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  2. yamaha4711

Beiträge von yamaha4711

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 16. Oktober 2009 um 17:19

    Kracky
    Deine Rechnungen sind ja schön und nett, aber irgendwie hast du da einen Denkfehler drin oder du erkärst es falsch. Ich möchte dies begründen.

    Zunächst muss klar sein, dass es sich um eine Serienschaltung handelt, welche aus Sicherung und einer dahinter liegenden Blackbox besteht. Durch beide fließt derselbe Strom; die Spannung ignorieren wir mal.

    Der Strom wird durch die Summe der Innenwiderstände bestimmt.
    Der Innenwiderstand einer Sicherung sollte << 1 Ohm sein.
    Der Innenwiderstand der dahinterliegenden Blackbox ist meist >> 1 Ohm
    Aus R_ges. = R_Fuse + R_Ersatz mit R_Fuse << R_Ersatz können wir sagen
    R_ges. ~ R_Ersatz
    Damit wird R_Ersatz zum alleinigen Bestimmer des Stromes bei einer angelegten Spannung. Hier kannst du nun mit I = U/R kommen.
    Im Umkehrschluss heißt das: der Sicherung ist die Spannung wurscht.

    Wenn bei einer Schmelzsicherung... egal welche Spannung nun anliegt - der Nennstrom überschritten wird brennt das Teil durch.
    Die aufgeprägte Nennspannung heißt nur, dass bis zu dieser Spannung kein Risiko eines Überschlages besteht bzw. diese Spannung sicher getrennt wird. Sozusagen die max. Isolationsspannung.

    Erschwerend kommt deine Annahme von R_Fuse = 50 Ohm hinzu. Die Sicherung will ich nicht haben wollen. Der Eimer für den Spannungsabfall muss ja ständig gewechselt werden.
    Noch was zum RCD: dem ist es zunächst völlig egal wieviel Strom da fließt. Einzige Bedingung: das was rein geht muss auch wieder rauskommen. Ein RCD reagiert auf die Differenz zwischen einfliesendem Strom und abfliesendem Strom.

    Kommen wir nun zu deiner Ausführung zur Berechnung des abzusicherenden Nennstromes bei einem Treiber.
    Ausgehend von einer Impendanz von 8 Ohm - was der DH1AMT hat - und einer max. Leistung von 75W (auch für den DH1AMT) sollte man folgende Rechnung aufmachen, da wir ja nicht wissen welche Spannung(en) anliegt/anliegen und es der Sicherung, wie schon oben gezeigt, sowieso egal ist.
    Wir kennen aber die max. elektrische Leistung des Treibers (75W) und wir kennen die Impendanz - welche aber Frequenzabhängig ist. Das ignorieren wir aber mal in 1. Näherung.
    Aus P = RI² erhält man I = sqrt(P/R). Für den DH1AMT errechnen sich knapp 3A. Ist schon ne Menge Holz für so ein feines Drähtchen auf der Spule.

    Im deinem Beispiel kommen (müssen zwangsläufig) mit dieser Methode dieselben Zahlen raus:
    2500W
    bei 2 Ohm - 35,35A
    bei 4 Ohm - 25A
    bei 8 Ohm - 17,67A

    Der Unterschied dazu: mich interessiert es überhaupt nicht ob die Stufe 60V oder 600V ausspuckt. Einzig der Strom ist ausschlaggebend und das interessiert auch einzig und allein die Schwingspule in Bezug auf die thermische Belastung.

    mringhoff
    Nein, es sind versenkte Schalter, welche eine gewisse, nicht unerhabliche Kraft zum Schalten benötigen und augenscheinlich nur durch ein Werkzeug bedient werden können. Dies hatte ich aber schon in meine früheren Posts mitgeteilt. Ich kann auch hierzu gerne ein Bildchen einstellen, falls dies gewünscht ist.

    Die Box wurde anscheinend mehrfach überarbeitet. Ich z.B. habe noch einen DH1AMT 2" Treiber drin. Dieser wurde irgendwann gegen den DH7 getauscht.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 15. Oktober 2009 um 22:07

    Kracky
    Hmm... ich dachte immer, dass eine Sicherung (Schmelzsicherung, Automat o.ä.) auf den Strom reagiert und die Spannung wurscht sei. Damit ist auch die Leistung, die über das Bauteil geht wurscht. Beim Sollstrom geht der Faden durch und gut.
    Im übrigen handelt es sich um einen DH1AMT.

    So ein Sockel für die Sofitte wäre schon ganz gut. Würde einem das ständige ein- und auslöten ersparen, wenn der Kunde mal wieder seine Finger nicht im Zaum halten konnte und rote Ampel gespielt hat. Zudem sind die Dingelchen - ich vermute das mal - mechanisch doch ein wenig empfindlich.
    Zudem werden solche Lämpchen öfters eingesetzt.

    Der Schalter war zum Zeitpunkt der Übergabe definitiv in passiv Stellung, da sonst der Vorkunde ja schon einen Defekt verursacht hätte (die Anlage ging rein und wieder raus) und ich meine Boxen und deren Klangverhalten sehr gut kenne. Wenn der Schalter umgelegt ist, dann hört sich die Box echt grottig an und das fällt auch schon bei moderaten Pegeln auf. Von daher leg ich meine Hand ins Feuer und sage: beide Schalter waren auf passiv.

    mringhoff
    Also ich kenne eine recht große Verleihbude, die das Material fast tonnenweise hatte und evtl. noch hat. Aber das ist ja nicht der Punkt.
    Ich denke, dass es offensichtliche Schalter und Knöpfchen gibt - am Mischpult, an einem Controller, an einer Stufe oder an sonst einem 19" Teil und es "versteckte" Schalter gibt, z.B. Mäuseklavier an DMX Funzeln, Dimmern, o.ä.
    Sobald ich zum Ändern der Schalterstellung ein Werkzeug benötige bzw. der Schalter offentsichtlich so angebracht ist, so dass er nicht ohne weiteres betätigt werden kann, sollte bei mir als Nutzer ein Stoppeffekt entstehen: da sollte ich nicht dran rum drehen.
    Nächstens werde ich wohl nicht darum rum kommen einen DAU-Zusatz zu erstellen, in welchem ich darauf hinweise nicht an irgendwelchen Knöppen zu drehen, welche wie oben beschrieben zu betätigen sind und explizit darauf hinweisen, dass alle Schalter an den Boxen, Endstufen und Controllern tabu sind. Das lass ich mir unterschreiben und gut ist. Alle anderen Knöppe, z.B. am Mischpult und den 19" Geräten im Siderack dürfen nach Lust und Laune verdreht werden.
    Aber auch dann bleibt ein Restrisiko, welches meiner Meinung nach der Kunde zu verantworten hat. Er ist für die Mietsache bei Defekt - ob nun vorsätzlich oder aus Unwissen - haftbar; Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ganz einfach.

