Wenn nur der Organist den Dirigenten sehen soll, dann sollte das Thema mit der Latenz aber vom Tisch sein. Schon allein die Größe des Instruments verursacht da Latenzen, die sich obendrein nocht je nach Register und Oktavlage unterscheiden. Und die "Latenz" einer mitsingenden Gemeinde kann man mit handelsüblichen Messequipment nicht mal annähernd feststellen. :twisted: Ergo: Ein Organist, der mit Latenzen im dreistelligen Millisekundenbereich nicht umgehen kann, hat seine Berufung verfehlt.
Beiträge von Jeremy
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Wie sieht es mit einer Minileinwand und einem ebenso kleinen Beamer aus? Leinwände, die aus der Decke fahren, dürften eine der leichtesten Übungen sein, und einen Beamer in der abgehängten Decke zu verstecken ist auch ein bereits erfundenes Rad.
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So ganz spontan würde ich darüber nachdenken, einen Laptop über Kopf an die Decke zu montieren. Da der nichts anderes können muss, als ein Bild von woanders her zu übertragen, kann das ja auch ein ganz billiger sein. Die Monitor-Klapphalterung wäre auch schon angeboren.
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Neuer Versuch: Es sollte inzwischen klar sein, dass keine Mikrofonierung der Welt irgendsowas wie ein brauchbares Signal aus einem Flügel holt, der unter einem Hubschrauber eingeflogen wird. Also muss man sich, um wenigstens die Illusion eines gespielten Flügels zu schaffen, den Ton aus der Konserve holen. Die Aufgabe reduziert sich dann darauf, den Übergang vom Playback zu Live so unhörbar wie möglich zu gestalten. Das ist nun eine sehr reizvolle Aufgabe für die Mikrofon- und Naturinstrumente-Fetischisten, :twisted: das hinzubekommen. Funk kann man, denke ich, abhaken, denn das Tragegeschirr muss ja eh irgendwie entfernt werden, wenn der Flügel gelandet ist, und da kann man die paar Strippen auch gleich noch anstecken.
Gehen wie davon aus, dass da ein komplettes Podest abgesetzt wird, und zwar (durchaus denkbar) nicht so sanft wie mit dem Autokran, sondern ein wenig robuster. Das hat einige Folgen:
- Die vorbereiteten Mikrofone, egal ob auf Stands, an Klemmen, per Gaffa geklebt oder was auch immer, dürfen bei diesem Ruck ihre Positionen nicht verlassen, sonst ist die ganze Vorbereitung für die Katz.
- Das gleiche gilt für alle Mikrofone, Notenständer, Instrumente, was auch immer, die sich bei dem Stunt bereits auf oder an der Bühne befinden, sonst ist anschließend das große einsammeln wieder angesagt. (Der Begriff "Turnover" für den Umbau zwischen zwei Acts bekommt da eine ganz neue Bedeutung.)
- Die Stimmung des Flügels könnte anschließend ziemlich angeschlagen sein, dh. die ganze schöne Mikrofonierung macht nur deutlich und für alle hörbar, dass "Flügel" und "Fliegen" allenfalls sprachlich miteinander zu tun haben.
Ich halte das ganze immer noch für eine ziemliche Schnappsidee, die nur einem weichgeklopften Agenturgehirn entsprungen sein kann, aber wenn's denn unbedingt sein muss, hätte ich zwei Vorschläge, wie es halbwegs gesittet klappen könnte:
- Alternative: Ersetze den Hubschrauber durch einen großen Autokran (Für den Tarif, der für einen kräftigen Hubschrauber aufgerufen wird, bekommt man wahrscheinlich einen *SEHR GROSSEN* Autokran). Das löst zum einen das Problem mit dem ohrenbetäubenden Lärm und der Orkanwindstärke, zum anderen besteht eine doch recht große Chance, dass der Flügel auf dem Transport die Stimmung halten wird und dass alle Mikrofone dort bleiben, wo sie sind. Mit einer kleinen in das Transportpodest eingebauten USV kann dann sogar die Funkübertragung samt phantomgespeisten Edelmikrofonen und Monitoring für den Pianisten realisiert werden. Wie weiter oben schon mal angedeutet, würde ich die Aktion zum Anlass nehmen, mir endlich mal meine absolute Traum-Mikrofonierung zu kaufen, denn Kosten scheinen bei der Aktion kaum eine Rolle zu spielen. :roll:
- Alternative: Ersetze den Flügel durch ein entsprechende getarntes Masterkeyboard und betreibe damit eine hochwertige Soundbibliothek. Dann kann der Hubschrauber Lärm machen, wie er will, kann den Flügel auf den Boden rumpeln lassen, das Tonsignal wird verwertbar bleiben. Platz für die erforderliche Stromversorgung per USV wäre wie oben im Podest (oder im Flügel selbst, wenn man zur Spezialanfertigung greift). Und man hat, während die durcheinandergeblasene Bühne sowie das versprengte Publikum wieder an die angestammten Positionen sortiert wird, wenigstens Livemusik.
