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Beiträge von Mix4Munich

  • DAP Vision 3500 Brücken an 2 Ohm Last?

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 18:37

    Selbst wenn die Endstufe das überlebt, was nicht sicher ist, gibt es einen wichtigen Grund, der dagegen spricht. Bei so niedrigen Abschlussimpedanzen geht der Dämpfungsfaktor in den Keller, und die Speaker machen, was sie wollen. Das Signal wird unpräzise.

    Vereinfachte Erklärung: Der Dämpfungsfaktor (ab hier abgekürzt: DF) ist ein Maß dafür, wie präzise der Lautsprecher dem Signal aus der Endstufe folgt. Hoher DF ergibt hohe Präzision, d.h. sauberes Signal. Je niedriger nun die Abschlussimpedanz ist, desto niedriger wird der DF, und desto unpräziser folgt der Lautsprecher den Signalen der Endstufe. Der Lautsprecher führt dann sozusagen ein recht unkontrolliertes Eigenleben. Das Ergebnis ist ein unpräziser, verwaschener Sound.

    Der "Wille" des Speakers auf ein Eigenleben kommt daher, dass das dynamische Prinzip in zwei Richtungen funktioniert. Was soll das nun heissen?

    Das dyn. Prinzip auf den Lautsprecher angewandt: Die Endstufe schickt Strom durch die Spule des Lautsprechers - der Magnet bewegt sich, der Speaker gibt einen Ton von sich. ABER was gleichzeitig passiert: Da der Magnet sich in der Spule bewegt, wird ein Strom durch die Spule zur Endstufe geschickt. Der "Verbraucher Lautsprecher" ist gleichzeitig ein Generator. Durch diesen überlagerten Strom kommt es zu Ungenauigkeiten im Signal. Je höher nun die Impedanz des Verbrauchers (also der gesamten Lautsprecher an einem Endstufenkanal) ist, desto geringer ist deser Effekt, d.h. der "zurückinduzierte" Strom ist geringer, die Störung fällt kleiner aus, das Signal wird präziser, der Sound besser.

    Hope that helps.

    Viele Grüße
    Jo

  • Eure neusten Errungenschaften

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 15:26
    Zitat von "Manuela"

    du bist ja bekloppt :grin: ist da unter der dicken E noch Infra?
    meine hat mal grad 4 ...

    Kein Widerspruch von meiner Saite! Ich meine, Seite!

    Und wenn ich's mir recht überlege, meine Frau würde Dir auch zustimmen.

    Aber unter der dicken E-Saite kommt nur noch H. Die zusätzlichen Saiten gehen "in die Höhe" - Bassisten würden sie auf C und F stimmen (lauter Quarten), aber ich komme von der Gitarre, daher lautet mein Tuning H E A D G H E. Beim anblick des Griffbretts kommen mir unweigerlich Aktionen (ich meine Assoziationen!) wie Flugzeugträgerlandebahn o.ä.

    Du spielst Bass? In einer Band? Erzähl!

    Viele Grüße
    Jo


    PS: Neueste Errungenschaften (ganz vergessen):
    - 2 Koffer für jeweils 7 Vocal-Mics
    - ein Dutzend Adapterkabel, Klinke auf Cinch, XLR auf Klinke, Stereo-Miniklinke auf zwei Cinch, verschiedene Längen

    Die Kabel sind übrigens von DAP Audio (eine Billigmarke, ich gestehe). Aber deren Proline an Kabeln ist wirklich robust, innerhalb von 3 Jahren kein einziger Ausfall. Und ich will mal die ganzen "Selbstlötungen" in Rente schicken.

  • 4-acoustic Amps basstauglich?

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 15:15

    Hallo DJALFi,

    das hier passt zum Thema, bitte lies es einmal durch.

    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?t=51160

    Viele Grüße
    Jo

  • Alto Cle 2.0 Kompressor brauchbar?

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 15:09

    In der Preisklasse um EUR 100,- kannst Du auch mal einen Behringer probieren - kein High End, aber er tut, was er soll. Und das schöne bei den Behringer-Compressor-Limitern: Wenn Du alle Regler auf 12 Uhr stellst, ist das schonmel ein akzeptabler Grundsound, der auch die Feedback-Gefahr nicht erhöht (da Gain bei 0dB, also keine Verstärkung - und allein diese ist für Erhöhung der FB-Gefahr verantwortlich)

    ODER - falls Du Dir mit den Einstellungen nicht sicher bist - ziehst Du Dir den Behringer 800 Minicom (für lächerliche 45,- EUR beim großen "t" gesehen), der ist stereo und bietet Dir Presets, u.a. eins für Stimme. Und dann sind preislich auch zwei Insertkabel drin, denn die brauchst Du. Mikro in Compressor is' nich'.

