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  2. yamaha4711

Beiträge von yamaha4711

  • Funktionsweise Kompressor

    • yamaha4711
    • 5. Mai 2011 um 20:54

    1. Gebot: du sollst keinen Rechteck innerhalb deiner Signalstrecke erzeugen.
    Der Kompressor verzerrt nix und macht auch keinen Rechteck, außer man dreht das Gain bis an Rechtsanschlag und füttert dann gut an. Irgendwann ist halt die Ausgangsstufe des Kompressors in der Sättigung, aber dann hat man etwas grundsätzlich nicht verstanden.

    Und doch: der Kompressor komprimiert!
    Er macht nicht leiser sondern vermindert die Steigung!
    Und nein man kann es sich nicht so vorstellen wie wenn der Kompressor den Fader runterzieht. Der Fader geht so gesehen nicht so schnell weiter höher.

    Zitat


    Zu jedem Zeitpunkt (behaupten wir einfach unendlich oft) misst der Kompressor die Eingangsspannung. Sind wir +6db über dem Threshold (0db), so ergibt sich ein Ausgang von +3db. Fällt die Spannung nun auf +4db, so regelt der Kompressor nach und gibt nicht wie bei einem Eingang von +6db nun +1db sondern die richtigen +2db am Ausgang aus.
    Ich vermute genau hier lag mein Denkfehler.


    Nein, genau hier liegt dein Denkfehler!
    Der Kompressor schwächt ab dem Threshold die Steigung um die Ratio ab.

    Folgende Parameter legen wir zugrunde: Threshold -10dB, Ratio 1:4, Outputgain 0dB.
    Ratio 1:4 heißt 4dB mehr am Eingang machen 1dB mehr am Ausgang
    Eingangssignal -12dB - Ausgangssignal -12dB
    Eingangssignal -10dB - Ausgangssignal -10dB
    Eingangssignal -9dB - Ausgangssignal -9,75dB
    Eingangssignal -6dB - Ausgangssignal -9dB
    Eingangssignal +6dB - Ausgangssignal -6dB

    Nun mit Outputgain: Threshold -10dB, Ratio 1:4, Outputgain 10dB.
    Ratio 1:4 heißt 4dB mehr am Eingang machen 1dB mehr am Ausgang
    Eingangssignal -12dB - Ausgangssignal -2dB
    Eingangssignal -10dB - Ausgangssignal 0dB
    Eingangssignal -9dB - Ausgangssignal +0,25dB
    Eingangssignal -6dB - Ausgangssignal +1dB
    Eingangssignal +6dB - Ausgangssignal +4dB

    Deswegen sagt man (fälschlicherweise) auch, dass ein Kompressor leise Stellen lauter macht und laute Stellen leiser.

    Grüßle
    michael

  • Funktionsweise Kompressor

    • yamaha4711
    • 5. Mai 2011 um 18:32
    Zitat


    Somit bleiben beide Signale , A und B, unbearbeitet.

    Da der Kompressor nicht anspricht wird logischer Weise auch nichts bearbeitet, weder Signal A noch Signal B.

    Zitat

    Selbst bei einem Multiband Kompressor werden dann beide Signale in dem Frequenzbereich ( das jeweilige Band ) geregelt.


    Das ist richtig, nur zielt ein Multibandkompressor darauf ab, dass es Signale mit unterschiedlichen Grundtönen gibt. Dass die erzeugten Obertöne eines Basses im Mittenbereich mitkomprimiert werden fällt nicht weiter auf, sofern der Grundtonbereich unberührt bleibt. Wenn da nun eine Kickdrum einschlägt drückt dieses Signal natürlich auch das Basssignal zusammen. Eine E- oder A-Gitarre würde das aber dann überleben. Bei einem normalen Kompresser würde aber eben alles zusammengestaucht werden.
    Also kann der Multibandkompressor schon ein bisschen feinfühliger regeln.

    Zitat


    Überschreitet mein Signal den Threshold beginnt der Kompressor zu komprimieren


    Richtig!

    Zitat


    Nicht wie im BSS Bild gezeigt wird das Signal über dem Threshold "gestaucht" sondern um den vom Ratio abghängigen Faktor komprimiert.


    Auch Richtig!
    Die haben da in der unteren Bebilderung einfach anstatt Ratio wieder Threshold eingesetzt, was so eben falsch ist.
    Das obere Schaubild zeigt was der Threshold macht, nämlich ab dem entsprechenden Wert zu arbeiten - was auch immer er dann tut.
    Das untere Schaubild zeigt was der Ratio Steller macht, nämlich bei kleiner Ratio entsprechend mehr an Dynamik ab dem Threshold zu zulassen und bei hoher Ratio die Dynamik entsprechend mehr einzuschränken.

