Die richtige Adresse wäre LMC = London microphone center.
Beiträge von guma
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Nochmal zu den KMT-Sachen meine persönliche Erfahrung:
Ich kann mich nicht mehr an die Typenbezeichnung des Amps erinnern, denn nach dem folgenden Vorgang war das Produkt für mich erledigt:
Wir hatten ein Passivweichen-Design für einen 12"/1,5" Monitor in der Feinabstimmung. Dabei diente eine alte BGW 750 C als Referenz. Um sicher zu gehen, daß im Bereich der Übernahmefrequenz die Phasenlage in Punkto Rückkopplungssicherheit besonders günstig ist, wurde neben allen Messungen auch ausgiebig mit einem SM58 gegengetestet. Nachdem alles perfekt war wurde die Weiche in Kleinserie gebaut. Nach einigen Wochen wurde die Box in betriebsfertigem Zustand wieder getestet allerdings mit einer KMT einer ähnlichen Leistungsklasse wie die BGW. Die Box klang plötzlich superbeschissen, schlapp und adynam, mit einem furchtbaren Geknödel in den oberen Mitten wie ein eingebauter Kammfilter, die vorher erreichte Rückkopplungsfestigkeit war völlig im Arsch, für alle Beteiligten ein Schock, sodaß ich logischerweise den Frequenzweichenbauer im Verdacht hatte, nachträglich Veränderungen an der Weiche vorgenommen zu haben.
Wir haben dann die Box zerlegt und stundenlang den Fehler gesucht, bis ich auf die Idee kam, die BGW wieder anzuschließen und plötzlich war alles wieder gut.
Ich spreche hier nicht von Nuancen, sondern von Schrott, der für alle Beteiligten unüberhörbar war. Ich hätte mir bis zu diesem Zeitpunkt nie vorstellen können, das ein Verstärker so viel Mist erzeugen kann.
Das Merkmal schlappe Bässe und quäkende obere Mitten zieht sich durch die gesammte Produktpalette und lässt sich mit einem Equalizer für FOH ( 2 x 12"/2" TOP ) nicht "verschönern". Die 12" und 15" Koaxmonitore sind so daneben, daß sie schon bei geringer Lautstärke im Bereich der "Weiche" ( Übernahmefrequenz ) "uneqbar" fiepen. Ich habe es über Jahre noch nie geschafft auf einem KMT-Produkt ein für mich befriedigendes Ergebnis zu erzeugen. ( Letzter Versuch letzten Sommer).
Das db C4 Plagiat "Zeus" ist ebenfalls ein Erzeugnis, das ich bestenfalls als Geräuschquelle bezeichnen würde.
Meine persönliche Konsequenz: Jobs mit KMT am Start lehne ich als Mixer kategorisch ab, wobei ich mir sonst wirklich fast alles gefallen lasse.
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Eben, deshalb ist es unsinnig über große Reichweiten zu diskutieren !!!
Ich erinnere nochmals daran, daß die Heilsche Erfolgsstory auf dem Champs-Elysees beim Revolutionsjubiläum mit V-DOSC in 6 ( oder noch mehr ? ) Delaytowers angefangen hat.
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Ooooooh, bitte keine KMTs !!!
Ist ein furchtbarer Nachbau, und vor allem: keine KMT-Amps !!!
Kommt hier aus meiner Heimat, sodaß man ab und an damit zu tun hat:
DAS GRAUEN !!! -
Ich bevorzuge ebenfalls die Methode von Tobias Zw. Sie hat den Vorteil das die Symmetrie der Insertgeräte erhalten bleibt. Der return ist auf der assymmetrischen Pultseite dadurch ground lift. Das ist die störunanfälligste Anordnung.
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.. ich bin überzeugt davon, daß Du die unteren 1 - 2 Octaven dieses Bandes getrost für die Sprachverständlichkeit vergessen kannst, d.h. eine untere Grenzfrequenz von 300 - 400 Hz genügt völlig.