    Nochmal... es ist keine arglistige Täuschung und ich will mich an meinen Kunden auch nicht bereichern oder diese über den Tisch ziehen. In keinster Weise! Ich möchte lediglich, dass mit dem Material vernüftig umgegangen wird und darauf habe ich als Vermieter anspruch.

    Im übrigen habe ich mich mittlerweile mit einem Vertreter von Dynacord und einem anderen Verleiher über diese Thematik ausgetauscht. Beide sagten in Übereinstimmung (wie ich es leider schon öfters erleben durfte - es ist also nicht das 1. Mal, dass so etwas passiert, nur das Mass der Zerstörung und das mit dem Schalter ist neu), dass es gegen diese Art von Klientel kein Mittel gibt, da das Hörempfinden gänzlich anders ist und man sich überhaupt nicht darum schert, ob das Material das ab kann oder nicht. Egal wie laut so ein Böxlein kann - es ist immer zu leise und die einzige Einstellung die man hier kennt ist Badewanne und volle Pulle.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 14. Oktober 2009 um 13:55

    FNR
    Es war nur EIN Schalter von den zweien in einer anderen Position. Ich habe mich nicht mit dem Schaltplan beschäftige, aber ich vermute, dass einer der beiden Schalter die Weiche umgehen und alles von Pin1+/- zunächst an beiden Wegen anliegt. Erst der zweite Schalter greift dann das Signal an den verschiedenen Punkten ab.

    Ich habe selbst, als ich die Boxen neu erstanden habe, damit rumgespielt, da ich wissen wollte warum die hier zwei Schalter verbaut haben. Ich gebe es zu: ich habe es bis heute nicht begriffen. Fakt ist, dass wenn nicht beide Schalter dieselbe Schaltstufe haben sich die Box recht seltsam anhört.

    Kracky
    Das hört sich so an, als wärst du dabei gewesen und hast es gesehen... ;) Spass beiseite.
    Sicher ist die primäre Wärmequelle die Sofitte bzw. wie es hier von den Erbauern vorgesehen ist ein simples Halogenarray. Das ist kein Witz, das ist die Sicherung! Steht auch so in der Ausschreibung.
    Nur warum geht die nicht kaputt, brennt durch und fertig? Vielleicht weil doch so viel Energie reingepumpt wurde? Im weiteren ist das Array, wie auch das andere, welches ja noch heile ist, in bodennähe der Platine. Diese Bauteil hat sich aber deutlich vom Boden entfernt und die Anschlußdrähtchen sind abgewickelt. Dem Array ist im wahrsten Sinne des Wortes der Hut hochgegangen. Wie auch mir, wenn ich so etwas sehe.
    So ein Schaden kann schon innerhalb einem Bruchteil einer Sekunde entstehen - bei deutlicher Überlastung. Andernfalls muss ja Rauch aus der Box gekommen sein. Warum wurde dies nicht bemerkt? Es ist alles sehr undurchsichtig. Hier kann mir keiner weißmachen, dass alles in Ordnung war. Bei Rückgabe hat der Kunde sich aber in keinster Weise darüber ausgelassen: "ehm... da kam Rauch aus der Box und stinken tut sie auch". Im ist in dieser Hinsicht nach nichts aufgefallen... was darf man davon halten?
    Ich reiß niemanden den Kopf ab, wenn man ehrlich ist und sagt: "du, deine Box hat es wohl nicht überlebt."

    Wenn es sich um einen Konstruktionsfehler handeln würde, dann hätte Dynacord sicher schon mehrere Beschwerden und die Anwender würde wohl auch in diesem Forum ziemlich darüber zettern. Ich denke nicht, dass nur eine handvoll dieser Boxen verkauft wurden, so dass sich keiner drum scheren würde.
    Was sagt denn Dynacord dazu.... hier lesen doch sicher auch Personen aus Straubing mit.

    Aber ich seh schon... auch das überzeugt euch nicht richtig.
    Schuld ist immer noch der böse böse Vermieter, der dem Kunden alles mögliche Anlasten will. Zudem ist das Material ja murks, unausgegoren und schadhaft. Selber Schuld wenn man so sich so einen Billigschrott käuft.
    Ich würde echt gerne mal sehen wie sich mancher von euch anstellt und loswettert, wenn man intaktes Material so zurück bekommt.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 14. Oktober 2009 um 11:53

    Kracky
    Ja, das war mal die Sofitte, die da so verschmort ist. Man beachte auch die Lötpunkte (da fehlt nämlich das Lot, welches wie schon geschrieben sich verflüssigt hat) und die abgeplatzte Leiterbahnen.
    Das hat nix mir der Bauteilauslegung zu tun, sondern eher wieviel Energie ich in das System gegeben habe. Ich habe es bisher noch nie - aber auch noch gar nie geschafft - einen solchen Schaden zu provizieren und ich benutzte das System in dieser Konstellation selbst und mache damit auch Beschallungen.

    mringhoff
    Wenn eine Weiche so verschmort, dann kann das doch nur heißen, dass mit dem Eingangssignal etwas nicht stimmte. Es ist nicht normal und ein jeder kann doch erkennen, dass für ein solches Ausmaß an Zerstörung eine gehörige Ladung an Energie notwendig ist.
    Die Sicherung kann auch nur bis zu einem gewissen Grad die Energie abfangen. Wenn du ein handelsübliches Gerät 230V zwischen zwei Phasen (400V) hängst, dann wird es wohl ähnlich aussehen. Da hilft meist auch die Schmelzsicherung nicht mehr.

    Nochmal für die ganz langsamen:
    Es handelt sich bei der Box um eine Dynacord VM15.
    Wenn mal eine Sofitte raus ging wurde immer das Originalbauteil als Ersatz eingebaut. Da lasse ich mich auf nichts ein.
    Die Box wurde an einer Powermate 1000 betrieben. Zumindest war dies mit Bestandteil des Packetes.
    Auch wenn ich mich wiederhole: die Anlage ist potent und läuft problemlos auch unter Vollast, ohne dass es zu solch einem Debakel kommt. Als Monitore eingesetzt läuft die Box auch munter an einer L2400, ohne dass so etwas passiert.

    Aus diesem Grund würde ich mal sagen, dass dies sehr nach Jugend forscht aussieht. Mal sehen was die Kiste abkann oder die 2x 500W der Powermate sind zu wenig. Ich häng da mal meine PowerBooster mit 2000W dran.
    Fakt ist, dass ein solcher Schaden nicht einfach durch einen umgelegten Schalter entsteht, oder sehe ich das falsch?

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 13. Oktober 2009 um 23:18

    Ich finde es gar nicht mal so verkehrt, dass eine Grundsatzdiskussion daraus wird.

