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  2. Oliver Stein

Beiträge von Oliver Stein

  • EV PL 20 vs. RE 20

    • Oliver Stein
    • 5. März 2004 um 21:32

    Hi 4Art,

    der größte Unterschied zwischem einem PL20 und einem RE20 war damals der Vertriebsweg - das RE20 wurde über die Professional-Schiene an Rundfunk und Fernsehen abgesetzt (und war dort teurer), das PL20 war für den Consumer (=Musiker) Markt gedacht und eben billiger. Damit den Rundfunk-Fritzen das nicht zu blöd wurde, wurde das RE20 eben vom EV-Marketing als aus selektierten Bauteilen gebaut verkauft und schon war die Welt i.O. :) Klanglich sind die beiden denn doch ziemlich ähnlich, um nicht zu sagen: identisch!

    Alternativen: es gibt welche - teure und billige - die eine Sorte in jedem Laden zu kaufen, die andere äußerst rar und von Kennern gehütet (da muss man schon einen Unwissenden finden, der einem eins für 50,- Euro verkauft - so wie bei mir -grins-).

    Also, teuer und gut: RE20 eben daselbst von EV, noch teurer das RE27N/D, welches eigentlich das RE20 ablösen sollte - nur hatten da die Marketing-Fredis eben den Kunden nicht eingeplant, der das RE20 als dermaßen gesetzten Standard nicht wieder hergeben wollte. Das RE27N/D hat einen Neodym-Magneten und damit nochmal 6 dB mehr Output, was so manches Pult ohne Pad schon vor Probleme stellt. Es hat ein ausgeklügelte Filternetzwerk mit an Bord, mit dem sich etliche Kombinationen einstellen lassen. Das RE27 klingt ein wenig härter als das RE20, aber das kann mit dem Hi-Cut Schieber relativiert werden. Für Sax und anderes Gebläse (und eigentlich auch alles andere incl. Stimme) ist es absolut universell einsetzbar - immer mit hervorragenden Ergebnissen.

    MD441 / BF541: ich bin zwar ein absoluter Fan dieser Sennheiser-legenden (auch und gerade am Saxophon), aber es klingt doch völlig anders als ein RE20 oder 27 - mehr Hifi-mässig. Aber wie gesagt - ich habe mit einem BF541 schon Konzertmitschnitte von Saxophonisten gemacht, die wirklich geil klangen.

    Saxophon läßt sich übrigens auch Live gut mit Großmembranen abnehmen, wenn es nicht eine Rockband ist. C414B-ULS oder (klingt fast gleich, ist aber viel billiger und damit etwas bühnentauglicher) ein C3000 (das Magnum unter den Mikros...)

    Und jetzt die günstige Variante: Die Firma Ibanez hat in den 70ern und 80ern eine Serie von Mikrofonen am Start gehabt, von denen eins eine unglaublich freche Kopie des RE20 ist, das Ibanez TechII TH800 - und dieses Mikro klingt mindestens ebensogut wie ein RE20! Aber wie gesagt, die Dinger sind wirklich selten und nur ganz ab und zu mal bei ebay zu haben - aber es lohnt sich! Ich würde jederzeit bis zu 100 Euro für ein heiles Exemplar hinblättern, wenn neuwertig vielleicht noch mehr.

    Ansonsten gibt es mittlerweile einige aktuelle Kopien des (Frauen weglesen) Elefantenp...els, aber die sind halt nur Kopien, die niemals selber einen Kultstatus aufbauen werden.

    Geh auf die Suche nach einem TH800 - es lohnt sich. Und wenn keins kommt, dann kauf aus Frust ein MD441/BF541, davon kann man auch nie wirklich genug im Koffer haben...

    Gruss, Oliver

  • Welches Mikro um Blasmusikorchester aufzunehmen ?