    Um es mal genauer auszudrücken: der Kompressor vermindert bzw. begrenzt den Gradienten der Amplitude. Die Steigung wird deswegen immer Flacher, je höher der Ratiowert ist.

    Die Wellenform im Manual ist schon korrekt, nur eben bei 2.2a und 2.2b liegt der falsche Parameter zugrunde.

    Grüßle,
    michael

  • Funktionsweise Kompressor

    • yamaha4711
    • 5. Mai 2011 um 15:14

    Tacho!

    Zitat

    Es geht nichts über probieren, also gesagt getan. Zwei Signale auf eine Gruppe routen und an den Groupinsert einen Kompressor hängen. Singal A liegt unter dem Threshold, Signal B darüber. Liegt lediglich Signal A an, spricht der Kompressor natürlich nicht an. Gebe ich nun Signal B hinzu beginnt der Kompressor zu komprimieren und Signal A wird mitkomprimiert, es wird leiser.


    Richtig! Wenn man hier nicht aufpasst wird Signal A einfach totkomprimiert.

    Nun kann man an den meisten Kompressoren noch eine Hüllkurve einstellen, d.h. man kann das ganze noch zeitlich regeln. Man kann dem Kompressor sagen warte 50ms nachdem der Threshold überschritten ist und regle erst dann. Behalte die Reduzierung dann nach dem unterschreiten des Threshold noch 150ms bei und mach dann die Regelung über eine Zeit von 80ms wieder auf. Damit kann man den Kompressor so einstellen, dass ein Percusives Signal ungehindert durchgeht und erst bei einer länger anhaltenden Überschreitung das Signal reduziert wird. Falls Signal B kurz genug ist spricht der Kompressor auch nicht an und Signal A bleibt deswegen so erhalten.

    Zitat

    Um das Gesamtsignal nicht zu verformen/verzerren wird also der Verstärkungsfaktor reduziert. Gerade ausgesprochen stoßen wir aber auf eine Darstellung in der das Signal sehr wohl verformt wird. Zu finden ist diese im Manual des BSS DPR-402 auf Seite 7.


    Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn bei 2.1a und 2.1b ist die Rede vom Threshold und bei 2.2a und 2.2b wird auf die Ratio eingegangen. Bei den Bildern ist aber Threshold zu lesen. Meiner Meinung nach sollte da auch Ratio stehen. Zudem ist bei beiden Bildern 2.2a zu lesen. Hier sollte das untere 2.2b wohl sein. Da sollte ein BSS nachbessern. :)
    Sicher verbiegt der Kompressor das Signal im Amplitudenverlauf, denn dafür ist er ja da. Ein Verzerren soll der Kompressor eigentlich ja auch verhindern, deswegen gibt es ja auch die 1:unendlich Stellung, sprich der Kompressor wird zum Limiter. Solange das Signal vor dem Kompressor nicht zerrt sollte es nach dem Kompressor auch nicht zerren. Wenn das Signal vor dem Kompressor schon zerrt, dann hilft eine reduzierung des Verstärkungsfaktors auch nicht mehr.

    Der Unterschied zwischen den billigen und den teuren Kompressoren ist meist der eingesetzte VCA, der für die Regelung zuständig ist. Auch sind die Zeitbasen meist genauer und man hat mehr Einstellmöglichkeiten.

    Ein anderer wegen gehen Mehrbandkompressoren. Hier wird das Frequenzband in mehrere (Frequenz)Bänder aufgeteilt, die dann unabhängig voneinander komprimiert werden. Falls Signal A in einem anderen Frequenzbereich spielt als Signal B können beide nahezu unabhängig voneinerander komprimiert werden. Solche Summenkompressoren werden im Studio z.B. beim Mastern eingesetzt. Ein Vertreter dieser Art ist z.B. der Finalizer von T.C.

    Grüßle,
    michael

  • Technik bei Konzert beschädigt - wer zahlt?

    • yamaha4711
    • 30. April 2011 um 14:02
    Zitat

    § 826 Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung
    Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem anderen vorsätzlich
    Schaden zufügt, ist dem anderen zum Ersatz des Schadens verpflichtet.

    Ein Vertragsverhältnis wird nicht vorausgesetzt, aber die Sittenwidrigkeit.
    So kann man sich nun darum streiten, ob es denn gegen die guten Sitten verstößt, wenn eine oder mehrere Person(en) aus dem Publikum auf die Bühne gehen oder auf die Bühne geholt werden.