    Viele Grüße
    Jo

  • Neuer Workshop "Live Monitoring"

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 13:58

    Danke für die Blumen!

    Wobei, falls tatsächlich mal Dessousteile auf die Bühne fliegen, kann der Tech davon so nervös werden, dass die Bierflaschen nicht lange auf sich warten lassen.

    Kleine Anekdote: Bei einem Mixjob in einem Bikerclub Ende März war mein Mischerplatz direkt unter dem Playboykalender von irgendwann postiert. Ich sach' Euch, es hat echt eiserne Disziplin gefordert, dass Miss November mir nicht die Konzentration beim Soundcheck geraubt hat. Als nach dem ersten Set dann klar war, dass alles ordentlich läuft, habe ich mich von der Band nicht mehr weiter ablenken lassen und habe erst mal den Kalender gecheckt. Hübsche Mädels, alles dran. Nur alles nix im Vergleich zur besten Ehefrau von allen :)

    Viele Grüße
    Jo

  • Leidensbericht eines Party-PA'lers

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 13:50

    Mein Held! Ich werd' mir den Bericht bookmarken! Meine Gechichte lief im Prinzip ähnlich ab, mit dem kleinen Unterschied, dass das Zeug vor 25 Jehren noch doppelt so teuer war - unter DM 1000,- pro Box (wohlgemerkt: gebraucht!) konnte man SICHER sein, nichts als Schrott zu kriegen. Ähnliches bei den Endstufen, selbst die kleinsten Modelle fingen erst deutlich über 1000,- DM an, was zu taugen. Und wenn man bedenkt, dass 1 DM damals die Kaufkraft von 1 EUR heute hatte, war das ein echt teurer Spass. Und ich habe zuviel Geld mit Billigkram verloren, als dass ich nochmal in billiges Equipment investieren würde. Einzig einige Geräte von Behringer würde ich wieder kaufen (ja, da gibt es auch gutes Zeug!), aber das geht jetzt leider aus Imagegründen der von mir betreuten Bands nicht mehr :( Too bad ...

    Meine Erfahrung: Wenn man einfach den "Marktstandard" kauft, fährt man relativ billig auf die Dauer. Das Zeug taugt was und geht so gut wie nie kaputt. Bei mir heisst das Amping von Dynacord, Boxen von EV, EQs von dbx, Compressoren von Drawmer und (zukünftig) dbx, FX von Lexicon, TC, Yamaha, z.B. Mikros von Shure (ja, nee, iss klar) und ansonsten die üblichen Verdächtigen, AKG, Beyerdynamic, EV, Sennheiser, etc

    Aber wenn man die diversen Musikerforen durchforstet, kommt man immer wieder an die Kollegen, die meinen mit 300,- EUR genausoviel Leute beschallen zu können. Leider kann man bei den meisten reden was man will. Ich weiss nicht, woran es liegt. An der Hochglanzwerbung, in der selbst der letzte Chinaschrott noch hochprofessionell aussieht? Na, wie auch immer ...

    Viele Grüße
    Jo

  • Noch'n Workshop - "Amp-Miking"

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 13:35

    Unter uns gesagt: Gitarristen sind alle verrückt, egal, ob sie sich hören oder nicht ... Ich muss es wissen, ich bin auch einer :grin:

    Viele Grüße
    Jo

  • Verständnissproblem beim Paralell schalten...

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 10:29

    Beinahe. Du nimmst an, dass Du perfekte Kabel hast. Aber im Kabel wird auch etwas Leistung verbraten. Von den 225W pro Box kommt also nicht alles an. Miss mal die Impedanz Deiner Kabel, dann kann man überschlagsmässig berechnen, wieviel Leistung in der Leitung (kleines Wortspiel ...) verloren geht. Aber in der Modellrechnung ist es so korrekt.

    Viele Grüße
    Jo

  • 4-acoustic Amps basstauglich?

