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Beiträge von Fux

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:49

    Ergänzende Details/ Anmerkungen

    Noch eine Anmerkung zur Weichenentwicklung:

    Die doch recht erhebliche Änderung der der Bassspule von 0,6 auf 1 mH und die weitere Anpassung der restlichen Bauteile des Tiefpassfilters ist zum einen einer Überhöhung durch Diffraktion im Bereich von gut 1 kHz sowie der Nichtberücksichtigung des Baffle Steps bei der Simulation in VituixCAD geschuldet.

    Hier mal die Simulation der Diffraction in VituixCAD (soweit ich das korrekt gemacht habe):

    Da ich mit der Integration bzw. dem „Mergen“ der einzelnen Tools in VituixCAD aber immer noch auf Kriegsfuß stehe, habe ich die genannten Einflüsse, wie vor der allgemeinen Verfügbarkeit solchen Softwaretools üblich, zu Fuß bei der Weichenentwicklung (abwechselndes Ausprobieren und Messen) berücksichtigt.

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:47

    Irgendetwas passt noch nicht – oder – Der Papierkorb

    Nach einem guten Dutzend weiteren Bauteiländerungen und zwar anderen, aber nicht wirklich befriedigenderen Ergebnissen habe ich den Messaufbau mal in Frage gestellt und die Box mit Hilfe eines umgedrehten Papierkorbs weiter von reflektierenden Flächen weg gebracht.

    Hier zum Vergleich die letzte Messung in alter Messposition mit folgenden Bauteilewerten

    Bass 1 mH, 15 uF, 0 Ohm

    Hochtöner 0,13 mH, 2,2 Ohm (Hochpasskondensatoren seit Beginn gleich)

    Hier zeigt sich mal wieder wie wichtig es ist zwischendrin mal seine Methodik bzw. den Messaubau oder die Messposition in Frage zustellen, da diese unter typischerweise suboptimalen Messbedingungen einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis haben können.

    Im Präsenzbereich war mir der Hochtöner noch zu laut, also habe ich den Vorwiderstand schrittweise von 2,2 über 2,7 auf 3,3 Ohm erhöht bis es passte.

    Schon besser, aber die Delle bei gut 3 kHz gefiel mir noch nicht. Also mal den Hochtöner „solo“ gemessen, um die Wirkung der Weichenschaltung zu kontrollieren.

    Die Flanke gefiel mir noch nicht, also habe ich versuchsweise die kleine Spule im Hochpassfilter von 0,13 mH wieder auf 0,15 mH aufgewickelt, was die Senke bei 3 kHz ganz geringfügig verringerte.

    Gemeinsam mit dem Bass gemessen ergab sich dann folgende Kurve:

    Gar nicht schlecht, aber mich störte noch die Senke bei 7,5 kHz.

    Während ich über diese Senke sinnierte, saß ich am anderen Ende des Raums am Schnittplatz und betrachtete die kleinen 5“ Genelecs links und rechts des Bildschirms.

    Da schoss es mir durch den Kopf: Ich sitze ja gar nie auf Achse eines Nahfeldmonitors, sondern typischerweise genau zwischen zwei Nahfeldmonitoren mehr oder weniger mittig vor dem Bildschirm!

    Schnell den Winkelmesser geholt und nachgemessen: Ich saß ziemlich exakt jeweils 20 Grad horizontal off axis vor den beiden Nahfeldmonitoren. Also flugs zum Messaufbau und das Mikrofon 20° Grad horizontal off axis aufgebaut. Also so:

    Das Ergebnis war: Delle bei 7,5 kHz komplett weg....

    Was jetzt noch übrig ist, ist eine flache etwa 2,5 dB tiefe Senke zwischen 2 und 4 kHz, die oftmals ganz gewollt gesetzt wird, damit das nicht so aufdringlich überpräsent/analytisch klingt, was gerade bei längerem Hören etwas ermüdend sein kann.

