Beiträge von tufkasr
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@ Harald,
benutzt du symmetrische Verkabelung vom DCX zu deinen Amps? Anderenfalls kann hier eine Ursache des Spannungsabfalls liegen. Zum Sub - poste doch mal deine EQ- und Filtereinstellungen fuer den Hochpass. Schmalbandige Filterung senkt logischerweise die Energie im Passband. Du wirst wohl eine langwierige Versuch-und-Irrtum Reihe durchfuehren muessen, um alle Wege ordentlich anzupassen; oder du misst die Uebertragungsfunktionen aller Wege und erstellst so die Controllereinstellungen.
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Hallo Stefan,
du solltest vielleicht mit der ausschreibenden Stelle klaeren, welche Anforderungen hinsichtlich der Sprachverstaendlichkeit ueber die gesamte Marktflaeche einzuhalten sind. Erfahrungsgemaesz sind Hintergrundmusik und Veranstaltungen kein Thema, wenn aber irgendwelche Stadtoberen wertvolle Ansprachen halten, kommt schnell der Punkt, an dem sich ueber die Verstaendlichkeit in weiter von der Buehne entfernten Bereichen beschwert wird.
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Mal zu den Monitorschraegen: nehmen wir mal an die Ohren sind auf 1.7m Hoehe und der Monitor soll 1m vor mir stehen. Die Neigung der Schallwand muss demnach 60 Grad betragen. Jobsti's schon recht steile Gehaeuseform bringt es leider nur auf 50 Grad. Will ich diesen Monitor auf meine Ohren richten, muss der 1.4m weg stehen.
Niemand stellt einen Monitor so weit entfernt auf, gerade nicht auf kleinen Buehnen. Flachere Monitore sind ein echter Stoerfaktor - sie strahlen in Richtung der Buehnenmikrophone, muessen evtl. im richtenden Mitten- und Hochtonbereich angehoben werden, da der Hoerer ausserhalb der Achse steht, etc. pp. JBL Eon oder MasterAudio P12SMA machen vor, wie ein universell einsetzbares Gehaeuse fuer normale, beengte Verhaeltnisse aussehen kann.
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Vielleicht irre ich mich, aber ich denke, du verwechselst ein paar Fakten. Die Studioboxen dienen in erster Linie der Minderung der Schalltransmission, eignen sich also zur Isolation. Die Messbox dient under anderem zur Messung sehr leiser Geraeusche, oder der Isolation waehrend der Messung sehr lauter Geraeusche.
Die niedrige Nachhallzeit sagt nur, dass Schalleistung sehr rasch in Waerme umgesetzt wird. Reflektionen und Moden haben diese Boxen aber trotzdem. Und genau die willst du nicht in einem Umfeld zur Messung des Fernfeldfrequenzganges von Schallwandlern. Die Eignung als Hoerraum ist auch fragwuerdig, da ein akustisch optimierter Hoerraum vor allem die zeitliche Abfolge und das Leistungsspektrum der Reflektionen zu kontrollieren sucht.
Ein anechoischer Raum eignet sich nur bedingt als Hoerraum (vor allem weil Leuten regelmaessig schlecht wird). Und ein akustisch "guter" Hoerraum ist meist nur ein sehr duerftiger akustischer Messraum.
Viel wichtiger ist wohl die Frage: suchst du nach einer Loesung fuer einen spezifischen Anwendungsfall, oder einem Anwendungsfall fuer eine generische Loesung?
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Zitat von "Mechwerkandi"
Ich erinnere hier recht leibhaftig an Auftritte der englischen Gruppe "Slade", bei denen der Sänger Noddy Holder pro Auftritt schon mal zwei Mikros "zersungen" hat.
Hust. Also, welches Versagenszenario stellt sich da dar?
- Scherversagen der Membran / Aufhaengung durch exzessive Querkraefte?
- Anschlagen mechanischer Teile / plastische Deformation?
- Hitzeversagen der Schwingspule?Es fallen dem ein oder anderen sicher weitere Szenarien ein. Ueber die Realitaetsnaehe reden wir nicht.
@ ddt: Waelz ein paar Datenblaetter einschlaegig bekannter Hersteller, such dir ein Gesangsmikrophon mit hohem Maximalschalldruck (Problem sind haeufig die Verzerrungen ueberschrieener, dynamischer Mikrophone), leih 2 Stueck, fertig. Das sagen einige Datenblaetter: e865 - 150dBSPL, D 5 - 147/156 dB SPL (bei THD = 1% / 3%), Opus 81 - 138dBSPL, AE 5400 - 147dBSPL (1% THD).
