@ Juergen - ich empfehle Benson's JAES Beitrag. Wenn Probleme bestehen, den zu finden, bitte per PN nachfragen. Impedanzanpassung bietet eine Reihe von Vorteilen. Nur maximale Schalleistung will man maximal bei Alarmsystemen oder Sportstreckenbeschallung. Fuer dynamisches Musikmaterial sind die Anforderungen doch ein wenig defiziler.
Beiträge von Stefan Rechenbauer
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Jonny, wenn die Hornlaenge weniger als Lambda/4 ist, hat das Horn nur noch einen sehr geringen Einfluss auf den akustischen Strahlungswiderstand am Hornhals. Klar kann der 15" oder 10" unterhalb der Grenzfrequenz des Horns Leistung abgeben, aber der Wirkungsgrad ist dann gleich dem eines Direktstrahlers. Das ist m.M.n. nicht der Sinn eines Hornsystems. Darum mein Hinweis, das 15" Horn auszumessen, sinnvoll zu modellieren (Vergleich zwischen berechneter und gemessener Impedanz), und die Einsatzfrequenz auszuloten. Aber mit WSX sind 120..140Hz Trennfrequenz kein Thema.
Addendum: Mike eins weiter bestaetigt, was ich meine. Die Trennfrequenzen 15" (55 -> 250) und 10" (250 -> x) sind fuer die Anwendung als 3-Weg-System vielleicht ok, aber fuer ein wirkungsgradstarkes 4-Weg-System ungeeignet.
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Andi, die Simulationen auf SpeakerPlans sind nichtssagend. Die Hornkonturparameter sind nicht angegeben, es wird mit voellig wahlloser Eingangsspannung von 70V modelliert, die Erwaermung der Schwingspule wird nicht beruecksichtigt, der wahre Wirkungsgrad ist nicht angegeben. Ausserdem nehmen die dort an, dass 4 WSX in einem Stack operieren. Wird das bei dir der Fall sein, oder betreibst du eher 2 x 2er Stacks? Du solltest dir selbst ein Bild machen (oder blind irgendwelche Treiber reinschrauben). Poste mal deinen WSX-Plan als DXF und berechne die Hornkontur und die Vor-/Rueckkammervolumen.
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Zitat von "Flexy"
Mit dem würde ich erst einmal 4 Stück bauen und irgendwann bei bedarf nachrüsten. 4 Gehen auch schon ordentlich tief, was ja auch passt, da deine Turbos auch schon sehr viel kick können.
Ich waere da vorsichtig. Wenn 2 x 2er Stack zum Einsatz kommt, ist der Zugewinn an Strahlungswiderstand nur moderat; der Hochpass will genau geplant sein, um die Auslenkung zu kontrollieren. Zudem kann das TSM3 unter 140Hz keine vernuenftige Leistung abgeben kann. Allein die Laenge des Horns und die Mundflaeche diktieren die physikalischen Grenzen. Dafuer muss dieser 15" aber bis mindestens 450Hz spielen, um die 8"(?) zu ergaenzen.Ich kann nur empfehlen, die in Frage kommenden Hoerner und Treiber penibel auf Auslenkung und Wirkungsgrad hin zu untersuchen. Linearer Leistungsfrequenzgang und Resonanzbedaempfung sind nicht das Kriterium, das erledigt sich mit dem Controller. Und wenn ich mir den Preis von dem Void V18 1000 anschaue, bekomme ich schon Zweifel, ob das wirklich der wirtschaftlichste Treiber ist.
@ Nicolai - Werden die TSM3 aktiv betrieben (2 x DCX vorhanden)? Wenn du das ordentlich angestimmt kriegst, kannst du einigen Profis mit weitaus teureren modernen Systemen die Kinnleiste aushaken.
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Hubanstieg haben ALLE Chassis in Hoernern unterhalb der Grenzfrequenz des Horns, also keine Angst. Ein vernuenftiger Hochpass ist unerlaesslich (speziell bei elektronischer Musik). Du solltest deinen Plan in ein Hornresp-Modell uebertragen, und den Wirkungsgrad im gegebenen Rueckkammervolumen kontrollieren. Es finden sich bestimmt Leute, die dein Hornmodell kontrollieren koennen.