    Sicher benötigt man zum Führen eines Fahrzeuges einen entsprechenden Befähigungsnachweis, doch die wenigsten Vermieter (wenn überhaupt einer) auf der Welt prüft nach wie viel Praxis reell dahinter steckt. Ergo kann sich jeder Dödel, der einen solchen Nachweis vorweisen kann sich ein Sportgerät mit 400 und mehr PS mieten und es - weil man damit doch nicht umgehen kann und nur die 75PS vom Golf III gewohnt ist - gegen die Wand setzen.
    Im übrigen habe ich schon vor geraumer Zeit angedacht meinen Kunden eine Art Schulung anzubieten um einen "Anlagenführerschein" - gegen Gebühr - zu erwerben. Als Gegenleitstung gibt es 15-20% Rabatt. Bei Kunden ohne Führerschein grundsätzlich Kaution. Ich denke ein paar Kollegen werden dies auch machen.

    Zum PM5D oder ähnlich wertigem Equipment...
    Wenn die Kohle bezahlt wird, da sollte dies schon möglich sein. Mir als Vermieter kann es letztendlich egal sein ob da dann überhaupt ein Ton rauskommt. Andererseits ist es Dienst am Kunden, wenn man ihn richtig Berät und ihm das dann ausredet.
    Es ging ja auch nur darum aufzuzeigen, dass eine Deckelung nicht sinnvoll ist.

    Das mit den Farben ist eine nette Idee, doch bedenke: an den PC's sind die Stecker mittlerweile auch farbig und wieviele DAU's blicken das immer nocht nicht und stecken nach trail and error.

    Ich denke ich werde für folgende Kunden ein Merkblättchen machen, auf dem die wichtigesten Regeln aufgeführt sind. Eine Art Checkliste.

    So... und nun noch die versprochene Bilder, so dass man sich selbst ein Bild davon machen kann.




    Grüßle,
    michael

  • SUCHE: 8-Kanal Mehrspur-Recorder

    • yamaha4711
    • 13. Oktober 2009 um 15:21

    Tacho!

    Kann dir einen Tascam DA-88 anbieten inkl. Kabelsatz. Bandmaterial bei Bedarf.
    Standort: Heilbronn.
    Bei Interesse einfach PN.

    Grüßle,
    michael

  • Bassproblem!

    • yamaha4711
    • 13. Oktober 2009 um 01:26

    Was billbo meint ist, dass die Zeltwand quasi eine passive Membran für tieffrequente Anteile darstellt, nicht aber für höhere Frequenzen. Liegt wohl irgendwie an der Massenträgheit der Zeltwand und der Energieverteilung im Frequenzspektrum.
    Die Schallschnelle des Basses durchläuft die Menge und wird durch die Zeltwand schön nach außen abgegeben. Man erinnere sich an das Impulsgesetz in der Mechanik - das Spielzeug mit den 4-5 Metallkugeln. Schuckste eine (oder auch 2, 3, viele) Kugel an, fliegt auf der anderen Seite eine (2, 3, viele) weg und wenn sich nicht wieder zurück kommt bleibt die Erregerkugel (oder Erregerkugeln) ruhig liegen. In 20-30m Entfernung hat man dafür wieder Bass - Frag mal die Nachbarschaft. Aber das ist eine andere Geschichte. ;)
    Zu hohen Frequenzen hin werden die Schallanteile aber zurück reflektiert und erhöhen das Lautstärkeempfinden durch eben diese Reflexionen, Echos und Interferenzen (die ja auch mal positiv ausfallen können). Schwubdich ist mehr Hochton als Bass da.

    Des weiteren muss bedacht werden,dass die Energie ja mit 1/r^2, die Schallschnelle aber mit 1/r abnimmt.
    Was das Ohr registriert ist die Energie die dahinter steckt... alldieweil unser Trommelfell eben auch eine Masse hat und deswegen eine Kraft zur Auslenkung benötig. Da kann das Teilchen noch so schnell hin und herzappeln wenn nicht genügend Wums dahinter steckt.

    In der einer Halle mit mehr oder minder schallharten Begrenzungsflächen sieht es anders aus... da werden je nach Raummoden tiefe Frequenzen begünstigt und bei hohen Frequnzen hat man einen wunderschönen Kammfilter. Jeder kennt das unliebsame Dröhnen und Wummern. Hier ist manchmal weniger Bass mehr bzw. es sind entsprechende Frequenzen zu ziehen.

    Das eigentlich neutrale Klangempfinden erhält man im freien Schallfeld, wobei das OpenAir mit weit entfernten Begrenzungen dem sehr nahe kommt, Bodenkopplung mal vernachlässigt.

    Hmm... ich hoffe das stimmt so.

    Grüßle,
    michael

  • Versicherung von vermieteten Geräten „Elektronik-Versicherun

    • yamaha4711
    • 13. Oktober 2009 um 01:10

    billbo
    Falsch verstand... im Kontext lesen!!!! Naja... vielleicht habe ich auch etwas schlampig formuliert.
    Es werden mehr Autos versichert als Veranstaltungsequipment.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 13. Oktober 2009 um 00:54

    billbo
    Ich begreiffe es immer noch nicht warum ich bei einer Handlampe, welche sich als Profi hervortut nachsichtig sein muss. Wenn jemand eine große Klappe hat und dann auf die Nase fällt, vor allem wenn man ihn unterwiesen und eingewiesen hat, dann ist das meinem Empfinden nach nur fair und man hat keine Bringschuld dieser Person gegenüber.
    Wenn du dir für 200 Ocken einen Ferrari anmietest und du keine Ahnung hast, wie das Sportgerät zu bedienen ist, du das Teil gegen die Wand setzt, sich im Nachhinein herausstellt du hast damit andere Autos auf der AB gejagt und du dann noch sagst das hätte nie passieren dürfen, da die Karre zu lahm war sonst wärst du sicher und ohne Probleme an dem doofen Benz auf der Standspur vorbeigekommen, ohne dass er dich auf der Verzögerungsspur abgeschossen hätte.... ich bezweifle es, dass hier irgendeine Versicherung oder irgendein Richter Gnade walten lässt. Das macht mind. 5 Jahre ohne Bewährung wegen versuchtem Mord (wenn's der Benzfahrer überlebt) und zeitlebens Entzug der Rennpappe.
    Ist doch echt blöd... nicht nur das Wochenende hinüber sondern auch die nächsten 5 Jahre des Lebens. Das geht auch deutlich günstiger von wegen: aber es hat mir doch keiner gesagt, dass bei 9500rpm schluß mit vortrieb ist. ;)

    Zur Info: eine Deckelung der Schadsumme ist nicht vergesehen. Wie sähe das aus, wenn ein nagelneues PM5D raus geht und in
    Einzelteilen zurück kommt. Sorry... da hat einer der Gäste randaliert und der Trecker ist drüber gefahren. Ich hab's aber nicht gesehen und bin daher auch nicht verantwortlich. Deckelung 10.000€. Super! Bleiben je nach Ausstattung 35k€ an mir hängen. Danke für's Gespräch.

