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Beiträge von niggles

  • Soundcraft Ui12 vs. Allen&Heath Qu-SB

    • niggles
    • 1. April 2018 um 12:16
    Zitat von krzysztof schwierz

    Bei den analogen derzeit die höchste Serie bei Mackie - besser als die Budget-ZED-Serie bei A&H??

    definitiv nein. Ein A&H ZED 420 ist erheblich besser verarbeitet und auch praxisgerechter für den Livebetrieb als ein Mackie 1604. 60mm Fader sind einfach nicht mehr zeitgemäss, und bei den wackeligen Skelettknöpfen von Mackie frag ich mich immer wann der Erste zerbröselt. Als Keyboardsubmischer oder für Alleinunterhalter haben die Mackie-Teile ihre Berechtigung, mischen möchte ich da drauf aber nicht.

  • EIngangspegel für InEar Monitoring Funkstrecken

    • niggles
    • 1. April 2018 um 11:41

    - viele Musiker mit eigenem IEM haben einen Limiter im System aktiviert, wissen aber entweder nix davon oder trauen sich nicht ihn zu deaktivieren weil sie Angst vor planlosen Technikern haben die keinen Limiter im Pultausgang (unbedingt notwendig!) setzen. Dementsprechend ist der Dynamikumfang der Strecke nach oben kastriert.

    - Mit Standard-Ohrstöpseln oder gar nur einem haben Sänger ohne brachiale Pegel am Beltpack auf einer lauten Bühne zumeist keine Chance sich ordentlich zu hören. Das schränkt die Dynamik noch weiter ein. Also runter mit der Bühnenlautstärke und angepasste Hörer her.

    - Die notwendige Lautstärke bei IEM sinkt drastisch wenn man den IEM-Mix konsequent in Stereo fährt und ggf. zusätzliche Atmo rein mischt. Stichwort Cocktailparty-Effekt...

  • Soundcraft Ui12 vs. Allen&Heath Qu-SB

    • niggles
    • 30. März 2018 um 10:45

    Die Gehäusebauform zeigt ziemlich eindeutig dass das eigentlich ein Behringer-Pult ist. Wenn da noch der eine oder andere Schaltungskniff von Midas rein genommen wurde um die Kisten rauschärmer und die EQs berechenbarer zu machen ist auch nix dagegen zu sagen. Was sich aber mit Sicherheit nicht geändert hat ist die Mechanik auf dem Niveau von günstigen HiFi-Komponenten. Das ist zu dem Preis einfach nicht anders machbar.

  • wie gehen die Hallen mit zu hohen Pegeln um?

    • niggles
    • 28. März 2018 um 22:18

    Nee, so gross ist die Hütte dann doch nicht... Roadshows gibt's gelegentlich, und einen Clubbing-Veranstalter der immer eigenes Holz dabei hat. Die Kollegen wissen aber was sie tun und halten die DIN 15905-5 von sich aus ein, mit eigenem Messsystem.

    Ich denke hier sollten wir dann mal einen Strich ziehen:

    Einerseits die 500er bis 2000er Clubs mit mehr oder weniger Vollausstattung in denen schon aus organisatorischen Gründen selten jemand auf den Trichter kommt unbedingt eine eigene PA hängen zu müssen. Das geht schon wegen Behördenauflagen kaum mehr ohne Haus-PA mit Limiter.

    Andererseits die leeren Theater, Stadt- und Sporthallen. Da finden gerade in der Provinz oft nur "gelegentlich" verstärkte Konzerte statt. Damit hat der Publikums- und Mitarbeiterschutz nicht den "Aufregungswert" wie in einem Club der 5 Tage die Woche laut macht...

  • wie gehen die Hallen mit zu hohen Pegeln um?

    • niggles
    • 28. März 2018 um 17:22

    Demnächst bei uns: Anständige, verpflichtend zu nutzende Haus-PA mit Dateq SPL-5. Anders hast du gegenüber Behörden kaum eine Chance. Die wollen nicht über Sinn und Unsinn von Messverfahren diskutieren sondern die Anzahl der Lärmbeschwerden technisch auf ein Minimum begrenzt sehen.