Beides sind Lösungen, bei denen der akustische Dienstleister schon recht früh in die Vorbereitungen mit eingebunden sein muss, damit da was klappt. Mal schnell hinfahren, den Flügel verkabeln und hoffen, dass alles gut geht, ist da wohl nicht drin.
Aus irgendeiner Art von Gefährdungsbeurteilung halte ich mich bewusst raus. Das sollen die machen, die sich mit den entsprechenden Regeln auskennen (Ist das eigentlich ein Montageflug im Sinne des Anhangs 9.2 zur BGR 162?).
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Ich würde für diesen Stunt einfach die Flügelmikrofonierung anbieten, die ich schon lange mal haben wollte, die mir aber bisher viel zu teuer war. Irgendwas ganz exklusives halt ... einen feuchten Traum aller Beschaller. Und das würde ich dann kaufen und dem Wahnsinnigen, der sich diesen Stunt ausgedacht hat, in Rechnung stellen. Da bei der ganzen Nummer scheinbar weder Kosten noch gesunder Menschenverstand eine Rolle spielen, könntest Du damit sogar durchkommen.
Falls die Übertragungsqualität dann anschließend nicht den dafür angefallenen Kosten entspricht ... völlig egal. Es wird, nachdem ein Heli, der eine Außenlast von einer knappen Tonne punktgenau abgesetzt hat, kein Publikum mehr da sein, das da zuhören könnte oder wollte. Alles, was leichter ist als ein Pflasterstein, wird durch die Gegend gewirbelt. Steht da auch eine PA? Evtl. sogar geflogen? Unterm Heli reden wir von Orkanstärke, die das ganze Rig dann abkönnen muss. Wer verantwortet das?
Alles in allem: EIne ziemlich blöde Idee.
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Zitat von "TechnikRobin"
Außerdem hängt es mittig und man kann kein Stereobild entwickeln.
Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Lies mal diesen Thread durch:
http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=26&t=88615
Auch wenn darüber die Meinungen auseinandergehen: Ich persönlich halte den Nutzen einer Stereo-Beschallung (gerade in Situationen, wo einen die Rahmenbedingungen am Erzielen einer Ideallösung hindern, also fast immer) für maßlos überschätzt. Es hat sich halt im Lauf der Zeit so eingebürgert, dass man die Kisten links und rechts der Bühne hinstellt und das ganze wegen der maßstabsgerecht verzerrten Ähnlichkeit mit der heimischen Stereoanlage dann als Stereo-PA betreibt. Drum sind die Mischer auch immer pampig, wenn sie nicht im Sweet Spot sitzen dürfen. Solange man wegen der Hallenakustik noch damit zu kämpfen hat, den Chor überhaupt laut zu bekommen und sowas wie eine Mindest-Sprachverständlichkeit zu erreichen, ist jeder Gedanke an ein schönes Stereobild Zeitverschwendung.
Ich fordere eine gesetzliche Verpflichtung zur flächendeckenden Wiedereinführung der Centercluster! :twisted:
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Einmalig und für immer oder immer wieder? Falls nur einmalig, dann schau Dir mal an, wie die Klaviertransporteure arbeiten. Da gibt es ein Gerät namens "Pianoplan", mit dem Du sogar einen Flügel die Treppe hochbekommst. Dürfte halt nicht ganz billig in der Anschaffung (womöglich auch nicht in der Miete) sein, und ohne ausführliche Einweisung würde ich damit nicht arbeiten wollen.