Das kann man mit "kleinpappen" machen aber für reale Beschallung braucht man erstens doch eine "gewisse Anzahl" und zweitens ganz erheblich Verstärkerleistung.Der andere Ansatz, der heute leider etwas vergessen wird, sind Druckkammertreiber der 3" Throat ( JBL ) oder 4" Throat Klasse ( S4 von Community, hat auch eine ~ 8" Membran ) leider sind diese Dinger und die dazugehörigen 3" oder 4" Hörner sehr teuer und sie passen in kein gängiges Gehäuseformat. Allerdings sind sie soviel lauter, daß man Duzende von kleinpappen und das ~ 15-fache an Verstärkerleistung braucht, um Pegelmäßig mithalten zu können.
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nach mehreren Laaberern nuu eine Antwort auf Deine Frage:
Ich habe lange über Selbstbaualternativen nachgedacht. Leider sind aber die Materialkosten für Macrolon oder Plexi zugeschnitten + eine entsprechende Verbinder-, Scharnier- oder sonstwie - Lösung selbst über den Großhandel noch teurer als das clearsonic. Ich habe es gekauft und bin sehr zufrieden.
Ich brauche es vor allem für Musical, Klassik, Theater.
Für r' n r' halte ich es für etwas unverhältnismäßig.
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... ja genau, ein post fade line out ist für den live Mixer die ideale FX-send Erweiterung.
Ein "netter" Kollege hat in einem "soziokulturellen Zentrum" in dem ich alle paar Monate mal mische den besagten Umbau nach prefade gemacht, mit der "Multitrackrecordingargumentation". Diese Nummer kommt dort aber nur alle paar Jahre mal vor.
Was aber oft vorkommt sind 4 Monitorwege von FOH, dann bleiben am Venice noch 2 FX sends übrig. das ist mir ( und manchem anderen ) zu wenig. Über einen Post fade line out kann man aber sehr komfortabel einen z.b. Snarehall bedienen und ,wenn mans wissen will, über einen kleinen externen line/matrixmischer die Anzahl der FX sends gewaltig erhöhen. :wink: :wink: :wink:
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Ich nutze extrem viel Doubling, Chorus, Pitch shifting also Effekte mit kurzen Delayzeiten zum "fetter und breiter" machen von Stimmen und Gitarren. Dabei benutze ich kaum Werksprogramme, Dir aber alle Parameter für die genannten Geräte zu vermitteln würde den Rahmen des Threads wahrscheinlich etwas sprengen und ist auch eins meiner wenigen " Betriebsgeheimnisse".
Von den genannten Geräten produziert das M-one ( und nicht das PCM 70 ) den natürlichsten, dezentesten Nachhall, daher Stimme. Darüber hinaus produziert das M - one sehr schöne Chorus-Hall Kombieffekte, die sich sehr bequehm mischen lassen.
Im SPX 990 gibt es ein Programm " Good old Pitch shift ( change ? ) mit einer dezenten Verstimmung um wenige cent und dem unvermeidbaren single delay. Mit etwas Abwandlung ( Stereobasis über zwei gering unterschiedliche Laufzeiten ! ) sehr schöner Schmalz-effekt !
PCM 70: Ritch Plate für gefällige Snare
SPX 900: gated Reverb.
Das mit der Rückkopplungsgefahr stimmt im Prizip, denn all diese Effekte produzieren letztendlich Interferenzmuster/Kammfiltereffekte, die die Feedbackgefahr erhöhen
aber wenn die Publikumsbeschallung genügend Headroom für die Gesangsmikrophone vor dem ersten Feedback ( 10 dB oder mehr !? ) hat und die Effekte nicht gerade gleich laut wie das Original sind (!), sollte das keine so große Rolle spielen. -
... sehr schöne Konstruktion. Deine Überlegungen dazu sind auch genau nach zu vollziehen und decken sich 100% mit meiner Meinung. Großes Lob für die klare Linie zum Thema Kompression !!!