    Jetzt folgten noch längere Hörsessions mit bekanntem Musikmaterial um sich neben den Messungen auch mal einen Klangeindruck zu verschaffen, um sicherzustellen, dass es wirklich gut klingt, gut auflöst, ausgewogen ist und sich nicht nur vermeintlich so misst. (wer misst misst Mist...) ;)

    Nach dem „Vier Ohren Prinzip“ lieh ich mir noch zwei weitere Ohren hinzu, um auch eine zweite unabhängige Meinung zu bekommen.

    So bekam die Konstruktion auch von unabhängiger Seite noch ihren Segen.

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:32

    Jetzt wird es spannend – die Passivweiche

    Kommen wir nun zur Dimensionierung der Passivweiche. Die einzelnen Bauteile dazu habe ich der Einfachheit halber mit diesen orangen Wagoklemmen verbunden, da diese schnell zu öffnen und zu schließen sind und einen guten Kontakt gewährleisten.


    Jetzt die Messung mit Mikrofon vor der Schallwand, mittig zwischen den Chassis, Abstand etwa 30 cm.

    Erst einmal den Bass „solo“ (später mit dem bereits simulierten Tiefpassfilter) um zu schauen was da herauskommt.

    Dann mal den Hochtöner ohne Pegelabsenkung, aber mit dem Hochpassfilter aus der Simulation, um die Empfindlichkeit mit der des Basschassis vergleichen zu können.

    Sofort fällt auf, dass der Hochpass viel zu tief ansetzt, da die 0,3mH Spule noch nicht auf den Wert aus der Simulation von 0,2 mH abgewickelt ist.

    Nun setzt der Hochpass erst höher ein, aber immer noch zu tief. Daher jetzt Spule auf 0,15 mH abgewickelt und gleich mal mit Bass zusammen (inkl. Tiefpass wie simuliert) gemessen. (man sollte natürlich immer nur einen Parameter auf einmal verändern, aber im Eifer des Gefechts... ;)

    Sieht schon ganz lustig aus, aber der Hochtöner ist definitiv zu laut. Daher das Selbe nochmal aber den Hochtöner mit einem Serienwiderstand von 1,5 Ohm vor dem Hochpass im Pegel abgesenkt.

    Hochtöner ist leiser geworden, aber der Bass ist oberhalb etwa 800 Hz zu laut. Daher mal kurz die Bassspule von 0,6 mH auf 1 mH (das war die Spule mit der nächst größeren Induktivität, die ohne etwas abzuwickeln in meinem Fundus noch vorhanden war) geändert. (Kondensator im Tiefpass unverändert 18,3 uF und in Serie zu diesem gegen Masse 0,5 Ohm)

    Schon besser, aber nicht wirklich gut.

    Bilder

    • Weichentestverdrahtung.webp
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      • 1.200 × 1.600
  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:21

    Aufbau des Prototypen und erste Messungen

    Als ich die Weichenbauteile zur Realisation eines Messaufbaus aus den Aufbewahrungsschütten herausgesucht hatte, trudelten auch die bestellten Chassis ein.

    Zum Glück fand ich noch eine 12 mm Pressspan Restplatte, die gerade so zum Bau eines Prototypengehäuses ausreichte.

    Mit den Ausschnittsmaßen für die Chassis und Tunnel baute ich ungeduldig das nicht sehr hübsche, aber zweckdienliche Prototypengehäuse zusammen.

    Leider langte das Restholz nur für ein Gehäuse mit 6,5 Litern anstatt 7 Litern Innenvolumen, aber für einen groben Check des Bassreflextunings und die Passivweichenentwicklung wird das funktionieren.

    Eine Matte Dämmwatte an Seitenwände, Deckel und Rückwand eingelegt, Chassis und Tunnel (Durchmesser 35 mm, Länge 11 cm) reingeschraubt und gleich die erste Testmessung der Tuningfrequenz gemacht. (schon mit dem Tiefpassfilter aus der Simulation)

    Wichtig bei der direkten Messung am Port ist, dass sich das Messmikrofon mittig am Tunnel auf Ebene der Gehäuseoberfläche befindet. (also weder in den Tunnel hineinragt, noch einen Abstand zur Box aufweist)

    Es fällt auf, dass die Abstrahlung aus dem Bassreflextunnel relativ breitbandig erfolgt und nicht nur schmal auf der Resonanzfrequenz. Dies ergibt sich wie bereits zuvor erwähnt aus dem Einbringen des Dämmmaterials das grob geschätzt einer Füllung von etwa 30% entspricht.

