würde sich lohnen bei Yamaha anzurufen? Sollte es da Fehlerspeicher geben, dann wären ja Einträge mit Datum und Uhrzeit ein Highlight!
    Ich mach das, und frage später mal telefonisch nach.

  • praktische Fehlersuche in der Audiodatenübertragung

    • rockline
    • 23. August 2016 um 00:52

    Also Fehlerspeicher wüßte ich jetzt nichts von. Ist ja kein Windows Kasten, wo man alles auf einer HD speichern könnte.
    Aber ich bin da nicht so der Maßstab um das zu beantworten, dazu befasse ich mich zu wenig mit der Kiste. Ich kann die gut bedienen, und auch einen soliden Ton drauf drehen. Aber ein IT-Experte bin ich leider nicht, und weiß aus dem Stehgreif auch nicht wo das Ding so eine Art Logfile bunkern würde?

  • Real Horns

    • rockline
    • 22. August 2016 um 23:53

    Das ein R-C-L Glied die Impedanz einer Box verändern kann steht außer Frage. Ein Impedanzanstieg (Spitze) eines eingebauten Lautsprechers kann man mit einem abgestimmten Saugkreis und einem passenden Längswiderstand so auslegen, dass die Wechselstrom-Impedanz insgesamt durch diese Parallelanordnung "grade" aussieht. Das erklärt aber noch nicht das zu hörende Resultat.
    Ich vermute hier eher eine Beeinflussúng der Gegen-EMK des Lautsprechers wenn kein Signalnachschub vom Verstärker kommt. Also eine abgestimmte Wechselstrombremse (wenn man das mal so nennen darf).
    Es könnte aber auch sein, dass der parallele Saugkreis den Frequenzgang der Endstufen beeinflusst. Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass Andreas nicht mit jeder Endstufe zu akzeptablen Ergebnissen gekommen ist, und im vorliegenden Fall mit Crown Geräten die besten Resultate erzielen konnte. Möglicherweise reagieren diese Endstufe auf eine RCL Belastung. Mich würden mal die Werte von dem Widerstand, der Spule und dem Kondensator interessieren? Ich könnte so ein Konstrukt mal kurz zusammenschalten, und ein paar Experimente an Endstufen damit machen. Also Frequenzgang messen, und die Reaktion - sofern vorhanden - darstellen. Allerdings müsste das dann schon eine eher niederohmige Geschichte beim Bauteil R bedeuten, denn alles was hier über 2 Ohm ist dürfte aktuelle Endstufenkaliber kaum beeindrucken.
    In der Tat ist die Anwendung eines Saugkreises mit Widerstandsanpassung parallel zu einem Tieftöner sehr ungewöhnlich, sofern kein Längswiderstand in der Zuleitung für "regelnde" Voraussetzungen sorgt.
    Es ist wirklich schade das Kollege "Realhorns" so weit von hier weg wohnt. Ich finde das System hochinteressant, und ausgesprochen beachtlich wegen des immensen Aufwands. Der Andreas geht ein paar ungewöhnliche Wege, und hat sich nebenbei bemerkt auch mit den Limiter Einstellungen an BSS 366 Omnidrive Controllern beschäftigt. Aus diesem Grund habe ich heute genau das gleiche im Lager gemacht, und die Messergebnisse zu der Funktion "Over" im Limitereinstellbereich sind ernüchternd. Ich hatte mich damit bisher nie messtechnisch befasst, und diesbezügliche Einstellungen immer irgendwie etwas höher als die Limitschwelle gemacht. Ab heute weiß ich, dass diese Funktion in einem BSS Omnidrive auf Stellung "Off" gehört! Wenn Andreas mich nicht gefragt hätte was diese Einstellung "genau" macht, dann hätte ich das nie nachgemessen und beurteilen können.
    Insgesamt habe ich bereits erkannt, dass das Realhorns System extrem "gesoundet" ist. Andreas hat viele Bearbeitungsgeräte im Audiosignalweg ausprobiert, und auch vieles in das System integriert. Auch auf den ersten Blick eher "altmodische" Dinge wie Übertrager in den Ausgangswegen der Controller tragen zum Gesamtsound bei. Mit "linear" im Sinne heutiger Systemtechnologien hat das nichts zu tun, muss und braucht es auch nicht. Und wenn die RCL Saugkreise auch ihren Teil zum Sound beitragen (ich gehe zweifellos davon aus, dass Andreas hier irgendwas vorteilhaftes auch tatsächlich hört), dann ist das erst mal so - auch wenn es elektrisch vom Schaltprinzip in Kombination mit einer Endstufe nicht ganz nachvollziehbar ist.

