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  2. Volker Holtmeyer

Beiträge von Volker Holtmeyer

  • zulässige Belastung von Anschlagmitteln

    • Volker Holtmeyer
    • 26. Juni 2006 um 22:10

    Die Anschlagart (im Wesentlichen der Winkel, unter dem die Last angreift) ist auch noch zu beachten!

    Ich gebe zu, wenn man sich mit diesem Thema das erste Mal beschäftigt, scheint das etwas undurchsichtig zu sein. Vielleicht hilft es, wenn man sich verdeutlicht, dass es eigentlich um folgende Dinge geht:

    1. Tragfähigkeit
    Das ist das Gewicht (bzw. die Kraft), dass ich maximal an meine Konstruktion dranhängen darf.

    2. Mindestbruchkraft
    Das ist das Work Load Limit (WLL) mit Sicherheitsfaktor.
    Bei Rundschlingen wird auf die maximale Bruchkraft ein Sicherheitsfaktor von 7 angesetzt. Für eine lila Rundschlinge mit einer maximalen Bruchkraft von 7.000 kg gilt ein WLL von 1.000 kg.

    3. Sicherheitsfaktor nach BGV C1 oder BGI
    BGV C1 und BGI sehen einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor vor (BGI = 10 und BGV C1 = 12).

    Um nun auszurechnen, was wir maximal an die Traverse hängen dürfen, berechnen wir die maximale Bruchkraft der Rundschlinge und schlagen den entsprechenden Sicherheitsfaktor auf.
    Zusätzlich muss noch die Anschlagart berücksichtigt werden:
    -Wenn die Traverse U-förmig angeschlagen wird (wobei die senkrechten Enden auch wirklich annähernd senkrecht sein müssen!) darf mit dem Faktor 2 gerechnet werden. Die Tragkraft verdoppelt sich also.
    - Wenn die Enden der Rundschlinge maximal 45° (zum Lot) auseinader driften wird mit einem Faktor von 1,4 gerechnet
    - Bei einem Winkel von 45° bis 60° wird mit einem Faktor von 1 gerechnet.
    - Größere Winkel als 60° (zum Lot) sind nicht erlaubt!
    - Ein so genannter "Choke", bei dem die Schlinge quasi einmal durch sich selbst gezogen wird, ist ein Faktor von 0,8 anzuwenden.

    Bei einer lila Rundschlinge und Berücksichtigung des Sicherheitsfaktors nach BGV C1 von 12 berechnet sich die Tragfähigkeit also wie folgt:
    (WLL 1.000 kg * 7) / 12 = 583 kg

  • Unworte der VT-Branche

    • Volker Holtmeyer
    • 26. Juni 2006 um 17:38

    Noch ein Unwort dieser Tage: Fanmeile

  • Bühnensicherung mit Zurrgurten

    • Volker Holtmeyer
    • 26. Juni 2006 um 16:43

    OT:

    Zitat von "Jeremy"


    Gerade im Umgang mit den Gesetzen empfiehlt sich ein wenig begriffliche Präzision: Wenn ich gegen das Strafgesetzbuch verstoße und ein Richter das auch bestätigt, begehe ich eine Straftat.


    Erbsenzählen hin oder her - ich bin ja auch immer für korrekte Begrifflichkeiten.
    Wobei man hier schon philosophieren könnte, ob man nun die Straftat tatsächlich erst begeht, wenn ein Richter das so bestätigt oder vielleicht doch schon vorher ... Aber egal. :roll:
    Bach to topic.

