Hi,
die Diskussion ist ja inzwischen etwas abgeglitten (wenn auch interessanter :wink: ), deshalb würde ich gerne noch mal zum ursprünglichen Thema zurück.
Natürlich arbeite ich (wie wohl die meisten hier) auch lieber mit "amtlichem" Material. Ich muss aber auch sagen, das es durchaus möglich ist mit geringeren Mitteln, wie z.B. einem Behrigner Komp, einen guten Job abzuliefern. Wenn man mal ehrlich ist, im Publikum hört vielleicht ein Prozent der Anwesenden einen Unterschied. Das ist UNSER Qualitätsanspruch, der Techniker und der Mucker, der das geforderte Material immer mehr in die High-End-Schiene verschiebt. Oder liege ich da falsch? Ist unter Euch Tonleuten jemand, der sich nicht zutraut, mit einem Behringer statt SPL oder Klark Komp eine Top40 Band in der Standartbesetzung zu mischen? Nicht wirklich, oder?
Und wenn der Bandmixer halt auf seinem Behringer trainiert ist und ihn blind bedient, finde ich es mutig genau das zu sagen, statt wie in unserer Branche üblich den Überprofi zu spielen. Wenn er das Zeug kennt, soll er es doch haben. Wenn aus technischer oder logistischer Sicht etwas dagegen spricht, dann ist es wie überall im Leben: einfach fünf Minuten opfern, das Telefon nehmen und mal das machen, was kaum noch einer kann: sprechen.
Ich hatte noch keinen Bandtechie, der dann nicht beruhigt und zu allen Kompromissen bereit war, wenn ich ihm gesagt habe: "Pass auf, wenn Du das oder das nicht kennst, ist kein Problem. Ich bin sowieso beim Soundcheck und bei der Show dabei, das kriegen wir schon hin."
Ist so oft viel einfacher drüber zu reden, als tagelang in Foren zu posten... ![]()