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Beiträge von Fux

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 21:17
    Zitat von MaV3RiX

    Hab den Bereich jetzt um 3dB abgesenkt. Das hört sich schon viel besser an. In der Messung per Sweep auf Achse sieht es natürlich unschön aus, aber was solls.

    Messung per Sweep bringt Dir nur etwas unter Freifeldbedingungen/Reflexionsarmer Raum oder große Halle im Nahfeld ganz nah vor den Lautsprechern.

    Ansonsten misst Du zu 90% den Raum und zu 10% den Lautsprecher.

    Messe mit einer gefensterten Impulsanwort, welche dann zwar je nach Fensterung nur den Bereich sagen wir mal über 250 Hz abbildet, aber hier geht es ja um den Bereich der Trennfrequenz zwischen 12"er und Treiber bzw. den Treiberfrequenzgang und da ist es das Mittel der Wahl.

    P.S.

    Jeder typische Druckkammertreiber hat im Bereich etwa einer Oktave über seiner unteren Resonanzfrequenz und dem massebedingten Rolloff weiter oben einen "Katzenbuckel".

    Wenn der nicht mit einem "konjugierten Filter", oder dem Einsatz eines extra Mitten-Wegs/Mittenchassis in dem Bereich und damit einer sehr hohen Trennung egalisiert wird, dann mußt Du das immer (egal ob passiv oder aktiv) ausgleichen.

    Im Extremfall setzen bzw. setzten manche Hersteller einen sehr flachflankigen, extrem hoch einsetztenden Hochpass für den Treiber ein, der dann im besten Fall die Entzerrung und Trennung bei minimalem Bauteileaufwand zusammen übernimmt. (eher nicht mein Konzept...)

    Nur auf Achse zu optimieren macht m.E. wenig Sinn, da ja 95% des Publikums eben nicht auf Achse steht. Wenn es sagen wir 10-15 Grad off Axis gut ist, dann laß doch die Überhöhung auf Achse einfach drin. (Die Box ist nornmal in irgendeiner Weise geneigt & i.d.R. rein gedreht, da steht exakt auf Achse genau einer.... ;)

    Der Tip von Test ist natürlich auch gut!

    Nimm etwas was Dir taugt als "Vorlage" und schalte direkt im A/B-Vergleich zwischen beiden gleich laut eingepegelten Boxen hin und her.

    Spare nicht an der Vorlage, um nicht die Fehler dieser Konstruktion zu kopieren.

    Nimm da ruhig etwas aus dem oberen Regal (vieleicht Meyersound? Der Preis ist hier ja unerheblich) und vergleiche damit Deine Konstruktion.

    Im Zweifel immer für den Höreindruck über der Messung, weil wer misst misst Mist! ;)

    So und jetzt werde ich noch ausprobieren bei meinen Horntops in der "Festinstallation" den PEQ in den Höhen von +5 dB bei gleicher Einsatzfrequenz & Bandbreite auf +3 dB zu reduzieren, weil bei Laut geht das ganz schön auf die Löffel. :)

    Viele Grüße,

    Fux

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 15:14

    @MaV3RiX

    Was man, wenn es mit den LR-Filtern bei der Übergangsfrequenzen phasenmäßig gar nicht klappen will, auch einmal versuchen darf ist, dass man den Hochpass nicht auf die selbe Frequenz setzt wie den Tiefpass. Oder auch verschiedene Filtercharakteristiken im Hoch- und Tiefpass miteinander kombiniert. Das macht man ja beim Passivweichendesign auch nicht anders.

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 15:11
    Zitat von test

    ein freund meinte mal zu mir, das man master mixe im studio nie fertig bekommt, weil es eben 100derte varianten gibt. man muß sich für eine variante entscheiden :)

    Da man es nie hinbekommen wird, dass ein Mix von allen als der "Lieblingsmix" wahrgenommen wird, würde ich da eher den Mix als "besten" Mix bezeichnen, den keiner schlecht findet! ;)

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 15:07

    Wenn das grob eine Oktave unter und Oberhalb der Trennung phasenmäßig zwischen den beiden Wegen passt ist das schon i.O.

    Wenn der Pegel im Hoch- bzw. Tiefpass mal um 24dB abgefallen ist, dann ist das gegenüber den dort "voll" spielenden Weg praktisch wie abgeschaltet. Das stört sich dann nicht mehr gegenseitig.

