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Holz oder Kunststoff?

  • aline
  • 18. April 2011 um 11:42
  • aline
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    41
    • 18. April 2011 um 11:42
    • #1

    Ich habe bisher nur Erfahurngen mit Lautsprecher-Boxen im Holzgehäuse. Mich interessiert ob die professionellen Pa-Boxen alle aus Holz sind, weil diese durch das Holz besser klingen, oder ob kein Kunststoff für das Gehäuse von professionellen Boxen verwendet wird, weil ein Kunststoffgehäuse teuerer und komplizierter in der Produktion ist!?

  • tufkaklto
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    7.116
    • 18. April 2011 um 11:48
    • #2

    Es gibt einige Boxen von ganz renommierten Herstellern, die sind aus Kunststoff.

    Ich denke auch nicht, das das Argument teurer und komplizierter richtig ist.
    Allerdings kenne ich auch nur die Kleineren Boxen aus diesem Spritzgussverfahren.

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  • freeze
    Beiträge
    1.266
    • 18. April 2011 um 12:01
    • #3

    Die Frage ist jetzt auch, was als professionell gesehen wird.
    Bell beispielsweise hat viel mit Kunststoff zu tun, baut aber auch nicht die größten Systeme.

  • tufkaklto
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    Beiträge
    7.116
    • 18. April 2011 um 12:25
    • #4

    L'acoustics oder d&b zum Beispiel?

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  • simonstpauli
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    6.590
    • 18. April 2011 um 12:40
    • #5
    Zitat von "aline"

    Ich habe bisher nur Erfahurngen mit Lautsprecher-Boxen im Holzgehäuse. Mich interessiert ob die professionellen Pa-Boxen alle aus Holz sind, weil diese durch das Holz besser klingen, oder ob kein Kunststoff für das Gehäuse von professionellen Boxen verwendet wird, weil ein Kunststoffgehäuse teuerer und komplizierter in der Produktion ist!?


    Ich würde mal behaupten, daß Kunststoffgehäuse bei hohen Auflagen kostengünstiger sind. Man braucht 1x eine Form und kann dann Masse fertigen.
    Bei Holz skalieren die Kosten eher linear. Das Holz muß dann auch noch möglichst dauerhaft wetterfest gemacht werden.

    Inzwischen gibt es einige Kunststoffgehäuse, die am Ende nicht nur "nach Plastik" klingen. Da hat sich Einiges getan.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • MRspeaker
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    • 18. April 2011 um 12:59
    • #6

    Wenn mir mal wieder ein Mieter eine Box vom Stativ schmeißt, weiß ich das Holz die bessere Alternative ist.


    Holz lässt sich spachteln und kitten, mit Warnex neu streichen und es verzeiht auch den ein oder anderen Fall.
    Im Gala-Fall hat mich auch ganz oft der gute alte Edding begleitet um kleine Macken schnell auszumerzen.

    Plastik bekommt Macken die sich nicht oder nur sehr schwer ausbessern lassen, und es spring schnell auseinder bei einem Aufprall.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • klangbad
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    441
    • 20. April 2011 um 13:00
    • #7

    Mit Plastik lassen sich billiger kompliziertere Gehäuseformen realisieren. Klanglich hört man meistens aus welchem Material, ja sogar aus welchem Plattenwerkstoff (MPX klingt anders als Span...) die Gehäuse sind.
    Die edleren Kisten sind in der Regel aus MPX. Ausnahmen?

  • Volker Holtmeyer
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    • 20. April 2011 um 13:38
    • #8
    Zitat von "heartcore"

    Die edleren Kisten sind in der Regel aus MPX. Ausnahmen?

    z.B. die ersten JBL VerTecs (PlyMax) :wink:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • klangbad
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    14
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    441
    • 20. April 2011 um 15:09
    • #9
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    z.B. die ersten JBL VerTecs (PlyMax) :wink:

    Ich meinte klanglich hochwertig :D

  • fabio hermann
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    • 20. April 2011 um 15:17
    • #10
    Zitat von "MRspeaker"

    Wenn mir mal wieder ein Mieter eine Box vom Stativ schmeißt, weiß ich das Holz die bessere Alternative ist.

    Da habe ich ein gutes Gegenbeispiel: JBL Eon erste Serie ungebremst aus 2m Höhe richtung Hallenboden => keine Schäden und die Box spielt immer noch, das ganze dürfte ich noch zu meinen Schulzeiten mit ansehen.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • Emmi
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    77
    • 20. April 2011 um 18:16
    • #11

    Hallo,
    da kann ich mich nur anschließen.

    Bell V1 auf 80er Bühnehöhe + Boxenstativ fast ausgefahren .... und dann kam der Gabelstabler :)

    Voller Absturz auf den Betonboden ... ich war erstaunt - das Ding hatte nix außer einer kleinen "Druckstelle".
    Wieder aufgestellt getestet und weiter im Takt.