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Alte Plaene der renommierten Hersteller (Martin Audio und TurboSound) rausgraben, bei 15" Treibern bleiben (Kostengruende), die Parameter der originalen Treiber rausfinden, moegliche Ersatztreiber suchen. Hornkontur mit CAD und Excel nachempfinden, Zusammenspiel von moeglichen Treibern und Hoerner im 2er/4er/8er Stack mit Hornresp nachempfinden. 1 vernuenftiges Horn wird mind. 1.7m Hornlaenge und 0.5m3 Volumen aufbringen. Ueber Transport nachdenken.
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Moin Matthias,
(gesetzt das die Impedanzmessung korrekt ist) ist die Resonanzfrequenz aus akustischer Masse des Ports und des Gehaeusevolumens gleich der Frequenz, bei der der Imaginaerantel zwischen den Impedanzmaxima gleich Null ist (49.5Hz in deinem Fall). Zudem ist seltsam, dass die elektrische Impedanz beim unteren Maximum eine so niedrige Verlustguete (i.e. hohe mechanische Verluste im Port) aufweist. Schlaeft da eine Katze im Port (ist mir passiert, sah aehnlich aus)? Oder ist das Ende des Ports mit Daemmaterial verschlossen oder nah an einer Gehaeusewand? Die akustische Nahfeldmessung des Ports sieht eher so aus, als ob Schall direkt aus dem Gehaeuse entweicht.
Kontrollieren (Resonanzkreis aus 3 Bauteilen messen und nachrechnen), Nachmessen, Nahfeldmessungen von Port und Treiber reinstellen, beide Messungen in ARTA ueberlagern (Achtung beim Fensterbeginn, am besten auf Null belassen und Mikrophon in einer Ebene vor Treiber und Port platzieren, eine Messung bei 1..2m Abstand auf der Strasse zum Vergleichen des Gesamtfrequenzganges.
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@ DirkB - Verstaerker mit 2 Ohm Last (4 X 8 Ohm parallel): Spannung V. Dem entgegen steht Verstaerker mit 8 Ohm Last; fuer die gleiche Stromstaerke / Schalldruck braucht man Spannung von 2*V. Der zweite Verstaerker muss die gleiche Leistung an 8 statt an 2 Ohm abgeben. Du bist mit der Konstruktion von Verstaekern sicher bestens vertraut; so eine Konstruktion ist nicht wirtschaftlich. Zudem senkt die elektrische Serien/Parallelschaltung den Wirkungsgrad der Lautsprecher.
Kontrolle der Membran per "Daempfungsfaktor" - der Anstieg der elektrischen Guete des Treibers durch die endliche Quellimpedanz des Verstaerkers ist ein minimalphasiges Phaenomen. Ein elektrisches Filter zur Resonanzkontrolle bringt die Uebertragungsfunktion zurueck in den Sollbereich (ohne "Residuumsresonanzen" wie so oft in Wastelforen beschworen). Beispiel: der Vierpol nach Linkwitz zur Kompensation einer zu hohen Einbauguete.
Es hat sich schon einiges getan. Die Masse der Systemingenieure ist heute der Meinung, dass sich Lautsprechervolumen proportional durch Verstaerkervolumen ersetzen laesst. Dementsprechend fuellen sich Journalseiten mit Forschungsberichten, um die thermische Belastbarkeit von dynamischen Antrieben zu verbessern. Numerische Verfahren und leistungsfaehige PCs erlauben den Entwurf von sehr linearen Unterhangantrieben mit ausreichend hoher Belastbarkeit. Derartige Chassis stapeln sich in den Musterregalen der renommierten Hersteller und erreichen nie das Portfolio, da das Marketing sie als nicht kommerziell verwertbar ansieht.
Zitat von "Jobsti64"Unser Musikmaterial ist ja recht dynamisch, sagen wir unser 900W rms Bass spielt durchschnittlich bei nem Lied mit so 500W,
hier und da tuts dochma nen +3dB lauteren Bumms und schon clippt der genau passende Amp, der Überdiemensionierte nicht. (Limiter außen vor gelassen)
Eben (du hast dich selbst korrigiert). Sinnvoll ist es nur, die RMS Leistung auf einen Wert zu begrenzen, bei dem noch keine uebermaessige Powerkompression auftritt. Dann braucht es auch keine exzessiven Scheitelspannungen vom Verstaerker und man geraet bei der Leistingsdimensionierung nicht in die Enge. Als Gegenbeispiel: Welche Scheitelspannung muss ein Verstaerker erbringen, um bei 500WRMS und 4Ohm Last ein Musikprogramm mit 9dB Scheitelfaktor wiederzugeben? Wuerde man so einen Verstaerker in der Praxis wirklich einsetzen? Nein.RMS (root mean square) ist der schoenste Begriff, da die Bildungsvorschrift gleich mitgeliefert wird RMS = root(mean(square(U(t))), also Quadratwurzel des geometrischen Mittels aller quadrierten Spannungswerte (ueber den Betrachtungszeitraum). Das 'in den positiven Bereich verschieben' erledigt sich durch das Quadrieren von selbst.
