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Beiträge von LoboMixX

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 7. April 2017 um 20:28

    Hier ein paar neue Informationen zum weiteren Fortgang:

    Gestern habe ich die verschiedenen Geläute aufgenommen. Da der Glockenstuhl sich in etwa 30 m Höhe im Turm befindet und da direkt vor der Kirche eine stark befahrene vierspurige Straße verläuft, war eine Aufnahme von außerhalb der Kirche indiskutabel und so habe ich die Mikrofone (AKG C391B mit aktiviertem -10 dB-Pad) im Turm etwa 2 m von den Glocken entfernt aufgestellt.
    Es gibt dort 3 Glocken, die größte wiegt ca. 1,2 t und hat den Grundton kleines Dis (155 Hz).

    Gemessen habe ich den Pegel im Turm in ca. 1 m Entfernung der jeweiligen Glocke mit einem Pegelmesser B&K Typ 2233 (Einstellung Peak/Fast/linear - kein Bewertungsfilter). Als Maximalwert konnte ich 125 dB messen, meistens lag der Wert jedoch knapp darunter bei 123 dB.
    Mit einem typischen Handwerker-Gehörschutz auf den Ohren konnte ich es gut im Turm in der Nähe der Glocken aushalten für die Aufnahme (Bedienung des Recorders / Aussteuerungskontrolle), während meine Assistentin, mit der ich über ein Funkgerät kommunizierte, in der Sakristei die Glockensteuerung bediente.

    Die Glocken klingen in der Aufnahme sehr klar und direkt und bedingt durch die Nahabnahme mit "knackigem" Anschlagsklang. Die gute Rückwärtsdämpfung der AKG-Nieren hat das Straßengeräusch hervorragend ausblenden können und der recht lange Ausklang der Glocken kommt daher auch sehr gut durch, so dass die Aufnahmen insgesamt sehr gut für diesen Zweck zu gebrauchen sein werden.

    Es sollte vom Pegel her durchaus möglich sein, mit den infrage kommenden Druckkammerlautsprechern eine in etwa vergleichbare und angemessene Beschallung einrichten zu können, zumal die Lautsprecher direkt an eine Öffnung in den Schallblenden an jeder Seite montiert werden.

    Eine sehr spezielle Erfahrung war das überraschend starke Mitschwingen des Turmes, wenn die zwei Glocken, die schwingen durften, voll ausschwingen. Die große Glocke darf wegen der problematischen Statik des Turms schon länger nicht mehr schwingen und wurde nur über einen seitlich angebrachten Hammer angeschlagen.
    Die Kirche wurde 1940 gebaut und es sind noch die originalen Glocken vorhanden. Diese wurden zwar im 2. Weltkrieg auch demontiert wie so viele andere, wurden aber nicht eingeschmolzen und fanden sich nach dem Krieg in einem Glockenlager in Ostdeutschland unversehrt wieder.

    Der Turm wurde als Stahlskelett-Konstruktion errichtet mit einem nicht-tragenden Mauerwerk aus Bimsstein und Klinkerverblendung aussen. Die Stahlträger, die sich im Mauerwerk befinden, haben Rost angesetzt, was zum einen das Mauerwerk beschädigt, zum anderen aber die Stabilität gefährdet.
    Ich war jedenfalls froh, dass die große Glocke nicht mit schaukeln durfte, das hätte den Turm sicher ordentlich zum "Tanzen" gebracht. Für diese einmalige Aktion der Aufnahme bestand aber ansonsten keine Gefahr, dass da etwas einstürzen könnte.

  • Druckkammer-Lautsprecher - Bitte um Hilfe zur Auswahl

    • LoboMixX
    • 26. März 2017 um 20:23

    Bis hierher erst mal vielen Dank für die Vorschläge!
    Da die Firma (eine Fachfirma für ELA-Technik), auf deren Homepage ich den Octagon gefunden hatte, in Aachen ansässig ist und das von mir aus relativ nah ist, werde ich versuchen, mit einer Audio-Datei des Geläuts (die Aufnahme wird am 6.4. gemacht) die Lautsprecher beim Händler zu testen.
    Ich hatte bereits einen kurzen telefonischen Kontakt und sie haben auch noch Alternativen am Lager.

  • Druckkammer-Lautsprecher - Bitte um Hilfe zur Auswahl

    • LoboMixX
    • 23. März 2017 um 22:49

    FF, danke für den Hinweis. Da stehen auf der Angebotsseite von Voelkner tatsächlich falsche Angaben.

    118 dB lesen sich schon viel besser, wobei die max. 125 dB SPL der Octagon wahrnehmbar lauter sein sollten. Die Frage ist aber, ob diesen Angaben zu trauen ist.
    Wenn jemand noch einen guten und vertrauenswürdigen alternativen Druckkammerlautsprecher empfehlen kann, wäre ich für weitere Tipps dankbar.

    @linearray, danke für die Angabe zum Frequenzgang, dazu hatte ich auch nichts gefunden. -10 dB bei 150 Hz sind für diese Anwendung leider wirklich zu bescheiden.

