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Beiträge von Hanseat

  • PL Audio wer hat Erfahrungen / Empfehlungen

    • Hanseat
    • 8. April 2021 um 09:36

    Noch eine Frage zur Banana: Die Box hat je 3x 6,5er-Tieftöner links und rechts in der Box (in ca. 25-30cm Abstand zwischen den Zentren der Tieftöner). Wenn ich mich nun horizontal vor der Box bewege - muss ich dann nicht mit recht unangenehmen Interferenzen / Kammfiltereffekten rechnen?

    Analogie: Das "D'Appolito"-Prinzip ist ja für vertikale Aufstellung gedacht (in der Annahme, dass man die Boxen recht stabil auf Kopfhöhe richten kann und sich die Interferenzen somit nicht bemerkbar machen), auch wenn man sich in der Horizontalen bewegt. Wenn man eine solche Box quer aufstellen würde, wäre das Ergebnis sicher weniger hübsch.

    EDIT: Hab grad mal aus drei LA210ern von PL-Audio ein kleines "Array" lieblos zusammengeklatscht. Vertikal sieht das sehr schön aus. Horizontal dagegen...das sieht bei einer Kuh oder einer T20 aber mal ganz anders aus.

    Kann mir auch nicht vorstellen, dass das in der Praxis nicht störend wäre. Was für eine wilde Berg- und Tal-Fahrt im Frequenzgang außerhalb der Hauptabstrahlachse...


    Wenn ich einen Denkfehler mache, dann klärt mich bitte auf...

  • PL Audio wer hat Erfahrungen / Empfehlungen

    • Hanseat
    • 8. April 2021 um 08:49

    dirk-baumbach-kamera-video-cinema.jpg

    https://www.lecker-nudelsalat.de/wp-content/upl…ideo-cinema.jpg

    Dirk Baumbach: Band-Seite (Keyboards, Vocals und Fotograf seit 2003)

    PL Audio (Marketing): Linked-In / Video-Dreh PL-Audio

    Fragt sich nun, was zuerst kam: Die Begeisterung für PL Audio oder der Job bei PL Audio...

    Tante Edith sagt: Den Job bei PL Audio hat er wohl seit Dezember 2019, der Test der PL-Audio-Produkte durch die Band fand im November 2018 statt. In dieser Reihenfolge habe ich kein Problem damit!´ :thumbup:

  • PL Audio wer hat Erfahrungen / Empfehlungen

    • Hanseat
    • 8. April 2021 um 00:14

    MuellerSound: Vielen Dank für das ausführliche Feedback.

    Zitat von klangbad

    die d&b V hat ja sich ja zu erwartender Weise recht gut gemacht. Was ich nicht nachvollziehen konnte war wie man 1" Treiber 12" Alcons Bändchen klanglich bevorzugen kann und das unabhängig von der Qualität des verendeten Treibers. Meine Erfahrung ist , dass da selbst in der 2000 € Klasse nichts mithalten kann

    Für alle Mitlesenden: Die Gründe für ihre Entscheidung hat die Band HIER ausführlich dargelegt. So wie ich das lese, hätten die d&b V sicher auch gepasst - da ging es dann sicher auch um die Kosten eines solchen Systems.

    Die 1"-Hochtöner der Banana werden laut Bild des Prozessors im Bericht bei rund 1,7k angebunden. Das ist natürlich schon etwas höher als bei manch anderer Box (die Band hebt das als Vorteil hervor), aber so unglaublich höher nun auch wieder nicht. Dass gleich drei 1"-Hochtöner zum Einsatz kommen bringt nebenbei aber ein paar Vorteile bei der Verzerrungsarmut.

    Bändchen sind ja fantastisch in Sachen Linearität und Impulswiedergabe, prinzipbedingt bündeln sie aber in der Vertikalen zu hohen Frequenzen hin immer stärker. Zu den von der Band früher verwendeten VR12 habe ich keine Daten gefunden, die SR9 hat aber ein etwas kürzeres Bändchen bei dem man den Bündelungseffekt sehr gut erkennen kann. Je länger das Bändchen, desto stärker dieser Effekt. Für ein einzelnes Topteil ist das ja nicht unbedingt ideal.

