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Beiträge von artemis

  • "MuTe" Software Vorstellung

    • artemis
    • 15. November 2014 um 10:06

    Hallo,
    danke für die beiden Links. Hatte bis jetzt nur das "Java ist auch eine Insel" von den Openbooks von Galileo gelesen. Optimierungen werde ich aber erstmal nicht durchführen. Also nicht in so fern, dass ich Teile von den Frameworks umschreibe oder ersetze. Dafür ist es doch mehr ein Hobby im Moment.
    Die Latenz kommt auch nicht nur durch CPU Auslastung, diese langweilt sich in der VM bei so 5-15% wenn ich die Lautstärke änder. Das größte Problem ist die lange Audiopipeline. Dadurch, dass ich von einer Audiodatei jeden Kanal auf jeden Ausgang routen möchte, live, und mit einer eigenen Lautstärke pro Ausgang, muss ich die Kanäle splitten, anpassen und wieder mixen. Bei zB. drei Kanälen und sechs Ausgängen werden es so 18 parallele Pipelines. Die müssen alle wieder zusammengefasst werden. Das ganze funktioniert im Moment nur durch ein paar Queues, die aber buffern und so... Die Lautstärkeelemente sind weit vorne in der Pipeline, daher dauert es etwas, bis sich Änderungen bemerkbar machen. Das PLAY, STOP, PAUSE usw. nahezu direkt reagieren liegt daran, dass die Pipeline schon vor dem Starten gefüllt wird und daher nur das letzte - das Outputelement - reagieren muss.
    Also werde ich erstmal da ansetzen und die Pipeline optimieren bzw. kürzen. Da geht noch was :)

    Zitat von "marcoboy"

    Die Soundkarte läuft weil sie als Standard Audiocore läuft. So läuft sie auch unter anderen System ohne Treiber. Wer mehr will braucht den Treiber dazu.


    Was meinst du denn mit "mehr"? Die Soundkarte läuft unter Linux mit den ALSA Treibern. Welcher genau, weiß ich gerade nicht. Extrafunktionen hat das Ding nicht. Ich kann alle Funktionen nutzen. ALSA ist auch nicht das Problem, kann man aber auch optimieren.

    Du hast natürlich schon recht. Wenn ich eine Latenz im zweistelligen oder einstelligen ms Bereich wollte, müsste ich auch an den von dir genannten Stellen ansetzen. Aber zur Zeit ist das für uns zum Glück nicht notwendig...

    Bis dann,
    artemis

  • "MuTe" Software Vorstellung

    • artemis
    • 14. November 2014 um 20:03

    Hallo ihr...

    Also wie schon geschrieben wurde funktionieren Audiosachen mit Linux grundsätzlich. Klar, kommt immer mal wieder vor, dass Hardware nicht unterstützt wird, aber eigentlich selten. Meine 8 Kanal Soundkarte (USB) von ESI (Gigaport HD+) funktionierte direkt, schön als Surroundkarte. Über die Latenz kann ich nicht viel sagen. Man kann natürlich auch unter Linux hardwarenah programmieren, das wurde aber bei MuTe nicht gemacht. Es ist in der Hinsicht auch noch nix optimiert, die ganze Signalpipeline ist noch etwas, naja, gewagt :) (musste ein paar Bugs umgehen). Aber für uns hats eine Saison gereicht. Wenn ich schätzen müsste, hatten wir ne Latenz von ca. 100 - 200 ms. Wobei dies nur bei Lautstärkenänderungen vorkam. Play, Pause, Stop funktionierten ohne fühlbare Latenz. Sicher nicht optimal, aber bei unseren Theaterstücken kommt es selten vor, dass man innerhalb von 200 ms präzise die Lautstärke ändern muss. :) Jetzt in meiner Entwicklungs-VM ist das natürlich etwas höher, so um 500 ms.

    Zu der Software:
    - Debian GNU/Linux als OS, alles rausgeschmissen, was nicht benötigt wurde. So passt das System auf einen 4GB USB Stick (Falls der Rechner mal ausfällt boote ich damit einfach einen anderen und weiter gehts :) (Versuch das mal mit Windows :) )
    - Programmiersprache: Vala (http://de.wikipedia.org/wiki/Vala_(Programmiersprache)). Wollte mal was neues ausprobieren :)
    - Audioframework: GStreamer (Zur Zeit läuft auch noch PulseAudio als Systemdämon. Eigentlich wollte ich direkt auf ALSA, aber das ist was sturer :-), Aber da könnte man die Latenz sicher noch verringern)
    - UI-Toolkit: Gtk3
    - Faderports werden per PortMidi angesprochen, läuft super, nur dass ich noch keine Möglichkeit gefunden habe, die zwei Faderports beim Start zu unterscheiden. So ist mal der linke für PLAYER 1 zuständig und mal der rechte. Sehr nervig leider. Da gibts aber schon Ideen, wird gerade komplett umgebaut.
    - Im Prinzip lässt sich jedes Gerät zum steuern verwenden, solange man irgendwie per C-Programm an die Daten kommt. Lustig war ein erster Versuch mit Wiimotes. Wurde aber zu anstengend, ne ganze Show mit den Armen zu fuchteln :)

