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Beiträge von Audiowerk

  • Für die Spezies...Wie geht das?

    • Audiowerk
    • 23. März 2008 um 16:36

    Chris - Danke für den Hinweis. Das hatte ich etwas blöd formuliert. Von einer Krümmung zu sprechen, ist hier auch nicht ganz optimal, weil da nichts Rundes im Spiel ist, sondern die beiden Hypotenusen der kleinen Dreiecke einen Streckenzug bilden. Und der ist eben keine gerade Linie, sondern hat eine eckige Delle drin. Die Hypotenusen der kleinen Dreiecke haben unterschiedlichen Steigungsfaktor, den man mit bloßem Auge aber kaum ausmachen kann.

    Kann man übrigens auch nachvollziehen, wenn man die Teile bastelt. Die beiden kleinen Dreiecke sind zwar an sich okay, aber was dabei herauskommt, wenn man damit puzzelt, ist nicht das, wofür man es auf den ersten Blick hält. ;)

    Wenn man die beiden Dreiecke, so wie sie im Bild zu sehen sind, ausschneidet und übereinanderlegt, so dass ihre höchsten Punkte zur Deckung kommen und die kürzere Kathete ebenfalls (bzw. rückwärts der Punkt unten links und die längere Kathete), dann sieht man das Ausmaß der Pfuscherei: plötzlich weicht die eine Hypotenuse nämlich sichtbar von der anderen ab. Die Differenz summiert sich zum überzähligen Kästchen.

  • Für die Spezies...Wie geht das?

    • Audiowerk
    • 23. März 2008 um 15:00

    Und weil's so schön ist, trete ich noch den Beweis dafür an, dass es sich bei der Zeichnung dort oben tatsächlich um eine optische Täuschung bzw. Fälschung handelt.

    Wir schauen uns mal die Flächeninhalte der Figuren an. Dankenswerterweise sind die ja auf Karopapier, so dass wir, ohne zu messen, prima in der Relativgröße "Kästchen" (K) rechnen können.

    Figur gelb: 7K (das kriegen wir durch Abzählen heraus)
    Figur grün: 8K (ebenfalls Abzählen)

    Die beiden anderen Figuren scheinen dem Auge nach Dreiecke zu sein. Für den Flächeninhalt des Dreieckes gilt die altbekannte Maßgabe 'Grundfläche mal Höhe geteilt durch zwei'. Dann schauen wir, was wir herausbekommen, ausgedrückt in unserer Kästcheneinheit K:

    Figur rot: (8 x 3) : 2 = 12K (die Klammern dienen der Veranschaulichung)
    Figur blau: (5 x 2) : 2 = 5K (vgl. oben; die Einheiten sind zu vernachlässigen)

    Diese Tatsachen lassen sich unter den formulierten Annahmen aus dem obigen Bild ableiten. Sie gelten offenkundig genau so für das Bild darunter. Die einfachen Vielecke bleiben nämlich identisch, sowohl durch Augenschein als auch messtechnisch nachweisbar. Und auch unsere beiden Figuren rot und blau verändern sich offenbar nicht, denn Grundfläche und Höhe haben dieselben Maße (8 x 3 bzw. 5 x 2).

    Was jetzt folgt, nennt der Mathematiker deduktive Logik. Wenn wir uns bei den Kästchen nicht verzählt haben (haben wir nicht), und wenn wir uns über die Gültigkeit der Formel für die Flächenberechnung im Dreieck einig sind (sind wir - sie lässt sich sehr einfach aus der Flächenberechnungsformel für das Rechteck ableiten), und wenn diese beiden Annahmen auch für beide Bilder gelten (das tun sie, wir haben die Kästchen der entscheidenden Figuren an den Katheten Grundfläche und Höhe ja abgezählt und verglichen, die Zählmaße sind dieselben), dann muss irgendwo anders eine Falschannahme stecken.

    Dafür bleibt letztlich nur noch eine weitere Annahme übrig: nämlich die Tatsache, dass durch Aneinanderlegung der beiden Hypotenusen eine Strecke im mathematischen Sinn entsteht, die dann wiederum die Schein-Hypotenuse des großen Gesamtdreiecks bildet. Das wird zwar automatisch angenommen, tatsächlich aber handelt es sich dabei nicht um eine Strecke, sondern um einen Streckenzug, bestehend aus zwei einzelnen Strecken. Die beiden anderen Seiten (Katheten) laufen deckungsgleich zu den Linien des Karopapiers, was man durch Nachzeichnen auch leicht überprüfen kann.