Das ganze RMS-Business ist aber uninteressant; ein Blick auf mein Beispiel zeigt, dass bei Erreichen der RMS-Grenze der Treiber bereits hoffnungslos komprimiert und der Gesamtwirkungsgrad im Keller ist. Und Benni: warum heisst es 'truck space' und nicht 'sedan trunk space'? Von 1920 bis 1980 war viel umbautes Volumen fuer guten Sound notwendig. Heute wird mit relativ wenig Volumen (aber massiv gestiegenen Anschaffungskosten) ein mittelmaessiger Sound erzeugt. Eine direkte Konfrontation erzeugt dann erschrockene Gesichter und unglaeubiges Fachsimpeln.
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Zitat von "DirkB"
Auch im Schwesterforum hatte man sich schon einmal dazu Gedanken gemacht und war damals, wenn ich mich recht entsinne, zu der Feststellung gekommen, daß ein 12"-Lautsprecher eigentlich nicht mehr als 50W ... 100W sinnvoll verarbeiten kann. Hier, der Beitrag von billbo, 22.03.07 Das Problem wurde aber auch genannt: Wirkungsgrad fordert enge Schwingspulenspalte im Magneten und damit höhere Präzision in der Fertigung.
Oder: eine groessere Leiterlaenge innerhalb des Feldes. Moderne Langhubchassis parken aber 50+% der Leiterlaenge (ungekuehlt) ausserhalb des Spaltes. Ich erzaehle niemandem etwas Neues; Nachweise Unwirtschaftlichkeitsnachweise der Ueberhangbauweise in Zeiten der Verfuegbarkeit von Magnetmaterialien mit hoher Feldstaerke (AlNiCo frueher, Neodymium heute) fuellen ganze Ordner (z.B. Newman & Keele et.al, JAES). Es ist interessant zu beobachten, wie ein Buergerkrieg in einem afrikanischen Drittweltland in den 60ern den Wald-und-Wiesen-Treiberkonstrukteur in den 2010ern beeinflusst.Zitat von "DirkB"
Nein, schlicht und ergreifend. 2-Ohm-Betrieb ist unnötig. Wenn ein Verstärker für 8 Ohm spezifiziert ist, dann kommt da eine Box mit 8 Ohm ran. Habe ich fünf derartiger Boxen, dann schalte ich die nicht parallel, sondern nehme fünf Verstärker.
Es geht um das Kriterium 'wirtschaftlich'. Was ist wirtschaftlicher: 1 Verstaerker mit X Watt an 2 Ohm, oder 4 Verstaerker mit X/4 Watt an 8 Ohm, um mit der gleichen Menge Schallwandler die gleiche akustische Leistung zu erzeugen?Zitat von "DirkB"
Eher nicht. In dem geschilderten Fall hätten wir Leistungsanpassung, die für Leistungsverstärker unzweckmäßig ist; weil am Innenwiderstand der Endstufe genausoviel Leistung umgesetzt wird wie an der Last. Zudem ruiniert eine Leistungsanpassung den Dämpfungsfaktor, mithin wird also das Ein- und Ausschwingen der Lautsprechermembranen unkontrollierter.
Üblicherweise arbeitet man mit Spannungsanpassung, d.h. der Innenwiderstand des Leistungsverstärkers liegt bei wenigen Milliohm.
Der Vorteil liegt in der deutlich geringeren dynamischen und statischen Leistungskompression. Benson (JAES) fasst die Vorteile von Stromverstaerkern / Leistungsanpassungsverstaerkern gegenueber Spannungsverstaerkern zusammen.Zitat von "toadie"Ist Powercompression in der Tat so verherend, oder relativiert sich diese ebenfalls bei Belastung mit echtem Musikmaterial, im Gegensatz zur Sinuskurve.