    Zum Feintuning bei der Entzerrung in den Mitten ist wirklich das Beste eine einem bekannte Sprecherstimme, egal ob Radio oder auch Kabarett. (Ich nehme da gerne eine gute Liveaufnahme vom Josef Hader... ;)

    Da das menschliche Gehirn in seiner akustischen Wahrnehmung auf Stimmen hin optimiert ist, hört man da i.d.R. viel mehr Feinheiten heraus als bei Musikwidergabe.

    --> Messungen sind trotz allem mal nicht verkehrt, um einen guten Startpunkt zu haben.

    Wenn man mal raumakustische Messungen macht und einem bewußt wird wie katatstrophal sich an verschiedenen Stellen im Raum die Pegel bei jeweils der gleichen Frequenz die Pegel unterhalb der Schröderfrequenz unterscheiden, dann lernt man das menschliche "Prozessing" hinter dem Ohr erst zu schätzen, weil ohne die vielen Korrekturen die das Gehirn da in Echtzeit vornimmt, wäre ein gutes Musikerlebnis in normalen Räumen nicht ansatzweise vorhanden.

    P.S.

    Die Absenkung des Pegels eines ganzen Weges, hier z.B. der Treiber um 3dB gegenüber dem 12"er ist Murks.

    Das ist nur die "Überreaktion" weil mit dem Frequenzgang des Treibers irgendetwas noch nicht passt und man dann gewissermaßen das Kind mit dem Bade ausschüttet, in dem man den ganzen Weg inklusive der störenden Frequenzen insgesamt leiser macht.

    Das geht voll auf die Sprachverständlichkeit und ist z.B. im Monitor völlig unbrauchbar.

    Hier muß man mit dem Ziehen der Nervfrequenzen (unbedingt auch mit der Bandbreite bzw. Güte experimentieren) nochmal ran, damit das erst mal passabel klingt, und dann klappt das auch mit bei der Übergangsfrequenz gleich lauten Wegen.

    Ein gewisser "Rolloff" zu den Höhen hin kann gerade bei kürzeren Abhörentfernungen und/oder hohen Pegeln wirklich vorteilhaft sein und ist keine "Fehler".

    Genauso wird oft eine breite, flache Senke um die 3,5 kHz herum (2-3 dB) gerade bei höheren Lautstärken als geschmackliche Frequenzgangkorrektur gerne genommen, auch wenn das nach Messung dann dort nicht mehr "linear" ist.

    Die lautstärkeabhängige Pegelwahrnehmung verschiedener Frequenzbereiche wurde evolutorisch halt nicht für lauten Musikkonsum optimiert, sondern auf unverstärkte Sprachkommunikation und dass man im Dschungel das Raubtier hinter einem anschleichen hört.... ;)

    Die Zeit seit es Beschallungsanlagen gibt ist für eine evolutorische Entwicklung des Gehörs leider bislang noch ein weeeeeenig zu kurz.

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 13:36
    Zitat von uchrisu

    Eventuell kannst du ja mal ein paar deiner Messungen hier einstellen. Gerade in Bezug auf Phase etc. kann man dann vielleicht mehr sehen, als wenn man nur drüber redet.

    Mit dem ND3 (bei mir die Variante ND3N auch am XR1464C) bin ich auch noch nicht ganz glücklich. Wenn ich den nach oben hin gerade ziehe, wird es auch schnell etwas scharf.

    Das mit den scharfen Höhen, bei gemessen linearem Frequenzgang kann auch einfach folgenden Grund haben:

    Die "statische " Messung des Frequenzgang sagt: Höhen linear, nichts überhöht.

    Es klingt aber oben spitz oder zischelig.

    Schaut man das Wasserfalldiagramm des Treibers an und sieht da, bei den Membranbreakups des Treibers in eben diesem Bereich einen ausgeprägen, langgestreckten "Rücken" Im Wasserfalldiagramm, also dass die Membran da lange nachschwingt, passiert folgendes:

    Unser Ohr, oder besser gesagt der nachgeschaltete Großrechner integriert die Energie über die Zeit dort auf und kommt somit auf den Eindruck dass z.B. bei 14 kHz der Treiber viel lauter ist, als die "statische" Messung uns zeigt.