    Edit: Formulierungsungenauigkeit im vorangegangenen Absatz abgeändert - Dank an Chris für den Hinweis

    Durch die Dicke der Linie fällt der Schwindel praktisch nicht auf. Eine Strecke diesen Ausmaßes als gekrümmt zu identifizieren ist darüberhinaus für unser Auge ohnehin schwierig, während das Loch als Ansammlung der erschwindelten Flächeninhalte sofort ins Auge sticht.

    Kommt ihr hier mit billigen Tricks :D

  • Für die Spezies...Wie geht das?

    • Audiowerk
    • 23. März 2008 um 14:21

    Das ist eine typische Geschichte, bei der man mit einer falschen Rechnung in die Irre gelockt werden soll. Hier werden nämlich Dinge falsch verrechnet, die nichts miteinander zu tun haben.

    Die effektiven Kosten, die hier auftreten, sind 25 Euro für die Pizza (jeder bezahlt rechnerisch bis hierhin also 8 1/3 Euro, was aber unrelevant ist für die Problemstellung) und 2 Euro, die der Ober als Schwarzgeld kassiert. Das sind 27 Euro. Es wurden 30 Euro bezahlt, und jeder der drei bekam einen Euro zurück (3 x 1 Euro). Somit ist die Sache völlig korrekt gelaufen.

    Eine andere Erklärung für die, die immer noch zweifeln. :)
    Die Männer geben 3 x 10 = 30 Euro ab. Sie erhalten 3 x 1 Euro zurück, haben also effektiv 27 Euro ans Wirtshaus bezahlt. Zwei Euro davon wandern allerdings in Obers Negerkasse. Damit verdient das Wirtshaus tatsächlich 27 - 2 = 25 Euro. Jene zwei Euro, die in Heinis Fragestellung fälschlicherweise zu den 27 Euro hinzuaddiert wurden, müssen abgezogen werden, die versickern nämlich in einer dunklen Hosentasche.

    Es werden durch die Problemstellung Sachverhalte und Zusammenhänge suggeriert, die nicht existieren bzw. die falsch sind. Noch ein anderer Denkansatz: wir haben es hier nicht mit einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zu tun, es gibt nämlich drei Parteien, die hier Geschäfte machen: das Wirtshaus (mit Einnahmen), die Gäste (mit Ausgaben) und der Ober schließlich auch, der hier nicht auf Rechenschaft seines Arbeitgebers handelt, sondern einen eigenen Betrieb aufmacht. Und genau dort liegt der Hase begraben. Die Gäste haben unterm Strich 27 Euro Verlust, der Wirt 25 Euro Einnahmen. Die Differenz von 2 Euro ist die Einnahme beim Herrn Ober.

    Soweit zur korrekten Rechnung. Jetzt aber noch zur Frage, wo der fehlende Euro geblieben ist. :)
    Nun, der Euro fehlt gar nicht. Die 1€-Differenz entsteht durch die oben bereits angesprochene Falschrechnung. Die Gäste bezahlen 27 Euro insgesamt. Darin ist das Schwarzgeld des Obers aber schon enthalten. (!) Zählt man jetzt 2 Euro dazu, hat man den schwarzen Betrag doppelt in die Rechnung einfließen lassen. Darin liegt der logische Fehler hier, man muss sie nämlich nicht dazuzählen, sondern abziehen, weil sie bereits enthalten waren. Wenn man erstmal den falschen Blödsinn addiert hat, kann man natürlich auch eine ebenso blödsinnige Frage stellen, wo der scheinbar fehlende Euro geblieben sein kann.

    Na, wer hat das jetzt noch nicht verstanden? :D

  • Pult Blindtest

    • Audiowerk
    • 20. März 2008 um 04:31

    Wenn wir Filtercharakteristiken vergleichen, werden wir sicherlich Unterschiede bemerken - sowohl in der Handhabung als auch im Ergebnis. Das liegt daran, dass die Filterschaltungen im Channelstrip eben beim Hersteller A so und beim Hersteller B anders gebaut werden. Eckfrequenzen variieren, Filterbreiten variieren - klar kann man das hören bzw. merken, wenn man erst dort, dann hier dran dreht.