    Kurzer Ausflug auf einen Nebenschauplatz: Diese starke Bündelung irritiert mich auch an Säulen-Systemen wie der Evox 12 - dort setzt die vertikale Bündelung schon deutlich früher ein und ist viel gleichmäßiger - beides sieht erstmal vorteilhaft aus. Hier und da finden sich ja auch begeisterte Anwender (natürlich im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Systems).

    Dennoch frage ich mich, wie man (abgesehen von der sehr weiten horizontalen Abstrahlung) in der Praxis mit einer so engen vertikalen Bündelung klar kommt: Gerade und knapp über die Köpfe ausrichten? Gut - mit der Entfernung öffnet sich der Beschallungsbereich auch bei nur 10° vertikaler Bündelung - und typische 90x60°-Hörnchen schicken oft viel zu viel Energie unnötig Richtung Boden oder Decke. (Gut: Höher aufgestellt und geneigt passt das gut, aber oft sitzen die Tops bei kleinen Einsätzen ja doch nur grade auf der Stange).

    Zurück zum Salatbesteck: Die äquivalente Fläche im bei den Tieftontreibern der (Big-)Banana ist tatsächlich nicht schlecht, auch wenn die Rechnung der Band nicht ganz stimmt (man kann die effektive Fläche ja nicht anhand der Korbgröße vergleichen, sondern muss Sd als Rechengrundlage verwenden - ich komme bei zwei Big Banana daher nur auf ein etwas kleineres Äquivalent von 2x12" je Seite, das ist angesichts von Größe und Gewicht aber auch nicht übel).

    Die Band schwärmt von der breiten Abstrahlung und dass sie auch auf Monitore auf der Bühne verzichten könne. Das kann ich mir bei dem Setup der Band gut vorstellen (sie hat eher wenig offene Mics auf der Bühne). Bei meinen Anwendungen habe ich häufiger deutlich mehr offene Mics (oder leisere Schallquellen), da wäre mir eine bessere Richtwirkung lieber (und eine Kuh oder eine T20 besser geeignet).

    Arensre  wora: Dass die T20 kein Fullrange-Teil ist, war mir klar, das homogene Abstrahlverhalten gefällt mir aber gut. Wäre denn die Banana bei kleineren Setups notfalls auch mal Fullrange einsetzbar oder ist die auch ausschließlich mit Sub zu betreiben?

    Die F12Pro wäre gegenüber Banana und T20 dann eher ein "stinknormales" Top, was sicher kein Nachteil sein muss, die effektive Richtwirkung beginnt dann aber erst mit Einsatz des Horns.

    Some food for thought... jetzt fehlt mir eigentlich in meinem PL-Audio-Gesamtbild nur noch die Einordnung des Uniray Horntops im Vergleich zu den anderen hier genannten Speakern. Das Konzept ist ja noch einmal ganz anders. Anscheinend mit RCF-ND-Treibern bestückt (RCF MB12N351 + ND850-1.4 laut einem Forenbeitrag HIER). Die Trennung bei 1,2k mit einer 12dB-Weiche kann funktionieren, könnte aber auch Hinweis auf eine recht einfache Weiche sein. Ist der Hornansatz in Sachen Lo-Mids ein relevanter Vorteil in der Praxis? Wie ist das Teil klanglich im Vergleich zu den anderen hier genannten Speakern einzuschätzen? Wäre es qualitativ noch oberhalb der F12Pro anzusiedeln oder wie könnte man den Unterschied beschreiben?

  • PL Audio wer hat Erfahrungen / Empfehlungen

    • Hanseat
    • 6. April 2021 um 11:59
    Zitat von klangbad

    Ja, der Nudelsalat Bericht ist echt kompetent unabhängig und bringt so vieles ans Tageslicht. Macht aber nur Sinn , wenn das amtliche Standardzeugs nicht genug ist. Wobei ich die aktuellen Ergebnisse nicht ganz nachvollziehen kann.