    Ich halte es eher für Sittenwidrig, wenn man jemanden auf seinem nicht verschuldetem Schaden sitzen lässt. Genau das sagt ja auch §826, nur kann der Veranstalter erst mal auch nix für und derjenige, der es wirklich verschuldet hat, ist nicht mehr greifbar.

    Letztendlich bleibt es doch fast immer am Vermieter hängen, wenn nicht gerade die Kriegskasse gut gefüllt ist.

    Grüßle,
    michael

  • Sehr interessanter Rider

    • yamaha4711
    • 30. April 2011 um 13:55

    mediennutte
    Da hast du schon recht: 120dB sind 120dB
    Nur in einem kleinen, begrenzten Saal hört sich das doch mal anders an als im Freifeld. Die gefühlte Lautstärke ist schon eine andere und da wirst du hoffentlich auch mit dem Kopf nicken, oder?

    Ich kann dir auch Böxleins hinstellen, die schaffen gerade mal knapp 98dB sind aber ohrenbetäubend und tun richtig weh.

    Mir ist auch klar, dass es um die Dynamik geht und nicht nur um brachiales aus allen Rohren feuern. Leider verstehen das aber auch nur wenige Bands damit auch richtig umzugehen. Daher ist so ein Rider, wenn er einfach sinnfrei kopiert wird usus.

    Grüßle,
    michael

  • Sehr interessanter Rider

    • yamaha4711
    • 29. April 2011 um 15:21

    Wenn eine Band das so will, dann bekommt sie das auch, wenn es entsprechend auch bezahlt wird. Was kümmert es mich als Dienstleister... ich verdien' damit meine Kohle und ja wir möchten die Kunden zufrieden stellen. Keine Frage.

    Dennoch sollte man mit Augenmaß arbeiten und evtl. dann noch nachhaken, denn wie erwähnt... bei 300m² macht das nicht mehr wirklich Spass. Allein schon das genannte Monitoring würde das Dächlein lupfen, wenn es denn überhaupt auf der Bühne Platz hätte.
    30Hz sind durchaus möglich und auch mit dem entsprechenden Pegel. Man braucht eben entsprechend viel Holz. Dann ist die Bude aber alleine durch das Equipment ausgefüllt.

    Das was dann wirklich passiert habe ich auch schon geschildert: die VA wird dann mit entsprechendem Budgetmaterial gefahren. Welche Kleinkunstbühne kann sich das Equipment bzw. den entsprechenden Mietpreis leisten, wenn es gerade mal 200 PAX sind oder wieviele tun sich das freiwillig an? Da kann die Band noch so gut sein doch ich möchte hinterher auch noch was hören und Ohropax rein ist auch nicht Sinn der Sache.

    Wie gesagt, als Dienstleister gerne und auch mehr von mir aus. Als Veranstalter wäre mir das zu teuer.

    Grüßle,
    michael

  • Sehr interessanter Rider

    • yamaha4711
    • 29. April 2011 um 12:17

    Tacho!

    Also den Rider des Eingangsposts habe ich so schon mal zu lesen bekommen. Ich meine dass es von irgendeiner Elektro-Punkband war. In der Tat ist das eine 1:1 Kopie und ich denke diese schwirrt auch so durch die verschiedensten Bands, hauptsächlich England und USA. Für mich ist dieser Rider irgendwie sinnfrei, denn wie schon erwähnt: welche dB Bewertungsart/Filter ist gültig, den angestrebten Wert kann man meist erreichen, wenn man nur das FoH entsprechend nah an die Boxen stellt, ein Frequenzgang von 30 - 20.000 Hz ist usus und dann auch noch ohne Verzerrung. Ich höre noch bis 16 kHz, aber dann ist eben schluss.

    Warum soll denn das Equipment kaputt gehen? Wir haben doch alle entsprechende Limiter in den Anlagen, oder? Also heißt das dann doch, dass die Jungs gewillt sind Kleinholz aus der PA zu machen, wenn diese nicht ihren Vorstellungen entspricht.

    Sicher ist es nicht das Ziel 120dB zu machen, doch wenn so etwas gefordert wird, dann wird es wohl auch ausgefahren. Auch dieser Teil ist doch schon sehr fragwürdig. Ich denke es geht hier auch um Peak bzw. Dynamikheadroom.