    So, das dazu erstmal. Vielleicht krieg ich das VM-Image (VirtualBox) ja auch unter 2GB, dann könnte ich Interessierten das über Dropbox zum anschauen zur Verfügung stellen.

    Bis dann,
    artemis

  • "MuTe" Software Vorstellung

    • artemis
    • 11. November 2014 um 20:42

    Hallo.

    Da angefragt wurde, hier ein paar Details zur "MuTe" Software:
    "MuTe" (für "Musik Technik" :) Ob der Name so bleibt, weiß ich noch nicht) ist eine Multiplayer Audio Software. Nach dem wir jahrelang mit CDs und MDs hantiert haben, wurde uns das irgendwann zu blöd. Bei jeder Änderung der Musik mussten neue CDs gebrannt werden, gebrannte CDs sind nicht gerade unempfindlich und die meisten CD-Player können Stöße während der Wiedergabe nicht so gut wegstecken. MDs wären für einen Teil der Probleme eine Lösung, aber die gibts bald auch nicht mehr... Die CD-Player hingen übrigens an einem separaten Mischpult für den Musiktechniker, welches dann an unser Roland M-400 gesteckt war.

    Nun sind wir ein Amateurtheater, wir brauchten also einen Ersatz, welcher die Haptik von den zwei bis drei verwendeten CD-Player gut ersetzte und auch das zusätzliche Mischpult überflüssig macht. Die erste Idee war ein von diesen DJ-Softwares zusammen mit passender Hardware. Da hätten wir zwei Player und für jeden einen Fader. Allerdings hatten wir auch schon mal die Situation, dass wir drei Player brauchten (Musik, Sprechereinspielungen und Effekte). Und wir wollten ein flexibles Routing der Audiosignale (quasi Surround Sound). Außerdem konnten wir uns mit den meisten Oberflächen nicht so recht anfreunden... Daher haben wir uns entschlossen, eine Eigenentwicklung zu starten. 2013 begonnen, Saison 2014 im produktiven Einsatz und jetzt in der Winterpause wieder in der Entwicklung...

    MuTe besteht aus mehreren Komponenten: Einmal die Server oder Hauptkomponente und dann die Kontroller Komponenten (wie die GUI oder die Faderports). Kommunikation läuft über ein Bussystem, welches theoretisch auch Netzwerkfähing ist (noch nicht getestet). Stürzt einer von den Kontroller ab, wirkt sich das normalerweise nicht auf den Server aus. Das ganze läuft auf Linux (zZ. auf einem minimalen Debian) im Kioskmodus. Das heißt, es gibt keine Taskleiste oder sowas. Wir haben hier einen gebrauchten Mittelklasse PC, Daten hab ich gerade nicht da. Zwei Monitore. Die GUI braucht noch recht viel Leistung, wegen den ganzen Pegelanzeigen, aber das wird noch verbessert. Als Soundkarte haben wir eine externe 8 Kanal Soundkarte. Dazu zwei Faderports von PreSonus.