    • Mix4Munich
    • 25. April 2007 um 10:25

    Ich teile Geräte (und deren Hersteller) in zwei Klassen ein:
    - löst Probleme
    - macht Probleme

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen sowohl mit mehreren Produkten als auch dem Vertrieb fällt 4-acoustic eindeutig in die letztere Kategorie. Jetzt entscheide: Willst Du Dich mit Produkten abgeben, die höchstwahrscheinlich mehr Probleme machen als sie lösen, dann go ahead, kaufe billig. Warum zum Zeiger soll ich was kaufen, von dem ich mir eh' sicher bin, dass ich es zurückgeben werde? Und den ganzen Spass mit Paketversand, Spedition, Rückabwicklung und alles mögliche? Für sowas habe ich einfach keinen Nerv. Ich bin Ingenieur. Wenn ich Geld ausgebe, dann für die LÖSUNG eines Problems. Und nicht für einen Wackelkandidaten in meinem Amprack.

    Kauf ein Produkt eines renommierten Markenherstellers, wenn's billig sein soll, kauf halt gebraucht, informier' Dich vorher auf Harmony Central und in den diversen Foren. Schmöker Testberichte, hol Dir Erfahrungsberichte. Aber die Chancen, für ein (neues?) Produkt eines Nischenherstellers hier einen detaillierten Erfahrungebericht zu bekommen, halte ich für gering. Trotzdem: Viel Erfolg. Kannst ja mal schreiben, was Du gekauft hast und wie Deine Erfahrungen damit sind.

    Viele Grüße
    Jo

  • Eure neusten Errungenschaften

    • Mix4Munich
    • 24. April 2007 um 18:13

    Meine neuesten Errungenschaften:
    - ein Bassamp (also ein Combo, um darüber Bassgitarre zu spielen) Roland Cube 100 Bass - endgeil!
    - eine Bassgitarre mit 7 (sieben!) Saiten
    - passendes Gigbag
    - passender Bassgurt, denn das Ding zerrt ziemlich an der Schulter
    - ein gebrauchtes SM58 von der e-Bucht
    - Notenklammern, mit denen meine Frau auch bei Wind ihre Noten nicht verliert
    - zwei Channelstrips von TL-Audio
    - eine Doppel-CD von Deep Purple

    Oh man, wieder mal übelst die sauer verdiente Kohle rausgehauen ... Dieser Thread macht wirklich Spass! :grin:

    Viele Grüße
    Jo

  • Best Buy an Amps gesucht.

    • Mix4Munich
    • 24. April 2007 um 18:05

    Hmm, Dynacord LX-Serie? Ist Dir nur zu leicht, wiegen unter 10 kg :grin: Okay, die Dinger kosten auch ordentlich was ...

    Wenn's etwas billiger und schwerer sein darf, dann die Dynacord CL-Serie - je nach Modell 14 bis 17 kg. Dafür auch etwas günstiger. Ich habe zweimal die CL-1600 (2*800W / 4 Ohm), beste Erfahrungen.

    Viele Grüße
    Jo

  • 4-acoustic Amps basstauglich?

    • Mix4Munich
    • 24. April 2007 um 18:01
    Zitat von "DJALFi"

    Kurz und knapp da ich nichts weiter im forum gefunden habe...

    Kurz und knapp, weil die Musikerforen Deutschlands voll davon sind (sofern sie sich mit Billigstequipment befassen): Tu's Dir nicht an! Ich habe jetzt mit Boxen und Mikros von denen Erfahrungen gemacht. Die Boxen klingen fürchterlich, wenn man sie etwas fordert und sind bei erster Gelegenheit abgeraucht. Das Mikro, welches ein Bekannter trotz meiner Warnung gekauft hat, kam kaputt an. Also, kauf was Gescheites!

    Viele Grüße
    Jo

  • Electro Voice Gladiator

    • Mix4Munich
    • 24. April 2007 um 17:52

    Wieso 2 Endstufen? Werden die Gladiators nicht passiv getrennt? Steht zumindest so im Testbericht (Soundcheck von 2003). Soll heissen, eine Stereo-Endstufe und gut? Surft zum großen "T", logt Euch ein und seht nach!

    Viele Grüße
    Jo

  • Kennt jemand die Firma Kimex?

