Alles klar - danke für die Erklärung!
Beiträge von Hanseat
-
-
Und das "abort above SPL limit" (mit einem sinnvollen Wert angesichts der Möglichkeiten der Test-Box) setzt voraus, dass man das System vorher SPL-kalibriert hat. Kalibrator ist vorhanden - aber wie das genau in REW funktioniert muss ich mir nochmal ansehen.
Gibt es neben REW noch andere empfehlenswerte Software (Win) für diesen Zweck?
-
Kann jemand einem interessierten Mitleser kurz erklären, was "Äquidistanzprinzip" bedeutet?
Google war auf den ersten Blick nicht ausreichend hilfreich.
-
Die Funktion "Abort if heavy input clipping occurs" klingt interessant. Fragt sich nur, ob das bei typischen Verzerrungswerten wirksam wird (also z.B. jenseits von 10%) und damit tatsächlich den Treiber schützt - oder nicht erst bei "hartem Clippin" einsetzt und damit - also eher unsinnige Mess-Ergebnissen aufgrund Übersteuerung des Mikrofoneingangs verhindern soll.
-
Die vielen Möglichkeiten des Wing sind Segen und Fluch zugleich (nicht falsch verstehen, das ist keine Kritik an den Möglichkeiten!). Mit der Komplexität steigt jedoch auch die Möglichkeit für Fehlerquellen und "Neue" am Pult brauchen sicher sehr lange, nur um das Pult überhaupt mal für die typische Anwendung an den Start zu bringen.
Wäre es nicht sinnvoll, wenn es ein paar passende Templates für weniger Komplexe Anforderungen gäbe? Nicht unbedingt "Hausmeister-Mode", sondern z.B. ein "klassisches" Pult-Layout mit 1:1 durchverbundenen Sources (vom ersten AES50-Input)-Channels-Fadern, fertig eingerichteten und mit sinnvollen "Start-Effekten" belegten FX-Busses + Returns, ein paar Monitorwegen, Gruppen und DCAs.
Das Ganze in einem besonderen Speicherbereich des Wing schon mitliefern ("Template") und für einige Anwendungen konfiguriert anbieten - fertig. Beim X32 gab's sowas meines Wissens in einfacher Form - beim Wing auch?
Einen deutlichen Schritt weiter könnte man ein Band-Setup auch schon mal mit ein paar typischen Kanal-Belegungen (für Drums, Bass, Git...) und halbwegs sinnvollen Parameter-Einstellungen anbieten (Gain, Gate/Exp / EQ, Comp - die Dynamics können ja auch zunächst deaktiviert sein) . Natürlich muss man das dann noch vernünftig anpassen, aber eine solche oder ähnliche Ausgangsbasis könnte vielen "Neuen" am Wing den Zugang erleichtern,
-
An den Tests von Production Partner bzw. den Messungen von Anselm Görtz fand ich u.a. die Messungen zum max. SPL vs. Frequenz sehr aufschlussreich. Die Darstellung mit den max. SPL-Werten für 3% bzw. 10% bietet eine schnelle Übersicht über die Leistungsfähigkeit in den verschiedenen Frequenzbereichen. Die Messungen von T4M mit den schrittweise im Pegel steigenden Verzerrungs-Messungen zeigten noch mehr Details (Anteile von K2, K3...).
Leider werden ja nur wenige Produkte so intensiv von Anselm Görtz durchgemessen - und die T4M gibt's nicht mehr. Daher würde ich gern selbst Messungen von für mich interessanten Lautsprechern durchführen können (ein vernünftiges iSemcon-Messmikrofon ist vorhanden).
In diesem Zusammenhang die folgenden Fragen:
- Welche Software-Lösungen gibt es für diese Anwendung (möglichst kostengünstig oder kostenlos)?
- Reicht eine einfache Lösung wie REW für diesen Zweck aus (vergleichbar zu den T4M-Messungen)?
https://www.roomeqwizard.com/help/help_en-G…distortion.html
Bild einer Messung mit REW: https://www.roomeqwizard.com/help/images/speakerstepped.jpg - Mit welcher Software könnte man auch eine 3%/10%-Messung über die Frequenz durchführen?
- Worauf muss man bei der Messung gegebenenfalls achten, damit man den HT nicht durch Überlast ins Nirvana verfrachtet?
