Vor laaanger laaanger Zeit habe ich mal mit dem alten Behringer Digitalpult ein kleines Open Air gemacht. Dabei hat es mangels ordentlichem FOH-Zelt (Das war nicht von mir. Ich war dabei nur als Techniker gebucht und hab aus Faulheit noch das Pult mitgebracht) etwas auf das Pult geregnet. Dank Der Schlitze oberhalb der Eingänge lief Wasser rein. Das führte auf zwei Eingängen zu Knacken, der Rest des Pultes lief zuverlässig weiter. Nachdem das getrocknet war, lief das Pult wieder völlig problemlos. Ich würde daher sagen, dass Digitaltechnik auch nicht wasseranfälliger ist als analoge, nicht mal, wenn sie von Behringer stammt.
Beiträge von Jens Droessler
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Womit hast du sie denn vorher betrieben?
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Zitat von "marce"
und die Länge liefert ein vernünftiges Simu-Proggi...
Das würde ich als Anhaltspunkt nehmen, aber ich würde erstmal einen bauen, mit veränderbarer Portlänge (egal wie), da dann abstimmen und alle anderen dann fest so bauen.Der ursprüngliche Director-Sub mit L18P300 hatte übrigens 330l Innenvolumen und ein Tuning auf 45Hz.
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Zitat von "wora"
nein jens, die wahrscheinlichkeit, das sich alle 24 kanäle (beispielsweise) in einem moment exakt zusammen addieren ist so verschwindend gering, das man sie vernachlässigen kann.
Das hab ich doch geschrieben. Je mehr Kanäle es werden, desto unwahrscheinlicher wird soetwas.Zitat von "Jens Droessler"Aber du hast insofern Recht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass alle zusammengeführten Kanäle gleichzeitig eine solche Spitze aufweisen, mit der Zahl der zusammengeführten Kanäle exponentiell kleiner wird und dann weniger Headroom als zusätzliche 6dB pro Kanalverdopplung ausreichen.
Trotzdem sollte man die 6dB im Kopf behalten, denn manchmal kommen ja auch nur zwei oder drei Kanäle auf dem Bus zusammen, vielleicht sogar Kombinationen wie Bass über DI und Bass über Mikrofon, wo dann noch sehr viel öfter eine 6dB Addition entstehen kann.Zitat von "wora"und ein zusammengemischtes signal hat eine grössere energiedichte als ein einzelsignal, auch ohne masteringsauereien.
ich denke wir brauchen hier einen schiedsrichter.
Ich denke nicht, dass wir einen Schiedsrichter brauchen. Ich gebe zu, dass es auf das Einzelsignal ankommt. Eine sauber abgenommene Hihat hat natürlich eine wesentlich geringere Energiedichte als ein kompletter Mix, auch wenn die Hihat wie auch der Mix bis 0dB in den Spitzen ausgesteuert ist. Anders ist es aber bei einem Bass oder auch in manchen Fällen bei der Bassdrum. Selbst eine so hoch ausgesteuerte Gitarre hat zur "Spielzeit" eine höhere Energiedichte. Denk doch mal drüber nach: Ein einzelnes Signal setzt sich nicht aus vielen Teiltönen zusammen. Es gibt z.B. beim Bass nur den einen Grundton und die dazugehörigen Obertöne. Der Grundton ist energiereich, die Obertöne mit steigender Harmonischen immer weniger. Der Grundton hält lange an, oft genug bis der nächste Ton angeschlagen wird. Und je nach Spielart sind die Spitzen beim Anschlag kaum höher als der Effektivwert. Das bedeutet, bei "normalisierter" Aussteuerung (also Spitzen bis 0dB) ist der RMS-Wert sehr hoch, Crestwerte von nur 9-10dB sind bei gespielten Bass keine Seltenheit, während ein ungemasterter Mix selten mal 20dB erreicht und selbst annehmbar komprimierte noch mindestens 15dB. Nur totkomprimierte oder gar schon beim Arrangement auf niedrigen Crestfakrtor designte Stücke (ja, das gibts tatsächlich) können da mithalten. Hätte ich Zeit, würde ich ein paar Screenshots aud Wavelab posten, die das belegen. -
Nur ein 1,4"er auf zwei 10er? Das könnte bei Array länger als ca. 8 Teile problematisch werden. Ansonsten hört sich das Ganze schon recht gut an... wenn denn diesmal "zylinderwellentaugliche" Waveformer vor den Hochtönern sitzen (wovon ich mal ausgehe... oder will man die Q-Serie schon in Rente schicken?).
