Ich nutze einen Bambulab H2D. Bambulab hat dieses Jahr ein paar Zubehörteile herausgebracht, die den Umgang mit TPU deutlich vereinfachen und beschleunigen. Das kann so m. W. n. aktuell kein anderer Hersteller.
Das Gebaren von Bambulab in der letzten Zeit ist allerdings in der Tat nicht gut. Da schwingt viel "wir sind Marktführer und können machen was wir wollen" mit. Demgegenüber steht aber ein durchdachtes und gut funktionierendes Produkt zu einem passenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Am Ende kommt es aber auf den Anwendungsfall und die Umgebungsbedingungen an. Für gewerbliche Zwecke in einem Firmennetzwerk scheiden in meinen Augen viele Geräte aus, weil sie ähnlich wie TV-Geräte potentielle Spionagegeräte oder Einfallstore für Schadsoftware sein können. Die Geräte brauchen grundsätzlich kein Internet und können oftmals auch mit einem Stick mit der Druckdatei versorgt werden. Mein 3D-Drucker hat aber sein eigenes Netzwerk mit Verbindung zum Internet bekommen, damit die Kiste nicht im restlichen Netzwerk herumschnüffelt, ich aber trotzdem von unterwegs den Druck checken kann.
Für "einfache" Tätigkeiten findest du bei fast allen Herstellern ein günstiges Einstiegsgerät (außer Prusa). Falls Kinder oder Haustiere (oder andere Beschäftigte) in die Nähe der Geräte gelangen können, sollte es ein Gerät mir Gehäuse sein. Das stinkt auch weniger bzw. kann einen entsprechenden Luftfilter haben und der Bauraum und die Mechanik verdrecken nicht so. Und dann musst du erst einmal Erfahrungen damit sammeln.
Wenn es dann Richtung Mehrfarbdrucke geht, ist der Prusa Core One INDX aktuell eine ziemlich coole Kiste. Wenn es eher Richtung technische Filamente oder Geometrien mit vielen Stützstrukturen geht, lohnt sich zumindest ein zweiter Druckkopf (Bambu X2D oder H2D) und ein geschlossener und beheizbarer Bauraum. Wenn du einfach nur große Teile aus PLA drucken willst, gibt es z. B. mit dem Anycubic Kobra 3 Max (V2) ein recht günstiges Gerät, das ein Druckbett mit 420x420mm hat.