    Die Band, bei der ich auch denselben Rider (nur eben mit anderem Bandnamen) zu lesen bekommen habe, sollte in einem Versammlungssaal auftreten, welcher eine Grundfläche von ca. 300m² hat. Das heißt, dass da 150 bis max. 200 PAX reingehen, wenn man auf der sicheren Seite sein möchte. Da dann ein solches Monster an PA reinstellen lohnt sich aus wirtschaftlicher sicht rein gar nicht. So war es dann auch. Der Auftrag ging an einen Konkurenten, welcher eine HK Actor reingestellt hat. Wie das dann ausging entzieht sich meiner Kenntnis.

    Wenn der FoH Mann was kann, dann kann er auch mit einer dem Raum und der wirtschaftlichen Situation angepassten PA arbeiten und mit verlaub wir versuchen immer ordentliche PA's zu stellen.

    Da finde ich die Anforderung wie sie von djobi als letztes Zitat eingestellt wurde schon sinnreicher. Gut, 3-4 Wege aktiv sind schon eine Sonderanforderung, denn die meisten Systeme sind ja dann doch 2-Wege aktiv. 105dBA ist dann auch schon eine andere Ansage und liegt noch im Rahmen des erträglichen. Auf der Messe im Außenbereich ist ja immer die nette Anzeige vom Admin und 95dB LEQ sind schon verflixt laut.

    Wie schon gesagt: für mich ist ein solcher Rider absolut sinnfrei, da er bei den meisten Kleinkunstbühnen so nicht umsetzbar ist bzw. nicht bezahlbar ist. Selbst auf großen Festivals ist das überzogen, denn wo bleibt denn dann der Gehörschutz?!
    In der Schweiz wäre dies sowieso nicht umsetzbar.

    Grüßle,
    michael

  • Technik bei Konzert beschädigt - wer zahlt?

    • yamaha4711
    • 28. April 2011 um 12:47

    Tacho!

    Gerade in unserem Gewerke ist das öfteres mal an der Tagesordnung und das liebe und tolle BGB kannst du mit verlaub gesagt sonst wo hin stecken. Selbst mit einem Vertrag, welcher durch einen Juristen geprüft und eigentlich wasserdicht sein sollte, erleidet man hier in den meisten Fällen Schiffbruch.

    Fakt ist, dass es hinterher niemand war.
    Fakt ist, dass dein Vertragspartner/Auftraggeber erstmal nicht darauf regiert.
    Fakt ist, dass eine Versicherung sich in jedem Fall versuchen wird rauszuwinden.
    Fakt ist, dass man in 90% der Fälle auf dem Schaden sitzen bleibt.
    Fakt ist, dass man in den anderen 10% der Fälle eine hohe Wartezeit in kauf nimmt und eine Menge stress und gerenne hat.

    Recht haben und sein Recht bekommen sind zwei paar Stiefel.

    Leider ist die moralische Ausrichtung heutzutage eben so. Gerade bei kleinen Bagatellschäden bekommt man oft gar nichts, dabei sind 900€ für einen kleinen Vermieter eben doch eine Stange Geld. Je nach größe des Betriebes oftmals auch Existenzgefährdend, doch das juckt den Verursacher überhaupt nicht.
    Anders sieht es bei den großen in der Branche oder überhaupt bei "Großen" aus. Da ist die Kriegskasse gut gefüllt und man beschäftigt ein dutzend Rechtsanwälte, umselbst auch die kleinste Kleinigkeit durchzusetzen.

    Wir sind eben nicht alle gleich und wer das Geld hat macht auch die Regeln.

    Ich kann es sehr gut nachvollziehen und ich hoffe dass du zu deinem Recht kommst und der Schaden oder zumindest ein Teil davon ersetzt wird.

    Grüßle,
    michael

  • Digitale Dividende Teil 2: 698-790 Mhz in Gefahr?

    • yamaha4711
    • 24. April 2011 um 19:28

    Back to topic?

    Was ist denn nun mit dem Gerücht? Was ist da nun dran? Weiß man näheres?

    Grüßle,
    michael

  • Digitale Dividende Teil 2: 698-790 Mhz in Gefahr?

    • yamaha4711
    • 23. April 2011 um 17:16

    Tacho!

    Ich hatte diesbezüglich bei einem Großhändler angefragt, da wir uns mit dem Gedanken tragen müssen unsere Funkstrecken zu erneuern. Der Großhändler hatte von dieser Neuerung noch keine Ahnung und meinte, dass das nicht so sein werde. Was stimmt denn nun?

    Zum Thema Versorgung auf dem Lande... Entschuldigung, aber das ist nunmehr wohl ein Witz, oder?
    Seit mehreren Jahren heißt es immer wieder Breitbandversorgung, DSL, VDSL, Kabel, UMTS, HSDPA und nun auch LTE. Ich als Nutzer merke davon nicht wirklich viel. An jeder Ecke fliegt mein Handy auf die Nase und die Geschwindigkeit bricht auf EDGE runter oder gar ganz ab. Ich habe sogar das Gefühl, dass die Netzabdeckung mittlerweile schlechter wird bzw. dass sich die Systeme untereinander stören und dadurch die Qualität eher abnimmt. Hat sonst noch jemand so etwas schon gemerkt?