    Ich bitte darum, hier nicht die ganze Diskussion noch mal von vorne aufzurollen, die in dem letztjährigen Thread dazu schon mal geführt wurde [Ersatz für Glocken-Geläut].
    Hier sei nur kurz dazu angemerkt, dass es dem Auftraggeber absolut bewusst ist und der auch von mir darüber voll umfänglich informiert wurde, dass ein gleichwertiger Ersatz für das Geläut durch eine PA eine erhebliche Investition darstellen würde. Diese steht aber erstens nicht zur Debatte und zweitens geht es nur um das einfache und absehbar erfüllbare Ansinnen, für das unmittelbare Umfeld der Kirche mit vertretbarem Aufwand ein wahrnehmbares Geläut zu realisieren.
    Das ist zum einen für die Gottesdienstbesucher gedacht, aber vornehmlich geht es um das Totengeläut. Denn bei der betreffenden Kirche handelt es sich um eine Grabeskirche in der regelmäßig Urnenbeisetzungen stattfinden. Dazu ist es üblich, dass eine Totenglocke ertönt für die Beerdigungsgäste was derzeit nicht der Fall ist.
    Da die Lautsprecher voraussichtlich nach Aufstellung des Gerüsts und dem Beginn der Renovierungsarbeiten aus dem Turminneren, wo sie zunächst montiert werden müssen (direkt hinter einer Öffnung der Schallblenden), nach außen an das Gerüst montiert versetzt werden, kommen auch nur absolut wetterfeste Systeme infrage.
    Es geht also um einen Kompromiss, nicht um eine optimale Lösung.

  • Druckkammer-Lautsprecher - Bitte um Hilfe zur Auswahl

    • LoboMixX
    • 22. März 2017 um 20:38

    Im Rahmen eines vorübergehenden "elektronischen" Ersatz für ein Kirchen-Glockengeläut das wegen der Renovierung des Kirchturms längere Zeit schweigen muss, werde ich eine PA im Turm installieren und habe mich entschieden, für diesen Zweck Druckkammerlautsprecher einzusetzen. (Zu diesem Thema hatte ich vor längerer Zeit hier im Forum in einem anderen Thread um mehr allgemeine Ratschläge gefragt, hier soll es aber nur konkret um die Auswahl des konkreten Druckkammerlautsprechers gehen).

    Zur Auswahl stehen ein Lautsprecher von Monacor und ein alternativer Typ von "Octagon". Es sollen vier Lautsprecher montiert werden.

    Hier die technischen Daten:

    Monacor IT 400TW 60W

    Link: Monacor IT 400TW

    Farbe:
    Weiß
    Länge (Tiefe):
    400 mm
    Höhe:
    335 mm
    Breite:
    420 mm
    Marke:
    Monacor
    Belastbarkeit RMS:
    8 W
    Schutzart:
    IP66
    Kategorie:
    ELA-Druckkammerlautsprecher
    Material:
    Kunststoff
    Besonderheiten:
    wetterfest
    Belastbarkeit (max.):
    60 W
    Schalldruck (max.):
    101 dB
    Betriebsspannung:
    100 V
    Frequenzbereich:
    100 - 15 000 Hz
    Gewicht:
    7.1 kg


    2) OCTAGON-100T (2-Wege)

    Link: Octagon 100T

    Nennimpedanz
    100 V / 8 Ohm
      Nennbelastbarkeit
    100 W
      Anpassungen
    100 - 50 - 25 - 12,5 W
      Übertragungsbereich
    70 - 20.000 Hz
      Empfindlichkeit (1W / 1m)
    105 dB
      max. Schalldruck (1W / 1m)
    125 dB
      Abstrahlverhalten
    100° x 70°
      Abmessungen (H x B x T)
    348 x 3 x 320 mm (hier liegt offensichtlich ein Fehler in der Beschreibung vor, es müsste 348x348x320 heißen)
      Farbe
    weiß-grau

    Der Preis ist praktisch gleich, wegen des deutlich höheren maximalen Schalldrucks tendiere ich zum "Octagon" (die dazu benötigte stärkere Endstufe ist von der Kalkulation kein Problem, in diesem Fall wäre es die"Monacor PA-1480" mit 1 x 480 Watt RMS). Der Grundton (tiefste effektive Frequenz) der größten Glocke liegt bei 146 Hz (D kleine Oktave), so dass beide Lautsprecher vom Frequenzumfang her passen würden.
    Nun ist es so, dass ich die Qualität der Monacor-Produkte ganz gut einschätzen kann und daher auch sicher bin, dass es sich um eine verlässliche und haltbare Konstruktion handelt und dass die angegebenen Daten auch mit Sicherheit genau so eingehalten werden. Über den "Octagon" weiß ich nichts und konnte auch dazu nichts in Erfahrung bringen.

    Daher meine Frage, ob hier irgend jemand etwas näheres zu diesem Lautsprecher / diesen Lautsprechern sagen kann.

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

    Gruß, Jürgen

  • Orchester Monitoring

    • LoboMixX
    • 18. Januar 2017 um 00:10

    Als studierter "klassischer" Musiker, der aber auch durchaus in anderen musikalischen Welten zu hause ist, kann ich das meiste von dem, was hier schon gesagt wurde unterstreichen.