    Maßnahme: Anderen Treiber nehmen, der erst außerhalb unseres persönlichen Hörbereichs Breakups zeigt (oftmals zu teuer ;) ), oder die Entzerrung nicht nach dem Messergebnis ausrichten, sondern nach dem Höreindruck. (also quasi mit zeitlich aufintegrierter Hochtonenergie)

    Am Ende steht ja das Publikum nicht mit Messgeräten da und schaut sich auf diesen die Musik an, sondern hört normalerweise entzückt der Lieblingsmucke über eine vernünftige Tonanlage und Abmischung zu! :)

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 13:17

    Hallo MaV3RiX,

    Das hört sich alles ja schon mal Alles viel besser als von mir befürchtet an! ;)

    Da die Phase mathematisch ja die Ableitung des Frequenzgangs darstellt, dreht sis ich beim Treiber natürlich in dem Bereich wo er zu tieferen Frequenzen bereits abfällt.

    Das isa ber auch gar nicht schlimm. Vermieden werden muß nur, dass die Phase im Übergang von Konuslautsprecher zu Treiber die Phase einen Sprung macht.

    (Die Phase dreht sich immer und im Bassbereich beim Lowcut unter dem Bassreflextuning sogar recht heftig)

    Gib Dir als erstes mal eine Targetfunktion vor, wie bei der Trennfrequenz die akustischen Trennung (also Chassisfrequenzgang + Weiche) aussehen soll.

    Das kann dann für den Hochpass beim Treiber und den Tiefpass beim 12"er z.B. eine akustische (nicht zwangsläufig elektrische) Trennung mit z.B. 24dB pro Octave bei 1500 Hz sein.

    Dann schaust Du wie du mit möglicherweise verschiedenen elektrischen Filtern bei beiden Wegen eine akustische Flanke hinbekomst, die mindestens eine Octave neben der Trennfrequenz passt. (weiter ist besser)

    Entscheidend ist immer die akustische Flanke, also abfallender/ansteigender Chassisfrequenzgang inklusive (!) elektrischer Filterung. Die elektrische Filterung alleine ist nur in so weit relevant, den Treiber vor Beschädigung durch zu große Auslenkungen zu schützen.

    Das Verpolen des Treibers macht meines Erachtens dann Sinn, wenn ich mir durch den verwendeten Filter und die mechanischen Versätze der Schallenstehungszentren der beiden Wege eine Verzögerung von etwa der halben Wellenlänger der Trennfrequenz eingefangen habe.

    Bei einer Pasivweiche kann ich dann durch Verpolen i.d.R. des Treibers die Phase bei der Trennfrequenz dann wieder einigermaßen hinbiegen.

    Passive Allpässe sind etwas Aufwändiger und werden darum wenn möglich meist vermieden.

    Amkustisch am besten ist es m.E. wenn man sie Schallenstehungszentren rein mechanisch in der Box schon übereinander kommt. Das geht bei direktabstrahlenden Konuslautsprechern und Druckkammertreibern am Horn dazu aber nur, wenn das Horn sehr kurz baut.

    (hier nicht der Fall)

    Ich würde daher zuerst mal wie beschrieben bei aktiver Trennung den mechanischen Versatz der Schallenstehungszentren durch eine Delay kompensieren.

    Wenn Du z.B. eine akustische Trennung mit 24dB hinbekommst, dann solltest Du den Hochtöner nicht umpolen müssen. Erfordert die Ordnung des akustischen Filters eine Verpolung des Treibers, dann halt verpolen.

    Auf alle Fälle sollte sich, egal wie man es angeht, beim absichtlichen falsch herum Anschließen des Treibes eine schmale und ganz tiefe Auslöschung auf der Trennfrequenz ergeben.

    Tuts das nicht, ist noch etwas im Argen.

    Wenn Du deine Trennung gefunden hast und Du am Phasenverlauf bei der Messung der Gesamtbox die Trennfrequenz nicht erkennen kannst, hast Du gewonnen.

    P.S.

    Bei einer steilflankigen Trennung des 12"ers um 1500 Hz sollte der 2,5 kHz Breakup gerade bei einer aktiven Trennung nicht mehr ganz so wild sein. Da würde ich halt mittels PEQ diesen Peak im Weg des 12"er ganz schmalbandig heruasziehen.

    Diese Breakups sind praktisch bei fast allen wirkungsgradstarken Midbasschassis der Fall.