    Mich würde interessieren, was du an den aktuellen Ergebnissen nicht nachvollziehen kannst.

    Geht es dir darum, dass die Band nichts "Amtliches" wie d&b gewählt hat, sondern PL Audio vorgezogen hat? Den Wunsch der Band nach einer möglichst hohen Anbindung des HT-Treibers? Die Banana als "Universalwerkzeug" trotz sehr breiter Abstrahlung?

    Wer hier im Forum arbeitet häufiger mit PL-Audio Banana/Uniray/F12Pro (oder hat länger damit gearbeitet) und könnte vielleicht noch aus seiner Erfahrung berichten?

  • PL Audio wer hat Erfahrungen / Empfehlungen

    • Hanseat
    • 5. April 2021 um 23:48

    Die NX-45 war tatsächlich auch für mich etwas unerwartet in der Runde, aber mit dem sehr tief angekoppelten HT-Treiber (startet schon ab 650Hz) hat die Box ein recht gut definiertes Abstrahlverhalten. Passiv/aktiv ist nicht so wichtig, solange der Sound stimmt.


    Die L5 LTS hatte ich mir vor einiger Zeit schon mal angehört. Sie punktet sie u.a. mit einer wirklich guten Richtwirkung und das P/L-Verhältnis ist wirklich ganz erstaunlich! Allerdings war ich zumindest damals vom HT-Bereich nicht so überzeugt. Schon bei eher kleineren Positionsveränderungen habe ich große Klangänderungen wahrgenommen. Den anderen Thread kenne ich - da hat Christian Engel zu den Klangveränderungen der LTS auch einen Satz geschrieben, der mich sehr an meine Höreindrücke erinnert hat (LINK).

    Am unteren Ende (Lo-Mids) hat die Box laut PP-Test außerdem beim max. Schalldruck Schwächen, so dass man diese nicht ganz so schön an jeden Wald- und Wiesen-Sub ankoppeln kann.

  • PL Audio wer hat Erfahrungen / Empfehlungen

    • Hanseat
    • 5. April 2021 um 15:56

    Wenn ich darf, häng ich mich mal mit an den Faden dran. Auch mich würden ein paar Erfahrungen zu den genannten Tops interessieren (Banana, Uniray, F12Pro), vor allem, wenn ihr mehrere dieser Produkte aus der Anwendung kennt. Mein interesse richtet sich nach Kofferraum-kompatiblen und nicht zu schweren (max ca. 25kg) Topteilen mit gutem Klang und geringer Feedback-Neigung (gerne mit Richtwirkung schon unterhalb des HT-Horn-Einsatzes, vertikal gern um 40°). Skalierbarkeit ist nicht notwendig. Klasse wäre, wenn man das Top für ganz kleine Einsätze (Singer/Songwriter oder Chor/Band ohne Drums/Bass) auch mal ohne Sub einsetzen könnte.

    Da ich kein Profi bin, suche ich allerdings eine Lösung im niedrigeren Preisbereich (und vielleicht auch gebraucht). Voice Acoustic, d&b etc. wären selbst gebraucht außerhalb meiner Reichweite. Die Nudelsalater haben auch mich auf das Banana-Top aufmerksam werden lassen. Ist sicher keine eierlegende Wollmilchsau, aber schon interessant, wenn man kein "Line-Array" erwartet.

    • Wie würdet ihr die Unterschiede in der klanglichen Abstimmung der verschiedenen Tops im Vergleich beschreiben?
    • Welche Vor- und Nachteile (Qualität, Handhabung, Sound, Feedbackanfälligkeit...) könnt ihr aus eurer Erfahrung berichten?
    • Ab welchem Frequenzbereich wirkt eine halbwegs effektive horizontale/vertikale Bündelung beim Banana und wie sieht das beim Uniray aus?
    • Welche klanglichen Unterschiede gibt es zwischen der MKI und MKII-Version der Banane?
    • Und sind die passiven Weichen von PL-Audio bzw. die Setups wirklich so mäßig?