    • Oliver Stein
    • 13. Februar 2004 um 20:15

    Hi Patrick,

    Dein 414 ist dafür sehr gut geeignet - nur in Mono wird das nicht richtig umwerfend sein... :)

    Du hast zwei möglichkeiten:

    1. Du leihst ein zweites 414 (aber dann auch ein B-ULS) und nimmst in einer Dir genehmen Stereotechnik auf (ORTF, XY, AB, MS, Blumlein oder was auch immer)

    2. Du kommst nicht an ein zweites 414 ran, dann tut es jedes gute Klein- oder Großmembran Nierenmikrofon. Mit dem und dem 414er nimmst Du in MS-Technik auf, das 414 fungiert dabei in Achter-Charakteristik als Seitenmikrofon, die Niere als Mittenmikrofon.

    Wenn Du mit einem Stereoaufnahmegerät aufnimmst, solltest Du die Mikrosignale nicht vor dem Aufnahmegerät decodieren, sondern so als Mitten und Seitensignal aufnehmen. Dann kannst Du hinterher ganz bequem zu Hause noch die Basisbreite ändern...

    MS-Matrix mit einem beliebigem Mischpult: Mittesignal auf einen Kanal und Pan in die Mitte, Seitensignal auf zwei Kanäle aufsplitten und einen davon in der Phase drehen, die beiden Seitensignale hart links und rechts pannen. Pegelverhältnisse musst Du nach gefühl anpassen (vor allem wenn es unterschiedliche Mikros sind), die Seitenkanäle müssen aber immer den selben Pegel haben (kannst Du prüfen, indem Du das Mittensignal mutest und die Pan-Pots der Seitenkanäle in die Mitte drehst. Dann so lange Gain feinjustieren, bis kein Signal mehr zu hören ist (die Signale sich voll auslöschen).

    Abgesehen von einigen anderen Vorteilen wirst Du so auch eine perfekt Mono-kompatible Aufnahme erstellen, denn wenn Du das decodierte Signal auf Mono drehst, hörst Du nur noch das Mittenmikrofon.

    Viel Spass beim Aufnehmen.

    Oliver

  • Erfahrungen mit ProMix 01 von Yamaha, ....

    • Oliver Stein
    • 4. Februar 2004 um 21:05

    Hi,

    Fat A: hast Du vollkommen recht mit, für Live wird es reichen (wenn man dort mit der Oberfläche klarkommt) - ich hatte ja auch nur ungefragt meinen Senf aus Studiosicht dazugeworfen und wollte auf die - wie soll ich sagen - etwas veraltete Technik des Teils hinweisen :)

    Gruss, Oliver

  • Erfahrungen mit ProMix 01 von Yamaha, ....

    • Oliver Stein
    • 29. Januar 2004 um 22:06

    nur mal so am Rande (und vielleicht etwas einseitig aus Sicht eines Studiobetreibers): der Promix ist wohl von allen Digitalpulten die sich so in der freien Wildbahn tummeln der schlechtklingendste - was nicht heisst, das er absolut gesehen schlecht klingt. Nur im Vergleich zu -zugegeben- meist deutlich teureren anderen Digitalpulten ist er eben untere Kante...

    Muss es denn digital sein?

    Gruss, Oliver

  • globale phantomspeisung

    • Oliver Stein
    • 3. Januar 2004 um 16:08

    HI,

    hast Du schon mal dran gedacht, das Mischpult einer kleinen Modifikation zu unterziehen? Wenn die Platinen des Pults nicht unbedingt komplett mit SMD-TEchnik bestückt sind, dann sollte sich eine (für jeden Kanal oder für Gruppen von 4) schaltbare Phantomspeisung nachrüsten lassen. Oder Du klemmst einfach bei ein paar Kanälen die Phantomspeisung ab (so hab ich es bei meinem Spirit Live 4 gemacht - das hat dafür sogar extra Jumper...).

    Für den Preis von ein paar ordentlichen Übertragern bekommst Du das vielleicht schon von einem Laden gemacht - und wenn Du ein Multimeter bedienen kannst und einen Lötkolben - dann machst Du es selber... :)

    Gruss, Oliver

  • phantonspeisung

    • Oliver Stein
    • 24. Dezember 2003 um 01:10

    Hi Soundklinik,

    da hast Du für den Bereich der Messtechnik sicherlich recht - die Anforderungen hier liegen aber auch deutlich anders als bei einem Kondensatormikrofon für den Bühnen- und/oder Studiogebrauch.