    Bsp.:
    An meinem zweiten Wohnsitz habe ich zwar HSDPA aber das mit sehr vielen Störungen und wahrlich nicht schnell, vor allem Nachmittags und am frühen Abend. Da ist wohl die Funkzelle überlastet. Ich hatte diesbezüglich beim Provider schon ein Störung gemeldet, unternommen haben die aber gar nichts.
    An meinem 1. Wohnsitz fliegt das Handynetz dauernd auf die Nase. Witzigerweise tut hier HSDPA. Laut Aussage des Providers dürfte das aber nicht tun. Naja... es ist ja damit genüge getan, dass das Handynetz (GSM) nicht verfügbar ist. Auch hier hatte ich mich schon mehrfach beschwert mit demselben negativen Ergebnis.

    Für mich ist diese ganze Breitbandversorgung eine einzige und ausgeklügelte Lüge. Die Technik hat Macken ohne Ende, was dazu führt dass es nicht richtig funktioniert. Ausbaden soll es der Benutzer, Hauptsache der Rubel rollt. Beschwerden verschwinden im Nirvana und es wird weiterhin für eine nicht vollständig verfügbare Leistung der volle Betrag verlangt.

    Wenn nun wirklich auch die 700-800MHz fallen sollten, dann ist das schlicht und ergreifend eine bodenlose Sauerei. Die angebliche Versorgungslücke wird dadurch auch nicht geschlossen, ebenso wenig wie mit den jetzt schon kassierten Frequenzen.
    Ich erinnere nur mal an die Totgeburt Bildtelefon. Vor mehr als 30 Jahren mit viel Tamtam angepriesen und bis heute funktioniert es nicht. Werbung über Entertainment mit VDSL blablabla.... wo gibt es das denn? Also ich kenne niemand der das hat. 16MBit DSL, doch es heißt ja immer bis zu. Man bezahlt für eine Leistung (bis zu 16MBit) und erhält gerade mal mit ach und krach 1MBit. Auf Nachfrage heißt es dann, dass die Leitung nicht mehr kann. Blödsinn, denn das interne "Messgeräte" spuckt eine mögliche Datenrate von bis zu 2.5MBit aus. Nach längerem Bohren kommt dann raus: die Technik in der Kopfstation kann nicht mehr, weil zu alt. Aufrüstung wird nicht gemacht, da zu teuer. Das heißt im Umkehrschluß, dass der Kunde noch weiter als Melkkuh benutzt wird. Für mich richt das ein wenig nach offenem Betrug.

    Wie schon erwähnt hätte man schon vor 20 Jahren eine Grundversorgung anstreben müssen, wie sie es z.B. in den skandinavischen Ländern schon seit längerem gibt.

    Soviel dazu... ich kann mich über dieses Thema "Breitbandversorgung" und "Schließung der Versorgungslücke" nur noch aufregen. Vor allem, da es Fr. Bundeskanzlerin ja zur Chefsache erklärt hatte. Was ist denn nun Fr. Merkel? Wann wird es denn was oder ist die ganze Geschichte doch nur ein weiteres Bildtelefon?!

    Grüßle,
    michael

  • Das HUI/GUI Dilemma ......

    • yamaha4711
    • 16. April 2011 um 13:49

    Wenn ich mir so ein Soundweb oder Netmax oder Yamaha DM irgendwas anschaue und dann mit den Pulten aus den gleichen Ställen vergleiche, so werkeln doch überall dieselben DSP's.

    Beispiel Soundweb
    frei Konfigurierbar und nach Bedarf I/O's aufrüstbar.
    Bedienoberflächen wie der Jellyfish oder eben feste Knöpfe