    Wenden ist doch sehr weit weg. Zur ersten Orientierung wärenauch ein paar vernünftige Messungen nicht verkehrt (nicht zu stark gelättet, Frequenzgang und falls vorhanden auch Messungen zum Rundstrahlverhalten). Bei großen Herstellern nutze ich gern mal den gll-Viewer, um mir schon mal ein Bild zu machen (und das hat mir schon in der Vergangenheit gute Dienste geleistet - zumindest konnte ich definitiv eine sinnvolle Vorauswahll treffen).

    Da hier die Profis unterwegs sind: Habt ihr evtl. eigene Messungen von einigen der PL-Audio-Produkte gemacht, die ihr hier veröffentlichen oder mir per Mail schicken könntet? Gibt PL-Audio evtl. auf Anfrage entsprechende Messungen raus?

    Gibt's sonst in oder um Hamburg auch jemand, der das Zeug sein eigen nennt und bei dem man sich mal einen Höreindruck verschaffen könnte?

    Andere Produkte, die ich ganz interessant finde: RCF NX-45A (tiefe Anbindung des Horns, Fullrange-tauglich, FIR, Markenprodukt). Eigentlich auch das TW Audio T20 (anscheinend eine recht gut gelungene Kuh-Kopie), aber das wird preislich wohl nichts. Würde mich dennoch interessieren, ob jemand aus der Anwendung das Banana z.B. mit dem T20 vergleichen kann. Zuletzt ist mir auch die Seeburg A3 über den Weg gelaufen, nach den im Netz veröffentlichten THD-Messungen von Seeburg ist das Teil im unteren Mittenbereich aber viel schneller am Limit als mir lieb wäre.

  • Tom Mikros

    • Hanseat
    • 25. März 2021 um 19:24
    Zitat von guma

    ATM35 ist ein sehr altes Modell, welches inzwischen 2x geupdatet wurde. Am besten entsorgst Du die alte Halterung komplett und steckst das Mikro in die passende Halterung aus dem aktuellem ATM350 System. Die sind hervorragend und gibt es einzeln passend zum jeweiligen Instrument zu kaufen.

    Wenn es sich um den uralten „Beltpack“ Speiseadapter handelt, verstehe ich Dich wenn nicht zum Kabel/Adapter-Thema ein entschiedenes 'Häh?' von mir.

    Genau die Variante haben wir. Klanglich mag ich die sehr, aber Halterung und Kabel sind nicht toll.

  • Der neue Gesangsmikro Faden

    • Hanseat
    • 25. März 2021 um 08:16

    OM7 verlangen tatsächlich schon disziplinierte Nutzer. In meinem Fall (immer mal wieder eher unerfahrene Anwender) daher nicht optimal. Für eine Schule habe ich mal Audix OM2 besorgt und die funktionierten sehr gut und sind unkompliziert in der Anwendung. Könnte ich mir bei "Leuts mit Gitarre" gut vorstellen.

    MBHO MBD 219C sind eher unbekannt (und nicht gerade günstig), aber einen Test wert. Klanglich auch fast schon Kondensator-like. Mechanisch eher kräftige Teile und optisch eher "Rundfunk"

    Als Kondensator würde ich sonst auch das Audio-Technica ATM 710 empfehlen.

  • Tom Mikros

    • Hanseat
    • 25. März 2021 um 08:04

    Beyerdynamic Opus 88: (Niere)

    + sehr offener Klang, tolle Mikrofonhalterung, in der Halterung eingebauter XLR-Stecker (nach unten gerichtet => Kabelanschluss optisch sehr unauffällig).

    - Einstellmöglichkeit begrenzt. Die Richtcharakteristik in den Höhen hat Ausreißer, so dass das Übersprechen der Becken in den Mics mir nicht so gefällt.

    Fazit: Bei hoch hängenden Becken oder disziplinierten Drummern nehm ich sie gern. Die hab ich aber nicht so häufig :)

    Audio-Technica ATM35: (Niere)

    + Klanglich sehr ausgewogen. Einfache aber gute Halterung der Kapsel.