  • Bühnensicherung mit Zurrgurten

    • Volker Holtmeyer
    • 26. Juni 2006 um 14:01

    ... war jetzt auch nicht persönlich gemeint! :wink:
    Mir fällt halt auf, dass hier oft von "gesetzlich", "rechtlich" und "legal" gesprochen wird. Es gibt aber keine entsprechenden Gesetze - das wollte ich zum Ausdruck birngen. Wenn ich gegen ein Gesetz versoße, begehe ich eine Straftat. Wenn ich einen Ratschengurt nehme, um damit einen Wassertank an den Tower zu zurren, und verhake dabei einfach die Haken an den Enden, dann handele ich nicht rechtswidrig oder illegal und mich wird auch niemand verhaften. Es sein denn, die Haken lösen sich und das Bühnendach fliegt ins Publikum ...

  • Bühnensicherung mit Zurrgurten

    • Volker Holtmeyer
    • 26. Juni 2006 um 13:40
    Zitat von "KuBaMan"


    Ein Stahlseil macht dem Wetter nicht soviel aus :D .


    Davon bin ich auch überzeugt, dass es dem Wetter völlig egal ist, ob da ein Stahlseil hängt oder nicht ... :roll:

    etwas OT:

    Zitat von "Sven M"


    Sagen wir mal so, da hatte noch keine Bauabnahme Probleme mit. Ob es rechtlich ok ist weiß ich nciht.


    Mit "rechtlich" hat das Ganze zunächst überhaupt nichts zu tun. Jedenfalls gibt es keine Gesetze, die regeln, wie man Veranstaltungstechnik einsetzt. Das nur am Rande, da in diesem Brett oft auch von "legal und illegal" gesprochen wird.

    Es gibt Werke (BGV, DIN, VSTättVO, SR etc.), in denen der so genannte Stand der Technik festgehalten wird. Was konkret bedeutet, dass sich hier Fachleute gedanken gemacht haben, wie man sinnvoll und vor allem sicher Anlagen errichtet und betreibt. Weiter nichts. Ob man sich an solche Leitfäden hält oder nicht, ist nüchtern betrachtet erstmal egal. Und wenn sich niemand beschwert (bei einer etwaigen Bauabnahme z.B.) passiert auch nichts - solange "nichts passiert". Wenn nämlich "was passiert" - also jemand (oder etwas) zu Schaden kommt -, dann wird's heikel. Dann kommt nämlich doch das Recht ins Spiel, und zwar in Form eines Richters, der aber nicht aufgrund von Gesetzen sein Urteil fällt, sondern Sachverständige anhört, die dann in aller Regel den besagten Stand der Technik zitieren.

    Es ist also wahrscheinlich, dass man auf der sicheren Seite ist, wenn man sich an Leitfäden hält, die den Stand der Technik dokumentieren. Es kann aber auch durchaus sein, dass dies nicht genügt oder aber auch anders herum, dass dies im Einzelfall gar nicht vonnöten ist.

    zu Thema:
    Die Kritik, die ich an einem Ratschengurt hätte, ist, dass diese meist einfach mit dem Haken eingehängt werden. Diese Haken haben aber keine Verriegelung, und wenn das Bühnendach erstmal anfängt kräftig zu rüttel, ist die Wahrscheinlichkeit doch hoch, dass sich die Haken lösen.
    Zudem sind Ratschengurte nicht für dynamische Belastung gedacht. Und was nachmittags noch so schon statisch da rum steht kann beim abendlichen Gewitter plötzlich unheilmich dynamisch werden ...

  • Interferenz Im Bass

    • Volker Holtmeyer
    • 26. Juni 2006 um 12:50

    Hast du denn jetzt mal versuchsweise eine Seite verpolt?!

  • Aufstellung von Tops - Eine Belehrung

    • Volker Holtmeyer
    • 23. Juni 2006 um 11:59

    Klar, sowas gibt's von JBL auch.
    http://www.jblpro.com/pub/technote/J…s_Vol1_No32.pdf
    http://www.jblpro.com/ae/pdf/AE_PD%2…e%20Rev%20C.pdf
    http://www.jblpro.com/installedsound…ray%20Guide.pdf

  • Aufstellung von Tops - Eine Belehrung

    • Volker Holtmeyer
    • 22. Juni 2006 um 10:38

    Auf den ersten beiden Seiten in dem Paper in meiner Signatur hab ich kurz zusammengefasst, wie ein Cluster "funktioniert".