2 Überlegungen hätte ich da noch:
In der vertikalen Richtung wird der angestrebte Abstrahlwinkel sowohl durch die Tractrix-Kontour als auch durch die Bauhöhe ( Vermeidung von Beugung ) für tiefere Frequenzen Richtung untere Grenzfrequenz des Horns besonders gut eingehalten. Ich befürchte aber, daß die konische horizontale Richtung sich leider nicht so verhält, sondern höhere frequenzen stärker bündelt und tiefere eher beugt, sodaß beim horizontalen Clustern nebeneinander doch Keulen mit unruhigen Off-axis - Frequenzgang im Bereich der oberen Grenzfrequenz entstehen, die diesen Bereich eher benachteiligen ? Kannst Du das simulieren oder messen ?Die andere Frage wäre, ob eine 2 x 10" Variante vom Handling her nicht günstiger wäre. Du könntest ja trotzdem 4 x 10" stacken, wenn Du die 1,5"/Horn konstruktion nicht ins gleiche Gehäuse baust ?
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Der deutsche Vertrieb ist die Fa. Amptown.
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Mein zugegebenermaßen intolerantes Statement:
Der Rausschmiß gilt hoffentlich nicht nur für eine Internetadresse und ein Pseudonym, sondern für eine Person von Fleisch und Blut !
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aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuuuuuuuuuaaaaaaaaaa!!!!
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... Du brauchst in der d&b B2 + C4 sub Variante 2 x C4 statt 1 x C7 pro seite!
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... ja leider scheint es so, als hätten meine Profikollegen so viel zu tun, dass sie nicht zum Erzeugen interessanter neuer Themen kommen. :mrgreen: :mrgreen: .
Habe ja versucht mit gutem Beispiel voran zu gehen, es muß ja nicht gleich so'n "Textbrett" sein wie bei mir. :wink: :wink: :wink:
Hier mal ein paar Themenvorschläge:
- Drahtlostechnik: Was ist "state of the Art" für welche Aufgabe ?
- Betriebssicherheit und Reparaturanfälligkeit von Drahtlossystemen.
- PS 15 - Was sind heute die ernsthaften Alternativen.
- Teilmodulare Mischpulte in Block- oder Kassettentechnik: Die Unterschiede sind bekannt. Aber gibt es inzwischen "Langzeiterfahrungen" zu praxisrelevanten Vor- und Nachteilen gegenüber den vollmodularen "großen Schwestern" ( Reparaturen, Betriebssicherheit, Akzeptanz ) ?
Traut euch !!! :lol:
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... ähem, nur dass mich keiner hier mißversteht:
Ob es wirklich sinnvoll und wirtschaftlich ist, eine R'n R' Großveranstaltung für zigtausende von Besuchern mit Q1 zu betreiben steht auf einem anderen Blatt, aber es ist technisch auf jeden Fall mit gutem Ergebnis möglich.
:wink: :wink: :wink:
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Hallo Oliver !
1. Ja, ich denke, daß das bei Indoor-jobs mittlerer Größenordnung OK ist.
2. Eine Erweiterung mit B2 ist für große Indoor- jobs, Open airs > 2000 Pers oder Techno Disco sicher sinnvoll. Das ist sicher auch ein Stück Geschmacksache. Ich persönlich mag Bandpässe eigentlich nicht so sehr und neige dazu, Thiele-Small Kisten auch in größerer Anzahl zu verwenden, auch wenns bei wachsender Größenordnung irgendwann eigentlich vernünftiger ist, Bandpässe einzusetzen.
Eins der frühen Erfolgsgeheimnisse von d&b war ja gerade die Kunst aus relativ kleinen Gehäusen das maximal Mögliche an Bass rauszuholen. ( B1 ) Die B2 ist halt schon ein "ordentlicher Kübel".
Wirklich nötig brauche ich die B2 vieleicht 4-5 x im Jahr, dann kann ich sie mir auch leihen.3. Mit der B2 zusammen wirklich uneingeschränkt. Gerade auch durch die horizontale Arraybarkeit halte ich es für unproblematisch auch eine 30.000 Pers R'n R' Show zu machen. Wie bereits erwähnt ist es darüber hinaus eh die Frage, ob man nicht auch für puristischere Line Arrays outdoor bei größeren Entfernungen Delay lines verwenden sollte (Witterung, Wind, Thermik u.s.w.), sodass unter Einbeziehung dieser Option dem Ganzen eigentlich überhaupt keine Grenzen gesetzt sind.