    Die weitverbreitete Meinung "Elektret=Schrott" wird von einigen Klassikern ja auch eindrucksvoll widerlegt (im PA-Bereich z.B. das CK391 von AKG, das sich einen festen Platz über den Becken der Welt erobert hat, obwohl es in Elektret-Technik gebaut ist).

    Ein paar Klassen darunter finden wir dann diesen ganzen China/Thomann/Conrad-Mist für 59,-Euro das Paar, der zu dem Preis natürlich in Elektret-Bauweise hersgestellt ist, aber primär einfach nur billig und schlecht konstruiert ist und auch dementsprechend klingt.

    Mein Punkt ist der, das ein Kondensator-MIkrofon nicht zwingend deswegen schlechter ist als andere, weil es in Elektret-Bauweise hergestellt wird. Mit hinhören würde die Frage der Qualität eines Mikros sicherlich manchmal einfacher zu beantworten sein als mit dem Wissen um die Konstruktionsdetails der Kondensatorkapsel...

    Gruss, Oliver

  • phantonspeisung

    • Oliver Stein
    • 22. Dezember 2003 um 00:16

    Hi Soundklinik,

    ja, Du hast recht! Ich hatte das "Mess-" überlesen und den Oberlehrer zu früh angeschaltet... :)

    Mir ging es eigentlich auch nur darum, diesen ganzen Hype um True-Condenser und Elektret ein bisschen zu relativieren und daher die DPA-Mikros genannt.

    Und als Du dann Bruel&Kjaer und 200V nanntest, war ich gedanklich gleich bei den Hochvolt-Typen von DPA...


    Gruss, Oliver

  • phantonspeisung

    • Oliver Stein
    • 21. Dezember 2003 um 12:36
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Nur am Rande: Es gibt auch (professionelle Kondensator-Messmikros, die sagar 120 Volt oder 200 Volt (Polarisationsspannung) brauchen - wie z.B. Mikros von Bruel&Kjaer, Norsonic oder G.R.A.S.

    Die Mikrofone von DPA (Bruel&Kjaer) benutzen die hohe Spannung nicht zur Polarisierung der Kondensatorkapsel, sondern nur um hochwertigtste Vorverstärker realisieren zu können. Die Kapseln bei DPA sind vorpolarisiert - (jetzt kommt das böse Wort!) Elektretkapseln also!

    Nachzulesen ist das ganze hier:

    http://www.dpamicrophones.com/eng_pub/MicUni/34.html

    DPA und der Vorgänger Bruel&Kjaer dürften wohl der beste Beweis dafür sein, das Elektrettechnik nichts mit schlecht zu tun hat - was nicht heisst, das es nicht schlechte Mikrofone in Elektret-TEchnik gibt. Das liegt aber meist nicht an der Vorpolarisierungstechnik, sondern am Rest des MIkros, der Müll ist.

    Gruss, Oliver

  • elektret oder nicht?

    • Oliver Stein
    • 20. Dezember 2003 um 10:46

    Wenn der Hersteller es nicht angibt, kannst Du das MIkro nur aufsägen... :-)))

    Aber mal im Ernst - wozu ist Dir diese Information so wichtig (oder gar ein Kriterium für Deine Kaufentscheidung)?

    Die Zeiten, in denen Elektret für schlecht stand sind schon seit Jahrzehnten vorbei, die Materialentwicklung ist eben nicht stehengeblieben. Es kommt heute nicht mehr vor, das die Elektret-MIkros ihre Vorpolarisierung verlieren (ausser bei 100% Luftfeuchtigkeit im Dschungel von Brasilien, aber da versagt auch der Rest Deines Equipments...).