    Das Orchester muss unbedingt alles hören können, was für den musikalischen Kontakt und das Zusammenspiel essentiell ist, z.B. Sänger/Sängerin, der/die vor der Rock-Band steht und eventuell vom Orchester nicht oder nur sehr leise gehört wird.
    Alles, was die Orchestermusiker zudeckt unbedingt vermeiden. Wenn die Musiker sich selber und ihr Orchesterumfeld nicht mehr richtig hören können werden sie sauer. Und sich selber nur aus dem Monitor zu hören ist für alle, die damit nicht vertraut sind ein Ding der Unmöglichkeit - InEar geht schon gleich gar nicht. Weniger ist wie schon mehrfach erwähnt in der Regel mehr. Klassische Musiker hören üblicherweise sehr fein und sind auf subtile Feinheiten trainiert und brauchen deshalb keinen Monitor-"Overkill", weder der Anzahl der Lautsprecher nach noch hinsichtlich deren Leistung. Kleine Monitore, am besten in Ohrhöhe auf Stativen strategisch gut verteilt sind meiner Erfahrung nach meistens die bessere Wahl. Wenn man auf die Wünsche der Musiker flexibel und zielgerichtet eingehen kann, sind sie recht "pflegeleicht". Wenn man das Vokabular der "Klassiker" versteht ist das auf jeden Fall von Vorteil - und spart im Zweifel viel Zeit!

    Wie schon gesagt orientieren sich die Orchesterleute immer am Dirigenten, dieser muss also auf jeden Fall mit den Essentials versorgt werden. Musiker in Opernorchestern haben sogar eine gewisse Routine darin sich (fast) nur über den Dirigenten mit den Sängern auf der Bühne zu synchronisieren, die sie oft selber in ihrem Graben kaum hören können. Das ist auch dort nicht ideal, geht aber oft nicht anders.

    Noch etwas: Beim Hantieren mit der Technik / Einrichten (Stative, Kabel, Mikros usw.) mitten zwischen den Musikern nie, nie, nie den Instrumenten zu nahe kommen, vor allem nicht bei den Streichern! Die Geigen haben zwar beileibe nicht alle den Wert einer Stradivari, aber sie sind meist sehr teuer und für die Spieler durchaus so etwas wie ein über alles geliebtes Heiligtum - was ich im übrigen sehr gut nachvollziehen kann.

    Viel Erfolg!

  • Schaltbild Soundcraft Spirit

    • LoboMixX
    • 15. Januar 2017 um 00:32

    Ich habe einen kompletten Schaltplan vom Soundcraft Spirit Studio. Aus dieser Serie hatte ich mal das 24-Kanal/8-Bus-Pult an dem ich einige Modifikationen vorgenommen hatte, wofür dich den Schaltplan brauchte.

    Falls es passt, kann ich gerne die betreffenden Seiten scannen und mailen. Weiteres auch gerne per PM.

    Gruß, Jürgen

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 3. Januar 2017 um 14:34

    Ich habe für den Geschäftsführer eine Auflistung erstellt die einen Überblick über die benötigte Technik, deren Kosten sowie eine Kalkulation der Gesamtkosten incl. Einrichtung enthält.
    Dazu habe ich die beiden Alternativen 100-Volt-Druckkammer-Technik versus einfache Pa-Boxen-Technik gegenübergestellt mit deren jeweiligen Vor- und Nachteilen und den eventuellen Möglichkeiten (bzw. eventuellen Unmöglichkeiten) einer Folgenutzung. Die Geräte würde ich nicht vermieten, die Pfarre würde die benötigte Technik selber anschaffen.

    Insgesamt kämen diese eher einfachen Lösungen auf eine Größenordnung von etwa 2.800,- €.


    Für das "händisch" einzuschaltende Geläut würde ich das von Dir vorgeschlagene ELV-Modul MSM3 verwenden. Das habe ich mir schon besorgt und getestet. Mit einfachen Drucktastern zum Abrufen des jeweiligen Glocken-Soundfiles erscheint mir dieses Teil als absolut "narrensicher". (Das Modul würde ich aber nur gegen eine Leihgebühr zur Verfügung stellen da ich dafür selber noch eine spätere Verwendung hätte.)
    Für das täglich wiederkehrende Angelus- und Stundengeläut habe ich eine sehr gute, automatisch funktionierende App für Android gefunden. Das Smartphone müsste die Pfarre stellen.

    Der Geschäftsführer wird mit der Auflistung/Kalkulation in die nächste Gemeinderatssitzung gehen um das Geld dafür zu beantragen. Diese findet aber erst im Februar statt. Danach weiß ich mehr.

  • Kamerabild auf Videowand / Projektion unsynchron

    • LoboMixX
    • 2. Dezember 2016 um 14:16

    Der Flachbildschirm jedenfalls muss nicht der Schwachpunkt sein, vor allem, wenn man ganz altmodisch (analoges) VGA nutzt. Letztens habe ich für ein Konzert in einer Kirche eine Video-Übertragung des Dirigenten (im Chor-Raum) zum Organisten (auf der Orgelempore) installiert. Einfache, bewährte Technik, stabil und funktionssicher: Ältere analoge Panasonic S-VHS-Videokamera, BNC-Kabeltrommel 100m, Lindy Composite auf VGA-Adapter und älterer 15"-VGA-Monitor.
    Latenz war da kein Thema, Bildqualität erfüllte den Zweck voll und ganz, wobei mir für diesen Zweck auch das alte 4:3-Format nach wie vor angemessener erscheint.
    Diesen alten Kram würde ich für diesen Anwendungsfall noch lange nicht gegen "moderne" digitale Technik eintauschen, gegen digitalen Funk schon gar nicht. Auch wenn wie es bei diesem Job aus verschiedenen Gründen nötig war, das Kabel recht aufwändig im Außenbereich verlegt werden musste.