    Aber wir wollen doch nicht die Handhabung oder die Praktikabilität von Filterkaskaden vergleichen. Jeder von uns weiß, dass es Pulte gibt, wo man am dB-Regler dreht, und es passiert gefühlt lange Zeit erstmal gar nichts, und anderswo dreht man ein bisschen weiter, und schon macht es bumm aus der PA.

    Hier sollte es doch darum gehen, ob tatsächlich aus einem Klangbild, das sich einem geübten Ohr präsentiert, notfalls auch im Vergleich, sicher abgeleitet werden kann: ist der Tisch analog oder digital, kostet er eher 850 oder 8500€. In der Livesituation im Konzert wird niemand mit Sicherheit sagen können, ob nun ein teurer oder ein billiger Tisch am Start ist. Und wenn, dann ist diese Person durch den allgemeinen Gigcharakter, den Rest des Materials, subjektive Beeinflussungen bis hin zu Pygmalioneffekten nicht mehr in der Lage, objektiv (im Sinne von wissenschaftlich valide) zu urteilen. Daraus folgernd einen Schritt weiter: selbst im konstruierten Blindtest dürfte es noch außerordentlich schwierig sein, z. B. aus einer Batterie von fünf Konsolen bei ~50 Durchläufen Sound jedes Mal den einen oder die zwei Billigtische herauszuhören. Das wäre für die Goldöhrchen hier sicher eine Herausforderung. Bis dabei aber das Gegenteil bewiesen wurde, glaube ich da nichts von. Eine günstige Box identifizieren wir alle blind. Da spielen aber auch Verzerrungswerte eine Rolle, die, verglichen mit dem übrigen Equipment, schon als enorm hoch einzustufen sind. Bei Mischpulten, wenn es nicht gerade eines von Opa Paschulke selbstgebauten aus dem Kartoffelkeller ist, sieht das aber anders aus. Die nehmen nur in sehr, sehr marginalem Ausmaße klangliche Verzerrungen vor. Um nochmals den Michael zu zitieren: auch ich meine, dass psychologische Effekte hier wesentlich unterschätzt werden.

  • jetzt kopieren sich schon deutsche Hersteller?

    • Audiowerk
    • 19. März 2008 um 14:07
    Zitat von "wora"


    genau das ist es, was mich daran erschreckt. ich konnte es kaum glauben...
    wirklich schade.


    Das ist jetzt eine Sache, da schließe ich mich wirklich bedenkenlos an. Ich gebe euch völlig Recht! Ein entscheidender Unterschied zum kopierenden Chinesen... das war aber auch das einzige, was mich in der Angelegenheit tatsächlich aufgewühlt hatte, dieses "jetzt fangen die zu Hause auch schon damit an, und dann ausgerechnet so eine große Bude".

    Andererseits... wir haben auch einige gute Hersteller etwa von Lautsprecherkabinetten in Westdeutschland ansässig - und wenn da mal jemand in der aufkeimenden Blüte der Neunziger mit den 2x12"/2"-Brüllmöbeln einen entwicklungstechnischen Hit gelandet hatte oder eine Bassbox einen guten Bums entwickelte, dann wurde das doch von den anderen Firmen auch gerne dankend übernommen.

    Last but not least gibt es noch die heimlichen Megaflegel, die zu Hause in den Buden in Massen die etablierten Boxen der Hersteller nachbauen und am Ende vielleicht sogar so dreist sind, Frontgitter mit Herstellerlogo draufzunageln. Stoppen lassen sich diese Kameraden doch auch nur, wenn irgendwas gar nicht rekonstruierbar ist - etwa weil das GFK-Hornflare eben ohne Form nicht im Keller eben so nachgebastelt werden kann. Ich habe noch keine Beschallerbude gesehen, die im Laufe ihrer Karriere nicht schonmal irgendwas Boxenmäßiges kopiert hätte. Okay, das war früher vielleicht noch mehr Mode, als man diese komischen Badewannen und Voice-Of-Kisten zimmerte... aber auch dort geht in der Summe einiges an Schaden für den Hersteller ein, der Entwicklungskosten en masse hatte und dann zusehen muss, wie die Box in einer Umbaupause auf dem Stadtfest hinter der Bühne eben aufgemacht wird, damit ein Kollege mal eben Maß nehmen kann.

