Passiv: Tannoy System 800. Als Amp dazu Samson Servo 260. Vom Klang her etwas gewöhnungsbedürftig (Koaxialsystem mit Hochtonhorn), aber wenn man sich mal drauf eingehört hat sehr gute Sprachverständlichkeit, gute Raumabbildung und sehr detailreich auch auf etwas größere Entfernung (2-3 m, d.h. nicht mehr ganz Nahfeld). Ab und zu gibts auf ebay auch noch die großen Vorbilder dieser Serie, die Urei 809. Wenn die irgendwo in deiner Nähe auftauchen (d.h. da wo du sie probehören kannst) mit das beste was du für unter 1000 € pro Paar kriegen kannst. Ob man sich heutzutage noch ein Paar NS 10 ins Studio schrauben sollte? Geschmackssache - meiner Meinung nach nicht, auf meiner Tannoy System 800 höre ich auch alles wichtige. Ich mache im Studio aber fast nur Sprachgeschichten und gelegentlich einen Live-Mitschnitt oder Akustiksets, wer komplette Pop-Alben mischt hat sicher andere Anforderungen. Beim Recording wirds ohne eine große Quested, Urei oder JBL ohnehin schwierig, Bass oder Schlagzeug richtig zu beurteilen, aber davon bist du wohl finanziell noch weit entfernt.
Aktiv: Da wirds schwierig. Die Tannoy Reveal aktiv ist noch einwandfrei in deinem Budget, spielt aber eine ganze Klasse unter den o.g. kleinen Passiv-Systemen. Genelec ist in diesem Preissegment nur mit ganz kleinen Systemen (1029) vertreten und klingt außerdem zu schönfärbend ("Badewanne"). Dann lieber ein Paar gebrauchte K&H O 96, die aber unbedingt probegehört werden müssen - die Produktion wurde vor über 15 Jahren eingestellt und es ist inzwischen viel Schrott auf dem Markt.
Was übrigens zu jeder Abhöranlage dazugehört ist das Paar "worst case"-Lautsprecher. Also gleich Mami die Plastikgurken von ihrer Aldi-Kompaktanlage klauen und durch ein Paar Control 1ersetzen, dann sind beide Seiten zufrieden....