Zitat von "Kracky"Wie schon weiter oben erwähnt wurde, es ist immernoch keine Zeltaufteilung bekannt. 600 PAX sind ja jetzt mal keine so große Hausnummer und wenn es darum geht Zuschauer in den Rängen eines Zirkuszelts zu beschallen denke ich ein LA ist sogar das ungeeignetste Mittel. Ich sehe da einen Donut der fast oder sogar ganze 360° beschallt werden soll.
Wenn du unter "ein LA" zwei Bananen für das ganze Zelt verstehst muß ich dir recht geben. Mein Vorschlag bezog sich ja auch auf 4 relativ kurze Hangs rund um die Manege.
ZitatDer Gewählte Ansatz ist doch schonmal garnicht schlecht nur viel zu grob, ich sehe da ehr zwei geclusterte, enger abstrahlende Tops je Mast mit einer entsprechenden Untestützung im Bassbereich am Boden. Schöner wäre sogar wenn man nicht an die Masten als Träger gebunden wäre und die Aufteilung der von mir vorgeschlagenen 8 Topteile schön verteilt machen könnnte, hier würde mir z.b. eine geflogene oder auf Stempel gestellte Kreistraversenkonstruktion vorschweben so das der Abstand zum Publikum sehr konstant ist.
Du wirst in einem nur 10m hohen Viermast-Chapiteau mit solchen Konstruktionen a) bereits einem Teil der Zuschauer die Sicht verdecken und b) keine Möglichkeit zum Hängen haben. Stempel sind auch problematisch - auf die Ränge stellen geht nicht, Löcher sägen oder Bodenplatten weglassen um bis zum Boden zu kommen sieht wiederum die Bauaufsicht überhaupt nicht gern.
ZitatDazu muß klar sein wie hoch die Ränge sind, wieviele Grad des Donuts den nun wirklich beschallt werden müssen usw., es sollte jetzt wirklich beschallungstechnisch kein Kunstwerk sein sowas zu beschallen, die Zirkuse bringen das ja nun schon seit Jahren hin.
Mal mehr, mal weniger...
Man muß auch eine ganz klare Grenze ziehen zwischen "herkömmlichen" Zirkusvorstellungen die heute meist nur noch mit Playback laufen und den in den letzten Jahren recht erfolgreichen "Winterzeltspektakeln", bei denen allein schon von Eintrittspreis und Klientel her technisch ein höherer Standard vorausgesetzt wird. Von so einer Veranstaltung reden wir hier doch eher, oder?
ZitatAber ganz klar gesagt, ohne eine Kreisrunde Abdeckung sehe ich keine Chance ein wirklich befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Grundvorraussetzung bei mir also 8x eng absrahlendes (60°) Topteile, 8x einzelene 15" bzw. 18" Bässe und die Möglichkeit diese Kreisrund vor den Rängen in entsprechender Höhe anzuordnen. Um so kleiner der Durchmesser und um so größer der Abstand zu den Rängen um so leitungsstärker muß mein Topteil ausfallen. Habe gerade gesehen das sowas ähnliches ja schon einen Beitrag vorher erwähnt wurde. Ich spare mir eben diesen Fill wenn ich wirklich kreisrund anordnen kann.
Es hat ja keiner behauptet daß man so etwas nicht als klassische Zonenbeschallung realisieren kann. Blöderweise haben aber gerade Zirkuszelte keinerlei nutzbare Hängepunkte über dem Publikum, also muß alles an die Masten. Und gerade da (gleichmäßige Ausleuchtung aus einer gewissen Distanz, aber mit sehr großem horizontalem Abstrahlwinkel) haben Linienstrahler mit variabler Geometrie (ha! ich hab das böse Wort nicht gesagt...
) mMn große Vorteile. Unter anderem den daß man die Pegelverteilung in der Vertikalen deutlich einfacher an die zu beschallende Fläche anpassen kann als bei konventionellen Systemen.
Zitat von "AMLB"Wir haben 3x ein Zirkuszelt mit 450 Gästen beschallt. Allerdings war die Sprachverständlichkeit erstrangig, danach kam die Musik einer Jazzband mit Sängerin.
Wir setzten 8 x HK VT 112 (300 Watt) an den vier Masten (also 2 pro Mast) ein. Dazu jeweils einen HK LP 118 Subwoofer (500 Watt)(unten am Mast). Angetrieben wurden die Lautsprecher von 2 x Zeck PT5 (2 x 540/4) (Tops) und 1 x Zeck PT9 (2 x 920/4) (Subs), getrennt über den AC 22 Analogcontroller. Auf Verzögerung/Delay wurde verzichtet, da das Zelt auf 270° beschallt wurde. Auf die Subs setzten wir jeweils zwei VT 108 Nearfillboxen (200 Watt), angesteuert von einer Zeck PT5 (2 x 540/4), verzögert über einen Behringer Ultracurve.
600 Leute und "tlw. auch rockig" sind aber schon eine deutlich andere Hausnummer...