    • Mix4Munich
    • 20. April 2007 um 17:12

    Aloha Forum,

    ich suche Informationen zu einer kleinen Endstufe, die ich verkaufen will, da ich sie nicht mehr benötig (aber den Platz brauche ich dringend!). Die Stufe ist von der Firma Kimex, Modell KMP 650. 1HE, ziemlich tief. Die soll angeblich 2*200W haben, das glaube ich aber eher nicht - ich schätze sie auf 2*100W RMS an 8 Ohm oder 2*150W RMS an 4 Ohm.

    Herstellerhomepage bislang Fehlanzeige, mit Google finde ich nichts ausser einer Firma in Tschechien, die Billardtische verkauft und einen Ölhersteller in Alaska :( Nicht ganz, würde ich sagen ...

    Danke für eventuelle Hinweise.

    Viele Grüße
    Jo

  • PA für Hochzeit

    • Mix4Munich
    • 20. April 2007 um 17:04
    Zitat von "Holger Schrade"

    ... als Infra würde der "TSE infra" ebenfall von Seeburg bzw. als Sub ein "TSE Sub" zur verfügung stehen...

    Denke aber das die Infra Subs wohl die bessere wahl wären, oder?


    Hey, was soll denn das für eine infernalisch laute Hochzeit werden?

    Wenn die Verwnadschaft nicht ausschliesslich aus headbangenden Schwermetallern besteht (und welche Verwandschaft tut das schon), sondern der übliche Mix aus mehr oder weniger kleinen Kindern, Erwachsenen und Senioren, dann ist eher vornehme Zurückhaltung angesagt. Die beiden K 215 sind da schon reichlich fett dimensioniert.

    Wenn ich dieses Setup noch erweitern wollte, dann höchstens um eine Delay Line weiter hinten im Zelt - zur Not auch ohne Delay, aber unbedingt in der Lautstärke separat regelbar! Sinn und Zweck der Angelegenheit ist, dass man auch hinten nochwas hört, ohne dass es vorne zu laut gedreht weren muss. Also her eine Verringerung des Pegels durch dezentrale Beschallung.

    Denk einfach mal nach: Niemand kommt von einer Hochzeit und sagt "War schon cool, wie die Bässe bei der Hochzeit von ... geschoben haben!" - eher beschweren sich die Gäste über zuviel Lautstärke. Daher ist der Aufwand für die Subs vergebliche Liebesmüh'!

    Hätte ich die Fete zu beschallen, würde ich sechs bis acht gleichartige Boxen 12/2 oder 15/2 auf Hochständern oder (falls möglich) geflogen im Zelt verteilen. Mehr braucht es für eine Hochzeit nicht.

    Viel Spass trotzdem beim Feiern!

    Viele Grüße
    Jo

  • Organisation des Sideracks

    • Mix4Munich
    • 20. April 2007 um 13:46

    Hallo Forum,

    ich überlege mir, mein Siderack umzuorganisieren. Derzeit habe ich 16 HE, Case-in-Case auf Rollen. Gerade so zu schwer und zu sperrig, um es alleine zu wuchten.

    Inhalt:
    Racklight (1HE)
    Lexicon Alex (1HE)
    2* DBX2231 (je 3HE)
    1* Drawmer DL241 (1HE)
    1* Behringer Uralt-Exciter (aber ich mag ihn halt! 1HE)
    Behringer 8024 als RTA (2HE)
    Sony MD-Player (2HE)

    Da ich den RTA und den MD-Player nicht so oft brauche wie die anderen Geräte, habe ich mir überlegt, dass ich Licht, Alex, 2 DBXe, Drawmer und Exciter in ein 10HE Rack einbaue. Sozusagen das Minimalsetup für den kleinen Livemix zwischendurch.

    Dann den Sony MD-Player zusammen mit einem CD-Player, einer Rackschublade für ein paar MDs und CDs und einem weiteren Licht/Stromverteiler in ein extra Rack von 8 HE.

    Den RTA in ein eigenes 2HE Rack (oder 4HE mit Rackschublade, dann habe ich auch Pegelmesser, Messmikro und Kabel immer zusammen), da ich hin und wieder nur mit der Messtechnik unterwegs bin.

    Irgendwelche Anmerkungen Wie habt Ihr Eure "kleinen" Sideracks organisiert? Mit "klein" meine ich, dass man sie noch alleine bewegen und im PKW transportieren kann.

    Danke für alle Antworten!

    Viele Grüße
    Jo

  • Umgang mit unfähigen Kollegen - was machen, und wie?