    Wora hat einen schönen Satz gesagt - geklaut und kopiert wurde schon immer, das ist unvermeidbar und sinnvoll. In den gesellschaftswissenschaftlichen Fakultäten an der Universität gibt es einen alten Spruch: "Das Plagiat ist die höchste Form der Ehrbezeugung." Und wer studiert hat, der weiß, wie wahr erstens dieser Spruch ist, und wie oft er zweitens anzuwenden ist. Das ist auch kein Merkmal der Generation Doof, nein. Alter Wein in neuen Schläuchen wurde immer schon gerne praktiziert.

    Nichtsdestotrotz werde ich interessiert weiterverfolgen, was sich in Bezug auf diese Sache hier tut.

  • Pult Blindtest

    • Audiowerk
    • 19. März 2008 um 13:42

    In der Diskussion lasse ich mir von Klauston auch gerne wieder Dummheit vorwerfen, das bin ich hier ja mittlerweile gewohnt. Diese Sorte Techniker kenne ich von unzähligen Jobs auch live und in Farbe. Man ist einfach was Besseres und steht auch dazu - meinetwegen. Die Leute können reden, sie haben Recht und ich meine Ruhe.

    Zitat von "ADMIN"

    Und ich wage mal zu behaupten, dass es hörbare Unterschiede zwischen den Pulten allenfalls noch bei unterschiedlichen Filtercharakteristiken gibt (der eine halt schmaler, der andere breiter).

    Alles andere basiert nach meiner Überzeugung auf psychologischen Effekten - das Gehör ist nun einmal enorm einfach zu täuschen.


    Das bringt es präzis auf den Punkt. Deshalb sprach ich ja oben schon davon, dass es mit ein paar Mal Hinhören und 50:50-Chance nicht getan ist, wenn man die Ergebnisse ernstnehmen will hinterher. Wenn man das Vorhaben entsprechend gut geplant anlegen würde, d. h. weitgehende Kontrolle einer Vielzahl möglicherweise einspielender Variablen und Parameter, Beachtung der grundlegenden Ansätze zur Validität solcher Untersuchungen - ich bin mir sicher, dann käme ein wunderliches Ergebnis dabei heraus! Und zwar im Wesentlichen das, was Michael beschrieben hat. Viel Psychologie, viel Placebo, viel Täuschung und Einbildung, aber nichts an messtechnisch nachweisbaren Fakten, von denen man schlussendlich folgern könnte, jau, der Tisch klingt jetzt offener, und der aber mumpfig, der da vorne hat ein aufgeräumtes Klangbild und der vierte klingt englisch. (Was auch immer man unter diesen wenig klar umrissenen Attributen verstehen mag... auch wieder eine Wissenschaft für sich. ;))

  • Pult Blindtest

    • Audiowerk
    • 19. März 2008 um 03:40
    Zitat von "DasIch"

    wenn man Filter testet, dass man diese vorher Messtechnisch einstellen muss, damit wirklich alle das selbe machen


    Nein, imho eben nicht. Das tue ich im wirklichen Leben doch auch nicht - irgendwelche Laborbedingungen schaffen. Wir wollen doch den Klang von Mischpulten vergleichen, oder nicht?

    Für mich hieße so ein Vergleichstest: ich baue ein Setup und mache Musik. Dann lasse ich alles so wie es ist und tausche nur den Tisch aus. Und dann wollen wir mal sehen, wer von den Techniker-Diven im legendären PA-Forum ein XL200 vom billigen GL2200 unterscheiden kann - blind und mehrfach sicher reproduzierbar. Meinetwegen mit EQ flat im Channelstrip, das ist wurscht. Auch beim Vergleich analog gegen digital nehme ich mir heraus, das Ganze in Zweifel zu ziehen... das hört m. E. kein Mensch sicher heraus (und ich rede nicht von einem ein- oder zweimaligen Zufallstreffer mit 50:50-Chance!).