  • Aufstellung von Tops - Eine Belehrung

    • Volker Holtmeyer
    • 22. Juni 2006 um 10:16

    (-6 dB) + (-6 dB) = 0 dB
    ... oder so :lol:

  • Aufstellung von Tops - Eine Belehrung

    • Volker Holtmeyer
    • 22. Juni 2006 um 09:28

    Antwort: 0 dB


    (frei nach d&b audiotechnik)

  • Aufstellung von Tops - Eine Belehrung

    • Volker Holtmeyer
    • 22. Juni 2006 um 00:57
    Zitat von "Loloverde"


    Liebe Hersteller: Wenn jemand mehr als zwei Tops kauft, gibt den Kunden noch ein kleines dreieckiges Stück Holz mit, damit es uns einfacher gelingt, die Boxen entsprechend der Abstrahlwinkel aufzustellen.


    Einige Hersteller machen ja Einfräsungen in die Subs, in die die Füße der Tops wunderbar einrasten. :wink:

  • TV Sound "fetter" machen

    • Volker Holtmeyer
    • 20. Juni 2006 um 22:53

    Also ich muss sagen, dass ich noch nie die Erfahrung gemacht habe, dass ein TV Signal zu "dünn" klang. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es wir ja auch gezielt für die doch meist kleineren Lautsprecher in Fernsehern gemischt. Ich würde lieber die Tiefen sanft absenken, damit's nicht so nach Kino-Werbung klingt.

    Irgendwelche Exiter oder Subharmonic-Synthesizer würde ich unbedingt weglassen. Durch die Modulation(en) hat das Signal eh schon mehr Obertöne als wünschenswert wäre. Hier kann ein De-Esser (ziemlich breit bei 8 kHz) helfen.

    Ansonsten macht sich ein Limiter mit Soft-Knee und langer Release gut, um den Pegel der Webung wieder etwas "einzufangen".

  • Fliegen an Aeroquip-Schiene, Safen??

    • Volker Holtmeyer
    • 19. Juni 2006 um 13:08
    Zitat von "Christoph"


    Angeregt durch die Diskussion, habe ich mir gerade mal ein MAN-Stud aus dem Regal geholt, um den Aufdruck "SWL 600KG" zu bemerken. Die Dinger kommen ursprünglich aus UK, wie sind da Sicherheitsfaktoren, Wieviel kann so ein Stud wirklich?


    Die 600 kg sind das, was maximal geht - ohne Sicherheitsfaktoren (in den 600 kg steckt also kein Sicherheitsfaktor).

  • Interferenz Im Bass

    • Volker Holtmeyer
    • 19. Juni 2006 um 10:19
    Zitat von "tom noise"

    Haargenau in der Mitte zwischen den 2 Stacks hat man eine Pegelüberhöhung


    .. aber nur, wenn die Stacks in Phase sind. Wenn eine Seite verpolt ist, gibt's genau in der Mitte ein Loch. :wink:

  • Outrigger

    • Volker Holtmeyer
    • 16. Juni 2006 um 14:43

    Ja genau, zu deutsch würde man wohl "Ausleger" sagen.

    Und falls mal jemand Angst haben sollte, solche Fragen zu stellen ... :wink:
    http://www.exhibitanddisplaytruss.com/learnhow.htm

  • Controllersettings

    • Volker Holtmeyer
    • 13. Juni 2006 um 17:56

    Links zum Thema:
    http://www.jblpro.com/pub/technote/tn_v1n25.pdf
    http://www.jblpro.com/pub/technote/fat_wht.pdf

  • Linearray an Gabelliften

    • Volker Holtmeyer
    • 13. Juni 2006 um 12:20

    Es ist durchaus gängige Praxis kleine Line-Arrays an Genies (indoor) zu fliegen. Wenn der Bereich unter dem Lift abgeschrankt ist, ist das auch nicht zu beanstanden.