    Fängt der 12"er dagegen an sich ab etwa 1kHz schön langsam gleichmäßig zu verabschieden, kann das Chassis keine Mitten (zu schwere Membran, zu wenig Antrieb, also zu "langsam") und ist nur mit einem tiefer ankoppelnden Mitteltonweg zusammen vernünftig zu gebrauchen.

    Dafür können solche Chassis i.d.R. richtig Bass und auch ohne extra Bassbox tief spielen.

  • Crossover Settings für Eighteensound Bauvorschlag PS112 ?

    • Fux
    • 3. November 2024 um 10:48

    Zitat: "Bis auf die Hochtontrieber sind meine Lautsprecher sehr ähnlich"

    Soll heißen, höchstens der Bass ist der gleiche?

    Dann nützt Dir das Controllersetting für die andere Lautsprecherkombination schon mal gar nichts.

    Im Interesse eines gleichmäßigen Abstrahlverhaltens über die Frequenz sollten 12"er und Horn bei der Übergangsfrequenz etwa den gleichen Abstrahlwinkel haben.

    Bei einem 12" Chassis hat die Schallabstrahlende Fläche (Membran) typischerweise einen Durchmesser von etwa 26 cm.

    Das heißt bei etwa 1100-1200 Hz strahlt das Chassis 90 Grad breit ab und bei etwa 1500-1600 Hz dann nur noch mit 60 Grad.

    Davon ausgehend, dass Du als Horn das XR1464C bzw. XR1496C einsetzen möchtest (sonst macht deine Ursprungsfrage ja keinen Sinn) schauen wir uns die Abstrahlcharackteristik der beiden Hörner über die Frequenz mal an:

    Die 60x40 Grad Variante erreicht seine 60 Grad so ab 1500-1600Hz (wenig verwunderlich mit Abmessungen von 27 cm, also fast den selben wie die Membran des 12"ers) ist aber schon ab etwa 1200 Hz bei noch etwas breiterer Abstrahlung gut einsetzbar.

    Die 90x60 Grad Variante hat leider eine sehr unschöne Einschnürung unterhalb etwa 2,2 kHz, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass versucht wurde diese andere Abstrahlcharackteristik bei einem Horn mit gleichen Frontabmessungen und gleicher Tiefe wie der m.E. zuerst entwickelten 60x40 Grad Variante zu bewerkstelligen. (was ja physikaisch nicht wirklich gut funktioneren kann, aber sicher dem Entwicklungsziel geschuldet war, beide Hörner ohne Gehäuseänderungen in der selben Lautsprecherbox einsetzten zu können)

    Da der 12"er oberhalb etwas 1100-1200 Hz dann stärker bündelt wie 90 Grad und das 90 Grad Horn XR1496 erst über 2200 Hz in der horizontalen auf seine nominellen 90 Grad kommt, bekommt man bei dieser Kombination notgedrungen eine Einschnürung des Abstrahlverhaltens zwischen 1200 und 2200 Hz, also fast über eine ganze Oktave.

    Ich würde daher einen 12"er eher mit dem XR1464 verheiraten und bei etwa 1600 Hz trennen.

    Wenn Du gar keine Messmöglichkeioten haben solltest, wird das Entwickeln einer eigenen Lautsprecherkombination praktisch unmöglich sein, dann kannst Du nur 1:1 etwas erprobtes nachbauen.

    Hast Du aber Messmöglichkleiten, dann würde ich die Impulsantworten von 12" und Treiber/Horn an ihrer Einbausituation messen (also mit dem durch die Montage bedingten Versatz der Schallenstehungsebenen) und eben genau diesen Versatz durch ein Delay kompensieren.

    Dann würde ich als ersten Schuß mal mit 24dB Linkwitz Riley bei 1500-1600 Hz aktiv trennen.

    Dann in halbwegs reflexionsarmer Umgebung (nächste räumliche Begrenzungen mindestens doppelt so weit vom Lautsprecher entfern als das Messmikrofon) mit einer gefensterten Messung mir den Rohfrequenzgang anschauen und dort die Überhöhungen mit geeigneten parametrischen Filtern glätten. (Auf Anhebungen würde ich hier eher verzichten)

    Auch mal unter verschiedenen Winkeln den Frequenzgang messen, vergleichen und dann eher auf 10-15 Grad neben der Hauptachse optimieren, als genau auf Achse.

