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Im Hubminimum boosten..

  • inity
  • 24. November 2008 um 21:17
  • inity
    Beiträge
    235
    • 24. November 2008 um 21:17
    • #1

    Habe gerade für den front/backloaded thread simuliert und dabei ist mir etwas aufgefallen.

    Laut simu hat das konstrukt bei maximaler Leistung einen sehr steilen einbruch der membranauslenkung bei 40hz. Jedes hz höher oder tiefer steigt der hub wieder steil an.

    Könnte mann bei genau dieser frequenz sehr schmalbandig ( wenn man die thermische belastbarkeit im Auge hat ) dort richtig fies boosten, und bei den frequenzen mit viel Hub etwas rausnehmen ?

    Wie wirkt sich ein boost von sagen wir mal 6db dann auf die anderen frequenzen und hübe aus ?

    Noch etwas, das ich jetzt nicht nachvollziehen kann.... wie geht es überhaupt, dass die Membran bei solch niedrigen frequenzen und mit einem sehr geringen Hub überhaupt noch einen genauso hohen Schalldruck erzielen kann wie bei anderen frequenzen, mit teilweise 3mal soviel hub ?

    Danke!

  • HKL
    Beiträge
    379
    • 24. November 2008 um 21:22
    • #2

    resonsanzfrequenz

  • Jonnytrance
    Gast
    • 24. November 2008 um 21:46
    • #3
    Zitat von "Inity"

    Könnte mann bei genau dieser frequenz sehr schmalbandig ( wenn man die thermische belastbarkeit im Auge hat ) dort richtig fies boosten, und bei den frequenzen mit viel Hub etwas rausnehmen ?


    Ja, vorsichtig boosten kannst du, aber auch nicht schmäler als Q3, um die Groupdelay noch im Griff zu haben.
    Bei tieferen Frequenzen ein Lowcut setzen.
    Und dann bleiben nur noch die Frequenzen die man als Nutzbass bezeichnet. Nimmst du die raus, gibst weniger Bom. Also lieber lassen.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 24. November 2008 um 23:12
    • #4

    :oops: das mit der resonanzfrequenz hätte ich mir ja auch denken können, bin irgendwie auf dem schlauch gestanden.

    danke für den tipp, wie definiert sich denn Q3 ?

  • Jonnytrance
    Gast
    • 24. November 2008 um 23:29
    • #5

    Q ist die Bandbreite, je grösser, desto schmäler. Jeder Param EQ hat sowas.
    40Hz, Q3, Gain +6dB:
    http://img128.imageshack.us/my.php?image=40hzq30ao5.jpg

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 25. November 2008 um 01:19
    • #6

    Warum?

    Du musst und solltest nicht versuchen, auf Krampf 1 kW in einem Treiber unterzubringen. Klaere ab, welchen RMS-Pegel du in welchem Abstand erzeugen musst; mach dir Gedanken ueber die Nachhallzeit der typischen Raeume in denen du arbeitest. Dann ueber die Konfiguration der Subs nachdenken, da dies einen deutlichen Einfluss auf den Ansatz der Impedanzkopplung haben kann.

    Wenn du vier Systeme eng stacken musst, um 138dBSPL RMS bei maximal 7mm Auslenkung zu erreichen, und jeder Treiber nur mit 350W RMS belastet werden darf, dann ist das eben so. Dafuer arbeitest du weitgehend linear, brauchst geringe elektrische Leistung, kannst bei sorgfaeltigem Design auf eine Tiefpassfilterung verzichten, wirst mit sehr flacher Gruppenlaufzeit belohnt.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 25. November 2008 um 01:37
    • #7

    Es geht doch immer darum, möglichst viel rausholen und wenn Leistung geben ist, dann warum nicht ausnutzen.
    Lowcut ist ja klar, Hubbegrenzung bei teifen Frequenzen, akkustische Kurzschluß zu vermeiden und möglichst weniger Phasensauereien bei tiefen Frequenzen, Amp zu entlasten.
    Boosten im Bereich von Tunig, um etwas mehr Auslenkung in diesem Bereich zu verursachen (evtl. zu kühlen) um nix zu verschenken. Effekt "bei Vollast klingt dünn" zu entgehen.
    Machen viele Hersteller seine Setups so.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 25. November 2008 um 13:26
    • #8