    • Mix4Munich
    • 10. April 2007 um 16:08
    Zitat von "klauston"

    ... Man braucht ja nur bei Bon Jovi gucken. Der Tec ist auch bekannt und was hilfts, gar nix. :D


    Echt jetzt? Ich weiss aus sicherer Quelle und habe das bei der Fernsehübertragung von zwei Konzerten für mich bestätigt, dass Mr. Jon Bongiovi definitiv seine Einsätze gerne mal vermasselt. Allerdings fängt die Band das so gut auf, dass man es kaum bemerkt. Aber was hat es mit dem Tech auf sich?

    Viele Grüße
    Jo

  • Noch'n Workshop - "Amp-Miking"

    • Mix4Munich
    • 8. April 2007 um 22:04

    Übrigens freue ich mich über Feedback, entweder per Mail oder hier im Forum!

    Viele Grüße
    Jo

  • Umgang mit unfähigen Kollegen - was machen, und wie?

    • Mix4Munich
    • 7. April 2007 um 16:45
    Zitat von "klauston"

    ... Kann ja auch künstlerisch in der Performance gewollt sein :D

    Naja, selbst Mick Jagger meinte mal, in seiner Jugend (wann soll denn das gewesen sein?) war es schick, den Gesang immer recht weit nach hinten zu mischen. Ich dachte, die Zeiten hätten sich geändert ... :D


    Zitat von "klauston"

    Es ist Sache der Band, Ihren Techniker zu entsorgen und nicht mein Job. ...

    Und das ist das Irrste überhaupt: Die Jungs finden ihren Katastrophentechniker richtig gut! Das ist mir dann hinterher aufgefallen, als ich sie aufforderte, sich mal mit dem Haustechniker über eine Zusammenarbeut zu unterhalten, weil der sie wirklich voranbringen könnte. Wollten sie aber gar nicht. Dann habe ich mich erinnert, dass die beim Soundcheck auch alle mehr so planlos durcheinander gelaufen sind, da kommt ihnen die Schnarchnasigkeit des Techies wohl gerade recht, sonst müssten die Herren Künstler sich ja beeilen. (Wo sind denn gerade die Ironie-Tags abgeblieben, krutzifix!?!) Die Bands und Künstler, mit denen ich zu tun habe, haben inzwischen alle die Schnarchnasigkeit abgelegt, und wenn's ans Aufbauen geht (falls wir das zusammen machen) bzw. wenn die Band mit der Backline kommt, dann geht das im Normalfall zack-zack. Die Leute haben größtenteils Familie und einfach besseres zu tun als vor einem Gig stundenlang uneffektiv auf der "Baustelle" rumzuhängen.

    Wenn es einen Veranstalter vor Ort gegeben hätte, hätten wir den wohl auf die Probleme mit dem anderen Techniker angesprochen. Allerdings gab es dort niemanden, der in irgend einer Art den Hut aufgehabt hätte (zumindest nicht für uns ersichtlich) - der Gig wurde über die Agentur der anderen Band vereinbart, die haben sich um die Technik gekümmert, und wir waren quasi "Gäste".

    Naja, "meine" Jungs bereiten einen Brief an die Kollegen von der anderen Band vor, dass sie gerne wieder mit ihnen zusammen spielen werden, unter der Bedingung, dass wir für die Technik verantwortlich sind.

    Viele Grüße
    Jo

  • Umgang mit unfähigen Kollegen - was machen, und wie?

    • Mix4Munich
    • 6. April 2007 um 17:58

    Hallo Forum,

    ist schon komisch, früher habe ich ein Dutzend Veranstaltungen am Stück gemacht, ohne dass was Berichtenswertes passiert wäre, und nun gib's auf jedem zweiten Job irgend ein absolutes Highlight. Oder wie gestern ein totales Lowlight (neudeutsch für Tiefpunkt). Also, was ging ab?