    Oben raus, kann man dann den Prinzip bedingten Pegelabfall zu den Höhen hin durch einen geegneten parametrischen Filter oder evtl. auch Shelfing Filter kompensieren. (wie viel Du da oben raus entzerrst hängt auch von der geplanten Abhörentferung ab, da die relativ stärkere Dämpfung der Höhen durch die Luft im Verhältnis zu den anderen Frequenzen mit größere Entfernung überproportional steigt)

    Dann brauchst Du noch einen Hochpass für die Box.

    Für die Box alleine ohne Bässe würde ich diesen ein Stück unterhalb der Bassreflextuningfrequenz ansetzten und hierfür entweder einen 24dB Bessel (besseres Impulsverhalten, aber flachere Flanke, also weniger Begrenzung der Membranauslenkung direkt unterhalb des Tunings) oder 24dB Linkwitz Riley (steilere Flanke und daher stärkere Hubbegrenzung direkt unterhalb des Tuning, aber nicht ganz so gutes Impulsverhalten) verwenden. (--> Ausprobieren!)

    Wenn Du Bässe drunter stellen willst, dann würde ich je nach Art und Menge dieser Bässe und ihrer Aufstellung im Verhältnis zu den Topteilen zwischen etwa 80 Hz und 120 Hz trennen.

    Eher 24dB Linkwitz Riley wenn es auf einen gleichmäßigen Frequenzgang auf Achse ankommt (Große Halle oder im Freien) oder auch 24 Butterworth für einen gleichmäßigen Energiefrequenzgang (eher kompaktere Räumlichkeiten). Das würde ich aber vom praktischen Versuch abhängig machen.

    Bei Fragen: --> Fragen! ;)

  • Dynacord/EV Sonicue Software Filter/Trennfrequenzen + Limiter selbst setzen

    • Fux
    • 2. November 2024 um 13:11

    Ich habe die Dynacord L-Serie (sind vorerst nur 3 Amps) bei mir in der "Festinstallation".

    Für "Touring" würde ich mir in IRIS Net für jeden Lautsprecher den ich habe nur rein die Hoch- & Tiefpässe konfigurieren und das als File exportieren.

    Dass kann ich dann im Sonicue auf einen "generic" Speaker draufladen und habe dann schon mal die Trennungen.

    Alles weitere (Pegel, Delay, EQ usw.) würde ich dann im Sonicue (was ja zur L-Serie im Gegensatz zu IRIS Net kompatibel ist) machen.

    Warum mache ich dann nicht den ganzen Lautsprecher gleich in IRIS Net komplett (inkl. Delay, EQ usw.) fertig und lese die .sps Datei in Sonicue ein?

    Weil ich dann in Sonicue auf diese Parameter wie Delay, EQ usw. nicht mehr zugreifen und diese verändern kann. sondern diese fix im Lautsprecher ohne Zugriffsmöglichkeit integriert sind.

    FIR Filter würden es für mich nur bringen, wenn ich die Möglichkeit hätte in reflektionsfreier Umgebung die Impulsantwort meiner Lautsprecher zu messen und daraus dann einen FIR Filter zu generieren.

    Den FIR Filter aus einem händisch erstellen IIR Filter zu generieren macht für mich keinen Sinn, da dann die Phase nicht getrennt vom Frequenzgang angepasst werden kann, sondern diese fest mit dem Frequenzgang (als Ableitung dessen) verknüpft ist.


    Zur MARC Software:

    Zuerst habe ich mir auch gedacht, da installiere ich doch am besten gleich das alte MARC drauf (was ich dann aber auf der Dynacord Homepage im Gegensatz zu 2 Wochen vorher gar nicht mehr gefunden habe) und alles ist geritzt.

    Dann habe ich mich aber dagegen entschieden eine abgekündigte Software auf neue Amps zu spielen, welche mindestens die nächsten 20 Jahre laufen sollen.

    Ich habe schon genug Gaudi mit Geräten die noch Firewire Anschlüsse haben, aber kein aktueller Rechner mehr Firewire hat, Programmen, die nur mit einem alten Windows laufen das nicht mehr supported wird. Programmen die nicht mehr auf dem alten Windows des Firewire-Rechners laufen, und für ein aktuelles Windows ist der Rechner zu alt, darum einen zweiten Rechner dazu gestellt usw.

    Alte Digitalcontrollern, deren Schnittstellen und Software nicht mehr zu aktuellen Rechnern und Betriebssystemen passt etc.

