Selbst wenn die Endstufe das überlebt, was nicht sicher ist, gibt es einen wichtigen Grund, der dagegen spricht. Bei so niedrigen Abschlussimpedanzen geht der Dämpfungsfaktor in den Keller, und die Speaker machen, was sie wollen. Das Signal wird unpräzise.
Vereinfachte Erklärung: Der Dämpfungsfaktor (ab hier abgekürzt: DF) ist ein Maß dafür, wie präzise der Lautsprecher dem Signal aus der Endstufe folgt. Hoher DF ergibt hohe Präzision, d.h. sauberes Signal. Je niedriger nun die Abschlussimpedanz ist, desto niedriger wird der DF, und desto unpräziser folgt der Lautsprecher den Signalen der Endstufe. Der Lautsprecher führt dann sozusagen ein recht unkontrolliertes Eigenleben. Das Ergebnis ist ein unpräziser, verwaschener Sound.
Der "Wille" des Speakers auf ein Eigenleben kommt daher, dass das dynamische Prinzip in zwei Richtungen funktioniert. Was soll das nun heissen?
Das dyn. Prinzip auf den Lautsprecher angewandt: Die Endstufe schickt Strom durch die Spule des Lautsprechers - der Magnet bewegt sich, der Speaker gibt einen Ton von sich. ABER was gleichzeitig passiert: Da der Magnet sich in der Spule bewegt, wird ein Strom durch die Spule zur Endstufe geschickt. Der "Verbraucher Lautsprecher" ist gleichzeitig ein Generator. Durch diesen überlagerten Strom kommt es zu Ungenauigkeiten im Signal. Je höher nun die Impedanz des Verbrauchers (also der gesamten Lautsprecher an einem Endstufenkanal) ist, desto geringer ist deser Effekt, d.h. der "zurückinduzierte" Strom ist geringer, die Störung fällt kleiner aus, das Signal wird präziser, der Sound besser.
Hope that helps.
Viele Grüße
Jo