-
Hab vor einiger Zeit die LD Stinger 28A G3 gehört und fand die gar nicht mal schlecht. Nun ist mir aufgefallen, dass die Box mit 131dB max SPL (bei eingebauter 500W RMS Endstufe) ganze 8dB mehr Schalldruck liefern soll als deren passive Variante (mit 400W RMS Belastbarkeit) - bei sonst gleicher Bestückung. Das erscheint ziemlich unwahrscheinlich.
Leider gibt es keinerlei Angaben zum Messverfahren, daher hier ein Versuch, das "Phänomen" zu klären:
- Die passive Version ist mit einem Wirkungsgrad von 97dB/1W/1m angegeben. Gerechnet mit 400W RMS (entspricht 26dB) kommt man tatsächlich auf die angegebenen 123dB. Der Bezug auf den RMS-Wert ist allerdings untypisch - sonst werden im Zahlenwettbewerb ja gern die deutlich höheren Peak-Angaben genutzt.
- Geht man bei der aktiven Version vom gleichen Wirkungsgrad mit 97dB/1W/1m aus, muss die Box noch 34dB aus der Endstufe kitzeln, um den angegeben Schalldruck von 131dB zu erreichen. Der Wert bezieht sich sicher auf die Peak-Leistung (anders als bei der passiven Variante) - die RMS-Leistung der Endstufe(n) ist ja mit 500W angegeben. Diese müsste dann 2.500W als Peak-Leistung liefern.
Der EASE GLL-Viewer bringt möglicherweise etwas Aufklärung. Bei beiden Lautsprechern (aktiv oder passiv, 2x8er - aber auch beim 1x8er Stinger) findet sich in der Info zur GLL-Datei die Anmerkung : "Calculated SPL (Leq) ist based on the follwing RMS voltage and average power values:
LF 49V / 300W - HF 14V / 25WCalculating max. SPL consider the crest factor! 12dB crest factor requires a peak voltage output of four times the RMS voltage from the amplifier."
Im GLL-Viewer werden im max-SPL-Fenster dann folgende Werte als maximum Sum angezeigt: (siehe da - ziemlich ähnlich)
- 121.1dB SPL RMS für die Stinger 28 G3 (passive Version)
- 120.7dB SPL RMS für die Stinger 28A G3 (aktive Version / "Flat"-Preset)
Entsprechend der Anmerkung dürften 12dB für den Peak-Wert (mit 12dB crest factor) addiert werden - und somit stimmt der Wert für den Peak-Wert aus dem Datenblatt der aktiven Variante in etwa.
Letztendlich lässt sich der augenscheinlich große Unterschied also auf ein "Marketing-Problem" zurückführen: Die passive Variante wird mit RMS-basiertem Wert für max. SPL beworben, die aktive Variante mit dem höheren Peak-Wert. Letztendlich ein wenig überraschendes Ergebnis: Wenn die gleichen Treiber verwendet werden, sind auch keine relevanten Abweichungen im Bereich des maximalen SPLs zu erwarten.
-
Ehrlich gesagt: Das Syrincs S3 ist mit den vom Hersteller abgestimmten Weichen ein durchdachtes und gut funktionierendes System. Daran würde ich nicht ohne Not etwas ändern wollen. Die passive Tiefpass-Weiche in den Subs eines solchen Systems zu deaktivieren (und den passiven Hochpass im Topteil nicht), erzeugt dann allerdings erst unnötige Probleme, die du wieder lösen müsstest.
Heute bauen die Hersteller ihre Systeme aktiv, aber auch diese sind im Wesentlichen als geschlossenes Konzept gedacht. Da die Amps eingebaut sind, kommen eben aktive Weichen zum Einsatz.
Du kannst mit dem S3-Syxtem auch zwei Eindstufen für Subs und Tops nutzen, ohne dass du dann irgendwas ändern oder bedenken musst. Laut Test sinkt der gemessene Gesamtfrequenzgang des Systems mit einem Sub pro Seite im Bassbereich etwas ab, so dass zwei Subs pro Seite durchaus Sinn machen können und mit vier Subs hast du dann höhere Pegelreserven.
