Morgen Gemeinde - um mal beim schönen Beispiel des Riggers zu bleiben:
Wer - auch zu Beginn seiner "Karriere" - solche 150 Euro Jobs macht, der möge sich bitte folgendes überlegen: Gerade dieser Job birgt gewissen Verschleiß. Die PSA ist teuer (sicherlich geht niemand ohne, oder?) und bedarf eines regelmäßigen Austausches, wer „Rigger“ sein möchte, der ist auch gut beraten, sich gewisse Fachkenntnisse anzuschaffen – und solche Kurse kosten Geld. Dazu kommt der nicht zu unterschätzende, körperliche Verschleiß. Der Job ist ein ewiges auf und ab, man kommt als erster in die Halle und geht als letzter raus, man wird (oh ja!!!) nicht jünger. Nun mögen die hochgeschätzten Kollegen aus den anderen Gewerken kommen und das auch für sich reklamieren – aber Hand aufs Herz, wer am Pult schraubt, der bildet sich womöglich auch fort und hat mal kurze Nächte, aber sonst? Als PSA taugen da zur Not auch ein paar Elacin und Badelatschen ![]()
Das soll jetzt nicht heißen, dass die Pultschrauber auch mal für 150 Euro Tageskurs schaffen sollen! Es dient nur der Anschauung.
Wer nun mit 150 Euro Tagesgage anfängt, der verfällt schnell in den Irrsinn, die knappen Kurse durch die schiere Menge zu kompensieren, also Jobs, Jobs, Jobs. Geschlafen wird auf der Autobahn – weil Hotel gibt’s keines. Alternativ pennt man zwischendurch auch mal im Catering – das hat der Veranstalter nämlich aus egoökonomischen Gründen auch gleich nicht bestellt.
Zusätzlich festigt man sich so auch noch einen ganz speziellen Ruf, der in der Branche vorauseilt: ruf den und den an, der macht die irrsinnigsten Jobs für kleine Mark…
Wer mal in der Messebauerszene schaut, der bekommt unter Umständen sogar noch krassere Beispiele. Ich kannte mal einen Schreiner, der ein 12-Tonnen Gespann alleine und nur mit Tank- und Pinkelpausen von Frankfurt nach Cannes gefahren hat. Vor dem Einchecken ins Hotel hat er dann noch eine kleine 12-Stunden Schicht angesetzt…
Wo das hinführt? Das möge jeder selbst entscheiden.
SKY