    Im übrigen (ich denke du möchtest mich provozieren) ist dein Statement am Anfang deines letzten Posts, mit verlaub, Grütze - aber das weißt du sicherlich und ist wohl auch gewollt. Dennoch weil's Spass macht: egal wie alt das Zeug ist... es hat im Lager gespielt und spielte seit 10 Jahren ohne zu murren. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Material urplötzlich die Biege macht? Ein LS verreckt nicht von heute auf morgen; das weißt du so gut wie ich, dass sich das ankündigt ähnlich wie bei einem Brenner mit Lichtbogen (HTI, MSR, etc.) und deiner erhabenen Meinung nach kann man eine Box ja auch nicht überlasten, wenn alles innerhalb des Limits bleibt: 400W, 8Ohm Box RMS an 2x 500W, 4Ohm RMS. Macht bei 8 Ohm Last etwas von 350W. Die Stufe hat einen Prozessor und Limiter drin. Kann also gar nicht kaputt gehen, oder?
    200 Ocken ist auch total übertrieben. Im Normalfall kostet sowas die Hälfte und in diesem Fall sogar weniger.

    Ich weiß schon wie du es meinst und von deinem Standpunkt aus magst du recht haben: die Mehrzahl unserer Kunden sind eben Handlampen und wissen in den seltesten Fällen was sie da tun. Eine geschossene Sofitte, ein zerbeultes Mikro oder eine angeschmorte Leitung (weil überlastet) ist nicht die Welt und kann passieren. Schwamm drüber.
    Ich erwarte aber gesunden Menschenverstand und ich liebe den Spruch: vor manuellen Tätigkeiten, Hirn einschalten. Ich kann und will die Dummheit anderer nicht auch noch belohnen und ich denke das wird ein Richter genau so sehen. Es geht hier nicht um so etwas wie arglistige Täuschung oder der Vorenthaltung von Information zur missgünstigung des Geschäftspartners. In diesem Falle hast du vollkommen recht, denn das geschieht wohl auch.

    Noch zum Schluß: der Schalter bleibt so wie er ist! *grummel*

    mringhoff
    Danke für die Blumen.... ich halte es für Selbstverständlich sachlich und höfflich zu bleiben. Was bringt es mir mich rüpelhaft zu benehmen; das können andere (ich meine das im Allgemeinen) besser. Damit schränke ich mich nur in meinen Freiheitsgraden ein und das möchte ich nicht.

    Nach nunmehr über 15 Jahren in dieser Branche (Nebenberuflich wie viele auch hier) kann ich meine Kunden recht gut einschätzen und ich frage immer: wieviele Personen, wie groß ist der Raum/Arreal, was für Programm geht über die Anlage usw. Ich versuche dem Kunden eine optimale Basis zu verschaffen und wenn ich das nicht kann bin ich auch so ehrlich und sage, dass ich das nicht kann. Was bringt mir denn eine schlechte puplicitiy?! Ebenso, wenn der Kunde keine Kohle dafür hat. Dann lieber nicht und sich bequem zurücklehnen mit der Gewissheit, dass jemand anders Federn lässt.
    Ich erkläre dem Kunden die Anlage, bau sie mit ihm auf und ab, biete den Kindermädchenservice an und bestimmte Anlagen bzw. bestimmte Szenarien sind nur mit Personal buchbar. Wer dies nicht möchte: der nächste bitte. Ich habe keine Dollarzeichen in den Augen und muss nicht unbediengt jeden Auftrag bedienen. Davon bin ich definitiv geheilt. Ehrlich und solide soll's sein und das ist was der Kunde möchte und auch erhält. Im Gegenzug erwarte ich dasselbe vom Kunden. Ist doch fair, oder?

    Die Kombination war für den Zweck ausreichend, eben deswegen weil der Kunde dies auch hörbar nachprüfen konnte. Damit wurde vor allem Subjektiv bestätigt, dass es OK ist. Für das Geld gibt es nicht mehr und er hätte ja auch ablehnen können. Das war von vornherein klar was es zu welchem Kurs gibt. Im nachhinein waren eh nicht viele Leute da bzw. man durfte eh nicht so laut machen... naja. Man sieht ja das Ergebnis.

    Der "Selbstzerstörungschalter" ist Orginal so drin und ich bastel ungern an den Teilen rum, als dass man es auch als Originale wieder verkaufen kann, wenn's denn sein soll. Wenn einer an seinem Töff Chiptuning macht ohne Neuabnahme und dem Nichtwissen, dass die Bremsen die Mehrleistung nicht abkönnen, dessen Betriebserlaubnis erlischt schlagartig, ohne wenn und aber.
    Wenn man nicht weiß was das Dingelchen tut einfach Finger weg. Punkt. Das halte ich für gesunden Menschenverstand und Respekt der Sache gegenüber. Wenn die Leistung nicht ausreicht und ich trotz allem zettern des Kunden ihm die Anlage auf's Aug' gedrückt habe, dann ist die Sache auch klar. So etwas kann man gerne als Betrug und Nötigung dem Kunden gegenüber stehen lassen.

    Zu den durchgeknallten Stufen: nein, es waren an beiden Stufen XLR Eingänge und Speakon als Ausgänge (wie üblich). Einmal L1000 und einmal ne XA2600. Tja... was sagt man dazu, was mit einem Adapter alles mögliche.

    Das mit den AGB's ist schon klar und letztendlich muss es immer eine Einzelfallentscheidung sein. Dennoch wird es da meist eher durchgefochten und kommt zur Anwendung, da es hier keine Geige spielt ob der Kunde letztendlich zufrieden ist und sich gut behandelt fühlt. Die Menge machts.
    Die Rechtsprechung ist auch so eine Sache: recht haben und recht bekommen sind, wie allgemein bekannt, zwei paar Stiefel und im Zweifelsfall eben für den Angeklagten. Ist bei manchen "Taten" auch gut, doch wenn es eindeutig ist und sich keiner dabei etwas abbricht, so what. Wie heißt es: die Strafe ist dem Masse des Tatbestandes angemessen.

    Kracky
    Ist es nicht so, dass die Versicherung Wiederbeschaffungswert - Zeitwert ersetzen muss?!
    Ich habe letztendlich die Möglichkeit eine gleichwertige Box wieder zu beschaffen, ohne dass ich dabei ein Minus oder Plus mache.
    Andererseits wird die Versicherung des Verursachers gar nicht einspringen, da es mutwillig war. Wenn der Verursacher pleite ist, dann hab ich definitiv die A-Karte und schau in die Röhre.
    Zudem geht das meine Versicherung erst mal gar nix an und ich denke es ist unerheblich in welchem Masse ich mein Material bei der eigenen Versicherung geschützt habe. Im Ernstfall würden hier evtl. der Verlustbetrag ausgeglichen (Ausgleichshaftung oder wie man das auch nennen mag).