Wie Fux schon schrieb, veschiebt sich die wirksame Trennfrequenz dann zwar etwas nach oben, wenn du die Subs einfach parallel anschließt und den Lautstärkegewinn nicht kompensierst (durch Pegelabsenkung an der Endstufe). Ob sich das störend auswirkt? Da hilft nur ausprobieren, hören und gegebenenfalls messen. Du kannst die Verschiebung der Trennfrequenz auch ganz einfach vermeiden, indem du die Subs nicht lauter als die Tops einstellst und den gewünschten (bassbetonteren) Sound dann mit dem Master-EQ am Ausgang des Mischpults einstellst. Auf diese Weise verschiebt sich die Trennfrequenz dann nämlich nicht.
Natürlich kannst du auch selbst mit einem DSP basteln. In diesem Fall musst du allerdings dafür sorgen, dass die resultierenden Weichen-Steilheiten auch real/akustisch eingehalten werden - nicht nur nominal. Sonst wird das Ergebnis nicht an die vom Hersteller abgestimmte und mit passiven Weichen realisierte Lösung heranreichen. Sobald du anfängst, selbst an den Dingern zu basteln (oder andere Tops zusammen mit den Subs einsetzt), musst du also wissen was du tust - und unbedingt messen, was da passiert.
-
Die Passivweiche die das Top vom Bass trennt ist hier im Bass verbaut.
Im passiven Top ist nur eine Passivweiche verbaut die den 10"er vom Treiber trennt.
Wenn Du also das System aktiv anfährst, also Aktivweiche/bzw. Controller dann in eine Endstufe für den Bass und in eine andere Endstufe für die Tops, dann mußt Du das Top natürlich im Controller/Aktivweiche auch aktiv unten rum trennen.
Die im Top eingebaute Passivweiche trennt wie bereits gesagt nur den 10"er und den Mittelhochtontreiber.
Das ist zwar typischerweise oft der Fall, bei diesem System hat Syrincs das aber anders gelöst. Laut Datenblättern zum S3-System aus S3-184 Sub und S3-101 Top ist die komplette Weiche im jeweiligen Teil der Anlage verbaut. Ausdrücklich wird dabei erwähnt, dass beim Top ein Hochpassfilter bei 140Hz integriert ist und man das Top für aktiven Betrieb auch in einer Variante ohne dieses Hochpassfilter bekommen kann: http://www.syrincs-audiotechnik.de/new/manual/td-s3101n_.pdf
Im Datenblatt des Topteils findet man übrigens auch noch Messungen für das System zu Frequenzgang, Impedanzgang, Verzerrungswert über Frequenz und Abstrahldiagramm vertikal/horizontal. Vorbildlich!
-
Das Syrincs S3 gab es als bei 140Hz passiv getrenntes System, bei dem Sub wie Top eine passive Weiche enthalten und als aktives System. Beim passiven System wird beim Sub das Tiefpassverhalten 2. Ordnung des Bandpass-Gehäuses genutzt und durch ein 6dB Filter ergänzt (so erläutert es Anselm Görtz im Test), das Top enthält seinerseits eine Weiche dritter Ordnung (18dB). Wenn du das passive System wie vorgesehen nutzt, benötigst du keine externe aktive Frequenzweiche.
Auch bei der aktiven Variante behält der Bandpass sein Tiefpass-Verhalten 2. Ordnung. Wenn du also bei 140Hz trennen willst, müsstest du die (aktive) Weiche entsprechend anpassen: Wenn du einen Tiefpass-Filter 4. Ordnung willst, dann eben noch ein 12dB-Tiefpassfilter nutzen oder ein 6dB-Tiefpass bei einer Trennung 3. Ordnung mit 18dB/Oktave, so wie Syrincs das bei der passiven Variante realisiert hat. Ein aktives Filter 4. Ordnung (24dB/Oktave) im Speaker-DSP zusammen mit dem Tiefpassverhalten des Bandpasses würde dagegen nicht zum gewünschten Verhalten führen.
Bandpässe finde ich vom Sound her oft nicht so "trocken" wie Bassreflex-Boxen, aber der Syrincs S3-Sub ist aus meiner Erinnerung (schon lange her, dass ich das System genutzt habe) ein ganz vernünftiger Vertreter seiner Zunft. Daher denke ich nicht, dass das Dröhnen ein grundsätzliches Problem des Subs sein sollte (insofern du aktzeptierst, dass es eben ein Bandpass ist).