    Ob ein Kondensator-Mikrofon also mit Vorpolarisierung arbeitet oder nicht ist für den Klang nicht relevant - wohl aber für den Preis, denn die Herstellung der Backelektret-Kapseln ist erheblich viel billiger. Deshalb bekommst Du heute Mikrofone für einen Preis, zu dem Du früher noch nicht einmal ein Quelle-Mikrofon für den Radiorecorder kaufen konntest (dynamisch natürlich).

    Übrigens sind namhafte MIkrofone in Elektret-Technik gebaut, z.B. das C391 von AKG oder alle MIkrofone von Bruel und Kjaer (heute DPA) - und die sind nun wahrlich nicht von schlechten Eltern...

    Gruss, Oliver

  • Musical-Chor - Mikros leihen oder Kaufen?

    • Oliver Stein
    • 28. November 2003 um 23:45
    Zitat von "SebastianStoffregen"

    Noch eine andere Frage: Aus alten Zeiten sind noch 4 Sennheiser MKH60 vorhanden. Wofür kann ich die benutzen? (Sprachabnahme der Bühne ist nicht nötig, meist sind die Stimmen laut genug für den Saal) Ist es möglich die trotz ihrer starken Richtcharakteristik für den Chor zu benutzen??

    Hi Sebastian,

    habt ihr sozusagen noch so rumliegen, ja? :)

    Bevor Du für viel Geld was leihst oder kaufst, probier doch einfach aus, ob Du mit den MKH60 vielleicht hinkommst - wenn sie schon so da sind...
    Du musst halt nur Abstand halten mit den Dingern, also auf richtig hohe Overheadstative. Unter 2m Abstand von den Sängern würde ich nicht anfangen, sonst hast Du nachher nur 4 einzelne Stimmen auf dem Pult...

    Und wenn Du gar nicht mit denen hinkommst, tauschen wir einfach! Du kriegst von mir 4x 664er und ich die blöden MKH60, die eh nur so rumliegen... ist doch ein faires Angebot, oder? ;)

    Gruss, Oliver

  • Akg c-451B, ESennheiser E664 od. Shure SM 81

    • Oliver Stein
    • 27. November 2003 um 20:37
    Zitat von "ProSound"

    Sennheiser kann ich leider nicht so empfehlen. Eines der wenigen Mics der e-Serie, die ich nicht wirklich so klasse finde.

    Ich kann nicht für so für PA-Anwendung sprechen, aber mit dem e664 als Overheads und an der HH habe ich einen hervorragenden Sound beim Aufnehmen bekommen - an der HH muß man nur ein wenig aufpassen, da das 664 einen sehr hohen Pegel hat und manches Pult (ohne Pad) dann schon zerrt - einen Pad hat das 664 leider nicht.

    Ansonsten ist der Charakter dieses Miks eindeutig höhenbetont - aber das sind andere Miks ja auch (391 z.b.)

    Gruss, Oliver

  • Musical-Chor - Mikros leihen oder Kaufen?

    • Oliver Stein
    • 27. November 2003 um 20:27

    hmmm - Neumann (KM184?) und MKH40 sind tolle Mikros, aber 1000 Euro dafür im Verleih wäre für euch rausgeschmissenes Geld!

    Ich empfehle Dir 4 Stück Sennheiser e664 für das gleiche Geld zu kaufen - diese Mikros sind hervorragend als Chor-Overheads geeignet, aber auch gut um mal auf einer Theaterbühne als Stützmikros zu stehen (sie sind ziemlich empfindlich und bieten auch bei normaler Sprache aus 2-3m Abstand noch genug Pegel für das Pult).

    Letzlich sind es sehr gute (und im besten Sinne preiswerte) Kleinmembran-Kondensatormikrofone, die für fast alles benutzt werden können und die folglich eurer Schule lange Jahre immer wieder gute Dienste leisten werden!

    Gruss, Oliver

    PS: Wenn Dir die Sennheiser zu viele Höhen haben, dann probier mal die Audio Technica 4041 - ähnliche Preislage, aber deutlich neutraler im Höhenbereich, dafür nicht so empfindlich).