    Wenn man nun für diese Kiste eine Bedienoberfläche mit sagen wir mal 16 Fadern und darüber liegenden Knöpfen, sagen wir mal 12 Stück mit je einem kleinen Alphanummerischen Display unter den Knöpfen und Fadern hätte, so könnte man sich seine eigene Pultoberfläche basteln.
    12 Ausspielwege auf den Knöpfen oder ein Tastendruck und man hat auf den 12 Knöpfen den EQ oder die Dynamicregelung, was auch immer.
    Für mich ist das Feeling, also das anfassen sehr wichtig. Das mag bei anderen nicht so sein, aber ich denke viele von uns wollen Begreifen. Ich möchte ungern in irgendwelchen Menüs rumspringen, insbesondere nicht während der Show. Da sollte alles intuitiv und direkt verfügbar sein. Zumindest das wichtigste und das sind meiner Meinung nach insbesondere die Ausspielwege, falls man FoH und Monitor vom selben Pult aus bedient und genau da habert es bei vielen Pulten, vor allem bei den kleineren. Was kostet denn so ein Drehknöpfchen??? Mir kann kein Hersteller weiß machen, dass dies nur mit einem riesen Aufwand möglich sei und mit enormen Kosten verbunden ist. Also warum nicht das Digipult nach außen wie ein Analogpult aussehen lassen? Nein, dafür lieber 2 Touchscreens einbauen, die bei Sonneneinstrahlung nicht mehr zu entziffern sind.

    Grüßle,
    michael

  • Das HUI/GUI Dilemma ......

    • yamaha4711
    • 16. April 2011 um 10:44

    Tacho!

    Ich glaube nicht, dass es irgendwann mal einen Konsenz zwischen den Herstellern in Bezug auf Protokolle oder gar auf Austauschbarkeit von Rechneneinheit und Steuereinheit geben wird. Das sieht man ja schon alleine an der Tatsache, dass es bei Handies keinen echten Konsenz in Bezug auf die Schnittstelle bzw. Ladeschnittstelle gibt. Jeder kocht doch da immer wieder sein eigenes Süppchen.

    Als ich dieses Jahr auf der Messe umhergeschlendert bin musste ich leider feststellen: es gibt nichts wirklich neues. Und ich gehe immer im 2 Jahresrhythmus. Ich denke ich werde daraus einen 3 Jahresrhythmus machen.

    Ich verstehe auch nicht, obgleich die Rechenleistung immens zugenommen hat, die Pulte bzw. deren Recheneinheiten immer wieder Dinge nicht können, obwohl dies doch (meiner bescheidenen Meinung nach) sehr einfach zu implementieren ist.
    Allein die Ausspielwege.... wo ist da bitteschön ein Hinderungsgrund Ausspielwege zur Verfügung zu stellen bzw. Aufzurüsten. Die Software sollte nicht wirklich das Problem sein, die Rechenleistung ist da und das einzige was dann noch fehlt sind die D/A-Wandler, falls man die denn braucht. Bei AES/EBU versteh' ich das sowieso nicht. Ist doch sowieso schon digital.
    Ebenso ist es von der Softwareseite her ein leichtes den Abgreifpunkt zu verschieben. So könnte man doch - wie z.B. bei Soundweb und Konzorten - ein völlig freies und offenes System machen, welches durch den Anwender so konfiguriert werden kann wie man es gerade braucht. Diese Konfigurationen dann speichern und schon kann man aus einem Studiopult ein Livepult machen oder umgekehrt.

    Die Oberfläche sollte dazu idealerweise kompatibel sein, so dass man jedes Bedienelement frei zuweisen kann.

    Als Clou kann man dann noch Software-Plugins für Effekte laden.

    Letztendlich ist so ein Digitalpult doch nichts anderes als ein Computer und die Software verdrahtet alles. Ich denke eher, dass die Hersteller der Meinung sind, dass wir Techniker zu doof sind ein offenes System selbst zu konfigurieren.

    Grüßle,
    michael

  • Lautspr-Mgmt - Behringer DCX+DEQ2496 oder Driverack PA+

    • yamaha4711
    • 13. April 2011 um 19:25

    Tacho!

    Zum Thema Lautsprechermanagement (beinhaltet NICHT das Einmessen!!!)
    Mit dem Behringer tut man sich wohl nicht schlecht, wenn man für kleines Geld eine halbwegs brauchbare Kiste in Bezug auf ein aktiv getrenntes System nebst Grundentzerrung und Limiter haben möchte. Das Driverack liegt eben gleich mal Faktor 2 darüber. Ob es wirklich (soviel) besser ist???
    Ich kann letztendlich leider nichts zum Sound sagen, da ich beide Kisten noch nicht im A/B Vergleich gehört habe.