Schau einfach mal hier rein: https://www.youtube.com/watch?v=zAI-kRyFG7k
Falls die Transporte öfter anstehen, würde ich über leichteres Equipment nachdenken, das ist unter Umständen für Kreuz und Geldbörse auf die Dauer billiger ...
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Wie endgültig und unabänderlich ist da die Ansage, dass nichts geschraubt/gedübelt/geklebt/gebohrt werden darf? Gerade *DIESE* Location wirbt ja auch dafür, ein idealer Ort für Hochzeiten, Galaveranstaltungen, hochklassige Events zu sein, und da sollte das Problem mit dem roten Teppich nicht zum ersten Mal auftauchen. Ein für allemal Schraubhülsen in die Treppenfugen gesetzt und die passenden Rohre zurechtgebogen, und alles ist für immer gut.
Das wird wohl Dein aktuelles Problem nicht lösen, aber man könnte ja evtl. dem Betreiber der Eremitage mal anbieten, es dauerhaft vom Tisch zu schaffen.
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Man soll zwar die kreativen Musenküsse der Regisseure nie anzweifeln, aber ...
Gibt es einen speziellen dramaturgischen Grund, warum das Ding da hängen muss und nicht stehen darf? Nur so aus rein persönlicher Neugier, natürlich.
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Interessant wäre noch gewesen, das ganze mehr oder weniger dezent mit Licht zu unterstützen. Ich wage nämlich zu behaupten, dass bei mehreren zur Auswahl stehenden Schallquellen diejenige tendenziell stärker wahrgenommen wird, die stärker "im Scheinwerferlicht" steht. Irgendwo muss ja die Bauernregel, dass man den, den man nicht mehr lauter machen kann, wenigstens heller machen soll, herkommen.
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Zitat von "Jeremy"
Ich starte zu diesem Thema heute ein Experiment mit einer Oldtime-Jazzband (dh. Dixiland und Swing, definitiv kein R'n'R) sowie einer Maui 11. Hintergrund des ganzen ist, dass die alten Herren das Zeug auch selber zu transportieren haben, dass die Bühnen klein sind, dass natürlich kein eigener Tonmensch vor Ort ist. Zum geplanten Setup:
In der ersten Reihe stehen 5 Bläser (darunter 3, die auch mal singen), das bedeutet 5 offene Mikros + 1 Clip an der Posaune. in der zweiten Reihe steht links Gitarre/Banjo/Gesang, mittig das Schlagzeug und rechts Bass/Gesang. Das Ganze würde, wenn der Gesang nicht wäre, auch unplugged recht gut funktionieren und muss, zumindest in geschlossenen Räumen vor 100-300 Personen, auch nicht erheblich lauter werden. Das Schlagzeug wird nur in den seltensten Fällen mikrofoniert, und dann auch nur die Minimalversion mit Grenzfläche in die BD und ein Overhead.
[...]
Ich werde berichten.Zwischenergebnis (aus Sicht der alten Herren sogar Endergebnis): Das funktioniert recht gut, vor allem, wenn man das Gesamtbudget von rd. 1.000 EUR für Pult und "PA" im Auge behält. Deshalb stehen momentan die verfügbaren Mikrofone nicht zur Debatte, die sind "halt schon da" und erfüllen ihren Zweck. Das ganze nochmal im Detail:
Vorne von links nach rechts:
Posaune mit AKG C418 (gibt sicher schöneres, aber s.o.), Gesang in AKG D5
Trompete in AKG D5
Trompete und(!) Gesang in AKG D5
Klarinette/Altsax/Gesang in EV BK1
Klarinette in EV BK1Hinten von links nach rechts:
Banjo (AKG Perception 170) / Gitarre (E906) / Gesang (OM3)
Schlagzeug (unplugged)
Bass (DI) / Gesang (OM3)Die zusätzlich vorhandenen SM57/58 blieben im Koffer.