    Dieses ganze Gezeter über klingende Mischpulte ist doch nur was für Leute, die sich wichtigmachen wollen nach dem Motto "mein Ohr ist der heilige Gral des guten Tones!". Diese Leute treten einem echt ohne Lachen gegenüber und sagen im Brustton der Überzeugung: "Ja hörst du denn den Unterschied nicht?!". Und man fühlt sich schäbig und schämt sich seines eigenen, unterentwickelten Gehörsinnes.

    Nein danke, Soldat Holzfuß! Die Sprüche höre ich mir schon seit Jahren an. Es gibt subjektive Liebhaberei in Bezug auf Pulte, EQ-"Griffigkeit", Feuer in den Auxwegen undundund, das streite ich gar nicht ab. Aber wenn wir eine komplexe Übertragungskette haben, angefangen vom Musikanten über sein Instrument, dem verwendeten Mikrofon, 60m Kupfer, einer Mischkonsole, möglichem Effektgeraffel, einem Prozessor, diversen Endstufen und schließlich den Lautsprechern, ob aktiv oder passiv - dann möchte ich mal denjenigen sehen, der mir nach dem Muster Doppelblindstudie sicher abhört, mit welchem Pult gemischt wurde. Den Tisch austauschen, das macht dermaßen marginal was am Ton, dass das kaum sicher reproduzierbar herausgehört werden kann. Wer was verändern will, sollte über andere Mikrofonie, andere Lautsprecher oder andere Effekte nachdenken, das macht nämlich wirklich was aus, vor allem am Anfang und Ende der Schallkette, da wo Klirrfaktoren noch im ein- bis zweistelligen Prozentbereich in die Übertragung einwirken!

    Bin mal gespannt, welche Audiokoryphäen hier antreten, um unter realistischen Bedingungen dem klangbeeinflussenden Parameter "Mischpult" auf die Spur zu kommen. Und darüber hinaus: zu welchen Ergebnissen das wohl kommt, vor allem hinsichtlich Validität und Reliabilität der Untersuchungsbedingungen.

  • jetzt kopieren sich schon deutsche Hersteller?

    • Audiowerk
    • 18. März 2008 um 20:27

    Wora... wusste ich nicht! Bin da jetzt auch etwas schlauer, habe zwar in Theaterhäusern schon häufiger mit den Teilen gearbeitet, aber nie mal hineinschauen können. Wusste nicht, dass da so viel kleiner Mechanikhuddel drinsteckt. Forschung und Bau in Westdeutschland spricht natürlich auch für sich, da gebe ich dir ebenso kompromisslos Recht, das ist teuer. Ist denn aber nicht eher Mechanik anfälliger für Defekte und Unebenheiten über die Jahre? Kann mir gerade schlecht vorstellen, wie es in so einem Teil ausschaut. Nimm doch mal eins auseinander und stell' Bilder hier ein :D

    Was die Forschung angeht, nun - da ist ja Sennheiser auch nicht gerade jemand, der nur irgendwas bastelt. Aus dem Stall kommt ja schon das eine oder andere, was im Laufe der Jahrzehnte als wegweisend galt - wenngleich ich alles andere als ein Sennheiserfreund bin, besonders die gesamte Gesangsmikroreihe finde ich grausig.

    Die feine Englische ist das nicht mit der Kopiererei, das stimmt natürlich. Umso brisanter, wenn ein inländischer Mitbewerber so auf die Nuss haut. Andererseits macht das natürlich etwas mehr Konkurrenzdruck, und kopiert wurde ja schon immer. Die ersten Aphex-Dinger kamen ja auch zur Miete ins Studio in Form eines Gußharzblockes, bloß damit keiner gucken konnte, was diese Zauberkisten wirklich machen! Heute baut das auch jede Witzfirma nach und hat ihrer "eigenen" PAP im Range.

    Vielleicht geht Schoeps ja jetzt auch zur Polizei oder so :D

  • jetzt kopieren sich schon deutsche Hersteller?

    • Audiowerk
    • 18. März 2008 um 14:39
    Zitat von "wora"

    das gute sachen gerne kopiert werden, ist in unserer branche sowieso üblich. und zum grossteil auch sinnvoll, aber eine optische 1:1 kopie ist schon unverschämt.