Wenn Tops und Subs vernünftig zusammenarbeiten sollen, muss auch der Phasenübergang stimmen. Bei abgestimmten Systemen hat der Hersteller bereits dafür gesorgt, dass das passt. Wenn du eigene Einstellungen vornimmst oder ein anderes Top kombinierst , müsstest du selbst dafür sorgen. Sind die Phasenverläufe beider Systeme nicht vernünftig aufeinander abgestimmt, dann hast du in diesem Bereich auch klangliche Probleme.
Zuletzt stellt sich die Frage, in welchem räumlichen Umfeld du das Dröhnen festgestellt hast. Möglicherweise hat die dir Raumakustik ein entsprechendes Geschenk gemacht (Raummode). Daher auch gern mal Open Air testen.
Laut Messung im Test fällt der nutzbare Pegel des Syrincs S3-Subs unter 50Hz steil ab. Wenn du ihn vor zu großer Auslenkung schützen willst, kannst du also darunter ein HP-Filter setzen.
-
Hier gibt's den Test von Production Partner (aus 1994): http://www.syrincs-audiotechnik.de/new/testberichte/s3101.pdf
-
Welchen Adapter verwendest du jetzt erfolgreich? Hab auch noch einen DCX in einer Festinstallation und meist nur ein Notebook mit USB-Anschluss dabei, daher würde ich mir auch gern einen entsprechenden Adapter zulegen.
-
Anselm Görtz hatte mal in einem Artikel zur Frage "Maximalpegel und Systemstabilität" verschiedene von ihm verwendete Messverfahren erläutert und ist dabei auch auf die Frage der Übereinstimmung zwischen Simulationen (EASE gll) und Messwerten eingegangen: https://www.production-partner.de/basics/maximal…temstabilitaet/
Die 3%/10%-Messungen über die Frequenz finde ich persönlich auch aufschlussreich. Oder wie von T4M praktiziert: Pegel stufenweise erhöhen und K2, K3 etc. über der Frequenz messen.
-
Das nervt mich auch zunehmend. Im "Billigheimer-Bereich" wundert man sich über Fantasieangaben ja wenig. Aber auch im Profi-Bereich wird häufig mit den vom Marketing "aufgeblasenen" Werten jongliert.
Hatte HIER mal einen Beitrag zum Realitätsbezug dieser Angaben verfasst (ursprünglich für Schüler einer AG).
-
Darüber habe ich mich ehrlich gesagt auch schon gewundert. Ich meinte mich allerdings daran zu erinnern, dass beim X32/M32 der Preamp als Kombination aus analogem und digitalem Gain konstruiert ist. Vielleicht liegt das diesmal nur einfach offen zu Tage - oder trügt mich meine Erinnerung?
-
Ob ich nun zwei 2-Kanal-Endstufen nutze oder gleich zwei 4-Kanal-Endstufen mitnehme, das spielt eigentlich keine Rolle - gleicher Formfaktor, ziemlich gleiches Gewicht.
Bei mir übernimmt eine TSA 4-700 das Backup. Hat zwar schon weniger Leistung, aber dann geht es eben etwas leiser weiter. Und für ruhige Veranstaltungen ist das dann meine "Hauptendstufe", da deren Lüfter sehr ruhig läuft (und der Lab-Clone dient als Reserve).
-
-
Stimmt, aber dennoch ist dort weiterhin nur Version 2.1.9 zum Download im Angebot.
davidgiga1993 Kannst du da helfen?
-
"Sie kam an" - magst du mir dazu einen Hinweis geben? Bei mir steht im PlayStore "Autom. Updates an". Mixing Station läuft, das Tablet hängt im WLan, der PlayStore ist geöffnet. Muss ich sonst noch irgendwas tun?
Bei mir im Playstore steht auch immer noch: Zuletzt aktualisiert: 28.10.2024. Das kann doch nicht stimmen. Was hakt da?
-
Wenn ich auf der Seite von Mixing Station nachsehe, steht dort als "Current" die Version 2.2.1. Für Windows kann ich diese dort auch herunterladen. Bei Android gelingt mir das nicht - im Playstore finde ich immer noch die Version 2.1.9. und auch auf die APK auf der Mixing-Station-Seite trifft das zu.
Hab ich da was missverstanden? Ist die "Current"-Version nicht die aktuell verfügbare oder wo liegt das Problem?