  • praktische Fehlersuche in der Audiodatenübertragung

    • rockline
    • 22. August 2016 um 23:11

    Ich habe den Yamaha QL/Rio Aufbau von der erwähnten Situation aktuell im Lager aufgebaut und getestet. Das Kabel ist vom Hersteller "Procab" und wurde über Adam Hall verkauft. Im aktuellen Internetangebot finde ich es nicht mehr - egal.
    Beim Test im Lager spielte der Aufbau wie gewohnt. Keine Auffälligkeiten. Das QL ist auf 48KHz eingestellt, die Latency stand allerdings auf sportliche 0,5ms und Daisy Chain war aktiviert. Ok soweit - Kombi aus QL und Rio tut......es wird also Zeit um das zusammengelötete Konstrukt aus zwei Cat6 Kabeln mit dazwischen geschaltetem 9-fach DIP Schalter zu testen.
    1. Test: Schirm auf und zu > macht nichts.
    2.Test: alle Adern einzeln mit den DIP Schaltern trennen > Musik geht jeweils aus, die orange Sync Lampe zeigt an das was nicht stimmt. Schalter wieder zu, ein paar Sekunden später spielt es wieder. Kein zerren, kein ploppen, nichts....völlig unproblematische Sache. Musik geht, oder geht nicht. Nichts anderes.

    Hmm....ich habe es auch nicht anders erwartet.
    Heutige Erkenntnis: Null...,außer das ich mich frage, warum das auf der Veranstaltung erst nach Tausch der Strippe wieder funktioniert hatte?

    Im weiteren Verlauf habe ich das Ding auf "Redundant" umgestellt. Also QL und Rio, und dann mal experimetiert. Wenn ich dann eine Strippe rausziehe blinkt die Sync Lampe rum. Musik funktioniert dennoch über den anderen Port. Aber nicht wenn man primär und sekundär vertauscht. Also einmal über Kreuz. In der Einstellung "Redundant" kann man scheinbar auch mit nur einem Kabel arbeiten, auch wenn die Sync Lampe ständig blinkt. In Einstellung "Daisy Chain" bedeuten zwei gesteckte Kabel aber Vollchaos. Dann bootet die Mixkiste noch nicht mal.

    Egal, dass verdächtige Kabel wird verschrottet, weil ich zum einen nicht weiß was der Fehlergrund war, und zum anderen keine Lust auf weitere Experimente damit habe. Ich vermute auch das es ein UTP Kabel ist, und das wird offensichtlich von Dante bzw. Yamaha nicht gern gesehen. Als Treppenwitz sei bemerkt, dass das schon auf zig Veranstaltungen völlig problemlos funktioniert hatte.

    Fazit: Fehler nicht gefunden. Die Kabelfrage zwischen UTP und FTP ist übrigens merkwürdig: was soll ein Schirm bei den hohen Frequenzen überhaupt bewirken? Höchstens Interferenz innerhalb der Aderpaare bei UTP Strippen. Dann möchte ich aber wissen, warum das trotzdem mit einfachen UTP Kabeln funktioniert? Und sollte das mein Dropout Thema erklären können - warum hat das bisher nie Probleme bereitet?
    Naja, irgendwas ist ja immer...