Warum hält d&b eigentlich so kramppfhaft an den 1200W fest? Ihre modern bestückten neuen Boxen müssten doch eine gute Ecke mehr handlen können. Gibts bei den Amps eigentlich eine "flat"-Einstellung ohne Controlling, damit man mal messen könnte, was da wirklich rauskommt? Oder mal mit dem Setup für die 21"er... Ich meine, 4x1200W auf 2HE sind nun kein Hexenwerk, siehe LAB Gruppen mit 4x4400W oder PowerSoft mit 2x9kW in 1HE. Auch liefern andere Boxenhersteller Systemamps mit 4x3kW oder gar mehr, und die verwenden ja letztendlich auch keine Zauberchassis. Es wundert mich nur... Mit kräftigeren Amps könnte man vielleicht einige Bestandskunden mehr zum Umrüsten bringen. Nur wegen 2HE Einsparung in eh schon bestehenden Racks würde ich wohl keine neue Amps kaufen.
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Nein, wora, ich versuche es nochmal zu erklären: Die Signale müssen weder phasenkohärent noch frequenzgleich sein. Wenn ein 50Hz-Signal auf dem Scheitel der positiven Halbwelle ist und im selben Moment ein 10kHz-Signal den Scheitel einer positiven Halbwelle erreicht, beide mit etwa gleichem Spitzenpegel, dann ist die Addition in dem Moment volle 6dB. Und diese 6dB müssen eben auf dem Bus unterhalb 0dBfs bleiben. Aber du hast insofern Recht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass alle zusammengeführten Kanäle gleichzeitig eine solche Spitze aufweisen, mit der Zahl der zusammengeführten Kanäle exponentiell kleiner wird und dann weniger Headroom als zusätzliche 6dB pro Kanalverdopplung ausreichen.
Und nein, ein unkomprimerter, sprich ungemasterter Mix besitzt potentiell einen geringeren RMS-Wert als ein Einzelsignal gleicher Spitzenaussteuerung (Ausnahmen werden da schon Hihat- und Beckenkanäle sein, ja) und damit eine viel geringere Wahrscheinlichkeit, volle 0dB zu erreichen. Wie gesagt, nimm dir eine fähige Audiobearbeitung, wie z.B. Wavelab und probiere es aus.
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Es braucht nicht phasenkohärent zu sein, noch nicht mal die gleiche Frequenz, damit zufällig zwei Scheitelpunkte gleichen Vorzeichens gleichzeitig vorkommen. In dem Moment entsteht eine Spitze, die 6dB über den Einzelspitzen liegt. Ich denke, wenn du Herrn Sengpiel auf die Spitzen ansprichst, wird er dir auch sagen, dass diese bis zu 6dB darüber liegen. Bei analogen Systemen ist das noch ignorierbar, weil man da noch Headroom hat, so kann man bequem mit den 3dB rechnen. Digital ist maximum aber wirklich maximum, und jeder Peak, auch wenn er selten auftritt (statistisch bei zwei beliebigen zusammengemischten Signalen ca. alle 15 bis 20s), muss abgebildet werden können. Du kannst es gerne ausprobieren. Misch zwei beliebige Signale mit einem Bearbeitungsprogramm zusammen, jedes um 6dB reduziert, und suche nach der maximalen Amplitude. Ich habe das gerade mal gemacht, und zwar mit zwei komplett gemischten, live mitgeschnittenen Songs, also nicht mal Einzelsignale, wo die Wahrscheinlichkeit statistisch noch höher ist. das Ergebnis ist eine Maximalamplitude von -0,45dB gewesen, also selbst unter diesen erschwerten Bedingungen fast volle 6dB Addition bei manchen Spitzen.
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@ wora: RMS, also durchschnittlich ja, aber es braucht nur mal positive Halbwellenspitze mit positiver Halbwellenspitze zusammengemischt zu werden, dann ist es in dem Moment 6dB Addition in dieser entstehenden Spitze, und die muss ja digital auch unter 0dB bleiben. Das kann also durchaus auch "in Natura" mal vorkommen und daher sind die 6dB die "absolute Sicherheit" dabei. Jeder kann natürlich nach Gutdünken auch weniger Headroom im Kanal lassen.
