Ohje...
RTFM!
Eine Frequenzweiche (X-Over) wie die hier genannte sorgt dafür, dass ein Fullrangesignal in mehrere Frequenzbereich aufgeteilt wird, um damit dann über jeweils unabhängige Endstufenkanäle die entsprechenden LS innerhalb ihres idealen Frequenzspektrums ansteuern, also Subwoofer mit nur tiefen Frequenzen, Topteile mit dem darüber liegenden Frequenzbereich. Dies wäre der einfachste Fall einer (aktiv) getrennten Mehrfreqzenzbereichsanlage. Es gibt auch Anlagen, welche mehr als 2 Frequenzbereich bedienen. In der Hifi Welt spricht man von BiAmping, TriAmping usw.
Soviel zur Begrifflichkeit, ganz einfach.
Die hier genutzte Frequenzweiche ist schaltbar und kann Stereo 2-Wege, Mono 3-Wege. Es wird hier der Mode Stereo 2-Wege benötigt.
Da nur ein Subwoofer vorhanden ist wird dieser am besten Mono angefahren. Hierfür hat die Frequenzweiche den Sub (Mono) Out. Das Signal an diesem Ausgang wird in der Weiche aus dem Inputsignal aus A und B summiert. Dann geht das Signal über einen Tiefpassfilter, dessen Frequenz man an der Weiche einstellen kann. Ebenso den Ausgangspegel. Dieser Ausgang ist unabhängig von den beiden anderen Wegen (Low / High im Stereomode).
Die Eingänge der Endstufen für die Fullrangeboxen werden je an einem High Ausgang der Weiche angeschlossen.
Den Ultralink braucht man nicht und ist zu entfernen.
Wenn man das alles so zusammenschaltet hat meine eine solide Grundkonfiguration.
Warum macht man das so?
Man könnte auch die Low Ausgänge der Weiche nehmen, um irgendwie den einen Subwoofer anzusteuern. Macht das Sinn? Nicht wirklich, denn man sollte die beiden Signalausgänge High der Weiche vorher aufsummieren, sonst fehlt es an Pegel. Ist jetzt nicht die Welt, doch man möchte es ja richtig machen. Also kann man die eingebaute Summierung der Weiche nutzen und dann ist der Sub (Mono) Ausgang die richtige Wahl.
Die Fullrangeboxen bekommen am High Ausgang das Signal ab der Trennfrequenz welche für Low/High eingestellt sind. Nochmal: Dies ist unabhängig von der Trennfrequenz des Sub (Mono) Out. Dieser wird unabhängig eingestellt. Wenn das nicht klar, dann RTFM!!!!!!
Sinn ist es hier die Fullrangeboxen vom Basssignal zu entlasten. Die Low Ausgänge bleiben in diesem Fall unbenutzt. In keinem Fall wie schon geschehen zusammenführen. Das ist vollkommen sinnfrei.
Jetzt zum Einstellen
Zunächst würde ich hören bis zu welcher Frequenz der Sub spielt und sich vernüftig anhört. Nachregeln kann man später noch. In der Regel liegt man zw. 80 und 120 Hz für den Anfang ganz gut.
Dann setzt man die Trennfrequenz in den beiden Stereowegen ebenfalls auf diese eingestellte Frequenz. Würde man hier etwas anderes einstellen, dann hat man entweder eine Überlappung oder gar eine Lücke im endgültigen Frequenzgang. Das kann manchmal Sinn machen.
Dann wie hier schon erwähnt wurde ein wenig mit der Trennfrequenz spielen, dabei beide Trennfrequenzen aufeinander abstimmen, zunächst. Nun könnte man gar den Sub etwas höher Trennen, um im Übernahmebereich evtl. etwas mehr Pegel zu bekommen. ACHTUNG! Wenn die Gruppenlaufzeiten nicht stimmen ist dies Kontraproduktiv. Also besser lassen.
Wazu gibt es denn überhaupt diesen Sub Out?
Dieser Ausgang ist hauptsächlich dafür gedacht eine Sub/Infra/Monocluster zur Unterstützung einzubinden.
Zusammenfassung
Verkabel wie folgt
Von der Stereosignalquelle (Mischpult, etc.) in die beiden Eingänge der Frequenzweiche
Frequenzweiche Mode Stereo 2-Wege
Aus der Frequenzweiche aus den beiden High Ausgängen auf eine Stereoendstufe und dort die beiden Kanäle speisen. Die Ausgänge dieser Endstufe mit den Fullrangeboxen verbinden.
Aus der Frequenzweiche aus dem Sub Out (NICHT AUS DEN LOW AUSGÄNGEN!!!!!!!) in einen Kanal einer weiteren Endstufe. Den Ausgang dieser Endstufe mit dem Sub verbinden.
Trennfrequenzen einstellen und angleichen. Ebenso die Signalpegel.