  • gescheite Taschenlampe gesucht

    • LoboMixX
    • 23. November 2016 um 23:58

    Ich hätte sicher noch ergänzen sollen, dass ich mit guten Makita-Akkus (18V 5Ah) ozusagen gesegnet bin. Als ich vor zwei Jahren einen Ersatz für meinen alten und leider schwächelnden Festo-Akkuschrauber war, hatte mein Baustoffhändler gerade einen tollen Makita-Schrauber als günstiges Jubiläumsangebot incl. 3 Akkus und Schnellader parat.
    Danach habe ich mir das eine oder andere nützliche Gerät aus der Akku-Geräteserie von Makita besorgt, darunter auch die erwähnte Akkuleuchte. Ohne Akku und Ladegerät sind die Teile bzw. Geräte vergleichsweise preiswert. Jemandem, der nicht ohnehin schon passende Akkus dazu hat, würde ich die Lampe eher nicht empfehlen, da wirklich zu teuer, wenn man sich Akku und Ladegerät noch dazu kaufen muss.
    Also zusammengefasst: nur empfehlenswert als Ergänzung eines ohnehin vorhandenen Makita-Akku-Geräteparks.

  • Schlagzeugmikrofonierung so klangneutral wie möglich

    • LoboMixX
    • 23. November 2016 um 15:02

    Sorry, da hatte ich wohl das mit "PA" überlesen und war auf der falschen Baustelle unterwegs.
    Mit PA und den oben praxisnah erwähnten üblichen wenig gut gesonnenen Räumen und Umständen kommt man in der Tat nicht so einfach davon.
    Dazu haben die Kollegen schon zutreffenderes geschrieben.
    Dennoch spielt in dem Zusammenhang die Stilistik eine wie ich finde große Rolle. Neutral bedeutet im akustischen Jazz nun einmal etwas ganz anderes als im Heavy Metal. Mit den auch schon angedeuteten Konsequenzen für die Mikrofonierung.

  • Schlagzeugmikrofonierung so klangneutral wie möglich

    • LoboMixX
    • 23. November 2016 um 11:15

    Dem kann ich beipflichten, recht neutral wird es mit (guten) Overheads. Studio-Kondensator-Mikros (Neumann KM184 oder vergleichbare von Haun etc.) sind hier am sinnvollsten. Bass-Drum wenn nötig stützen. Ein akustisch geeigneter Raum sollte auch vorhanden sein. Statt XY würde ich aber eher eine Äquivalenz-Anordnung bevorzugen da sie mehr Räumlichkeit liefert [Infos dazu hier: http://www.sengpielaudio.com/Visualization-EBS.htm

    Wenn nur das Drumset alleine aufgenommen werden soll und so klingen soll, wie es live unplugged klingt, dann würde ich aber eher so vorgehen wie bei einer Ensemble-Aufnahme und eine Stereo-Mikrofon-Anordnung ganz normal vor das Drumset platzieren wie man es vergleichbar auch vor einem akustischen Ensemble aufbaut. Dann könnte man auch Kugeln in AB-Anordnung einsetzen und u.U. generell auf eine Bass-Drum- Stütze verzichten. Der Raum muss aber auf jeden Fall akustisch gut geeignet sein.
    Wenn es möglich ist, einfach mal ausprobieren.

    Ach ja, auch der Drummer sollte gut sein und das Set gut zum Klingen bringen können, denn die sonst üblichen Nachbearbeitungen der einzelnen Mikro-Spuren fällt hier ja komplett weg.

  • gescheite Taschenlampe gesucht

    • LoboMixX
    • 17. November 2016 um 23:18

    Für Handwerkeleien aller Art habe ich die Makita DML802 [https://www.amazon.com/Makita-DML802-…t/dp/B00UZG44NS - finde auf die Schnelle nur diesen englischen Link]. Für meine Tonjobs hatte ich die zwar noch nicht im Einsatz, für diese reicht allemal meine kleine Fenix L2T, denn sie sind nicht so umfangreich.
    Aber für Elektroarbeiten bei ausgeschalteter Sicherung und für sonst alles Mögliche im Halbdunkeln und Dunkeln wo mir der Aufwand zu groß ist, ein Kabel auszurollen hat sie mir schon oft beste Dienste geleistet.
    Zuletzt musste ich nach einer Baumfällaktion noch etliche Äste klein sägen und weg räumen und da es dunkel wurde (ich konnte das Zeug nicht dort liegen lassen und am nächsten Tag war ein Feiertag) habe ich das mit Hilfe dieser Lampe gemacht.
    Recht großer, abgegrenzter Lichtkegel der allerdings nur im Zentrum sehr hell ist und zum Rand hin dunkler wird, was aber für das Arbeiten o.k. ist und dabei insgesamt eine gute Orientierung ermöglicht.
    Super-robust, wasserfest, standsicher, Haken zum Aufhängen, schwenkbarer Lampenkopf und mit 18V-5AH-Akku praktisch unbegrenzte Leuchtdauer (Akkus hatte ich schon von anderen Makita-Akkuwerkzeugen).