Alternativ kann der Pultbauer das Ganze schon so vorsehen, rechnet jeden Kanal vor dem Zumischen schon mit kräftig Headroom auf die Busse und am Ende wieder zurück, damit die Gainstruktur passt. Auch hier gilt: Machbar ist vieles... Die Busse müssen intern nur "breit" genug sein.@ klauston: Ja, aber das ist doch immer so, auch an der Masterpegelanzeige sichtbar und wohl auch nicht Teil des Problems des Posters. Was er mit den per ADAT ins zweite Pult geschobenen Bussen macht, ist doch für die Diskussion unerheblich, denn für den Masterbus des zweiten Pultes, wo endgültig alles zusammenläuft, gilt doch wieder das Gleiche wie für die Busse im ersten: Mehr als 0dB geht nicht.
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Nur das Pult, versteht sich. Es liegen halt keine Welten zwischen einer LS9-32 und einer T80 + iDR32, von daher muss es einfach eine gute Ecke billiger sein. Bei nur 1000-1500 Euro Unterschied (inklussive der Multicorelösung) wird doch keiner zur kleineren Lösung greifen.
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Das ist schon richtig, ja. Im Idealfall müsste man bei Verdoppelung der Anzahl der Kanäle, die auf diesen Bus gemischt werden, jeden Kanal um 6dB gegenüber dem Maximum reduzieren (also ein Kanal --> 0dB an diesem, zwei Kanäle --> -6dB pro Kanal, vier Kanäle --> -12dB pro Kanal usw.). Damit wäre man auf der 100% sicheren Seite, denn auch bei optimaler Additon der beiden Signale käme man so nicht ins Clipping. So, jetzt kommt gleich jemand, der sagen möchte "Aaaaber, wenn ich da 16 Kanäle auf den Bus schicke, dann bin ich ja schon bei -24dB pro Kanal, bei 32 sinds ja schon -30!". Dazu sage ich Folgendes: Ja und??? 6dB entsprechen von der Dynamik 1bit. Das heißt, selbst bei -30dB auf dem Kanal liegt die Auflösung noch bei 19bit allein in diesem einen Kanal. Das sind 3bit oder 18dB Reserve an Headroom gegenüber 16bit, was im Dynamikbereich immer noch mehr ist, als unser Gehör aufzulösen im Stande ist. Das ist also absolut unkritisch (sodenn die Quellen und die ADCs da von der Dynamik auch gegenüber dem Noisefloor überhaupt mitspielen, aber dafür kann die Digitaltechnik ja nichts).
Gleichzeitig zeigt diese Rechnung aber, wieso 24bit in den Pultkanälen quasi das Minimum ist, für die Signalverarbeitung (EQs, Dynamics) muss es sogar noch mehr sein, um sich akkumulierende Berechnungsfehler gering zu halten und auch den Bussen schadet es nicht, intern mit deutlich höherer Auflösung zu arbeiten und erst vorm Ausgang wieder auf 24bit zu reduzieren. Dennoch, 0dBfs sind 0dBfs! -
Ich tippe, um es zu präzisieren, auf LS9-16-Niveau.
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Auch Nexo und D&b haben nicht schon immer nur LAs gebaut
Überhaupt sind ES und VHD konzeptionell vielen älteren Systemen der "großen" Marken ähnlich (z.B. Nexo TS2400 und SI oder Turbosound TMS), wo auch nicht zwingend hunderte Systeme pro Seite hangen. Es ist ja richtig, dass mehr als zwei Tops pro Seite bei KV2 generell selten Sinn machen, aber ist es da nicht umso "übertriebener", zur Verdoppelung der Topanzahl auch die Ampanzahl verdoppeln zu müssen?Wie schon gesagt, ich will weißgott niemandem das System ausreden. Es ist performance mäßig nahezu makelos und wer sich mit "starrem" Konzept und dem Gewicht anfreunden kann, dem ist es nur zu empfehlen. Allerdings dürfte es in der heutigen Zeit, wo jeder für den 20x20m Weihnachtsmarkt ein LA aufstellen möchte und selbst der Kunde nach LAs fragt (Ohne überhaupt zu wissen, was da der Vorteil sein soll), schwer sein, reine Horntops am Markt zu positionieren, da muss man es sich nicht noch mit dem Ampingkonzept noch schwerer machen, nur um die letzten 3% der allein von der PA abhängigen* Performance in jedem Fall sicherzustellen. Ideale sind schön, essen kann man sie aber nicht

* Auf das Handwerk des Technikers und die Qualität der Geräte vor dem Amp hat KV2 eh keinen Einfluss. Es ist zwar alles schön und gut mit DSD-Technik mit zig Megahertz, hochwertigem analogem Processing, macht sich mit Signalgeneratoren und hochwertigem Gerät zum Messen oder auch dem Besten, was High End-Hifi an Abspielmöglichkeiten zur Verfügung hat, hervorragend, entspricht nur dummerweise nicht dem Markt in unserer Branche, wo dann eben ein M7CL, ein iLive oder wenns hochkommt ein Vi6 davor hängt, wo ganz normal mit 24bit und 48kHz gesamplet wird, oder noch "schlimmer", ein popeliges DJ-Pult mit MP3s vom Notebook in unangebrachter Lautstärke.
