In gewissem Maße hast du Recht. Wenn man den/die LS1200 soweit aufzieht, dass man da auch deutlich was spürt, reicht einer pro PS15 nicht. Allerdings hört man dann auch deutlich, dass es ein Bandpass ist. Pegelt man so, wie Nexo das vorsieht (man kann auch zwei LS1200 pro PS15 nehmen, muss dann aber den Ausgang um 6dB reduzieren, was aber wie gesagt gerade bei Livebetrieb nicht mehr Pegel bringt, weil dort die PS15 der begrenzende Faktor ist), dann hört man den Bandpass nicht so sehr. Trotzdem würde ich PS15 mit LS1200 nicht für jede Musikart und Räumlichkeit empfehlen.
Beiträge von Jens Droessler
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Wenn es um die Standard-12/2er geht, ist es IMO aus klanglicher Sicht relativ egal, ob da Holz oder Plastik zum Einsatz kommt. Bell-Boxen haben noch den Vorteil, relativ "weiches" Plastik zu haben, da wird die kinetische Energie beim Fall nicht so direkt auf Treiber und Weiche weitergegeben wie bei vielen China-Kisten, wo das Gehäuse auch direkt schonmal bricht, da das Material zu spröde ist.
Subwoofer würde ich aber in keinem Fall aus Plastik kaufen. Da geht einfach Energie verloren, die Gehäuse sind nicht steif genug.
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Ein LS1200 pro PS15 reicht ohne Weiteres, grad bei Live-Musik sind da sogar eher die PS15 am Ende. Erst recht, wenn man die LS1200 als Centercluster stellt.
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Ich finde die Hörmöglichkeiten draußen trotzdem interessant. Nicht, weil die Kisten da wirklich ultimativ beurteilbar wären, das ist nicht so und kann so auch nicht ohne Weiteres werden. Ich behaupte auch mal, dass jedes vorgeführte System mit Feinarbeit des Tontechs oder Sysops zum ausreichend guten Spielen gebrahct werden kann. Die Frage ist mehr, ob ich mit der Mentalität, der Philosophie der jeweiligen Firma anfreunden kann. Wie ernst kann ich eine Firma nehmen, die ihre Präsentation auf einer Fachmesse mal eben "dahinkackt" und dann so durchzieht?
So glaube ich, dass z.B. das Cadenbach sicherlich gut kann... wenn einer das System erstmal einstellt. Ist es wirklich Firmenphilosophie, dass die tiefsten Anteile der Stimme die Zuhörer dröhnend aus den Subs angreifen? Es erscheint so, da das System vom Hersteller so einem Fachpublikum präsentiert wurde. Damit kann ich mich sicherlich nicht anfreunden.
(Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, auf Cadenbach rumzuhacken. Das ist nur ein Beispiel unter vielen!)KV2 Audio hat dafür kein schlechtes Systemsetup gehabt. Die vielen Höhen bekommt man sicherlich sogar ohne Controllerbiegereien einfach am EQ weg (wobei ichs gern "für die Ewigkeit" im Controller ändern würde), der Rest passt für Open Air ohne Weiteres. Der Sprecher wusste auch, wie man sowas macht, kein Stottern, kein "Umm"... was mir allerdings übel aufstoß, war das ständige Umsichwerfen von Superlativen und zudem auch noch das Zurechtbiegen der Wahrheit. Ja, so kann man einigen Leuten Systeme verkaufen, andere schreckt man damit ab, egal wie gut die Boxen sind. Das ist eine Sympathiesache.
Naja, ab davon, mit diesen Amps würde ich das System für die Vermietung eh nicht kaufen. Ein wenig groß und schwer... -
Richtig. Das haben mit Sicherheit auch viele getan, auch die die hier schreiben. Aber lohnt es darüber zu schreiben (bzw. WILL man öffentlich darüber reden), wen man alles getroffen und was man für Deals ausgehandelt hat? Ich denke, hier gibts nur zwei Themen, die sinnvoll sind. Einmal wären das interessante Neuheiten, aber ganz ehrlich, da hat sich seit dem Vorjahr nicht soo viel getan, und eben, was draußen auf den zwei Vorführ-Arealen vor sich ging, dazu noch die Agora-Stage, die aber auch schon letztes Jahr von Peavey beschallt wurde. Ist es also verwunderlich, dass es sich in diesem Thread (der sicher nicht ohne Grund ursprünglich im "Boxen und Amps"-Brett gestartet wurde) hauptsächlich um die Vorführungen dreht?
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Auch nicht schlecht, aber mir wäre DynEQ und Multiband-Compression (beides am Besten statt DeEsser/Limiter im Channelstrip) lieber...