Ein idealer Schallwandler erzeugt Schalldruck linear zur Eingangsspannung am Verstaerker (also dem Musiksignal). Leistungskompression sorgt dafuer, dass bei steigender Musiksignalspannung die Zunahme an Schalldruck immer geringer wird; also eine nichtlineare Regelkurve (daher die Kompressionsbezeichnung). Die Zeitkonstante dieser Regelkurve haengt von den thermischen Eigenschaften der Spule, des Magnetsystems und des Gehaeuses ab und ist fuer jeden Weg des Systems unterschiedlich. Die Huellkurve des reproduzierten Musiksignals wird veraendert.@ toadie - du verwechselst staendig Spannung und Leistung. 600W/8Ohm ist eine Spannungsangabe, naemlich die RMS-Spannung bei Wiedergabe eines Sinussignals an eine 8Ohm-Last (Scheitelfaktor 3dB, daraus ergibt sich auch die Maximalspannung). 600W RMS bei z.B. Musiksignal mit 9dB Scheitelfaktor bedarf aber einer wesentlich hoeheren Maximalspannung. Es ist daher stets viel einfacher einen Sinus mit 600W RMS als irgendein Programm mit 600W RMS wiederzugeben - eben da die maximale Scheitelspannung groesser ist. Die an die Schwingspule abgegebene Waerme bleibt in beiden Faellen gleich.
Mach den Test - Rauschen auf den Sub, Messung des Schallpegels in 1m Abstand im freifeld, Eingangsspannung schrittweise erhoehen und gemessenen Pegel als Funktion der Eingangsspannung auftragen. Aber: du verstaerkst die Leistungskompression bewusst durch den Kompressor; dir kommt Leistungskompression sogar zugute. Ansichtssache.
Zitat von "Jobsti48"Somit oversizen wir die Amps und können unseren Lautsprechern ihre volle rms Leistung geben und das sauber. (Der Amp muss net am Limit arbeiten)
Genau. Man kauft einen 1400W/4Ohm Verstaerker um genug Spannung zu erzeugen, einen Strom durch eine heisse Schwingspule zu pressen, nur weil unbedingt 900W in die Kisten rein muss. Ich zitiere mich mal selbst:Zitat von "Stefan"Beispiel: Sub statt bei 127 bei 121dBSPL(re20uPA)RMS betreiben, zwei Systeme an gleichem Verstaerkerkanal betreiben (+6dB Schalldruckpegel da kohaerente Quellen). Erforderliche Klemmspannung sinkt von 66V auf 22V, Gesamtleistung sinkt von 659W auf 222W, Impedanz sinkt von 6.6Ohm auf 2.2Ohm, Schalldruckpegel bleibt bei 127dBSPL(re20uPA)RMS.
Deine Marketingstrategie ist goldrichtig um Verstaerker zu verkaufen. Leider muss ich dir mitteilen, dass du Lautsprecher anbietest. -
In diesem Beitrag (http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=48&t=67099) wird die Frage nach der Realitaetsnaehe von Leistungsangaben gestellt. Jeder kann mit einer kleinen Tabelle den Wahrheitsgehalt selbst pruefen. Hier ein Beispiel:
- Box mit 2X12", Wirkungsgrad 101dBSPL/1W/1m, max 130dBSPL
Kann diese Box die 130dBSPL erreichen oder nicht? Zuerst die Luecken in den Angaben fuellen:
- dBSPL braucht einen Bezugspegel, wir nehmen den Standard 20uPa an
- die Abstrahlbedingung ist unbekannt; da es sich um ein Topteil handelt ist nur die Angabe von Vollraumabstrahlung 4Pi sinnvoll.
- die Nennimpedanz der parallelen Lautsprecher sei 4 Ohm
- dBSPL(re20uPa)/1W/1m ist keine Wirkungsgrad-, sondern eine Empfindlichkeitsangabe bezogen auf die Hauptabstrahlachse. Die akustische Leistung und der Wirkungsgrad bleiben unbekannt, da die Richtwirkung des Lautsprechers nicht gegeben sind.
- die Empfindlichkeitsangabe bezieht sich vermutlich auf RMS Empfindlichkeit
- die maximale RMS-Eingangsleistung eines 12" Treibers sei 450W
- fuer den Entwurf einer Beschallungsanlage sind vor allem die maximalen RMS-Schallpegel interessant. Da nichts anderes angegeben ist, nehmen wir die max 130dBSPL als RMS Wert (i.e. Wiedergabe von Sinustoenen mit Scheitelfaktor CF = 3).