Ich hoffe, ich habe meine Motive nun ausreichend klar dargelegt, dass zumindest über sie nicht mehr diskutiert werden muss.
Ich weiß, dass das Konzept so verkabelungstechnisch narrensicher ist, denke aber auch, dass jeder Verleiher in der Lage sein müsste, einmalig die Racks richtig zu verkabeln und im Ernstfall die Racks so zu gestalten, dass da nichts mehr verändert werden kann.
Wenn man schon dabei wäre, einen Controller zu entwickeln, könnte man in diesen auch gleich das Patchfeld integrieren (d.h. Ausgang der Amps liegt eh am Controler, dann kann auch gemessen werden, ob die Verstärkung passt) und möglicherweise auch ein bisschen Elektronik in die Boxen verbauen, um dem Controller mitzuteilen, um welche Boxen es sich handelt. Damit weiß er, welche Presets nötig sind. Machbar ist unendlich viel... -
Was das umgerechnet in analoger Spannung bedeutet, ist ja unerheblich, solange man digital bleibt. Da die beiden Pulte per ADAT verbunden sind, macht es keinen Unterschied, die Auflösung ist identisch, egal wieviel Volt der DAC am Master des zweiten Pultes draus macht.
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Zitat von "derautor"
Leider nicht so bekannt und daher nicht so einfach zu vermieten.
Daher vielleicht auch der Ausverkauf... -
Wie schon gesagt wurde, wenn du den Bus vorm Clipping schützen willst, musst du das schon vor der Summierung machen, mit jedem einzelnen Signal. Alles, was du aus dem Bus machst, damit die 0dBfs nicht überschritten werden, ist komplett sinnlos. Nur als Beispiel: Stellst du den Limiter auf 0dB Threshold ein, dazu noch auf hartes Knee, könnte er niemals irgendwas begrenzen, weil nie ein Signal über 0dB anliegen wird, denn mehr als 0dBfs geht eben nicht.
Reell betrachtet müssen die Fader aber trotzdem auf 0dB stehen, also voll offen, denn diese sitzen ja quasi "hinten" am Bus. Wenn also der Fader auf -10dB steht und aus dem Pult auf dem Bus -10dB rauskommen, ist DAS dann das Maximum, was da überhaupt rauskommen kann, denn der Bus ist bei 0dB und wird dann vorm Ausgang um 10dB reduziert. Die Lösung ist also Busmaster voll auf, und in den Eingangskanälen lieber 10dB weniger fahren, bei vielen Kanälen auf dem Bus sogar lieber noch weniger. Das ist doch auch gar kein Problem, bei 24bit digitaler Auflösung.
Grundsätzlich muss man eben komplett digital denken: NICHTS kann über 0dBfs hinaus, NIRGENDS.
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Zitat von "klauston"
Selbst 1990 gab es schon die A1 Amps für die F2/ B1 / F1220 / F1 uswusw
Die wurden eigentlich im Normalfall damit betrieben.
Dass es die Amps gab, weiß ich. Trotzdem habe ich sagen wir in der späteren Hälfte der 90er öfters mal F2 und B1 ohne Systemamps gesehen, also mit anderen, oft Crest oder Crown, manchmal mit frühen Digitalcontrollern (eher selten), oft mit Analogweichen und lustigen Einstellungen am Grafik-EQ.ZitatGenerell finde ich schon, wenn eine Firma Systemamps hat, dann macht das Sinn.
Ob es jetzt billiger Lösbar wäre oder nicht ist eine andere Sache, aber bei Systemamps weiß ein Verleiher immer, woran er ist wenn er was zunieten oder vermieten will.
Und das ist oft gar nicht unwichtig.