    Mit der DML805 bietet Makita auch einen - nicht ganz billigen- Baustrahler an, der sowohl am Netz als auch mit den Systemakkus läuft [https://www.amazon.de/Makita-LED-Bau…5/dp/B010SV3OOO]. Ich habe den nicht selber, aufgrund meiner bisherigen Erfahrung mit etlichen Makita-Produkten aus der Akku-Serie würde ich aber vermuten, dass der Strahler vom "amtlicher" Qualität ist.

    Die mit Abstand hellste Hand-Taschenlampe, die ich kenne ist die Fenix TK45 [https://www.amazon.de/FENIX-TK45-Fen…z/dp/B003URQEBO]. Ein riesiger Leuchtkegel der bis zum Rand sehr homogen ausgeleuchtet ist und wirklich taghell in der höchsten Stufe. In dieser Stufe werden die drei (!) Cree-Strahler aber recht bald ziemlich heiß und die 8 (!) Mignon-Zellen haben dann auch nur ein vergleichsweise kurzes Leben. Dafür gibt es aber auch mehrere schwächere Stufen die für die meisten Jobs ausreichen und die Batterien schonen.
    A propos Batterien: In dieser Lampe hatte ich vor kurzem 8 Aldi-Mignon und seitdem mache ich endgültig einen Bogen um die Aldi-Batterien. Nach nicht mal 5 Minuten auf der hellsten Stufe wäre mir beinahe eine Batterie in der Lampe expoldiert. Die halten diesen Stromfluss offensichtlich nicht aus. Eine der Batterien fing jedenfalls an zu kochen und hatte schon einen Teil ihres Inhalts in den Tubus verdampft. Ich habe es noch rechtzeitig bemerkt und konnte den Batterieträger rechtzeitig entfernen und alles auswaschen bevor ein größerer Schaden verursacht wurde.
    Ich hatte noch mit keinem anderen Batterie-Typ (Duracell/Panasonic) solche üblen Erlebnisse.

    Bei der TK45 wäre mir aber die Diebstahlgefahr wahrscheinlich zu groß und billig ist die ja auch nicht gerade.

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 10. November 2016 um 10:56

    Doch, ich schrieb ja "Angelus-/ und Stundengeläut".
    Allerdings wird nicht erwartet, dass die ´elektronischen´ Glocken eine 100%-tiger Ersatz für die echten Glocken sein sollen, weder vom Sound her noch hinsichtlich der Funktionalität. Wenn es an Silvester um Mitternacht läuten soll, dann muss halt mal jemand von der Pfarre in die Kirche gehen und auf einen Knopf drücken. Es soll halt nur nicht zwei Jahre stumm bleiben.
    Außerdem muss man ja auch schon angesichts des begrenzten Etats "die Kirche im Dorf lassen". Selbstverständlich könnte ich der Pfarre das Geläut von Notre-Dame de Paris liefern wenn man mir das bezahlt incl. Reisekosten und Spesen :lol: , aber das wird ganz sicher nicht zu finanzieren sein :( .
    Insofern muss sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht betrachtet der Gesamtaufwand in gewissen Grenzen halten.

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 8. November 2016 um 20:37

    Das Leben ist ernst genug, da freut es mich, wenn meine Anfrage hier etwas Anlass gibt für erheiternde Beiträge - "gefällt mir" kann ich hier nicht anklicken, es sei aber hiermit ausdrücklich gesagt!

    Zum Stand der Dinge: Heute konnte ich mit dem Geschäftsführer sprechen und ich habe mit ihm die verschiedenen Varianten durchgesprochen.
    Es soll auf jeden Fall das nähere Umfeld beschallt werden, innen in der Kirche muss das Ersatz-Geläut nicht wirklich präsent sein.

    Es gibt Arbeiten außen und innen am Turm. In der Hauptsache wird innen ein Stahlskelett eingezogen um die Statik zu verbessern und insgesamt wird das Mauerwerk ausgebessert. Es ist noch nicht klar, ob das Gerüst über die ganze Bauzeit stehen wird, da es vorwiegend nur für die Außenarbeiten gebraucht wird. Es wird auch Arbeiten im Inneren der Glockenkammer geben, so daß man wo immer man die Lautsprecher montiert oder aufstellt mit einem gewissen Aufwand für einen kleineren Umbau und mit einer (kleineren) Betriebspause rechnen muss.
    Der Aufgang im Turm ist in den ersten Ebenen ein normales Treppenhaus, der letzte Abschnitt in die Glockenkammer führt aber über eine senkrechte Leiter, wobei der Durchstieg nicht eng sein soll (Zitat: "Da bekommt man alles hoch"). Eine vor-Ort-Besichtigung werde ich in nächster Zeit machen.
    Meine favorisierte Variante wären 4 Druckkammerlautsprecher die außen am Gerüst befestigt werden (auf jeden Fall, wenn es die ganze Zeit stehen wird) und dann, wenn es vorzeitig abgebaut werden sollte, innen an die Schall-Lamellen kommen. Wenn das Gerüst nur kurz stehen sollte und bestenfalls auch nicht mit einer Plane eingehaust wird, die sicher etwas Schall schluckt, könnte man sie auch von Anfang an an die Schall-Lamellen montieren.
    Als Alternative dazu habe ich eine Zusammenstellung mit den oben erwähnten billigen thomann-Boxen und passenden Endstufen gelistet (diesmal nur mit Y-Verteiler :wink: ), wobei diese ja zwingend geschützt im Turm stehen müssen.
    Über die Möglichkeit, gebrauchte Technik günstig beschaffen zu können und über die Gefahr, dass nach den zwei Jahren das eine oder andere Teil ramponiert sein könnte habe ich ihn ebenfalls informiert.