    Es kommt ja offensichtlich zu keiner Wertsteigerung. Es werden lediglich die Schäden behoben und die Sache wieder instand gesetzt. Nur weil nun eine neue Spule und eine neue Weiche drin ist, erhöht sich doch der (Verkaufs) Wert der Box nicht signifikant, bis gar nicht. Ich bitte dich! Einem Käufer ist es vollkommen wurscht ob der Treiber neu ist. Die Frage ist: spielt's oder spielt's nicht. Der nächste seiner Kunden kann diesen ja gleich wieder schiessen. Anders sieht es bei einer Lampe aus, mit neuem Brenner. Hier ist wohl eine Wertsteigerung zu erwarten, aber ich bitte dich.... um welche Größenordnung reden wir hier?

    Letztendlich verlange ich dem Kunden - wie schon geschrieben - keine Unmenge ab. Das billigere Bauteil (in diesem Fall wohl die Weiche) geht auf seine Kappe, was auch so akzeptiert wurde. Akte geschlossen.

    Grüßle,
    michael

  • Versicherung von vermieteten Geräten „Elektronik-Versicherun

    • yamaha4711
    • 12. Oktober 2009 um 23:14

    Autos sind höher in der Marge und berechenbarer... zumindest haben die Versicherungen mehr oder minder handfeste Statistiken und Risikobewertungen. Was meinst du wieviel intelligente Köpfe, zumeist Statisten.... sorry... Statistiker, eine Versicherung beschäftigt.

    Grüßle,
    michael

  • Bassproblem!

    • yamaha4711
    • 12. Oktober 2009 um 23:09

    Wie oton schon sagt....
    Wir haben keinen Basar und für entsprechend Kohle gibts entsprechend Holz. Ganz einfach. Wen dein Kunde den Geldbeutel nicht aufmacht, dann mach dir deswegen keinen Stress und lass dann auch das Lager zu. Soll sich doch ein anderer die Finger einklemmen. Das ist zumindest meine Devise.

    Nur mal wieder einen Schwank aus dem Leben....
    Waschmaschine kaputt. Riemen von der Trommel. Eigentlich bekommt man das selbst repariert; denkste. Die Maschine ist von hinten nicht zugänglich, das Gehäuse ist ringsherum massiv und man kommt nur von oben dran. Da brech ich mir nicht die Finger dran. Da haben sich hoch bezahlte Ing.'s sich den Kopf zerbrochen wie man das am besten zusammenschraubt, damit ja keiner was selbst machen kann.

    Also Monteur kommen lassen. Ersatzteil knapp 30€, Personal 120€ für 15min Arbeit. Was sagste nun?!
    Hier wird auch nicht verhandelt und es ist auch nicht verhandelbar. Festpreis von wegen faire Entlohnung der arbeit blabla. Ist ja auch korrekt. Warum geht das in unserem Gewerbe nicht? Aber das ist ja eine andere Baustelle.

    Grüßle,
    michael

  • Bassproblem!

    • yamaha4711
    • 12. Oktober 2009 um 20:55

    Tacho!

    Es kommt immer darauf an, was man haben möchte (ausgeglichen und doch satt aber eben mit dem wissen, dass nach 15m eben nicht mehr viel ankommt), wie man es selbst einschätzt (also 6x Doppel18" pro Seite sind da noch zu wenig), was der Kunde verlangt (die Hosen müssen schon noch in 10m Entfernung flattern) und wieviel es kosten darf (na max. 200€, mehr ist nicht). Letztendlich sind es immer Kompromisse.

    Ich würde es mal mit den üblich verdächtigen Doppel 15" mittig versuchen, z.B.
    2x d&b B1
    2x K&F SW215
    2x Meyer 600-HP
    ....
    dazu gehört auch TW B30/S30 - sicher nicht ganz verkehrt der Gedanke.
    Echte Hornkonstrukte im Zelt... ich weiß nicht so ganz, außer wenn's ein 2.5kPAX Zelt ist.
    Frag dich auch mal, ob es wirklich unbedingt sein muss soviel Bass in die hinteren Reihen zu bringen und ob sich der Aufwand lohnt.

    Grüßle
    michael

  • Versicherung von vermieteten Geräten „Elektronik-Versicherun

    • yamaha4711
    • 12. Oktober 2009 um 20:14

    Tacho!

    Zunächst mal willkommen im Club. Ich denke jeder der hier aktiv vermietet, hat diese bittere Erfahrung schon machen müssen. Ich kann also deinen Ärger und Frust nachvollziehen. Auch das, dass die Exekutive kein wirkliches Interesse hat mit Schwung und Elan den Täter zu ergreifen, um ihn der Justiz zu übergeben, welche dann mehr oder minder auch nichts ausrichtet, da wenn nix zu holen ist eben nix zu holen ist. Aber wehe du parkst mal falsch.
    Ich find das nur meschugge.

    Eine Versicherung für dein Equipment, sofern es in einem geschlossenen Gebäude steht, welches du als Nutznieser zur Lagerung und/oder zum Betrieb ausweisen kannst, ist in der Regel kein Problem und im finanziellen Rahmen.
    Sobald das Equipment aber diese Räume verlässt und Dritten übereignet wird (also Vermietung) sieht es schon ganz anders aus. Hier werden dann schon für Kleingeräte, die einen Materialwert von um die 500-1000€ haben, exorbitante Prämien aufgrufen. So ist zumindest mein Stand.
    Ich hatte mal vor ein paar Jahren einen Job für eine Schule. Ganz normale Anlage für Sprache und Hintergrundmusik, also 4 Böxleins, Powermischer, ein bisschen Mikrofonie. Nix weltbewegendes. Da die Veranstaltung über drei Tage ging und das Material in der Turnhalle stand (abschließbares, nicht von außen einsehbares Gebäude) wollte die Schule auf Nummer sicher gehen: Versichern.
    Der Makler wollte den Neuwert wissen; rund 8000€ in allem. Die nächste Frage war, ob es eigenes Material ist und warum man es versichern möchte. Versicherungsdauer in der Regel ein Jahr, Kurzzeitversicherungen entsprechend teurer. Letztendlich wurden 10% des Neuwertes als Prämie veranschlagt, also 800€ (ich denke pro Jahr) und für die 3 Tage Kurzzeitversicherung sollten um die 150€ fällig sein von wegen Risiko und bla blubb. Für die Schule nicht tragbar. Es ist zum Glück alles gut gegangen.
    Schlagt mich nicht, denn ich denke es war keine auf solche Fälle spezialisierte Versicherung. Von daher ist die Prämie wohl ein Mondpreis.