    Danke für die Antworten,

    danke sven wie immer ( schreib noch auf deine pm zurück, brauch noch etwas vorbereitung ) :oops:

    deine Chassis tipps ( bauweisen ) sind glaub ich echt gold wert und ich habe doch einiges an neuer Erkenntnis daraus ziehen können, jedenfalls theoretisch!

    also vorneweg, es muss nicht linear sein, und ich möchte gerne alles rausholen was geht. Ob es diese Brachialmethode bringt oder nicht wollte ich eben von euch wissen, die Leistung ist da also warum nicht dachte ich mir da auch.

    Das mit der Kühlung ist ein Argument, jedoch weiss ich nicht ob das Verhältnis noch stimmt zwischen Kühlung - mehr Leistung = mehr Wärmeerzeugung. Thermisch sollte das was ich vorhab schon OK sein.

    Werde mir das Thema Impedanzkopplung jetzt ansehen !


    [/i]

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 25. November 2008 um 14:22
    • #9

    @ Jonnytrance

    Zum Thema 'boosten' am Auslenkungsminimum - mein engstirniges Weltverstaendnis sagt mir, dass die Uebertragungsfunktion eines Weges so ausgelegt werden muss, damit phasengleiche Summation die gewuenschte Uebertragungsfunktion des Gesamtsystems ergibt. Nimm dir einen Hochpass 4. Ordnung mit fc=45Hz und Qhp=0.5, transformiere die Uebertragungsfunktion vom Frequenz- in den Zeitbereich, und rege diese Uebertragungsfunktion mit einem Diracpuls an. Die resultierende Impulsantwort ist schon nicht schoen. Dann hebe auf einem imaginaeren Hubminimum noch mal um +5dB mit Q=4 an. Die Impulsantwort ist der Brueller.

    Sollten 'Hersteller' tatsaechlich derartige effekthascherische Mittel einsetzen, ist das meiner Meinung nach kein Grund, dem nachzueifern.


    @ Inity

    Wenn du die Schwingspule unbedingt durch den gesamten Spalt bewegen willst, koenntest du versuchen, das innerhalb des Nutzbandes zu tun, i.e. das Hubminimum so zu legen, dass der Hub unterhalb des Nutzbandes reduziert wird. Dann laesst sich mit nur moderater Hochpassfilterung bei niedrigen Frequenzen der Gesamthub recht einfach einstellen. Oder du gestaltest die Uebertragungsfunktion mit sehr hoher Guete im Bereich der unteren Eckfrequenz, sodass die Uebertragungsfunktion mithilfe eines EQ's angeglichen werden muss - das senkt ebenfalls die Auslenkung in dem Bereich, und erlaubt u.U. eine hoehere Eingangsleistung.

    Das Gute an der Bastelwastelei ist doch, dass man keinen marktwirtschaftlichen Zwaengen unterworfen ist.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 25. November 2008 um 14:47
    • #10

    Die Subs sollen im Bereich von 40-80hz spielen, im Stacking ca. 35hz.

    hier mal die Auslenkung:

    Das was vom Nutzbass noch übrig ist kann anscheinend nicht mehr eq´t werden, da die Auslenkung bei Vollast hier schon bei 10mm ( 10,5mm lt. Datenblatt Xmax ) liegt.

    Bei 40hz und 80hz dachte ich mir, könnte ich noch was reinschieben und dafür breitbandiger bei 50hz was rausnehmen. Meint ihr, dies könnte die subjektiv wahrgenommene Lautstärke des Basses anheben ?

    Hochpassfilter dachte ich im 4er Stack bei ca 33hz zu schalten.