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@ K-Ulrich
...ja diese Trennung machen wohl die meisten von uns, aber die Ursache ist eben die Darstellung/Displays und die Bedienoberfläche, wenn das befriedigend gelöst wäre, würden wir wohl alle gern digital arbeiten. -
... so gez isset jekläärt !!!
Wir haben den Original Neutrik-Stecker zerlegt:
Die Verbindung zwischen dem eigentlichen Kontaktstift und dem "kabelschraubsockel" ist ne "Sollbruchstelle". Biegt man an dem vom Plastik befreiten Kontakt verbiegt er sich nur wenig und bricht dann sofort vom Sockel ab. Sicher gibt es hier alle paar hundert oder tausend Stecker mal Haarrisse.War übrigens noch die Version mit den beigelegten Kupfer-Aderendhülsen und nicht die neuere mit dem integrierten Klemmechanismus.
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1. Sprache und "akustische" Instrumente in Industrieproduktionshalle.
Location:
Neuerrichtete Produktionshalle eines Holz verarbeitenden Betriebes. Stahl, Holz, Glas, rechteckiger Grundriss, 50m lang, 22m breit 11m hoch. Bühne an der Stirnseite leider nicht mittig wegen Rolltor. Für die Aufhängung der front truss können wir die Laufkatze an der Hallendecke benutzen, sodass mit den Motoren sowohl Fahrten in der Höhe wie in der Tiefe möglich sind.
Akustisch ist die Halle das Grauen, RT60 > 3 sec. Innerhalb des RT60 Fensters bleibt der Nachhall sehr lange laut, Zwei 10 m voneinander stehende Personen können sich sprachlich nur nach mehrfacher Wiederholung verständigen. Der Nachhall ist jedoch sehr diffus, ohne deutlich wahrnehmbare Einzelreflektionen. Wie sich später herausstellte, genügte die Anregung der halle durch einen einzelnen Wedge bei ausgeschalteter Front (!), um die Musiker auf der Bühne von der besch… akustischen Ausgangssituation zu überzeugen.
Vorbereitung:
Eine Vorbesichtigung hatte nicht stattgefunden. Am Vortag der Veranstaltung kam die Hiobsbotschaft, dass wegen der Mittagsveranstaltung ( Hausmesse ), die ohne uns stattfand, bis 13:30 Uhr kein Tonaufbau stattfinden kann und die Halle danach erst leer geräumt werden muss.
Die Licht- und Riggingfirma gab am Vorabend die geschätzten Hallenmaße durch ( Gott sei dank kann der gut schätzen, wie wir nachher mit dem Distometer herausfanden).
Die Schätzmaße gaben wir ins Q-Calc ein und machten eine grobe Vorplanung.Equipment:
4 x Q1 pro seite, 3 x Q-sub pro Seite, 4 x D12 Amp, 4 x Monitor U1 12“/DE 900/Limmer 60° 2 x LAB 1600
Venice, Varicurves, Neumann KM 105, BSS DIs, das übliche “siderackgeraffel” ( lexicon war etwas überflussig s.o.! )Eingestellt hatten wir uns darauf, ein Zeitproblem zu kriegen ( s.o. und mangels Q-Routine ) und vor allem darauf mehrfach rauf und runter zu fahren, umzuhängen u.s.w.
Durchführung:Tatsächlicher Aufbaubeginn 14:30
Messen mit Distometer, Abstand Trussvorderkante zu Hallenrückwand 38 m, ( Bei vom Lichtler geschätzten 40 m !!!! ) Frame- Höhe 6,20m ( hätten wir noch variieren können, war aber bei nur 4 Elementen pro Seite vernünftig ) Nur geringe Korrekturen im Q-Calc
Ergebnis: Frame angle -4,8° , 1°/5°/12° Zwischenwinkel, CPL -2dB, dass untere Paar -1,5dB. Sehr geschickt war die Aufhängung über „Rotaclamp“, da die Bühne etwas versetzt stand, konten wir das seitenwandnahe Array bequem 12° nach innen drehen.