    Die Resonanz“spitze“ befindet sich etwas über 60 Hz, also knapp 10 Hz höher als gewünscht, was sich aber aus dem gegenüber der Simulation um etwa 8% zu kleinen Gehäuse ergeben könnte.

    Kurz einmal in AJ-Horn nachgestellt zeigt sich folgendes Ergebnis:

    Auch in der Simulation wandert durch die Volumenverkleinerung von 7 (schwarz) auf 6,5 L (rot) die Tuningfrequenz nach oben, und damit auch die in der Grafik dargestellte Frequenz der minimalen Membranauslenkung.

    (ich betrachte lieber die Membranauslenkung als die Impedanz um die Tuningfrequenz zu sehen, da dort sich das Minimum viel schärfer abzeichnet)

    Der Tunnel muss also nicht verlängert werden, das tiefere Tuning um die 54 Hz sollte sich bei später 7 Liter Gehäusevolumen von selbst einstellen.

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:17

    Vorüberlegungen zur Passivweiche

    Für eine gute Mittenauflösung wollte ich irgendwo um die 2,5 kHz den Hochtöner trennen und nicht erst um die 5 kHz wie bei einer Control 1.

    Auch vom Abstrahlverhalten her hat diese Trennung den Vorteil, dass dort der 5“er noch nicht zu stark einschnürt im Verhältnis zum Abstrahlwinkel des Kalottenhochtöners.

    (keine „Tannenbaum-Charakteristik“)

    Während ich auf die Lieferung der Chassis wartete, schmökerte ich in älteren Büchern von Vance Dickason und stieß auf die Empfehlung von ihm, bei klassischen kleinen 2-wege Regalboxen mit Kalottenhochtöner den Bass mit einem 12dB Hochpass (zweiter Ordnung) und den Hochtöner mit einem 18dB Hochpass (dritter Ordnung) zu trennen und den Hochtöner nicht zu verpolen. Damit würde man die Laufzeitdifferenz zwischen dem weiter vorne sitzenden Kalottenhochtöner und dem Tieftöner annähernd ausgleichen. (bei üblichen Chassisdimensionen und Trennfrequenzen irgendwo zwischen 2 und 3 kHz)

    Diesen Ansatz wollte ich gleich mal in der Simulation nachvollziehen, da ich eh noch auf die Lieferung der Chassis wartete.

    Als akustischen Versatz des Hochtöners zum Basschassis nahm ich auf Grund der CAD-Zeichnungen mal grob 3cm an.

    Bedenkt man, dass hier das Bassreflexgehäuse in der Simulation noch nicht berücksichtigt ist, dann schaut das ja schon ganz passabel aus.

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:12

    Simulation des Bassreflexgehäuses

    Mit den Parametern des Basschassis machte ich mich an die Gehäusedimensionierung und Bassreflexabstimmung in AJ-Horn.

    Bei der Simulation einer passiv beweichten Bassreflexbox ist es sinnvoll gleich zu Beginn einen realistischen Serienwiderstand der Drosselspule(n) einzufügen, da diese die Güte (in geringerem Maße auch die Empfindlichkeit) des Chassis beeinflusst. Als Faustregel gilt der durch die Drosselspule(n) hinzukommende Serienwiderstand sollte 10% der Chassisnennimpedanz nicht überschreiten. Ich habe hier mal 0,47 Ohm gewählt, was dem Widerstand einer für den Einsatz gedachten 0,6mH Luftspule entspricht, welche noch herumlag, was aber schon an der oberen Grenze ist.