    Was noch ganz nett am Kunststoff ist:

    - Reinigen / Wiederaufarbeiten .. mit Dampfstrahler / Gartenschlauch ... Heißluftföhn und Silikonspray
    ( Ich brauch nix schleifen / spachteln / Lackieren ..... )

    - Open Air .. ich finds immer wieder putzig wenn die Kollegen Ihr "Holz" in den Müllsack packen :) ...

    - Ladegewicht .. da hat der Kunststoff so manches Kilo weniger auf der Wage ... der Rücken und der LKW werdens danken.

    Kurzum .. wir haben viel Bell Material und auch ein paar Holzkisten ( Mufu / Monitore / R-Serie ... ) und wenn ich ehrlich bin will bei uns keiner die Holzkisten mehr schleppen. Ohne Wertung ist meine persönliche Erfahrung

    ( Wer 4 Stacks R-Serie und die zugehörigen 18er Aktivsubs geschleppt und gestackt hat ... und anschließend ein 420er ext. Bell Systemchen aufbauen durfte kann die Zurückhaltung zu Holz sicher verstehen :) )

    Zum Thema "Audio" Qualität und Kunststoff schreib ich jetzt bewußt nix .. da das sicher nicht nur ein Thema Holz / Kunststoff sondern eher der Box selbst ist.

    Ich kann nur sagen wir sind mit unseren Bell Sachen sehr zufrieden.

    Viele Grüße
    Emmi

    Sound & Light Emmert
    Prelles 28 - 96224 Burgkunstadt
    http://www.sound-light-emmert.de

  • madmax
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    • 20. April 2011 um 18:35
    • #12

    Na ob die dann wirklich keinen Schaden im Inneren hat, ist 'ne andere Frage. Solche Schäden werden oft verschleppt.
    So manche verbrannte Spule geht aufs Konto 'runtergefallen' und der User wundert sich, weil er beim Amping keinen Fehler gemacht hat.
    Seltsam klingende HT-Treiber, Defekte wegen abgelöster BE oder Leiterhaarrisse auf der Weiche.......

    Aber zurück zum Thema; meiner Meinung nach klingt eine Box aus Holz, besonders bei tiefen Frequenzen schon besser.
    Nicht umsonst wird beim gehobenen Musikinstrumentenbau ein riesen Aufwand betrieben ums richtige Holz.

    Es wird sicher leichte künstliche Materialien (auch vielleicht Verbundstoffe) für gut klingende (Baß)boxen geben; aber da wird's Brot teurer wie die Wurscht.
    Zumal sich sowas eventuell nicht einfach in 'ne Kokille gießen oder spritzen läßt.

    Never stop a running System

  • tufkaklto
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    • 20. April 2011 um 19:01
    • #13
    Zitat von "heartcore"

    Mit Plastik lassen sich billiger kompliziertere Gehäuseformen realisieren. Klanglich hört man meistens aus welchem Material, ja sogar aus welchem Plattenwerkstoff (MPX klingt anders als Span...) die Gehäuse sind.
    Die edleren Kisten sind in der Regel aus MPX. Ausnahmen?


    WOW, echte Goldohren

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  • Jens Droessler
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    • 20. April 2011 um 19:27
    • #14

    Wenn es um die Standard-12/2er geht, ist es IMO aus klanglicher Sicht relativ egal, ob da Holz oder Plastik zum Einsatz kommt. Bell-Boxen haben noch den Vorteil, relativ "weiches" Plastik zu haben, da wird die kinetische Energie beim Fall nicht so direkt auf Treiber und Weiche weitergegeben wie bei vielen China-Kisten, wo das Gehäuse auch direkt schonmal bricht, da das Material zu spröde ist.

    Subwoofer würde ich aber in keinem Fall aus Plastik kaufen. Da geht einfach Energie verloren, die Gehäuse sind nicht steif genug.

    Einmal editiert, zuletzt von Jens Droessler (22. April 2011 um 21:19)

  • wora
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    • 22. April 2011 um 13:09
    • #15

    kunststoff lohnt sich nur, wenn die stückzahl sehr hoch liegen soll.
    in der regel sind das also eher boxen von grossen herstellern - oder kleine boxen, die in grossen mengen verkauft werden. hier ist plastik dann viel billiger in der produktion, das ist mit sicherheit der wichtigste grund für den hersteller.

    klanglich kann man auch aus kunststoffboxen was brauchbares herausholen, wenn die konstruktion stimmt. mit holz ist das offensichtlich einfacher zu realisieren.
    (und das vertec kann auch gut klingen, wenn es richtig eingestellt ist ;) )

    ich darf mal einen ganz anderen aspekt in die diskussion einfügen:
    - umweltverträglichkeit.
    unsere welt erstickt irgendwann an plastik, auch das dafür benötigte öl geht bekanntermassen zur neige.
    ich bevorzuge daher schon allein deshalb lautsprecher, die aus holz gefertigt sind.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 22. April 2011 um 16:21
    • #16