Die drei Bässe benutzten wir in der CSA = Nierenkonfiguration.
Die Q1 sind im Dreierpack, komplett verpint, in 0° Position gecased. Diese Verpackung wird von d&b nicht favorisiert wegen möglicher Abnutzung von Metallteilen (???) hat sich aber für mich und drei weitere User als sehr praktikabel erwiesen.
Das Aufbauen, umpinnen, verkabeln ging superschnell, ebenfalls die Amp-Programmierung, obwohl diese vorher für ein völlig anderes d&b Lautsprechersystem benutzt worden war. Erstes Grinsen bei meinen Jungs.Hören und Messen:
Ums gleich voraus zu nehmen: Wider Erwarten waren wir sofort mit dem ersten Hänge- und Setup Ergebnis zufrieden !!!
Sowohl gehört, als auch gemessen, war die Lautstärke und „frequenzgangsmäßige“ Verteilung“ in der Halle supergleichmäßig. Alle Ängste waren sofort zerstreut. Ebenfalls waren beim Durchschreiten der Halle in der Tiefe keinerlei unangenehme Interferenzen wahrzunehmen. An den letzten 5 m vor der Rückwand war das zur Vermeidung von Rückwandreflektionen programmierte Pegelrolloff zu hören, aber kein Höhenabfall !!! Keiner der anwesenden Tonis hatte nach 35 m Lust das d&b „Hochtonlifting HFC“ einzuschalten !!!Am Varicurve gab es ebenfalls keine Höhenanhebung und das EQ-ing fiel trotz der o.g. akustischen Probleme nach Messen und Feedbackprovokationsversuch sehr moderat aus, lediglich bei 160 Hz, 400 Hz, 930 Hz und 3,8 Khz wurden kleine, sicher hallenabhängige Problemchen gebügelt.
Danach machten wir uns auf der Bühne auf die Suche nach der im Forum beschriebenen rückwärtigen „Lowmidkeule“, denn diese müsste ja falls vorhanden ein ernstes Problem für unsere 3 akustischen Guitarren des Abendprogramms sein. Weder mit Messen noch mit dem Feedbackprovokationsteset konnten wir ein solches Problem auf der Rückachse oder +/- 45° davon weg detektieren. Im Gegenteil war es hinter dem System einfach gleichmäßig leiser.Soundcheck und Veranstaltung:
Um 17:30 ( man beachte das Zeitfenster !!! ) waren wir souncheckbereit. Sehr schnell war klar, dass wir trotz der miesen Akustik gewinnen würden. Ordentliche Sprachverständlichkeit trotz der o.g. Hallfahne, Gitarrenlautstärke nach Belieben ohne Feedbackproblem, klanglich kommen die Gitarren mit dem Raumhall ganz gut zurecht, Anschlagsdynamik und Diskriminierung von Einzelnoten sind ordentlich. Das CSA kommt beim Bandleader nicht gut an: beschwert sich tatsächlich über auf der Bühne nicht mehr vorhandene Bässe !!! Wieder allseitiges Grinsen.
Ca. 1200 Leute in der Halle, Sound und Lautstärke sind trotz der niedrigen Anzahl der Q-Elemente perfekt gleichmäßig, ein Nearfill scheint uns unter diesen Bedingungen völlig überflüssig. Obwohl Laien ja in der Regel Hallenakustik und Beschallung nicht auseinander halten können, gab es keinerlei Beschwerden über das Nachhallgewabber in der Halle.
2. Rock und Pop in 2000 Pers. Sporthalle
Location:
Sporthalle mit beidseitigem kleinen Tribünenbereich 36 m breit, 60 m tief, Stahl, Glas, Beton, Nachhallzeit bei Vorbesichtigung erträglich, allerdings zeigt die Messung einige unschöne Einzelreflektionen. Sprachtest: passable Verständlichkeit bis ca. 30 m, Hängen der Fronttruss problemlos möglich.