    - Die Mini-Klemme ist o.k. aber nicht toll, der Schwanenhals unserer Mics ist wohl ausgeleiert, daher bleiben sie nicht immer an der gewünschten Position, langer Kabelsalat + Speiseadapter nervt.

    Fazit: Mit etwas Gaffa bleibt die Kapsel an der gewünschten Stelle. Das ist mir für Live aber zu frickelig. Sind daher unsere Tom-Mikrofone im Probe-/Aufnahmeraum.

    Sennheiser e604: (Superniere):

    + unkompliziert in Sachen Befestigung, Anschluss und Ausrichtung, auch klanglich gut. Superniere passt an den Hänge-Toms meist auch besser. Robust.

    - klanglich nicht so offen

    Fazit: Unkomplizertes Arbeitstier, ist daher live meist unser Standard.

    T-Bone RM-700 Bändchen (Acht):

    + Ein einzelnes Mikrofon zwischen den Hänge-Toms funktioniert gut. Satter Sound. Höhen der Becken nerven nicht, BD und Splash-Becken (hängt bei uns zentral über der BD) werden optimal ausgeblendet

    - Braucht ein Stativ oder eine andere Montage-Lösung, weil es kein Klemm-Mikrofon ist.

    Fazit: Funktioniert eigentlich echt gut. War für uns hilfreich, als uns bei einem großen Live-Gig die Kanäle ausgingen (X32).

  • Minimusikstudio zu Hause

    • Hanseat
    • 16. März 2021 um 00:29

    Da hast du sicher recht, allerdings finde ich (u.a.) bei Reaper die Möglcihkeit sehr sinnvoll, das Programm auf beiden Plattformen einsetzen zu können. Das kann die Zusammenarbeit mit anderen Musikern oder die Arbeit auf Rechnern, die nicht das gleiche OS verwenden, deutlich vereinfachen. Ob man darauf Wert legt, das ist sicher der persönlichen Präferenz überlassen.

  • Minimusikstudio zu Hause

    • Hanseat
    • 15. März 2021 um 22:04

    Je nach Anspruch gibt's verschiedene Lösungen:

    Günstig und reicht für erste Gehversuche: (105-127€ + Reaper)

    • USB-Mikrofon: T-Bone SC 440 USB Podcast Bundle oder Podcast Bundle 2
    • K&M 23956 Popkiller (würde ich dem günstigeren No-Name vorziehen)
    • Superlux HD-681Evo BK Kopfhörer
    • Aufnahme-Software: Reaper (bei längerer Nutzung bitte für 60$ kaufen)

    Schon richtig gut, aber ganz leicht über dem Budget (519€ + Reaper)

    • Behringer UMC-202HD Interface
    • Aston Origin Mikrofon + Spinne
    • AKG 371 Kopfhörer
    • K&M 23956 Popkiller
    • K&M 210/2 Mikrostativ
    • Cordial CCM 5FM Mikrofonkabel
    • Aufnahme-Software: Reaper

    Reaper hat viele Möglichkeiten, ist aber dennoch für einfache Dinge auch recht schnell zu erlernen. Und der Preis dafür ist echt lächerlich.

  • Kompakte, aktive Monitore auch für den Studioeinsatz?