  • Was gibt es bei LKW's als Bühne zu beachten

    • niggles
    • 28. März 2018 um 09:54
    Zitat von JHicks

    Macht es Sinn, das Mischpult auf der Ladeboardwand aufzubauen?

    Nein. Erstens ist es nicht erlaubt (keine Absturzsicherung, Gefahr durch Anstossen), zweitens kann dir der ganze Kram schnell mal ins Rutschen kommen wenn der Lkw durch Gewichtsverlagerung (z.B. Band geht von der Bühne) hinten etwas in die Knie geht und drittens muss bei modernen Lkw mit aktiv stabilisierter Luftfederung die LBW zur Abstützung auf den Boden. Sonst schwankt der ganze Karren schon bei leichtem Wind wie ein Schiff auf hoher See, das trägt in der Regel nicht zur Performance der Band bei...

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 27. März 2018 um 17:22
    Zitat von Hanseat

    Irritiert bin ich von der Belastbarkeit des 126er - und etwas ratlos, weil zwischen 40kg max. Belastbarkeit (auf der kleinsten Höhe) und angeblich nur 3kg bei voller Höhe eine Menge Spielraum liegt. Da wüsste ich gern schon detaillierter, bis zu welcher Höhe ich etwa eine Dimmerbar mit 4x PAR64 (überschlägig ca. 12kg) hochfahren darf - leider habe ich kein entsprechendes Datenblatt mit Angaben zu den Zwischenlängen und deren Belastbarkeiten gefunden. Für diese Anwendung werde ich dann wohl gegebenenfalls nach einer geeignetereren Lösung schauen müssen.

    Das ist ganz einfach zu erklären: 40kg zentrisch geht nur ganz unten. Die Filmfritzen brauchen das oft auch genau so und freuen sich dass sie keinen wackeligen C-Stand und kein schweres 087 benutzen müssen um mal eben zwei 4kW Daylights aufzustellen.

    Bei voller Höhe ist das Verhältnis zwischen Hebelarm, Standfläche und Gewicht des Stativs so ungünstig dass die mögliche Last drastisch sinkt. Eine 4er Dimmerbar würde ich da gar nicht mehr drauf packen; sobald du auf eine sinnvolle Höhe von etwa 3m kommst ist das bei weitem nicht mehr kippsicher. Für diese Anwendung gibt es andere Stative mit grösseren Fusskreisen, stärkeren Rohren und mehr Eigengewicht.

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 27. März 2018 um 08:40
    Zitat von Hanseat

    Ja und nein. Ich habe schon auf Profi-Bühnen mit feinstem Profi-Equipment sowas von desinteressiertes Personal erlebt, das alles "irgendwie laut" gemacht hat - darauf kann ich gern verzichten.

    Mit meinem Hintergrund (der neben Live- auch Studioerfahrung und professionelle Tätigkeit im Masteringbereich beinhaltet) und als jemand, der eben auch die Ensembles, deren Stücke etc. sehr gut kennt, macht das so durchaus mehr Sinn, als das jemand Externem anzuvertrauen.

    Und wie gesagt, unsere Technik mag nicht dem täglichen Road-Betrieb standhalten - aber "Amateurtechnik-Schätzchen" (im abwertenden "Billig ist besser") haben wir schlicht nicht.

    Es hindert dich ja keiner dran selbst zu mischen, ein professioneller Dienstleister hat kein Problem damit dir einfach 2 XLR-Leitungen hinten neben die Bühne zu legen und zu sagen: "Hier ist deine PA." Die Planung des Aufbaus solltest du aber denen überlassen die wissen wie´s sicher geht.

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 27. März 2018 um 08:35
    Zitat von Hanseat

    EDIT: Nun bin ich aber erstaunt über die Differenz zwischen den beiden Manfrottos:

    • Das 007BSU ist bei Thomann mit einer maximalen Belastung von 20kg angegeben - soll aber immerhin noch 6,7kg bei maximalem Auszug auf 325cm tragen (Bei Manfrotto selbst sind beide Werte identisch angegeben - das macht meinem Verständnis nach wenig Sinn).
    • Das als "heavy duty" verkaufte 126BSU soll zwar eine maximale Last von 40kg verkraften, bei maximalem Auszug auf 333cm dann aber nur noch ganze 3kg!!
      Das klingt gar nicht gut (auch wenn ich grundsätzlich nie die maximale Höhe nutze). Aber irgendwas kann da wohl nicht stimmen, da das 126er gegenüber dem 007er größere Rohrdurchmesser und einen größeren Standkreis hat. Da muss ich mal nachhaken - wenn das kein Druckfehler ist, dann müssen wir evtl. was anderes für den Zweck anschaffen.
    • Manuals habe ich zu den Stativen gar keine gefunden - und somit auch keinen Hinweis auf die Belastungsgrenzen bei Zwischenlängen (das wäre ja wichtig zu wissen). Vielleicht hat jemand einen Tipp wo ich das finden kann?

    Die Werte sind schon korrekt. Das sind eigentlich Leichtstative für den Filmeinsatz, da hat der Hersteller nie vorgesehen schwere Lautsprecher drauf zu bauen. Bei 3,30m Auszug sind die beide schlicht viel zu leicht um noch mehr als eine Styrogabel + Platte zu tragen. Das 007 ist in der Praxis VT-untauglich. Die dünnen Rohre sind im ernsthaften Einsatz nach einem Jahr so verdellt und verbogen dass du es wegwerfen kannst.

    Das 0126 geht indoor für einzelne Scheinwerfer oder leichte (<15 kg) Lautsprecher die halt gerade noch etwas höher müssen als die 2,20m die mit einem K&M 213 gehen. Für alles andere bitte die nächst grössere Serie verwenden (NW083/087).

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 26. März 2018 um 13:16
    Zitat von rubicon

    Die Rollen gehören getauscht auf Spindeln und Ballast ist nicht so sehr ein Problem.

    Bei uns funktioniert es seit 25 Jahren.....

    ...was weder irgendetwas mit der Zulässigkeit noch der tatsächlichen Belastbarkeit des Materials zu tun haben muss. Wenn´s dumm läuft kommt im 26. Jahr eine kräftige Windböe aus einer anderen Richtung als sonst und das tolle Rollgerüst klappt zusammen oder kippt um. Frag mal einen Gerüstbauer was der dir alles hin zimmern muss um einen freistehenden, 4m hohen Turm auch nur bis Windstärke 8 standsicher zu halten.

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 26. März 2018 um 13:04
    Zitat von Hanseat

    Mal angenommen, jemand wäre nach der „Szenenfläche (Bühne)“ gefragt worden und hätte gedanklich auch die Fläche aus der Erinnerung abgeschätzt. Wenn er dabei auf ein Ergebnis größer als 50m² gekommen wäre... (Oh Schreck, oh Schreck – die Finger weg!)

    Wenn sich nun aber vor Ort beim Nachmessen herausstellt, dass die Spielfläche ca. 45m² groß ist (Breite der Bühne 7,5m, Tiefe der Hauptbühne hinter der Bühnenöffnung 4m und Hinterbühne doch nur knapp 2m), ja dann wäre natürlich alles GANZ anders…

    …die VStättVO würde zwar weiterhin gelten (mehr als 200 Besucher), aber – oh Wunder – nun scheint weder einen Meister der Veranstaltungstechnik noch eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik erforderlich zu sein! Jaja - bei ein paar Quadratmetern weniger setzt der Gesetzgeber eben darauf, dass auch der gesunde Menschenverstand … (ach, lassen wir das).

    Das Spielchen sich mit "199 Sitzplätze, 49m2 Bühne, 4,99m Bühnendachhöhe..." bei Veranstaltungen um die Anwesenheit oder gar Anstellung von teurem Fachpersonal zu drücken ist bei Städten und Kommunen sehr beliebt. Lass dich da nicht mit rein ziehen - ihr betreibt keine permanent genutzte Bühne sondern führt nur Einzelveranstaltungen durch die dann eben ggf. im Einzelfall die Kosten für den Tagessatz der nötigen Fachkraft oder des nötigen Meisters wieder einspielen müssen.

    Ich empfehle dir hier einen Schnitt zu machen zwischen Veranstaltungen in eurer Schule und "draussen".