    Zum Thema Einmessen
    Ich selbst benutzte für solche Geschichten eine Sabine ADF4000. Die Kiste hat richtig Geld gekostet und kann einiges. Leider ist die Einmessfunktion nicht so wirklich der Bringer und ich verlass mich wieder mehr auf meine Ohren, als das was die Kiste da zusammen mis(s)t. Ich bezweifle, dass die heutigen Geräten, vor allem in dieser Preisklasse, wirklich besser sind.
    Das Einmessen funktioniert letztendlich - wie schon erwähnt - über ein Rosa Rauschen. Je nachdem wo das Messmikro positioniert wird erhält man sehr unterschiedliche Resultate. Wenn ich messe, dann meist in 2m Abstand vor den Boxen auf Ohrhöhe. Damit kann man zumindest das Lautsprechersystem an sich im Frequenzgang normalisieren. Ich denke aber wenn das notwendig wird, dann hat man entweder das falsche Werkzeug oder etwas stimmt an der Grundentzerrung nicht.
    Wenn man es richtig machen möchte müsste man mehrere Referenzpunkte messen und das dann mitteln.
    Sobald aber Publikum im Raum ist ist diese Messung eh wieder hinfällig.

    Noch was zum Einmessen. Wenn ich es den Automaten machen lasse, dann fehlt es immer unten rum an Bums und das ganze klingt auch meist ein wenig nach Blechkiste. Was der Automat aber gut kann ist das automatischen FBX und das können mittlerweile auch die kleinen Billigheimer erstaunlich gut.

    Grüßle,
    michael

  • Butterworth oder Linkwitz Riley????

    • yamaha4711
    • 23. März 2011 um 22:39

    Ist es nicht eher eine philosophische Frage?!

    LR-Filter sind die Filter, die zu 90% Verwendung finden. So ziemlich jede passive X-Over aus den 90ern und auch darüber hinaus nutzt LR.
    BW-Filter sind die nächsten und in der XA2600 von Dynacord ist z.B. ein BW realisiert.

    Die modernen Controller können alles und man darf gerne ausprobieren wie es am besten klingt. Die Unterschiede der Filter wurden ja schon genannt. Es kommt meiner Meinung nach zunächst auf den Geschmack an und sekundär auf das verwendete Holz.

    Daher: mach wie du es für richtig hälst.

    Grüßle,
    michael

  • Butterworth oder Linkwitz Riley????

    • yamaha4711
    • 23. März 2011 um 19:29

    Tacho!

    Zu diesem Thema gab es schon mal einen Thread: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=26&t=69794

    Bei der Grafik fehlt noch die Quelle... oder ist der 3dB Berg von Gut?
    Quelle der Grafik: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Linkwitz_vs_Butterworth.png&filetimestamp=20090217164323

    Grüßle,
    michael

  • Probleme Denon 4500

    • yamaha4711
    • 22. März 2011 um 18:24

    Tacho!

    Wie alt ist denn das Gerät? So eine Laserdiode altert auch mal gerne etwas schneller, wobei das sehr selten der Fall ist.
    Ansonsten werden immer wieder gerne aus Kostengründen CD-ROM Laufwerke verbaut (Wird heute überhaupt noch etwas anderes in der Budgetklasse verbaut, im Vergleich zu HighEnd HiFi Audio?) und da fällt eben die Firmware bei dem einen oder anderen Kopierschutz auf die Nase. Obgleich die Fehlerkorrektur in den Computerlaufwerken oftmals besser ist.

    Erschütterungen durch zuviel Bass ist ein weiterer Punkt. Nicht nur Plattenspieler sind dagegen anfällig. Aber dafür gibt es ja die allseits beliebten Zwischenspeicher.

    Wenn eine billige Lichtanlage einstreut kann das bei den verbauten Billignetzteilen so mancher CD-Player auch schon mal auf die digitale Ebene durchschlagen. Wenn der Frequenzgeber durch zu viel Oberwellensauerei aus dem Takt gerät ist das eben schlecht.

    Aber das alles sind gerade mal weniger als 10% Fehlerquote, wenn man die nächstliegende Fehlerquelle mal nimmt: unpfleglich behandelte CD's oder eben Selbstgebrannte. Tanzgruppen bedienen sich immer sehr gerne selbst zusammengestellten CD's. Wenn der entsprechende Rohling in einem entsprechenden Brenner gebrannt wird, kommt da oftmals Aussschuß raus.
    Ich würde in dem Fall des Threadstarters eine "verbrannte" CD vermuten, welche die Firmware abgeschossen hat.

    Achso... ab und an wird es den CD-Playern auch zu warm, wenn Sie im Rack zwischen zwei Heizelementen (so manches Effektgrät ist da nicht zimperlich) eingebaut sind. Aber das ist auch sehr selten der Fall.

    Grüßle,
    michael

  • Sennheiser muss es unbedingt ew500 sein oder geht auch ew100

    • yamaha4711
    • 12. März 2011 um 18:41

    Tacho!