    Das machen andere Hersteller doch seit Jahren so, und es kräht kein Hahn danach. Dort heißt es dann lapidar, tja, die Chinesen wieder. Und da kommen rein optisch mal richtig gute Klone bei heraus - nur vom Fachmann zu unterscheiden! Bist du jetzt so aufgeregt, weil es deinen Haus- und Hoffabrikanten getroffen hat? Hört sich fast so an, als seiest du beleidigt, dass dein Lieblingsmikrofon nun auch einen Klonbruder hat. Nun ja, bei den horrende unrealistischen Preisen für Mikrofone mit 'Sch' vorne kommt vielleicht auch dieser elitäre Laden mal etwas unter Druck, gerade weil ein Inländer nun zum Angriff bläst. Wenn ich mir das angucke, was so ein Condenserstift von denen neu kostet... 2000€ für ein Mikrofon im Holzkästchen, die haben doch nicht mehr alle Kerzen am Christbaum. Da stehen Preis und Leistung nicht mal mehr entfernt in irgendeinem Verhältnis imho. Ich will jetzt nicht wieder die teuresMikro-gutesMikro-Diskussion anzetteln, das hatten wir schon oft genug. Ich finde es bloß bemerkenswert, dass die elitärste Fraktion hier im Forum am lautesten schreit, wenn es an ihr geliebtes Zeug geht, mit dem man sich gern abhebt und profiliert. Leute, so ist das Leben. Das macht der niedere Beschallungspöbel schon seit Jahren mit. Irgendwann trifft's jeden mal, heute mich, morgen dich. ;)

    Tja, und jetzt kommt Professor Sennheiser vorgerückt. Mal sehen, was passiert :D

  • Selbstbau- Galerie

    • Audiowerk
    • 15. März 2008 um 10:05

    Reinhold, was sind denn das für Handsender? Kommen mir so unbekannt vor...?

  • Das Handy für den Veranstaltungstechniker

    • Audiowerk
    • 23. Februar 2008 um 21:14

    Nokia 5140i... mit stoßgeschütztem Gehäuse, Taschenlampe, dB-Messung und Kompass, falls man mal wieder in den tiefen Wäldern Ostdeutschlands beschallen muss. Laufzeit mit neuem Akku über eine Woche, spritzwasser- und stoßgeschützt, praktisch unkaputtbar. Leider ausgelaufen, aber bei mir nach wie vor im Einsatz :)

  • Sporthalle beschallen

    • Audiowerk
    • 23. Februar 2008 um 21:07

    Mein Gott, das Eisen direkt auf den Hallenboden gestellt... da gäbe es bei uns sofort einen Schlag vor'n Hals für. Die Housemeister hier würden dir echt was geigen... :shock:

  • SYRINCS Quader 12 ???

    • Audiowerk
    • 23. Februar 2008 um 14:23

    Kurz und bündig: es gibt den Preis, der angeboten wird - bzw. den du bezahlen möchtest. Es fällt bei den Kisten sehr schwer, eine Grenze anzusetzen, da die Dinger nur selten als Gebrauchtware den Eigentümer wechseln. Die werden bei Ebay kaum bis gar nicht angeboten, und auch sonst sieht man Syrincs-Deals (speziell Quader) nur alle paar Monate mal.

  • beflockung bzw. bedruckung von t-shirts

    • Audiowerk
    • 21. Februar 2008 um 02:32

    Wir haben alles mit Flock aus dem Schneidplotter. Ist super-widerstandsfähig, kann man bedenkenlos immer wieder waschen: Jacken 30°, Pullis etc. 40°, T-Shirts auch 60° - das hält. Lässt sich auch überbügeln ohne Schwierigkeiten. Kostet fast nichts und ist dauerhaft und haltbar.

  • SYRINCS Quader 12 ???

    • Audiowerk
    • 19. Februar 2008 um 22:06

    Wenn das die Neuauflage mit BMS im Hochton war, sind die 650 Euro ein Scherz. Das kann man, wenn die Dosen nicht verbastelt wurden, bald schon für ein einzelnes Teil zahlen. Da hat jemand einen sehr guten Kauf getätigt.

    Syrincs hat in der Serie keine 18er im Programm. Die Quader sind hinsichtlich der Zielgruppe nicht für Darbietungen gebaut, die einen 18er erfordern würden, aus bereits genannten Gründen. Das ist keine Rock'n'Roll-Brause, sondern für andere Beschallungen gedacht.