    • Hanseat
    • 7. März 2021 um 18:06

    Bei mir im kleinen Studio waren schon viele Monitore zuhause, darunter auch ADAM und Klein & Hummel. Geblieben sind zwei Tannoy-Koaxial-Monitore und die Emes Blue HR - dazu noch eine "Picolino"-Transmissionline, die gerade aber nicht im Betrieb ist (ein 1-Wege-Breitbänder mit ensprechenden Vor- und Nachteilen). Beide haben eine extrem gute "virtuelle Mitte" - da kam die K+H O300 nicht ran. Die standen aber auch in etwas mehr als 1m Abstand schon sehr nah an mir, so dass der durch die Trennung bei 650Hz zwischen TT und MT geteilte Grundtonbereich in verschiedene Bereiche zerfiel und die Lokalisation dadurch definitiv litt (verwaschene Lokalisierung, keine "Pinpoint"-Phantom-Mitte"). Ich fand es definitiv unangenehm. Klanglich waren die O300 sehr neutral (in den Mitten mir persönlich eine Nuance zu zurückhaltend), im Bass sehr trocken und präzise - aber mit deutlichen Grenzen in der Pegelfestigkeit (das ist wohl beim Nachfolger verbessert worden). Die EMES sind vielleicht nicht ganz so neutral in der Wiedergabe wie die O300 - aber dafür irgendwie "musikalischer" und "mitreißender" - und haben deutlich größere Pegelreserven im Bassbereich.

    Bei den EMES (bei mir quer aufgestellt, vertikal sollte aber auch gut funktionieren) ergibt sich eine ganz erstaunlich scharfe Phantom-Mitte, da der "virtuelle" Abstand der Zentren zwischen den TT-Treibern und dem Hochtöner nur ganz wenige cm beträgt und der Hochtöner schon bei 1kHz angekoppelt wird - das gelingt ihnen genau so hervorragend wie meinen koaxialen Tannoys! Dennoch fällt es mir insgesamt mit den Tannoys leichter, räumliche Tiefe und präzise Ortung außerhalb der Extreme (Links - Mitte - Rechts) zu beurteilen (das liegt sicher auch an der besonders guten Step-Response der Tannoys). Und ja, der Unterschied zwischen den EMES und den Tannoy einereits und den O300 andererseits fiel mir auch beim "Musikhören" sofort deutlich auf.

    Die Tannoys gibt's schon lange nicht mehr, die O300 gibt's als verbesserten Nachfolger KH310, die EMES gibt es mit einigen Evolutionsstufen, die neben der Einführung eines Waveguides für den Hochtöner meines Wissens nur einige optische Änderungen umfasst. Interessant ist vielleicht noch, dass für bei den EMES für alle drei Speaker eine eigene Endstufe (mit jeweils gleicher Leistung) zum Einsatz kommt (obwohl es ja eigentlich ein 2-Wege-Speaker ist).

  • RCF 8004 und TT10a für Mobil Dj

    • Hanseat
    • 27. Februar 2021 um 13:41

    Cardioid funktioniert entweder passiv (wie es z.B. bei Geithain-Monitoren mit Cardioid-Feature der Fall ist) oder aktiv (mit zwei Lautsprechern - entweder als zwei getrennte Systeme oder auch in einer Box).

    Da die 8004 nur einen Speaker haben, brauchst du demnach mindestens zwei.

  • Kompakte, aktive Monitore auch für den Studioeinsatz?

    • Hanseat
    • 27. Februar 2021 um 12:26

    Geht es nun um einen hochwertigen PA-Lautsprecher, der so hohe Qualität aufweist, dass er auch im Studio gute Dienste leisten kann oder einen Studio-Monitor (bzw. gegebenenfalls einen HiFi-Lautsprecher), der auch relativ hohe Schalldrücke produzieren kann?

    Some food for thought:

    Ja, es gibt auch tolle Studiomonitore in kleiner Ausführung (für Studio-Einsteiger mit wenig Geld empfehle ich gern die JBL LSR-305). Aber hoher Schalldruck und niedrige untere Grenzfrequenz stoßen schnell an die Grenzen der Physik. Dazu kommt, dass dann gern auch die Gruppenlaufzeit bei diesen Konstruktionen aus dem Ruder läuft (elektronische Entzerrung, Bassreflex-Konstruktion + steiles HP-Filter zum Schutz des kleinen Treibers) - das ist auch bei der KH120 nicht anders. Geschlossene Systeme oder zurückhaltendere Abstimmungen im Bassbereich liefern eine viel bessere Gruppenlaufzeit - funktionieren aber auch nur mit Treibern und Gehäusegrößen, die das Mini-Format schon deutlicher hinter sich gelassen haben.