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Die automatische Einmessfunktion von Behringer, die es schon seit dem ersten UltraCurve gibt, funktioniert gar nicht schlecht... solang man im freien Feld ohne große Reflexionen von Wänden und Decken misst, und sogar am Besten den Boden als Reflexionsquelle "entfernt". Dann sieht die Kurve auf dem UC sogar direkt dem ähnlich, was man mit "richtiger" Messtechnik unter diesen Bedingungen misst (auf 1/3 Oktave geglättet natürlich), vorausgesetzt man weiß, wo das Mikrofon hingehört. In Räumen geht die Auto-Einmessung aber IMMER komplett daneben. Das Messmikrofon weiß nicht, was der Direkschall von den Boxen ist und was aus dem Raum (verzögert) zurückkommt und sich mit dem Direktschall überlagert. Unser Gehör kann das differenzieren (solang der Direktschall der Hauptanteil ist). So kann auf keinen Fall eine echte Entzerrung zustande kommen. Jetzt könnte man annehmen, dass es eine Lösung sein könnte, das Messmikro einfach nur 1m vom Stack hinzustellen, damit der indirekte Schallanteil im Verhältnis möglichst klein ist... nur misst man dann im Nahfeld (oder sehr dicht dran) der Boxen, wo die Pegelverhältnisse über die Frequenz anders sind als da, wo das Publikum steht.
Solange diese Auto-EQ-Funktionen nicht auch automatisch die Einstellungen vornimmt, die der Mensch bei echten Messsystemen von Hand machen muss (z.B. Fenstergröße zum Ausfenstern von Indirektschall) , klappt das in Räumen nicht.
Meine Empfehlung: Sieh zu, dass du die Setups für die PAs im Controller im Freien linear misst, speichere sie so, mach dir davon ausgehend zusätzliche mit deinem Geschmacks-EQing und fang mit diesen Setups an, wenn du in Räume kommst. Dann musst du dich am EQ wirklich nur noch um den Raum kümmern (es sei denn, deine Boxen haben eher ein wildes, unkontrolliertes Abstrahlverhalten, dann hilft das aber alles nichts).
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Zitat von "klauston"
Alle diese Anlagen haben aber einen Markt, den sie bedienen können und wo das auch vollkommen ok ist.
Erst dann, wenn die so tun, als wären sie das Nonplusultra, da verlieren sie für mich die Glaubwürdigkeit.
Genau das nämlich! -
Zitat von "oton"
"Super High Audio"
Ich glaube, er sagte "Super Live Audio"... wieder und wieder^^ -
Ich bezichtige ihn nicht des Halbwissens, ich bezichtige ihn, Halbwissen für in seiner Firma opportuner Weise zu verbreiten. Z.B. hat er bei jeder Vorführung seine 20MHz erwähnt, und dass das ja viel mehr sei als die 48kHz bzw 96kHz anderer Anbieter. Dass das aber nicht vergleichbar ist, weil "die anderen" mit 24bit digitalisieren und KV2 analog zur SACD mit nur 1bit gesamplet wird und daher deutlich höhere Sampling Rates zwingend nötig sind. Oder Zitate wie "the best source is ONE source"... ist ja richtig, aber damit ist auch nur EINE Quelle für alle Frequenzbereiche gemeint. Zudem sind funktionierende Line Arrays PRO FREQUENZBAND auch nur eine Quelle, nur eben zeilenförmig.
"Alles Mist" habe ich weder gesagt noch gemeint. Ich denke, man kann mit fast allen vorgestellten Systemen arbeiten. Die Frage ist nur, wieviel Arbeit man vorher selbst ins System investieren muss, damit die Arbeit auch Spaß macht und einem nicht der Schweiß auf der Stirn steht. Vielleicht nehm ich meinen Job aber auch zu ernst...
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Zitat von "Wurst Werner"
Das nimmt Dir keiner ab, immerhin kommst Du aus Kassel

Versteh ich nicht...
Und nein, es war nicht schlechter. Ich hab z.B. geschrieben, dass die T24-Vorführung bei TW Audio besser war als die Jahre zuvor. Auch die B30 konnten eher überzeugen als in den Vorjahren.
Die Erwartungen waren vielleicht etwas höher als sonst. Z.B. Cadenbach, da hab ich einfach mehr erwartet.
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Da ich hier der einzige bin, der etwas kritisches direkt zu KV2 geschrieben habe: Welche eigene Tätigkeit soll das sein? Meine Tätigkeit als Tontechniker? Oder soll das auf eine Tätigkeit für einen Hersteller hindeuten? Das müsste dann ja Coda Audio sein, die haben mir am Besten gefallen. Aber für die arbeite ich nicht...
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Von zuviel Superhöhen hat keiner geredet. Der Cadenbach hatte etwas wenig davon, aber nicht viel. Der Mittel-/Hochtonbereich war bei ihm echt ok, der Bassbereich und die Ankopplung daran aber eine echte Katastrophe.