  • Behringers Grossmembran mics zum kleinen preis

    • Oliver Stein
    • 15. November 2003 um 14:29
    Zitat von "jeff"

    die meisten instrumente sondern bei 150 Hz noch reichlich tönt ab. somit ist der LC nicht zu gebrauchen.

    aber irgendwie müssen die sich ja von den "professionellen" unterscheiden.

    hmmm - das AKG C414B-ULS z.B. hat auch einen LC bei 150 Hz (genauer gesagt kann man den LC umschalten von 75 Hz auf 150 Hz).

    Die Eckfrequenz von 150 Hz kann z.B. sehr hilfreich bei Aufnahmen von Akustikgitarren sein, die bei Nah-Mikrofonierung gerne in den Tiefmitten rum-mülmen. Da nützt ein 75 Hz Lo-Cut gar nichts...

    Trotzdem gebe ich Dir recht - ein 150 Hz LC alleine ist nicht unbedingt praxisnah, denn für eine Männerstimme z.B. ist der viel zu hoch.

    Der Preisunterschied von Behringer zu Neuman, AKG, AT und Konsorten kommt übrigens nicht durch die Features der Teile - da hat Behringer ja immer das eine oder andere Gimmick drauf. Neben der Produktion in Fernost verwendet Behringer auch immer billigste Komponenten, anders kann man diese Endkundenpreise auch gar nicht realisieren. Dass das Produkt dann nicht unbedingt High-End ist, liegt irgendwie auf der Hand...

    Gruss, Oliver

  • Grossmembarn mics an der BD

    • Oliver Stein
    • 13. November 2003 um 21:10
    Zitat von "jeff"

    das letzte wo ich ein phasenproblem haben will ist wohl der bassbereich. es käme ja auch keiner auf die idee nen bass zu doppeln.

    Im Studio ganz sicher! :) Es ist ein Standard den Bass DI und mit Mikro vor der Bassbox abzunehmen - die entstehenden Phasenauslöschungen bei der Mischung der Signale sind genau das, was man zur Klangformung haben will. Probier es einfach mal aus!

    Zitat von "jeff"


    bei den drums hat man schon so genug laufzeit und phasen ärger. da hole ich mir doch nicht über die BD noch eins. auserdem fällt das signal warscheinlich aus dem timing. das mic taugt höchstens (als kugel) zum raumeinfangen, wenn der gut genug ist.grüße

    Wie wora vorher schon sagte: Es ist üblich! Laufzeitdifferenzen können heutzutage mit jedem HD-Recorder oder mit dem (digitalen) Mischpult ausgeglichen werden, wenn es denn wirklich notwendig ist. Um aus dem Timing zu sein, müsste das Mic schon Meterweit von der Trommel wegstehen, bei der normalen Entfernung von einigen cm bis dm spielt die Verzögerung durch die Schall-Laufzeit für das Timing absolut keine Rolle.

    Ein 414er vor der BD oder auf Höhe des Resonanzfells und ein 421er oder 441 direkt vor dem Beater in der Trommel können einen perfekten BD-Sound abgeben (414 austauschbar gegen jedes andere beliebige tief hinabreichenden Großmembran-Kondensator-Mikro, das den Schalldruck wegstecken kann, 421er und 441er gegen jedes andere dynamische Mikro mit ordentlich Kick)

    Gruss, Oliver

  • Berichte & Fazit: Mikro Vgl. Test am 17. Sep in Viersen

    • Oliver Stein
    • 13. November 2003 um 20:53
    Zitat von "wora"

    übrigens kamen doch großmembranen zum einsatz, ein 4040 und ein 4050 von AT.

    stimmt! Womit mal wieder bewiesen wäre: wer lesen kann ist klar im Vorteil... :) Soundlich finde ich die beiden jedoch nicht überzeugend...