    Der Kostenrahmen ist damit ausreichend abgesteckt und der Ball liegt nun beim Geschäftsführer, der bei der nächsten Etat-Sitzung einen Posten dafür beantragen wird. Die anderen Details (das Gerüst und die Bauarbeiten im Detail soweit sie für die Glocken-PA von Bedeutung sind) muss auch er abfragen. Wenn alles durch geht wie gehofft, dann soll das Ersatz-Geläut ab Februar in Betrieb gehen.

    Noch etwas: Beim heutigen Gespräch war dann doch die Rede von einem Angelus- und Stundengeläut (in der zeit von 8-22 Uhr) das beim ersten Gespräch nicht erwähnt wurde. Aber durch einen Tipp eines sehr freundlichen Forumskollegen, mit dem ich telefonisch zu dem Thema Kontakt hatte, kenne ich dazu auch schon eine Lösung mit einem Handy/Smartphone :)

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 7. November 2016 um 21:39

    Das ELV-Modul macht einen sympathischen Eindruck auf mich, vor allem, wenn man die Schalter/Taster abgesetzt in einem eigenen Gehäuse unterbringt das ausführlich und eindeutig beschriftet werden kann.
    Das bestehende Läutwerk wird ebenfalls über große, beschriftete Taster bedient, das sollte also jeder, der dort dafür zuständig ist beherrschen und übertragen können.

    Zum weiter oben empfohlenen Akai MPX8 hatte ich die Info gefunden, dass sich die Anschlagsdynamik der Tasten nicht abschalten lässt (man findet dazu jedenfalls einige kritische Kommentare, und so wird es auf der AKG-Produktseite auch beschrieben). Es wäre schon blöd, wenn ein zu zarter Fingerdruck ein pp-Geläute zur Folge hätte.

    Ansonsten konnte ich den Geschäftsführer bisher noch nicht erreichen um die offenen Fragen zu klären. Was mir noch in den Sinn kam: Gibt es auch Arbeiten in der Glockenkammer und wenn ja, in welchem Umfang und könnte die Technik dann überhaupt dauerhaft dort stehen bleiben, würde noch zusätzlich verdreckt usw. ... (die Glocken selber werden allerdings nicht abgehängt, das war schon geklärt).

    Wenn dem so wäre, hätte die Druckkammertechnik für mich den zusätzlichen Vorteil, dass man die (wetterfesten+staubdichten - IP66) Trichter einfach außen an das Gerüst montieren könnte. Relativ klein wie sie sind bieten sie auch keine nennenswerte Windlast und mit den Gerüstbauern sollte das zu verabreden sein.

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 6. November 2016 um 22:08

    Ein richtig ´fettes´ Geläut oder gar Glocken wie der "Dicke Pitter" hat diese Kirche wirklich nicht. Es muss auch nicht der ganze Stadtteil beschallt werden, mit dem elektronischen Ersatz schon gar nicht. Da die Kirche keine eigentliche Gemeindekirche mehr ist, finden dort auch nicht mehr viele Gottesdienste statt. In der vergangenen Woche fanden immerhin drei Gottesdienste statt, da diese Kirche als Grabeskirche aufgrund des Totengedenkens um Allerheiligen herum noch einen extra-Gottesdienst zugewiesen bekam.
    Über die Anzahl von Grablegungen pro Woche kann ich nichts sagen, das wird recht unterschiedlich sein und außerdem gibt es für die betreffenden Stadtteile nach wie vor einen großen normalen Friedhof.
    Ich gehe nach wie vor davon aus, dass nicht mehr als der nähere Umkreis der Kirche beschallt werden soll. Also so, dass für die Gottesdienstbesucher oder Beerdigungsgesellschaft beim Annähern an die Kirche und beim Betreten ihr gewohntes akustisches Umfeld vorfinden.