    Von EAW kenne ich nur die großen Systeme, habe von denen aber noch nie was im kleinen Maßstab vor den Ohren gehabt und daher keine Vergleichsmöglichkeit :(

  • SYRINCS Quader 12 ???

    • Audiowerk
    • 18. Februar 2008 um 21:55

    Ich kenne alle Quader-Boxen seit fast zehn Jahren sehr gut - Q10, Q12, Q15 und Q15BE. Ich halte das für exzellent auflösende Systeme, deren klanglicher Charakter mir sehr zusagt, insbesondere bei Non-Rock-Mucke. Ist für mich bei der Übertragung akustischer Musik stets erste Wahl, habe selber die Vögel am Start.

    Auch bemerkenswert: die Geräte sind in Deutschland konzipiert (zwei deutsche Ingenieure zeichnen dafür verantwortlich), es wird in Deutschland gefertigt. Die Bestückung ist früher ausschließlich RCF gewesen, sowohl bei den Pappen als auch beim Kompressionskammertreiber. Letzterer ist seit drei Jahren in allen Topteilen BMS4550 (1"), war früher RCF N681 (wird nicht mehr gebaut). Mit dem neuen Treiber obenrum hat die ohnehin schon gut klingende Kiste noch mal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, was Durchsetzungsfähigkeit im oberen Bereich angeht. Das CD-Horn ist eine Syrincs-eigene Entwicklung und wird ebenfalls direkt in Braunschweig gefertigt - nichts vom Fließband. Die internen Weichen sind bezüglich ihrer Dimensionierung mit vom Großzügigsten, was ich in der Branche vor die Augen bekommen habe. Da braucht's keine Sorge um Zugeständnisse im Passivbetrieb.

    Die 15er-Basserweiterung macht einen sauberen, feinzeichnenden Bass. Kommt natürlich nicht so tief runter wie ein 18er-Teller, hat dafür aber Kontur und klingt nicht so wabbelig. Auffällig ist auch, was diese Systeme - gemessen an ihrer Größe - für eine Lautstärke abstrahlen können, wenn das Amping entsprechend ausfällt. Das ist kein Großbeschallungssystem, aber ich habe mehr als einmal anerkennende Kommentare gehört über den Output der Quader.

    Ich halte diese Brüllmöbel für ein sehr gutes Beispiel hinsichtlich "engineered & made in Germany".

  • Sennheiser SK100 im Menü nur Kanalumschaltung möglich

    • Audiowerk
    • 18. Februar 2008 um 21:42

    Die Dinger haben eine Lock-Funktion. Ich weiß aber aus dem Kopf gerade nicht, ob die noch erlaubt, die Kanäle zu verändern. Dürfte eigentlich nicht...

    Komisches Fehlerbild, bin ratlos :?

  • Chöre abnehmen

    • Audiowerk
    • 16. Februar 2008 um 13:43

    Mikrofonie so viel wie nötig, aber auch nicht mehr, habe ich mal als Basicknowhow gelernt. Ich mag es auch, möglichst jede Schallquelle closeup abzunehmen, aber man sollte nicht verschweigen, dass man sich bei derart offenen, weitläufigen Installationen wie vor einem Chor nicht nur mehr Nutzsignal einfängt, sondern durchaus auch akustische Probleme. Und die können manch gute Absicht durchaus zunichte machen.

  • Vorschriftenfrage: RCD nötig ja / nein ?

    • Audiowerk
    • 16. Februar 2008 um 13:41

    Vielleicht wäre es besser, wenn die ganzen Gläubigen und Halblügner sich zurückhalten würden und nur die Leute posten, die durch Gesellenbrief oder Meisterurkunde auch wirklich zur kompetenten, verbindlichen Antwort befähigt sind.

    Das ufert jetzt schon wieder in so ein Ansichtssachen- und Glaubensfestival aus hier... und das ist doch Kappes.

  • Wireless: zwei Sender, gleiche Frequenz, ein Empfänger...

    • Audiowerk
    • 7. Februar 2008 um 18:14

    Dann müsste er aber immer das Beltpack vom Gitarrengurt runter- und wieder dranfuddeln. ;)

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