Also... damals, ich glaube 1985, hab ich meine ersten Bandjobs gemacht, damals auch ohne semiparametrische Mitten und mit bisweilen sehr bescheidenem Equipment. Die Bands waren damals infernalisch Laut von der Bühne und trotzdem hats irgenwie funktioniert. Man wächst mit seinen Aufgaben und wer partout meint, ohne Semiparametrik gehts nicht, der sollte mal über seine Arbeitsweise nachdenken. Natürlich geht das! Ob ihr das hier glauben könnt oder nicht, es gab Menschen, die konnten eine Kickdrum mit einem Bass- und einem Höhenregler mischen ;-).
Genug Gefasel: Keep it simple ist der Deal, lass alles weg, was dir zu hoch ist und setz dich mit den Basics auseinander. Die acht Inputs des Yamaha reichen für ein Minimaldrumset (Kick-Snare-Overhead), Bass, Gitarre und drei Vocals, die beiden Stereos kannst du für eventuell vorhandene Keyboards einsetzen. Lass den Behringer weg oder vermeide ihn da, wo du die Kanal-EQs brauchst, die taugen nix! Sieh zu, dass du ordentliche Mics bekommst und norde deine Musiker ein: Amps auf der Bühne leise, zur Bühnenmitte hin gerichtet, nicht ins Volk und hochgestellt. Kein Knie hat Ohren, aber dorthin blasen 99% aller Gitarrenamps. Hoch damit, schräg stellen, so dass der Sound in die Ohren geht. Wer sich dann noch nicht hört hat ein pathologisches Problem. Ein Monitorweg gehört dem Sänger, also schlank mischen, was er braucht. Schlagzeug und Gitarre/Bass sollte er genug haben, wenn die Amps gut stehen. Stell den Sänger nicht direkt vor die Schießbude, sondern etwas seitlich, dann braten dir die Becken und die Snare den Vocalsound nicht zu sehr zu. Achte auf die Kombi Monitor - Mikrofon: bei einer Niere (z.B. SM58) kommt der Monitor frontal davor, bei einer Hyperniere schräg davor. Lowcut am Monitor-EQ ist besser als fünf Bänder unter 100 Herz ziehen. Tip: die meisten Gesangsmikros koppeln zwischen 1.000 und 2.500 Herz ![]()
Letzte Binsenweisheit: Der Sound wird auf der Bühne gemacht und niemand kann aus Sch... Drops lutschen... Augen zu, Ohren auf und durch!
SKY