WENN im Hochtonbereich was zuviel war, dann nicht nur die Superhöhen, und KV2 schoss da den Vogel ab. Ich hab die Vorführung fünf oder sechs mal erlebt und es gab immer Leute die sich direkt nach S-Lauten die Ohren zuhielten. Ich hab auch dann die Augen etwas zugekniffen, worauf ich sogar mehrfach in der Art "ist ganz schön bissig obenrum, ne?" angesprochen wurde. Der Bass ist ja noch Geschmackssache (war für Bandpässe sehr trocken, aber eben auch outdoor, da ist das keine Kunst), aber ich wette, diese Hochtonüberhöhung ist auch messtechnisch erfassbar und es betraf nicht nur die ersten paar Meter. Am letzten Tag wurde da offenbar ein ganz klein wenig entschärft. Am schlimmsten war aber das vom KV2-Ansager verbreitete Marketing-Halbwissen. Schade, dass man mit gezielten Halbwahrheiten versucht, Kunden anzulocken... Trotzdem, das Top würde ich kaufn. Die Subs müsste ich erst auf Baustelle testen. -
Als ich nämlich Freitag nachmittag am Line6 Stand war, kam gerade jemand und wollte mit einem bestimmten Mitarbeiter sprechen. Ich habe eine Weile überlegt, woher ich den Namen auf der Brust des Jemands kannte....
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Ich meinte eigentlich, dass sie auch auf der PL&S sind. Beim Zititeren nicht genug gelöscht^^
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Zitat von "simonstpauli"
Line6 hatte dieses Jahr auch einen Stand auf der PLS, so konnte man die 2,4GHz-Systeme auch mal in Ruhe begutachten und nicht in der Sodom und Gomorrha-Halle. Antennen sind unterwegs, das war für mich eine sehr gute Nachricht.
Das hast du aber auch erst vor Ort rausgefunden, oder?
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Ach ja, habe ich erwähnt, dass ich die beworbenen 5000 Leute zu beschallen als nicht machbar empfinde mit der gezeigten KV2 Konfiguration?
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Warum "renomierte" Hersteller da nicht mitmachen, ist doch einfach: Weil sie dabei nichts gewinnen, sondern nur verlieren können. Niemand, der ohne solche Stunts gut verkauft, wird das Risiko eingehen, bei so einem Vergleich schlecht dazustehen...
Beim Cadenbach haben mir allenfalls ein wenig die Superhöhen oberhalb 10kHz gefehlt. Generell scheint sich das Klangbild wohl auch hier im forum etwas zu wandeln. Mir wars bei vielen PAs etwas zu viel im Bereich um 3-5kHz, scheinbar sieht auch kein Hersteller mehr ein, dass die abgespielte Musik nicht für diese Lautstärke aufgenommen wurde und demnach nicht korrekt klingen kann ohne passende Korrektur. Aber da hat wie schon erwähnt KV2 für mich (und viele andere) den Vogel abgeschossen. Es sind keine "schlechten" Höhen, kein grober Klirr, einfach nur zuviel, auch auf über 20m Entfernung noch, man bekommt das SICHER mit dem EQ hin... nur frage ich mich, ob das dem Hersteller tatsächlich so gefällt... Der Bass war für Bandpässe auch durchaus druckvoll... nur darf man nicht übersehen, dass das outdoors ist und sich gerade Resonatoren in geschlossenen Räumen deutlich anders verhalten können.
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Naja, Alpha ist auch gebraucht eine andere Preisliga.
Zwei PS15 pro Seite würde ich am ehesten übereinander stellen.
Mit zwei PS15 und zwei LS1200 an DL3000 kommst du nicht auf 6kW, eher knapp über 4kW. Die Boxen haben ja schließlich keine 4 Ohm...
So extrem unterpowert ist die Xa5 mit der 2600er Systemendstufe nicht. Das Top kann reell ca 500W Musik ab, die Subs mit ihren 2,5" Spulen ca. 600W. Entzerrung per Controller würde aber sehr helfen.
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So, weiter gehts:
Großes Außengelände
Vom AD war ich enttäuscht. Tonal sehr unausbalanciert und nicht allzu schöne Auflösung. Die Bässe sehr topfig.KME Pano und Hybrid waren ok. Mit einem EQ hätte man noch einige Scharten auswetzen können.
Coda war sehr gut. Der Bass setzt neue Maßstäbe in Impulsivität und Kontur. Pegelmäßig nicht schlechter als die anderen ca. gleich großen "Haufen" der anderen Hersteller.
Montarbo, ja, spielt irgendwie. Nicht hochwertig, nicht grottig... wenige Lowmids trotz der Arraylänge...
Norton war dort besser als auf der Portable Stage, wo sie schon besser als letztes Jahr waren. Toll wars trotzdem nicht.
Renkus Heinz war mit ihren Säulen im Vorjahr ganz nett, die diesjährige Demo der IC2 war aber eher kontraproduktiv. Die Idee ist gut, das ist sie ja bei anderen Herstellern auch, aber die Ausführung ist einfach schlecht. Übersteuernde Subs, unschön klingende Tops mit zerrigen Höhen.
TW Audio hat scheinbar an den Setups für die T24 gebastelt. Nach oben raus klingen sie nun deutlich besser. Lowmids gabs aber dann trotzdem erst als das Vera eingeschaltet wurde. Ob der BSX und der L24 etwas außer Pegel gebracht haben, ließ sich magels Vergleichbarkeit der Lieder nicht sagen. Die neubestückten S30 spielen deutlich schöner als die alten, vielleicht wurde aber auch das Limitersetting überarbeitet. Nach kurzem Gespräch kann ich den B30/S30-Besitzern mit K3 als Amping nur raten, das Umstellangebot für die Subs aus Haltbarkeitsgründen wahrzunehmen.