    Die (Funk)Technik ist bei allen EW gleich. Einzig die Möglichkeit zur Fernsteuerung ist bei den größeren Systemen gegeben.
    Für dich als Privatmensch tut es die EW100 voll auf.
    Aufgrund der Intransparenz bei den Frequenzen (Digitale Dividende) würde ich bei 4x im Jahr auch sagen: mieten macht glücklicher.

    Grüßle,
    michael

  • verblasen von funksignalen?

    • yamaha4711
    • 11. März 2011 um 10:57

    Tacho!

    Das mit der Radarmessung triff vor allem auf Bereich mit hoher Wasserkonzentration zu, also alle Arten von Wolken. Das Regenradar, welches man ja bei den typischen Wetterseiten sehen kann, beruht auf diesen Messungen. Die Radarwellen werden dort eben bevorzugt reflektiert.
    Nun kann man sagen, dass ein Blatt eines Baumes ja auch Wasser enthält und die Funkwellen da auch abgelenkt werden. Aber wenn es eine Sichtverbindung gibt.... unwahrscheinlich. Das ist alles sehr dünn.

    Eine Frequenzverschiebung kann schon vorkommen, aber dazu muss sich das Objekt halt bewegen. Wenn man z.B. mit LPD gedönse zwischen zwei fahrenden Autos funkt, so ist das ab und an schwierig. Je nach Qualität der Geräte läuft der Träger weg und es fängt sehr deutlich an zu rauschen, obwohl man noch locker in der max. Reichweite ist. Die Differenzgeschwindigkeit macht das eben aus.

    Falls also der Träger aus diesem Grunde weglaufen soll, so muss sich auch mind. eine (Funk)Station auch bewegen.

    Ich würde den Fehler wirklich an der länge der Übertragungsstrecke gepaart mit einem qualitätiv schlechten Gerät suchen.
    Wo z.B. waren die Antennen, gab es abgesetzte Antennen und wenn ja, wo waren die?
    War eine größere Ansammlung von Personen dazwischen?
    Hatten all diese Personen Handys? Das ist mitunter auch ein Problem. Je mehr Wellensalat, desto schlechter der S/R-Abstand.

    Grüßle,
    michael

  • Ansagen/Werbung mit coolen Effekten wie im Radio

    • yamaha4711
    • 8. März 2011 um 18:26

    Tacho!

    Solche im Fachjargon genannte Jingles sind meist nicht ohne. Die Teile werden z.T. richtig professionel und aufwendig Produziert und sind auch nicht einfach "hingefleddert". Das Zeigt auch schon die Tatsache, dass sehr viele Radiosender, vor allem die Privaten, auch dieselben Jingles haben - allein schon wegen den Kosten und auch wegen landesübergreifenden Zusammenschlüssen.

    Solche Jingles gibt es auch im gut sortierten Fachhandel als CD. Die haben dann zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel sollten aber für deine Zwecke tun. Als DJ solltest du wissen wo man so etwas her bekommt bzw. welcher Laden derjenige welche ist.

    Grüßle,
    michael

  • Funk Mikrofon Fragen und Kaufkreterien

    • yamaha4711
    • 1. März 2011 um 16:02

    olaf
    E-Band = 823 - 865 MHz = LTE Frequenzlücke = allgemein zugeteiltes Schmutzband
    Kauf es und werde glücklich. :roll:
    Dazu gibt es hier schon eine Diskussion: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=24&t=82303

    Für ein Delay gibt es auch dedizierte Geräte und die heißen komischerweise auch Delay. In einem Prozessor ist das eben eine Dreingabe. Wie Kollege Weith schon sagte: leih dir ein Digipult, in dem du auf den Ausgängen ein Delay legen kannst. Achtung: das Delay das wir hier meinen hat nichts mit dem FX-Delay zu tun!
    Du wirst so oder so ein entsprechendes Pult benötigen, da eine DJ-Kiste dafür das total falsche Werkzeug ist.

    Noch ein Tip, den andere auch schon sagten: lass die Bässe weg. Das bringt für Sprache gar nix. Was du brauchst sind potente und vor allem gerichtete Topteile.

    Volker
    Mir ist da gar nichts unklar... es ist eben so wie es ist und die Politik weiß nun mal nicht was sie will. Kannst du mir heute Garantieren, dass die Frequenzzuteilungen die nächsten sagen wir mal 8-10 Jahre stabil bleiben? Gerade auch weil das soeben offerierte E-Band bis 2021 begrenzt ist. Da nehm ich doch lieber das C-Band oder B-Band allein schon weil ich da eher von Wellensauerein verschont bleibe.

    Grüßle,
    michael

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