Kracky
Deine Rechnungen sind ja schön und nett, aber irgendwie hast du da einen Denkfehler drin oder du erkärst es falsch. Ich möchte dies begründen.
Zunächst muss klar sein, dass es sich um eine Serienschaltung handelt, welche aus Sicherung und einer dahinter liegenden Blackbox besteht. Durch beide fließt derselbe Strom; die Spannung ignorieren wir mal.
Der Strom wird durch die Summe der Innenwiderstände bestimmt.
Der Innenwiderstand einer Sicherung sollte << 1 Ohm sein.
Der Innenwiderstand der dahinterliegenden Blackbox ist meist >> 1 Ohm
Aus R_ges. = R_Fuse + R_Ersatz mit R_Fuse << R_Ersatz können wir sagen
R_ges. ~ R_Ersatz
Damit wird R_Ersatz zum alleinigen Bestimmer des Stromes bei einer angelegten Spannung. Hier kannst du nun mit I = U/R kommen.
Im Umkehrschluss heißt das: der Sicherung ist die Spannung wurscht.
Wenn bei einer Schmelzsicherung... egal welche Spannung nun anliegt - der Nennstrom überschritten wird brennt das Teil durch.
Die aufgeprägte Nennspannung heißt nur, dass bis zu dieser Spannung kein Risiko eines Überschlages besteht bzw. diese Spannung sicher getrennt wird. Sozusagen die max. Isolationsspannung.
Erschwerend kommt deine Annahme von R_Fuse = 50 Ohm hinzu. Die Sicherung will ich nicht haben wollen. Der Eimer für den Spannungsabfall muss ja ständig gewechselt werden.
Noch was zum RCD: dem ist es zunächst völlig egal wieviel Strom da fließt. Einzige Bedingung: das was rein geht muss auch wieder rauskommen. Ein RCD reagiert auf die Differenz zwischen einfliesendem Strom und abfliesendem Strom.
Kommen wir nun zu deiner Ausführung zur Berechnung des abzusicherenden Nennstromes bei einem Treiber.
Ausgehend von einer Impendanz von 8 Ohm - was der DH1AMT hat - und einer max. Leistung von 75W (auch für den DH1AMT) sollte man folgende Rechnung aufmachen, da wir ja nicht wissen welche Spannung(en) anliegt/anliegen und es der Sicherung, wie schon oben gezeigt, sowieso egal ist.
Wir kennen aber die max. elektrische Leistung des Treibers (75W) und wir kennen die Impendanz - welche aber Frequenzabhängig ist. Das ignorieren wir aber mal in 1. Näherung.
Aus P = RI² erhält man I = sqrt(P/R). Für den DH1AMT errechnen sich knapp 3A. Ist schon ne Menge Holz für so ein feines Drähtchen auf der Spule.
Im deinem Beispiel kommen (müssen zwangsläufig) mit dieser Methode dieselben Zahlen raus:
2500W
bei 2 Ohm - 35,35A
bei 4 Ohm - 25A
bei 8 Ohm - 17,67A
Der Unterschied dazu: mich interessiert es überhaupt nicht ob die Stufe 60V oder 600V ausspuckt. Einzig der Strom ist ausschlaggebend und das interessiert auch einzig und allein die Schwingspule in Bezug auf die thermische Belastung.
mringhoff
Nein, es sind versenkte Schalter, welche eine gewisse, nicht unerhabliche Kraft zum Schalten benötigen und augenscheinlich nur durch ein Werkzeug bedient werden können. Dies hatte ich aber schon in meine früheren Posts mitgeteilt. Ich kann auch hierzu gerne ein Bildchen einstellen, falls dies gewünscht ist.
Die Box wurde anscheinend mehrfach überarbeitet. Ich z.B. habe noch einen DH1AMT 2" Treiber drin. Dieser wurde irgendwann gegen den DH7 getauscht.
Grüßle,
michael