  • praktische Fehlersuche in der Audiodatenübertragung

    • rockline
    • 21. August 2016 um 22:49

    Ich hatte aktuell auch ein Thema mit einer unserer Cat5 Trommeln. Hersteller ist mir grad nicht ganz klar, entweder Thomann oder Adam Hall....muss ich noch nachschauen. Typische 50 Meter Trommel für wenig Geld.
    Szenario kleines Festival mit drei Bands. Pult Yamaha QL1 an einer Rio3224 über primary port mit einer Strippe verbunden. Mittags Soundcheck, keine Auffälligkeiten. Erster Programmpunkt am Abend ist eine Liveband mit eigenem Soundcraft Mixer, der mit zwei Kanälen L/R in die Rio geht. Die Show geht 1,5 Stunden, danach Umbau mit Zuspieler Ipod - und schon fängt es an komisch zu werden: rechte PA-Seite klingt richtig übel, zerren und Aussetzer. Beim lauter machen zum genauer checken unterbricht der Sound komplett im Millisekundenbereich. Sync ist da, Pult lässt sich bedienen....seltsam. Die Kombination ist etwa zwei Jahre alt, letztes FW-Update ist drauf, aber ich wußte das der Kollege mit dem gleichen Pult und einer Rio kürzlich auch schon mal komische Dinge erlebt hatte. Das zur Info.
    Pult aus und an, Rio aus/an...alles keine Abhilfe. Yamaha QL spielt nach wie vor richtig mies. Zwischenzeitlich baut die nächste Kapelle auf, und das Zeitfenster zur Fehlersuche ist nicht soo riesig. Kurze Idee von mir - ich stecke das zweite Cat5 Kabel an den sekundären Port des QL und der Rio - vielleicht hilft's? Gedacht getan, und beim anstöpseln des bereits im QL steckenden Kabel an die Rio ist erst mal Totalausfall angesagt. Kurzes zerren wie blöde - danach Stille. OK, keine Zeit mehr für Experimente...das zuletzt aktivierte Kabel in den primären Port gesteckt, den sekundären Port wieder unbenutzt gelassen, Rio aus, Pult aus, beides wieder an - spielt alles wieder!
    Scheinbar ist das Kabel mit der laufenden Nummer 15 im Inventar irgendwie defekt, und wird in der nächsten Woche eingehend untersucht, bzw in die Tonne befördert.
    Fraglich bleibt:
    warum hat das stundenlang problemlos funktioniert?
    warum kann man an den sekundären Port einer QL keine zweite Verbindung im laufenden Betrieb anschließen?
    warum spielt der Mist grundsätzlich, zerrt aber und unterbricht die Wiedergabe in kurzen Intervallen, besonders beim "lauter" machen?

    Wir haben mehrere Cat5 Kabel. Mit einer Midas M32 und DL32 Stagebox hatte ich auch schon ziemlich nette Bekanntschaften in Bezug auf die Reaktion mit diesen Kabeln gemacht: Musik läuft, plötzlich ein Knallen aus den Lautsprechern, Sync geht dabei kurz aus, und ein paar Sekunden Stille bis alles wieder läuft. Das wiederholte sich mehrfach. Ursache ist bis jetzt nicht ganz klar. Hatte die DL32 mal auseinander, weil die auf wackeln am Cat5 Neutrik reagierte - seitdem irgendwie "Ruhe", obwohl ich nur mal reingeschaut hatte.
    Vermutung ist der Betrieb an dem gleichen Kabel wie oben im Yamaha Beispiel beschrieben. Das Kabel ist jetzt markiert, und ich mache da eingehendere Versuche und Messungen dran. Ebenso habe ich mit heute einen 8poligen Cat5 Zwischenschalter zusammengelötet (mit 8 DIP-Schaltern), um die einzelnen Strippen innerhalb dieser Cat Kabel einzeln unterbrechen zu können, um damit die Reaktion der Mixer zu beobachten. Ich will und muss wissen was da passiert! Spekulationen bringen da nix.

    Fazit: ziemlich anfälliger Kram.

  • Endstufe 2 x Seeburg G Sub

    • rockline
    • 14. August 2016 um 21:37
    Zitat von "Mathias1983"


    zumindest bei der FP+ Serie wurde das Netzteil von Rockline bemängelt (den Thread habe ich nicht mehr im Kopf, aber er sagte was von "08/15").