Darüber diskutiere ich auch gar nicht, im Gegenteil: Ich sage ja ständig, dass das Ergebnis möglichst einheitlich sein muss, aber auch, dass der Amp an sich (ohne Controlling) nicht so wichtig ist. Bei Nexo hat es ja auch jahrelang so geklappt. Aber die "ein Amp pro Kiste und nur für die Kiste"-Philosophie ist irgendwie eher 80er-Jahre, unflexibel, schwer. -
Betrachten wir es doch mal andersherum: Die großen Companies, die die Branche dominieren, haben die überhaupt Interesse an einem Ausbildungsberuf "Tontechniker"? Wollen nicht fast alle, die jetzt zur Fachkraft ausgebildet werden, eigentlich Tontechniker oder Lichttechniker werden? Wenn es die Ausbildung "Tontechniker" gibt, wer will dann noch Fachkraft werden? Ja, es wird dann nur sehr begrenzt Ausbildungsplätze zum Tontechniker geben, weil eine Company nicht drei, vier, fünf neue Tontechniker pro Jahr braucht, eigentlich nicht mal einen. Also machen die Leute dann doch die Fachkraftausbildung? Ohne die Chance, jemals doch ans Mischpult zu dürfen (denn dafür werden ja die Tontechniker ausgebildet, wieso also die "Kistenschubser" dranlassen?), wird wohl kaum einer sagen "Naja, wenns nichts besseres gibt..."
Dazu kommt noch, dass der Azubi "Tontechniker" wahrscheinlich auch eine höhere Vergütung bekommen müsste, da es ja offiziell die anspruchsvollere Aufgabe ist.
Auch gibts da noch eine gewisse Ego-Sache. Die Chefs der großen Companies sind ja selbst alle mal mehr oder weniger Toner bzw. Lichtler gewesen, haben jetzt lange lange Jahre Berufserfahrung am Pult. Fachkräfte mit eingeschränktem Wissen über diese Bereiche kann man eben auch leicht in die Schublade "hat eh keine Ahnung" stecken. Ausgebildete Lichtler und Tonler, da muss man sich drauf gefasst machen, immer mal zu hören "Hab ich ganz anders gelernt Chef". Das will vllt. nicht jeder hören.Ich denke, dass VPLT und Co. da die Interessen der größeren Companies entsprechend vertreten (wie auch schon früher, z.B. Fachkraftzwang ab bestimmten Besucherzahlen, Meisterzwang ab bestimmten Konstruktionsmerkmalen etc.) und eine Tontechnikerausbildung nicht so schnell kommen wird.
Zuletzt bleibt auch die Frage, ob es sich seitens der Schulen überhaupt lohnt, für im Schnitt schätzungsweise drei bis vier Azubis im Bereich Tontechniker pro Jahr eine solche Ausbildung anzubieten. Einen solchen würden (wenn man die Punkte von oben mal außenvor lässt) wahrscheinlich nur die größeren Companies regelmäßig ausbilden und auch die nicht jedes Jahr, eher jedes zweite oder gar jedes dritte, und das auch nur, bis die "Ränge" erstmal voll sind.
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Zitat von "wora"
ich habe die erste d+b anlage auf dem unifest 1883 oder 84 gehört, ganz genau weiss ich das nicht mehr.
das system hiess F2/B1 - und war mit eigenen controlleramps ausgerüstet.
da gab es schon damals je einen amp mit integriertem analogcontroller für F2 und für B1.
Du hast Recht, in dem Punkt hat mich mein Gedächtnis betrogen, was vielleicht daran liegt, dass ich in den 90ern und auch im letzten Jahrzehnt immer mal wieder F2 mit irgendwelchen Amps und Controlling gesehen habe. In den 80ern war es dann doch nicht so ganz unüblich, einen Amp speziell für eine Box zu haben, da Anpassungen an andere Boxen nur durch Tausch der integrierten Analogweiche möglich war (die dafür öfters als Steckmodul ausgeführt war), aber bekanntlich kam man in den 90ern aus Flexibilitättsgründen davon ab. Wie gesagt, Systemamps sind ja auch kein "Übel", wenn sie denn flexibel nutzbar sind. Ich wüsste heute sonst keine Firma in unserer Branche mehr, die Amps auf eine einzige Box zuschneiden und zudem auch nur für eine Box (von der Anzahl her, will man zwei Boxen pro Seite, braucht man auch zwei Amps pro Seite) nutzbar macht.Versteht mich nicht falsch, aber ich gehe davon aus, dass sich KV2 entweder anpasst, oder stirbt. Für Installationen ist das Konzept nicht falsch, wobei auch hier zu jedem Top ein Amp gerechnet werden muss (finanziell meine ich), wo andere zwei, drei, vier Tops vom selben Amping betreiben können. Für die Vermietung spricht einfach zuviel dagegen, und das schon aus meiner Sicht. Von großen Companies, die noch viel mehr auf Flexibilität, Truckspace, Transportgewicht etc. bedacht sind, redet noch keiner...