- die maximal zulaessige Temperatur der Kupferschwingspule und Klebestellen sei 250 Grad Celsius, die Raumtemperatur sei 20 Grad Celsius, maximale Temperatur wird bei maximal zulaessiger RMS Eingangsleistung erreicht
- der verwendete Verstaerker liefert 1400W/4Ohm, demnach ist die maximale Klemmspannung 75VWelche Klemmspannung und Gesamtleistung ist nun erforderlich, um mit obiger Box einen bestimmten Schalldruck zu erzeugen?
Fall A) Man vernachleassigt die Erwaermung der Schwingspule. Die Differenz aus gewuenschtem Schalldruckpegel und Empfindlichkeit erlaubt die Berechnung der Klemmspannung und der Gesamtleistung.
Fall B) Man beruecksichtigt die Erwaermung. Das geht am einfachsten ueber den fuer einen gewuenschten Schallpegel erforderlichen Schwingspulenstrom (da F = Bl*i). Durch den Strom erwaermt sich die Schwingspule und der Spannungsabfall erhoeht sich; ergo muss die Klemmspannung erhoeht, um den gewuenschten Strom / Schallpegel zu erreichen.
Die folgenden Grafiken zeigen fuer obige Box die theoretische (Fall A) und wahre (Fall B) Klemmspannung, Leistungsaufnahme, Schwingspulentemperatur und Leistungskompression als Funktion des erzeugten Schalldruckpegels.
By nullFall A) Mit einer Klemmspannung von 56.4V und einer Leistungsaufnahme von 794W sind 130dBSPL(re20uPA)RMS Zu erreichen.
Fall B) Oberhalb 124dBSPL(re20uPa)RMS steigen erforderliche Klemmspannung und Leistungsaufnahme ueberproportional an. Bei 127.5dBSPL(re20uPa)RMS ist die maximale Klemmspannung des Verstaerkers erreicht. Bei 128dBSPL(re20uPa)RMS wird sowohl die zulaessige Leistungsaufnahme als auch die Temperatur ueberschritten. Die Leistungskompression betraegt bei 127.5dBSPL(re20uPa)RMS bereits 5dB. Mit einer vertretbaren Leistungskompression von 3dB sind 125.5dBSPL(re20uPa) erreichbar.
Zum Vergleich die Werte fuer 130dBSPL(re20uPA)RMS:
Klemmspannung Fall A) 56.4V Fall B) 270.6V
Leistung Fall A) 794W Fall B) 3813W
Temperatur Fall A) - Fall B) 995 Grad CelsiusDie Grafiken verdeutlichen zudem die Hintergruende einiger prominent ignorierter Bauernregeln:
-> Fuer akustische und elektrische Effizienz jeden Lautsprecher deutlich unter der RMS-Belastbarkeit betreiben und Verlust durch Vervielfachung der Schallquellen ausgleichen.
Beispiel: Topteil statt 127 bei 124dBSPL(re20uPA)RMS betreiben, zwei Systeme an gleichem Verstaerkerkanal betreiben (+3dB Schalldruckpegel da inkohaerente Quellen). Erforderliche Klemmspannung sinkt von 66V auf 35V, Gesamtleistung sinkt von 659W auf 498W, Impedanz sinkt von 6.6Ohm auf 2.5Ohm, Schalldruckpegel bleibt bei 127dBSPL(re20uPA)RMS.
Beispiel: Sub statt bei 127 bei 121dBSPL(re20uPA)RMS betreiben, zwei Systeme an gleichem Verstaerkerkanal betreiben (+6dB Schalldruckpegel da kohaerente Quellen). Erforderliche Klemmspannung sinkt von 66V auf 22V, Gesamtleistung sinkt von 659W auf 222W, Impedanz sinkt von 6.6Ohm auf 2.2Ohm, Schalldruckpegel bleibt bei 127dBSPL(re20uPA)RMS.
-> Wirkungsgrad ist durch nichts zu ersetzen, als durch mehr Wirkungsgrad! Die seit 2 Dekaden grassierende Substitution des Wirkungsgrades durch die elektrische Leistung ist schlicht Bullshit!
-> Ein wirtschaftlicher Verstaerker muss eine nominelle Last von 2Ohm bei vetretbarem Klemmspannungsabfall beherrschen!
-> Wirtschaftlich sind Endstufen, welche mittels Gegenkopplung eine Quellimpedanz gleich der Lastimpedanz haben!