    Koaxial-Systeme (wie einige von KS Digital, die meisten Tannoy, aber auch einige EMES oder die Kali Audio IN-8 im MT/HT-Bereich) haben oft Vorteile in der Abbildungsschärfe und bei der Möglichkeit, auch Raumanteile einer Mischung sehr gut beurteilen zu können. Außerdem kann man sie auch problemlos im Nahbereich einsetzen, ohne dass die Abbildungsschärfe "zerfällt" (das hab ich mit der Klein & Hummel O300 im Nahbereich als unangenehm empfunden - die brauchen etwas Abstand). Diese Vorteile erkauft man sich dann durch andere Nachteile (u.a. oft durch gewisse Interferenzen im obersten HT-Bereich).

    Impulswiedergabe ist ein anderes Thema: Die oft hochgelobten Geithain-Monitore (und auch so mancher Genelec-Monitor) zeigen wegen ihres Aufbaus bei der "Step Response" ein deutliches zeitliches Auseinanderfallen zwischen den verschiedenen Treibern, das können wiederum PSI-Audio-Monitore so gut, wie es besser kaum gehen kann (und das bei weiterhin vernünftiger Gruppenlaufzeit).

    Systeme mit FIR-Filtern liefern oft erstaunliche Qualität - vorausgesetzt, sie wurden auch mit qualitativ vernünftigen Treibern entwickelt. Die genannte Nubert NuPro-Serie gehört auch dazu. Der Nachteil ist eine gewissen Latenzzeit, die beim Musikhören einer Konserve nicht stört, aber wenn jemand Musik im eigenen Studio produziert und VSTi-Synths oder E-Gitarre über ein Plugin spielen will, dann ist eine Latenzzeit im Bereich um 4ms, die noch zu der Latenz der Soundkarte hinzukommt, einfach schon zu viel.

    Nubert baut mit der NuBox-Serie allerdings auch sehr gute und verdammt günstige Lautsprecher, die ganz ohne DSP schon hervorragend klingen, weil sie eine jahrelange (oder bereits jahrzehntelange) Evolution hinter sich haben. Aufschlussreich dazu ist Nuberts "Technik satt"-pdf. Die NuBox 483 Standbox ist mit einem -3dB-Punkt bei 35Hz angegeben - das sollte auch in Sachen Tiefgang ausreichen. Wir missbrauchen sie in der Schule bei Band-Proben im Musikraum als Gesangsanlage - Pegel liefern sie also auch in gewissem Umfang.

    Weitere gute Monitore mit guter Abbildungsqualität und pegelstarker Wiedergabe sind z.B. auch noch die EMES Blue HR (mit hochwertigen Scan-Speak-Treibern und einem D'Appolito-ähnlichem Konzept). Die oben bereite erwähnten Kali Audio IN-8 habe ich selbst noch nicht gehört, aber bei audiosciencereview.com gibt es einen aufschlussreichen Test (LINK) und viele User sind recht angetan von dem Teil. Dafür, dass das ein 3-Wege-System mit 8"-TT und koaxialem MT/HT-System ist, sind 800€ für das Paar ein erstaunlich günstiges Angebot.

    EDIT: Noch zwei interessante Links - der zweite mit Messungen zahlreicher älterer Studio-Monitore (inkl. Step-Response, Wasserfall-Diagramme etc.):

    • SOS: Yamaha NS10M Story
    • THE YAMAHA NS10M:TWENTY YEARS A REFERENCE MONITOR. WHY?
  • Dynacord SRX 15.3 / 12.2

    • Hanseat
    • 21. Januar 2021 um 08:52
    Zitat von marce

    Wenn's nur um's Musikhören geht - hol Dir was hübsches von Nubert, Klipsch oder Teufel - da machst Du auch in den günstigen Serien nicht viel falsch.