Vorbereitung:
dieses Mal haben wir viel Zeit zum Ausprobieren und exakte Daten aus dem Laserdistometer.
6,80 m Framehöhe, Abstand Trussvorderkante zu Hallenrückwand 47 m, wegen der Hallenbreite planen wir für den vorderen Anteil der Seitentribüne ein kleines „near-side-down-Fill“ bestehend aus je einer U1 12“/DE 900/Limmer 60° /Rohrklammer/TV-zapfen/Schwenkbügel, deren Winkelung wir indirekt aus den Q-Calc-Daten ableiteten.Equipment:
6 x Q1 pro seite, 6 x Q-sub pro Seite, 6 x D12 Amp, 12 x Monitor U1 12“/DE 900/Limmer 60° , 2 x Drumfill 2 x Sidefill (1x B118/U1) 8 x LAB 1600, 2 x LAB 4000, 10 Monitorwege über ML 4000
AMEK Recall by Langley, OMNIDRIVE, Varicurves,u.s.w., Moderator mit Countryman NackenbügelDurchführung:
Dieses Mal wollen wir Einiges genauer wissen: Wir haben ein Inklinometer, und eine Stoppuhr dabei.
Q-Calc Ergebnis: Frame angle -4,3° , 1°/1°/2°/6°/14° Zwischenwinkel, CPL -2dB, das untere Paar -2dB. Aufhängung wieder über Rotaclamp.
Die 6 Bässe pro Seite benutzten wir dieses Mal ohne CSA.
Zwei Q1 Dreierpacks pro Seite, sind mit zwei Mann pro Seite in 18 Minuten gehängt, gewinkelt, gesafed und verkabelt !!! die unteren zwei Qs habe ich zum Spaß mal alleine umgepint, geht auch. Wieder Grinsen bei den anwesenden Techs.
Das Inklinometer zeigt eine Abweichung von etwas über 1° zwischen dem gemessenen und dem errechneten Frame-Winkel. Das liegt zum einen an der Tatsache, das die Rotaclamp logischerweise nur ganze Lochabstände im Frame zulässt und das Hängeloch und nicht der Winkel die im Q-Calc zu errechnende Variable ist. Tatsächlich bringt die Eingabe des gemessenen Winkels ins Q-Calc nur ein wenig abweichendes Ergebnis. Bewärt hat sich in der überarbeiteten Q-Calc-Version den 8 KHz Bereich für die Endabgleichung der Splaywinkel zu benutzen, da bestes Hochtonergebnis und angenehm gleichförmige Pegelerwartungen für die anderen Bereiche mit ähnlichem rolloff.Nun hatten wir noch Zeit ein bisschen mit der Höhe und den Winkeln zu spielen. Ergebnis: 1. Eine Höhe von unter 3,80 m unterste Box zu Boden macht das Q-calcen deutlich schwieriger und die Verteilung ungleichmässiger, was man dann auch hören kann, das Ergebnis liegt jedoch immer noch deutlich vor Anordnungen mit konventionellen Arrays. 2. wieder belassen wir das System nach Anhören in der ursprünglich „ausgecalcten“ Version !!
Unser kleines „near-side-down-Fill“ verhält sich zum Q vor allem durch die korrekte Laufzeit und den sehr viel niedrigeren Pegel im vorderen Seitentribünenbereich sehr gutmütig, der Übergang nach hinten in den Q-Bereich hinein ist fliesend. ( Oder hat das was mit dem gleichen DE 900 und dem Limmer-Horn zu tun ?) Ein „inner near fill“ vermissen wir wieder nicht.