    Meiner Erfahrung nach sind bei Konserve / Disko / Drum n Bass gerade die 80hz ziemlich wichtig, und 40hz sind fürs Hosenflattern.

    DANKE !

  • Jonnytrance
    Gast
    • 25. November 2008 um 15:35
    • #11
    Zitat von "svenr"

    Zum Thema 'boosten' am Auslenkungsminimum - mein engstirniges Weltverstaendnis sagt mir, dass die Uebertragungsfunktion eines Weges so ausgelegt werden muss, damit phasengleiche Summation die gewuenschte Uebertragungsfunktion des Gesamtsystems ergibt. Nimm dir einen Hochpass 4. Ordnung mit fc=45Hz und Qhp=0.5, transformiere die Uebertragungsfunktion vom Frequenz- in den Zeitbereich, und rege diese Uebertragungsfunktion mit einem Diracpuls an. Die resultierende Impulsantwort ist schon nicht schoen. Dann hebe auf einem imaginaeren Hubminimum noch mal um +5dB mit Q=4 an. Die Impulsantwort ist der Brueller.

    Sollten 'Hersteller' tatsaechlich derartige effekthascherische Mittel einsetzen, ist das meiner Meinung nach kein Grund, dem nachzueifern.


    Man sollte immer wissen was man tut. Übertragungs funktion soll gewährleistet sein, auch Phase und Chassisschutz, soweit klar.
    Impulsantwort natürlich auch. Möchte man diesen möglichst schnell haben, dann dürfen keine steile Filter benutzt weden, keine EQ´s (auch absenkende EQ´s gehen auf die Kosten von Impuls, Groupdelay und Phase).
    Dewegen lieber ein Filter 12dB Q0,7 (BW12) als Lowcut benutzen. Ein EQ nich zu schmal nehmen (nicht grösser als Q3). Und immer schön auf die Phase schauen, was passiert. Und dann demensprächend die Topswege anzupassen.

    P.S. solche Hersteller wie GAE, ACL schieben bei Auslenkungsminima, nur mal paar Beispiele. :wink:

  • inity
    Beiträge
    235
    • 20. Januar 2009 um 10:30
    • #12

    Also am Wochenende werd ich das mal ausprobieren ...

    allerdings hab ich da noch ne Frage:

    Wie verhalten sich die Rückströme von der Schwingspule auf der Resonanzfrequenz ?! Sind diese dann stärker ausgeprägt ?!

    Vom Dämpfungsfaktor der Endstufe her sollte das kein Problem sein !

    Habe in einem ähnlichen thread gelesen, dass boosten auf der reso. gerade für gut bedämpfte und langhubige Chassis ein problem ist.

    Warum ?! Der Hub nimmt ja zu und die Kühlung wird dadurch ja auch besser ?!

    Also hier mal die angedachte vorgehensweise ( mit den mitteln die mir zur Verfügung stehen :(

    Durch simulation weiss ich den Bereich der reso ungefähr, ich gehe mit notebook und signalgenerator die einzelnen Frequenzen durch und sehe mir den Hub an. Müsste die reso ja optisch dann finden ...

    Geht das ?

    Dann booste ich ca. 6db mit nem Q von 2,8, setze dann Hochpassfilter bei der reso lr 24db/oct.

    passt das so ? Ist ein 4er stack von oben beschriebenem konstrukt

    Danke!

  • Jonnytrance
    Gast
    • 20. Januar 2009 um 11:14
    • #13

    Um welchen Chassis handelt es sich?
    Boosten ist ok so. HPF würde ich nochmal überdenken. BW24, oder besser BW12.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 20. Januar 2009 um 11:36
    • #14

    handelt sich um dieses Chassis:

    http://www.proaudioparts.co.uk/v181000.asp

    ist halt schwierig zu sagen ob die TSP stimmen ...

    kann mann BL überhaupt ohne Angabe bei welcher Auslenkung so angeben ?