    Die 110Volt-Technik hatte ich noch nicht auf dem Schirm, obwohl ich deren oben beschriebenen Vorteile durchaus kenne und diese (einfache, preiswerte Leitung ohne nennenswerte Verluste auch bei sehr langen Kabeln, wetterfeste Druckkammer-Konstruktionen die mit nur geringer Leistungsaufnahme richtig schön Krach machen können) gerade hier ihre Stärke ausspielen könnte.
    Allerdings habe ich gerade die Druckkammer-Lautsprecher als recht ´piepsig´ in Erinnerung und man müsste wohl erst mal testen, wie das konkrete Geläut über so eine ´Tröte´ realistisch klingt aus der praktisch zu erwartenden Entfernung. Wenn´s ähnlich genug klingt, dann wäre die 100V-Technik eine sehr gute und günstige Alternative.
    Bei den verlinkten Teilen, die mir eher klein vorkommen, bin ich da etwas skeptisch, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Die Religions-Kollegen von der muslimischen Fraktion haben ja oft recht beeindruckende Hörner an ihren Minaretten und bekanntlich haben die eine mehr als ordentliche Reichweite. Siehe hier:

    Da müsste ich am besten mal bei den muslimischen Religionsverbänden nachfragen, was deren bevorzugte Druckkammer-Hörner sind, vielleicht gibt es sogar darauf spezialisierte Hersteller im arabischen Raum. Was wäre das für eine Symbolik: Ein katholisches Geläut im katholischen Rheinland wird über Druckkammer-Tröten aus einem erz-muslimischen Land des Orients wiedergegeben :)
    Das hätte doch was ...

    Bis hierhin allen schon mal vielen Dank. Ich werde versuchen, den Geschäftsführer in den nächsten Tagen zu erreichen und auch unter Berücksichtigung der vielen neuen Informationen und Fragen weitere Details abzusprechen. Vielleicht ist er ja auch schon selber irgendwo fündig geworden.
    Ich werde dann weiter berichten.

  • Lowbudget Bildübertragung

    • LoboMixX
    • 6. November 2016 um 20:10

    Einfach mal mit dem T-Stück ausprobieren. Wenn die Qualität ausreicht, ist es die einfachste und günstigste Lösung. Einen FBAS/Composite-Splitter sollte man aber auch recht billig bekommen können (z.B. hier: http://www.ebay.de/itm/Eicke-Bemm…rAAAOSw4shX~SaC).

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 5. November 2016 um 23:24

    Wichtige Frage und wird sofort notiert!
    Soweit ich die Aufgänge in dieser Kirche kenne sind es ganz normale Treppen wie in einem Treppenhaus, die Kirche ist ja ein moderner Nachkriegsbau und nicht historisch oder eine Art Kopie wie die vielen neo-gotischen Gotteshäuser aus dem 19. Jahrhundert wie man sie in unserer Region so oft findet - und die auch alle schöne schmale Wendeltreppen haben wie ihre historischen Vorbilder. Da ich aber noch nicht bis zur Glockenkammer im Turm vorgedrungen war, muss ich die Aufstiegs-Situation im Turm erst mal genauer abfragen.

  • Lowbudget Bildübertragung

    • LoboMixX
    • 5. November 2016 um 22:39

    Ich habe auch schon mal ein Composite-Signal durch ein 100m-XLR-Multicore gejagt. Für einen kleinen Bildschirm zur einfachen Beobachtung der Situation auf einer Bühne war das sogar o.k., aber als Groß-Video-Präsentation mit Beamer für´s Publikum wäre das in diesem Fall nicht durchgegangen. Da ich mal recht günstig an eine gute 100m RG59-Kabeltrommel gekommen bin, hatte sich das XLR als Notlösung dann aber später erübrigt.
    Für die Übertragung des im Chorraum agierenden Dirigenten z.B. zum Organisten auf der entfernten Orgelbühne an der anderen Seite der Kirche (zuletzt am 1.11. so gemacht) nutze nutze ich nach wie vor das "klassische" 4:3 Videosignal via RG59-Koaxkabel. Einfach, ausreichend gut und zuverlässig!

  • PA als (vorübergehender) Ersatz für ein Glocken-Geläut

    • LoboMixX
    • 5. November 2016 um 22:27

    Ich gebe zu, dass ich der ganzen Angelegenheit spontan sehr zwiegespalten gegenüber stand als ich vom Geschäftsführer der Grabeskirche angesprochen wurde. Echtem Interesse stand sofort große Skepsis gegenüber und der Gedanke, dass so etwas einige Nummern zu groß für mich ist. (Als Musiker, der ich im Hauptberuf bin, besitze ich zwar einiges an PA-Technik und da ich seit etlichen Jahren immer wieder nicht nur eigene Veranstaltungen betreue, sondern auch schon mal im Auftrag arbeite sowie Aufnahmen im Klassik-Bereich mache, habe ich durchaus einen gewissen Durchblick. Aber meine Sachen sind für so etwas völlig ungeeignet und Vermietungen mache ich ohnehin nicht.)
    Deshalb hatte ich den Geschäftsführer sofort empfohlen, sich an die Willicher Firma media-spectrum zu wenden bei der ich selber gelegentlich Technik anmiete und deren Professionalität und sehr hochwertiges Material ich sehr schätze.
    Der dort genannte hohe Preis (den ich nicht kritisiere) ist für die Pfarre aber leider nicht realisierbar und so kam der Geschäftsführer noch mal auf mich zu.
    Der zweite Gedanke war dann, mich hier ans Forum zu wenden, in dem ich auch sehr viel Know-How versammelt sehe.