Drastische Kompression (mittlerer Attack, mittlerer bis kurzer Release, hoher Treshhold, hohe Ratio, Reduktion um 4..8dB mit heftigem Pumpen) kann die Dynamik der Grunzer deutlich steigern, und hilft, die Stimme gegen das Hintergrundensemble abzusetzen. Dass die Kompression nicht schoen im klassischen Sinne klingt, ist klar; aber darum geht's auch nicht.
Mit Verlaub: Wie genau hast du dir vorgestellt, die Bassdrums unters kopfschwingende Volk zu bringen? Die Backline, das akustische Drumset, die Vocals, alles ok. Aber die Bassdrums stinken ab. Mein Tipp: 2x SM57 in die Bassdrums, EQ und Kompression auf "ToeckToeck" (tiefe Frequenzen der Bassdrums sind auf ca. 75% der einschlaegigen CD-/Live-Produktionen obsolet), und kein Generve von Bands und Publikum.
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Beim Y-Kabel bitte die Polaritaet des Mikrophons an der Snareunterseite beachten. Die muss in 95% der Faelle gedreht werden.
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@ Daniel Draeger - Vance Dickason beschreibt ein einfaches Verfahren zur Messung der Schwingspulentemperatur.
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@ adval - deinen Einwurf (konisch vs. parabolisch) kann ich so nicht stehen lassen. Cowan hat dieses Horn vermutlich mit einem hyperbolischen Verlauf entworfen (ueber die Stimmigkeit der angesetzten virtuellen Verlaengerung des Horns brauchen wir nicht debattieren).
Nachdem der Hornverlauf als hyperbolisch festgelegt ist, werden die Querschnittsflaechen S(x) in Hornbreite b(x) und -hoehe h(x) umgerechnet. Gilt dabei b(x)=const, wie im Fall quaderfoermiger Gehaeuse, ist der Verlauf von h(x) logischerweise nicht linear. Der exakte Hornverlauf wird im Zuge der Faltung segmentweise durch parabolische Abschnitte angenaehert, um keine kontinuierlichen Rundungen erstellen zu muessen.
Die Rueckkalkulation wird aber dadurch erschwert, dass Hornresponse eben keine 4 parabolischen Segmente in Reihenschaltung zulaesst. Und nun gilt es zu untersuchen, wie gross die Abweichungen vom hyperbolischen Horn durch a) konische, oder b) exponentielle Segmente wirklich sind. Ich geb mal einen Tipp ab: wird die Segmentlaenge dx infinitesimal klein, spielt die Erweiterungsfunktion fuer dx keine Rolle mehr.
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(Vorsicht - polemisch-klugscheisserisch-voreingenommener Beitrag): Bias79 - du hast meine volle Zustimmung. Instrumentenkunde und fundiertes Wissen ob der charakteristischen Schallentstehung und -ausbreitung unterschiedlicher Instrumente sind das sprichwoertliche A&O eines Tontechnikers im Buehnenalltag. Allerdings ersetzt reines Fachwissen nicht die Erfahrung in der Praxis. Aber - ohne Fachwissen erwirbt man Erfahrung nur sehr schleppend. Das mag im R'n'R-Zirkus noch vertretbar sein, sobald klassische Instrumente oder anspruchsvolle Stimmen auf den Plan treten, ist ohne Grundlagenwissen Feierabend.
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OT: Die Praesenz eines rim click / cross stick haengt zum grossen Teil von der korrekten, sprich gleichmaessigen Stimmung des Schlagfells ab. Wenn das Schlagfell zudem stark bedaempft wird (e-ring, Klebeband, etc.), oder der Spannreifen durch die Schrauben starke Daempfung erfaehrt, geht das Geraeusch schlicht unter. Der click ist ein rein transientes Geraeusch - Bedampfung des Hochtonbereiches wirkt hier kontraproduktiv.
Aber (meine Meinung) - in den letzten Jahren tendiert der "durchschnittliche" Live-Snare-Sound in Richtung mitten- / tiefmittenlastig und hoehenarm (was wohl fuer das gesamte Set gelten kann). Da wird es schwer, ploetzlich transientes Spiel auf dem Snarerand adaequat zu transportieren.
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