-> Ein Limiter sollte den Schwingspulenstrom und nicht die Klemmspannung regulieren. Der hierfuer erforderliche Messwiderstand erlaubt den Betrieb des Spannungsverstaerkers als Quasi-Gyrator. Anpassung der Quell- an die Lastimpedanz kann einfach umgesetzt werden, statische und dynamische Leistungskompression sind eliminiert.
-> Ein Beschallungssystem ist eine Kette aufeinander abgestimmter Bestandteile. Elektroakustisches Plug'n'Play ist grosser Bullshit! Das Bedenkliche: selbst Hersteller, welche modulare Systeme kommerziell erfolgreich vertreiben, beschraenken sich auf EQ-Notduerftigkeiten oder werbewirksames DSP-Gewurstel.
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BoxSim als Freeware hilft dir schon weiter, ABER: jedes Programm bedarf u.A. zuverlaessiger akustischer und elektrischer Messungen als Berechnungsgrundlage. Fehlen solche Messungen, errechnen auf Nennimpedanzen basierende 'Weichenrechner' teils praxistauglichere Bauteilwerte. Bevor du Geld fuer ein Programm ausgibst, kauf (und lies) die beiden Einsteigerwerke.
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"Dolchstoss" meint: waere der F-8 mittels Hochpassfilterung vor exzessiver Auslenkung geschuetzt worden, haette er u.U. weniger stark geklirrt etc.pp.
Ihr habt letztlich nicht die Subs, sondern vollstaendig verschiedene Systeme mit deren jeweiligen Abstimmungen hinsichtlich ihrer subjektiven Klangeigenschaften im Tieftonbereich verglichen. Ich will Deinen Test nicht madig reden, sondern fuer die Zuhoerer klarstellen, dass die Ergebnisse nur sehr begrenzt auf die Qualitaeten der jeweiligen Subs schliessen lassen, da:
a) neben den freien Parametern der Subs selbst noch etliche freie Parameter aus den unterschiedlichen Abstimmungen und Tops im Vergleich existierten;
b) die Umsetzung der Herstellerempfehlung in korrekte Abstimmungen mittels eigener Controller und Endstufen erfahrungsgemaesz anfaellig fuer Fehler und klanglich unvorteilhafte Resultate ist, und
c) die Bewertungskriterien 'Klang' und 'Pegel' auch fuer subjektive Kriterien unzureichend definiert wurden.Dein Resultat sollte sich so lesen:
Klang (nach subjektiver Beurteilung von 2 abhaengigen Teilnehmern; Bewertung basierend auf diversem Musikprogramm; Bewertung ohne Referenz und ohne Skalierung):
1. BR118Ex mit LA 112P (Abstimmung nach Ralle)
2. BR118 mit PS152 (Abstimmung nach Herstellerempfehlung, Umsetzung Ralle)
3. F-8 mit F-150 (Abstimmung wie 2.)
4. F-17 mit F12CWH (Abstimmung wie 2.)Ich schreib das, um Mythenbildung ala: "Da hat mal einer 'nen fetten Test gemacht; da hat der BR118Ex alles in die Tasche gesteckt. Da waren auch W-Bins und HD15 am Start, alle chancenlos. Musste mal suchen nach dem Bericht." vorzubeugen.
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Schoener Bericht, aber wie wurden die verschiedenen Subs in Verbindung mit den (stets gleichen?) Tops abgestimmt? Zynisch gesprochen besagt der Bericht lediglich, dass Ralle sich den 'richtigen' Sub gebaut hat. Vielleicht haette der arme F-8 ein klein wenig besser abgeschnitten, haette man ihm nicht den Dolchstoss versetzt. Vielleicht koennte der BR118Ex wesentlich besser klingen, wenn eine korrekte Abstimmung vorgenommen wuerde. Wer weiss...
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Kommt Selbstbau in Frage? Wenn ja, dann kann ich nur waermstens Michael Uibel's Hathor II empfehlen. Es gibt zudem einen Nahfeldmonitor mit DT-300 und SPH-135KEP, der fuer kompakte Projektstudios geeignet ist.