    Witzigerweise kam das Thema gestern am Mittagstisch nach einer kurzen d&b R1-Schulung zur Sprache:

    Kurzum, es ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Man muss ziemlich genau mit der Stückzahl, welche man mit einer Form erstellen kann, kalkulieren, da im Laufe der Zeit die Toleranzen immer größer werden. Höhere Stückzahl = teurere Form, das liegt wohl pi x Daumen im Bereich 50 000 - 70 000 Euro. Bei einer kleinen Budgetbox, die eh über Preis und Stückzahl verkauft wird, bei der auch keiner groß rumschreit, wenn irgendwann das Modell einem anderen weichen muss, geht das. Bei einer hochwertigen Beschallungsanlage, bei der man nicht genau wissen kann, wie sehr sie sich am Markt durchsetzt und wie viele Elemente (die auch dann noch akustisch und mechanisch zur ersten Box passen müssen) in 5 Jahren nachgekauft werden kann so etwas schnell zu einem finanziellen Schuss ins Knie werden.

    Was den Klang angeht: Mit einer ordentlichen Versteifung nähern sich die verschiedenen Materialien auf eine nicht hörbare Toleranz an. MPX ist halt durch die kreuzverleimten Schichten sehr biegesteif hat aber durch die Holzstrukturschichten durchaus noch ein paar Resonanzen. MDF wiederum verhält sich neutraler, da weicher und ohne Struktur (ist halt Presszeugs). Plastik ist nicht grundsätzlich dies oder jenes, da es verschiedene Mischungen gibt. Allerdings wird es gerne sehr dünn ausgeführt, was dann ohne Versteifung schnell die ganze Kiste resonieren lässt.

    Ein Vergleich mit hochwertigen Musikinstrumenten ist übrigens genau der falsche Weg, da diese bewusst resonieren sollen. Hierbei geht es nicht um neutrale Schallübertragung sondern um (subjektiv möglichst wohlklingende) Schallerzeugung. Und so nebenbei gibt es auch hochwertige Instrumente z.B. aus Kohlefaser, denen aber meist eine gewisse Leblosigkeit nachgesagt wird.

    P.S. zum Thema Holzauswahl: MPX hat sich für den Tour-/Verleihbetrieb einfach als beste Variante erwiesen, da es sehr robust ist.

  • tufkaklto
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    • 23. April 2011 um 20:13
    • #17

    An waldschrat99:

    Ich hab was für Dich:

    ich dachte mir, ich geb Dir mal ein Beschäftigung zum lesen

    http://www.gandhi-auftrag.de/chemtrails.htm

    und
    http://www.gandhi-auftrag.de/cloudbusterbauanleitung.htm

    und dann nbochwas zu HAARP
    http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Astr…_Tempelhof.html


    So, jetzt bist Du mal beschäftigt :D:D:D:D

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  • waldschrad99
    Verifiziert
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    2.401
    • 23. April 2011 um 23:05
    • #18

    btt. Hanf-Holzplatten als Werkstoff:
    http://www.holz.net/news/showartic…570744BE402161E
    [Zitat] Firma TECNARO aus Eisenach hat eine nachhaltige Alternative zum umweltbelas-tenden Kunststoff ausgetüftelt. Die Thüringer haben aus Pflanzenfasern ........
    „Unser Ziel war, aus Lignin und Pflanzenfasern ein nachhaltiges Gehäuse für Lautsprecher-boxen zu entwickeln“, sagt Jürgen ....
    .....entwickelten die Eisenacher den Verbundstoff ARBOFORM – so erfolgreich, dass sie die international renommierte Auszeichnung „Material Excellence“ für den besten Werkstoff erhielten. Für diesen werden Naturfasern wie Flachs, Hanf oder Sisal mit speziel-len Ligninarten vermischt und zu Pellets gepresst. Aus diesem Basismaterial entstehen Formteile, Profile oder Platten..........

    --> wie mein Account-Name schon vermuten lässt, fände ich eine Umstellung der Holzwirtschaft (insbesondere den Schutz der wenigen Baum-Plantagen und Rückwandlung in naturbelassenen Mischwald) auf diese jahrtausende alte Kulturpflanze nachhaltig erstrebenswert!
    Hanf braucht keine Chemie, keine GEN-Manipulation, Hybrid-Samen, Insektenvernichtung, ....

    Bestimmt gibt es bereits Boxenhersteller, die mit Hanffaserplatten hochwertige Studio- oder HiEnd-Lautsprecher bauen.
    Und anstelle von Kevlar könnte man vielleicht auch Hanf-Fasern nehmen.

  • Jens Droessler
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    2
    Beiträge
    9.074
    • 24. April 2011 um 02:45
    • #19

    Hmm, Eisenach ist nicht weit von mir, die ruf ich mal an und informiere mich!

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 24. April 2011 um 07:56
    • #20
    Zitat von "heartcore"

    Die edleren Kisten sind in der Regel aus MPX. Ausnahmen?


    schau Dir mal "Dynacord Alpha" an :wink:

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

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