    Zu Vorgeschichte kann ich noch ergänzen, dass am Turm das Mauerwerk ausgebessert werden muss und dabei Teile des Gemäuers geöffnet und immer wieder Steine entfernt werden. Das Schwingen der Glocken würde die Statik gefährden, deshalb müssen sie schweigen. Das wurde selbstverständlich so akzeptiert und ein Geläut-Ersatz stand erst nicht zur Debatte und so gibt es auch keinen entsprechenden Etat-Posten im bereits verabschiedeten Bau-Etat dafür.
    Das hat den Geschäftsführer später ´gewurmt´ und deshalb möchte er jetzt die Möglichkeit ausloten, doch noch einen elektronischen Ersatz herbei zu schaffen. Ob das gelingt und ob dazu eventuell noch mehr Geld locker gemacht werden kann, wird sich schließlich heraus stellen. Jetzt im Vorfeld müsste es erst einmal gelingen, ein realistisches Konzept auszuarbeiten das die Erwartungen erfüllen kann und den dazu nötigen Kostenrahmen einigermaßen präzise auszurechnen. Oder im Zweifel das Vorhaben als zu teuer bzw. an sich als unrealistisch zu erkennen und nicht mehr weiter zu verfolgen.

    Der Ball liegt jetzt insofern bei mir, als ich mich um diese Vorfeldarbeit kümmern muss, um dieses Konzept wenn möglich so aus zu arbeiten, dass schließlich auch ein Auftrag für mich dabei heraus kommt (Material beschaffen/vermitteln und die Installation des Ganzen) - oder ich eben entscheide, die Finger davon zu lassen.

    Die angeregte Diskussion hier hat mich allerdings ebenfalls weiter angeregt und neugierig gemacht, so dass ich auf jeden Fall einige Parameter ermitteln werde, auch wenn aus der ganzen Sache absehbar nichts werden sollt. Z.B. Pegelmessungen des Geläuts in der Glockenkammer und außerhalb der Kirche (da ich einen ´amtlichen´ Brüel&Kjaer Pegelmesser besitze, kann ich auch durchaus verlässliche Daten erbringen). Einen Test mit Lautsprechern wie den hier empfohlenen würde ich auch gerne machen, müsste solches Material aber erst mal (leihweise) auftreiben. Wobei korrekte Pegelmessungen sicher ausreichend Anhaltspunkte für die benötigte Technik liefern sollten.

    Als ganz so mächtiges Geläut wie weiter oben ausführlich beschrieben habe ich diese Glocken nicht in Erinnerung, es ist schon zu lange her, dass ich sie mal gehört habe (ich wohne in einem ganz entfernten Stadtteil). In dem oben erwähnten Fall mögen eventuell auch Reflexionen von Häuserwänden eines Marktplatzes einen Schall-bündelnden Effekt gehabt haben. So habe ich es jedenfalls schon mal in engen Gassen einer Altstadt erlebt.
    Die meisten "Standard"-Geläute, an die ich mich so erinnern kann waren aber nicht von vergleichbarer Mächtigkeit.
    In jedem Fall ist es aber nicht empfehlenswert, sich ohne Ohrenschützer in einer Läutkammer aufzuhalten, wenn die Glocken ´losschlagen´. Aus der Nähe sind selbst kleine Glocken beachtlich durchdringend. Das kenne ich aber auch von entsprechenden PA-Lautsprechern vor die ich mich auch nicht direkt stellen würde ohne Gehörschutz, wenn die einen ordentlichen Wumms machen.
    Die oben erwähnten 87 dB in 30m Entfernung und die Geschichte von ERICH stimmen mich bei allen kontroversen Meinungen im Thread dazu wiederum hoffnungsfroh, dass das Vorhaben gelingen könnte.

    Wenn man bedenkt, wieviel Quadrameter klingende Fläche schon bei einer mittelgroßen Glocke Energie abstrahlen, wundert es nicht, dass dabei derart exorbitante Pegel heraus kommen können. Beeindruckend ist auch die Intensität, die einzelne Teiltöne des Klangspektrums haben können, auch noch in größerer Entfernung.

    Der Energieeinsatz für ein mächtiges Geläut ist im übrigen verblüffend gering.
    Es gibt zwei Arten, einer Glocke einen Ton zu entlocken. Entweder durch einen Klöppel, der, ähnlich wie der Hammer im Klavier, seitlich an die Glocke schlägt. Typischerweise ist das der Mechanismus für Stundenglocken, die eine definierte Schlagabgfolgezeit haben müssen.
    Das ´echte´ Geläut wird aber bekanntlich durch das Schaukeln der Glocke bewirkt, bei dem der innen aufgehängte Klöppel anschlägt. Die dabei verwendeten Läutwerk-Motoren sind verblüffend klein in Anbetracht der Massen, die da in Bewegung gebracht werden müssen. Der Trick dabei ist, dass die Motoren mit ganz kleinen Bewegungen der Glocke anfangen und dann stets im richtigen Moment zupacken im Rhythmus der Schaukelfrequenz der Glocke, so dass sie sich schließlich immer mehr aufschaukelt bis der Schwung ausladend genug wird, dass der Klöppel anschlägt. So kann es bei großen Glocken mehrere Minuten dauern, bis man den ersten Ton hört und nach dem letzten Klöppelanschlag schaukeln die noch ebenso lang weiter bis sie wieder still stehen.
    Diese Schaukelei hat schon so manchen alten Kirchturm an seine Belastungsgrenze gebracht

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