    Projekt:
    - Projekte bestehen aus der Projektdatei (eine einfache .xml Datei) und den Flac Audio Dateien.
    - Es können Projekte als Favorit markiert werden, so dass diese beim Start zur Auswahl angeboten werden.
    Player und Tracks:
    - Variable Anzahl von Player mit jeweils eigener Playlist.
    - Bei jedem Player kann die Lautstärke separat geändert werden.
    - Pro Player variable Anzahl von Ausgängen, für jeden Ausgang kann die Lautstärke live separat geändert werden.
    - Jeder Track kann zwischen 1 und 8 Kanäle haben (Flac Format).
    - Diese können für jeden Track beliebig auf die Ausgänge vom Player geroutet werden, natürlich in der jeweils gewünschten Lautstärke. Dies kann auch live geändert werden.
    - Bei jeder Track kann die Lautstärke separat geändert werden.
    - Für jeden Ausgang bei jedem Player eine eigene Level Anzeige.
    - Alle Player können gleichzeitig laufen.
    - Pro Player gibts eine Countdownfunktion, welche nach Ablauf eine Aktion (s.u.) starten kann.
    Aktionen:
    - Im Projekt können Aktionen definiert werden. Aktionen werden aus Plugin-Dateien geladen und können so einfach erweitert werden.
    - Es gibt zum Beispiel Aktionen fürs Starten und Stoppen von Playern, Ändern der Playerlautstärke (wie 10 Sekunden einblenden), Ändern der Ausgangslautstärken und setzen der Countdowns usw...
    - Aktionen lassen sich verketten.
    - Zur Übersichtlichkeit können die "Startaktionen" einer Aktionskette in einem Slot "gesteckt" werden. Diese werden dann übersichtlich in der GUI angezeigt.
    Events:
    - Von den Playern und Tracks werden Events generiert, wenn sie gestartet, gestoppt oder aktiviert usw. werden. Dies kann Aktionen auslösen (Praktisch, wenn man nach dem Stoppen eines Players automatisch immer den nächsten Track aktivieren will).
    Tags:
    - Im Projekt können sogenannte Tags gesetzt werden. Player und Tracks machen dies automatisch (zB. "track_1_played").
    - Aktionen können darauf reagiere. (So lässt sich zum Beispiel verhindern, dass die Aktion "Boxentest" während der Aufführung gestartet wird)

    Ein paar Features sind noch geplant (zum Beispiel Solo auf Kopfhörer), auch fehlt noch recht viel in der GUI (Projekte anlegen geht nur über einen Text Editor :-)) und es sind auch noch einige Fehler drin... Oh, was MuTe nicht können wird: Audiobearbeitung und Effekte. Dafür gibts besserer Programme

    Zu den Faderports: Diese werden per MIDI angesteuert. Wir nutzen zur Zeit nur den Fader und die unteren Knöpfe. Funktioneren tun sie aber alle, auch die Beleuchtung lässt sich steuern.

    Im Anhang sind noch 3 Screenshots. Das Design ist noch nicht komplett fertig. Generell haben wir uns keine Gedanken darüber gemacht, ob und wie wir die Software veröffentlichen würden. Wenn Interesse daran besteht, überlegen wir uns was :)
    So, das reicht glaub ich erstmal. Fragen beantwortet ich dazu gerne.




    Bis dann,
    artemis

  • Hallo auch. Bin neu :-)

    • artemis
    • 10. November 2014 um 13:41

    Hallo.

    Also die "MuTe Software" ist eine Eigenentwicklung von und für uns. Da wir nichts brauchbares gefunden haben, um unseren Stapel von CD und MD Playern zu ersetzen, haben wir was eigenes gebaut :) Das ganze war erst ein reines Lernprojekt, allerdings hat das die letzte Saison recht gut geklappt, dass wir erstmal dabei bleiben. Vor allem mit den PreSonus FaderPorts lässt sich das ähnlich wie CD Player bedienen. Zur Zeit ist das ganze irgendwo zwischen Alpha und Beta Status: Alpha, weil noch nicht alle geplanten Funktionen drin sind, Beta, weil es trotzdem schon funktioniert, aber wenn man es drauf anlegt, bekommt man die Software zum Absturz :)

    Kurz dazu: Es basiert auf einem kleinem Debian Linux, ist in "Server" und "Client" Software getrennt. Diese kommunizieren über eine Schnittstelle miteinander, theoretisch auch übers Netzwerk, ist aber noch nicht getestet worden. In der Projektdatei kann man beliebig* viele Player anlegen, jeweils mit einer eigenen Playlist. Diese geben den Ton über beliebig* viele Ausgänge aus (kann von Player zu Player unterschiedlich sein). Es werden Multichannel Flac Dateien unterstützt. Jeder Channel der Datei kann beliebig* auf die vorhandenen Ausgänge geroutet werden. Pro Player kann ein Faderport angeschlossen werden. Das ganze lässt sich über sogenannte Aktionen automatisieren. Kleines Beispiel: Ich drücke [PLAY] bei Player 1 und 10 Sekunden später wird Player 2 aktiviert und ein Track über 5 Sekunden eingeblendet. Aktionen lassen sich beliebig* hintereinander verketten.

    *beliebig: Das ist natürlich nur theoretisch beliebig. Irgendwann ist natürlich Schluss :)

    Wenn gewünscht und erlaubt, kann ich ein Video (muss ich erst noch machen) davon in einem neuen Thread verlinken.