    Sie halten auf jeden Fall einigem an Leistung stand, gebe 1300 Watt drauf ohne Probleme, Auslenkung schaut optisch immer noch gut aus. Mehr wie 13mm will ich aber nicht riskieren.

    Ja werde Butterworth 24db nehmen !

    Einmal editiert, zuletzt von Inity (20. Januar 2009 um 11:47)

  • Jonnytrance
    Gast
    • 20. Januar 2009 um 11:46
    • #15
    Zitat von "Inity"

    Ja werde Bessel 24db nehmen !


    Nicht Bessel, sondern Butterworth :wink:
    So einem Chassi kann ich BW12 gut zutrauen.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 20. Januar 2009 um 11:50
    • #16

    jo, habs grad selber gesehen und ausgebessert !

    danke für die tipps !!

    Werde mal versuchen wie das aussieht, spiele eben sehr tieffrequente Musik und da ist einiges an 20hz mit dabei. Denke aber das sollte dann klappen !

    Hoffe ich habe bald gutes Messequipment, lese schon fleissig d´appolito.

    Ich sag auf jeden Fall bescheid was es so ausgemacht hat.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 16. Februar 2009 um 18:59
    • #17

    Also:

    das ganze hat auf jeden Fall funktioniert, allerdings hört sich der Bass eher "langsamer" an und nicht mehr so punchig. Im grossen und ganzen ( bei meinen Bässen ) eher eine Klangveränderung die mann mag oder nicht, aber nicht zwingend eine Verbesserung.

    Noch etwas: Ich habe bis jetzt immer meine Bässe über eine nicht schlechte analoge Frequenzweiche getrennt. Nun habe ich ein Ultradrive eingesetzt und muss sagen, der Bass ist trotz den vielen Einstell und EQ Möglichkeiten viel schwächer !

    Mir kommt das Signal sehr "Dünn" vor, mein amp hat eine ampereanzeige, normalerweise gehe ich rauf bis 10A, mit dem Ultradrive trotz korrektem setting sind nur 3A drin !

    Wieviel macht das Signal aus, um einen kräftigen Bass zu bekommen ?! Ich denke seeeehr viel !!!

    Gibt es Möglichkeiten, den Bass "dicker" zu machen ? Ein SPL Charisma bringt nichts ausser mehr dirt. Welche Geräte setzt ihr ein, die möglichst keine subharmonischen oder sonstige generieren, da ich es eben nach dem Ultradrive in den amp schalten würde ? Oder ist es ein generelles Problem von Digitalcontrollern :?

    Das Ultradrive ist im Hochton ja echt gut und gefällt mir, aber es macht keinen Druck ! Die Membranen lenken genauso aus wie sonst auch, jedoch kommt nicht der Druck wie üblich.

    Danke !

  • Jonnytrance
    Gast
    • 16. Februar 2009 um 19:21
    • #18

    Poste doch mal die Einstellungen im Controller.

  • inity
    Beiträge
    235
    • 16. Februar 2009 um 19:30
    • #19

    Hi,

    4er Stack, Resonanz gefunden bei 34hz, 5db angehoben, dann 12db Butterworth hochpass bei 34hz. Spielen rauf bis 78hz, dort eine gute Übergangsfrequenz 24db LR gefunden.

    Keine Ahnung an was es liegt, aber der Bass ist auch ohne Reso EQ einfach schwächer als bei der analogen Frequenzweiche. Der amp ist auch viel belastbarer bei gleicher Auslenkung der Chassis. Mir kommt das Signal dünn vor !! Spürbar weniger Druck beim Vergleich ! Auslenkung ist aber identisch !

    Ist an meiner Annahme, dass das Signal einiges ausmacht was dran ? Die Analoge Frequenzweiche verzerrt nicht mehr als der Controller und es hört sich auch immer sauber an ...

    Danke !

  • Jonnytrance
    Gast
    • 16. Februar 2009 um 19:37
    • #20

    Probier es einfach bei 100Hz BW24 zu trennen.

    Ist die Phase auf "0" ?

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