Die Säule wurde hinten zwischen Gitarre und Schlagzeug aufgestellt. Die komplette erste Reihe war somit mitten im Wurfbereich und konnte sich problemlos hören. Ab einer normalen Publikumsentfernung (5m+) war die Beschallung eigentlich nicht mehr als solche wahrzunehmen. Jedes Instrument konnte dort verortet werden, wo es tatsächlich stand (weil ja der akustische Ton der Bläser einen beträchtlichen Anteil des Gesamtklanges bildete). Insgesamt gesehen stellt das sicher noch nicht die Ideallösung für die beste aller denkbaren Welten dar, aber für eine selbstmischende, nicht unbedingt technikhörige Formation mit gemäßigter Lautstärke ist das durchaus ein Gesamtpaket, welches insbesondere beim Verhältnis von zu betreibendem logistischem Aufwand und dadurch erzieltem Ertrag kaum zu schlagen ist. Die optische Unauffälligkeit/Unaufdringlichkeit spielt bei der Zielgruppe sicher auch eine positive Rolle.
Wie gesagt: Rein beschallungstechnisch geht's sicher besser, das ist mir völlig klar. Aber wohl nicht um diesen Preis.
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Ich starte zu diesem Thema heute ein Experiment mit einer Oldtime-Jazzband (dh. Dixiland und Swing, definitiv kein R'n'R) sowie einer Maui 11. Hintergrund des ganzen ist, dass die alten Herren das Zeug auch selber zu transportieren haben, dass die Bühnen klein sind, dass natürlich kein eigener Tonmensch vor Ort ist. Zum geplanten Setup:
In der ersten Reihe stehen 5 Bläser (darunter 3, die auch mal singen), das bedeutet 5 offene Mikros + 1 Clip an der Posaune. in der zweiten Reihe steht links Gitarre/Banjo/Gesang, mittig das Schlagzeug und rechts Bass/Gesang. Das Ganze würde, wenn der Gesang nicht wäre, auch unplugged recht gut funktionieren und muss, zumindest in geschlossenen Räumen vor 100-300 Personen, auch nicht erheblich lauter werden. Das Schlagzeug wird nur in den seltensten Fällen mikrofoniert, und dann auch nur die Minimalversion mit Grenzfläche in die BD und ein Overhead.
Der Plan ist nun, die Maui hinten zwischen Schlagzeug und Gitarre zu plazieren, von wo aus auch gleich das Monitoring für die Sänger erschlagen wäre. Sollte man mal im Freien erheblich mehr Power brauchen, wäre ja immer noch das größere Besteck vorhanden, aber das muss halt dann auch geschleppt werden. Das Budget ist, wie immer, extrem begrenzt, aber dafür sind ja Mikros, Stative und Verkabelung schon vorhanden.
Stereo? Wozu denn. Im Prinzip kommt da sowieso hauptsächlich der Originalklang von der Bühne, ergänzt im ein wenig Nachhilfe von hinten. Da die ein klein wenig später vorne ankommt, sollte dank Herrn Haas auch die räumliche Ortung der Instrumente kein Problem darstellen.
Das einzige, was mir noch ein bisschen Sorgen bereitet, ist die Frage, ob der Ausgleich zwischen Monitoring von hinten und "PA" nach vorne wirklich so klappt, wie ich mir das vorstelle, und ob die alten Herren damit klarkommen. Die Transport-Erleichterung wäre erheblich (statt Powermischer, 2 Bass/Topteil-Stacks, 2-4 Monitore und entsprechender Verkabelung nur noch ein kleiner Sub, ein Stängelchen und ein kleiner leichter Mischer).
Ich werde berichten.
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Es ist doch das gleiche wie mit der Sterneküche und dem Fastfood: Natürlich sieht sich jeder, der das Beschallungsgeschäft einigermaßen ambitioniert betreibt, als den Sternekoch, der mit dem neuesten Geschirr, der Hitech-Küche und erlesenen Zutaten täglich exquisite mehrgängige Menüs zubereitet und dafür die Huldigungen der andächtig kauenden Kundschaft entgegennimmt. In der Realität wird mit Fastfood und dessen franchise-freien Abarten "gutbürgerlich", "italienisch", "griechisch" und "asiatisch" erheblich mehr Geld umgesetzt. Solange das Publikum nicht bereit ist, den Veranstalter dafür zu bezahlen, dass der die Technik dafür bezahlt, dass die eine Sterneleistung abliefern kann, wird sich daran auch nichts ändern.