    Bis dann,
    artemis

  • Neues Lichtmischpult für Amateurtheater

    • artemis
    • 10. November 2014 um 13:26

    Hallo ihr.

    Wir sind auf der Suche nach einem neuem Lichtmischpult für unser Freilichttheater. Das wichtigste: es sollte nicht unbedingt teurer wie 6.000 € werden.
    Zur Zeit haben wir das Illusion 500 von Zero88 und waren damit eigentlich auch zufrieden, allerdings ist es langsam "auf" und das hantieren mit Disketten wird auch nicht einfacher :)
    Von Zero88 haben wir uns jetzt das Orb XF angeschaut. Dies wäre im Moment unser Favorit, da es sich auch ähnlich bedienen lässt wie das Illusion (mittels den Syntax Tasten). Allerdings haben wir auch noch nicht viele andere Lichtmischpulte gesehen...
    Wir haben 24 Dimmer, 4 MovingHeads und noch mal 10 LED Pars. Dazu kommen ein paar Dimmerkanäle für die Umgebung und so... Im Moment machen wir alles über Subgruppen und Paletten, wollen aber auf Cues wechseln. Das neue Mischpult sollte aber beides können. "Frei" belegbare Fader/Tasten, einfache Programmierung und guter Support wäre auch noch wichtig. Remote Steuerung per App, aber auch über andere Quelle (Midi oder sowas) wäre wünschenswert. Einigermaßen Zukunftssicher durch regelmäßige Softwareupdates.

    Kennt sich evtl. jemand mit der Orb FX aus und mag darüber berichten?

    Vielen Dank im voraus,
    artemis

  • Hallo auch. Bin neu :-)

    • artemis
    • 7. November 2014 um 19:10

    Hallo ihr,
    ich wollte mich hier in meinem ersten Beitrag erstmal vorstellen: Ich gehöre zu einem 10 Personen Team von ehrenamtlichen Amateur-Ton- und Lichttechnikern :) Bedeutet: Wir gehören zu einem Freilichttheater (Verein), welches ehrenamtlich jedes Jahr zwei Produktionen aufführt, jeweils ca. 15 Vorstellung zwischen Mai und September. Bis auf ein paar Ausnahmen sind alle Mitglieder ehrenamtlich tätig. Vom Kenntnisstand sind wir in vielen Bereichen sicherlich weit entfernt von Profis, das meiste läuft über "Learning by doing" und ein paar Kurse :)
    Erst hatte ich überlegt mich im Party PA Forum anzumelden, allerdings denk ich, dass wir mit unserer Anlage besser hier hin passen (Ist eben keine "Party" oder DJ Anlage). Zur unserer Ausstattung (da gerade Winterpause ist, hab ich nicht alle Modelbezeichnungen im Kopf :) :(
    Zwei bis vier Boxen von GAE (je nach Bedarf) auf der Bühne für Musik, Verstärker dazu von Mackie
    Ein Haufen Boxen unter dem Zuschauerraumdach von d&b (glaub so knapp 20), verschiedene Modelle mit jeweils passenden d&b Verstärkern. Je nach Entfernung zur Bühne mit passendem Delay (das wurde professionell ausgemessen).
    Drei weitere Zonen mit kleineren Lautsprechern (Kiosk, Auftrittwege, Spielerheim).
    Das ganze ist Verbunden mit einem Roland M-400 Mischpult, als Zuspieler kommen 24 Sennheiser evolution 300 mit passenden Ports zum Einsatz sowie vier Grenzflächen von AKG. Musik kommt von einem PC mit der "MuTe" Software. Der PC ist mit 8 Kanälen ans M-400 angeschlossen, so dass wir alle Zonen flexibel mit verschiedener Musik beschallen können. Gesteuert wird die Software über zwei PreSonus FaderPorts und Touchscreen. Dazu kommen, über ein altes Mischpult, zwei CD-Player und ein MD-Player.
    Licht machen wir über ein Zero88 Illusion 500 Pult. Das wird aber wahrscheinlich bis nächste Saison ersetzt. Daran sind 24 normale Dimmerkanäle (Pars und so), zehn AT10 von LITECRAFT sowie vier Movingheads ROBIN 1200 LEDWash von ROBE. Und auch diverse Lampen für die Umgebung.
    Wenn jemand mehr wissen möchte, nur zu...
    Ich freue mich schon auf nette Diskussionen und denke, dass ich das ein oder andere lernen kann...

    Bis dann,
    artemis

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