Hören und Messen:
Sowohl gehört, als auch gemessen, war die Lautstärke und „frequenzgangsmäßige“ Verteilung“ in der Halle erneut sehr gleichmäßig, wieder waren beim Durchschreiten der Halle in der Tiefe keinerlei unangenehme Interferenzen wahrzunehmen, auch hier wollte ich, obwohl bekannter Hochtonfetischist das d&b „Hochtonlifting HFC“in den oberen zwei Elementen wieder nicht einschalten trotz 47m bis zur Rückwand !!! Allerdings haben wir im OMNIDRIVE, den wir als Zoner verwendeten, letztlich doch noch eine Anhebung von 1,5 dB bei 14 KHz für die zwei oberen Elemente produziert. Das ist wohl kaum der Rede wert. In der Impulsmessung vom FOH-platz aus lassen sich die bei der Vorbesichtigung gehörten Reflektionscluster teilweise noch nachweisen.
Da ich bisher bekennender Befürworter von 12“ Hornkonstruktionen mit hoher Direktivität für Mitten war, war ich sehr skeptisch, ob sich im normalen Rock/Popmusikprogramm Solisten ( Vocals, Bläser u.s.w. ) über d&b’s „Kammerdipolanordnung“ wirklich durchsetzen. Schon während des Konservenhörens konnte ich mich diesbezüglich etwas entspannen. Feedbackprovokationsversuche mit dem Moderatoren-Nackenbügel ergaben weder hinter noch vor dem System ernsthafte Probleme im gewünschten Lautstärkebereich.Soundcheck und Veranstaltung:
Die anwesenden Bandtechs sind skeptisch wegen des weit hinten ( 36 m ) stehenden FOH Platzes jedoch voll des Lobes über die „Ohrnähe“ während des Soundchecks. Trotz leider hohem Monitorpegel auf der Bühne zeichnet sich schon in der leeren Halle ein gutes Durchsetzungsvermögen für Solisten ab.
Ca. 2000 Leute in der Halle. Bei voller Halle sind die in der Impulsmessung noch gesehenen Reflektionscluster weitgehend unhörbar geworden und die Halle ist jetzt relativ „trocken“. Während der Konzerte breites Grinsen zum Thema rock’n roll – Fähigkeit. Mir fällt auf, dass ich selten indoor so gut abgebildete Effekte gehört habe. Übrigens wollte keiner der Bandtechs am Varicurve spielen ?!
Allgemeines Lob von Bands, Moderator und Veranstalter.
Übrigens sieht ein solches System auf die genannte Entfernung zur Rückwand echt putzig aus.3. Soul-cover-band 800 Pers Mehrzweckhalle ( ground stack )
Vorraussetzungen:
Halle 18 m breit, 28 m tief
Leider erlaubt die niedrige Decke und deren Betonträgerkonstruktion in der Halle kein Fliegen, was für 3 Q1 wegen des geringen Gewichts von 22 kg pro Element auch mit normalen Traversenliften kein Problem gewesen wäre. ( ein Dreierpacket lässt sich einfach mittels Flying bar, einem einfachen gelochten T-Eisen, fliegen.)
Wir verwenden daher 2 x Q1, 3 x Q-sub pro Seite als ground stack. Diese Anordnung braucht zwischen den Bässen keine Q-links, da d&b zusätzlich Hartgummileisten unten und Einfräsungen oben in die Bässe gebaut hat. Die beiden Q1 verbanden wir im 8° Winkel, die obere 1° Neigung zur Horizontalen, sodass sich ein Gesamtwinkel von 6° über der Horizontalen und 16° unter der Horizontalen ergab.
Aus den Ergebnissen der Fliegeaktionen ist uns klar, dass ein befriedigendes Ergebnis nur mit einer gewissen Höhe des Arrays zu erreichen ist und packen das Ganze auf ein 1,20m Bühnenelement. Auf einen Q-Calc trial für diese Anordnung haben wir verzichtet.
Ergebnis:
Natürlich ist eine solche Anordnung auch keine Annäherung an ein line array d.h. Pegel und Frequenzgang waren natürlich nicht in der ganzen Halle konstant. Aber statt der sonst üblichen 2 Stacks von irgendwas hatten wir eine sehr kompakte ( 0,58 m breit, 2,10 m hoch ) Anordnung ohne die sonst üblichen horizontalen Interferenzerscheinungen einer „2Stacks-Lösung“.