    Da habe ich zu wenig Spaß an diesen EDV Geschichten, dass ich mir da freiwillig noch mehr Baustellen aufmachen würde.

    Mit der geparten Zeit mache ich dann lieber andere Dinge wie z.B. Wein keltern. ;)

  • Dynacord/EV Sonicue Software Filter/Trennfrequenzen + Limiter selbst setzen

    • Fux
    • 2. November 2024 um 10:44

    Ich freue mich, wenn das Mitte 2025 im nächsten Update dann auch alles direkt im Sonicue geht, aber wenn man es in einer Festinstallation nutzt und nicht ständig verschiedene Lautsprecher an den Amps hängen hat, geht das natürlich auch mit dem Workaround.

    Ich hätte halt bei einem Hersteller wie Dynacord/EV gedacht, dass das von Anfang an in Sonicue entsprechend implementiert ist, zumal es in der vorigen Software "MARC" der Ampserie wohl auch möglich war. Dafür habe ich u.a. ja auch "Marke" gekauft und nicht irgend so ein Chinadingens.

    (Natürlich wird meine L-Serie auch in China gefertigt, aber entwickelt wurde sie soweit ich weiß in Straubing)

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 1. November 2024 um 17:42

    Das tut der Freude meine ich aber keinen Abbruch! :thumbup:

    Wenn wir das alle gleich machen würden, wäre es ja auch langweilig.

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 31. Oktober 2024 um 19:38

    Typischerweise geht das wohl folgendermaßen ab:

    Ein Eingangssignal, was eh schon wenig Dynamik hat, erst mal ordentlich komprimieren.

    Dieses dann über eine Subgruppe schicken und mit schon genauso stark komprimierten Signalen zusammen dann nochmal ordentlich komprimieren.

    Dann die Subgruppen auf den Master und da dann am besten gleich nochmal alles durch einen Mehrbandkompressor jagen.

    Das nun bereits völlig tot komprimierte Material kommt dann zum Mastern, wo natürlich auch nochmal mit einer extra Portion Kompression die letzte Luft aus dem Sound herauslassen wird.

    Ergbnis sind dann zwischen den leisesten und lautesten Stellen des Songs eine sagenhafte Restdynamik von um die 3dB.

    Wenn das dann noch über das Sendeprozessing eines Radiosenders läuft, der durch heftige Kompression aus dem Angebot durch größere empfundene Lautheit herausstechen möchte, wenn der Radiohöhrer durch die Sender steppt, dann gute Nacht. ;)


    Mir hat bei unseren Livebeschallungen immer folgende, wirtschaftlich natürlich fragwürdige Herangehensweise am besten gefallen:

    Geringe Kompression und auch diese nur auf wenigen ausgewählten Kanälen.

    Keine Kompression im Master und dafür wesentlich mehr Holz hinstellen als für die Lokation "üblich" war.

    Dann hat man so richtig Livedynamik, was ja m.E. den Unterschied machen sollte zwischen Live-Musik und Konserve.

    Und wir hatten nie ein den Hitzetod gestorbenes Chassis.

    ...o.k. es waren auch nie Chassis mit kleinen Schwingspulendurchmessern im Einsatz. ;)

  • Gain Staging

    • Fux
    • 31. Oktober 2024 um 08:58

    Neben der optimalen Ausstzeuerung des Preamps oder auch eines AD Wandlers hat die passende Einstellung der Verstärkung am Gain Poti für mich auch den Sinn, dass ich weiß wenn bei verschiedenen Kanälen der Kanalfader gleich weit aufgezogen ist, sind die beiden Kanäle auch gleich laut.

    Mich würde das verückt machen, wenn zwei Kanalfader z.B. auf 0dB stehen und der eine Kanal ist trotzdem 10dB leiser als der andere.

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 31. Oktober 2024 um 08:44

    Ich meinte die CD Produktion der RHCP.

    Wenn man sich da z.B. die Scheibe Californication mal auf der Anzeige einer DAW anschaut, dann ist das total totkomprimiert und klingt auch so.

    Zum Vergleich: Die Back in Black von AC/DC ist auch recht ordentlich komprimiert, aber das ist viel geschickter gemacht und akustisch bei weitem nicht so auffällig.

    Wenn die Musik auf einem Küchenradio wiedergegeben werden soll, ist natürlich so eine Extremkompression hilfreich, damit die leisen Passagen nicht völlig untergehen.