Oder, um einen anderen Vergleich heranzuziehen:
Zitat von "Terry Pratchett in 'The Fifth Elephant'"“He'd noticed that sex bore some resemblance to cookery: it fascinated people, they sometimes bought books full of complicated recipes and interesting pictures, and sometimes when they were really hungry they created vast banquets in their imagination - but at the end of the day they'd settle quite happily for egg and chips. If it was well done and maybe had a slice of tomato.”
Der Zeltfestveranstalter verkauft keine Musik, der verkauft die Befriedigung von Stimmungserwartungen. Und wenn er die am günstigsten sprich am gewinnträchtigsten mit Bier erfüllt, dann hat Technik und Musik den selben Stellenwert wie das offizielle Programm auf Tagungen: Es soll einzig und allein den Besuchern einen Grund geben, sich möglichst zahlreich am gemeinsamen Trog einzufinden, und es soll sie dort so lange festhalten, bis der Alkoholpegel die Führung an der Entertainmentfront übernimmt. Danach ist es völlig egal, wer da was in welcher Qualität von sich gibt, solange das Bier schmeckt. -
Im angesprochenen musikalischen Kontext (Soul, Funk) vermute ich die Congas mal eher als schmückendes Beiwerk, dem eine gewisse tieffrequente Beschneidung nicht entscheidend schaden wird. Es stimmt schon, dass aus den ganzen Ethno-Trommeln immens tiefe Töne rauskommen können (Djembe oder Udu sind da noch extremer), bloß ist das normalerweise nicht mit hohen Lautstärkeanforderungen verknüpft. Ich mag mich täuschen, weil ich die genauen Umstände nicht kenne. Sollte sich das Gesamtgefüge aber z.B. in Richtung Tower of Power oder etwas vergleichbarem hinbewegen, dann wäre der Sache eher damit gedient, die Congas in das Korsett von Lowcut und Kompression zu zwängen, da die kleinen aber feinen Details in der Hitze des Gefechts sowieso untergehen. Etwas anderes wäre es, wenn die Musik eher in den Buena Vista Social Club passen würde. Da sollte man diese Details schon schützen und bewahren, da wäre schade drum.
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Zitat von "andi.bt"
An dem Rednerpult wäre manchmal für das gelaber sogar ein abgerocktes SM57 zu schade

[completely off-Topic]
Gestern gab's im Fernsehen irgendeine Reportage über die Macht der Päpste, wo unter anderem geschildert wurde, wie man erstmals die Kardinäle eingesperrt und bei Wasser und Brot gehalten hat, bis sie sich auf einen Papst geeinigt hatten ... und unten lief die Tickerzeile, dass die Koalitionsverhandlungen dem Ende zugingen ... da kam mir die verführerische Vorstellung in den Sinn, man hätte die gesamte Brut irgendwo eingesperrt, keiner könnte nach draußen, um die undichte Sprechblase zu entleeren, niemand könnte sich in den Medien profilieren, und zwar so lange, bis der weiße Rauch aufsteigt und jemand vom Balkon des Kanzleramtes verkündigt "Habemus Coalitionem Magnam!" ... wobei das wohl "Habemus Mamam!" heißen müsste.Bis das erledigt wäre, würde Deutschland nicht regiert. Wie gesagt, eine verführerische Vorstellung.
