@ Jobsti
Lipshitz & Vanderkooy's Filteransatz funktioniert im Kern so, dass sich beide Wege nicht zu einem linearem Frequenz- und Phasengang addieren; vielmehr weist das korrekte Filter eine Ueberhoehung im Bereich der Trennfrequenz auf. Wenn diese aber mit einem korrekten Summenfilter entzerrt wird, ergibt sich ein glatter Frequenz- und ein linearer Phasengang, ergo die Gruppenlaufzeit bleibt ueber die gesamte Bandbreite konstant. Daher die elektronische Entzerrung. Controller oder parametrische EQ's sollte ohnehin jeder mittlerweile im Einsatz haben, warum diese nicht sinnvoll in den Systementwurf einbinden? Weiterhin denke ich, dass eine sinnvolle Entzerrung des Monitorfrequenzganges der Sprachverstaendlichkeit, und damit der Tauglichkeit des Monitors fuer den Einsatz als Sprachmonitor sehr zugute kommt. Davis & Davis' " Sound System Design" gibt hervorragende Anregungen, wie eine derartige Entzerrung aussehen kann - erschreckenderweise deckt sich deren Ansatz mit dem, was ein Monitortechniker ohnehin am Terz-EQ vornimmt.
Ein bisschen Text zum Einschlummern:
John Kreskovsky's Homepage http://www.geocities.com/kreskovs/John1.html gibt recht brauchbare Erlaeuterungen zur Berechnung dieser Filter. Da in einem Coax der HP meist ein positives Delay aufweist, muss das Filter fuer ebendieses Delay entworfen werden. Logischerweise ist das digital alles ein wenig einfacher, aber es lassen sich recht schnell verwertbare Resultate erzeugen. Zur Not laesst sich die Entzerrung auch passiv realisieren, bei den recht geringen Leistungen sollte das kein Problem darstellen.