    Nach nur wenigen Iterationsschritten hat sich ein Gehäusevolumen von 7 Litern und ein Tuning auf 54 Hz als für mich bester Kompromiss aus Tiefgang, Linearität, Pegel und Hubbegrenzung herausgestellt.

    Dieses Tuning lässt sich mit einem runden Tunnel von 35 mm Durchmesser und 11 cm Länge erreichen. Um ein wenig Spielraum in der Abstimmung am Prototypen zu haben, habe ich einen 2-teiligen, teleskopierbaren Tunnel mit 35 mm Durchmesser bestellt.

    Etwas vom Bruttovolumen wird später für das Basschassis und den Tunnel noch weggehen, dafür wird sich das Volumen durch die eingebrachte Dämmwatte virtuell etwas vergrößern, was sich nach meiner überschlägigen Abschätzung in diesem Fall ungefähr gegenseitig aufheben dürfte.

    Also rechne ich in diesem Fall mit 7 Liter sowohl brutto als auch netto.

    Da in so einer Zweiwegebox der Bass auch noch recht weit in die Mitten rauf läuft, ist es sinnvoll das Gehäuse stärker zu bedämpfen als wenn es sich um eine reine Bassbox handelt, damit die rückwärtig vom Basschassis abgestrahlten Mitten nicht an den Wänden reflektiert durch die Papiermembran hindurch wandern und dann mit dem nach vorne abgestrahlten Schall interferieren.

    Wichtig beim Einbringen/Anordnen der Dämmwatte: Der Weg vom Basschassis zum Reflextunnel muss frei bleiben.

    Was man später bei den Messungen am Prototypen auch noch sehen wird ist, dass durch die eingebrachte Dämmwatte das Bassreflextuning „breiter“ ausfällt, also nicht ganz so schmalbandig auf der Resonanzfrequenz ist wie bei einer kaum bedämpften oder unbedämpften Bassreflexbox.

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:10

    Nun sollte noch ein Kalottenhochtöner als Spielpartner für das Tieftonchassis gefunden werden.

    Im Interesse einer passablen Mittenauflösung wollte ich keinen ganz kleinen Hochtöner, der dann sehr hoch getrennt werden muss, zumal auch das Basschassis da schon im Pegel abfällt, bevor dann oberhalb 4kHz die Breakups anfangen. Mir schwebte eine Trennung bei etwa 2,5 kHz vor.

    Da ich schon den Bass von SB-Acoustics ausgesucht hatte, probierte ich ob ich auch beim Hochtöner beim selben Hersteller findig werden würde.

    In die Auswahl kamen folgende Kandidaten:

    SB19ST-C000-4

    SB26STC-C000-4

    SB21SDC-C000-4

    Der erste Kandidat mit 19 mm Membrandurchmesser fiel dann gleich raus, da er mit 88,5 dB bei 2,83V / 1m leiser war als der Bass und ich den Hochtöner zwar per Widerstand leiser machen kann aber nicht lauter...

    Weiterhin ist er mit seiner Resonanzfrequenz von 980 Hz nur eine gute Oktave von meiner anvisierten Trennfrequenz von 2,5 kHz weg, was mir zu wenig war.

    SB19ST-C000-4.pdf

    Der zweite Kandidat mit seinen 26 mm Membrandurchmesser versprach die Möglichkeit einer tieferen Trennung mit seiner Resonanzfrequenz von 750 Hz und die angegebene Sensitivity von 91,5 dB bei 2,83 V / 1m versprach mehr Reserven und Möglichkeiten den Pegel durch Widerstände dem Bass anzupassen.

    Was mir nicht so passte war, dass auf Grund des größeren Membrandurchmessers dieser Kalottenhochtöner ab 10 kHz schon ordentlich zu bündeln anfängt. Das hatte der erste Kandidat mit 19 mm Membran nicht gehabt.