    Was ihr in eurer Schule macht lässt sich in diesem Rahmen mit Verständnis der grundlegenden Vorschriften (Stichwort Kabelverlegung quer zu Türen und Notausgängen...) und Lesen und Verstehen der Bedienungsanleitungen der Geräte durchaus erledigen. Eine Gefährdungsbeurteilung sollte allerdings zumindest einmal gemacht werden, der Aufbau der Technik wird sich ja nicht ständig ändern. Wenn mal was passiert (muss ja nicht gerade ein schwerer Unfall sein, eine Platzwunde oder ein verknackster Knöchel sind für manche Eltern schon Weltuntergang genug) bist du mit diesem Dokument gegenüber der DGUV zumindest nicht mehr automatisch der ahnungslose Lehrer der in völliger Verkennung der Gefahrenlage fahrlässig Leib und Leben seiner Schützlinge aufs Spiel setzte. "Wer schreibt der bleibt" gilt (leider) auch hier.

    Der andere in diesem Zusammenhang wichtige Papierkram sind die Wiederholungsprüfungen für Elektrogeräte. Sorg dafür dass alles was netzbetrieben ist mit auf die Liste kommt wenn wie üblich alle 2 Jahre in den Sommerferien der Elektriker mit dem Prüfgerät durch das Schulhaus rollert. Du musst dich als Laienanwender ständig vergewissern können dass alle Geräte gültige Prüfungen haben um Gefahren durch versteckte Mängel zu minimieren.

    "Draussen" empfehle ich dir von allem was über ein paar Lautsprecher auf nicht zu hohen Stativen hinausgeht die Finger zu lassen und mit einer Fachfirma zusammenzuarbeiten. Windlasten, Gefahr von Blitzeinschlägen, elektrische Sicherheit auch und vor allem bei Regen, Aufbau konform zum Sicherheitskonzept des Veranstalters (Flucht- und Rettungswege etc.) - das sind Sachen die du als Laie der das ein Mal im Jahr macht nicht mehr auf den Schirm bekommst. Oft ist es auch effizienter und für alle Beteiligten wesentlich stressfreier wenn man sich als Veranstalter auf die Inhalte konzentriert und das Bühne bauen, Regen abhalten, laut und hell machen den Profis überlässt anstatt zu versuchen aus einem Sammelsurium an Amateurtechnik-Schätzchen eine funktionierende PA und Lichtanlage zu basteln.

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 24. März 2018 um 11:51

    Rollgerüst lassen wir hier bitte mal bleiben - die Dinger haben keine Zulassung für den Betrieb bei nennenswerten Windstärken.

    Was geht ist Layher Standgerüstbau mit Spindelfüssen. Das muss aber noch ballastiert werden. Dann muss noch der Ausleger mit Flaschenzug zum hochheben der PA ran (Alternative: Lkw-Ladekran bzw. Stapler) und wir sind bei einem personellen und Materialaufwand der sich für ein Stadtfest schon lange nicht mehr rechnet.

    Die üblichen 4,99m-Bühnendächer und Trailerbühnen haben eigentlich immer rechts und links je einen 150-200kg-Punkt, entweder unter dem Bühnenportal oder an Auslegern. Das reicht für alles bis zur 6er-Banane der 2x8" oder 2x10"-Klasse.

    An dieser Stelle haben wir aber die Größenordnungen des Schultechnikverantwortlichen weit hinter uns gelassen....

    Wer mehr hängen will oder höher muss braucht entweder ein grösseres Dach/grösseren Trailer oder zwei Tiptower bzw. Genies mit Verspannungen oder Stützen. Wobei ich bei letzteren Konstruktionen immer etwas Bauchweh bezüglich seitlich angreifendem Wind in Verbindung mit schlecht möglicher Ballastierung habe.

  • Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

    • niggles
    • 24. März 2018 um 11:03
    Zitat von Hanseat

    Abschätzung Standfestigkeit / Windlast (basierend auf dieser Grundlage)

    Daten: (HK Audio 112FA mit Varytec Wind Up 85kg)

    · Gewicht Topteil: 23,9kg/ Nutzlast inkl. Kabel: 25kg

    · Windangriffsfläche Topteil: 0,28m²

    · Gewicht Stativ: 25kg

    · Höhe Stativ: 2,9m / Höhe gesamt mit Box 3,57m

    · Standradius: 1,6m

    · Horizontallast = 1/50 der vertikalen Nutzlast

    · Angenommene Stoßlast: 0,5kN in 1m Höhe

    Standmoment = (Gewicht der Gesamtkonstruktion inkl. Nutzlast) x (Seitenlänge Basement/2)

    = 0,5kN x (1,6m/2)

    = 0,4kN

    Kippmoment = (Nutzlast x Exzentrität) + (Horizontallast x Gesamthöhe) + (Stoßlast x Stoßhöhe)

    = (0,5kN x 0m) + (1/50 x 0,5kN x 3,57m) + (0,5kn x 1m)

    = 0kN + 0,0357kN +0,5kN

    = 0,5357kN

    Nachweis erfüllt für Standmoment > Kippmoment x1,3 (Sicherheitsfaktor)

    Standmoment 0,4kN > Kippmoment 0,52kN x 1,3

    0,4kN > 0,676kN

    Nachweis NICHT erfüllt!

    Notwendige Ballastierung: mind. 35kg

    Standmoment mit Ballast = (Gewicht der Gesamtkonstruktion inkl. Nutzlast und Ballast) x (Seitenlänge Basement/2)

    = 0,85kN x (1,6m/2)

    = 0,68kN

    Standmoment 0,68kN > Kippmoment 0,52 x 1,3 (Sicherheitsfaktor)

    = 0,68kN > 0,676kN

    => Nachweis knapp erfüllt

    Wind auf Nutzlast = 1,3 x Staudruck x Windangriffsfläche Nutzlast

    = 1,3 x 0,25kN/m² (bis Windstärke 8 x 0,28m²

    = 0,091kN

    Wind auf Stativ = 1,3 x Rohrradius x Staudruck

    = 1,3 x 0,05m x 0,25kN/m²

    = 0,016kN

    Kippmoment (im Betrieb bis Windstärke 8 = (Nutzlast x Exzentrität) + (Wind auf Nutzlast x Gesamthöhe) + (Wind auf Stativ x Gesamthöhe²/2)

    = (0,5kN x 0m) + (0,091kN x 3,57m) + (0,016kN x (3,57m²/2))

    = 0kN + 0,32kN + 0,1kN

    = 0,42kN

    Nachweis erfüllt für Standmoment > Kippmoment (mit Windlast) x1,2 (Sicherheitsfaktor)

    0,4kN > 0,42 x 1,2

    0,4kN > 0,504kN

    Nachweis NICHT erfüllt

    Mit Ballastierung 35kg

    Standmoment 0,68kN > Kippmoment (mit Windlast) 0,504kN

    Nachweis erfüllt

    Passt das soweit in etwa oder gibt es grundlegende Fehler?

    (Bliebe die Frage, ob und wie man die 35kg Ballast realisieren könnte...)

    Alles anzeigen

    Es gibt hier einen ganz grundlegenden Denkfehler: Das Stativ wird dieser Windlast selbst dann nicht standhalten wenn ihr es auf dem Asphalt mit Schwerlastankern anschraubt. Das Teil wird euch einfach abknicken, wenn nicht bei der ersten Stärke 8 - Böe dann spätestens bei den nächsten weil es zu schwingen beginnt und die dabei auftretenden Kräfte das hier berechnete dynamisch um ein mehrfaches übersteigen.

    In der Praxis gibt es (von Sonderkonstruktionen wie den ST25-Abspannsets von DSL abgesehen) keine für Freiluftveranstaltungen im Geltungsbereich der deutschen VStättVOen zugelassenen Kurbellifte mehr. Die ganzen schönen Zeichnungen mit Abspannleinen etc. auf den Stativen gelten nur für Filmsets und ähnliche Anwendungen ohne Publikum. Leichte (12-15kg) (Plastik-)boxen auf einem stabilen Kurbelstativ auf 2,50m Höhe kann man sich noch schönrechnen, das geht aber auch nur wenn sie sicher (Unterlegplatten!) auf festem Boden stehen und das Publikum durch eine Absperrung davon fern gehalten wird. Selbst dann versuche ich immer die Teile durch anratschen an festen Gegenständen (Poller, Strassenschild, Geländer) zusätzlich zu sichern.