    Kurze Anmerkung dazu: bemängelt ist nicht die richtige Umschreibung. Ich hatte irgendwann mal erklärt, dass es sich um eine grundsätzlich einfache Schaltung mit Speichertrafo handelt, die ohne aktive Leistungsfaktorkorrektur aufgebaut ist. Die fehlende PFC ist aber kein Mangel, technisch in Bezug auf die Anzahl der Bauteile und die Reparaturfreundlichkeit sogar ein Vorteil.
    Die Netzteile von FP10000 und FP14000 sind fast identisch, und wenn ich mal von "grundsätzliches Schaltungsprinzip" absehe sogar ziemlich kompliziert gebaut. Im Fehlerfall ist das Netzteil manchmal ein sturer Gegner für den Servicetechniker und nicht so einfach zu reparieren.

    Die FP14000 ist ein exzellenter Bassverstärker, bei dem das Netzteil mit fast 2 x 200V Betriebsspannung für enorme Impulsleistungen an den Ausgängen der Endstufen beteiligt ist. Ob mit oder ohne PFC eine ganz klare Empfehlung.

  • Pultberatung zwecks Neuanschaffung

    • rockline
    • 10. August 2016 um 12:44

    Yamaha QL5 mit Rio3224

  • Yammi P7000S plötzlicher Tod

    • rockline
    • 23. Juli 2016 um 10:46

    Für alle mitlesenden Teilnehmer, die der Sache nicht mehr folgen können:
    Marco schreibt vom Netzteil, und Dosenfutter meint den Abwärtswandler auf der Endstufenplatine. Beides sind grundverschiedene Dinge.

  • Yammi P7000S plötzlicher Tod

    • rockline
    • 21. Juli 2016 um 21:48

    Wenn Du Zeit hast kannst Du ja mal für den Oszi einen Komponententester zu basteln. Ist einfach ein XY Bauteiletester. Keine 10.- Aufwand, aber hilfreich bei der vergleichenden Fehlersuche. http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.hobby-bastelecke.de%2Fbilder%2Fschaltungen%2Fkomponententester.gif&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.hobby-bastelecke.de%2Fmessen%2Foszi_komponententester.htm&h=380&w=600&tbnid=FV4Ye_wY480T8M%3A&docid=H3ZqE0Obzzj4xM&hl=de&ei=GSGRV9LYJ8W3UeezsKAE&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1212&page=1&start=0&ndsp=40&ved=0ahUKEwiSycb6o4XOAhXFWxQKHecZDEQQMwgqKAUwBQ&bih=956&biw=1920
    Davon abgesehen würde ich den defekten Kanal erst einmal im wesentlichen in Betrieb nehmen. Alle Endtransistoren freilöten, bis auf zwei funktionierende die zu Reparaturzwecken vollkommen ausreichend sind. Dann Labornetzteil dran, falls möglich Strombegrenzung auf 200...300mA einstellen, und +/- 30V an die eigentliche Betriebsspannungsschiene legen. Den ganzen Spannungsregelschnickschnack hochlegen - braucht man noch nicht zum testen bzw. reparieren.
    Dann Sinussignal direkt an den Differenzeingang anlegen und am Ausgang mal schauen was denn so passiert? Nulllage stabil, beide Halbwellen lassen sich aussteuern ohne seitlich einzubrechen? Oder kippt die Schaltung direkt nach plus oder minus, zerrt völlig, oder lässt sich nicht symmetrisch aussteuern?. Mit den Basisinfos zum Funktionszustand geht es dann weiter in die Details. Hier hilft das Ding aus dem Link mehr als das Voltmeter zur Spannungsmessung in der Schaltung. Letzterer ist trotzdem ein wichtiger Indikator für die grundlegende Beurteilung von Spannungssymmetrien. Vor allem grundlegende Sachen wie diese Sicherungswiderstände zwischen den einzelnen Verstärkerstufen. Wenn die Audiogeschichte erst mal funktioniert, dann kann man auch mit einem 8Ohm Widerstand mal den Ausgang belasten (vorher die eventuell vorhandene Strombegrenzung der Hilfsstromversorgung auf etwa 1A einstellen). Spielt das noch? Falls ja, und es lässt sich etwa 20 - 30 Watt entlocken sieht es schon mal gut aus. Erst jetzt kommen die anderen Endtransistoren wieder dazu, alle anlöten...wieder testen. Immer noch gut? Jetzt kann man die Betriebsspannung des Hilfsnetzteils an den Eingang der Konverter anlegen. Hier wäre natürlich ein bis auf über 100V einstellbares Gerät der Burner.....man kann aber auch mal versuchen zu schauen, was denn passiert wenn "nur" 2 x 30V anliegen. Zwei Optionen: es tut sich garnichts, oder das Konstrukt präsentiert ein Sägezahn ähnliches Signalschema auf beiden Spannungsseiten. Und erst ganz zum Schluss - wenn ich so einen reparierten Kanal als repariert erachte - kommt die originale Betriebsspannung wieder dran. Und wie bereits erwähnt...diese Yamahas sind nicht einfach zu machen, und haben auch noch recht schlecht zu beschaffende Bauteile drin. Kommerziell sind die kaum reparierbar, da geht meiner Erfahrung nach viel Zeit rein. Aber als Feierabendprojekt ist das machbar.