    Ich denke mittlerweile auch darüber nach das ganze für mich risikoärmer zu gestalten, da in den letzten beiden Jahren doch recht empfindliche Reparatursummen aufgeschlagen sind, welche ich aus eigener Tasche bzw. aus dem Firmenvermögen ziehen musst. Das mindert natürlich erheblich die Investition in neues Material.
    Mal sehen was das denn so kostet....

    slaytalix
    der zweite link tut nicht.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 12. Oktober 2009 um 19:34

    mringhoff
    Der Kunde übernimmt den kleineren Teil des ganzen. In diesem Fall die verschmorte Frequenzweiche. Der Treiber geht auf meine Kappe, ebenso die Sofitte nebst dem ganzen Arbeitsaufwand. Ich halte das für eine faire Lösung.
    Damit ist auch der Schuldfrage sorge getragen, insofern es sich mit mehr als 50% der Kosten auf mich verteilt.

    Der Kunde wurde insbesondere auf Feedback und Überlastung hingewiesen. Sprich: mit Mikro nicht in Richtung Box zielen, Lautstärke langsam steigern und bei anfangendem Feedback zurückdrehen. Wenn rote Lampe blinken oder gar dauerleuchten soweit zurückdrehen bis keine rote Lampe mehr leuchtet. Im Bedarfsfall hat der Kunde auch eine Telefonnummer, welche er anrufen kann falls etwas nicht klar ist.

    billbo
    Es geht nicht darum ob ich es einsehe oder nicht. Es geht darum, dass ich nicht derjenige war, der den Schaden verursacht hat!
    Im Weiteren sind die Schalterchen nicht so einfach umzulegen wie du es hier annimmst. Es benötigt eine gewisse Kraft (die ich gerne meßtechnisch ermitteln kann) und zusätzlich den richtigen Ansatz, um dies zu bewerkstelligen. Von alleine oder aus versehen wie du es beschreibst (beim Hochheben auf das Stativ) ist dies sehr sehr sehr unwahrscheinlich.

    DryHire heißt der Kunde ist ab Übergabe für das Material verantwortlich, ausgenommen von Verschleißteilen (z.B. Leuchtmittel, Leitungen) wenn kein mutwilliger Akt nachweisbar ist. Ich schreibe dies deswegen, als dass ich schon Kunden hatte, die die Leitung einfach durchgeschnitten haben alldieweil die zu lang war. Aber das war dann sicherlich auch mein Fehler.
    Wenn jemand die Kiste mit Getränken flutet, sie umwirft, falsch sichert oder eben schlicht weg überlastet weil 136dB einfach zu wenig sind und weil erwartet wird, dass man damit 800PAX beschallen kann (40€ sind eben einfach sehr viel Geld für ein Päärchen und mehr möchte man dann doch nicht ausgeben) oder eben an Schaltern rumspielt oder Controller ausser Kraft setzt, die eigene Endstufe (HiFi Monster mit 1000W) anschließt, dann ist das ein ganze klarer Verstoß gegen die Spielregeln und das zieht eben die rote Karte nach sich. Aber das ist dann sicher auch mein Fehler.
    Man sollte eigentlich weinen, aber es kam auch schon vor, dass jemand den Ausgang des Leistungsverstärker mit dem Eingang eines weiteren Leistungsverstärkers verbunden hat und beide Stufen voll aufdrehte: der Anblick war grausam. Aber das ist ja auch der Fehler des bösen Vermieters, der den armen Kunden nicht darauf hingewiesen hat, dass das keine gute Idee ist. Eine Endstufe schrott und die Böxleins am Aus-Ausgang haben's auch nicht überlebt.

    Letztendlich enthalten die AGB's mehrfach!! Hinweise und Anmerkungen, wie im Schadensfall verfahren wird und wer haftbar ist. Diese wurde dem Kunden ausgehändigt und durch Unterschrift akzeptiert.

    Genau aus eigenem Interesse kann ich eine solche "Unachtsamkeit" nicht durch gehen lassen.
    Wenn ich fair spiele, dann spielt der Kunde bitte auch fair und befolgt einfach die Regeln. Ansonsten kann er gerne eine andere Bude beglücken. Damit habe ich dann auch kein Problem, wohl aber die andere Bude.

    Mechwerkandi
    Ein Restrisiko besteht immer... z.B. Unterschlagung. Da ist dann nicht mehr viel zu machen. Aber man kann Risikominimierung betreiben: möglichst einfach zu handhabendes Material zu benutzen, den Kunden informieren (was ich immer mache), die Schadensregelung vertraglich fixieren und im Schadensfall forensisch vorgehen.
    Wenn's nur die Sofitte wäre... kein Thema.
    Im Falle eines Ausfalls (z.B. Endstufe wirft den Anker oder ein einzelnes Gerät im Rack gibt seinen Geist auf) dann stehe ich als Vermieter auch Gewehr bei Fuß und liefere Ersatz. Das taucht auf keiner Rechnung, da so etwas definitiv Kundenservice ist.
    Ich verlange (in den meisten Fällen - so auch hier) keinen Mietausfall für die defekte Mietsache. Das wäre dem Kunden gegenüber unfair, wenn die Mietsache nicht zwingend benötigt wird.

    @all
    Lest euch rein interesse halber mal die AGB's der großen Verleihbuden (spezielle DryHire) durch. Hier wird mit ganz anderen Bandagen gearbeitet.
    Erstkunden wird eine Kaution von mehreren hundert Euro abverlangt (in der Regel 150-300€). Wenn etwas verreckt wird die Kaution einbehalten. Punkt.
    Der Kunde trägt in jedem Fall die volle Verantwortung.
    Erst Cash in voller Höhe, dann Material.
    Wehe wenn das Material nicht sauber oder zu spät zurück kommt.

    Allein der erste Punkt sorgt dafür, dass die Kundschaft pfleglich damit umgeht und deckt solche Kleinigkeiten mehr als reichlich ab, außer es werden gleich mehr als 4 Systeme zerlegt. Meist sind es aber genau solche Konstellationen. Plastikbox mit Powermischer für Geburtstag, Hochzeit, Jugendparty, etc.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 12. Oktober 2009 um 14:21

    Nun, es soll ja Verleihbuden geben, welche doch recht klein sind, einen kleinen Kundenstamm haben und kleine Umsätze machen. Da kann es sein, dass zwar theoretisch die Teile nach 5 Jahren abgeschrieben sind, diese aber noch lange nicht real die Investition gebracht haben.
    Desweiteren hinkt der Vergleich mit der Discothek, da dort das Material meist am Limit läuft und das mehr als 3 Tage die Woche. Dass hier ein schnellerer Verschleiss stattfinden muss ist trivial. Andererseits, solange der Treiber noch läuft muss man ihn nicht tauschen. Das fällt an solchen Expositionsorten eher selten auf.

    Noch was: woher möchte man bitte aus der Ferne beurteilen wie "runter" mein Material ist?!