    Die Heftigkeit von Stürmen und Sommergewittern hat statistisch in den letzten 10 Jahren erheblich zugenommen. Das ist bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung (verpflichtend, auch und gerade für Schulen!) zu berücksichtigen und führt zu folgenden möglichen Lösungen:

    - Kleinveranstaltung mit niedriger oder keiner Bühne unter freiem Himmel, Promotiontrailer etc: Lautsprecher auf NW087/BLS2700 o.Ä., max. 2,50 Höhe Mitte LSP, wenn möglich zusätzliche Sicherung an festen Gegenständen.

    - Veranstaltung mit Bühne unter freiem Himmel: gestackte und festgeratschte (!) PA auf der Bühne. Wenn es nicht genug Bässe gibt um die erforderliche Höhe zu erreichen muss man sich halt was anderes einfallen lassen. Ampracks im Gehäuse von Bässen, leere Cases mit Gummizwischenlage, kleine Podeste die auf der Bühne befestigt sind (geht super mit den Treppenbauteilen von Nivtec...). Was gar nicht geht sind Standard-Lautsprecherstative vorne auf der Bühnenkante. Wenn so ein voll ausgefahrenes K&M 213 auf einer 1m hohen Bühne mit einer 25 kg-Box drauf den Abflug macht weil der Wind es verschoben hat schlägt das Ding locker 4m *vor* der Bühne am Boden ein.

    - Veranstaltung mit Bühne mit mobilem Dach (Trailerbühne, Groundsupport): Da gibt es eigentlich immer Möglichkeiten zumindest kleine Lasten zu fliegen. Die Bühnenbauer haben´s halt nicht gern wenn Kunden ihnen den Mietumsatz kaputt machen indem sie eigene Technik aufgehängt haben wollen und versuchen sich dann auf Sicherheitsbedenken raus zu reden. Da muss man vorher zu einer Einigung kommen und ggf. auch mal auf den Einsatz der eigenen PA verzichten wenn der Bühnenbauer partout nur seinen eigenen Krempel im Dach haben will.

  • Gate für Micros in Kirche?

    • niggles
    • 19. März 2018 um 20:54

    ...muss es? Ich sehe jetzt von aussen nicht was das für ein Schwanenhalsmikro ist, aber ein sauber konstruiertes kleines Richtrohr a' la ME36 wäre da weit genug weg von lästigen Nebengeräuschen. Kleine Anekdote an dieser Stelle: Die Kirche in meiner Heimatstadt hat etwa alle 10 Jahre eine andere ELA. Derzeitiger Stand sind 6 Monacor-Zeilen, ein kleines Yamaha TF und diverse Schwanenhälse und Anstecker. Klanglicher Erfolg eher mässig - es rauscht hörbar, Nebengeräusche (flüstern vor dem Altar...) werden sinnlos hochgezogen und den Kompander der Funkstrecken hört man auch...

    Bis jetzt am besten war die Variante von vor ca. 25 Jahren: 6 JBL Control 1 (die Originale, nicht die Chinateile), ein betagter Einschubkassettenverstärker, zwei Sennheiser Richtrohre auf XLR-Schwanenhälsen an Kanzel und Altar und ein VHF-Mikroport aus der 1000er Serie von Sennheiser mit "Hummel" (MKE40). Gab halt leider irgendwann keine Ersatzteile mehr...

  • Nebelmaschine ohne Verdampfer?

    • niggles
    • 18. März 2018 um 16:00

    Grundsätzlich gibt´s im Nebelbetrieb selbst nicht wirklich Strom zu sparen - es muss nun mal eine gegebene Menge X an Nebelfluid pro Sekunde um 230K erhitzt werden. Wenn du den zugegebenermassen erheblichen Stromverbrauch im Standby senken willst kannst du a) eine hochwertige Profimaschine kaufen, da sind die Heizblöcke in der Regel deutlich besser isoliert oder b) die Maschine schlicht vom Netz trennen (ggf. per Fernsteuerung) und erst 5 Min. vor Gebrauch aktivieren.

  • Nebelmaschine ohne Verdampfer?