[Back to topic]
Auf der Benediktionsloggia der Peterskirche steckt, wenn ich's richtig gesehen habe, ein ganz schlichtes und bescheidenes SM58 auf dem Schwanenhals. Nix Rode, nix Neumann, nix Schoeps. Na gut, es wird halt auch nicht all zu oft verwendet, und Rock'n'Roll-Betrieb ist das dann auch nicht. -
Wenn es im Nachhinein zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommt, dürften so ziemlich keine Sicherheitsunterweisung auf der ganzen Welt den Nachstellungen eines gewieften Winkeladvokaten gewachsen sein, leider ... :roll:
Andererseits ... bei dem Ausmaß an Selbstzerstörungstrieb, das sich in einem ungesicherten Sprung vom Rigg mitten ins Publikum entlädt, dürften eine ganze Menge übliche und auch unübliche Sicherungsmaßnahmen ins leere laufen. Wer blöd genug ist, vom Rigg zu springen, der klettert auch über das vorschriftsmäßige Geländer und hält mit der großen Zehe den Steckdosendeckel auf, um einen Lichtbogen reinzupinkeln.
Sollte das ganze allerdings geplant und beabsichtigt gewesen sein (die bereitgehängte Leiter spricht eher dafür als dagegen), dann fällt das ganze wohl unter artistische Darbietung, d.h. der Artist ist (vereinfacht gesagt) ganz allein für sich selber und den ordnungsgemäßen Aufbau verantwortlich. Zu diesem Aufbau gehört ab einer gewissen Höhe bei Flugdarbietungen ein Fangnetz.

Trotzdem ertappe ich mich bei dem bösen Anflug eines gewissen Bedauerns, dass Charles Darwin es offensichtlich verabsäumt hat, Sir Isaac Newton's Steil(sic!)vorlage einer finalen evolutionären Lösung zuzuführen.
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Zitat von "dasich"
Tosca 4ter Akt.
Sollte mir das Sorgen machen, dass Tosca nur drei Akte hat?
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Zitat von "wora"
...mir hat mal ein musiker zwei PAR56 lampen auf meine USV am pult gesteckt, ohne mir davon was zu sagen. ...
Na ja, Pultsteckdosen unbewacht in einem für Musiker zugänglichen Bereich rumliegen zu lassen, ist aber auch ein böses Eigentor ... :wink:
Ich denke, dass bei der ganzen Pro/Contra-USV-Diskussion bisher ein wenig zu kurz kommt, dass es mit dem stumpfen Dazwischenhängen einer USV einfach nicht getan ist. Da gehört noch einiges an Planung/Organistion/Logistik dazu, damit die Stromversorgung wirklich unterbrechungsfrei läuft. Sich der Illusion hinzugeben, dass mit einer einmal installierten und ab da für immer vergessenen "USV" alles gut wird, ist mehr als blauäugig.
Allerdings finde ich es recht bedauerlich, dass diese Diskussion überhaupt notwendig ist. Dass man die Stromversorgung eines Rechenknechtes (und was grundlegend anderes ist ja ein Digitalpult wirklich nicht) über viele Minuten bis hin zu Stunden auch ohne Dosenstrom sicherstellen kann, beweisen die Laptophersteller seit vielen Jahren. Und wenn man sich ansieht, was so ein Laptop heutzutag noch kostet, dann sollte es doch eigentlich kein unlösbares kalkulatorisches Problem darstellen, einen entsprechenden Akku samt der erforderlichen Lade-/Ruhezustandselektronik in ein Pult mit einzubauen. In diesem Zusammenhang fand ich den oben genannten Artikel über die Servertechnik bei Google recht interessant ... die machen eigentlich auch nichts anderes.
Aber so ... USV am Pultplatz ist wohl ein klassisches Beispiel für einen "Workaround". Da werden die Folgen eines Problems behandelt, anstatt das Problem selber zu beseitigen.
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Zitat von "Stoki1"
Auf was ich noch gestossen bin: http://shop.24music.ch/pa-technik/lau…sprecher-system
Keine Ahnung ob das was taugt, rein technisch mit 2 x 10" Bass und 12 x 3.5" recht gut bestückt..Dir ist aber aufgefallen, dass das (im Gegensatz zu den meisten anderen Systemen hier) eine passive Angelegenheit ist, dh. Amp + Processing käme auch noch dazu ...
Allerdings bin ich ein absoluter Fan der Bassamps von Phil Jones. Nicht unbedingt die gnadenlosen Kraftpakete, die jede Bühne einfach plattmachen, dafür aber jederzeit sehr artikuliert und somit durchsetzungsfähig. Der Mann weiß definitiv, was er tut.
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