    SB26STC-C000-4.pdf

    Also befasste ich mich mit dem dritten Kandidaten mit 21 mm Kalotte. Dieser hatte mit 91 dB bei 2,83V / 1m fasst die selbe Empfindlichkeit, bündelte über 10 kHz mäßiger und hatte eine noch niedrigere Resonanzfrequenz von nur 720 Hz. Er besaß ebenso wie des größere 26mm Kalottenhochtöner einen Kurzschlussring aus Kupfer (der Kleine mit 19 mm nicht).

    Dieser 21 mm Kandidat hatte zwar oben rum irgendwelche Breakups, die aber erst bei über 20 kHz einsetzten und für mich darum nicht relevant waren.

    SB21SDC-C000-4.pdf


    Für mein Konzept gefiel mir der dritte Kandidat SB21SDC-C000-4 mit 21 mm Kalotte am besten und auch preislich war er voll in Ordnung.

    Hatte ich schon erwähnt, dass mich die SB-Audience Chassis irgendwie an Chassis von Seas erinnern? ;)

    Insgesamt war ich schon mal positiv überrascht, dass die zusammen 4 Chassis für beide Boxen nur gut 90.-€ kosten sollten, da ich von den PA-Boxen Projekten ganz andere Summen gewohnt war.

  • FREE one – Ein Nahfeldmonitor?

    • Fux
    • 27. Juli 2025 um 17:05

    FREE one – Ein Nahfeldmonitor?


    Aufgabenstellung/Lastenheft

    Ich hätte nicht das selbe Musikstück in kurzer Folge zuerst über die alten Control 1 am PC und dann über die kleinen Genelec am Schnittplatz hören sollen...

    Danach stand fest: Es musste Ersatz für die Control 1 her, da diese in den Mitten nicht auflösen und unter 100Hz eigentlich gar nichts mehr heraus kommt, aber nicht zum Preis der kleinen Genelec Monitore, sondern deutlich günstiger.

    Das Ganze als Passivbox, denn der vorhandene kleine PWM Verstärker sollte weiter verwendet werden.

    Halten wir fest:

    Größe ähnlich der Control 1

    vernünftige Auflösung

    brauchbare Basswiedergabe

    passiv an jedem Verstärker betreibbar

    4 Ohm, um auch mit kleinen Verstärkern adäquaten Schalldruck zu erzeugen


    Auswahl der Chassis

    Die Gehäusegröße gab eigentlich schon vor, dass das Basschassis nur etwa 5“ haben kann.

    Da es günstig werden sollte und ich schon öfter im Produktportfolio von SB-Acoustics geblättert hatte, aber noch nie ein Chassis dieses Herstellers, der nach eigenen Angaben in Dänemark entwickelt und in Indonesien fertigt, in der Hand hatte, fing ich dort mit meiner Suche an.

    Das Chassis sollte ein 5“er sein, 4 Ohm Nennimpedanz haben, eine bassreflextaugliche Gesamtgüte Qts von kleiner 0,40, eine Resonanzfrequenz von nicht über 50 Hz, kein all zu großes Volumen benötigen, gut Hub können und doch noch ein bisschen Wirkungsgrad haben.

    Was diese Kriterien erfüllte sortierte ich noch nach dem Preis und so bewarb sich das recht preisgünstige Chassis SB13PFC25-4 für die Stelle als Tieftöner in meinem Nahfeldmonitor mit folgenden Qualifikationen:

    Nominalimpedanz = 4 Ohm

    QTS = 0,29

    Fs = 44 Hz

    Vas = 13,4 L

    eine 14 mm hohe Schwingspule bei einem 5 mm hohem Luftspalt

    Empfindlichkeit 89 dB (allerdings bei 2,83V / 1m gemessen, was an 4 Ohm dann 2 Watt entspricht bzw. 86 dB bei 1W/1m)

    Zum Vergleich: Eine JBL Control 1 hat Empfindlichkeit von 89 dB bei 1W / 1m und ist somit 3 dB lauter bei gleicher Leistung. Da es aber nichts umsonst gibt, geht die Control 1 dafür kaum unter 100 Hz runter, hat also mehr Wirkungsgrad, dafür weniger Tiefgang.