    • niggles
    • 18. März 2018 um 12:52

    Nebel geht in ausreichend grosser Menge nur durch Verdampfung, entweder Glykol oder CO2. Ultraschall- und Druckverneblung reicht maximal für Dunst (Haze).

  • Nebelmaschine ohne Verdampfer?

    • niggles
    • 17. März 2018 um 20:33

    Was willst du eigentlich genau - Haze oder Nebel? Das sind völlig unterschiedliche Anforderungen. Nebel muss schnell in grosser Menge auf Kommando erzeugt werden können, lokal blickdicht sein und sich in überschaubarer Zeit wieder verziehen. Haze (Dunst) muss sich möglichst gleichmässig verteilen, lange in der Luft halten und sehr kleine Tröpfchen bilden damit er selbst gegen dunkle Hintergründe fast unsichtbar ist, Lichtstrahlen aber sichtbar macht.

  • An alle aufstrebenden jungen Lichtmänner & Frauen

    • niggles
    • 13. März 2018 um 13:09
    Zitat von Grossmembran

    Dazu kommt noch, dass scheinbar jede Verleih-Bude mir ihrem gesamten Lagerbestand auf der Baustelle aufschlägt, egal was nachher abgerechnet wird. Dann hängen 16 MHs auf einem Stadtfest und der Knirps am Pult hat Freudentröpfchen in der Hose. Aber von Effizient oder "gut gelöste Aufgabenstellung" ist das weit weg.

    8 China-Lampen die sonst nur im Lager rum oxidieren würden und dank LED innerhalb der üblichen Nutzungsdauer keinen Leuchtmittelverschleiss haben kosten intern weniger als ein paar Tagessätze eines fähigen Lichtlers der´s mit der Hälfte der Wackler besser hin bekommen hätte. Solche Veranstaltungen auszustatten geht kaufmännisch korrekt schon lange nicht mehr. Früher TM stand da dann halt der Chef selber am Lichtpult :cursing:

  • Transport von Bühnenpodesten

    • niggles
    • 13. März 2018 um 11:10
    Zitat von MRspeaker

    Haha lol... In der Tat habe ich ernsthaft über ähnliches nachgedacht, also absenkbare Anhänger und ähnliches.... Aber brauchbares gibt es da nicht.

    Gibts schon, u.a. von Humbaur. Würde ich allerdings als VT-Bude die Finger von lassen. Die Teile haben konstruktionsbedingt so wenig Bodenfreiheit dass du an jeder asphaltierten Fahrbahnschwelle (Geschwindigkeitsbegrenzung) Angst haben musst aufzusetzen. Mit Gelände (Festwiese...) fangen wir hier besser gar nicht an.

  • An alle aufstrebenden jungen Lichtmänner & Frauen

    • niggles
    • 13. März 2018 um 10:59
    Zitat von Grossmembran

    Im Tonbereich gibt es aber eine ähnliche Entwicklung; da kommen an den Pulten Jungs/ Mädels daher die gerade erst aus der Pubertät kommen oder noch mitten drin sind. Das sind Virtuosen an den Pulten aber von den Basics keine Ahnung!

    Die gab´s aber schon immer. Mit durchaus wechselnden Ergebnissen. Die Kombination "Musikalisch talentierter, sozial pfiffiger Jungspund am Pult + gute, junge Band + erfahrene Bühnencrew + Pultbetreuer der sich nicht zu schade zum Helfen ist" führt meiner Erfahrung nach sogar oft zu besserem Sound als die Versuche der in Ehren ertaubten FoH-Helden ehemaliger "Stars" auf einer 8x6m Trailerbühne oder gar im Zelt grossfestivaltaugliche Monitorpegel zu fahren.

    Zurück zum Licht: Der Dicke macht TV. Das ist zwar (leider) stilprägend auch für das Bühnendesign im Live-Bereich aber hat ansonsten rein gar nix damit zu tun. Hauptaufgabe ist da für die Kameras Lichtbilder zu malen damit die Künstler nicht vor einem schwarzen Loch stehen. Beim ESC kommt noch dazu dass aufgrund der Vorgaben "Livesendung" und "offene Bühne in einer Arena" klassischer Kulissenbau nur sehr eingeschränkt möglich ist.

    Frontlicht gibts da aber trotzdem. Und nicht mal wenig...

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