  • Unworte der VT-Branche

    • Volker Holtmeyer
    • 13. Juni 2006 um 10:39

    Ein Unwort hat der Tobias ja eigentlich selbst verwandt: Leinwand. Denn aus Leinen sind Bildwände schon lange nicht mehr. Wenn man bei einer gewöhnlichen Bildwand für Auf- oder Rückprojektion vielleicht noch drüber streiten mag, ob es nicht Haarspalterei sei, nicht „Leinwand“ sagen zu dürfen, ist es doch bei einer LED-Wand alles andere als sachlich korrekt.

    Mein Lieblingsunwort dieser Tage ist „Public Viewing“. Bingo!

  • Controllersettings

    • Volker Holtmeyer
    • 11. Juni 2006 um 14:57

    Ich glaube, ich weiß jetzt, was der Thomas meint und poste mal ein paar ganz allgemeine Punkte, die mir grade spontan einfallen:


      Die Ordnung der Crossover-Filter immer nur so hoch wählen wie unbedingt nötig, um die Phasendrehung so gering wie möglich zu halten. (Bei einem Bassreflex-Sub z.B. den prinzipbedingten Roll-Off "nutzen" und nur mit 12 dB zusätzlich trennen.)

      Für die CD-Horn-Entzerrung nehme ich gerne ein Bell-Filter mit kleinem Q anstatt eines Highshelfs. Zum einen wird der Treiber oben raus dann nicht unnötig stark belastet und zum andren ist die "Flanke" eines Bells häufig viel passender. (Auch der gemeine Line-Array-EQ ist eigentlich mit einem Bell-Filter besser zu realisieren als mit zwei Highshelfs.)

      Es ist schon enorm, was die Verschiebung der unteren Trennfrequenz im Sub-Weg an Energie ausmacht. Wenn es vom maximalen Pegel her eng wird, ist es ratsam die Trennfrequenz etwas höher zu schieben. Der vermeintlich fehlende "Tiefgang" lässt sich meist problemlos verschmerzen, aber das ganze System spielt so wesentlich entspannter.

      Tendenziell sollte man im Tieftonbereich mit Butterworth-Filtern arbeiten, da diese Filter ein konstantes Leistungspektrum haben. D.h. durch die Überlagerung von Hoch- und Tiefpass ergibt sich ein konstanter Verlauf der Leistung im Übernahmebereich.
      Die Abstrahlung erfolgt im Tieftonbereich weitgehend kugelförmig, was zur Folge hat, dass sich (durch die Reflexionen im Raum) die gesamte abgestrahlte Energie im Übernahmebereich addiert (Im Amplituden-Frequenzgang auf Achse kann es indes einen Einbruch geben!).

      Im Mittel-/ und Hochtonbereich sollten Linkwitz-Riley-Filter verwendet werden, da hier das Amplitudenspektrum ("der Frequenzgang") konstant ist.
      Zu höheren Frequenzen wird die Energie zunehmend gerichtet abgestrahlt. Das bedeutet, dass Reflexionen im Raum eine geringere Auswirkung haben und nur die abgestrahlte Energie on axis relevant ist.

  • Controllersettings

    • Volker Holtmeyer
    • 8. Juni 2006 um 09:50

    @ ukw
    Die Limiter würde ich aber ganz klar in deinen blauen Bereich einordnen!

    Die hinteren fünf Blöcke sind also fix und die forderen zwei Blöcke können editiert werden, um z.B. auf verschiedene Cluster-Konfigurationen oder die Raumakustik einzugehen.

    Das Paper, das DJ Detto erwähnt hat und in dem ich ganz allgemein zusammengefasst habe, was ein Controller macht, ist übrigens auch hier herunterzuladen. :wink:

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