    Schön fand ich, dass der Hersteller den Frequenzgang nicht nur auf Achse, sondern auch unter 20° Grad angibt, so kann man direkt ohne rechnen zu müssen sehen, dass eine Einschnürung der Abstrahlung erst bei über 3 kHz beginnt.

    5in-SB13PFC25-4-OEM-only.pdf

    Im nächsten Bild kann man schön den großen Schwingspulenüberhang erkennen.

  • F218 MK2

    • Fux
    • 21. Juli 2025 um 21:45

    Zitat: "Platz mäßig musste ich auch feststellen das doppel 18er einfach kompakter sind als 2 Single 18er."

    Wieso denn das?

    Zwei genauso so abgestimmte 1x18"Bässe sind gegenüber einem doppel 18" Bass genau um eine Materialdicke (meist 18mm) in eine Richtung (meist die Breite) größer und spielen exakt genauso wie dieser.

    Sind die einzel 18" Bässe völlig anders abgestimmt und/oder bestückt wie der doppel 18"er, würde man ja Äpfel mit Birnen vergleichen.

  • Kennt jemand die neuen RCF Chassis? (16/19")

    • Fux
    • 19. Juli 2025 um 21:04
    Zitat von kimix

    Muss schon irgendwo lohnen, sonst hätten sie‘s nicht gemacht…

    Als ob Hersteller nur Dinge machen würden, die sich technisch lohnen. ;)

  • RCF-Setup erweitern – 8003 MK3 behalten oder mit 8004 / 8006 kombinieren?

    • Fux
    • 16. Juli 2025 um 15:53

    Dem Herstellerdatenblatt nach sind wohl die 8004 tiefer abgestimmt als die 8003.

    Zumindest sollen die 8004 um 5 Hz tiefer spielen, was eigentlich nur bei einer tieferen Tuningfrequenz funktioniert.

    Das heißt mischt man diese miteinander, werden sie sich nicht ideal addieren, das heißt die theoretischen 3dB Schalldruckerhöhung bei Verdoppelung der Boxen (also eigentlich 6dB weil ja auch gleichzeitig Verdoppelung der Leistung) wird sich nicht ganz einstellen.

    Zumindest sind aber beides 18"er mit 4" Schwingspule und sollten daher elektrisch ähnlich belastbar sein.

    Wenn aber z.B. das Chassis im 8003 weniger X-max macht, als das im 8004 wird bei diesem im gemeinsamen Betrieb zuerst die Schwingspule zu weit aus dem Luftspalt wandern und damit das Limit für die Kombination der verschiedenen Bässe darstellen.

    Da je nach Tuning die maximale Auslenkung bei beiden Bässen ja auch bei unterschiedlichen Frequenzen stattfinden wird, ist das halt nicht unbedingt ideal verschiedene Bässe zu kombinieren.

    Wenn die Tuningfrequenz der verschiedenen Bässe sehr nahe beieinander liegt, die Chassis ähnliche Parameter haben etc. dann dürfte die "gemischte Kombination" zwar nicht ideal sein, aber deutlich mehr wie aus nur einem von beiden Bässen wird trotzdem herauskommen.

    Zusammengefasst: 2 so 2 so ist schlechter als 4 Gleiche, bei diesen beiden Kandidaten aber sicher deutlich mehr als mit nur 2 Bässen am Start.

  • Amp Empfehlung - 6x 18“ Sub

    • Fux
    • 15. Juli 2025 um 13:12

    Bei den in den letzten Jahren immer häufiger werdenden Sturmböjen werden für Lasten von 2,67 Ohm dann die gebrauchten Camco DL3000 2P wegen der gleichzeitigen Doppelfunktion der Ballastierung evtl. wieder gefragter. ;)

  • Amp Empfehlung - 6x 18“ Sub

    • Fux
    • 13. Juli 2025 um 20:49

    Bei vielen PWM Endstufen haben die 4 Kanal Modelle das selbe Netzteil wie die 2 Kanal Modelle aus der gleichen Serie. Die nur 2 Endstufenblöcke der 2 Kanal Modelle sind dann aber i.d.R kräftiger ausgelegt.

