Wie oft ich schon damit Probleme hatte, noch schlimmer war es als ich mich noch vegan ernährt habe. Da war auch der absolute Knüller mal auf einem Festival auf dem Land in Niedersachsen, da gab es ein riesiges Buffet, die Auswahl für Omnis wirklich großartig. Was gab es vegan? Nudeln mit Tomatensauce, bis dann dem Koch eingefallen ist, dass die Nudeln mit Ei sind.... Dann gab es nur noch Tomatensauce, Salat dazu ging nichtmal, weil der schon vorgemixt mit Dressing war.
Ich kann ja verstehen, dass vor allem bei kleineren Konzerten es immer schwierig ist mehrere Gerichte anzubieten, aber dann kann man sich doch auch einfach auf den kleinsten gemeinsamen Nenner verständigen. Irgendein nettes veganes Gericht, gerne auch ohne Fleischersatz, kann man doch allen anbieten. Wenn es denn wirklich Not tut und es Leute gibt die sterben, wenn sie mal 5 Minuten kein Fleisch bekommen, kann man ja extra noch was dazupacken, was man dann sich selbst dazu nehmen kann.... Da fallen einem so viele verschiedene Gerichte ein, mit denen man sicher alle zufrieden stellen kann.
Mittlerweile bin ich auch nur noch vegetarisch, das hat unter anderem auch mit dem Catering im Job zu tun. Und auch so nehme ich mir immer irgendeine Art Notration mit, da man auch einfach immer mal wieder auf die Schnauze fällt.
Jetzt im Sommer bei einem Aufbau für ein Festival auch wieder super, es gab fertig portioniert für die nicht Fleischesser Kartoffeln mit Rahmspinat und Rührei, für die Fleischesser lag noch ein zäher Fisch auf dem Rührei. Hier wurde vorher sogar bei allen Leuten abgefragt, welche Ernährungsweise sie denn bevorzugen und da haben wohl rund ein Viertel der Crew vegan angekreuzt. Das hat echt für eine Top Stimmung gesorgt, nachdem die dann sich die Kartoffeln aus dem fertig Portionierten Packungen dann einverleiben konnten.
Das spiegelt auch meine Erfahrungen wider. Oder um es mal anders auszudrücken: ich habe in meinem Leben erheblich mehr schlechte Gerichte mit Fleisch vorgesetzt bekommen, als schlechte (echte) vegetarische Gerichte. Das Fehlen vegetarischer/veganer Optionen geht fast immer Hand-in-Hand mit einer generell miserablen Essensqualität.
Heute gab es bei mir ein veganes Pilz-Gyros mit Kritharaki und Kräuterquark. Das war so lecker, dass ich sogar etwas ungläubig nachfragen musste, ob der Quark wirklich vegan war. Mir persönlich wäre das egal gewesen, aber ich konnte keine geschmackliche und texturelle Abweichung zu einem Quark aus Kuhmilch erkennen. Und ja, der Quark war vegan. Das war ein fantastisch zubereitetes, aber grundsätzlich einfaches Gericht. Warum kann das nicht einfach immer so sein? ![]()
PS: ok, die Knoblauchfahne vom Kräuterquark werde ich noch drei Tage mit mir herumtragen - ich bereue nichts! ![]()