  • Yammi P7000S plötzlicher Tod

    • rockline
    • 21. Juli 2016 um 13:01

    Das mit den Smileys habe ich nicht so ganz verstanden. Eher so, als wenn es Dir vorkommt als spielten wir "wer ist hier der schlauste?" und es Dich nervt, wenn andere was erklären möchten.
    Und ein wenig beratungsresistent bist Du schon, denn gut gemeinte Ratschläge (bis auf den Hinweis mal den Halbleiterlieferanten zu wechseln) nimmst Du nicht so gerne an. Ich kann da auch nur für mich sprechen, weil ich solche Reparaturen anders angehe. Widerstände in Reihe zu Inbetriebnahmeversuchen sind dabei nicht so an der Tagesordnung, und wenn dann auch noch recht oberflächlich durch Beobachtung der Wärmeentwicklung Rückschlüsse auf die sichere Funktion des Ausgangsverstärkers geschlossen werden,....hmm....da komme ich dann nicht mehr so ganz mit.
    Nochmal der gut gemeinte Hinweis: schau Dir die 4,7Ohm und 1 Ohm Widerstände an - ist da was defekt musst Du weiter im Regulatorkreis defekte Bauteile suchen und erneuen. Und messe alle Dioden durch, im Zweifel einseitig abknipsen und messen. Was hast Du denn für'n Oszi? Hameg, vielleicht sogar mit Komponententester? Wenn ja, dann sollte der Vergleich des intakten Kanals mit dem defekten die korrekte Richtung weisen.
    Ich schreibe übrigens nur noch recht wenig, und kaum was zu "so wird's gemacht". Bei diesen Yamahas habe ich aber ziemlich oft (für meine Verhältnisse) Reparaturen gemacht, und weiß wie komplex die sind. Das wird nur noch durch diverse Technics Boliden (HiFi) und so einige PWM Designs getoppt. Und wenn ich mal was veröffentliche, dann ist das nur die Spitze des Eisbergs um grundsätzliche Tipps zu geben. Aber mit "einschalten und kurz Luft anhalten...paff...oh scheiße...schnell Stecker raus" kommen wir nicht weiter. Dann kann man auch kaum noch was sinnvolles dazu beitragen.
    VG Stefan

  • Yammi P7000S plötzlicher Tod

    • rockline
    • 21. Juli 2016 um 09:09
    Zitat von "surfvill"

    ...und zum Schwanzvergleich musst Ihr schon persönlich antreten! :D:D:D


    Ich klinke mich da jetzt mal komplett aus. Ich habe mehrfach versucht Dir zu helfen, und mache solche Dinger auch schon ein paar Tage länger fertig. Aber wenn Du alles besser weißt, und es mit solchen Mitteln dann doch nicht klappt - dann frage ich mich warum man Dir überhaupt was dazu schreibt?
    Naja, viele Grüße -
    Stefan

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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