    (sieht man ja wenn man die Modelle bei offenem Gehäuse vergleicht)

    Ein solches Modell sollte drei 8 Ohm Chassis pro Kanal noch gut versorgen können.

    Die 1 HE Modelle sind auf Grund der Bauhöhe eigentlich alle auf eine maximale Größe des HF Trafos im Netzteil festgelegt.

    Wenn Du da ein 2 Kanal Modell wählst, das im Netzteil nicht nur 2, sondern 3 dieser HF Trafos verwendet, sollte bei entsprechend bestücken 2 Endstufenblöcken des Stereomodells genügend Strom für die niederohmige Anwendung (2,67 Ohm) herauskommen.

  • Pre Alignment

    • Fux
    • 9. Juli 2025 um 11:25

    Bei Direktstrahlern gehe ich in grober Näherung davon aus, dass das Gitter vorne "0" ist und bei Hörnern rechne ich die geometrische Hornlauflänge nach hinten dazu.

    Wenn die Lautsprecher nicht frontbündig stehen, bzw. Tops und Bässe verschieden weit von der Referenzposition entfernt sind dann halt die Entfernungsdifferenz mit zum oben genannten Versatz in der Box dazu nehmen und man hat schon mal einen groben Startwert. (um sich nicht gleich um ganze Wellenlängen zu vertun)

    Dann messe ich und verpole dabei Tops und Bässe auch mal zueinander.

    Mit dem Delay auf dem mir näheren Lautsprecher wo ich im Übernahmebereich zum anderen Lautsprecher den maximalen Schalldruck erziele und beim Verpolen gleichzeitg das tiefste Loch erzeuge habe ich dann eine brauchbare Delayeinstellung gefunden.

    Da man aber selten auf eine einzige Referenzposition optimiert, muss man halt mit verschiedenen Messpunkten einen guten Kompromiss finden, da dann die Entfernungen von den verschiedenen Messpunkten zu den jeweiligen Lautsprechern typischerweise verschiedene Laufzeitdifferenzen zwischen den Lautsprechern aufweisen.

    Also nirgendwo echte Löcher bei der Übernahmefrequenz aber meist auch nicht den theoretisch maximalen Additionspegel bei der Übernahmefrequenz.

    Wenn das Publikum sitzt und man z.B. einen länglichen Kinosaal hat, tut man sich da freilich deutlich einfacher als z.B. bei einem Open Air, wo Zuhörer nicht nur zwischen, sondern sogar außerhalb der linken und rechten Lautsprecher stehen, die Topteile u.U. viele Meter über den Bässen geflogen werden und damit die Laufzeitdifferenzen zwischen Topteilen und Bässen bei den Zuhörern ganz vorne und ganz hinten extrem unterschiedlich sind und der Kompromiss so deutlich größer ausfallen muss.

  • Funny stuff

    • Fux
    • 4. Juli 2025 um 22:59

    Das erinnert mich ein wenig an eine Veranstaltung anfang der 90"er , als zum zweiten Mal von den Anwohnern herbeigerufene Polizei auftauchte und meldete: "Jetzt wird leiser gemacht, und wenn wir nochmal kommen müssen, dann nehmen wir die Anlage mit!"

    Kommentar von meinem Kollegen: "Ja wenn's die nei bringt's in euern 3er BMW..." ;)

    (Dieses Ansinnen wäre natürlich praktisch völlig unmöglich gewesen)

  • Funny stuff

    • Fux
    • 1. Juli 2025 um 22:34

    Wenn man die Konversation der Zuschauer/Zuhörer um den FOH Platz versteht, sollte man schleunigst zu den Ampracks laufen und die Endstufen einschalten! ;)

    Ich befürchte zwar, dass ich mich hier wiederhole, aber "Bass + Gesang" geht als Klangeindruck m.E. gar nicht. (weder früher noch heute)

    Auch wenn das Viele anders sehen mögen, ist für mich Stimme und Instrument gleichberechtigt und daher mische ich auch Gitarren und Stimme gleich laut. Das lauteste insgesamt (und damit auch vom Schlagzeug) ist für mich nicht die Kick-Drum, sondern die Snare. Kompression insgesamt nur so viel wie absolut notwendig. Es soll ja nach Live klingen, Konserve hören kann man auch daheim.