Kaeufliche Monitore fuer 150 Eur/Stueck sind m.M.n. nicht mit den Anspruechen eines Projektstudios zu vereinbaren (ich verweise auf Toole, F.E. (2009); "Sound Reproduction" fuer die Zusammenfassung einer Studie, welche die objektiven Eigenschaften kaeuflicher Nahfeldmonitore unter die Lupe nimmt. Wenn du das gelesen hat, traegst du die 300 Eur entweder zum Bastelladen oder ins Pub.) Die akustische Wiedergabequalitaet der Kombination aus Monitoren und Raum sind das schwaechste Glied der Produktionskette. Die Wirksamkeit jedes in den Rest einer Produktionskette investierten Euros wird geschwaecht, solange die akustische Wiedergabe nicht auf einem akzeptablen Niveau angelangt ist. Die preisguenstigsten Nahfeldmonitore mit brauchbarer objektiver Qualitaet (Abstrahlverhalten, Frequenzgang, Verzerrungen, Resonanzen, Reflektionen aus den Ports) sind m.M.n. die Genelec 1029A.
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Das Hauptproblem eines reinen Hornsystems ist, wie Mike sagt, die Uebernahmefrequenz zum Mittenhorn. Soll das Top in ertraeglichen Ausmaszen bleiben, ist eine Grenzfrequenz unterhalb 400 Hz mit einem reinen Horn nur sehr schwer zu realisieren. Ein paar der Alternativen waeren:
- Resonator in der Rueckkammer des Mittenhorns (mit all den hinlaenglich dokumentierten Problemen einschliesslich potentiall starker Verfaerbungen des Mitteltonbereiches)
- Zusaetzlicher Weg im Top mit Stummelhorn ala Xtro (das Stummelhorn kann nur in einem sehr schmalen Frequenzbereich eingesetzt werden, und Gewicht / Abmessungen des Tops steigen stark an)
- Zusaetzlicher Weg im Top als Direktstrahler ala Limmer P... (geht sehr gut aber inkonsequent da kaum erzielbare Richtwirkung und unter 5% Wirkungsgrad)
- Mut zur Luecke (Bullshit)Ich habe kuerzlich ein kompaktes Hornsystem fuer reine Liveanwendungen mit 50Hz/-3dB mit ausserst knappen Budget entwerfen duerfen. Die Loesung beinhaltete ein Groundstack-Horn 120Hz - 450Hz, weil nur so ein Top mit weniger als 40kg und kompakten Frontmaszen moeglich war. Das schwierige raeumliche Abstrahlverhalten um die Uebernahmefrequenz wurde durch die Vorteile (taugliche Richtwirkung bis 250 Hz, hoher Wirkungsgrad ueber den gesamten Frequenzbereich) wieder aufgewogen.
Darum - wenn du das HD15 einsetzen willst, muss dein Mittenhorn / Tiefmittenhorn an die maximal moegliche obere Grenzfrequenz des HD15 angepasst werden.
Und noch eine Warnung - solche Mehrweghornsysteme beduerfen penibler Messungen, Vorplanung der Filterung, Vergleichsmessungen und Testhoeren verschiedener Filtersetups. Die Filterabstimmung des kleinen 4-Wegesystems hat 80 Arbeitsstunden gedauert - und das mit kommerziell erhaeltlichen Controllern!
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Mit 23.5mm Wicklungshoehe und 10.5mm Dicke der vorderen Polplatte ergibt sich ein Ueberhang von 6.5mm. Das sagt aber immer noch nichts aus, weil das Auslenkungsverhalten der Spinnen nicht angegeben wird.
Es ist aber nicht so, dass die Informationen nicht auf Anfrage erhaeltlich waeren. Der Vergleich der (selbstberechneten) Diagramme erlaubt dann auch Rueckschluesse ueber die Unterschiede.
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Zitat von "Inity"
Habe die Resonanzfrequenzen bei 32hz und 64hz, dort ist der Blindanteil sogar höher als der Realwert !!! Wie kommt das?
Rechne mal Real- und Imaginaerimpedanz in Amplitude und Phase um, dann erscheint es vielleicht ein wenig klarer. Der hohe Imaginaeranteil drueckt die starke Energiespeicherung, i.e. die stark verzoegerte Abgabe von Leistung an den Arbeitswiderstand (Realteil der Impedanz) aus. Ein optimales Horn hat eine normierte akustische Halsimpedanz identisch zur normierten akustischen Mundimpedanz - Keele's Paper 'Optimal Horn Mouth Size' beschreibt die Hintergruende. Jedes Auftreten von zusaetzlichen Resonanzen deutet auf eine Fehlanpassung zwischen Hals und Mund hin.Achtung auch: Hornresp gibt einen falschen Faktor fuer die Normierung an. Eine akustische Impedanz von 1 heisst immer Za = rho*c = 415 kgm-2s-1. Der Text sollte also heissen 'Multiply by 415'.