    Gerade Nubert ist ein echt guter Tipp (und hoffentlich kein "Geheimtipp" mehr). Ist natürlich keine PA-Box, aber im auch als Band-Proberaum genutzten Musikraum in unserer Schule stehen zwei nuBox 483 Standboxen - und die halten echt was aus. Es gibt auch noch größere Standboxen mit mehr Tieftönern, falls du mehr Pegel im Bass benötigst (nuBox 683). Die 483 passen optimal zur Wandaufstellung (kein dröhniger Bass), haben wirksame Schutzschaltungen für HT und TT - das haben wir in der Praxis oft genug getestet, wenn mal wieder jemand das E-Piano zuletzt angeschaltet hat und der Einschaltknacks voll auf die Boxen ging - gleichzeitig löst dann auch immer die Schutzschaltung des Verstärkers aus und alles ist still :)

    Wir missbrauchen die Boxen bei den Proben sogar als Gesangsanlage. Das ist schon etwas grenzwertig, hat aber bislang immer ausgereicht. Richtung Limit kommen sie sonst nur, wenn ich eine Gruppe mals "ins Konzert" einlade und einen guten Konzertmitschnitt zeige (dann eben auch in satter Lautstärke und mit im Bassbereich gegenüber der sonst neutralen Wiedergabe aufgemotztem Sound). Der Raum ist aber auch ca. 50-60m² groß.

    Klanglich finde ich die Boxen übrigens erschreckend gut - man merkt, das Nubert seine Produkte seit vielen Jahren Stück für Stück weiterentwickelt hat. Ein Kollege hat zuhause eine vergleichsweise teure Dynaudio-Anlage und war nicht nur angesichts des Preises echt verwundert. Ich kenne eine ganze Reihe guter Studiomonitore aus der Praxis (Klein&Hummel O300, Adam 2.5, Emes Blue HR, Tannoy Precision 8,...) und auch mir ging ein Grinsen durchs Gesicht.

  • Installation: Bose DesignMax DM6 - das erste Mal Bose?

    • Hanseat
    • 11. Januar 2021 um 17:10

    Ähm... gegen die JBL spricht, dass man das Logo nicht drehen kann...? Welcher Restaurant-Besucher schaut nach den Logos der kleinen Sattelitenboxen? Die JBLs sind doch für diese Anwendung bewährt, günstig und gut.

    Zum Klang der Bose kann ich leider nichts sinnvolles beitragen, aber ich würde nicht 800€/Paar für die kleinen Satteliten zahlen wollen.

  • Verbesserungsvorschläge für mein Setup.

    • Hanseat
    • 4. Januar 2021 um 18:02

    Wie wäre es mit einer EV Q1212? Wir haben die baugleiche Dynacord für unsere Bässe und sind zufrieden. Gibbet in der Kleinen Bucht z.B. HIER gebraucht.

  • Verbesserungsvorschläge für mein Setup.

    • Hanseat
    • 3. Januar 2021 um 23:15

    Als Frequenzweiche würde ja schon eher zu einem Behringer DCX 2496 Pro greifen. Gebraucht ist die gar nicht so viel teurer und du hast weitaus bessere Möglichkeiten. Gebrauchte Eisenschweine mit genügend Leistung gibt's auf dem Gebrauchtmarkt.

  • Kleines Boxensystem als Keyboard-Monitoring

    • Hanseat
    • 3. Januar 2021 um 23:11

    Zuhause an meinem kleinen E-Drum-Set habe ich den Sub aus dem Thomann Mini-Bundle (the box pro Achat 108A) und dazu zwei EV ZX1-90. Wäre auch mobil einsetzbar und die Kombi klingt echt gut. Mit hörbarem Rauschen des in den Sub integrierten Verstärkers habe ich dabei keine Probleme, obwohl ich ja nur einen knappen Meter vor den Hochtönern sitze.

  • Kleines Boxensystem als Keyboard-Monitoring

    • Hanseat
    • 3. Januar 2021 um 21:22

    Ganz klein: Teufel Motiv 2 MK2 - aber nur was für das Musikzimmer im Keller und wohl kaum auf der Bühne einsetzbar - aber gut klingen tut's schon - und die kleinen Satteliten haben ein Gewinde zur Stativmontage. Nur noch gebraucht zu haben.

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