    Heutzutage höre ich als Gast so etwas aber leider so gut wie gar nicht mehr.

    Meist insgesamt zu leise, sehr stark komprimiert, viel zu basslastig und die Stimme dominiert über alle Instrumente. (Gitarren kaum wahrnehmbar nur noch als "Hintergrundgeplänkel")

    Wirklich schade, da mir ein Livekonzert so keinen Spaß mehr macht.

    Auch das mit den ganzen hochgehaltenen Smartphones mit ihren leuchten Bildschirmen ist echt die Pest. Warum möchte man sich das Konzert nachher auf seinem Smartphone in "Mickey-Mouse-Qualität" anschauen/anhören, wenn man doch die Möglichkeit hat es direkt Live zu erleben?

  • Gravity Mikrofonzubehör

    • Fux
    • 29. Juni 2025 um 19:26

    Ich bin da zwar nicht mehr up to Date, aber bei uns kamen als Standardstative nur K&M, als Windups Manfrotto und als Trusslift VMB Kurbelstative zum Einsatz. Wie ist denn da die Qualitätsverteilung aktuell?

  • Funny stuff

    • Fux
    • 29. Juni 2025 um 18:55

    Man konnte sich aber auch mit den nur 4 Aux Wegen kreativ helfen.

    Auf Aux 1 den Haupthall, der auch für Toms und Instrumente taugte. Aux 2 für Monitore 1&2, Aux 3 für Monitore 3&4 und Aux 4 für den Drummonitor.

    Über eine durchgelinkte Stereoklinke im Insert des Snarekanals das Signal für den Snarereverb abgegriffen und über die Gesangssubgruppe Direct out das Signal zum Delay geschickt.

    Wenn man nur will, geht das auch etwas „ambulant“ im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten und die Konzerte waren m.E. damals auch nicht schlechter als heute.

  • Funny stuff

    • Fux
    • 29. Juni 2025 um 09:12

    Die Ablesbarkeit der 19 Zeiger VU-Meter auf meinem Anfang der 90er schon alten Aries 24-8-16 war im Freien bei Sonnenschein wirklich gut im Vergleich zu späteren Pulten. Dafür hatte das Pult halt andere Schwächen, wie eine Semiparametrik zu wenig (aber immerhin umschaltbare Einsatzfrequenzen für den Höhen- und Bass-Shelving EQ) und zu wenige Aux-Wege…

  • Coda Audio HOPS10T-Pro

    • Fux
    • 29. Juni 2025 um 09:02

    Der Abstrahlwinkel von 80x50 Grad ist immer der gleiche, egal wie rum man das Horn dreht.

    Das heißt, die Fläche auf die sich in einer bestimmten Entfernung die abgestrahlte Schallenergie verteilt, ist immer gleich groß, unabhängig davon, ob ich nun in der Horizontalen die 80 Grad habe oder in der Vertikalen.

    Deshalb ist es für die Reichweite völlig egal wie das Horn gedreht wird.

    Für die 10“er gilt das Selbe. Ob die Box stehend oder liegend betrieben wird ist für die Wurfweite komplett egal, nur die horizontalen und vertikalen Abstrahlwinkel werden vertauscht.

    Der Flaschenhals bei einer Box wie der Hops10 ist, dass die Bündelung der 10“er in der Horizontalen erst bei relativ hohen Frequenzen einsetzt und daher die abgestrahlte Schallenergie bis etwa 600Hz sich sehr breit verteilt und daher mit der Entfernung relativ rasch der Schalldruckpegel in diesem Frequenzbereich abnimmt.

    Eine gute Box ist die Hops10 sicher, aber um die Physik kommt auch diese nicht herum.

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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