Diese Anordnug verhielt sich nun ähnlich rückkopplungsstabil wie größere Anordnungen und hatte mit den von der Bühnenkante verbleibenden 22 m kein Reichweitenproblem. Als ebenfalls unproplematisch erwies sich der geringe vertikale Gesamtöffnungswinkel.Das System hatte genügend „Luft“ um eine Soulband mit drei Sängern und vier Bläsern überzeugend rüberzubringen. Wieder bestach die Fähigkeit mit wenig Mix-Aufwand Solisten zu featuren.
4. Mehrzonen-Anordnung für Sprachübertragung
Kein eigener Job, sondern Beschallung eines sehr geschätzten Kollegen, dessen Aussagen mein vollstes Vertrauen genießen:
Zitat:
14.02.04, Ludwigshafen, Friedrich Ebert Halle
3.021 Besucher
Comedy, Nuhr,2 x 6 x Q 1 Hauptsystem, max. Distanz: 49 m
in 3 er Paketen auf je 1 x CH D 12 verkabelt, die oberen 3: + 2 db + HFC
2 x 3 x Q 1 Balkone, max. Distanz: 37 m, + 2 db + HFC
2 x 1 x Q1 Outfill
4 x E 3 Nahfeld
alles auf D 12 Amping
1 x BSS 366 zum verteilen und DDL für das Nah- + Outfill
1 x Mackie 1604 VLZ
1 x TL Audi Valve Compressor ( hatte nix zu tun !)
1 x Shure BETA 87 UHF
1 x 1 band vom Meyer CP 10 EQ für das Mikro ( - 4 db bei 160 hz )
sonstige EQ´s alle flat ( !! )unter Vermeidung von 0° Winkeln und der Berücksichtigung von ein paar Hinweisen des Entwicklers war diese Entfernung völlig problemlos zu meistern und 20 Meter mehr wäre wohl auch kein Problem gewesen.
Somit kann man sagen, daß bei Berücksichtigung eben dieser spezifischen Q Parameter hervorragende Ergebnisse zu erwarten sind.Herr Nuhrs Stimme klang auf allen Plätzen durchweg sehr natürlich und sehr gut sprachverständlich.
Herr Nuhr spricht außergewöhnlich leise und erzeugt durch diese als Stilelement zu wertende stimmliche Zurückhaltung auch eine für ihn typische Intensität, die mit dieser Beschallungsanlage auch bis in die hinterste Reihe und den obersten Balkonplatz erzeugt werden konnte.
Darüber hinaus war noch mehr als ausreichend Headroom zur Rückkoppelungsgrenze vorhanden.
Eine weitere Verbesserung wäre nur durch bauliche Massnahmen, z.B. einen Vorhang auf der Rückwand zwischen Balkon und hintere Tribüne möglich, um die dort nackte Betonwand reflexionsfrei zu gestalten.
Also komplette Zufriedenheit beim Veranstalter, Künstler, bei der bemusterten Firma und bei mir, weil:
Super lustig war es auch noch, der Mann ist schon erstklassig.
Zitat Ende.Auf Nachfragen war die horizontale Anordnung der Q-Arrays unproblematisch, ein Umstand den Anselm G. im PP ebenfalls bestätigt hat.
Fazit :
1. Die erwartete Flexibilität fanden wir voll bestätigt, wir hatten bisher keine Situation, in der wir uns ein stärker bündelndes, puristisches line array gewünscht hätten und keine, in der wir uns ein konventionelles horizontal geclustertes System gewünscht hätten.
2. Man kann tatsächlich mit einer geringen Anzahl von Elementen schon sehr beachtliche Ergebnisse erzielen.
3. Das System ist sehr einfach zu handeln, schnell aufzubauen und macht einen sehr vertauenswürdigen Eindruck.
Ich habe daher 12 Q1, 12 Q-sub, 6 D12 + komplette rigging hardware gekauft. In meiner Region existiert innerhalb kürzester Zeit ein ganz beachtlicher Pool, aus dem ich mich bedienen kann.