Herr Krampera könnte sicherlich auch einen Digitalcontroller entwickeln, der seinen Ansprüchen genügt und auch sicherheitstechnisch entsprechend gut funktioniert (Nexo konnte in diesem Punkt ja schon vor über 10 Jahren punkten, und die "Verlustrate" durch Defekte ist bekanntlich und anerkannt gering, trotz "beliebiger" Amps).
Zum Beispiel Eurovision Song Contest: Ähnlich große Veranstaltungen wurden anderenorts auch mit Nexo gemacht, bevor es die Controlleramps gab. Das waren dann 50 Racks mit Camco-Amping, 10 mit Crown und 4 mit Lab Gruppen. Das spielt ja auch keine Rolle, solange die Performance der amps im Rahmen ist. Wer im Mittelhochtonbereich selbst im Direktvergleich unter solchen Bedingungen einen reproduzierbaren Unterschied zwischen Lab Gruppen FP und Camco Vortex hört, bekommt von mir persönlich einen Orden. Damit will ich sagen: Die Ampperformace spielt im Dreieck Amp - Box - Controlling die kleinste Rolle.
Ansonsten sage ich ja nichts anderes: Eine Zerklüftung darf nicht stattfinden. Es muss bei jeder Company annähernd gleich klingen, da darf nicht jeder mit Halbwissen befüllte Techniker selbst Presets bauen, sonst werden sich die Verkaufszahlen schnell stabilisieren... bei Null. -
d&b hat aber früher kein eigenes Amping gehabt, Nexo auch nicht, eigentlich hat das früher, zu der Zeit als die Marken "groß" wurden, keiner gehabt. Es geht nicht um die Performance, sondern darum, dass man nicht wenig Geld für schwere, unflexible Amps ausgibt. Klar kann man sich selbst Presets basteln, aber die Frage ist, ob der Vertrieb überhaupt die Boxen ohne rausgibt (schließlich ist doch ganz klar, dass man für jedes Top den Amp braucht. Bestelt man keinen Amp dazu, ist klar, dass mans nicht damit betreiben will), denn dann wirds schwierig mit der Gewährleistung und es ist eben ganz und gar nicht im Sinne von Herrn Krampera, dass die Boxen mal schlecht, mal mittel, mal gut klingen. Es wäre also wichtig, dass wenn Fremdamps benutzt werden, die Sache auch von KV2 abgesegnet ist, mit Presets, wenn nicht gleich einzelner Controller vom Hersteller. Darunter würde der Ruf wesentlich weniger leiden als unter solchen Bastellösungen.
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Dass die Performance des Systems stimm, bestreitet ja gar niemand. Und dass Firmen wie d&b oder Nexo gerade von ihrem Konzept profitieren, steht auch außer Frage, aber wie schon gesagt, die haben auch eine andere Marktposition und mitunter auch Käufergruppe (auch wenn Herr Krampera es vielleicht anders sehen möchte, was ja zu verstehen ist). Und natürlich sind mehr als zwei ES-Tops pro Seite Unsinn, aber schon für zwei Tops pro Seite braucht man vier(!) Amps. Viele haben eben schon "schöne" Amps im Lager, die auch nicht wegkönnen, man hat ja noch andere Systeme, Monitoring etc. Nicht zuletzt ist auch störend, dass wenn ich ES und VHD im Lager habe, für jedes Top einen Amp brauche. Das ist eben bei Nexo, d&b etc. nicht so. Ich persönlich würde auf das letzte Quäntchen Klang verzichten (den Hauptteil machen eh Controlling und die Boxen selbst aus), wenn ich dafür nutzen könnt, was ich schon habe. Wenn ich schon ein Konzept kaufen wollte, wo die Endstufe so nur zu einer Box passt, würde ich ein selfpowered System bevorzugen. Das ist nur eine Diskussion, vielleicht eine Anregung, denn ich fürchte, dass sich die Marke so nie stark verbreiten wird. Es sind zwar die richtigen Komponenten, die PErformance stimmt auch, aber es geht für mein Empfinden ein wenig am Markt vorbei.