    Bei einem Lautsprecher der 9 Jahre alt ist muss ich damit rechnen, dass der Kleber aufgibt, die Sicke porös oder brüchig wird, der Korb anfängt zu rosten... all dies. Aber ich muss nicht damit rechnen, dass man durch welchen Frevel auch immer man die Frequenzweiche in Flammen aufgehen lässt und die Schwingspule durchbrennt.
    Dieser Auffassung nach müsste ja jede heimansässige HiFi Box (welche in 95% der Fälle unterhalb der Qualität einer prof. PA-Box liegt) keine 10 Jahren halten. Ich weiß nicht... meine HiFi Boxen haben mittlerweile über 20 Jahre auf dem Buckel und ich hab noch Lautsprecher rumstehen, die stolze 50 Jahre oder älter sind. All die funktionieren noch einwandfrei.

    Ich werde und ich will mich nicht am Kunden berreichern; in keinster Weise. Es geht mir nur darum, dass der verursachte Schaden behoben wird - wie auch immer. Wenn du bei einem Verkehrsunfall einen Schaden verursachst, dann musst du oder eben deine Versicherung entweder den Zeitwert oder eben die Reparaturkosten bezahlen. Letzters muß auch dann bezahlt werden, wenn die Reparaturkosten den Restwert übersteigt, falls eine Reparatzur veranlasst wird. Es werden dann die echten Reparaturkosten vergütet, oder irre ich mich da.
    Es geht in keinster Weise darum die gesamte Box in einen neuwertig Zustand zu versetzen, sondern lediglich darum die Box in einen wieder betriebsfähigen Zustand zu versetzen.

    Um auch dem aufkeimenden Einwand "warum kaufst du dann so teures Zeug" zuvor zu kommen: ich bin kein Dumpinganbieter und wenn ich etwas vermiete, dann muss es auch entsprechend wertig sein.
    Vielleicht habe ich aber auch eine komplett verschrobene Vorstellung davon - man möge mir verzeihen. Es scheint mir so zu sein, als dass sich viele darüber freuen, wenn das Material defekt zurück kommt und der liebe Kunde ja überhaupt nix dafür kann. Doch wehe wenn es einem dann selbst passiert.... ich bezweifle es, dass sich jeder der hier in dieses Horn stösst auch wirklich nach diesen hier zu protokoll gegebenen Manifesten handelt.

    Grüßle,
    michael

  • Gründe von defekten Lautsprechern als Link gesucht

    • yamaha4711
    • 10. Oktober 2009 um 11:05

    Danke Christoph, genau das ist das was ich auch meinte und geschrieben habe. Deswegen halte ich die allgemeine Aussage "da kann nix passieren, wenn es korrekt abgesichert ist" für gefährlich.
    Die Feld-, Wald- und Wiesenkonstellation ist meist eine Fullrangebox oder eben ein 2-Wege aktiv getrenntes System. Das Topteil beinhaltet in vielen Fällen dann eine passive Weiche und genau das ist der Knackpunkt.

    Es hat nicht jeder ein 3 oder 4 Wege aktives System und viele Aktivboxen besitzen eben nur eine eingebaute Endstufe und hier wird dann wieder passiv hinter der Stufe getrennt.

    Sicher - es ist vollkommen richtig, dass ein Lautsprecher, der 100W ab kann an einer 100W Stufe, die nicht clippt!!!! und solange sich das ganze im verdaubaren Frequenzspektrum des Treibers sich befindet alles problemlos wiedergibt, auch wenn das Eingangssignal noch so verhunzt sein sollte. Allein schon weil sich das schaurig anhört wird man automatisch leiser machen wollen.

    Dennoch ist die thermische Belastung am Limit gegeben und wie schon ausgeführt ist eine Entlastung bei Rechteck geringer als bei einem Sinussignal und daher ist der Treiber über die Zeit gesehen gefährdeter als wenn ein sauberes Signal anliegen würde. Abhilfe schafft eben nur das Signal am Eingang soweit zu begrenzen, als dass es am Ausgang immer unterhalb der max. Belastsbarkeit der Box liegt auch im Hinblick auf die Energieverteilung im Frequenzspektrum. Letztendlich schafft das nur ein frequenzabhängiger Mehrbereichslimiter.

    Grüßle,
    michael

  • Gründe von defekten Lautsprechern als Link gesucht

    • yamaha4711
    • 9. Oktober 2009 um 15:24

    Tacho!

    Ich halte die Aussage meines Vorschreibers für recht gefährlich.
    Zudem... wie soll ein Blick auf das Blockschaltbild einem das veranschaulichen? Was soll denn veranschaulicht werden?

    Fakt ist, dass ein 500W Chasis durch eine unterdimensionierte Endstufe, sagen wir mal 50W, definitiv zerstört werden kann.

    Zitat

    Gewarnt werden muss vor dem Irrglauben, man könne Lautsprecher durch leistungsschwache Verstärker vor Überlastung schützen: Bei Übersteuerung (Clipping) erzeugen diese Klirrprodukte vor allem im höheren Frequenzbereich, die bei Mehr-Wege-Lautsprechern häufig zur Zerstörung des Hochtöners auch hoch belastbarer Boxen führen. Es ist dennoch sinnvoll, die Verstärkerleistung geringer als die Lautsprecher-Belastbarkeit zu wählen, da dann die Wiedergabequalität höher ist – vorausgesetzt, die Leistung liegt unterhalb der Verstärker-Grenzwerte.


    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lautsprecher

    Fakt ist, dass ein Rechteck, der wie richtig bemerkt (theoretisch) aus unendlichen vielen Sinusschwingungen besteht, sehr wohl eine Überlastung eines Lautsprechers bewirken kann. Vor allem dann, wenn man gerade im Limitbereich ist.
    Es erfolgt zwar eine Aufsplittung der Frequenzbänder an der Weiche, und vielleicht - wenn der Limiter schnell genug ist - kann die Spitze bedämpft werden, doch in der Summe bedeutet das den thermischen Tod des Schallwandlers.
    Ein Schallwandler möchte Schwingung und daher mit Wechselstrom versorgt werden und nicht mit springendem Gleichstrom, was ja ein Rechteckimpuls letztendlich ist. Der Lautsprecher sieht keine Sinusschwingung sondern ganz brutal den Gleichstrom. Rechne einfach mal die Fläche und damit den Energiebetrag unter dem Rechteck aus und dann die Fläche unter einem entsprechenden Sinus.

    Fakt ist, das ein System das dauernd am Limit betrieben wird signifikant schneller altert und damit schneller einen defekt erleidet.

    Zitat

    Bei der heutigen Musik, wie z.B. Techno trifft man auf synthetische Sounds, die oft aus einem schmalen Frequenzspektrum bestehen wie z.B. ein Basedrum, welches dann noch bis zum Begräbnis der Aufnahmenadel aufgenommen ist. Dies bedeutet, dass die Endstufe bis zur Volllast ausgesteuert wird und auf den Lautsprecher einwirkt.