    Aber wer kauft sich schon für teuer Geld physikalische Tonträger, um diese dann auf einem Küchenradio wiederzugeben?

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 29. Oktober 2024 um 20:46

    Im Prinzip sieht sieht der Kanal also dann so aus wie die Summe bei Red Hot Chilli Peppers.... ;)

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 28. Oktober 2024 um 09:45

    Wir haben in den 90ern bei einem OpenAir auch mal Tocotronic mit dabei gehabt und eben auch gemischt. Das klang dann zwar nicht genau wie auf Platte, sondern eher so wie wir das eben gerne hören, aber der Sound hat allen und nicht nur uns gut gefallen, was ja denke ich die Hauptsache ist.


    P.S.

    Die Wurst gab's dann da eben ganz gewöhnlich in der Semmel und nicht zwischen Kick und Snare... ;)

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 27. Oktober 2024 um 08:43

    Ich finde man "muß" niemand kennen. Ich stolperte halt vor zehn Jahren über sein damals gerade neues E-Book zum Live Recording im Studio und stellte danach fest, dass er einige Bands produziert hat, von denen ich auch Schallplatten/CDs habe.

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 26. Oktober 2024 um 23:48

    Ja wenn das der selbe Schneider ist dann ja!

  • Das Wurst Mikrofon

    • Fux
    • 26. Oktober 2024 um 22:52

    Macht nicht der Moses im Studio etwas ganz ähnliches wie das "Wurst-Mikrofon"?

  • Große Bühnen mit Point Sources

    • Fux
    • 26. Oktober 2024 um 22:39

    Was mir ein wenig abgeht ist, wie zuvor auch schon geschrieben wurde, die Herangehensweise an Dinge aus grundlegendem Interesse. Etwas blöd formuliert, daher vieleicht an einem Beispiel:

    Selbst habe ich mich früher darüber geärgert, dass die Kick auf meiner kleinen Liververanstaltung nicht so klingt wie auf den LPs die mir so gut gefallen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich um den mich störenden Boom bei der Kick wegzubekommen und den richtigen "Patsch" zu finden mit einem fixen 1kHz Regler + Bass- und Höhenregler am Mischer nicht immer weiter komme und dann Ausschau gehalten nach einem bezahlbaren gebrauchten Pult, was semiparametrische Mitten im EQ hat. Dann irgendwann festgestellt, dass um bei "labilen" Bühnen in kleinen Lokations die Kick rückkopplungsfrei laut zu bekommen ein Gate von Nöten ist und mir mal so ein für mich bezahlbares Teil von Behringer besorgt. Dann festgestellt, dass diese Teil nicht nur gated, sondern auch den Sound versaut und auf ein Kuhnle 4 Gate upgegraded.

    Das nur als ein beliebiges Beispiel.

    Heute nicht Alle, aber doch Viele wählen einfach ein voreingestelltes Setup für die Kick in ihrem Digitalpult aus, ohne zu wissen was das überhaupt macht, und dann ist gut damit.

    Ebenso hat man sich über die richtige Trennung zwischen einzelnen Wegen der PA einen Kopf gemacht (Filtertypen, Flankensteilheiten, Trennfrequenzen, Delays usw.) und dann mit zahlreichen Messungen und Hörtest das Ganze verifiziert, bis man mit dem Ergebnis zufrieden war.

    Heute wird am Systemamp das entsprechende Preset für die angeschlossenen Lautsprecher gewählt und gut ist's. Was da im Hintergrund passiert interessiert keinen so wirklich.

    Ich will nicht sagen, dass Alles früher total super war und heute Alles schlecht ist, aber früher hat man, wenn es etwas Vernünftiges werden sollte, sich noch wirklich mit einer Sache von Grund auf befassen müssen, und heute ist das den Meisten (nicht Allen) eher wurscht, weil es geht ja auch so irgendwie.

  • Große Bühnen mit Point Sources

    • Fux
    • 24. Oktober 2024 um 23:08

    Irgendwie schade, da ich nicht den Eindruck habe, dass der Spaß an der Musik heute dadurch größer wäre als damals.

    Oder anders gesagt: Wer auf einem Soundcraft 200B keinen vernünftigen Livesound hinbekommen hat, dem gelingt das auf einem neuen Digitalpult zum Preis eines Mittelklassewagens auch nicht.

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  10. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
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