Ob der Treiber 'optimal' an das Horn angepasst ist, laesst sich mit Hornresp nur schwer zu beurteilen (geht eigentlich nur ueber manuelle Vergleiche der Effizienz bei bestimmten Frequenzen). Optimale Leistungsanpassung wuerde bedeuten, dass im relevanten Frequenzbereich die Impedanz des Hornhalses identisch mit der Quellimpedanz des Treibers im Rueckgehaeuse ist - diese Infos fehlen aber in Hornresp. Numerische Optimierung mit z.B. Matlab ist ganz einfach; die freien Parameter beider Systeme werden solange geaendert, bis die geringste Abweichung der Impedanzen erzielt ist (Randbedingungen wie maximale Laenge, Mundflaeche, Halsflaeche, etc. beachten). Nach Leistungstheorem ergibt sich dann der hoechstmoegliche Wirkungsgrad. Den Leistungsfrequenzgang korrigiert man dann per Filterung.
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@ Marcel - 1 Top und 1 Sub nehmen, unter freien Himmel schleppen. Top auf Stativ, Sub auf Boden mit Front buendig zum Top. CD rein, kritisches Stueck anhoeren, Abstand vom Top ca. 5m. Dann den Kollege den Sub in 0.3m Schritten zu dir rutschen lassen, den Titel immer wieder anhoeren und versuchen die Entfernung mit dem besten Kick rauszufinden. Effektiv simulierst du damit das Timealignment. Mindestens 3ms Verzoegerung des Tops (sprich den Sub 1m nach vorn rutschen) wirst du brauchen, um den zeitlichen Bezug richtig einzustellen und den Kick zurueckzuholen.
@ Johnny - alte Debatte wieder. Mit sehr tiefer Trennung zum begrenzt du die Gesamtgruppenlaufzeitverzerrung auf die des Tops, und die Psychoakustik spielt dir zu, da die Empfindlichkeit fuer Phasenverzerrungen mit zu tiefen Frequenzen hin abnimmt. Aber du verschenkst unnoetig Leistung, riskierst das beruechtigte Tiefmittenloch, und erntest jede menge Intermodulationsverzerrungen auf dem Mitteltoener.
130..140Hz Trennung muessen mit jedem 15"/18" Sub zu bewerkstelligen sein (wenn keine sehr langen Ports im Einsatz sind). Aber ohne Timealignment (i.e. uebermaessig verzoegertem Sub) wird das nicht klingen. Darum gibts die alten Faustformeln fuers Delay- die gelten heute wie vor 40 Jahren.
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Das 'Phaenomen' hoert ausserhalb bestimmter Dunstkreise auf den Namen 'cone drift'. Das AES Journal ist seit den 70ern voll mit Herleitungen der Ursachen aus der Bewegungsgleichung, Beurteilungen der Anfaelligkeit bestimmter Systeme, etc. In diesem Punkt muss Andi's Feststellung b) widersprochen werden. Im Gegenzug ist Feststellung a) voellig richtig; wer die nichtlinearen Parameter des Antriebes und der Aufhaengung in der Bewegungsgleichung mit Null annimmt, sieht schnell was passiert.
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Keine Informationen - keine Resonanz. Besitzt du das '18xb700' Gehaeuse schon? Wie gross ist das Nettoinnenvolumen (ohne Reflexkanal), und welche Flaeche und Laenge hat der Kanal?
Wenn du fuer einen bestehendes Gehaeuse den Treiber substituieren willst, muessen die Thiele-Small Parameter des Ersatzes moeglichst genau uebereinstimmen:
- aequivalentes Luftvolumen Vas (am allerwichtigsten)
- Freiluftgesamtguete Qts und Freiluftresonanzfrequenz fs (beide wichtig)
Alle Eminence 18" fallen aufgrund der viel zu weichen Aufhaengung gleich raus (Vas viel zu hoch). Richtig vernuenftig wuerde ein B&C 18PS76 passen (wie kann der Oberton allen Ernstes teurer sein?) Aber dann wuerde ich auf Systeme welche fuer den B&C entworfen wurden zurueckgreifen.Wenn's richtig billig sein soll, sind guenstige 15" Treiber die einzige Option. Fuer jeden dieser Treiber findet sich auch ein passgenauer Bauvorschlag.