    Diesen Effekt kann den Lautsprecher das Leben kosten, da erstens die Endstufe in diesem Moment ihre Impulsleistung abgibt – also eine höhere Leistung als angegeben und zweitens der Lautsprecher kein Frequenzspektrum zur Verfügung hat um die Leistung aufzuteilen und somit die verträgliche Leistung um ein vielfaches geringer ausfällt. Hier haben wir dann den Fall, dass die angebotene Leistung um ein vielfaches höher liegt, als diejenige welche der Lautsprecher verträgt und die Spule des Lautsprechers entweder durch elektrische Überlastung, sprich thermischen Tod oder durch einen zu großen Membranhub einer mechanischen Überbelastung zerstört wird. Das Ergebnis ist dann, wenn überhaupt noch ein stetiges kratzen des Lautsprechers


    Quelle: http://www.hamme-entertainment.de/hkd/faq.htm

    Weitere Schadmöglichkeiten sind:
    falsch berechnetes Gehäuse
    Feedback
    falsche Be- und Entlüftung
    fehlende Kühlkörper
    Gleichstromanteile im Signal
    Frequenzanteile, die ausserhalb der Bandbreite des Treibers liegen
    Feuchtigkeit, falls die Pappe nicht entsprechend beschichtet ist,
    extreme Temperaturschwankungen aufgrund der Längenausdehnung des Materials
    andere Umweltbedinungungen wie z.B. aggressive Gase, Lösemittel usw.

    Ansonsten ist Google dein Freund.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 9. Oktober 2009 um 14:45

    billbo
    Schalter sind sicher zum Schalten da... doch schaltest du bei 50 auch in den Rückwärtsgang oder stellst bei der Automatik auf P?! Nach deinem Gedankengang ist das dann kein Fehler des Nutzers, wenn sich das Getriebe in Kleinteile zerlegt. Da hat der Hersteller was falsch gemacht.

    Schutzelemente sind wie der Name sagt zum Schutz in letzter Instanz da. Eigentlich sollte ein solches Element gar nicht erst ansprechen müssen, wenn man vernüftig mit der Sache umgeht. Andernfalls muss sie eben funktionieren, was in 95% der Fälle auch so ist.
    Ich frage mich warum du auf die Bremse trittst? Vor was hast du denn Angst? Der Hersteller hat doch dafür zu sorgen, dass das Auto von sich aus anhält. Im Falle des DJ's... warum soll er denn bei roten Lampen runterdrehen? Die Anlage muss das abkönnen also volle Pulle.
    Ist es denn nicht einfach so, dass man versucht sein Eigentum zu schützen und sich weniger darum kümmert, wenn es sich um Fremdmaterial handelt.

    Wenn du keine Box mehr mit Passivweiche besitzt, dann fährst du entweder nur noch Aktiv, also mit eingebautem Amp oder gibst dem Kunden ein Rack mit, welches externe Weiche und mind. 2 Endstufen beinhaltet. Ich weiß nicht, ob das wirklich wirtschaftlich ist, aber jeder so wie er mag.

    Es ist sicher nicht verkehrt das ganze selbst zu reflektieren und sich zu fragen wie hätte man es verhindern können, doch in anbetracht der Tatsache, dass die Anlage in dieser Konstellation recht DAU-sicher ist und statistischen gesehen die Defekte unter 1% liegen (davon wiederum 95% auf alltägliche Anfälligkeiten und damit nicht auf Kundenverschulden zurück zu führen ist) kann ich mir nicht vorstellen was sich noch verbessern lässt, außer nicht mehr zu vermieten.
    Als ich noch Software programmierte habe musst ich mich auch immer wieder fragen... was kann der Anwender verbocken und wie komme ich dem zuvor. Du wirst nicht glauben wie einfallsreich und "intelligent" die Anwender werden können. Es ist wahrlich faszinierend und da helfen auch die ausgeklügelsten Sicherheitseinrichtungen nichts.

    Die Kundschaftt, die ein 01V bedienen kann oder sonst irgendwie vernüftig mit einem Mischpult umgehen kann ist in meinem Kundenbereich ziemlich rar. Das macht weniger als 10% aus. Die restlichen 90% sind damit definitv überfordert.
    Was meinst du was so ein Diskettenwechsler an techn. Verständnis mitbringt. Der weiß wo man das Keyboard einschaltet, wo er seine Klinken einstöpselt und wo diese am Pult reinkommen. Wenn das Pult mehr als 10 Fader hat flippt es aus.
    Da erklär solch einem Menschen mal ein 01V und wofür welcher Knopf an den Aktivboxen ist.
    Bei meinem früheren Brötchengeber gab es ein geflügeltes Wort dafür: simplify!

    Eben... es ist ein Einzelfall der auch als solcher behandelt wird. Ich wollte ja nur eine Einschätzung hören und evtl. wie es die Kollegen hier handhaben. Nun wird eine Grundsatzdiskussion daraus.

    terrine
    Schon klar...
    Da es sich um einen Ad-Hoc Neukunden handelt, welchen ich eher in die Kategorie Laufkundschaft stecke und der Umsatz nach dem Defekt sowieso ein Minus- max. Nullgeschäft war, kann ich da schon fordernd werden.
    Ich sag es mal so... ich ziehe meine Konsequenzen daraus und überlege mir bei dem entsprechenden Klientel definitiv nein zu sagen bzw. eine entsprechende Kaution einzubehalten. Damit sind dann die Reparaturkosten in einem solchen Falle definitiv gedeckt.
    Negativpropaganda stört mich hier auch recht wenig, da ich meine Stammkunden habe, die vornehmlich aus der Industrie oder Eventagenturen kommen.

    Grüßle,
    michael

  • Defekt durch Kunde

    • yamaha4711
    • 9. Oktober 2009 um 13:09

    Warum war mir das so klar, dass ein solcher Einwand kommt. Denk doch mal ein wenig weiter...

    Du hast recht, dass 50Cent bei 50.000 Kunden eine Menge Geld sind. Nun brich das mal auf den Rahmen eines Vermieters runter.

    Reparaturen in der Größenordnung von 50-250€ sind keine Seltenheit und das rechne mal dann auf deinen Kundestamm von sagen wir 50-60 Kunden hoch. Da bist du auch gleich in der Größenordnung von 3-4k€ und nun sag mir ob dir das nicht weh tut bzw. gar deine Existent gefährden könnte.

    Eben auch - wie du schon sagst - weil es sich dann herumspricht: Boh bei dem kannste alles kaputt machen und wirst noch dafür belohnt.

    Ich komm mir so langsam vor wie beim Verbraucherschutzverband. Der böse Vermieter ist schuld und will den armen Mieter nur abkassieren, obwohl der zu dusselig ist das Zeug zu bedienen.

    Grüßle,
    michael

  • Neues bei MeyerSound!

    • yamaha4711
    • 9. Oktober 2009 um 11:40

    Tacho!

    Demnächst ist doch Hausmesse oder so was ähnliches bei Meyers.
    Einfach vorbeischauen und anhören.

    Grüßle,
    michael

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