Tacho!
Zunächst mal eine Denkfrage: warum soll ein heute neu erworbenes SM57 ausgelutscht und uralt sein? Ist es nicht per Definition Neuware?!
Sennheiser verkauft immer noch das MD421, Neumann das U87 und bei beyer gibt es auch immer noch das M88.
Ich weiß schon was gemeint ist, doch schau mal auf die Straße, denn da fahren zig millionen Autos rum und alle Arbeiten nach dem uralten und ausgelutschten Prinzip des Verbrennungsmotors. Ob nun Diesel-, Otto- oder Wankelmotor, überall wird ein mehr oder weniger komplexes Gemisch an Kohlenwasserstoffen verbrannt.
Nun zum Thema:
das SM57 ist sehr fehlertolerant und eben ein Allrounder. Im Prinzip kannst du mit dem Teil alles machen, wenn es deinem Geschmack oder deiner Soundvorstellung entspricht.
Mir fällt spontan ein: alles an Blechgebläse, Sax, Klavier (vor allem wenn's so ein Honkytonk Teil ist), Hammond (also mit Leslikabinett), Percussion wie Conga, Bongo, diese ulkige DraufSitzTrommel, Pauken,... Im Prinzip alle Instrumente, welche keine filigranen Obertöne aufweisen oder diese eben nicht erforderlich sind.
Als Rednermikro beim Wahlkampf - vor allem in den USA und bald auch hier in Deutschland aufgrund der nicht mehr verfügbaren Funkfrequenzen (Ironie). Also Durchsagemikro, Talkbackmikro oder eben auch als Vocalmic für Background.
Man kann es auch zum Abnehmen der Herztöne nehmen. Der Fantasie sind hier doch keine Grenzen gesetzt.
Am EQ kann man das SM57 wie auch das SM58 schon auch crisp und mehr oder minder briliiant bekommen. Also Geheimwaffe für mich ist da immer noch der SX2 (Vitalizer) von SPL zu nennen. Der kann dir so ein dumpfes Mikro ganz schön aufmöbeln.
Das SM57, wie auch das SM58, sind eben Dinosaurier, aber eben unkaputtbar und werden wohl auch noch 20,30,40,x weitere Jahre gebaut werden.
Grüßle,
michael