    Ich habe eine Band, die ich auch schon öfters betreut hatte, im Airbräu am Münchner Flughafen gemischt. Kein Problem soweit. Die haben zusammen mit einer anderen Band gespielt, mit der sie auch schonmal aufgetreten sind. Auch kein Problem. Um die Technik hat sich die andere Band gekümmert, aber es war auch was vom Haus vorinstalliert - Frontholz und Amping, gutes Zeug für die Location. Problem war der federführende Techniker der anderen Band. Hier eine kleine Aufzählung seiner Aktivitäten:

    - plant 90 Minuten Soundcheck für zwei Bands ein - was okay wäre, aber er braucht immer selbst 90 Minuten für seine eigene Viermanncombo, obwohl deren Besetzung absolut "konventionell" ist - Schlazeug, Bass, E-Gitarre, ein Gesang
    - bringt einen "neuen" EQ mit zum Gig ("gebraucht, günstig auf ebay geschossen") - war aber kaputt, DOA. Merkt er erst beim Gig!
    - bringt für seine Jungs vier Sets IEM mit - flammneues Zeug, weder eingestellt noch ausprobiert! Das war deren erster Versuch mit IE-Monitoring. Zwei haben es dann gar nicht eingesetzt, die anderen beiden hatten nur Signale auf einer Seite. Ja, nee, is' klar, Mono-Auxes auf Stereo-IEM-Systeme geben ...
    - konventionelles Monitoring, zwei kleine EV SX300 (soweit okay), aber so verkabelt, dass sie einfach nur das Summensignal von der PA abbekommen - hää?!?

    Soweit konnte ich mit allem leben oder es zumindest umgehen und damit ignorieren, aber jetzt kam es wirklich:
    - lose im Rack lagen zwei Yamaha-FX, ein SPX 900 oder 990 (soweit okay, aber das wollte er gar nicht benutzen) und für den Gesangshall nahm er ein SPX-90-II (ungefähr 20 Jahre alt oder mehr), und dieses stöpselt er nicht an die vorhanden AUX-Wege, sondern packt es per Insert auf den Gasangskanal! D.h. die Main Vocals laufen durch das SPX-90-II, welches zusätzlich vom Pegel heftigst angefahren wird! Ergebnis: Der Gesang der anderen Band klingt stumpf und nach Plastik, die Dynamik ist total "kaputt" durch den überfahrenen SPX-90-II. Gesamtsound entsprechend.
    - merwürdig nur, dass ich ihm vor einem Jahr schonmal gezeigt habe, was man mit einem AUX-Weg und einem Effekt anstellt, und in dem einen Jahr ist er kein Stück besser geworden!
    - der Haustechniker vom Airbräu München (ein sehr fähiger Typ, wie ich meine, mit gutem Equipment und Ahnung, wie man es einsetzt) ist über den Sound der anderen Band beinahe ausgerastet und hat dem Mischer ein paar sehr deutliche Worte gesagt, aber der meinte nur, das, was er mache, sei schon in Ordnung und auch gut. Im Publikum überall nur betretene Gesichter, Gesang nicht über den Pegel der restlichen Band hörbar, Ansagen gehen in einer Wolke aus Hall unter.

    Für meine Band haben wir dann die beiden SPXe "liberated" und über AUXe eingeschleift - die Sonne geht über dem Gesang auf, jetzt sind Pegel, Dynamik und Klarheit da, und auch die Ansagen sind zu verstehen! Als "meine" Jungs spielen, ist auch plötzlich die Tanzfläche voll, und alles drumherum hat gute Laune.

    Nun meine Frage: Wie geht Ihr mit solchen Tontechniker-"Kollegen um? Bringt kaputtes und neues, also ungetestetes Material zum Gig wie ein 16jähriger sein neuestes Spielzeug, ist beratungs-, und lernresistent, dazu taub und anscheinend von dem Schrott überzeugt, den er fabriziert. Zeigen, wie es geht? Habe ich vor einem Jahr gemacht, geholfen hat's nix. Deutliche Ansage machen, wie der Kollege vom Haus? Hat genauso wenig gebracht. Ignorieren? Kann man tun, aber was, wenn Ihr das Material stellt, und jemand den Sound damit ent-stellt? Das fällt ja auch irgendwie auf den PA-Verleih zurück, wenn der Sound so dermassen sch... ist. Ironie am Rande: Seine Band findet den Typen echt gut.

    "Meine" Band jedenfalls hat beschlossen, dass sie mit der anderen Band nur noch zusammenspielen, wenn wir selber für die Technik sorgen.

    Fragende Grüße vom immer noch leicht fassungslosen
    Jo


    PS: Normalerweise ist Kollegen-Bashing nicht meins. Aber wenn jemand durch Inkompetenz den Zeitplan UND den Sound (zumindest von einer Band) ruiniert, kann ich ihn schwer als Kollegen betrachten. Eher als Gefahr :?

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