    Zitat von "wora"


    nebenbemerkung HH:
    das KM184 klingt nicht kaputt, wenn man keinen locut macht klingt dieses mikro an der hihat halt so... mit weggefilterten tiefen ist das aber wieder gut.

    hmmm - das 184 wird doch nicht mehr im tiefen Bereich abbilden als das MKH40 oder andere der besseren Kandidaten - und die klingen alle ohne diese Nebengeräusche... für mich klingt es so, als ob das Mikro ungünstig (d.h. zu nahe an der HH) positioniert war.

    Gruss, Oliver

  • Berichte & Fazit: Mikro Vgl. Test am 17. Sep in Viersen

    • Oliver Stein
    • 9. November 2003 um 23:25

    Hi,

    zunaechst mal auch von vielen Dank für den Mikro-Vergleichs-Test - mit diesen Mengen an Material muss das für euch Tester hart an der Belastungsgrenze gewesen sein!

    Beim ersten Abhören der CD war ich erstmal von der schieren Menge an verschiedenen Sounds erschlagen - dann habe ich mir alle Aufnahmen von einem Instrument in ein Samplitude-Projekt geladen - damit kann ich schnell und einfach mit der Maus zwischen Einzelaufnahmen hin und her springen.

    Trotzdem bin ich noch nicht über die BD hinausgekommen...:-)

    Hier mein subjektives Fazit aus diesem Bereich: Mein Gewinner lautet Shure Beta 52 - gefolgt vom Audix D6 und dem D112 (in dieser Reihenfolge). Dazu muss ich vielleicht sagen, dass ich unter Studiobedingungen über meine Genelec 1031 abgehört habe und mich nicht um Live-Sound gekümmert habe - das ist nicht so mein Revier. Ich habe auch am Pult (DM24) mit den Signalen gespielt und für viele der einzelnen Aufnahmen eigene EQ und Dynamic-Settings eingestellt.

    Problematisch dabei ist natürlich, die BD gezwungener massen ständig Solo zu hoeren - in einem kompletten Soundgefüge kann eine solo gut klingende BD manchmal nicht ok sein - aber darum ging es hier ja nicht.

    Die Frage, die sich mir jetzt nach diesem Test stellt: Waere es durch eine optimierte Aufstellung jedes einzelnen Mikrofons möglich gewesen, die Teilergebnisse zu verbessern? Ein Klassiker, den ich sehr gut kenne (weil ich ihn selber besitze und oft in der BD einsetze) ist das RE 27 - auf der Aufnahme der CD finde ich dessen Sound ziemlich platt - ich weiss aber genau, dass man mit diesem Mikro hervorragende BD-Aufnahmen machen kann! Gerade in der BD denke ich kann man mit der Aufstellung des Mikros ziemliche Unterschiede im Klang herausholen (vielleicht mehr als mit unterschiedlichen Mikros...).

    Schade, das keines der anwesenden Grossmembran-Mikrofone seinen Weg in die BD gefunden hat - auch wenn natürlich Live kein Mensch ein solches dort benutzt.

    Ich denke, ich werde bei mir im Studio noch mal einen Ergänzungsversuch fahren: AKG C414B-ULS, EV RE27N/D, Ibanez TH800 (kennt das wer - Ibanez RE20-Clone, aber sehr sehr gut), Sennheiser MD421 und 441 - alle jeweils in den verschiedensten Positionen in und vor der (gelochten) BD. Ich erhoffe mir aus einem solchen Test noch mehr Erfahrungen für die Aufstellung der Mikros ableiten zu können...

    Ganz kurze Bemerkung zu den HH-Tracks: warum klingt das KM184 so kaputt? Stand es zu nahe an der HH oder woher kommen diese merkwürdigen Nebengeräusche?

    Sehr interessant wäre natürlich die Aufstellung von Stereopaaren als OH gewesen - es ist aber klar, dass das den Aufwand noch mehr in die Hoehe getrieben haette.

    Also, nochmal vielen Dank für die investierte Arbeit. Wenn ich die anderen Tracks durchgearbeitet habe, gebe ich noch mal meinen Senf dazu ab.

    Gruss, Oliver

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